Wer sind die faulsten Imker?

Imkerei in den Medien

Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Hamamelishonig » 5. Juni 2017, 15:26

Seit Monaten treibt eine Imkerin wieder ein Unwort in unserer Monatszeitschrift des Landesverbandes Württembergischer Imker durch die Lande, :puke: die Tipps für die faulen Imker, in der neusten Ausgabe ist schon im Einleitungssatz vom intelligenten Faulen die Rede. Wen meint die Dame? Die Aprilausgabe habe ich für einen Aprilscherz des Landesverbandes gehalten, der Berufsimkerverband hat die Monatsbetrachtung garnicht so lustig gefunden und gleich eine kommentierte Ausgabe verschickt, die Maiausgabe wieder im gleichen Stil, die Juniausgabe differenziert nun die intelligenten und anderen Faulen. Was kommt in der Juliausgabe? (8;)

Ich kenne keine faulen Imker ( auch keine wissentschaftlich belegte Studie, dass bei uns solche beschriebenen Kollegen existieren), ggf. im Umfeld der Autorin, wer hat bei der Autorin dieses Bild vom faulen Imker geprägt und wer von Euch fühlt sich (von der Bienenpflege noch) angesprochen?

Gruss
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Bienefix » 5. Juni 2017, 19:20

Ich fühle mich mit dem Ausdruck "Fauler Imker" angesprochen, aber nur im Zusammenhang mit diesen Tips und dann auch nicht negativ..
Man muss die Dinge immer im Zusammenhang sehen und nicht losgelöst, alleingestellt.
Schon mein alter Ausbilder hat zu mir gesagt: "Faul darfst du sein, aber nicht dumm."
So deute ich dies auch dahingehend: Wer pfiffige Ratschläge annimmt und sich vor allen Dingen selbst überlegt, wie er die weniger beliebten Tätigkeiten bei der Imkerei rationalisieren kann, der hat es leichter.

Die Monatsbetrachtungen an sich sind ja wohl bekannt, ab und zu finden sich auch mal neue Aspekte darin.
Als Imker-Anfänger war ich für diese klaren Regeln und Tips dankbar.
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Bernhard » 5. Juni 2017, 20:55

Wenn ich aus Faulheit was vereinfache ist es doch gut.

Ansonsten ist auch viel interessantes dabei, wenn ich was davon brauchen kann übernehm ich das für meine Imkerei.

Immerhin schreibt die Frau Aumeier viel über die Imkerei, ist viel in Vereinen etc.

Wie Leute schreiben, ihr Stil ist mir egal, ich pflück halt raus was ich brauchen kann.

Wenn keiner Beiträge mehr schreibt ist es auch nicht gut und jedem recht machen geht nie.

https://www.youtube.com/watch?v=DEwxzV-hzjQ

Etwas Show gehört auch dazu, ich denke Frau Aumeier weiss genau wann die Bienen gut drauf sind.
Wenn an der Imkerei Interessierte die Vorführung mit Vollstichschutz erklärt bekommen würden,
dann hält das viele ab.

Z.B.den Schwarm würde ich mit Zuschauern auch so holen da kann ja nix passieren.
Höhenlage meines Bienenstandes: 320 m über Normalnull
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon halloersmal » 6. Juni 2017, 05:54

"faule" Imker ist ja mal das eine, Frau Aumeier das Andere. Ob Sie Vorgehensweisen zur Vereinfachung faul nennt oder nicht juckt mich eigendlich nicht". Ich würde mich da nicht an der Formulierung aufhalten. Ob einer rechts oder links um den Baum herum fährt ist mir egal, Hauptsache wir kommen drum rum :)
Die Monatsbetrachtungen in der Monatszeitschrift finde ich dieses Jahr sogar extrem gut! Viele Tipps gemäß einfacheren Vorgehensweisen und kleinen, aber effizienten Werkzeugen a la "einfach Imkern" sind dieses Jahr herrausragend gut.
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon propolis » 6. Juni 2017, 18:20

Ich würde das auch nicht auf die Goldwaage legen. Wenn man Pia Aumeier bei ihren Kursen live kennenlernt, zeigt sich, dass sie das Herz am rechten Fleck hat und eine wirklich gute Didaktikerin ist.
LG, propolis
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon waldimker » 6. Juni 2017, 19:24

Kann man das irgendwo im Netz nachlesen? Würde mir gern selbst ein Bild davon machen.

Nur so am Rande: Ale Imker und auch sonst bin ich sehr gern "faul". Faul im Sinne von: mache mir gern keine unnötige Arbeit. Wirklich "faul" bin ich nun nicht wirklich. Ich geh jetzt nochmal eben Honig rühren.
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Mel » 7. Juni 2017, 09:20

Wie schön, dass es Autoren gibt, die bei ihren Lesern noch Humor voraus- und nicht alles in Anführungszeichen setzen.
Diejenigen, die keinen haben, gibt es natürlich, na und? - die können sich ja z. B. in Forenbeiträgen ganz ernst über Unernstes echauffieren, wenn's ihnen denn Spaß macht ...

Ich Übrigen ist die Faulheit einer der wichtigsten Motoren des Fortschritts.

Und der größte Feind der Biene ist der fleißige Imker; der viel zu oft nachschaut und viel zu oft unnötige Tätigkeiten verrichtet.
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Bienenhüter » 7. Juni 2017, 12:03

Alte Weisheit:
Zwei Faule schaffen mehr wie drei Dumme.
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon ulf » 7. Juni 2017, 19:31

finde das permanente kokettieren der Dame mit dem Thema Faulheit auch unmöglich

faule Imker sind zumeist auch dumme Imker
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Sauzahn » 8. Juni 2017, 00:14

Mit "Faulheit" meint Pia das Weglassen überflüssiger Arbeitsschritte und Methoden. Vielleicht sollten einige Foristen ihre Beiträge mal lesen, statt sich künstlich zu echauffieren.

Wuff, wuff.

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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon kurt » 8. Juni 2017, 01:47

waldimker hat geschrieben:Kann man das irgendwo im Netz nachlesen? Würde mir gern selbst ein Bild davon machen.

Zum Beispiel hier (und auch noch an vielen anderen Stellen im Netz) (8;) :

waldimker hat geschrieben:Würde mir gern selbst ein Bild davon machen.

Vorbildliche Herangehensweise! :thumbsup:
Macht (leider) nicht jede(r)...
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Mel » 8. Juni 2017, 06:20

... Vielleicht liegt das Problem hier ja auch darin, dass sich jemand, der sich immerzu für vorbildlich fleißig hielt, nun ärgert, dass "die Tipps für faule Imker" überhaupt nicht für ihn bestimmt sind! Obwohl sie eigentlich sehr nützlich sind!

... Oder jemand, der ständig irgendeinen Quatsch an seinen Bienen verrichtet und sich deshalb für besonders fleißig hält, es nicht ertragen kann, wenn jemand ihm sagt, welchen Quatsch er da macht.

... Oder darin, dass jemand, der mit dem Fleiß kokettiert, es unerträglich finden muss, wenn jemand mit der Faulheit kokettiert.

... Oder darin, dass der Begriff Faulheit negativ besetzt ist, obwohl das erwiesenermaßen falsch ist.

... Oder darin, dass es Faulheit im eigentlichen Sinn nicht gibt und sie deshalb anders genannt werden sollte, etwa Lethargie, oder Frustration, oder mangelndes Interesse, oder intelligentes Auslassen redundanter Tätigkeiten ...

... Oder eben darin, dass jemand den Witz nicht versteht, wenn jemand einen negativ besetzten Begriff absichtlich positiv belegt, um mit dieser Pointierung bestimmte Sachverhalte klarer ins Bewusstsein zu holen.

... Oder darin, dass jemand so unintelligent ist, intelligente Leute für dumm zu halten, weil sie sich faul nennen, obwohl sie eigentlich sehr fleißig sind.

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon waldimker » 8. Juni 2017, 06:52

@kurt: Ich meinte speziell die erwähnten "neuen" Monatsbetrachtungen. Den einen oder andern Text von Pia Aumeier hab ich schon gelesen. Danke schonmal.
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon ulf » 8. Juni 2017, 08:48

hab ein paar Videos mit ihr gesehen
hat mir gereicht

und immer diese "renitenten" Altimker, die einfach nicht faul sein wollen :no:

ne danke
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Marcusgoe » 8. Juni 2017, 08:51

Hallo, im Vortrag hat sie erzählt, man braucht nur 10 min pro Volk im ganzen Jahr......Das sind bei 1.000 Völker ca 170 Stunden. Also ein guter Monat Arbeit. 1.000 x 30kg = 30.000 kg Honig
Ich glaube ich werde mich selbständig machen........und dann erkennen, dass nicht alles so einfach ist.
Hier noch etwas für gaaanz faule Imker:

Frau Dr. Aumeier:"Wer die Hohenheimer Einfachbeute im Original (Weymoutskiefer) nutzt, dessen Einzarger sollten Anfang Februar hinten angehoben noch mindestens 10 Kilogramm wiegen.Die Zweizarger 20kg."



Wird das Gewicht mit Blechdeckel oder ohne gewogen ?!

In Deutschland gibt es auch noch andere Beuten als die von Frau Pia Aumeier als das non plus ultra angebotene Hohenheimerbeute. Wieso werden Imker in anderen Beuten im Stich gelassen ? Sind das Imker 2. Klasse ? Kann man nur Holzbeuten aus Weymouthskiefer bauen ?



Die letzte Frage zuerst; Eine Zarge aus Weymouthskiefer ist genau 10% leichter, als eine Zarge aus Fichte. Das entspricht sage und schreibe 300 Gramm pro Zarge. Bei 30kg Zargengewicht mit Honig, dürften die 300 Gramm wirklich nicht in das Gewicht fallen(1%). Folglich spielt die Holzart bei dem Beutengewicht keine Rolle.



Die Hohenheimer Beute wiegt ohne Deckel 14,5 Kg+ 1,5kg Deckel= 16kg
20 Rähmchen wiegen=3,5kg
1kg Wachs
2kg Pollen
2kg Bienen
-----------------------------------
=24,5 kg Zweizarger
-3,3 kg 1 Zarge
-1,75kg 10 Rämchen
-1 kg Pollen
-------------------------------------
=17,5 kg Einzarger



Dies ergibt bei 40kg Beutengewicht wie oben beschrieben bei den 2 Zargern 15,5kg Restfutter, was gut ausreichend ist.

Wenn aber der Einzarger aber wie oben beschrieben mit Futter 20kg wiegt, dann sind dort aber nur noch 2,5 kg Futter drin. Auch wenn Frau Aumeier ohne Blechdeckel gewogen hat, sind im günstigsten Fall nur noch 4 kg Futter im Volk. Dies ist für Anfang Februar wesentlich zu wenig ! Im Prinzip aber ein guter Tipp für faule Imker, die brauchen sich dann nicht mehr um die Völker zu kümmern, abräumen und Dampfwachsschmelzer..........
Bis bald
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Tobi » 8. Juni 2017, 09:03

Marcusgoe hat geschrieben:Hallo, im Vortrag hat sie erzählt, man braucht nur 10 min pro Volk im ganzen Jahr......Das sind bei 1.000 Völker ca 170 Stunden. Also ein guter Monat Arbeit. 1.000 x 30kg = 30.000 kg Honig
Ich glaube ich werde mich selbständig machen........und dann erkennen, dass nicht alles so einfach ist.


Schau mal wieviele Völker von einem richtigen Imker mancherorts im Ausland betreut werden.
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon kurt » 8. Juni 2017, 10:03

waldimker hat geschrieben:@kurt: Ich meinte speziell die erwähnten "neuen" Monatsbetrachtungen.

Leider kann ich momentan keinen Link zu ihren aktuell (d.h. im ganzen Jahr 2017) in der "Bienenpflege" publizierten Monatsbetrachtungen bieten.

Aber mein Eindruck ist: da ist im Prinzip nicht viel Neues dabei. Es ist dieselbe Betriebsweise, die sie seit Jahren auch anderswo bereits propagiert hat. Und auch ihr Stilmittel des Kokettierens mit der "Faulheit" der "Schlauen" unter den Imkern ist nicht neu und kommt schon in älteren Artikeln von ihr vor.

[Ich persönlich find's nicht schlimm, und ich fühle mich auch nicht beleidigt. Vielleicht bereitet sie mit diesem ständig wiederholten Meme nur einen Buchtitel vor, den sie mal verkaufen will: "Schlau Imkern (für 'faule' Imker)" L) . Soll sie doch, ich kann aus ihren Tipps und Tricks viel für mich selbst lernen, und bin ihr dankbar dafür.]
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Bandwurm » 8. Juni 2017, 10:05

Unter deinem Dropbox Link von Ihr, sind unter "Aktuell" die 2017er Monatsbetrachtungen bis einsch. Mai schon drin.
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Epoché » 8. Juni 2017, 10:54

Marcusgoe hat geschrieben:In Deutschland gibt es auch noch andere Beuten als die von Frau Pia Aumeier als das non plus ultra angebotene Hohenheimerbeute. Wieso werden Imker in anderen Beuten im Stich gelassen ? Sind das Imker 2. Klasse ? Kann man nur Holzbeuten aus Weymouthskiefer bauen ?


Meine Güte...
Womit wiegst Du? Einer Waage? Dann kannst Du sicher das Gewicht Deiner Beuten selbst ermitteln. Oder bist Du dafür zu "faul"? So viel Mühe für einen Beitrag, um irgendwas madiges zu finden. Man muss sie doch nicht mögen. Aber völlig falsch macht sie sicherlich auch nicht alles. Schließlich imkern viele Leute recht gut durch ihre Arbeit.

Und weil Du so gerne Texte analysierst und grübelst:
"... dessen Einzarger sollten Anfang Februar hinten angehoben noch mindestens 10 Kilogramm wiegen.Die Zweizarger 20kg."
Warum wird das hinten betont? Was für einen Wert kriegt man, wenn man nur an einer Seite anhebt und nicht komplett? Mit welchem Wert muss man dann multiplizieren? (8;)

Viele Grüße,
Epoché
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon waldimker » 8. Juni 2017, 11:06

<2
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Marcusgoe » 8. Juni 2017, 11:44

Hallo Epoche
Warum wird das hinten betont? Was für einen Wert kriegt man, wenn man nur an einer Seite anhebt und nicht komplett? Mit welchem Wert muss man dann multiplizieren?

Wie der Waldimker schon richtig geschrieben hat mit 2.
Erhält man an Beutengewicht 20 kg - 17,5 kg was ein Einzarger mit Bienen, Pollen, Wachs usw wiegt, ergibt eine Nettofuttermenge von 2.500 g im Februar ......
Jetzt erzähle mir bitte nicht, die 2,5 kg würden bis mitte April reichen.
Bis bald
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Marcusgoe » 8. Juni 2017, 11:49

Tobi hat geschrieben:
Marcusgoe hat geschrieben:Hallo, im Vortrag hat sie erzählt, man braucht nur 10 min pro Volk im ganzen Jahr......Das sind bei 1.000 Völker ca 170 Stunden. Also ein guter Monat Arbeit. 1.000 x 30kg = 30.000 kg Honig
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Schau mal wieviele Völker von einem richtigen Imker mancherorts im Ausland betreut werden.
Auf den Balkon funzt das natürlich nicht...

Hallo Tobi, dann sind unsere Deutschen unter 500 Völker Imker also keine richtigen Imker, die machen halt alle was falsch.
Bis bald
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Tobi » 8. Juni 2017, 12:32

Marcusgoe hat geschrieben:
Tobi hat geschrieben:
Marcusgoe hat geschrieben:Hallo, im Vortrag hat sie erzählt, man braucht nur 10 min pro Volk im ganzen Jahr......Das sind bei 1.000 Völker ca 170 Stunden. Also ein guter Monat Arbeit. 1.000 x 30kg = 30.000 kg Honig
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Schau mal wieviele Völker von einem richtigen Imker mancherorts im Ausland betreut werden.
Auf den Balkon funzt das natürlich nicht...

Hallo Tobi, dann sind unsere Deutschen unter 500 Völker Imker also keine richtigen Imker, die machen halt alle was falsch.
Bis bald
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Die meisten davon sind soviel Imker wie die Fleischfachverkäuferin ein Metzger!
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon propolis » 8. Juni 2017, 12:35

Frau Dr. Aumeier:"Wer die Hohenheimer Einfachbeute im Original (Weymoutskiefer) nutzt, dessen Einzarger sollten Anfang Februar hinten angehoben noch mindestens 10 Kilogramm wiegen.Die Zweizarger 20kg."

Außer bei dir kann ich dieses Zitat nirgendwo im Netz finden?

Im Gegenteil, lieber auf Nummer sicher gehen ist die Devise: https://www.dropbox.com/sh/9qrxnnfa5i1f ... lassen.pdf

MIndestens noch 10 Kilo reines Futter im Februar passen auch nicht dazu: https://www.dropbox.com/sh/9qrxnnfa5i1f ... ebruar.pdf

Bin bei Epoché - so viel Mühe, um jemanden schlecht zu machen... Die Zeit verbringe ich lieber bei meinen Bienen ;D
LG, propolis
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Mel » 8. Juni 2017, 12:59

propolis hat geschrieben:Frau Dr. Aumeier:"Wer die Hohenheimer Einfachbeute im Original (Weymoutskiefer) nutzt, dessen Einzarger sollten Anfang Februar hinten angehoben noch mindestens 10 Kilogramm wiegen.Die Zweizarger 20kg."

Außer bei dir kann ich dieses Zitat nirgendwo im Netz finden?

Im Gegenteil, lieber auf Nummer sicher gehen ist die Devise: https://www.dropbox.com/sh/9qrxnnfa5i1f ... lassen.pdf

MIndestens noch 10 Kilo reines Futter im Februar passen auch nicht dazu: https://www.dropbox.com/sh/9qrxnnfa5i1f ... ebruar.pdf

Bin bei Epoché - so viel Mühe, um jemanden schlecht zu machen... Die Zeit verbringe ich lieber bei meinen Bienen ;D


Stimmt, außerdem füttern faule Imker gerne immer zuviel ein, dann können sie im Sommer die überschüssigen Futterwaben bequem in die Ableger hängen. Füttern und zuviel Füttern kostet ziemlich genau gleich viel Arbeit und Geld. Wer nämlich nur füttert, füttert manchmal auch zu wenig. Wer immer zuviel füttert, verliert nie Völker aus Futternot. Er hat daher immer weniger Aufwand und Sorgen. Folglich sind faule Imker im Vorteil. Faule Imker, die ihren Kopf benutzen, bevor sie handeln, und nur handeln, wenn etwas wirklich Sinn macht, wenn etwas wirklich nötig ist.
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Marcusgoe » 8. Juni 2017, 15:30

propolis hat geschrieben:Außer bei dir kann ich dieses Zitat nirgendwo im Netz finden?

Hallo, Imkern besteht ja nicht nur aus dem Netz, in der DBJ 2016/2 findest du das Zitat gedruckt.
propolis hat geschrieben:so viel Mühe, um jemanden schlecht zu machen... D

Damit verbringt aber die Frau Dr. Aumeier auch recht viel Zeit.....mich ärgert es halt, wenn Sachen die schon lange bekannt sind, als eigene "Erfindungen" ausgegeben werden und dann noch FALSCH. Das mit dem Gewichten ist schon im Schundau beschrieben.....
Bis bald
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon propolis » 8. Juni 2017, 16:05

Ich finde es deutlich ärgerlicher, wenn Bienen unsachgemäß gehalten werden und deswegen versterben. Oder wenn man Anfängerkurse gar nicht erst besucht und sich dann wundert, wenn die Kisten leer sind. Oder wenn man Milben zählen lächerlich findet und dann seine hohen Völkerverluste dem Bauern nebenan zuschiebt. Oder wenn eine Firma ein teures Gerät verkauft, dass Völker einschmilzt, wenn es überhaupt was tut. Oder, oder oder. Mir ist eine streitbare Person lieber, die ihr angesammeltes Wissen gut verständlich weitergibt als ein über jede Zweifel erhabener Fachimker, der über sein Allwissen allenfalls orakeln lässt.

Übrigens ist da tatsächlich jede Menge Humor dabei, wenn man es live erlebt. Aber das muss man nicht so sehen und auch nicht mögen.Das Zitat, wenn es dann so da steht, finde ich wie oben beschrieben unverständlich.
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon waldimker » 8. Juni 2017, 16:10

Isch weiß nidd, aber 500 Völker allein, derzeit würd mich das überfordern. L)

Vllt. ist die Betreibsweise und die Umstände anders, wenn man 1000 und mehr Völker alleine bewirtschaften kann?

Schwarmtrieb in Griff kriegen mittels ASG?

Oder Völker teilen, weil die in dem guten Klima und der super Tracht sich ruckzuck wieder zu Trachtvölkern aufbauen?

undundund

Bin auch froh, wenn in der deutschen Imkerei ein klein wenig Tier-Ethik mitschwingt. Will sagen: Dass es den Tierchen gut gehe.
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Epoché » 8. Juni 2017, 19:49

@MarcusGoe:
und wo kommen die 17.5kg her?
Bei mir wiegt das weniger. Und ich habe Hohenheimer Beuten aus Fichte, nicht aus Weimuthkiefer. Und ja, bei mir sind 20kg (inklusive Blechdeckel) im Februar voll ok. Aus Weimuthkiefer wäre es dann noch ein bisschen ok-er. Man kann einen Einzarger auch nicht endlos vollstopfen vor dem Winter. Also man könnte natürlich schon...
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Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Marcusgoe » 8. Juni 2017, 20:14

Hallo, mit der Zitatquelle möchte ich mich korrigieren, den Artikel hat nicht nur Pia Aumeier, sindern auch Dr. Liebig unterzeichnet. Ich werde morgen mal ein Bild von dem Artikel machen, damit keiner mehr meint die 20 kg für eine Einzarger wären meiner Phantasie entsprungen.. DBJ 2/2016
Schundau gibt für Carnica Völker 36 und Buckfast 38,5 kg in der Segeberger Beute an. Das war 1993, da gab es noch keine faulen Imker.
Meine gewogen Beute war 11 kg schwer 22 mm Holz Fichte.
Aber hier mit verlässlichen Quellen
9,3 kg nur die Beute mit Deckel und Boden (Holtermann Versandgewicht)
1,7 kg Rähmchen
0,8 kg Wachs
1 kg Pollen
2 kg Bienen
Sind 14,8 kg ganz vorsichtig gerechnet, bleiben an Futter Vorrat dann nur 5,2 kg übrig........für die ganze Durchlenzung

In den verlinkten Artikel schreibt sie von mindestens 6 kg Anfang März im Einzarger.
Morgen kommt noch das Zitat schwarz auf weiss


Bis bald
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