Beuten selbst bauen

und weniger einfache Beuten

Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 19. Dezember 2015, 08:34

Hallo beernd,

die Weymouthkiefer ist wirklich das Beste zum Verarbeiten für Beuten. Gar kein Vergleich mit Fichte.
Hab diese Woche eine Lieferung sägenass bekommen und ich freu mich jeden Tag im Vorbeifahren dran. Für den kommenden oder auch den nächsten Winter.

Der Kostenfaktor ist nicht zu vernachlässigen: Ich hab nun für ca. 50 Zargen mit metallener Auflageschiene und 1 x Ölen vielleicht ca. 60 Stunden gebraucht. Das ist zwar ne Menge Zeit, aber das rechnet sich. Es ist zwar nix verdient, aber das Geld muss schon nicht verdient werden. Und die sind wirklich gut, die Dinger.
Ganz ganz grob zu den Kosten: 1 Glas Honig pro Zarge an realer Währung (was es den Imker kostet?). Der Rest meine frei eingeteilte Zeit. Unbezahlbar eigentlich. :D
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon beeo » 19. Dezember 2015, 10:14

Holz nimmt nicht auf einer Seite mehr Feuchtigkeit auf als auf der anderen. Es stellt stets einen Ausgleich her, wie fast alles andere das homogen ist.
Wenn du feuchtes Fichtenleimholz in nem Baumarkt kriegst packst das wieder hin und haust es ihnen an den Kopf. Ist aber fast ausgeschlossen, da maschinell getrocknet.

D4 Leim ist gleich D3 Leim plus zusätzlich die Fähigkeit direkt ablaufendes Wasser auszuhalten. Einwirkende Luftfeuchtigkeit oder auch mal n Spritzer Wasser dürfen funktionierendem D3 Leim nichts anhaben.

@Jean, hab ich das richtig verstanden, du machst die 227mm Seitenteile höher?
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 19. Dezember 2015, 10:22

Ich find das sinnvoll, den Beespace zu erhöhen. Hat mich bei der Hohenheimer Einfachbeute am Meisten gestört. Deine sind übrigens 229 mm, beeo...
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon jean » 19. Dezember 2015, 10:47

@ beeo

Hast du schon einmal einen gesägten Holzklotz gesehen - der reisst, weil er unterschiedlich stark trocknet (außen und an den Oberflächen schneller als innen)
Holz sorgt sicherlich für Ausgleich - aber das dauert: Wenn im Inneren die Bienen in den Beuten für Feuchtigkeit sorgen und du unbehandelte Zargen hast kannst du ganz deutlich sehen, dass die Bretter innen stärker quellen als außen wo normale Luftfeuchtigkeit ist. Die Schnittkanten der Bretter, wo die Zargen aufeinander stehen werden dann richtig schräg. Übrigens trocknet Holz in Faserrichtung schneller als quer dazu weshalb auch offene Stirnflächen Wasser besonders gut aufnehmen aber auch besonders gut abtrocknen (Risse). Das fällt im Sommer besonders ins Gewicht, da dann extreme Feuchtigkeitsunterschiede herrschen. Deshalb auch mein Anstreichverfahren!

Ja meine Zargen sind 229 (230)mm hoch (Zander!!) - also nicht nur die Seitenwände. Halt um die umfaßten Absperrgitter (ca. 5mm dick) unterbringen zu können. Das brauchst du aber nur, wenn deine Absperrgitter dicker als 3mm sind und du Rutschleisten unter den Zargen anbringen willst.
Nachteile wegen des Beespace habe ich bisher nicht wahrgenommen - Zwischenbaus auch nicht mehr / weniger als sonst. Ohnehin quellen ja auch die Rähmchen noch etwas und durch Wachs und Propolis liegen sie ohnehin etwas höher als in der Theorie. Gegen Zwischenbau im Frühjahr hilft ein sehr früher Einsatz des Baurahmens. Ich hatte den mal bei zwei Völkern vergessen rauszunehmen. Im Frühjahr waren das dann die, wo so gut wie kein Zwischenbau war dafür schon ende April ein schnittreifer Drohnenrahmen ( aber das führt vom Thema weg ;) )
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 19. Dezember 2015, 11:30

Ich hab durchgängig einen Beespace von 9 mm. Find ich besser.
Im Brutraum hab ich sogar 12 mm Platz gelassen, das ca. 3 mm starke ASG minimiert das dann zu 9 mm... (theoretisch!)
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon beeo » 19. Dezember 2015, 19:35

Sorry Waldi...: https://www.uni-hohenheim.de/fileadmin/ ... hbeute.pdf

Die 227mm haben schon ihren Sinn, egal ob ASG oder nicht. Vielleicht kommt teilweise daher auch Jean's Problem mit dem Annehmen des HR über ASG. Und falls Pia Aumeier nicht weiß dass die Zargen falsch gebaut sind ist das vll. auch die Erklärung dafür, dass sie es nicht nachvollziehen kann. Nach meiner Erfahrung sind gerade unmodifizierte Rähmchen plus zuviel Beespace (und damit kein Beespace) zwischen den Zargen sehr ungünstig.

Der Klotz ist nicht innen nass und außen trocken. Denn die Feuchtigkeit innen wartet nicht bis die äußere ruft sie soll nachkommen.
Und er reißt weil er getrocknet wird.

Aber bevor wir uns jetzt überlegen ob wir von einem 1 Kubikmeter Klotz sprechen oder von einem 2 Kubikmeter Klotz, lassen wir doch die unbrauchbaren Vergleiche und bleiben bei dem was wir haben: Eine Zarge mit einer Stärke von plusminus 20mm.
Und bei den wundersamen Sachen die deine Zargen angabegemäß machen solltest du ganz dringend Holz bei einem Schreiner deines Vertrauens kaufen, da du die absolut mehr als minderwertige Qualität nicht bemerkt hast.
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 19. Dezember 2015, 20:51

Hey beeo,

so dachte ich mir das auch schon mit der Holzqualität von jean.

Wg. den 9 mm beespace:
Ist bei Dadant, Langstroth usf. weltweit z.b. Standard. Ich persönlich bzw. meine Bienen kommen damit besser klar.
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon jean » 19. Dezember 2015, 20:55

@ beeo
Ich habe auch Zargen mit Hohenheimer Beespace. Da tut sich nichts. Der theoretisch etwas größere Beespace (ist ja gerade am oberen Limit) macht da keine Probleme. Würde sich höchstens in vermehrtem Über / Zwischenbau äußern - habe ich aber auch noch nicht beobachtet.

Was das Holz angeht: Leg mal ein feuchtes Brett mit einer Seite auf eine Folie. Du wirst sehen, das das Brett nach einer Zeit auf der einen Seite immer noch feucht ist (oder sogar schimmelt) während die andere trocken erscheint. Was den Klotz angeht: Warum spaltet man Kaminholz wohl - damit es besser trocknet. Warum lagern die Schreiner keine Bäume sondern Bretter? Damit sie das Holz von allen Seiten (!) belüftet trocknen lassen können damit es gleichmäßig und mit möglichst wenig Rissen trocknet.
Noch ein Versuch: Nimm ein Stück Leimholz und mach es von einer Seite naß. Du wirst sehen, wie es rund wird. Nach deiner Auffassung kann das nicht passieren, weil die Feuchtigkeit ja durch das Holz fliegt (mit Lichtgeschwindigkeit).
Aus dem Leben: Es gibt/gab Holzgefäße für Flüssigkeiten z.B. Holzfässer (innen unbehandelt). Da müßte nach deiner Meinung ja alles im Nullkommanix raus sein.

Sicherlich liegt es an meiner Holzwahl, dass es bei mir etwas lebhafter bei den Beuten zugeht (Seit Einführung meiner Anstreichmethode auch nicht mehr so). Aber ich kann auch ein Brett beim Schreiner holen. Sobald es unbehandelt der feuchten Stockluft ausgesetz wird, wird auch das lebendig.

Ich sauge mir das was ich hier schreibe nicht aus den Fingern sondern habe es beobachtet und beobachte es weiterhin.

@ waldimker
Weymouthkiefer ist nicht vergleichbar aber die bekomme ich hier nicht zu vernünftigen Konditionen.
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 20. Dezember 2015, 18:44

@jean:

ich glaub, Du unterschätzt beeo`s Kenntnisse und Erfahrungen im Holzbereich. Ich hab schon ein bisschen mit ihm zusammen gewerkelt.
Immerhin geht er vermutlich auch von dem Fall aus, dass der Gitterboden offen ist. Das bedingt einen ziemlichen Angleich der Feuchte, wenn auch die Sonne schneller ist... (Dumm: Ich wollte heute die Feuchte einer unbehandelten Beute innen/außen messen und habs im Tun vergessen....die Bienen sind auf mich los und da wollte ich wohl einfach zumachen...)
auch ich denke, Deine Holzqualität ist nicht gut. Bei meinen ersten Beuten war das auch so. Viel zu feucht. Ähnliche Zustände wie bei Dir. Alles verrissen, zerrissen, Ränder schief und krumm. Aber sie stehen noch und es leben Bienen drin!
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon jean » 20. Dezember 2015, 19:11

Hallo Waldimker.

Glaube ich dir alles. Aber man kann Materialeigenschaften und physikalisches Verhalten halt nicht wegdiskutieren. Mein Ansatz war, ich schreibe hier meine Erfahrungen und helfe damit anderen Fehler vielleicht gar nicht zu machen bzw. gebe eine Entscheidungshilfe. Wenn mir dann jamand sagt, Holz verzieht sich nicht oder Holz ist immer gleich feucht egal ob innen feuchter als außen, dann will ich das hier nur richtigstellen.

Das Klima in der Beute unterscheidet sich in der Regel auf jeden Fall vom Klima außerhalb der Beute. Wer mir sagt da drin ist es nicht feucht, der soll jetzt mal reinschauen. Da sieht er die Tropfen an der Abdeckfolie hängen. Und genauso schlägt sich die Feuchtigkeit innen an den Zargen nieder und die Waben an den Wänden (sofern keine Bienen da sitzen) verschimmeln sogar. Könnte doch alles nicht sein, wenn das stimmt was da gesagt wird.
Wenn ich trockenes abgelagertes Holz verwende saugt sich das genauso mit Feuchtigkeit voll, wenn diese vohanden ist, wie anderes Holz. Die Holzart und Qualität, und da gebe ich die recht, hat allerdings Auswirkung darauf wie stark das Holz dann arbeitet.
Es kann mir allerdings niemand sagen, das Holz einem Feuchtigkeitstransport keinen Widerstand entgegensetzt. Ergo wirkt sich die Feuchtigkeit (auch bei nur 2cm) erst auf der Innenseite der Zarge aus, und es entsteht ein Feuchtigkeitsgefälle meist von innen nach außen je nach Witterung stärker oder schwächer. Entsprechend diesem Gefälle quellen die Holzfasern auch unterschiedlich stark. Bei mir macht sich das, ob der nicht so guten Holzqualität stärker bemerkbar zumindest ohne Anstrich. Vielleicht habt ihr so gutes Holz an den Zargen, dass ihr das schlicht bisher nicht beobachten konntet. Dann gratuliere ich euch.

Ich komme mit meinen Schlechtholzzargen gut zurecht und bin stolz darauf, trotz schlechten Materials brauchbare Zargen selbst gebaut zu haben.
Das war jetzt mein letzter Kommentar zu dem Thema sonst kommen wir noch dazu, dass die Erde wohl doch eine Scheibe ist ;)

Nichts für ungut aber vielleicht äußert sich ja noch ein Fachmann dazu. Dann glaubt man mir vielleicht.

mfg
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 20. Dezember 2015, 19:18

In meinen Gesprächen mit beeo und anderen haben wir all diese Fragen und Tatsachen die Du anbringst schon x-fach auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt. Du musst da was falsch verstanden haben. Niemand hat angenommen, Holz würde die Feuchte nicht annehmen.
Den Versuch wäre es aber auch wert, mal eine Wabe außen, im Schatten und Windstillen, neben eine Beute zu stellen (genauso überdacht natürlich) und zu schauen, ob die da nicht doch auch vielleicht schimmeln würde...?!
Da fällt mir ein: Es geht einfacher: Einfach Futterwaben in eine bienenleere Beute hängen. Ich hab sowas schon gemacht und war - vielleicht ein wenig schattig und feucht - über das Geschimmel beim Ausschmelzen wenig erfreut. Will sagen: Die Feuchte in der Kiste kommt nicht von den Bienen allein. Dass die Bienen Feuchte produzieren ist unbenommen!
Es gibt auch starke Standortunterschiede.
Heute war ich im Kraichgau. Eine liebliche Gegend voller Obstbäume und Weinberge, dazu Ackerbau und ein paar Wäldchen. Alles trocken - für meine Begriffe.
Kaum komme ich über Pforzheim hinaus wieder in den Schwarzwald: Nasse Straßen, feuchte Luft. Konnte man im Kraichgau ganztägig ohne Schaden das Auto offen stehen lassen, läuft hier das Wasser ganztätig an jeglicher Oberfläche runter: Fenster, Wände, tropft von den Dachüberständen u.dgl. mehr. Also - ohne Regen wohlgemerkt.
Entsprechend ist das mit der Luftfeuchte... ;)
(diese Luftfeuchte - so nervig sie manchmal im Spätherbst ist - hat mir immer gefehlt als ich "woanders" gewohnt habe. Ich hatte es nur nicht gewusst, was es war... :thumbsup: )

Du hast in all dem Recht was Du schreibst aber Du hast vermutlich schlechtes Holz erwischt und du hast das Einnuten unterlassen, sonst wäre das nicht so ausgegangen wie es bei dir ausgegangen ist. Auszusagen, dass das stumpfe Aufschrauben genügt und dann feststellen, dass man Bienen von außen sehen kann ohne die Zargen zu heben sollte nachdenklich stimmen. Es beißt sich sozusagen.
Frag doch mal einen Fachmann dazu.
Auch ein guter Ansatz wäre es, die Feuchte (relativ oder absolut?!) innen und außen zu beobachten. Und die resultierende Holzfeuchte innen und außen. Dann könnte man die entstehenden Spannungen - die es geben wird - quantifizieren.
Zuletzt geändert von waldimker am 20. Dezember 2015, 22:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 20. Dezember 2015, 20:02

Ich finde es gut, wenn in diesem Forum möglichst viel Wahres drinne steht - so mancher sucht danach. Und wenn dann nicht so doch zumindest "so wahr wie möglich".
Und weil`s mir im Nachhinein nochmal so richtig auf die Seier ging, jean:

Ich fragte zu beginn, weil ich Interesse an Erfahrungen habe. Als ich bemerkte, dass Du so manches falsch rückschließt, habe ich begonnen, nachzufragen und behutsam zu korrigieren, wo nötig. Nun tust Du aber so als meinten "andere", die Welt sei eine Scheibe, was sie ja nie war. Das ärgert mich.
Mal ein paar Sachen, nur die, die ich noch in Erinnerung habe, zum Nachlesen nehm ich mir ungern die Zeit, die Du falsch geschrieben hast, die korrigiert gehören, denn Deine Schreibe ist hier quasi verewigt und derjenige verdammt, der darauf stösst.

"dass Kiefer zu den stark arbeitenden Hölzern gehört"
totaler Quatsch.
ich glaub auch nicht, das Weymouthkiefer weniger arbeitet als normale Kiefer, ich meine eher das Gegenteil, Kiefer ist viel fester als W-K. Aber ich weiß es nicht definitiv.

"dass kein Leim das Arbeiten des Holzes aushalten könne"
"dass stumpfes Aufschrauben genügt"
dass Du aber keine fachmännische Holzverbindung angefertigt hast um überhaupt eine fachmännisch korrekte Leimung herstellen zu können, hast Du dabei übersehen. Kein Knopf der Welt könnte diese Hose halten, die Du da geschneidert hast! Und rückfolgerst aber grad so gut, das Einnuten sei unnötig (weil die Kiste ja noch nicht auseinandergefallen ist?).

"dass Sonnenblumenöl mit Bienenwachs die Lösung sei"
nach zwei Jahren Imkern hast Du diese Erfarhungen schon machen können? Wie lange hast Du das ausprobiert?
Bin mal gespannt, was das weiche Sonnenblumenöl (denn "Trocknen" wird es nie), dass sich im Innern der Bretter immer ncoh befindet, denn da baut es sich nicht "schnell" ab, mit den Kisten macht. Halt mich auf dem Laufenden.

@jean: nicht böse sein, aber ich wollte das nochmal richtig stellen. das mit der Scheibenerde hat mich geärgert.
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon imkerber » 21. Dezember 2015, 14:28

Hallo liebe Einfach-Imkerer,

ich gehe nun in meine 3. Bienensaison und, da meine zu Beginn gekauften Beuten langsam ausgefüllt sind, habe ich mir in den letzten Wochen selber einige Beuten gebaut. Dabei hat mir dieser Thread - neben Youtube-Videos - sehr geholfen. Vielen Dank für die hilfreichen Beiträge!

Hier wurde zwar schon so ziemlich alles geschrieben, aber noch nicht von jedem, darum gebe ich selber meinen Senf auch noch dazu. ;) Vielleicht kann der ein oder andere hier noch einen Mehrwert rausziehen...

Zuerst mal meine Motivation, die mich zum Eigenbau bewegt hat:
1. Geld sparen! Als Doktorand mit schmalem Gehalt kann einem die Lust am Imkern schnell vergehen, wenn man die ganzen Investitionen sieht. Da hilft nur, sich selbst möglichst viel zu basteln.
2. Spaß am Tischlern.
Dementsprechend war es nicht meine Absicht, eine Beute zu bauen, die höchste Qualität und Lebensdauer hat, sondern mit dem gegebenen Werkzeug (Tischkreissäge, Oberfräse und Akkuschrauber) und Baumaterial eine solide Beute zu bauen. Ich imkere übrigens mit der Einfachbeute in der Variante 12 R. DNM im Warmbau (Maße wie bei 10 R. ZA).
Ich habe Leimholz Fichte (Verleimung D3 - gibt es nicht in jedem Baumarkt!), wasserfesten Leim (auch D3...) und verzinkte Universalschrauben verwendet. Für den Gitterboden habe ich punktverschweißtes Edelstahldrahtgewebe benutzt. Wenn man googlet, stößt man auf den Tipp, Kellerschutzgewebe aus Alu zu nehmen, aber hier reißen sich die Bienen anscheinend die Beine aus. Meine Innendeckel habe ich mit Stroh isoliert. Die ganze Beute wurde von außen mit Leinöl-Firnis gestrichen.
Das Ergebnis sieht so aus:
749
Wie lange das Ganze überlebt, wird die Zeit zeigen. Ich werde berichten...
Vielleicht für den ein oder anderen auch noch interessant: Pro Beute hatte ich Materialkosten von ~40€ (Gemüllschublade und Blechhaube NICHT enthalten) und 8,5h Arbeit. So komme ich immerhin auf den Mindestlohn. :thumbsup: Die Materialkosten ließen sich aber noch wesentlich senken, wenn man keine Sperrholzplatten für den Deckel kaufen müsste. Also Augen aufhalten nach Schrankrückwänden im Sperrmüll etc...

Beste Grüße aus dem Tecklenburger Land und frohe Weihnachten!
Freundliche Grüße
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon Lukas » 22. Dezember 2015, 09:33

waldimker hat geschrieben:"dass kein Leim das Arbeiten des Holzes aushalten könne"
"dass stumpfes Aufschrauben genügt"
dass Du aber keine fachmännische Holzverbindung angefertigt hast um überhaupt eine fachmännisch korrekte Leimung herstellen zu können, hast Du dabei übersehen. Kein Knopf der Welt könnte diese Hose halten, die Du da geschneidert hast! Und rückfolgerst aber grad so gut, das Einnuten sei unnötig (weil die Kiste ja noch nicht auseinandergefallen ist?).


Das möchte ich noch ergänzen. Vermutlich bauen 99% der Selbstbauer ihre Beuten mit verschraubten Stossverbindungen (Stirn- auf Längsholz). Das funktioniert, hat aber den Nachteil, dass jede Belastung direkt auf die Schraubverbindung geht. Sobald durch das Verziehen des Holzes oder durch mechanische Beanspruchung irgendetwas locker wird, verbreitet sich das fast selbstständig. Man hebt etwas auf, eine Verbindung gibt etwas nach, was wiederum eine Belastung auf eine andere Verbindung mit Hebel ausübt und irgendwann wird das ganze wackelig. Setzt man beim Montieren zusätzlich zur Verschraubung etwas Leim ein, verbessert man das fundamental. Regenwasser, das in die Verbindung einzieht übt Druck aus was beim Abtrocknen dazu führt, dass die Schraubverbindung ihre Spannung verliert. Der Leim verhindert das ziemlich gut, indem die Verbindung in gewisser Weise versiegelt wird. Vor allem bei Konstruktionen mit vielen Einzelteilen (wie z.B. dem Boden) merkt man den Unterschied nach einem Jahr im Freien. Also auch ohne "fachmännische Holzverbindung" halte ich das Leimen für den einfachsten Weg, das Material ohne großen Aufwand ganz wesentlich zu verbessern.
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 22. Dezember 2015, 10:08

Prinzipiell ja.
Wenn das Holz aber so "schlecht" ist, dass es wirft wie doof, hält das der Leim nicht mehr. Ist was ich meine.
Eine stumpfe Leimung hat einfach nicht die nötige Fläche, sie wird durch das Einnuten erheblich vergrößert. Zudem KANN das Stirnbrett sich nicht mehr wölben (nicht sehr), weil die Nut es formtechnisch daran hindert. Das Seitenbrett hat weit mehr als doppelten Halt durch die vergrößerte Leimfläche und kann sich daher auch nicht so leicht verabschieden.
Zudem ist die Leimung in der Nut besser geschützt vor Wasser, was wiederum der Dauerhaltbarkeit einen Zugewinn gibt.
Und schließlich ist das Holz in der Nut besser geschützt, denn wenn das anwittert, hält der Leim auch nicht mehr.
Insofern: Diese Mehrarbeit halte ich für eine sehr lohnende.

Wer Zargen schnell bauen will und bei Bedarf einfach eine neue baut, kommt mit stumpfem Aufschrauben gut hin. Ich würde bei stumpfem "fügen" vielleicht noch nicht mal leimen... Ich orakel mal, die Zarge hält keine zwei Jahre länger durch diesen zusätzlichen Leim. da würd ich auf das Geschmier verzichten, auch wenn meine ersten Zargen genauso entstanden sind.

Allgemein:
Du hast ganz recht: Schrauben werden eher krumm oder reißen ab als dass sie eine größere Planke am Platz oder in Form halten könnten. Auch die "Lochleibung" - d.h. die Formänderung der Bohrungen bzw. Schraubenlöcher durch das Arbeiten des Holzes - spielt ja eine Rolle. Die Leimung verhindert dies in hohem Maße. Sind die Bohrungen erst mal ausgelottert, wird das immer schlimmer. Kennt man ja.
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon Lukas » 22. Dezember 2015, 12:14

waldimker hat geschrieben:Ich würde bei stumpfem "fügen" vielleicht noch nicht mal leimen... Ich orakel mal, die Zarge hält keine zwei Jahre länger durch diesen zusätzlichen Leim. da würd ich auf das Geschmier verzichten, auch wenn meine ersten Zargen genauso entstanden sind..


Das halte ich für schlecht gewählte Arbeitsersparnis. Eine geleimte und geschraubte stumpfe Verbindung hält sehr viel besser als eine nur geschraubte - "viel" im Verhältnis zum zusätzlichen Arbeitsaufwand. Eine Zarge besteht aus ein paar Euro Material und ein paar Minuten Arbeit - das Leimen entspricht einen Cent und ein paar Sekunden Arbeit. Selbst wenn die Zarge nur ein Jahr länger hält, hast du viel gewonnen - ich gehe davon aus, dass es wesentlich mehr ist. Nach der dritten Zarge ist es auch kein Geschmier mehr. Eine Luxusverbindung wie von dir beschrieben herzustellen, braucht einige zusätzliche Handgriffe und Maschineneinstellungen im besten Fall oder aufwändige und schwer zu wiederholende Kunststücke wenn man nur auf eine Kreissäge zurückgreifen kann. Dass das Ergebnis nicht vergleichbar ist, steht natürlich ausser Frage.
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 22. Dezember 2015, 12:57

mag sein, mit dem Leim und der stumpfen Verschraubung. Ich hab das bei meinen Böden NICHT gemacht, weil ich es an der Stelle für nicht sinnig hielt. Vielleicht hab ich geirrt. Seit neuestem bau ich die Böden ebenfalls mit Einnutung und Leimung. Die Opferholzfüßchen werden aber nur geschraubt, klar.

Auseinandergegangen ist mir auch ein stumpf geschraubter, ungeleimter Boden noch nicht, sind aber auch noch nicht lange im Einsatz. Und aus Lärche.

Dass der Aufwand für die Einnutung wesentlich höher ist, ist klar. Manchmal steh ich in der Werkstatt und schnauf darüber. Letztlich - über 20 Jahre mindeste Nutzungszeit - lohnt es sich für mich. Ich betrachte diese Ausführung mittlerweile nicht mehr als Luxus.
Das mindeste für mich wäre eine halbe Überplättung oder wie das heißt - wie bei LS-Zargen. Das ginge bei der Sax-Ausführung der Beute und wäre weniger Arbeit als das Einnuten. Wesentlich weniger.
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon jean » 22. Dezember 2015, 21:57

@ Waldimker

Das mit der Erde und der Scheibe war etwas daneben - sorry.

Was das Arbeiten von Holz angeht so kannst du recht haben. Ich bin von meinem relativ astreichen Kiefernholz ausgegangen und das arbeitet wegen der Inhomogenitäten sicherlich stärker. Mir hat allerdings ein Schreiner gesagt, das Weymouthkiefer für das nicht arbeiten bekannt ist. Das gebe ich hier mal so weiter.

Sicherlich ist stumpf verschrauben nicht optimal. Nach meiner 2-Jährigen Erfahrung und der Erfahrung vieler Imker aus dem Verein aber durchaus ausreichend. Da habe ich 10 Jahre alte Kisten nur geschraubt gesehen und die waren nicht mehr schön aber voll funktionstüchtig.

Es ist mir bekannt, dass die Klebefläche im Grunde nicht ausreicht und Stirnholz läßt sich so ohnehin nicht vernünftig kleben. Aber ich kann nicht nuten. Mir fehlt schlicht die Ausrüstung. Den Leim nehme ich aber trotzdem. Er gleicht auch etwas die Unebenheiten aus und bisher hält er auch ohne Nuten. Ich schraube allerdings auch die eine oder andre Schraube mehr hinein. Kisten auseinandergefallen sind mir noch nicht und wackelig ich auch noch keine geworden.

Was das Sonnenblumenöl in den Kiste angeht, so ist davon nach 2 Jahren nichts mehr feststellbar. Ist ja nur oberflächlich und zieht kaum ein. Wie gesagt nur Trägersubstanz für das Bienenwachs.

Ich bin mir sicher, dass das alles nicht optimal ist aber wenn's nichts mehr zu verbessern gibt fehlt ja auch der Reiz.

So. Jetzt allen ein schönes Weihnachtsfest, eine hoffentlich erfolgreiche Winterbehandlung (wie auch immer) und einen Guten Rutsch ..

mfg
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 23. Dezember 2015, 07:52

Hey jean,

meine Zanderkästen sind auch stumpf und geschraubt. (ich hab jetzt LS und DD) Die Leimung (vom Tischler, ich weiß nicht welche Qualität das war) hat nicht gehalten. Die Kästen sind nach 5 Jahren auch noch im Einsatz und werden auch weitere 5 Jahre halten.
Womöglich auch 10 oder max. 15, dann aber nicht in einer Wanderimkerei, sondern stationär.

Das was ich jetzt baue, möchte ICH nicht mehr ersetzen. Und mein zweijähriger hat ja vielleicht auch mal Lust an Papas Kisten, insofern... nehm ich mir die Zeit.
Die Fertigungsmöglichkeiten sind der begrenzende Faktor, ganz gewiss. Ich fertige die Nutungen mittlerweile auf meiner Tischkreissäge an, da die Splitterungen geringer ausfallen als bei den Fräsern an der großen Fräse.
Ich versenke das Sägeblatt und stelle den Schiebeschlitten entsprechend ein. So kann ich Brett für Brett drüberschieben, drehen, drüberschieben. Und habe ein verlässliches Maß und eine angemessene Arbeitsgeschwindigkeit.
Für die ganzen Nutungen und Fräsungen (Extra Griffmulde, Ausfräsungen für eine Rähmchentragleiste, Einnutung) hab ich bei 50 Zargen ca. 12 Stunden gebraucht. Also rund 15 min. pro Zarge. Davon entfallen ca. 5 oder auch 7 Minuten auf die Einnutung. Diese erspart mir einiges an anprobieren beim Zusammenbau (Maßhaltigkeit!) und vielleicht 5 oder 7 Jahre längere Nutzungszeit. Insofern ist das MEINE Rechnung, die für MICH stimmt. Ich hatte mir vor nicht allzulanger Zeit überlegt, Beuten möglichst einfach und schnell und kostengünstig zu bauen. Das hab ich ad acta gelegt, da mir die Zeit, die ich mit den Beuten dann im Einsatz verbringe, viel viel länger vorkommt als die in der Werkstatt. Und da nehm ich eben die doppelte Werkstattzeit (etwa) in Kauf. Und teurer sind sie nicht wirklich geworden, wenn man mal von den Rähmchentragleisten absieht (die ich z.T. aber auch aus Hartholz anfertige bzw. geschenkt bekommen habe).

Soviel zur Beutenbauphilosophie. Da muss ja jeder nach seinen Möglichkeiten, schlicht auch seiner Betriebsweise, entscheiden. Zu meinem Betrieb gehört eben eine einigermaßen eingerichtete Werkstatt, Tischler-Gene, die Zeit (uff, wenn`s nur so wahr wär wie`s sich`s einfach schreibt), diese zu nutzen und ein Sägewerk mit Portokasse um die Ecke. Zudem ein Schwiegervater in der Edelstahlbranche usf usf usf
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon beeo » 23. Dezember 2015, 17:12

Na, Küferei ist eine Kunst, die vieles berücksichtigt. Da muss man sich auch mit absolut und relativ beschäftigen. Also nicht noch weiter verzetteln, Jean ;-)
Du brauchst auch nichts richtigstellen, da dir das Fachwissen fehlt. Zum Beispiel auch warum und wohin sich Holz wann wirft. Was Äste ausmachen und was nicht. Usw.

Dass du hier deine Erfahrungen schilderst ist klasse :-)

Achtung: D3-Leim ist nicht wasserfest. Diese pauschale Aussage trifft eigentlich kein Hersteller, höchstens in der Werbung, aber bei den Produktbeschreibungen wird in der Regel auch darauf eingegangen, wie die Feuchtigkeit einwirkt, welchen Härter es braucht um eine andere Stufe zu erreichen etc.

Dass unsere Kisten früher oder später die Grätsche machen ist halt klar ;-) Umso eher sie kaputt gehen, desto früher kommen wir wieder zum Selbstbauspass ;-)
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 23. Dezember 2015, 17:21

Ich hab hier einen Leim im Kleingebinde - 1kg
Ponal "wasserfest" steht da drauf. D3. "Super 3" kleingeschrieben.
Im 5 kg - Gebinde steht "wasserfest" nicht mehr drauf. Da heißt er "Super 3". Es steht aber drauf, wie man aus dem D3 einen D4 machen kann und für was die jeweils gut sind. Mit dem entsprechenden Härter, der fast genauso viel kostet wie der Leim: "D4-Härter"
Hab ich heut das erste Mal gemacht... Versuche starten...Jahrzehnte später...
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon beeo » 23. Dezember 2015, 18:34

Ja, bei Ponal gibts (gabs zumindest) den mit der orangen Düse, das war der normale, und der mit der blauen Düse, der sollte wasserfest sein. Aber lass da mal Wasser drüber rieseln...

Mach mal noch Versuche mit PU und Epoxydharz ;-) Oder ich bring dir nen Knochenleim mit...
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon jean » 23. Dezember 2015, 18:36

@beo

Das setzt voraus, dass du das nötige Fachwissen hast um das beurteilen zu können. ;)
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon beeo » 23. Dezember 2015, 18:44

Exakt
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 23. Dezember 2015, 22:30

so
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 23. Dezember 2015, 22:31

@beeo:
Meinsch, ich hab da eimerweise Sch... gekauft?
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon beeo » 24. Dezember 2015, 13:54

Ne, das is ja ca. das gleiche wie mein Würth-Zeugs. Als fertiges Gebinde kenne ich keinen Weißleim der wasserfester ist. Die Härter sind bei guter Qualität tatsächlich alle sackteuer, kannst fast Honig draufschmieren ;-)
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 10. Januar 2016, 22:58

hier ein Bauplan für Dadant/Langstroth (oder DNM oder oder oder) in Hohenheimer Bauweise:

viewtopic.php?f=6&t=1932&p=23345#p23345
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon beeo » 1. April 2016, 23:16

Vielleicht für den einen oder anderen neu:
kippelnde Zargen kommen hauptsächlich von den längeren Seitenbrettern. Wenn man sich zumindest auf 10 oder besser mehr Zargen einstellt, hat man ne gewisse Chance diese in sich verzogenen Bretter spiegelverkehrt zu "matchen". Geschickt gebildete Paare können die Verwindungskräfte gegenseitig aufheben - oder zumindest zu einem großen Teil. Das Kippeln wird dadurch so weit heruntergesetzt, dass gerade bei der weichen Weimuth-Kiefer nur wenige Gewicht benötigt wird um sie plan zu drücken.

Wer wie ich in der heimischen Hobbywerkstatt eine Handoberfräse zur Tischfräse umgebaut hat, erspart diesem Teilchen viel Arbeit und sich selbst einiges an Zeit, wenn er die Nuten und Federn auf der Tischkreissäge vorschneidet. Nach meiner Bewertung werden die Fräsungen dann sogar sauberer, hängt vermutlich mit der geringeren Wärmeentwicklung zusammen, vor allem aber damit, dass wesentlich geringere Kräfte wirken und das saubere Führen des Werkstücks ungemein begünstigt wird.

Hier und da kann man lesen, dass ich versuche es dem KBK konstruktiv so schwer wie möglich zu machen. Deshalb nute ich nur soweit wie es benötigt wird.
Im einfachsten Fall geht das mit einer Markierung an der Führung, wer auf Nummer Sicher gehen will spannt einen Anschlag auf die Führung. Bei einer 5mm Nut reicht es gerademal einen Millimeter zuzugeben. Die Rundung drückt die eingeschobene Feder problemlos "in Form". Dadurch müssen die Bienen nur einen Millimeter verkitten, wenn man es nicht gleich selbst macht.
Auch hier gibt es natürlich wieder die "Meisterlösung", in dem man die Feder ebenfalls rund gestaltet, sodass sie absolut formschlüssig in die Nut läuft.

Großer Schwachpunkt aus meiner Sicht bleiben die Rutschleisten. Aktuell will ich nicht wirklich auf sie verzichten, aber zwischen Rutschleiste und Außenwand ist ein fieser Spalt. Ich mache die Leisten zumindest nur 3mm stark. Aber wirklich toll ist das natürlich auch nicht.
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Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon waldimker » 2. April 2016, 07:17

Ich hatte gedacht, das Nuten mit der Tischkreissäge ist deshalb "sauberer" im Schnitt, weil die Zahnform des Kreissägeblattes eine ganz andere ist (es muss eines mit hoher Zähnezahl sein).
Ich hab die letzten Zargen nun wieder mit der Tisch(!)fräse gemacht, nachdem das teure Fräserlein beim teuren Schleifen war. Es fetzt mehr als die Tischkreissäge, ich bin dann mit dem Exzenterschleifer kurz drüber, reicht völlig. immerhin EIN Arbeitsgang statt zwei auf der Tischkreissäge. Und die Nut wird sauberer und genauer als nur mit Tischkreissäge.
Freilich: Die Verlängerung der Nut bleibt dabei bestehen. Derweil mach ich mir da keinen Kopf wg. dem KBK. Vllt. blauäugig.

see ya!
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