Kontrolle auf Futterabriß

Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon BieneMoni » 7. Februar 2017, 18:14

Nachdem hier in einem anderen Thema vorgeschlagen wurde, die schwächsten Völker über Absperrgitter auf stärkere Völker aufzusetzen oder/und die Bienentraube so zu verschieben, daß sie wieder in Futterwabenkontakt ist, habe ich heute mal nachgeschaut.

Ich hatte 2 Völker, die mit 2 bzw. 3 Wabengassen Bienen vor sich hin dümpelten. Um die machte ich mir etwas Sorgen, ob sie über den Winter kommen.

Heute sah ich, daß beide Völker nach oben gewandert waren, dem Futter hinterher. Die oberen Zargen waren gut schwer.

Das eine Volk war von 2 auf 6 Wabengassen angewachsen und das andere von 3 auf 9 Wabengassen! (8;) Mit so einer Entwicklung hätte ich um diese Jahreszeit nicht gerechnet.

Zur Kontrolle öffnete ich 1 mittelstarkes und 1 sehr starkes Volk. Bei diesen Kisten waren die Bienen auch oben angekommen und die Zargen waren rappelvoll mit Bienen!

Nun kann der Frühling kommen! :bigrin:


Den nächsten Besuch bei den Bienen nutze ich dann, um die unteren Zargen zu entfernen. Wann macht ihr das?

Viele Grüße, Moni
Zuletzt geändert von BieneMoni am 9. Februar 2017, 23:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon cooper » 7. Februar 2017, 19:19

Zwischen einer eng sitzenden Wintertraube und einem locker in den Wabengassen sitzenden Volk das optisch deutlich stärker erscheint
ist oft kein unterschied was die Menge der Bienen angeht.
Kann so sein - muß aber nicht.

Gruß Dieter
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon waldimker » 7. Februar 2017, 19:24

hast du Verstärkung aus der Nachbarschaft bekommen? Dann kontrollier doch mal den Varroa-Fall, würd ich machen.
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon Angie » 7. Februar 2017, 20:29

BieneMoni hat geschrieben:Ich hatte 2 Völker, die mit 2 bzw. 3 Wabengassen Bienen vor sich hin dümpelten. Um die machte ich mir etwas Sorgen, ob sie über den Winter kommen.

Wann dümpelten die auf zwei bis drei Waben rum? Eine Volksentwicklung dieser Art über den Winter gibt es nicht.

BieneMoni hat geschrieben:Das eine Volk war von 2 auf 6 Wabengassen angewachsen und das andere von 3 auf 9 Wabengassen! (8;) Mit so einer Entwicklung hätte ich um diese Jahreszeit nicht gerechnet.

Eine Volksentwicklung dieser Art über den Winter gibt es nicht. Kann es sein, dass Du Dich bei Deiner Einschätzung im Herbst vertan hast? Völker, die z.B. im Oktober/November in zwei bis drei Wabengassen dümpeln, schaffen es in der Regel nicht über den Winter. Über den Winter schrumpfen die Völker. sie legen erst wieder zu, wenn mit dem ersten Pollen und Nektar-angebot im neuen Jahr der Anschub zur Brutnesterweiterung gegeben wird. Dann gehen zunächst auch noch die Winterbienen ab und dann fängt das Volk langsam wieder an zu wachsen.

Ich persönlich vermute daher, Deine Völker waren stärker, als Dein Eindruck war. Daher haben Sie auch überlebt.

BieneMoni hat geschrieben:Den nächsten Besuch bei den Bienen nutze ich dann, um die unteren Zargen zu entfernen. Wann macht ihr das?

Das kannst Du mit dem Standbesuch nach dem Reinigungsflug bei der ersten kompletten Durchsicht der Völker auf ein vorhandenes Brutnest verbinden.
Aber Obacht: Manchmal sind die Völker noch nicht ganz in der oberen Brutraumzarge angekommen sondern pflegen ihr Brutnest mittig zwischen beiden Zargen.
Dann kann man ihnen den unteren Raum natürlich nicht wegnehmen.

Den Tipp von Waldimker und Cooper würde ich auch abwägen.
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon Bernhard » 7. Februar 2017, 23:03

Lasst doch die Bienen noch 6 Wochen in Ruhe!
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon Angie » 8. Februar 2017, 10:00

Ich glaube Bernhard, hat mich falsch verstanden. daher hier eine Korrektur, damit es keine Missverständnisse gibt.
Die erste Durchsicht der Völker mit eventueller Wegnahme der unteren Zarge sollte natürlich bei Flugwetter erfolgen und kann noch sechs Wochen warten.

Ich weiß, dass die angesprochene Futtersitzkontrolle umstritten ist, aber erfroren ist mir dadurch noch kein Volk und verhungert durch Futterabriss übrigens auch nicht. Noch nie!

Sinn der Futtersitzkontrolle ist, einem Volke, welches an eine Kastenseite gewandert ist und dem bei kalten Temperaturen Futterabriss droht, eine volle Futterwabe an den Bienensitz zu geben. Einzarger sind dabei häufiger bedroht als Zweizarger, die ja auch nach oben Futter finden. Bei Zweizargern ist eine Futtersitzkontrolle in der Regel auch nicht nötig.

Viele Völker brüten aber jetzt schon und können dann bei frostigen Temperaturen das Brutnest nicht verlassen um auf der anderen Seite des Kastens zum Futter zu gelangen. Dann sind Einzarger gefähret.

Nur in diesem Falle werden dann eine oder zwei Futterwaben von der bienenunbesetzten Seite herausgenommen, das Volk im Block verschoben und die Futterwaben an die freiwerdende Seite gehängt. Es wird ansonsten nichts gemacht, es wird weder das Volk auseinandergerissen noch die Königin gesucht und die ganze Sache dauert etwa 15 Sekunden.

Dies natürlich auch nur wenn es nötig ist. Völker, die schön in der Mitte sitzen, umgeben von Futter, lässt man nach einem kurzem Blick unter die Folie in Ruhe.
Sie werden noch von beiden Seiten von Futter umschlossen. Die Gefahr des Futterabrisses droht dann nicht...

..... und der Imker kann die nächsten sechs Wochen bis März wieder ruhig schlafen.
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon waldimker » 8. Februar 2017, 10:16

wieso muss man für die Erkenntnis, WO das Volk im Kasten sitzt, den Deckel öffnen? das sieht man auf der Windel grad so gut! dann müsste man - deinen ausführungen zufolge - nur einzargige völker öffnen, die deutlichst an der kastenwand sitzen?
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon summserum » 8. Februar 2017, 10:19

Hallo,

die Zargen zu entfernen hat noch Zeit.
Futterbestand kontrollieren, kann man machen (Zargenstapel einseitig anheben oder mit einer Kofferwage wiegen). Müsste bei vernünftiger Einfütterungsmenge und ohne Beräuberung noch kein Problem darstellen.
Futtersitz kann man prüfen, wenn mal ein warmer Tag ist.

Die "erfreuliche Volksentwicklung" ist aber zu dieser Jahreszeit sehr ungewöhnlich, um nicht zu sagen verdächtig, zumal der aktuelle Winter bisher eher kalt war.

Hypothese 1: Es gab Zuzug von hoch varroabelasteten Völkern aus der Nachbarschaft, wie Waldimker schon schrieb.

Hypothese 2: Die Völker sind krank (Varroa) und brüten mit aller Kraft um ihr Leben.

Ich würde schnellstmöglich als Erste, sehr einfach und ohne Bienenstörung durchführbare Maßnahme, (wie auch schon vom Waldimker empfohlen,) eine Windelkontrolle vornehmen. Dabei darauf achten, dass der Gitterboden frei und nicht von Totenfall blockiert ist.

Viele Grüße
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon Angie » 8. Februar 2017, 17:03

waldimker hat geschrieben:wieso muss man für die Erkenntnis, WO das Volk im Kasten sitzt, den Deckel öffnen? das sieht man auf der Windel grad so gut! dann müsste man - deinen ausführungen zufolge - nur einzargige völker öffnen, die deutlichst an der kastenwand sitzen?


Du hast Recht, für den erfahrenen Imker mit der Sicherheit der ausreichenden Einfütterung ist das sicherlich so, richtig.

Nach meiner Erfahrung auch aus der Anfangszeit als Jungimker, hilft,wenn man noch unsicher ist ein kurzer Blick unter oder durch die Folie.
Kann man auf den Waben wo die Bienen sitzen volle Futterzellen erkennen? Muss man Futterwaben umhängen?
Dieser kurze Blick dient der Sicherheit und schadet den Bienen nicht.

Wie gesagt ich mache dies seit ich Bienen habe, manchmal muss ich Waben umhängen, manchmal auch nicht. Meine Völker haben immer alle überlebt.
Simon hatte auch irgendwo mal beschrieben, dass ihm ein Zweizarger vom Futter abgerissen war, vielleicht finde ich das nochmal.

Er hatte allerdings zwei Völker im Herbst vereinigt, die beide in ihrer jeweiligen Zarge eine Futterkappe hatten, die aber nicht mehr vollständig zusammen und umgetragen wurde. Das Volk richtete sich unten vereinigt ein, wanderte nach oben und erreichte dann auf Grund der, wegen Kälte, nicht zu überbrückenden leeren Zellen der oberen Zarge, die obere Futterkappe nicht. Es riss ab und verhungerte.

Er beschrieb auch einen anderen Fall wo die Rähmchen der unteren Zarge keine Wachsbrücken zur oberen Zarge hatten und das Volk dadurch in der unteren Zarge verhungerte, weil es den Übergang in die zweite Zarge nicht schaffte. Das kann passierern, wenn man einem unzureichend eingefütterten Einzarger im Herbst eine volle Futterzarge eines anderen Volkes aufsetzt und die Bienen keine Verbindung mehr in den oberen Raum herstellen. Das kommt aber wie gesagt sehr selten vor.

Das Thema hatten wir auch schonmal hier. Man kann da auch einige Tipps von Simon dazu nachlesen.

viewtopic.php?f=13&t=1280&start=30#p10664
http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=12&t=693#p4955
http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=12&t=693#p4965
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon waldimker » 8. Februar 2017, 17:26

vllt. ist das für mich auch "akademisch", da meine Bienen zu weit weg stehen um zu dieser frühen Zeit extra hinzufahren und reinzuschauen. Ich habe aber Fotos von den Windeln bekommen. Und aus diesem Grunde lehne ich mich mal ganz beruhigt zurück. Der Zehrweg ist noch nicht angetreten. Bei Einzargern (Dadant) würde man das auf jeden Fall sehen. Allerdings werde ich aller Vorraussicht nach sehr früh nach dem Reinigungsflug - Anfang März vllt. - die völker mit Schied einengen. und in diesem Zuge bekomm ich alle Futterwaben in die Hand (von den Brutwaben nur die beiden am Rand. Die bleiben schön im Block); und kann entscheiden, wohin damit. Oder ob ich tatsächlich umhängen muss.

Dass es Wachsbrücken braucht zw. den Zargen war mir neu. Allerdings wär das für mich noch ein Grund mehr, die Wintertraube auf keinen Fall durch Ober- und Unterträger zu trennen. Aber da hab ich mich schon entschieden.
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon ulf » 9. Februar 2017, 11:47

Bernhard hat geschrieben:Lasst doch die Bienen noch 6 Wochen in Ruhe!


RICHTIG !!!
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon Angie » 9. Februar 2017, 14:11

Ja, ist ja gut, kann man machen, kann auch gut gehen. Geht auch oft gut. Richtig.

Und bei Waldimker in seinen Dadantbeuten ist der Futterabriss auch risikoärmer auf Grund des längeren Zehrwegs pro Wabe im Einzarger.
Wer großzügig eingefüttert hat braucht sich ebenfalls weniger Sorgen machen. Hat aber nicht jeder.

Und wer seine Bienen dann aber in sechs Wochen verhungert vorfindet und das kann nun mal auch vorkommen, kommt auch immer wieder vor, kann schon jetzt in meinen verlinkten Seiten oben zu Simon´s Tipps nachlesen warum dies so war. Mir haben diese Seiten damals auch geholfen, da ich die einzige war im Verein die Futtersitzkontrollen überhaupt gemacht hat.

Allen viel Glück bei der weiteren Überwinterung!
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon BieneMoni » 9. Februar 2017, 14:24

Puh, ich trau mich kaum zu schreiben, wenn hier mit fetter großer Rotschrift gekontert wird. :roll:

Ich habe nichtmal eine Wabe gezogen o.ä., also was soll der Holzhammer?

Wir hatten es ganz aktuell hier im Forum vom Futterabriß! Also spricht für mich nichts dagegen, bei meinen beiden -vermeintlich schwächsten- Völkchen einmal durch die Folie zu schauen... und danach beruhigt den Deckel wieder draufzumachen. Die 10 Sekunden Helligkeit hat die Bienen sicherlich nicht wirklich aus der Fassung gebracht. Und auch das Ankippen der Zarge nicht.


Danke für die Antworten.
LG, Moni
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon Thomas1950 » 9. Februar 2017, 14:55

Schau mal der machts auch.
https://m.youtube.com/watch?v=LLxDrAiXE20

Gruß
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon ulf » 9. Februar 2017, 21:57

die Überschrift "erfreuliche Volksentwicklung" ist auch irreführend

da entwickelt sich zur Zeit nichts
es wird nur Futter verbraucht
und es gibt ein paar tote Bienen und Milben
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon ulf » 9. Februar 2017, 21:57

Thomas1950 hat geschrieben:Schau mal der machts auch.
https://m.youtube.com/watch?v=LLxDrAiXE20

Gruß



der hat als Rentner Langeweile
deshalb macht der das ....
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon BieneMoni » 9. Februar 2017, 23:02

Habe den Titel in "Kontrolle auf Futterabriß" geändert.
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon STC » 10. Februar 2017, 07:21

Den einzigen denen solche winterlichen Kontrollen dauerhaft schaden zuführen sind die Egos bornierter (Alt-) Imker, die ohne fundierte Kenntnisse einfach irgendwelche Meinungen runterpredigen und sofort aggressiv werden wenn man sie hinterfragt. Ist ja auch schwierig zu akzeptieren jahrelang blödsinn gepredigt zu haben. ist wie bei den Pfaffen!

Einem Bienenvolk wird nix passieren wenn man es mal ankippt oder unter die Folie guckt. Erfrieren tun die nicht so schnell. darum gerade als Anfänger: nicht (immer) nur auf die alten hören (dass die nicht immer recht haben sieht man jetzt sehr schön an den Ausfällen die viele haben - ändern werden trozdem viele nix weil Schuld sind ja andere)

also liebe unsichere Anfänger: schaut ruhig mal nach (EINMAL nicht jeden zweiten tag!!) und gebt denen die am Rand sitzen auch mal ne futterwabe an den Bienensitz. Was ich nicht auseinanderreisse sind die waben der Winterkugel an sich. Nicht sinnlos trödeln dh ruhig aber zügig arbeiten dann ist nach 2 Minuten die Kiste wieder zu. der Wärmeverlust hält sich in Grenzen.

Den Altimkern nix davon erzählen dann überlebt sogar deren Ego ;-)
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon waldimker » 10. Februar 2017, 08:32

@STC: sicher gibts da so einiges an alten Zöpfen, die ruhig nach Fasnacht ab gehören.
Aber meiner Erfahrung nach gibt es durchaus "altes" was angehört und beachtet gehört. So hab ich z.B. mich recht modern empfunden als ich hier bei uns mitten im Schwarzwald anfing "nach Liebig" zu imkern. Leider passt diese "Betriebsweise" wenn ich sie mal so nennen darf - da gehört ja mehr dazu - nicht in unsere Tracht- und Klimalandschaft. (Ich versteh mittlerweile so einiges, was meine Kollegen hier so treiben) Da wo ich jetzt von Herbst bis Frühtracht imkere, wär das so sicher gegangen.
Nein, der Bretschko, der Pfefferle, der Ruttner, ja sogar Karl Kehrle, um nur eine unvollständige Liste zu nennen, gehören ... nach entsprechendem Verdauen der Erfahrungen aus dem eigenen Imkerleben... immer wieder gelesen.

Um beim Thema zu bleiben: Auch neuere Imkerkollegen, die sicher noch zur Schriftstellerei kommen werden (wenn ich die Sache recht einschätze), geben dem Thema Wärme im Bienenvolk einen anderen Stellenwert. So las ich vor Kurzem, dass Jürgen Binder z.B. bereits Anfangs Februar die Bienen mittels Schied auf z.T. nur zwei Waben einengt. (Ich persönlich würde ungern vor einem guten Reinigungsflug solche Eingriffe vornehmen; vllt. macht er das auch so?)
Heißt mit anderen Worten: Er hält es für nicht verderblich, ein Volk im Winter zu öffnen und sogar Waben zu bewegen. Aber auch: Wärme und etwas mehr Wärme durch imkerliche Hilfe täten seiner Einschätzung nach der Volksentwicklung gut.

Übrigens läuft beim Demeterimkerbund grad sowas wie ein Versuch, in dem isolierte und nicht isolierte Beuten im Jahreslauf miteinander verglichen werden. Damit mein ich nicht Schaumstoffbeuten, sondern - keine Ahnung - mit Stroh oder Schafwolle oder sowas isoliert.

Ich find mittlerweile meine 18 mm Weichfaserdämmplatten zu dünn, nachdem ich gelesen habe, dass diese nur etwas mehr als doppelt so gut isolieren wie ein leichtes Weymouthkieferholz. Bei kleinen Einheiten wie MiniPlus oder Vierwabenablegern werd ich also künftig die Blockaufstellung nutzen, evtl. sogar zwei Einheiten in einer Kiste überwintern (2x4 Waben Dadant) und die Dämmplatten etwas dicker dimensionieren. 25 mm Wandstärke im Brutbereich mach ich sowieso. Immerhin entsprechend einer 12 mm Weichfaserplatte... L)
Unten hab ich sowieso zu mit der Windel.

Heißt nicht, dass ein Volk nicht kalt überwintern könnte! Aber: tut es ihm gut? Vor allem dann, wenn das Brutgeschäft wieder anläuft? Überleben heißt was anderes als das Quentchen Honig mehr bringen, das die Imkerei wirtschaftlich macht.
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Re: erfreuliche Volksentwicklung

Beitragvon Bandwurm » 10. Februar 2017, 09:36

ulf hat geschrieben:
Thomas1950 hat geschrieben:Schau mal der machts auch.
https://m.youtube.com/watch?v=LLxDrAiXE20

Gruß



der hat als Rentner Langeweile
deshalb macht der das ....



Dann schau dir mal das Datum und die Uhrzeit an wann er es gemacht hat.
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon cooper » 11. Februar 2017, 14:55

Heute bei plus 9 Grad mal vorsichtig durch die Folien gelinst - alle Völker noch da. 8))
Nur bei einem Volk werde ich die nächsten Tage sofern es das Wetter zuläst Futterwaben einhängen.
Sonst alles im grünen Bereich.Seit langem wieder mal ein Winter ohne Volksverluste.

: :thumbsup: Dieter
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon mmoe » 11. Februar 2017, 15:40

cooper hat geschrieben:Heute bei plus 9 Grad mal vorsichtig durch die Folien gelinst - alle Völker noch da. 8))


Na, dann hast du ja noch Glück gehabt!

Toll, das mit der roten Schrift :-)
Viele Grüße
Marco
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon cooper » 11. Februar 2017, 16:05

mmoe hat geschrieben:
Na, dann hast du ja noch Glück gehabt!

Toll, das mit der roten Schrift :-)


Kein Glück sondern Können ......... :D

Spass beiseite,es ist schon ein tolles Gefühl .
Sogar einige Einzarger die ich im Herbst eher kritisch gesehen habe sind ohne Probleme über den Winter gekommen.

Gruß Dieter
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon Angie » 11. Februar 2017, 17:27

mmoe hat geschrieben:Toll, das mit der roten Schrift :-)


Finde ich auch. Guckt mal, geht noch größer.

Allen viel Glück bei der Überwinterung! ß)

Ja, es ist ein tolles Gefühl, jedes Jahr erneut, wenn sie noch alle fliegen und da sind.
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon kamikaze » 11. Februar 2017, 19:28

Nein, der Bretschko, der Pfefferle, der Ruttner, ja sogar Karl Kehrle, um nur eine unvollständige Liste zu nennen, gehören ... nach entsprechendem Verdauen der Erfahrungen aus dem eigenen Imkerleben... immer wieder gelesen.

:thumbsup:
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon ulf » 11. Februar 2017, 19:45

STC hat geschrieben:Den einzigen denen solche winterlichen Kontrollen dauerhaft schaden zuführen sind die Egos bornierter (Alt-) Imker, die ohne fundierte Kenntnisse einfach irgendwelche Meinungen runterpredigen und sofort aggressiv werden wenn man sie hinterfragt. Ist ja auch schwierig zu akzeptieren jahrelang blödsinn gepredigt zu haben. ist wie bei den Pfaffen!

Einem Bienenvolk wird nix passieren wenn man es mal ankippt oder unter die Folie guckt. Erfrieren tun die nicht so schnell. darum gerade als Anfänger: nicht (immer) nur auf die alten hören (dass die nicht immer recht haben sieht man jetzt sehr schön an den Ausfällen die viele haben - ändern werden trozdem viele nix weil Schuld sind ja andere)

also liebe unsichere Anfänger: schaut ruhig mal nach (EINMAL nicht jeden zweiten tag!!) und gebt denen die am Rand sitzen auch mal ne futterwabe an den Bienensitz. Was ich nicht auseinanderreisse sind die waben der Winterkugel an sich. Nicht sinnlos trödeln dh ruhig aber zügig arbeiten dann ist nach 2 Minuten die Kiste wieder zu. der Wärmeverlust hält sich in Grenzen.

Den Altimkern nix davon erzählen dann überlebt sogar deren Ego ;-)


du bist mir ja ein Vögelchen :black:
tsssss
wer nachschauen muß hat ein schlechtes Gewissen
Die Altimker haben ihre Sache richtig gemacht und konnten gut schlafen
die neuen ImkerInnen sind sowas von hysterisch
sicher überleben die Bienen das
aber diesen hysterischen Aktionismus der Hobbyimker braucht niemand :black:
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon STC » 11. Februar 2017, 20:28

mit dem schlafen hast du wohl recht.

bei uns in der gegend räumen gewisse altimker 9 von 10 Kisten ab.

die gaben gut VERschlafen.

da wäre ein schlechtes gewissen und nachsehen vielleicht nicht so schlecht... Leider bezahlen die Bienen diese Arroganz oft mit dem leben...
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon keinimker » 11. Februar 2017, 22:09

Hallo,
ich bin auch für relextes Imkern. Doch wenn man neu ist, dann ist man unsicher.
Besser mal vorsichtig schauen als später den Besen zu schwingen. Heute habe ich bei einem "Volk mit pers. Unsicherheit" festgestellt, dass es noch 5 Waben voller Futter in der oberen Zarge hat. Das hat ungemein beruhigt!
Auf einem anderen Volk steht (probehalber) ein HR drauf. Der wird seit einer Woche langsam von unten vereinnahmt. Die Traube hat sich diesem Vorrat genähert. Wenn es in den nächsten Tagen wärmer wird geht das sicher weiter. Ob darunter das Futter aufgezehrt ist werde ich sicher erst im März feststellen können.
Gruß
Harald
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon Karlheinz » 12. Februar 2017, 05:59

Wie seid Ihr den drauf....
Dumme Altimker-schlaue Jungimker?
Dieses Strickmuster erscheint mir persönlich von recht einfachem Geist zu kommen, höflich gesprochen...
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
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Re: Kontrolle auf Futterabriß

Beitragvon dadantus » 12. Februar 2017, 07:08

Wenn ich ein schwaches Volk über Absperrgitter auf oder unter ein starkes setze und die kleine und große Traube sich verbinden, bleibt bestimmt eine Königin über oder unter dem Absperrgitter alleine zurück und stirbt. Das ist bestimmt so gewollt?
Das kleinere Volk hat bestimmt auch keine erhöhte Tendenz zu einer Darmkrankheit gehabt da es schon länger klein und auch feucht Stand?

Wenn an einem Bienenstand, der Imker alles richtig gemacht hat und dennoch ein oder einige Völker gegenüber dem Standdurchschnitt schwächeln hat das einen Grund.
Ich riskiere durch ein Aufsetzen des schwachen beim starken doch keine Krankheit in meinem bisher großen gesunden Volk.

Gruß
dadantus
 
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