Füttern, nur wie?

Füttern, nur wie?

Beitragvon himbeertom » 13. Juli 2012, 08:22

Hallo, Forumianer...

Ich füttere Futterteig, viele Imker sagen, dass das schlecht(er) sei. Letztes Jahr habe ich mal flüssig gefüttert, mit dem Ergebnis, dass die Räubereich schlichtweg überhand nahm.
Ich weiß, dass zum Futterteig Flugwetter(Wasser) benötigt wird, und das die Bienen mehr arbeiten müssen, aber ist es dennnoch schlecht Futterteig zu nehmen?

Vorteile : keine (kaum) Räuberei, ich habe damit gute Überwinterungen, sehr einfach und auch nicht exorbitand teuer...

Wie wird das bei Euch gehandhabt?
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Re: Füttern, nur wie?

Beitragvon Hamamelishonig » 13. Juli 2012, 10:21

Räuberei entsteht nicht duch Füttern mit Flüssigfutter, sondern entweger durch "schlampige" Arbeitsweise am Stand oder - wenn nich alle Völker gleichmässig eingefüttert werden durch Futtermangel der Räubervölker, wenn diese wiederum durch Futter in Nachbarbeuten angelockt werden.

Je weniger die Bienen anderer Völker mitbekommen, dass ein oder mehrere Ableger oder Wirtschaftvölker gerade Futter bekommen, desto geringer ist die Gefahr der Räuberei. Die Fluglöcher der gefütterten Bienen werden start verengt (wie bei Ablegern und bei diesen erst recht sehr schmal).

Sichere und leicht zu füllende Futtergefäße verwenden, bei denen nichts daneben läuft (Milchtüten sehe ich seit zwei Jahren als ungeeignet an), Fütterung über der voll besetzten unteren Zarge, bei Wirtschaftsvölkern über der zweiten vollbesetzten Zarge durchführen. je schwerer das Futter für Räuber zugänglich ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit.

Futtermenge, Futtergefäss und Schwimmhilfen aufeinander abgestimmt und saubere Arbeit am Stand.... und das Problem ist in den Grif zu bekommen
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Re: Füttern, nur wie?

Beitragvon GeeBee » 13. Juli 2012, 10:37

Hallo himbeertom,
ich füttere momentan auch etwas Futterteig, damit die Bienen das Brutnest nicht so schnell vollfüllen und dennoch schön bauen.
Ich habe beobachtet, dass das Regenwetter sogar eher förderlich beim Verarbeiten des Futterteiges sein kann, da die Bienen nur vor das Flugloch müssen und sich das Wasser direkt von den nassen Beutenteilen saugen. Ich hatte bisher öfter das Problem, dass der Teig schnell trocken wird.

Viele Grüße,
GeeBee
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Re: Füttern, nur wie?

Beitragvon Bernhard » 15. Juli 2012, 19:09

Füttern generell mit Futterzarge.

Wenig Völker mit Zucker (rede mit deinem Supermarkt früher hab ich bis zu 400 kg an der Rampe abgeholt)

Ich füttere mit Sirup, keine verklebte Küche, kein verdorbenes Futter bei schlechter Abnahme etc. und mit Futterzarge.
Spät abends, das geht so schnell da merkt keine Biene was.

Am Vortag Futterzargen über die Folie auf die Völker verteilen, Deckel drauf.

Am nächsten Tag bei 2 Völkern Folie weg die Futterzarge aufsetzen, geht schnell ohne Rauch.
Dann 1 Kanister Sirup verteilen das sind 14 Kilo, Kanister verschließen und weg ins Auto, usw.

Futterzarge runter.

Ameisensäurebehandlung und Futterzarge gleich wieder über die Folie.

Beim nächsten Mal 4 Völker herrichten und 1 Kanister verteilen, dann haben die Völker 21 kg.

Ameisensäurebehandlungen und im September nochmals den Futterstand prüfen, evtl. nachfüttern.

Langzeitbehandlung mit AS

LG Bernhard
Höhenlage meines Bienenstandes: 320 m über Normalnull
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