viel Varroen? Handlungsbedarf

Rückstandsfreies Imkern mit organischen Säuren
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Jeder Imker beachtet die gültigen Bestimmungen zur Varroabekämpfung und wendet die in seinem Land zugelassenen Behandlungsmittel an.

Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Karlheinz » 24. Oktober 2016, 14:50

Ich arbeite grundsätzlich nur mit den Säuren, habe dieses Jahr aber auch Probleme mit den Milben. Das Wetter hier war selbst für die 75%ige AS eher suboptimal und zwar durchgängig.
Bei meinen Völkern habe ich im Oktober jetzt z.T. die dritte MS Behandlung in 3-5 Tagesintervallen gemacht und bringe die Mistviecher nicht in dem Maße raus, wie es notwendig wäre. Nach der Behandlung fallen vermehrt Milben (bis zu 40 am ersten Tag), aber am 3. oder 4. Tag sind es immer noch 2-6 Milben pro Volk. Die Völker haben allesamt kaum noch Brut. Vermutlich hätte ich aber die Brut mit der Verdeckelungsgabel öffnen sollen und dann 3 Tage später behandeln. MS wirkt schlecht, wenn noch Brut da ist. Man lernt nicht aus.... :cry:
Gruß
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon FranzBurnens » 24. Oktober 2016, 15:16

April hat geschrieben:das ist eine "offizielle" Fertigmischung at us ved.,

Na eben!
- mein "Verdacht" (mehr nicht!): dass die Selbermischer mit ihren Vol% wegen höherer Konz. auch eine größere Wirkung erzielen ...
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon waldimker » 24. Oktober 2016, 15:45

ich hab heuer ein völkchen mit MS 15% ad us vet behandelt. die milben fielen grad so gut wie bei OS 3,0% technischerseits. kann aber sein, dass meine gewichts-prozentmischung von OS 3,0% der Hammer oder ne Niete ist?
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon April » 24. Oktober 2016, 15:56

Karlheinz hat geschrieben:... Vermutlich hätte ich aber die Brut mit der Verdeckelungsgabel öffnen sollen und dann 3 Tage später behandeln. MS wirkt schlecht, wenn noch Brut da ist...
MS direkt auf Brut ist doch nicht gut?
Oder wo liegt hierbei der Trick? Überwiegt der nutzen der VM-Deziemierung den Brutschaden?
Gruß, April
Nachtrag, 4 Tage nach dem 2. Sprühen: erst 4 nach 24 Std., jetzt 10 VMilben - nach 75 Std.
Zuletzt geändert von April am 24. Oktober 2016, 17:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon waldimker » 24. Oktober 2016, 17:15

die milben sind nicht in der brut, die du mit der MS treffen könntest. kein effekt, aber brutschaden.
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Karlheinz » 24. Oktober 2016, 17:52

April hat geschrieben:
Karlheinz hat geschrieben:... Vermutlich hätte ich aber die Brut mit der Verdeckelungsgabel öffnen sollen und dann 3 Tage später behandeln. MS wirkt schlecht, wenn noch Brut da ist...
MS direkt auf Brut ist doch nicht gut?
Oder wo liegt hierbei der Trick? Überwiegt der nutzen der VM-Deziemierung den Brutschaden?
Gruß, April
Nachtrag, 4 Tage nach dem 2. Sprühen: erst 4 nach 24 Std., jetzt 10 VMilben - nach 75 Std.


habe mich wohl missverständlich ausgedrückt.
Das Öffnen der verdeckelten Brut bewirkt, dass diese Brut abstirbt und von den Bienen ausgeräumt wird, mit den darin befindlichen Milben. Wenn danach nochmal gesprüht wird, trifft es diese ausgeräumten Milben auch.
In die junge noch nicht verdeckelte Brut spritzen tötet die Brut, deshalb sprüht man ja im 45 grad Winkel zur Wabe. Außerdem sitzen die Bienen auf der jungen offenen Brut und schützen sie somit vor der MS.
Hoffe, es ist jetzt klarer formuliert.
Gruß
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon April » 24. Oktober 2016, 20:35

Danke für die Erklärung!
Letztendlich käme das Entdeckeln wohl dem Ausschneiden der Brut gleich?
Bloß die Bienen müssten ihre Maden und VM selbst verwerten und die Waben bleiben eher intakt.
Ich hatte Anfangs die Brut einmal ausgeschnitten und zweitags darauf lagen noch ca. zwei Tassen "Reparaturbrösel" auf und unter dem Gitter.
Eine Woche später sah man die Löcher sauber abgerenzt in den Waben.
Bauen, sprich Wachsproduktion läuft ja im Winter nicht mehr.

Und auf das Wie-sprühen muss ich mehr achten. ...

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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon propolis » 25. Oktober 2016, 15:18

Hallo,

Vielleicht ist die Fertig Mischung zu alt, falsch gemischt oder beim Händler unsachgemäß gelagert worden? Habe mit meiner Eigenmischung am Samstag gesprüht und es sind über 200 Milben gefallen, wegen der Restbrut werde ich aber noch zwei Mal sprühen. Weiß Grade das richtige tot/lebend-Äquivalent nicht, aber es schien mir Recht wirksam....
LG, propolis
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon FranzBurnens » 26. Oktober 2016, 10:51

propolis hat geschrieben:Hallo,
Weiß Grade das richtige tot/lebend-Äquivalent nicht, aber es schien mir Recht wirksam....

Das Verhältnis hängt von der Wirksamkeit ab. Die erkennt man aber erst nach einer weiteren Behandlung, oder wenn man den Totenfall nach Normalisierung abwartet.
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon ulf » 26. Oktober 2016, 12:38

Karlheinz hat geschrieben:Ich würde in jedem Fall versuchen bereits jetzt dem Milbendruck weiter zu reduzieren. Allein auf die Restentmilbung durch die Oxalsäure würde ich nicht setzen, da niemand abschätzen kann, ob die Damen im Dezember brutfrei sind. Wenn nicht, dann hast Du ein echtes Problem.
Gruß
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da bietet sich die Milchsäure im Dezember an
da du alle Waben zur Hand nimmst, kannst du dann haargenau abschätzen, ob die Völker brutfrei sind
wenn (in Ablegern) kleinere Brutnester doch noch vorhanden waren, hab ich die auch schon mal rausgeschnitten
in der Wintertaube schlägt die MS dann voll zu :bigrin:
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon April » 6. November 2016, 15:15

den MS-Oktobereinsatz (3x im Abstand von 7, 7, 8 Tagen) habe ich jetzt abgeschlossen mit einem Milbenfall von 8 in 24h (eine erschien mir heller, transparent).
Das ist sicher noch zuviel, aber schon besser. (das Nachbar-Ablegervolk aus diesem Jahr hatte eine Milbe)

Mitte/Ende Dez. werden beide Kisten nochmal behandelt. Ich dachte jetzt an OS (die ich mir allerdings noch irgendwie besorgen / mixen muss...?).
Oder wie ulf vorschlägt und wenns um die 5° nicht zu kalt ist, anstatt noch mal für beide *eine* gründliche MS-Dusche?

april
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Karlheinz » 6. November 2016, 15:30

April hat geschrieben:den MS-Oktobereinsatz (3x im Abstand von 7, 7, 8 Tagen) habe ich jetzt abgeschlossen mit einem Milbenfall von 8 in 24h (eine erschien mir heller, transparent).
Das ist sicher noch zuviel, aber schon besser. (das Nachbar-Ablegervolk aus diesem Jahr hatte eine Milbe)

Mitte/Ende Dez. werden beide Kisten nochmal behandelt. Ich dachte jetzt an OS (die ich mir allerdings noch irgendwie besorgen / mixen muss...?).
Oder wie ulf vorschlägt und wenns um die 5° nicht zu kalt ist, anstatt noch mal für beide *eine* gründliche MS-Dusche?

april


Du schreibst: "...mit einem Milbenfall von 8 in 24h..."
Meinst Du damit den Milbenfall am ersten Tag nach der Dusche, oder den wieder natürlichen Milbenfall, ab 3.oder 4. Tag nach der Dusche?
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon April » 6. November 2016, 15:45

Karlheinz hat geschrieben:...Du schreibst: "...mit einem Milbenfall von 8 in 24h..."
Meinst Du damit den Milbenfall am ersten Tag nach der Dusche, oder den wieder natürlichen Milbenfall, ab 3.oder 4. Tag nach der Dusche?
den wieder natürlichen Milbenfall war 8 VMilben - also ab dem ca. 10. Tag nach der letzten, 3. Dusche (24h nach dieser sind 120 rausgefallen).
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Karlheinz » 6. November 2016, 22:58

Uuups, 8 Milben natürlicher Fall ist um diese Jahreszeit recht übel.
Grundsätzlich wäre ein kürzerer Intervall von etwa 4 Tagen pro MS Behandlung günstiger gewesen und eine weitere Behandlung ebenfalls. Momentan würde ich persönlich, wegen der sehr niedrigen Temperatur nicht mehr gerne mit MS sprühen und die Traube auseinanderreissen.
Das hättest Du eher nochmal kontrollieren und behandeln sollen, meine Meinung.
Aber auch mit der Oxalsäurebehandlung würde ich hier in meiner Gegend nicht bis Ende Dezember warten. Meine Völker haben keine offene Brut mehr, die verdeckelte dürfte in spätestens 2 Wochen ausgelaufen sein. Das wäre dann zumindest hier der Zeitpunkt für eine OS Träufelung.
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon April » 7. November 2016, 01:52

Danke für den Hinweis!
Ich kann nicht sagen, ob sie Brut haben ohne sie auseinander zu reißen.
Auf die Schublade fällt zur Zeit kaum noch was - wenige dkl-orange kleine Brösel.
Diese Wo. soll es den ersten Nachtfrost geben. Sonst sind die Winter hier eher mild.

Dann werd ich die OS vorziehen, jetzt Mitte/Ende Nov. falls es kälter bleibt.
Ob ich denen Ende Dez. eine zweite Träufelung zumuten kann?

Gruß,
April
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Karlheinz » 7. November 2016, 12:21

April hat geschrieben:Danke für den Hinweis!
Ich kann nicht sagen, ob sie Brut haben ohne sie auseinander zu reißen.
Auf die Schublade fällt zur Zeit kaum noch was - wenige dkl-orange kleine Brösel.
Diese Wo. soll es den ersten Nachtfrost geben. Sonst sind die Winter hier eher mild.

Dann werd ich die OS vorziehen, jetzt Mitte/Ende Nov. falls es kälter bleibt.
Ob ich denen Ende Dez. eine zweite Träufelung zumuten kann?

Gruß,
April


Niemals, eine zweite Träufelung ist fast wie ein Todesurteil. Sie vertragen das Träufeln nur in einer Behandlung. "(2x=1x zuviel)"
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Simon » 7. November 2016, 14:03

Zwei mal Träufeln belastet die Bienen und zeitversetzt den Gitterboden, als Grundsatz sollte man sich das speichern. Allerdings gibts ein paar Faktoren die eine zweite Träufelung (oder Träufeln allgemein) besser verträglich machen, Flugwetter, Dosierung und womöglich die Zusatzstoffe (mit/ohne Zucker). Allerdings bringts auch nichts wenn man 3x10ml reinläppert, denn mehrere schwach wirksame Behandlungen ersetzen keine wirkungsvolle.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon April » 7. November 2016, 17:48

Danke.
Au! Auf den Alugitterboden geht das auch??

wie gesagt: morgen ist hier der erster Frost, dann wird wohl nach 21d, Ende Nov., keine verdeckelte Brut mehr da sein, dann kann ich sicher applizieren.

Das ist noch etwas hin, aber schon angesprochen:
für einen 2zarger 50ml.
bei 5ml/Gasse wär' das für 10 Gassen.
Und wenn ich nur 5-6 besetzte vorfinde?
Ich würd erst die obere (Honig-)Zarge abnehmen und die untere träufeln und dann wieder rauf und in der oberen Gassen suchen ...
Wie verteilt man die OS? Ist das bei einem 2zarger so üblich?


btw.: Meinen Ableger-1zarger habe ich vor ein paar Tagen mal hochgekippt. Da sind nur im fluglochnahen Bereich 4 Gassen besetzt. Hier kämen 30ml rein. Das würde ungefähr aufgehen mit 6ml/Gasse - wobei es nur eine vordere, halbe Gasse ist, wo Bienen sitzen.

Auf den Windeln beider lag kaum noch etwas - ein paar kleine braune oder br.-orange Brösel, ein paar Tarsen und Flügel. Nichts im Vergleich zu Frühjahr und Sommer. Gibt es irgendwo eine "Die große Gemüllfibel"? Als Interpretationshilfe, um z.B. zu sehen, ob sie brüten?


Grüße, April
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Simon » 7. November 2016, 18:34

April hat geschrieben:Au! Auf den Alugitterboden geht das auch??
Klar, der Totenfall belastet alle Gitterböden, eine zu hohe Dosis und Mehrfachbehandlungen beim Träufeln gibt erhöhten Totenfall auf dem Gitter, wenns sein muss bis es sich durchbiegt.

April hat geschrieben: wie gesagt: morgen ist hier der erster Frost, dann wird wohl nach 21d, Ende Nov., keine verdeckelte Brut mehr da sein
Frisch gelegte Brut wird meist nicht zuende gepflegt, meist darf nur noch gedeckelte Brut schlüpfen, offene Brut wird sehr gerne getilgt, dh. in 14 Tagen sieht es ganz gut aus nach den Frösten der letzten Tage.

April hat geschrieben:für einen 2zarger 50ml.
Wenn es tatsächlich auch ein starkes Volk ist, 50ml gebe ich meistens nicht, im Schnitt sind es 25-30ml bei den mittleren und 40ml bei den Starken, unabhängig auf wie vielen Zargen sie sitzen.

April hat geschrieben:Und wenn ich nur 5-6 besetzte vorfinde?
Das wird eher die Regel als die Ausnahme sein, 6x5ml=30ml Träufellösung, die Spritze würde ich definiert mit 50ml füllen, wichtig ist ein Aufsatz der eine feine Dosierung erlaubt.

April hat geschrieben:Ich würd erst die obere (Honig-)Zarge abnehmen und die untere träufeln und dann wieder rauf und in der oberen Gassen suchen ...
Die obere Zarge leicht zurückziehen und angekippt halten, absetzen würde ich nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=peJs1SyhPU8

April hat geschrieben:Wie verteilt man die OS? Ist das bei einem 2zarger so üblich?
Meist sitzen über 2/3 der Bienen in der unteren Zarge, sofern man genügend gefüttert und Wabenhygiene gemacht hat, damit erübrigt es sich die oberen wenige Bienen zu beträufeln, die Traube sammelt sich nach dem Eingriff neu, die wenigen Bienen oben ziehen sich meist zurück und bekommen von der Behandlung etwas ab. Sieht man allerdings in sehr starken Völkern eine 50/50 geteilte Traube könnte man einen Teil der Lösung von oben geben.

April hat geschrieben: btw.: Meinen Ableger-1zarger habe ich vor ein paar Tagen mal hochgekippt. Da sind nur im fluglochnahen Bereich 4 Gassen besetzt. Hier kämen 30ml rein. Das würde ungefähr aufgehen mit 6ml/Gasse - wobei es nur eine vordere, halbe Gasse ist, wo Bienen sitzen.
Hier scheint mir weniger besser zu sein, 30ml würde ich hier maximal geben, 20ml=4x5ml. Bei ganz kleinen Völklein sollte man sich überlegen ob man auf eine Behandlung verzichtet und denen viel Glück wünscht, sofern der Befall dies ermöglicht.

April hat geschrieben:Gibt es irgendwo eine "Die große Gemüllfibel"? Als Interpretationshilfe, um z.B. zu sehen, ob sie brüten?
https://www.dropbox.com/sh/9qrxnnfa5i1f ... ebruar.pdf
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon April » 9. November 2016, 10:06

@Simon
Prima Antwort! Vielen Dank.

Dann werd ich heut mal für drei Tage eine Schublade einschieben ...
heute gabs den ersten Schnee hier oben.

btw.: Eine erste kurze eMail-"Oxalsäure et us vet."-Anfrage bei Apotheken fiel hier negativ aus: "können wir nicht", "dürfen wir nicht".
Da muss man wohl den Tierarzt bemühen ... oder eben zur Not zum erwähnten (noch echten) Drogisten der bisher noch alles hatte ... auch verschiedenprozentige AS. Aber eigentlich versuche ich die at us vet. zu bekommen ...

Grüße, april
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon waldimker » 9. November 2016, 10:29

Oxuvar heißt das Präparat.
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Tobi » 9. November 2016, 10:33

Hatte meine mal (steht schon länger ungenutzt rum) von irgendner Onlineapotheke...
...scheint aber auf den ersten Blick tatsächlich nirgends mehr verfügbar zu sein?

Würde ich als Händler aber auch nicht unbedingt ins Programm nehmen...
...gilt ja als schick lieber die billige technische zu nehmen.

Die technische OS mag ja "normal" sogar reiner sein als die ad us vet...
...da gibt es aber auch schon ganz andere Erfahrungen mit ähnlichen Situationen.

Irgendwie muß ich da immer an ein eigentlich unproblematisches Pflanzenschutzmittel denken, das dann aber aufgrund des plötzlich riesigen Bedarfs bei der "Massenherstellung" mit Toxinen verseucht wurde. Das ganze wurde dann großzügig auch über die eigenen Soldaten geduscht; mit den bekannten Folgen für deren Gesundheit...
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Simon » 9. November 2016, 20:12

Die agent us vet Säure ist besser kontrolliert oder was nun tun wir gegen die Angst?
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Tobi » 10. November 2016, 00:19

Gegen die "Angst" nix, aber wenns doch mal schief geht interessierts im Gegensatz zu jetzt evtl. doch ob legal behandelt wurde oder nicht...?
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Tobi » 10. November 2016, 01:36

waldimker hat geschrieben:Oxuvar heißt das Präparat.


Scheint als würde das Oxuvar 3,5% nächstes Jahr durch ein 5,7% ersetzt.
Dann wohl auch zum Sprühen zugelassen.
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon STC » 10. November 2016, 09:00

Das wäre ja oberaffengeil!!

tobi woher hast du die Info?

und kurz zur Begrüssung: Hallo! mein name ist Christian und ich komme aus dem schönen Vorarlberg! derzeit 4 von 4 Völkern lebendig :-)
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon waldimker » 10. November 2016, 09:29

eine Rundmail vom Imkereihändler Seip enthielt bei mir diese Info. Von "Ersetzen" fand ich allerdings nichts. Mir schien das zusätzlich zugelassen zu werden. Offensichtlich kann man viel Geld verdienen, wenn man günstiges Oxalsäurepulver mit günstigem Kristallzucker mischt und klein abpackt. Wie dem auch sei, heuer würd ich das ganz gern träufeln...Mistviecher. Die Konzentration bei 3,5%igem zu erhöhen trau ich mich nicht, denn ich kenn die Dosierung nicht. In andern Ländern sind höhere Dosierungen aber wohl gängig. Aber das sind meist südlicher Länder mit milderen Wintern...(!)
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon Karlheinz » 10. November 2016, 12:05

Wenn ich da nicht irgendwas falsch vverstanden habe, ist Oxalsäure in der Wirkung auf die Milben wohl nicht besser als etwa Milchsäure. (Die Wirkung bei MS ist schneller, aber nicht tiefer, eben auch kein Vorteil auf den Gesamtabfall)
Warum dann eine Zulassung zum Sprühen von OS? Wo liegt da der Vorteil? Ich sehe da nur den gleichen Nachteil zu MS, nämlich das zeitaufwändige ziehen der Rähmchen.
Einen minimalen Vorteil könnte ich beim Sprühen von OS nur darin sehen, wenn es für eine Träufelbehandung durchgängig zu warm wäre und die Bienen nicht eng genug in einer Wintertraube sitzen.
Oder übersehe ich da was?
Gruß
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon waldimker » 10. November 2016, 12:10

das neue mittel hat auch die träufel-zulassung.
meinem empfinden nach wirkt OS gesprüht besser als MS. empfunden!
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Re: viel Varroen? Handlungsbedarf

Beitragvon STC » 10. November 2016, 12:59

Mein Eindruck (und auch der einiger anderer Imker die ich kenne) ist, dass MS 15 NICHT sonderlich gut wirkt. wenn überhaupt nur mehrmals!

Liebig selbst lobt meines Wissens die höhere Wirksamkeit von gesprühter Oxalsäure zu gesprühter Ms...
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