Schwarmbehandlung mit Milchsäure

Schwarmbehandlung mit Milchsäure

Beitragvon Hotzenplotz » 10. Mai 2015, 09:07

Hallo, mir sind zwei Völker geschwärmt und ich konnte beide Schwärme einfangen. ich werde sie nun mit Milchsäure behandeln:

Meine beiden Fragen hierzu:

1. Kann ich mir dann die erste Varroa Behandlung mit Ameisensäure am ca. 15 Juli sparen - d.h. es ich behandele den Schwarm dann im Spätsommer (eigentliche zweite Behandlung) und Ende des Jahres mit Oxalsäure
2. Sollte der Schwarm noch Honig einbringen, kann ich diesen dann selbst bedenkenlos konsumieren? Aufgrund der Auflagen werde ich ihn nicht an andere weiter geben.

Danke und Grüße
:ugeek: ;)-
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Re: Schwarmbehandlung mit Milchsäure

Beitragvon Sauzahn » 10. Mai 2015, 09:40

Hallo!

Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass die MS so nachhaltig wirkt, dass Du in jedem Fall auf eine frühe AS-Behandlung verzichten kannst. Eine rechtzeitige Befallskontrolle verschafft Dir zu gegebener Zeit die Gewissheit - da würde ich nicht unterscheiden zwischen den Schwärmen und den übrigen Völkern.

Ich hätte keine Probleme, den Honig selbst zu verzehren. Lediglich zum Thema Verkehrsfähigkeit bin ich seit MAQS ein bisschen verwirrt und verweise schlicht auf die gute imkerliche Praxis, zwischen dem 1. Januar und dem Zeitpunkt der Honigentnahme keine Behandlungsmittel ins Bienenvolk einzubringen.

(Wobei ich mich zur Thematik "1. Januar" auch schon einmal anders geäußert habe und diese Meinung nach wie vor vertrete. Allerdings musste ich diese Grenze noch nie überschreiten...)

Gruß
Sauzahn
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Re: Schwarmbehandlung mit Milchsäure

Beitragvon waldimker » 10. Mai 2015, 10:45

Die Verkehrsfähigkeit ist das A und O.
An anderer Stelle erwähnte ich schon, dass wir im benachteiligten Honigland Deutschland auf Qualität achten müssen.
Da es bei den "bio"-Behandlungsmitteln Grenzwerte gibt und Wahrnehmungsschwellen, die Stoffe selbst aber in fast jeder Nahrung vorhanden sind, würde ich mich eher an die Grenzwerte (die ja unter den Wahrnehmungsschwellen liegen müssten) halten -in diesem Fall.
Spätestens seit der Zulassung dieser STrips auch während der Honigernte dürfte jedem klar sein, dass es weder Gesetz noch Verordnung gibt, die die anwendung unter dem Jahr untersagt. Die Industrie hatte da wohl Vorrang. Es gilt meines Erachtens das gute Gewissen und die Grenzwerte.

Das soll nicht heißen, dass der Honig von dem Schwarm nicht verkehrsfähig sein könnte. Bei richtiger Anwendung sollte er es sein. Auf jeden Fall nicht der Frühtrachthonig direkt während oder vor der Behandlung. Aber ein Sommer- oder Spättrachthonig sollte frei von Rückständen sein.
In jedem Falle würde ich dazu vor inverkehrbringung Untersuchungen anstellen. Und bevor diese nicht gemacht sind - den Honig selbst essen oder im Bekanntenkreis unterbringen.

Die Varroadiagnose würde ich Dir auf jeden FAll empfehlen! Blind nicht-Behandeln kann in die Hose gehen!
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Re: Schwarmbehandlung mit Milchsäure

Beitragvon Hotzenplotz » 10. Mai 2015, 12:15

:D Danke für die Antworten:

Also: Behandeln der Schwärme mit MS
Wenn Honig geerntet werden kann, dann selber essen,
Varroa-Diagnose vor der ersten eventuellen AS Behandlung.

Grüße
:ugeek: ;)-
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Re: Schwarmbehandlung mit Milchsäure

Beitragvon fix » 14. Mai 2015, 11:25

Hat dieses Jahr schon jemand Schwärme behandelt oder Ableger im brutfreien Zustand? Wenn ja, wieviele Milben sind abgefallen?

Ich kann nämlich dieses Jahr so gut wie keinen natürlichen Abfall entdecken bei den Wirtschaftsvölkern. Das deutet auf ein milbenarmes Jahr hin?
Viele Grüße Max
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Re: Schwarmbehandlung mit Milchsäure

Beitragvon Karlheinz » 14. Mai 2015, 12:36

Ich habe bei meinen Völkern auch noch keinen nat. Milbenfall. Aaaaber: beim Drohnenbrutschneiden habe ich in der verdeckelten Brut schon reichlich Milben entdeckt.
Gruß
Karlheinz
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