Der Frühling kommt

Der Frühling kommt

Beitragvon Sauzahn » 4. März 2015, 22:31

Ob er zu allen kommt, weiß ich nicht, aber er verirrt sich nach Bochum: http://www.maschinenring.de/wetter.html

Da die Weiden schon schieben, wird es Zeit für die Erweiterung mit dem zweiten Brutraum. Für den bisher meist faulen Imker bedeutet dies, er muss noch Mittelwände einlöten.

Endlich geht es wieder los :thumbsup:

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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon AngoraAngy » 3. März 2017, 22:21

Auch 2 Jahre später gehts wieder los :thumbsup: Ich hab heute ein Weilchen Fluglochbeobachtung praktiziert. Das zweizargige Volk ist heute recht eifrig geflogen und ich konnte ein paar Damen mit gelben Hosen beobachten. Freu! Das einzargige Völkchen war offenbar zu sehr mit Heizen beschäftigt, es flogen nur wenige Bienen von dort. Aber dieses Volk hat auch noch reichliche Vorräte. Alle Völker brüten eifrig und das Gemüll ist deutlich breiter auf der Windel ausgedehnt. Die Weiden blinzeln schon länger mit weißen Spitzen, in den nächsten Tagen sollte es dann wohl losgehen. Bisher hab ich nur Winterling und Schneeglöcken als Blüten entdeckt. Hasel gibts hier nicht allzu viel, dafür massig Erlen, deren "Würstchen" vor drei Tagen aber noch fest geschlossen waren. Mein Minikirschbäumchen (das mehr ein Anzeiger als eine Trachtquelle ist) hat schon dick geschwollene Knospen. Ich bin gespannt was die Genossenschaft dieses Jahr auf den Feldern rings um mich her anbaut. Zumindest wurde kein Raps überwintert...
Vor ein paar Tagen habe ich drei Zargen mit Rähmchen vorbereitet, teils mit Anfangsstreifen, teils mit Holzleistchen, die den Bienen die Richtung vorgeben sollen. Gerade das kleine Völkchen hat ein paar "kreative" Waben gebaut, nachdem ich es im Sommer lange einfach hab machen lassen (waren zwei Ableger, die die begatteten Kaufköniginnen nicht angenommen und stattdessen selbst nachgeschaffen haben. Hab dann die zwei zu einem vereinigt und der Sache ihren Lauf gelassen). Diese Waben werde ich austauschen müssen. Im größeren Volk gibts sicher noch ein paar Altwaben zu entfernen, außerdem plage ich mich immer noch mit einigen Zanderrähmchen vom ersten Kaufvolk herum, die müssen jetzt dann auch mal raus.
Ich freu mich schon mächtig, wenn ich wieder dran darf! U) 8))
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Tom » 5. März 2017, 15:44

Für meine Region wird für kommende Woche "Sauwetter" vorhergesagt. Ich warte noch ab...
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon cooper » 5. März 2017, 17:04

[quote="Tom"]Für meine Region wird für kommende Woche "Sauwetter" vorhergesagt. Ich warte noch ab...[/quote

Bei mir ebenfalls.Teilweise ist Schnee bis auf 300 Höhenmeter angesagt.Auch wenns schon mächtig in den Fingern juckt
Ich muss noch warten.Die Hasel blüht zwar schon und die Schneeglöckchen ebenfalls aber es ist noch zu kalt.
Vertreibe mir die Zeit damit das Material zu richten damit ich wenns los geht gleich in die vollen gehen kann.
in memoriam Simon
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon HaroldBerlin » 6. März 2017, 17:06

In Berlin war es am Samstag sommerlich warm, aber die Bienen haben bisher entweder nur Stifte oder Rundmaden, nur in einem Volk war ein klein wenig Brut verdeckelt....
Und so wie es mit dem Wetter weitergehen soll, wird das wohl auch noch länger so bleiben!
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon VoBee » 6. März 2017, 21:05

Hier war es die vergangenen Tage auch schon frühlingshaft warm... in der Sonne....
Jetzt meldet der Wetterdienst teils sogar wieder Frost. Der Frühling braucht hier noch 2-3 Wochen
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Imka » 6. März 2017, 21:11

HaroldBerlin hat geschrieben:In Berlin war es am Samstag sommerlich warm, aber die Bienen haben bisher entweder nur Stifte oder Rundmaden, nur in einem Volk war ein klein wenig Brut verdeckelt....
Und so wie es mit dem Wetter weitergehen soll, wird das wohl auch noch länger so bleiben!


Hier im nördlichen Bayern war das Wetter bislang auch nicht sonderlich besser. Zwar waren insgesamt etwa 10 - 15 Flugtage bei Temperaturen zwischen 9 und 13°. Letzten Samstag waren es erstmals 18°.

https://www.landlive.de/images/587532/

Die Völker sind jedoch allesamt schon kräftig in Brut und die ersten Jungbienen haben sich schon eingeflogen. Der Brutumfang liegt zwischen 4 und 5 Waben, relativ großflächig.
Dazu möchte ich noch anmerken, dass ich bereits am 2. Februar, gleich nach dem Reinigungsflug, einige schwächere Völker auf 6 bzw. 7 Waben eingeengt habe. Bei allen Völkern habe ich eine aufgeritzte Futterwabe ans Brutnest geschoben. Das Futter war bereits nach 2 Tagen auf die Brutwaben umgetragen. Die eingeengten Völker kann ich in einer Woche wieder auf eine ganze Zarge erweitern. Für eine zügige Entwicklung ist das Wetter weniger ausschlaggebend. Viel wichtiger ist die Volksstärke und die Wahrung des Wärmehaushaltes. Durch das zur Verfügung gestellte offene Futter kommt Bewegung ins Volk und Bewegung schafft Wärme und steigert die Brutentwicklung. Ich forciere diese Brutentwicklung um bereits Anfang April ausreichend Trachtbienen zu haben.
Nachdem die meisten Völker nun den gesamten Beutenraum belagern und teilweise schon unten durchhängen, werde ich ab etwa 20. März einen zweiten Brutraum (Zanderbeute) untersetzen. Honigraum (Flachzarge) kann dann voraussichtlich, so wie letztes Jahr, um den 5. April aufgesetzt werden.
Die Vegetation ist heuer noch weit zurück, doch es gibt schon reichlich Pollen von Hasel und Schneeglöckchen. Krokusse und Kornelkirschen beginnen nun auch zu blühen.
Der Futterverbrauch liegt derzeit bei ca. 150 - 200g pro Tag. Viel Brut erfordert halt viel Energie.

LG
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Tom » 7. März 2017, 11:16

vom gestrigen Check meiner Indikator-Salweide (Raum Stuttgart):
1024

Futtertechnisch sähe es also ganz ok aus. Allerdings hängt die Volksentwicklung aufgrund des Wetters etwas hinterher. Brut in allen Stadien ist zwar vorhanden. Allerdings werden auch noch einige Winterbienen abgehen.
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Bienefix » 7. März 2017, 13:37

Der Frühling fährt Achterbahn...
Neues von Dr. Liebig: http://www.immelieb.de/der-fruehling-faehrt-achterbahn/
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Joachim » 7. März 2017, 17:15

Für die Natur ists gut wenn es "nass" ist - für die Völker sollte es ebenfalls ok sein, um weiter an Bienenmasse zu gewinnen. Man sollte jetzt, wenn das Wetter solche Berg - und Talfahrten hinlegt auf jeden Fall das Futter im Auge behalten ....
Viele Grüße
Joachim
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon smurfy » 8. März 2017, 10:03

Hier in Bayrisch-Schwaben stehen die ersten Weiden kurz vor der Blüte, aber offene habe ich noch keine gesehen.
Am Wochenende wurden Schneeglöckerl und Krokus beflogen. Der Totenfall wurde entsorgt und Futter umgetragen.
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon HaroldBerlin » 8. März 2017, 15:12

Imka hat geschrieben:Dazu möchte ich noch anmerken, dass ich bereits am 2. Februar, gleich nach dem Reinigungsflug, einige schwächere Völker auf 6 bzw. 7 Waben eingeengt habe. Bei allen Völkern habe ich eine aufgeritzte Futterwabe ans Brutnest geschoben. Das Futter war bereits nach 2 Tagen auf die Brutwaben umgetragen. D


Hallo Imka,

ich nehme an, Du ritzt die Waben großflächig mit der Entdeckelungsgabel an, nehme ich an. Einengen tust Du, indem Du sie auf einer Seite der Beute an der Außenwand versammelst und die andere Seite mit einem Schied begrenzt? Oder schiedest Du beidseitig, wie ich es auch schon gelesen habe?
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Angie » 8. März 2017, 16:28

Jedem seine Methode, aber laut Liebig kann man Völker nicht reizen.

Wissenschaftlich mit vielen Völkern getestet.
Kann man sich sparen.

Die Energie und Arbeit, die die Bienen damit haben, wieder aufzuräumen, was der Imker aufgekratzt hat, und das werden sie tun, sie mögen die Unordnung nicht,
werden sie nicht in Brutpflege stecken können.

Die Zelldeckel der Futterzellen können sie selbst öffnen wenn sie es brauchen und tun es auch.
Der erste größere Bruteinschlag lässt sich, ----Futter aufgeritzt oder nicht----
immer erst mit der Weidenblüte und dem entsprechendem Polleneintrag beobachten.
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Imka » 8. März 2017, 16:40

HaroldBerlin hat geschrieben:
Imka hat geschrieben:Dazu möchte ich noch anmerken, dass ich bereits am 2. Februar, gleich nach dem Reinigungsflug, einige schwächere Völker auf 6 bzw. 7 Waben eingeengt habe. Bei allen Völkern habe ich eine aufgeritzte Futterwabe ans Brutnest geschoben. Das Futter war bereits nach 2 Tagen auf die Brutwaben umgetragen. D


Hallo Imka,

ich nehme an, Du ritzt die Waben großflächig mit der Entdeckelungsgabel an, nehme ich an. Einengen tust Du, indem Du sie auf einer Seite der Beute an der Außenwand versammelst und die andere Seite mit einem Schied begrenzt? Oder schiedest Du beidseitig, wie ich es auch schon gelesen habe?


Hallo HaroldBerlin,
das Schieden wird in den verschiedensten Foren schon zu einer Religion gemacht und nicht selten wird der Eindruck erweckt, dass dies unbedingt nötig ist.
Als Beispiel verweise ich mal auf folgende Videos:

https://www.youtube.com/watch?v=-sxqtys9tvM
https://www.youtube.com/watch?v=ZLdmJ69uGiA
https://www.youtube.com/watch?v=-yAjBgw ... e=youtu.be

Unbestritten ist, dass Bienenvölker einen angepassten Beutenraum benötigen. Und dies das ganze Jahr über. Starke Völker müssen das Ziel jedes Imkers sein und deshalb müssen die Raumverhältnisse dem Bienenorganismus und der jeweiligen Entwicklungssituation angepasst sein. Erfolgversprechend ist aber immer eine entsprechende Bienenmasse. Von Minivölkern kann man nichts Großes erwarten und sie als eine Art Ableger über das Jahr zu schleppen ist nicht sinnvoll, denn starke Ableger kann man auch noch im August schaffen, ohne das Jahr über Milbenvermehrung zu betreiben.
Nicht selten wird mit einem zu großen Wabenmaß oder ein zu großes Beutenvolumen gearbeitet. Dies zeigt sich auch in den Videos. Derart schwache Völker sind in großen Beuten oder auf großen Waben verloren. Hier ist das Einengen unerlässlich. Trotzdem werden sie die normale Volksstärke frühestens Ende Mai erreichen. Die Frühtracht ist für sie eine reine Entwicklungstracht. Mit einem guten Honigertrag kann man nicht rechnen, denn es fehlen die nötigen Trachtbienen. Solche Schwächlinge sollten bereits im Herbst mit andere vereinigt werden. Bei guten imkerlichen Handeln sollten solche Mini-Völker gar nicht entstehen.

Dass Völker unterschiedlich stark sind, ist normal. Bei schwächeren Völkern enge ich auch ein, um den Wärmehalt günstig zu beeinflussen. Dies mache ich bereits nach dem Reinigungsflug, im Bereich von Ende Januar - Anfang Februar. Ein Einengen auf weniger als 6 Waben (Zandermaß) ist aber nie nötig. Meistens haben sie schon zu diesem frühen Zeitpunkt, kleinflächig, auf 2 Waben Brut. Direkt an den Bienensitz setze ich eine volle Futterwabe, bei der ich ganzflächig, mit einer Spachtel, das Verdeckelungswachs aufkratze. Dies dient zu diesem Zeit weniger der Brutförderung, sondern der Vermeidung von Futterabriss. In kürzester Zeit wird dieses Futter ins Brutnest umgetragen und zwar genau dorthin, wo die Bienen es benötigen. Sollte nun ein größerer Kälteeinbruch erfolgen, haben die Bienen in Brutnähe ausreichend offenes Futter. Nach einer guten Woche wiederhole ich das Ganze. Diese Maßnahmen können bereits bei Außentemperaturen von 5° erfolgen.

Natürlich wird hierbei kein Volk auseinander genommen oder eingehend begutachtet. Es wird nur die Folie abgezogen und die nötigen Randwaben herausgehebelt. Der verbleibende Wabenblock wird dann auf eine Seite geschoben. Die Bienen werden dadurch kaum gestört und der Einsatz von Rauch erübrigt sich. Notfalls kann man mit etwas Wasser die Wabenträger besprühen, damit beim Auflegen der Folie die Bienen nicht gequetscht werden.
Das Schied setze ich nur auf einer Seite und schiebe die Waben bis an eine Beutenwand. Sogenannte Wärmeschiede halte ich für überflüssig, denn sie wärmen nicht. Egal aus welchem Material ein Schied ist, es kann immer nur isolieren und den natürlichen Wärmehaushalt unterstützen.

Bei starken, einräumigen Völkern verfahre ich genau so, jedoch setze ich kein Schied ein. Da kommt nur eine aufgeritzte Futterwabe direkt an den Bienensitz.
Bei 1 1/2-zargiger Überwinterung (Ganz- und Halbzarge Zander) entnehme ich 2 - 3 Halbwaben oberhalb des Bienensitzes und setze dafür volle, aufgeritzte Waben ein. Diese werden genau so schnell nach unten in den Bienensitz umgetragen. Nach einiger Zeit wird der Vorgang wiederholt und dann wird Ende Februar die Halbzarge untergesetzt, damit das restliche Futter nach oben ins Brutnest umgetragen wird. Dies wirkt gleichzeitig als Reizfütterung. Ggf. füttere ich in kleinen Gaben, bis Mitte März, mit Flüssigfutter von unten nach um die Brutentwicklung zu forcieren.

Ende März sind diese Völker reif für den zweiten Brutraum. Diesen setze ich unter. Bestückt wird er mit zwei gedeckelte Futterwaben als Randwaben, eine aufgeritzte Futterwabe in der Mitte und der Rest wird mit ausgebauten Waben und MW aufgefüllt. Innerhalb kürzester Zeit werden dann beide Räume belagert und bestiftet. Eventuell untergesetze, zwischenzeitlich leer gefressene Halbzargen werden entfernt und später als Honigraum verwendet.

LG
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Imka » 8. März 2017, 16:55

Angie hat geschrieben:Jedem seine Methode, aber laut Liebig kann man Völker nicht reizen.

Wissenschaftlich mit vielen Völkern getestet.
Kann man sich sparen.

Die Energie und Arbeit, die die Bienen damit haben, wieder aufzuräumen, was der Imker aufgekratzt hat, und das werden sie tun, sie mögen die Unordnung nicht,
werden sie nicht in Brutpflege stecken können.

Die Zelldeckel der Futterzellen können sie selbst öffnen wenn sie es brauchen und tun es auch.
Der erste größere Bruteinschlag lässt sich, ----Futter aufgeritzt oder nicht----
immer erst mit der Weidenblüte und dem entsprechendem Polleneintrag beobachten.


Ich handle nach langjährigen, positiven Erfahrungen und stimme die Maßnahmen auf meine Situation und Erwartungshaltung ab. Damit fahre ich sehr gut.
Niemand muss mein Verfahren übernehmen, aber ich auch nicht die Verfahren, die von so manchen Wissenschaftlern gepredigt werden. Sie kochen auch nur mit Wasser!

Zuviel Theorie verleitet oft dazu, dass man den Wald vor Bäumen nicht sieht. Und eine menschliche Sichtweise sollte man nicht zugrunde legen. Bienen kennen keine "Unordnung". Eine aufgeritzte Wabe ist für sie ein voller Tisch, den sie schnell abräumen. Dies bringt Bewegung ins Volk. Bewegung schafft Wärme und Wärme fördert die Entwicklung. Zudem vermeidet es ein Verhungern bei Futterabriss.
Viel schlimmer finde ich, wenn Imker den Totenfall nicht entfernen und von den Bienen austragen lassen. Dies erfordert unnötigen Kraftaufwand für die Bienen, aber nicht das Säubern einer aufgeritzten Wabe.
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Angie » 9. März 2017, 16:43

Ok, keine menschliche Sichtweise,
vielleicht keine "Unordnung", dann aber auch vielleicht kein "vollerTisch" Woher will Mensch das wissen?

Und wenn, warum ist der Tisch nicht mit einer verdeckelten Wabe genauso voll ( ist er gar leer?) und die Bienen machen einfach die Deckel ihrer Vorräte auf, wann SIE es für richtig halten?
Denn das können sie. ß)
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon kamikaze » 9. März 2017, 18:51

Vielleicht hilft es, den "alten" Pfefferle zu lesen!
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon heisenberg » 9. März 2017, 19:19

Sag uns mal bitte kurz, was da drinsteht
Danke
Was Imker wollen und Bienen machen sind zwei verschiedene Sachen
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon waldimker » 9. März 2017, 19:32

da schalt ich mich mal kurz zwischen, weil ich die betreffende Passage vor zwei Tagen erst gelesen habe.
Statt der früher bei ihm üblichen Reizfütterung ist er dazu übergegangen, Futterwaben ZWISCHEN die Brutwaben zu hängen. In bestimmten Zeitabständen. Woche oder zwei oder so. Natürlich "mit Gefühl" ohne das Volk zu überfordern.
Die Zelldeckel werden leicht eingedrückt.

mir dreht sich da der magen um. Nicht wegen den Futterwabendeckeleindrückereien, sondern wegen dem Dazwischenhängen. Aber "jedem Tierle sei Pläsierle" - den Spruch wird der Pfefferle auch gekannt haben.
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon kamikaze » 9. März 2017, 19:52

Ob zwischen oder an die Brut hängen dürfte nicht so entscheidend sein.
Durch das Umtragen des Futters wird Wärme erzeugt, das Futter wird brutnah gelagert, und vermeidet einen eventuellen Futterabriß.
Unter dem umgetragenen Futter kommen die Bienen an den - hoffentlich - im Herbst eingetragenen Pollen.
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Imka » 9. März 2017, 20:48

Angie hat geschrieben:Ok, keine menschliche Sichtweise,
vielleicht keine "Unordnung", dann aber auch vielleicht kein "vollerTisch" Woher will Mensch das wissen?

Und wenn, warum ist der Tisch nicht mit einer verdeckelten Wabe genauso voll ( ist er gar leer?) und die Bienen machen einfach die Deckel ihrer Vorräte auf, wann SIE es für richtig halten?
Denn das können sie. ß)


Hallo Angie,

genau dies ist der springende Punkt: " und die Bienen machen einfach die Deckel ihrer Vorräte auf, wann SIE es für richtig halten?"

Dies bedeutet aber nicht, dass sie vorausschauend handeln und Futter von außenliegenden Waben in unmittelbare Brutnestnähe umtragen, um bei einem Kälteeinbruch davon zehren zu können. Wenn dann überraschend ein Kälteeinbruch kommt, ziehen sie sich auf die bereits vorhandene Brut zusammen und verhungern auf der Brut. Dann geht nichts mehr mit Deckel aufmachen wann sie es für richtig halten.
Durch die Gabe einer aufgeritzten Brutwabe, direkt an den Bienensitz, kann dies vermieden werden und die Bienen tragen das Futter auf die Brutwaben um, wo sie es auch benötigen.
Was nützt, noch so viel Futter in der Beute, wenn es unter schwierigen Bedingungen nicht erreichbar ist. Zudem bedeutet es für die Bienen keinen vermehrten Kraftaufwand durch angebliche "Unordnung". Die Zellen zu glätten ist weniger kraftaufwendig als diese mühsam aufzubeißen. Verdeckelte Futterwaben wirken auch wie Kälteplatten und werden nur geringfügig belagert.

Deine Argumente sind für mich logisch nicht nachvollziehbar und ich glaube nicht, dass Du auf langjähriger Erfahrung zurückblicken kannst. Natürlich musst Du nicht meiner Meinung sein, doch wenn Dir einmal Völker infolge Futterabriss verhungern, dann denke bitte mal näher darüber nach.

LG
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Karlheinz » 10. März 2017, 09:08

Ich habe die Beiträge hier in den letzten Tagen mit Interesse und teils großer Sorge verfolgt.
Denn da ich den Winter in wärmeren Gefilden verbringe, konnte ich eine Futterkontrolle erst gestern durchführen.
Meine Völker waren bei der Einwinterung alle nicht besonders üppig, deshalb habe ich meine "Zanderaner" einzargig überwintert.
Ein Schwächling ist (wie erwartet) wohl durch die Varroamilbe verendet. Die anderen 15 eingewinterten Völker haben es geschafft. (2 davon sind recht mickerig und belegen knapp 3 Wabengassen)
Der Totenfall war bei allen Völkern üppig, wohl wegen des strengen Winters. Die Futterreserven sind wie erwartet teils sehr knapp, so dass ich heute mit Zuckerteig von oben nachfüttern werde.
Die Böden wurden gereinigt, die Schubladen eingelegt.
Jetzt dürfen sie sich weiter entwickeln und dann "schau ma moi", wie der Bayer zu sagen pflegt.
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Angie » 10. März 2017, 11:20

Imka hat geschrieben:Deine Argumente sind für mich logisch nicht nachvollziehbar und ich glaube nicht, dass Du auf langjähriger Erfahrung zurückblicken kannst. Natürlich musst Du nicht meiner Meinung sein, doch wenn Dir einmal Völker infolge Futterabriss verhungern, dann denke bitte mal näher darüber nach.

LG
Imka


Nun ja in aller Bescheidenheit darf ich sagen, dass ich auch schon ein paar Jährchen Erfahrung auf dem Buckel habe.
Und es ist auch egal, denn jeder weiß auch, dass langjähriges Imkern nicht unbedingt mit excellentem Fachwissen einhergeht.
Gerhard Liebig hat sicher ausreichend Erfahrung und ritzt auch keine Futterwaben auf.
Simon Hummel hat es auch nicht praktiziert. Er hat ebenfalls nur Futterwaben im Bedarfsfalle an den Bienensitz gehängt.

Bei mir gab es auch ohne Futterwabenaufritzen noch nie(!) einen Futterabriss.
Warum?
(Das wurde auch schon in einem anderen Post erwähnt.)

Wenn in der Wettervorhersage im Februar oder März entweder ein Temperatursturz oder auch zu lange zu kalte Tage vorausgesagt werden,
fahre ich zu den Bienen und schaue ob sie noch von allen Seiten Futter erreichen können.

Wenn nicht hänge ich eine volle verdeckelte Futterwabe direkt an den Bienensitz. Ich rücke das Volk so im Block, dass es von allen Seiten an Futter herankommt.
Vor allem Einzarger könnten sonst vielleicht abreissen.

Dann kann der Temperatursturz kommen.
Ist auch schon gekommen, im Extrem vor ein paar Jahren, als es im Februar für 2 Wochen auf -15°C Tagestemperaturen herunterging. Meine Bienen haben es problemlos gemeistert.


Es ist doch so, normalerweise sollte man so eingefüttert haben, dass die Bienen bis zur Entwicklungstracht noch unter einer, wenn auch immer kleiner werdenden Futterkappe brüten. Dann reicht es aus, wenn den Bienen bei einem drohenden Kälteeinbruch noch eine volle Futterwabe an den Bienensitz gehängt wird, sofern keine volle Futterwaben mehr im Volke sind.
Habe ich allerdings ein Volk, welches KEINE Futterkappe mehr besitzt und es kommt der Temperatursturz, d.h. das Volk brütet auf futterleeren Waben und kann sich nur noch von den Randwaben Futter holen, wird es schwierig, denn die Futterkappe ist wichtig.

Ich achte darauf, das keines meiner Völker in so eine Situation erst reinkommt, indem ich ausreichend einfüttere.


Ich will damit auch letztlich nicht andeuten, dass man seinen Bienen mit dem Futteraufritzen schadet.
Nur ob es den Nutzen hat, den der Imker sich verspricht, darf nach der Forschung angezweifelt werden.
Die Entwicklung von Völkern mit und ohne Futteraufriss wurde schon an Instituten verglichen mit dem Ergebnis, dass sich die Völker gleich entwickelten. Die mit dem Futteraufriss hatten keinen Entwicklungsvorteil. Quelle: Buch Gerhard Liebig: "Einfach Imkern"

Wenn Du damit gute Erfahrungen gemacht hast, dann ist es auch o.k.
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Imka » 10. März 2017, 16:02

Angie hat geschrieben:
Imka hat geschrieben:Deine Argumente sind für mich logisch nicht nachvollziehbar und ich glaube nicht, dass Du auf langjähriger Erfahrung zurückblicken kannst. Natürlich musst Du nicht meiner Meinung sein, doch wenn Dir einmal Völker infolge Futterabriss verhungern, dann denke bitte mal näher darüber nach.

LG
Imka


Nun ja in aller Bescheidenheit darf ich sagen, dass ich auch schon ein paar Jährchen Erfahrung auf dem Buckel habe.
Und es ist auch egal, denn jeder weiß auch, dass langjähriges Imkern nicht unbedingt mit excellentem Fachwissen einhergeht.
Gerhard Liebig hat sicher ausreichend Erfahrung und ritzt auch keine Futterwaben auf.
Simon Hummel hat es auch nicht praktiziert. Er hat ebenfalls nur Futterwaben im Bedarfsfalle an den Bienensitz gehängt.

Bei mir gab es auch ohne Futterwabenaufritzen noch nie(!) einen Futterabriss.
Warum?
(Das wurde auch schon in einem anderen Post erwähnt.)

Wenn in der Wettervorhersage im Februar oder März entweder ein Temperatursturz oder auch zu lange zu kalte Tage vorausgesagt werden,
fahre ich zu den Bienen und schaue ob sie noch von allen Seiten Futter erreichen können.

Wenn nicht hänge ich eine volle verdeckelte Futterwabe direkt an den Bienensitz. Ich rücke das Volk so im Block, dass es von allen Seiten an Futter herankommt.
Vor allem Einzarger könnten sonst vielleicht abreissen.

Dann kann der Temperatursturz kommen.
Ist auch schon gekommen, im Extrem vor ein paar Jahren, als es im Februar für 2 Wochen auf -15°C Tagestemperaturen herunterging. Meine Bienen haben es problemlos gemeistert.


Es ist doch so, normalerweise sollte man so eingefüttert haben, dass die Bienen bis zur Entwicklungstracht noch unter einer, wenn auch immer kleiner werdenden Futterkappe brüten. Dann reicht es aus, wenn den Bienen bei einem drohenden Kälteeinbruch noch eine volle Futterwabe an den Bienensitz gehängt wird, sofern keine volle Futterwaben mehr im Volke sind.
Habe ich allerdings ein Volk, welches KEINE Futterkappe mehr besitzt und es kommt der Temperatursturz, d.h. das Volk brütet auf futterleeren Waben und kann sich nur noch von den Randwaben Futter holen, wird es schwierig, denn die Futterkappe ist wichtig.

Ich achte darauf, das keines meiner Völker in so eine Situation erst reinkommt, indem ich ausreichend einfüttere.


Ich will damit auch letztlich nicht andeuten, dass man seinen Bienen mit dem Futteraufritzen schadet.
Nur ob es den Nutzen hat, den der Imker sich verspricht, darf nach der Forschung angezweifelt werden.
Die Entwicklung von Völkern mit und ohne Futteraufriss wurde schon an Instituten verglichen mit dem Ergebnis, dass sich die Völker gleich entwickelten. Die mit dem Futteraufriss hatten keinen Entwicklungsvorteil. Quelle: Buch Gerhard Liebig: "Einfach Imkern"

Wenn Du damit gute Erfahrungen gemacht hast, dann ist es auch o.k.


Hallo Angie,

vorab möchte ich doch klarstellen, dass es mir in keiner Weise darum geht, Dein Handeln und die Vorstellungen zu kritisieren oder Dich gar belehren zu wollen.
Es sollte aber erlaubt sein, dass ich meine, durch langjährige Erfahrung erlangte Sicht- und Vorgehensweise beschreiben darf, ohne den Vorwurf Deinerseits, dass dies nicht "bienen- und erkenntnisgerecht" sei. Deine Vorstellungen in allen Ehren, und auch die der sogenannten Experten oder Wissenschaftlern, mit angeblich exzellentem Fachwissen. Beim Imkern gibt es aber nicht nur schwarz und weiß, richtig oder falsch. Und vieles was in so manchen Lehrbüchern veröffentlich wurde, wird auch immer wieder revidiert. Ich imkere nicht nach Lehrbuch oder dem was Dr. Lieb meint. Ich imkere nach bienenbiologischen Erkenntnissen und nach Erfahrungswerten.

Deshalb ist es für mich auch unerheblich, ob Dr. Liebig, den ich sehr schätze, das Aufritzen von Futterwaben für gut oder schlecht hält. Ich habe damit nur positive Erfahrungen gemacht und es gibt keine Verpflichtung, ein Handlungsverfahren zu übernehmen, nur weil es angeblich positiv erprobt und wissenschaftlich abgesichert ist.
Auch hat Dr. Liebig im Laufe seines Schaffens so manche Auffassung verändert. Dies finde ich nicht nur normal, sondern als Zeichen dafür, dass ein Erkenntnisgewinn umgesetzt wird. Warum hat er nun wohl -als Verfechter der AS-Anwendung- das Verfahren von TuB, unter Anwendung von Oxalsäure im Träufel- und Sprühverfahren propagiert? Er wird wohl auch die "Schwächen" von AS erkannt haben und die schädigende Wirkung auf die Bienen. Doch hierauf möchte ich nicht weiter eingehen. Jedenfalls sehe ich Veränderungen als einen gewissen Fortschritt an.

Mein, von Dir kritisierter Beitrag, war eine Antwort, auf eine Fragestellung von HaroldBerlin, vom 8.3. In wie weit er auf meine Ausführungen eingeht bleibt letztlich ihm überlassen.
Für mich stellt sich aber die Frage, ob ich künftig, hier im Forum, auf derartige Fragen öffentlich antworten soll, denn leider läuft man Gefahr, von nicht angesprochenen User sofort kritisiert zu werden.

LG
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Angie » 10. März 2017, 17:58

Imka hat geschrieben:Mein, von Dir kritisierter Beitrag, war eine Antwort, auf eine Fragestellung von HaroldBerlin, vom 8.3. In wie weit er auf meine Ausführungen eingeht bleibt letztlich ihm überlassen.
Für mich stellt sich aber die Frage, ob ich künftig, hier im Forum, auf derartige Fragen öffentlich antworten soll, denn leider läuft man Gefahr, von nicht angesprochenen User sofort kritisiert zu werden.
LG
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Schade, dass Du dich schon mit meinem ersten Beitrag angegriffen gefühlt hast. Das war nicht beabsichtigt.
Ich habe lediglich auf wissenschaftliche Untersuchungen hingewiesen, die es nunmal auch gegeben hat.
Das darf doch erlaubt sein.

Hier im Forum wird nunmal mitgeteilt, informiert, kritisiert, hinterfragt und berichtet. Das gehört dazu. ß)
Simon fehlt. RIP
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Imka » 10. März 2017, 19:13

Karlheinz hat geschrieben:........................
Meine Völker waren bei der Einwinterung alle nicht besonders üppig, deshalb habe ich meine "Zanderaner" einzargig überwintert.
Ein Schwächling ist (wie erwartet) wohl durch die Varroamilbe verendet. Die anderen 15 eingewinterten Völker haben es geschafft. (2 davon sind recht mickerig und belegen knapp 3 Wabengassen)
Der Totenfall war bei allen Völkern üppig, wohl wegen des strengen Winters. .................


Hallo Karlheinz,

ich freue mich immer wieder, wenn jemand eine gute Überwinterung hinbekommt. Glückwunsch!

Der üppige Totenfall ist leider nicht erfreulich, denn diese Bienen fehlen nun und dies wird sich zwangsläufig auf die Frühjahresentwicklung auswirken.
Die Ursache für den hohen Totenfall sollte man aber nicht im angeblich strengen Winter suchen. Obwohl während der zweiten Januarhälfte größtenteils Dauerfrost war, waren die Witterungsbedingungen insgesamt nicht außergewöhnlich. Für die Bienen gab es von den Temperaturen her gesehen keine belastende Achterbahnfahrt. In meiner Region war es mindestens genau so kalt wie bei Dir.

Bei mir ist der Totenfall gar nicht nennenswert. Im Höchstfall war es gerade mal eine Hand voll und dies bei ca. 40 Völker. Alle Völker sind stark, belagern fast alle die ganze Beute und haben auf 4 - 5 Waben Brut. Bei ca. 15 Völker handelt es sich um Ableger, die erst Anfang August, aus Kunstschwärmen mit einer neuen Königin gebildet wurden. Auch diesen stehen den Altvölkern nicht hinterher.
Mit der Beschreibung meiner Situation möchte ich keinesfalls meinen Erfolg hervorheben. Ich möchte nur aufzeigen, dass Überwinterung mit sehr geringem Totenfall möglich ist und dies nicht nur einmalig, sondern konstant Jahr für Jahr.

Hoher Totenfall ist immer ein Indiz dafür, dass die Winterbienen nicht die nötige Lebensdauer hatten. Bei ihnen ist quasi das "Verfallsdatum" frühzeitig abgelaufen. In den meisten Fällen ist diese Kurzlebigkeit die Folge von AS-Behandlungen, insbesondere, wenn diese spät vorgenommen wurden (z.B. September). AS schädigt während der Anwendungszeit, hauptsächlich die Ammen- und schlüpfenden Jungbienen und die gesamt Larvengeneration. Diese optisch nicht erkennbar geschädigten Bienen sind jedoch für die Erzeugung der Winterbienen verantwortlich. Nur durch gesunde und vitale Ammenbienen, können wiederum gesunde, vitale und langlebige Winterbienen geschaffen werden. Wenn dann üblicherweise, während er Anwendungsdauer die Brut zurückgeht oder fast zum erliegen kommt, mangelt es später auch noch an der nötigen Überwinterungsmasse und infolge an der "Aufbaumasse" in den Monaten März/April.
Verschärfend kann sich auch eine OS-Behandlung, als Winterbehandlung, auswirken. Im günstigen Fall kann noch eine relativ verlustlose Überwinterung erfolgen. Viele Völkerverluste begründen sich jedoch darin, dass die Bienenmasse bereits ab Januar schwindet und es schnell zum Zusammenbruch kommt.
Aus vorgenannten Gründen sind für mich Säurebehandlungen tabu!

Auch wenn Deine Völker weniger stark sind, wünsche Dir, dass sie durchhalten und sich gut entwickeln. Es braucht halt mehr Zeit und auch Geduld. Ich halte Dir die Daumen.

LG
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Avignon » 10. März 2017, 23:52

Naja, wenn der Liebig meint, dass Reizen nichts nutzt .... was für ein wissenschaftlicher Nonsens.

Bevor man da irgendwelchen Schlaueiern zuhört, gebt man selber her und sucht z.B. 10 gleichstarke Völker aus, die man in 2 5er-Gruppen teilt. Eine wird stimuliert, die andere nicht. Frage ist dann aber, was man unter Stimulation versteht und wie man's anwendet.
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Avignon » 11. März 2017, 00:06

So sehen stimulierte Völker momentan aus. Hoffe, das Einbetten des Fotos klappt!

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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon waldimker » 11. März 2017, 08:57

@Avignon:
und wie tust du reizen/"stimulieren"?
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
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Re: Der Frühling kommt

Beitragvon Imka » 11. März 2017, 09:15

Avignon hat geschrieben:So sehen stimulierte Völker momentan aus. Hoffe, das Einbetten des Fotos klappt!

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Sehr schön. Das ist eine Augenweite!
In etwa 30 Tagen werden dies die Trachtbienen sein, welche die Honigräume füllen.
Expertenratschläge hin oder her, es zählt nur das Ergebnis.

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