Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 16. April 2016, 19:26

Na das klingt ja nach sehr viel Aufwand mit dem Einengen und so... :?

Ja, das zweite Volk kommt direkt auf Langstroth. Ich werde ja erleben wie stark es schon ist und werde wie gesagt den lieben Onkel noch ein bisschen ausfragen ^^ Der Mann gibt den Imkerpaten für Anfänger, nur ist er halt zu weit weg für mich...
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon waldimker » 16. April 2016, 20:37

das mit dem einengen ist ne feine sache. vor allen dingen wirst du deine bienen zwingen müssen in den flow hive. wir sind nicht im honigverwöhnten australien....

der aufwand, rähmchenweise zu erweitern, ISt höher. eine variante des eingengens wäre es, es bei einem LS-BR zu belassen. der ist massig groß genug. aber AFS untersetzen ist auch ne Form des eng-haltens, eine die die bienen steuern können nach ihrem gusto. und sie macht keine mehrarbeit. eigentlcih arbeitest du dann doch mit einem brutraum, weil unten nur sehr langsam angebaut wird (WENN der Flow hive angnommen wird...)

@beeo: die gemeinsamkeiten der schied-imkerei sind meines erachtens wesentlich größer als die differenzen.
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 19. April 2016, 08:44

So, da gestern das Wetter einigermaßen war, hab ich das Volk "umgerührt" :bigrin:
Sie waren im 2. BR zugange, die MW rechts und links der Futterwabe waren halb ausgebaut und auf jeder Wabe war eine (!) Zelle mit Pollen gefüllt. So quasi als Alibi :thumbsup: In der Futterwabe war auch Brut, ich bin jetzt nicht sicher ob die da schon drauf war beim Umhängen oder ob Madame oben war. Waren ganz kleine Rundmaden, ich bin jetzt im Nachhinein nicht sicher, ob ich da oben auch Stifte gesehen hatte. Der 2. BR ist nun unten. DIe Mädels hatten von unten her die oberen Rähmchen angebaut, die waren schwer zu lösen. Mein Junior hat mir geholfen und den Wildbau von den Unterträgern abgekratzt. Zur Belohnung durfte er die wenigen gefüllten Zellen ausschleckern ^^
Im 1. BR waren mehrere Waben mit Brut aller Altersstufen und frische Stifte vorhanden. Ganz außen hängen beidseitig noch Futterwaben mit Winterfutter, auf Pos. 9 hatte ich einen Baurahmen eingehängt. Der war unangetastet und die dahinter hängende Futterwabe war ohne Bienen, dafür mit Ameisen drin... Nach Rücksprache mit dem Imker, von dem ich gestern mein zweites Volk geholt habe, wollte ich heute früh die Wabe mit den Ameisen ans Brutnest ranrücken, damit die Bienen die Wabe beachten, reinigen und nutzen können. Aber beim Blick durch die Folie war besagte Wabe gut besetzt, trotz der "Lücke" durch den Baurahmen, daher hab ich dann darauf verzichtet, nochmal Unruhe zu stiften und den Deckel wieder aufgesetzt.
Schwarmzellen waren nicht zu sehen, da dürfte ich also noch eine Weile Ruhe haben.
Der Raps steht in den Startlöchern, ich denke mal wenn der richtig anfängt, setze ich den HR auf - mit dem pöhsen Teufelswerk aus Australien L) das ich vorher mit etwas Zuckerlösung besprühen werde zum Anlocken. Und dann werde ich ja sehen was passiert (8;)

Nachtrag: Ich denke mal für Wabensitz kriegen meine Mädels die Bestnote. Die sind auch dann nicht weggegangen, wenn sie sollten, weil ich die Oberträger säubern oder einen Blick in die Zellen werfen wollte... :roll: Sanftmut gibt auch volle Punktzahl. Die Mutter meiner Grand Dame war eine begattet gekaufte Reinzuchtkönigin von einem "richtigen Züchter", also wäre ich durchaus enttäuscht, wenn es anders wäre... 8-)
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 19. April 2016, 10:27

Hm, wenn da schon Ameisen sich frei ausbreiten IM Stock und du recht große LS Waben hast, warum dann nicht mit nur einem Brutraum arbeiten?
Ich kann mich rein subjektiv dem Gefühl vom Waldimker anschließen, dass die Bienen nicht unbedingt freudestrahlend das Kunststoffsystem annehmen werden.

Hast ja zwei Völker, kannste testen wenn es dich interessiert.
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon FranzBurnens » 19. April 2016, 13:21

AgoraAngry hat geschrieben: setze ich den HR auf - mit dem pöhsen Teufelswerk aus Australien L) das ich vorher mit etwas Zuckerlösung besprühen werde zum Anlocken. Und dann werde ich ja sehen was passiert (8;)

Verständnisfrage: diese floh-Waben werden ohne die zgehörige Australische Verschränkungs-Mimik benutzt, also wie normale Kunststoffwaben? - Bei Honigreife aus der Zarge nehmen, entdeckeln, schleudern? Oder wie soll die Ernte in's Glas kommen?
Wo wäre dann der Vorteil dieser Anschaffung, wenn dem so ist? Steht das nicht etwas im Widerspruch zu den andererseits angestrebten Naturbau-Waben?
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 19. April 2016, 14:28

FranzBurnens hat geschrieben:
AgoraAngry hat geschrieben: setze ich den HR auf - mit dem pöhsen Teufelswerk aus Australien L) das ich vorher mit etwas Zuckerlösung besprühen werde zum Anlocken. Und dann werde ich ja sehen was passiert (8;)

Verständnisfrage: diese floh-Waben werden ohne die zgehörige Australische Verschränkungs-Mimik benutzt, also wie normale Kunststoffwaben? - Bei Honigreife aus der Zarge nehmen, entdeckeln, schleudern? Oder wie soll die Ernte in's Glas kommen?
Wo wäre dann der Vorteil dieser Anschaffung, wenn dem so ist? Steht das nicht etwas im Widerspruch zu den andererseits angestrebten Naturbau-Waben?

Selbstverständlich MIT Mimik, wozu sollte das sonst gut sein? ;) Nix entnehmen (natürlich KANN man sie rausnehmen und gucken inwieweit der Honig schon verdeckelt ist), nix entdeckeln, nix schleudern. Käppchen ab, Röhrchen dran, aufschließen, abwarten bis Honig in Eimer, zuschließen, Käppchen dran, fertsch.
Ich werde meine Erfahrungen damit niederschreiben, sobald ich welche habe...
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon FranzBurnens » 19. April 2016, 18:33

Hab auf der von Geraldine verlinkten Kreuzberg-Website folgendes gefunden:

>> Einmal verdeckelt, kann man durch einen eingeführten Metallhebel die Lage jeder zweiten der Kunststoffplatten in der Senkrechten um zwei Millimeter verschieben. Dadurch öffnet sich ein Kanal von oben bis nach unten, so dass der Honig nach unten abfließt. Die Zelldeckel bleiben dabei geschlossen, so dass die Bienen kaum mitbekommen sollen dass man den Honig erntet. In 10-20 Minuten sind die Waben leer und man dreht die Wabenteile wieder in die Ausgangsstellung. Recht schnell merken die Bienen dass die Zellen leer sind und beginnen, sie zu öffnen und wieder mit Honig zu füllen <<

Mal den günstigsten Fall unterstellt, dann tropft/fließt tatsächlich Honig aus den Zellen über die Kanäle in den Ernte-Eimer. Hier ein paar Überlegungen, wie da am ehesten 'was geht:

- Rähmchenweise ablaufen lassen, sobald Waben erntereif erscheinen (verdeckelt oder auch nicht),

- Höheren Wassergehalt in Kauf nehmen, damit der Honig besser fließt (d.h. knapp 20%, mit größerem Gärungs-Risiko),

- Beute sollte in der Sonne stehen, Ernte an sehr warmen Tagen.

Es wird trotz allem eine deutlich geringere Ausbeute als beim Schleudern geben. Die große Oberfläche der Wabeninnenseiten hält vieles zurück - die bedeutend stärkere Wirkung der Zentifugal- gegenüber der Schwerkraft kann jeder, der mag, auf seiner Kirmes ausprobieren...
Außerdem werden fließhindernde Beeinträchtigungen durch Deckel- u.a. Wachsteile nicht zu vermeiden sein.

Ergo: was haften bleibt, wird (bald) unweigerlich kristallisieren (auch gären kann man nicht ausschließen). Für den darauf folgenden Honigeintrag steht weniger Platz zur Verfügung, dafür aber genügend Veranlassung, direkt in den Zellen fest zu werden. Die nächste/zweite Ernte könnte nur dann wieder als Flow-Honey genutzt werden, wenn vorher eine gründliche Reinigung der Waben u. Kanäle stattfindet. Ausputzen lassen durch die Bienen selbst bedeutet: man benötigt mehr von dieser Hardware, sonst kann es für die Sommerhonig-Ernte zeitlich zu knapp werden.
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 19. April 2016, 18:54

FranzBurnens hat geschrieben:Die Zelldeckel bleiben dabei geschlossen, so dass die Bienen kaum mitbekommen sollen dass man den Honig erntet. In 10-20 Minuten sind die Waben leer und man dreht die Wabenteile wieder in die Ausgangsstellung. Recht schnell merken die Bienen dass die Zellen leer sind und beginnen, sie zu öffnen und wieder mit Honig zu füllen.

Wie überaus optimal ;-) Solange er fließt merken sie es nicht. Wenn er weg ist schon. Dann wird auch gleich wieder gefüllt, der Abzapfer könnte ja bald wieder kommen und wäre bestimmt böse, wenn dann nichts kommt ;-)
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon FranzBurnens » 19. April 2016, 19:04

Wenn Tracht ist: wo sollen sie denn sonst hin mit dem Nektar?

Es gibt jeweils nur einen Honigraum.
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 19. April 2016, 19:24

FranzBurnens hat geschrieben:Wenn Tracht ist: wo sollen sie denn sonst hin mit dem Nektar?

Wenn sie keine Lust auf diese löchrigen Waben haben, zu denen irgendwo der Honig rausläuft, bleiben sie vielleicht lieber im Brutraum damit ;-)
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon waldimker » 19. April 2016, 22:36

oder drunter, bzw. rutschen die ganze angelegenheit ein stückerl tiefer....

@angie:
ich hab heut völker bearbeitet.
einige hatten einen (1!) Brutraum Zander, das sind 9 Langstrothrähmchen. Freilich, Ableger, aber: obwohl ganz gut entwickelt, blieb der HR fast unangetastet.
Dagegen Völker, die ich auf 6 Langstrothrähmchen eingeengt hatte im Brutraum: einige kg Honig im Honigraum.

Denk nochmal über beeos Vorschlag nach: eins so und eins so.
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 20. April 2016, 14:41

beeo hat geschrieben:
FranzBurnens hat geschrieben:Wenn Tracht ist: wo sollen sie denn sonst hin mit dem Nektar?

Wenn sie keine Lust auf diese löchrigen Waben haben, zu denen irgendwo der Honig rausläuft, bleiben sie vielleicht lieber im Brutraum damit ;-)

Na wenn sie das merken würden, würde die ganze Imkerei nicht funktionieren. Schließlich wird auch bei konventioneller Ernte der Honig geklaut, aber dann direkt mit Verpackung und nachher sind auch wieder leere Waben im Stock. ;)

Ich lese immer mal von Einengschieden. Gibts die zu kaufen oder muss man die sich selbst basteln? Ich hab noch keins irgendwo gesehen, jedenfalls nicht in LS-Maß... Selbst in "meinem" Imkershop, der ein irre großes Angebot hat und auch LS-Zubehör führt.
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 20. April 2016, 15:02

Gibts zu kaufen, aber selbermachen isja kein Ding. Entspricht quasi dem Rähmchen, nur nicht offen innen.
Bienen sollen wie beim Rähmchen drumrumkommen.
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 21. April 2016, 06:54

Also wenn ich bei einem Rähmchen eine "Mittelwand" aus Sperrholz oder so einziehe, ist das schon ein ausreichendes Schied? Na dann mach ich das mal ;)
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon waldimker » 21. April 2016, 07:20

NEIN.
das schied muss denselben oder sehr ähnlichne abstand zur oberfläche der nachbarwabe haben wie die waben untereinander. wenn du da 2 cm oder so luft hast und das hättest du, ziehen sie die letzte wabe sehr breit aus und füllen die mit futter. ein weiteres rähmchen daneben hängen geht dann nur mit lücke. das nervt evtl. über jahre hinweg, sowas. letztlich ist das schied eine mobile beutenwand, technisch gesehen.
also ersma: mit schied imkert man auf EINER Zarge, die dann nicht voll istmit rähmchen. du brauchst kein schied, wenn du sowieso zwei BR-Zargen aufeinander hast. Du kannst gut erstmal mit EINER Zarge weitermachen, wenn die eh schon besetzt und ausgebaut und mit futter/nektar befüllt ist. einengen kommt früher im jahr. (natürlich könntest du das jetzt noch machen, aber als anfänger stellt sich doch die frage: was mach ich da jetzt? wenn du leere waben findest oder waben mit pollen voll, könntest du die freilich rausnehmen und ein schied einhängen, ja.)

das schied würd ich dir fürs nächste jahr empfehlen oder für die ableger, als mobile beutenwand. bis dahin informierst du dich, wie man damit umgeht. z.b im thread "dadant-beute und -betriebsweise".

Die Gerätschaften, die man sich so zulegen kann zum imkern, machen nicht das imkern aus.

was für abstandregelung hast du: hoffmann oder pilzköpfe oder was anderes?
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 21. April 2016, 12:32

Ok, dann ist es doch komplizierter als ich dachte. Dann also eher ein Brett nehmen und die Silhouette eines Rähmchens ausschneiden, so dass es nachher richtig an der letzten Wabe dranhängt?

Meine aktuellen Rähmchen haben Hoffmannseiten. Hab ich so im Komplettset gekauft, Beute mit Boden, 3 Zargen, 30 fertigen Rähmchen, Königinnengitter, Futterzarge und Stülpdeckel.

Im Moment ist halt alles, was ich in der Theorie gelernt habe, ein wilder Wust im Kopf, der sich durch die drei magischen Buchstaben TUN hoffentlich bald zu einem sinnvollen Bild entwirren. Das WAS ist möglicherweise weniger das Problem als das WANN. Ich lese überall von Schwarmkontrolle, die jetzt stattfindet und habe ein bisschen Bammel, dass ich da was Entscheidendes übersehe und nachher ein Schwarm abgeht, der dann NATÜRLICH genau bei DEM Nachbarn hängt, der mich nicht leiden kann... Ich habe andererseits auch etwas Schiss, zu oft ins Volk zu glotzen und nachher dadurch Schaden anzurichten. Ob ich dieses Jahr schon Honig kriege ist mir erstmal zweitrangig, ich will meine Völker durchs Jahr und durch den WInter bringen, ohne dass dabei jemand ein Auge verliert... :auge:
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon HaroldBerlin » 21. April 2016, 15:37

AngoraAngy hat geschrieben:Ok, dann ist es doch komplizierter als ich dachte. Dann also eher ein Brett nehmen und die Silhouette eines Rähmchens ausschneiden, so dass es nachher richtig an der letzten Wabe dranhängt?


Ja! So sehen Schiede aus... Sie lassen im Gegensatz zu den Trennwänden in Dreier- oder Viererböden aber an den Seiten und unten Platz, so dass die Bienen schon drumherum in den "leeren" Teil der Beute gelangen.
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon waldimker » 21. April 2016, 17:53

ein "brett" ist ungeeignet, weil es sich verzieht. gut - wenn`s dick genug wär....
hartfaserplatte wird von meinen bienen zumindest geschreddert. mit dem erfolg dass die windel nicht mehr lesbar ist.

bisher am besten bewährt hat sich wasserfest verleimtes multiplex. stärke so 9 mm. ich hab 6,5 mm stärke. das verzieht sich ein bisschen. ich kann damit leben. wer platz in der kiste hat und dem das gewicht nix macht: mind. 9 mm.

es gäbe noch andere materialien, dass müsste aber jmd. sagen, der nicht so viel wert auf "natürliche" materialien legt (wobei multiplex schon seeeehr grenzwertig ist)

das schied wirkt wie eine bewegliche buetenwand, auf der andern seite brütet die königin nicht, selbst wenn man dort futterwaben zum ausschlecken hinhängt (was sehr praktisch ist). zudem ist auf der andern seite noch platz für flugbienen, die`s gern etwas kühler mögen (so sagt man zumindest). auf einem meiner eingestellten fotos sieht man das schied ganz gut, zumindest was es macht und wo es hängt.
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 21. April 2016, 19:23

Welche Materialien wären das? Ganz so stur öko bin ich ja nun nicht :lol:

Aber ich würde jetzt gern mal die Frage einwerfen, was mein zweites Volk heute getrieben hat...
Das Volk steht auf der Terrasse meiner Mutter und die hat mir heute mittag gegen 13:00 folgende Bilder geschickt:
Bild
Bild
Zig Bienen außen am Magazin, ziemlich in Aufruhr, aber weiterhin friedlich gegenüber den Nichtbienen auf der Terrasse. Die Mädels außen reckten das Hinterteil nach oben und fächelten wie verrückt. Es beteiligten sich auch Sammelbienen (erkennbar an den Pollenhöschen) an dem Treiben. Ich ging im ersten Schrecken von einem Schwarm aus (hab ja noch keinen live abgehen gesehen...) und rief den Imker an, von dem ich das Volk am Montag geholt habe. Er meinte, er hätte beim Umhängen keinerlei Schwarmzellen gesehen und ich sollte einfach mal reingucken. Was ich auch tat. Ich fand frische Stifte wie auch Brut aller Altersstufen vor. Die Kö spazierte mir auch durchs Blickfeld, nach meinem Dafürhalten fit und munter. Ich fand folgende Kreationen, die ich als Spielnäpfchen einordne. Liege ich da richtig?
Bild
War nix drin.
Beim Öffnen des Deckels war zu sehen, dass die (sonnenbeschienene) vordere rechte Seite komplett mit fächelnden Bienen besetzt war, links war weniger los.
Bild

Was hier am oberen Wabenrand zu sehen ist, habe ich als Drohnenzellen identififziert. Ist das korrekt?
Bild
Das Volk hat einen Baurahmen, der auch bereits gut ausgebaut ist und erste Brut enthält. Noch nicht verdeckelt. Freie Drohnen konnte ich noch nicht entdecken. Ich habe dem Volk am Dienstag einen zweiten BR mit MW untergesetzt. Heute habe ich eine Wabe vom Rand des Brutnestes nach unten (mittig) und eine MW nach oben auf Pos. 2 gehängt (Baurahmen an Pos. 9), in der Hoffnung dass sie den 2. BR besser annehmen. Beim 1. Volk hat das funktioniert, da haben sie ja dann schnell angefangen die MW rechts und links davon auszubauen.

Ist das eigentlich normal, dass fast fertige Puppen nicht verdeckelt sind? Oder werden die gerade verdeckelt? Oder sind die abgestorben und werden als nächstes ausgeräumt? Oder schlüpfen die gleich? Aber dann müssten sie doch dunkler sein und nicht so weiß? (Sorry, Noob...)
Bild

Bei der ganzen Aktion waren die Bienen sehr artig und kein bisschen aggressiv. Im Nachhinein haben wir dann gemutmaßt, dass es durch die Sonne auf der Ecke recht warm geworden war und man versuchte ein wenig Kühlung zu bringen. Aber eigentlich hätten dann deutlich mehr Bienen den Kasten verlassen, oder? Andere Möglichkeit wäre, dass das die ganzen nachrückenden Flugbienen waren, die in den letzten Tagen nicht ausfliegen konnten und nun geballt zur Orientierung aufbrachen.
Mein Imker hat von mir die Bilder bekommen, aber offenbar gerade keine große Zeit gehabt. Er gab mir nur noch den Rat, das Flugloch komplett zu öffnen, das bisher noch eingeschränkt war. Schwarm war es jedenfalls nicht und nach meinem Dafürhalten ist auch erstmal keiner unterwegs.
War doch recht aufregend für nen Anfänger und erst recht für meine Mum, die einen fürchterlichen Schrecken bekommen hat... :o Und jetzt möchte ich wissen was die Mädels da geritten hat... L)
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon Waldi » 21. April 2016, 19:32

Hallo,
Hab mal eine Idee,damit meine Bienen den Kälteeinbruch gut überstehen habe ich vor die Fluglöcher einengen und die Gitterboden mit Schieber verschliesen.
Damit senke ich bestimmt den Futter bedarf, und die Bienchen kriegen keine Kalte Füsse. 8))
Was sagen die Experten darüber?
Es Grüßt

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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon waldimker » 21. April 2016, 19:41

keine ahnung, bei mir ist das immer so. außer bei einer handvoll, da hab ich noch keine passenden schieber...
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 21. April 2016, 20:01

Waldi hat geschrieben:Hallo,
Hab mal eine Idee,damit meine Bienen den Kälteeinbruch gut überstehen habe ich vor die Fluglöcher einengen und die Gitterboden mit Schieber verschliesen.
Damit senke ich bestimmt den Futter bedarf, und die Bienchen kriegen keine Kalte Füsse. 8))
Was sagen die Experten darüber?
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 21. April 2016, 20:05

Ist das hier immer so dass Threads gesprengt werden oder liegt das an mir? :no:
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 21. April 2016, 20:09

[quote="AngoraAngy"][/quote]
So wie das aussieht waren sie am Sterzeln. Popo hoch, Drüse raus, Duft aussondern. Stehen da wohl noch nicht lange, bzw. fliegen sich aktuell ein, oder?
Manche lassen sich tatsächlich auch mal gerne von der Sonne verwöhnen.

Die geöffnete/offene Drohnenbrut in einer Reihe könnte Röhrchenbrut sein. Die entsteht dann wenn sich die Larve einer Wachsmotte einmal drunter durch frisst. Dann drückt es die Brut nach oben, beult sich aus, die Pflegebienen erkennen dass da was nicht stimmt und räumen zumeist aus. Am Verdeckeln sind sie wohl eher nicht, dafür ist der Rand zu scharfkantig ausgebissen. Wäre auch komisch wenn die Kö diese Linie grad noch am Schluss gelegt hätte...
Rahmen kommt ja aber eh raus, dann kommt die Larve gleich mit raus ;-)
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 21. April 2016, 20:24

Ja, das Volk steht da seit Montag, wie gesagt. schon klar dass sie sich einfliegen müssen, aber solch einen Pulk hats vorher und auch beim anderen Volk nicht gegeben. Wobei das erste Volk auch nicht ganz so stark war.

Drohnenbrut war das eigentlich nicht, was da so rausguckt. Der Baurahmen ist komplett mit neuem Wabenwerk ausgebaut und wie gesagt noch nicht verdeckelt.
Bild
Macht die Wachsmotte solche Bohrlöcher ins Holz des Oberträgers?
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 21. April 2016, 20:53

Jap, die frisst sich auch ins Holz.

Stimmt, hab die Bilder durcheinander gebracht. Ist Arbeiterinnenbrut. Vermutung bleibt aber die selbe.
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 21. April 2016, 21:01

Scheiße. Was mach ich da jetzt?
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon Immenfreund » 22. April 2016, 06:44

AngoraAngy hat geschrieben:Scheiße. Was mach ich da jetzt?


Machen wollen ist mit so wenig Erfahrung schon mal kein guter Ansatz; Beobachten und lernen ist angesagt. und cool bleiben :)
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon beeo » 22. April 2016, 08:17

AngoraAngy hat geschrieben:Scheiße. Was mach ich da jetzt?

Stark vereinfacht könnte man sagen, Raum den die Bienen nicht brauchen nehmen die Wachsmotten in Beschlag. Es heißt, dass das grundsätzlich mal eine symbiontische Beziehung war. Im Wildvolk wurden den Wachsmotten alte ausgediente Waben überlassen, danach konnten die Bienen neu bauen.
Grundsätzlich ist es also kein ernsthaftes Problem, sie sind halt da und wirken nicht besonders appetitlich. Ärgerlich ist nur, dass du vielleicht Waben vermutest, wo nach ein paar Wochen keine mehr sind...
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Re: Wie schnell "müssen" Bienen den 2. BR ausbauen?

Beitragvon AngoraAngy » 22. April 2016, 08:37

Ok, dann kann ich also den Puls wieder runterfahren? :lol: Die mitgebrachten Waben dieses Volkes werden ja eh nach und nach in den Schmelzer wandern, die sind schon ziemlich dunkel. Dann fange ich also mit der mottenzerfressenen an, sobald die Bienen neue Waben ausgebaut haben. Kann ich das Rähmchen weiter verwenden wenn ich es auskoche oder so?
Mein anderes Volk hat gar keine Motten drin. Kann das am Aufstellort liegen? Das erste Volk stand frei draußen, das zweite stand in einem Bienenhaus/-wagen.
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
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