Bienen stören!

Bienen stören!

Beitragvon Immenfreund » 12. April 2014, 13:22

Das kam am 4. April, also nicht als Aprilscherz zu verstehen:

Betr: Ihre Bienenvölker verursachen Probleme in den (Ortsbeschreibung entfernt)

Sehr geehrter Herr ...,

mit dem Vorzug, direkt am Wald zu wohnen, um jeder Art von Belästigung aus dem Weg zu
gehen, haben wir uns hier mit unseren Familien niedergelassen.

Die Erweiterungen Ihrer Bienenvölker hat für eine erhebliche Beeinträchtigung unserer
Wohnqualität gesorgt, die wir in diesem Maße so nicht mehr bereit sind zu tolerieren.


Was sich für uns zunächst wie ein Hobby - Nutzung von drei bis fünf Bienenvölkern - darstellte,
ist nun zu einem gewerblichen Betrieb mit über zwanzig Bienenstöcken erweitert worden, deren
Ausmaß wir nicht mehr bereit sind zu akzeptieren.
Wir wohnen hier in einem reinen Wohn- und nicht Mischgebiet. Es ist nicht einzusehen, dass in
unmittelbarer Nähe der Terrassenhäuser ( 73m - 95m ) eine derart massive Nutzung
vorgenommen wird, die einen gewerblichen Charakter hat.

Maßstab für die Frage der wesentlichen Beeinträchtigung der Grundstücke ist die Tatsache, dass
das Wohnen an Annehmlichkeiten verloren hat und der Grundstückswert dadurch gemindert
Was sind die besonderen Auffälligkeiten, die durch den Kot Ihrer Bienenvölker verursacht werden:

    die Dachterrassen können nicht mehr uneingeschränkt genutzt werden, auch - wie in der
    Vergangenheit bereits geschehen - durch aggressive Bienen gegenüber den Bewohnern
    Kleidungsstücke oder Wäsche kann nicht mehr zum Lüften oder Trocknen ausgelegt
    werden
    die Steinplatten müssen in kurzen Zeitabschnitten ständig gereinigt werden
    die Fensterscheiben und Fensterbänke sind permanent verschmutzt, ebenso die
    geparkten Autos
    die Markisen, Gartenmöbel und Auflagen sind durch Kotflecken verschmutzt und können
    nur teilweise gereinigt werden
    die Photovoltaikanlage muss ebenso gereinigt werden

Wenn man, wie jetzt schon geschehen, mit Gästen auf der Terrasse sitzt kann man davon
ausgehen dass die Kleidung mit diesen gelblichen Kotflecken verschmutzt wird
Das ist nicht nur peinlich, sondern in besonderem Maße unappetitlich.

Offensichtlich halten sich die Bienen nicht an die in der Literatur angegebenen Flugzeiten im
Frühjahr, denn die Belästigungen erstrecken sich nahezu auf die Monate von März bis Oktober
Solange die Bienenhaltung bei einigen wenigen Stöcken bleibt, hätten wir sicherlich dieses
Hobby auch toleriert, denn wir wissen um die Notwendigkeit der Bienen und essen auch gerne
Honig.

Um die Lebens- und Wohnqualität unserer Häuserreihen zu erhalten und das nachbarschaftliche
Verhältnis, das von einer gegenseitigen Rücksichtnahme geprägt sein sollte, nicht weiter zu
belasten, möchten wir Sie bitten, die geschilderte Problematik ernst zu nehmen.

Aus diesem Grund fordern wir Sie höflich auf, die bestehende Nutzung Ihrer Bienenvölker auf
ein Mindestmaß zu reduzieren, so dass man weiterhin von einer Hobbynutzung sprechen kann
Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie unserem Anliegen -zeitnah bis zu den Sommerferien-
Rechnung tragen könnten.

Wir wollen zunächst keine weiteren juristischen Überprüfungen anstreben, wenn Sie unserem
Wunsch zustimmen. Auch sind wir gern zu einem aufklärenden und hilfreichen Gespräch bereit
wenn es einer Veränderung der Sachlage dient.

Anbei erhalten Sie eine Unterschriftenliste der besonders betroffenen Nachbarn.

zur Kenntnisnahme an
    Ortsvorsteherin Frau Brand Bittenfeld
    Landratsamt Waiblingen
    Baurechtsamt der Stadt Waiblingen

Die Unterzeichneten sind von diesem Schreiben in Kenntnis gesetzt und unterstützen
den Antrag von (Namen entfernt)
(7 Nachbarn und der Schreiber haben unterschrieben)
Dateianhänge
Hinweis auf Flugverbotszone.jpg
Habe die Flugverbotszone meinen Arbeiterinnen bekannt gemacht, aber wenn sie sich nicht an die Literatur halten, sind sie evtl. Analphabeten
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Bienen stören!

Beitragvon HaroldBerlin » 12. April 2014, 15:07

Hallo Helmut,

schön, dass Du es wohl mit Humor nehmen kannst...

Ich habe in diesem Jahr bei meinen vier Stöcken auch festgestellt, dass es auf meinem eigenen Auto (rund 35 Meter weit und nicht in der Flugrichtung) zu Verschmutzungen kam, die im letzten Jahr noch kein Problem waren.
Ich hoffe, Du bist im Verein und hast damit rechtlichen Beistand, denn wenn man so hört, wie Gerichte zum Beispiel zum Thema krähende Hähne urteilen, dann kann man nur den Kopf schütteln.

Grüße Frank
Noch hier? Wir sind doch alle da: http://dreilichs.de/if/
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Michael » 12. April 2014, 21:02

erinnert mich an den Brief den ich letztes Jahr vom Ordnungsamt bekommen habe.... Was der Herr da aufgeführt hatte war echt :pillepalle:
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Buckfastfreund » 12. April 2014, 22:17

Hallo Immenfreund.
Meldung aus Heft 2/2008, Seite 8
Beitragspflicht zur Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft geändert

Der Rechtsbeirat des Deutschen Imkerbundes, RA K.-Werner Senger, unter- richtete den Vorstand und die Imkerfachzeitschriften mit folgendem Text über die Änderung des § 4 SGB VII betreffend Beitragspflicht zur Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft:

Inzwischen hat der Gesetzgeber im Rahmen des „Gesetz zur Modernisierung des Rechts der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSVMG)“, welches am 01.01.2008 in Kraft tritt, folgende Ergänzung zu § 4 Abs. 2 Nr. 2 beschlossen: „Ein Unternehmen der Imkerei gilt als nicht gewerbsmäßig betrieben, wenn nicht mehr als 25 Bienenvölker gehalten werden.“ Nach den „Informationen zum Gesetz zur Modernisierung des Rechts der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSVMG)“ vom 30.11.2007 (Bundesministerium für Arbeit und Soziales/Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) wird dazu folgendes ausgeführt,

Zitat:

„Warum wurde die Grenze für die Versicherungspflicht zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung als Imker bei 25 Bienenvölkern festgelegt?
Durch das LSVMG wird eine gesetzliche Definition für die Beurteilung des gewerbsmäßigen Betreibens einer Imkerei eingeführt. Dies dient der Verwaltungsvereinfachung und trägt einem Beschluss des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages Rechnung, nach dem Rechtssicherheit für die Grenzziehung zwischen gewerbsmäßig betriebenen Imkereien und Hobbyimkereien geschaffen werden soll. Außerdem wird dadurch eine bundesweit einheitliche Verfahrensweise sichergestellt, nach der zukünftig bei Imkereien mit mehr als 25 Bienenvölkern eine gewerbsmäßig betriebene Imkerei vorliegt. In diesen Fällen sind die Unternehmer sowie ihre im Unternehmen mitarbeitenden Ehegatten oder Lebenspartner und im Unternehmen nicht nur vorübergehend mitarbeitenden Familienangehörigen versicherungspflichtig in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung. Die Grenze von 25 Bienenvölkern wurde nicht willkürlich festgelegt. Zum einen ist ab dieser Größe bei der Menge des erzeugten Honigs davon auszugehen, dass diese nicht mehr nur für den Privatverbrauch bestimmt ist, also ein größerer Teil verkauft wird. Außerdem besteht in der Alterssicherung der Landwirte eine Versicherungspflicht für Imker ab einer Grenze von 100 Bienenvölkern. Da bei einer Rentengewährung ein Rückbehalt von 25 % der Versicherungspflichtgrenze zulässig ist, besteht auch für ehemalige hauptberufliche Imker im Rentenalter mit dem zulässigen Rückbehalt von 25 Bienenvölkern keine Versicherungspflicht in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung.
Welche Folgen hat diese neue Regelung zur Gewerbsmäßigkeit von Imkern für die im Unter-nehmen tätigen Menschen?
Da bei einem Unterschreiten der Grenze der Gewerbsmäßigkeit ab 1. Januar 2008 keine Versicherungspflicht in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung mehr eintritt, entfällt nicht nur die Beitragszahlung an die Berufsgenossenschaft, sondern auch der Versicherungsschutz für den Unternehmer, seinen Ehegatten und die im Unternehmen tätigen mitarbeitenden Familienangehörigen. Viele, auch kleinere Imkereien waren es aber bisher gewohnt, über die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft abgesichert zu sein. Damit sie nicht zwangsweise künftig von der Möglichkeit ausgeschlossen sind, sich für das Arbeitsunfallrisiko bei ihrer landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft zu versichern, besteht ab dem 1. Januar 2008 die Möglichkeit einer freiwilligen Versicherung. Den Imkern, die davon Gebrauch machen wollen, ist zu empfehlen, sich alsbald mit ihrer Berufsgenossenschaft in Verbindung zu setzen.
Wie sind Helfer in Imkereien künftig versichert?
Weitgehend ausgeschlossen vom Versicherungsschutz in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung sind bereits nach geltendem Recht Helfer in nicht gewerbsmäßig betriebenen Imkereien. Neben den Unternehmern stehen deren im Unternehmen mitarbeitende Ehegatten oder Lebenspartner sowie Verwandte oder Verschwägerte bis zum 2. Grad oder Pflegekinder nicht unter dem Versicherungsschutz der landwirtschaftlichen Unfallversicherung, wenn sie unentgeltlich für die Imkerei tätig werden.
Darüber hinaus wird durch das LSVMG der Versicherungsschutz für die Helfer weiter eingeschränkt. Auch in gewerbsmäßig betriebenen Imkereien stehen die vorübergehend unentgeltlich tätigen Familienangehörigen, die bereits aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind, künftig nicht mehr unter dem Versicherungsschutz.“

Ende des Zitats.

Damit ist nach langem Bemühen und einer wechselvollen Entwicklung der Streit mit der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft durch den Gesetzgeber entschieden, und es besteht für die Imker Rechtsklarheit, an der sich alle Beteiligten zu orientieren haben.
RA K.-Werner Senger
D.I.B.-Rechtsabteilung
Bismarckstraße 4
69469 Weinheim

Trotzdem solltest du über deinen Imkerlandesverband Rechtsschutz beantragen, was kein Problem darstellt wenn alle Völker angemeldet sind. Ansonsten solltest du dir einen zusätzlichen Standplatz suchen und deine Völkerzahl auf unter 25 reduzieren.

Gruß Buckfastfreund.
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Immenfreund » 13. April 2014, 05:18

Buckfastfreund hat geschrieben:
Trotzdem solltest du über deinen Imkerlandesverband Rechtsschutz beantragen, was kein Problem darstellt wenn alle Völker angemeldet sind. Ansonsten solltest du dir einen zusätzlichen Standplatz suchen und deine Völkerzahl auf unter 25 reduzieren.

Danke, Buckfastfreund.
Da ich insgesamt nur 22 Völker habe und gestern davon 6 auf einen anderen Stand gewandert habe, bin ich dann ja auf der sicheren Seite. 20 Völker sind gemeldet, da ich mit Winterverlusten gerechnet habe, der Seuchenbeauftrage meinte aber bei der Durchsicht, als ich dies erwähnte, das wäre im Rahmen.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Bienen stören!

Beitragvon Sauzahn » 13. April 2014, 07:54

Aha, dass das "ruhige Wohnen am Wald" generell eine höhere Insektendichte mit sich bringt ist den Solarpanelputzern aber wohl bewusst? Wie hieß es noch gleich: Alle wollen zurück zur Natur, aber keiner zu Fuß.

In meinem Kleingarten sitze ich höchstens 10 m von meinen Stöcken entfernt, meine Laube ist weiß gestrichen, aber eine erhöhte Reinigungsbedürftigkeit geschweige denn ein fortährendes Angeschissenwerden konnte ich in meinen fünf Imkerjahren nicht beobachten.
Als gutorganisierte Spießbürger haben die doch sicher ihr Leid fotographisch dokumentiert, vielleicht kannst Du davon auch mal exemplarisch etwas hier hochladen.

Gruß
Sauzahn
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Re: Bienen stören!

Beitragvon myggel » 13. April 2014, 08:04

Hast du deine Mädchen nicht anständig erzogen? Meine machen ihr Geschäft immer nur da wo keine Leintücher hängen, Autos stehen und Leute gerade ihren Kuchen essen. Schlimm schlimm das.
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Remijn » 13. April 2014, 20:03

Vielleicht ist da zu wenig Honig zu den Nachbarn geflossen !!!! ß) (Met)
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Immenfreund » 13. April 2014, 20:37

Remijn hat geschrieben:Vielleicht ist da zu wenig Honig zu den Nachbarn geflossen !!!! ß) (Met)


Ja, dachte auch schon daran einen Honig bei Aldi aus Nicht EU-Ländern für 1,79 € zu kaufen und dort als Entschädigung vorbeizubringen. Der wäre dann wenigstens für diese Leute belastungsfrei produziert worden.
Sind speziell, die Leute dort, das eigene Hemd ist am nächsten.
Die wollten schon den vorbeiführenden Feldweg (frei für Landw. Anlieger) sperren lassen. Ging dann aber doch nicht durch, aber sie haben eine Verordnung erwirkt, dass die Anwohner ihren offenen Kamin nur einmal pro Monat benutzen dürfen, damit die höher liegenden Terrassenhäuser nicht so vom Rauch belästigt werden.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Bienen stören!

Beitragvon myggel » 13. April 2014, 23:25

Echt jetzt? Das mit dem Kamin? :pillepalle:
Ui, es gibt Leute, die wollen wirklich nette Nachbarn um sich rum haben haben... mit aller Gewalt.
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Re: Bienen stören!

Beitragvon himbeertom » 14. April 2014, 10:37

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Re: Bienen stören!

Beitragvon Buckfastfreund » 14. April 2014, 15:07



Hallo himbeertom. was hat ein pöbelnder Abgeordneter der Grünen, der seine Berufsgenossenschafftsbeiträge nicht bezahlen will, mit dem oben geschilderten Problem der Bienenaufstellung zu tun ?

Gruß Buckfastfreund
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Claus » 14. April 2014, 19:26

Moin moin,

hast Du noch Platz im Garten,
würde Dich gern anwandern.
20+x Völker :lol:

Gruß aus OWL

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Re: Bienen stören!

Beitragvon beeo » 25. April 2014, 21:55

Meine Nachbarin hat schon nen allergischen Schock erlitten als sie meine leeren Beuten im Carport gesehen hat.
Bei meinem Vereinspaten summt ein Pflegevolk im Garten, die angrenzenden Nachbarn sitzen beim Mittagessen im Garten und die juckt das gar ned...
Wie ma halt dranlauft...
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
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Re: Bienen stören!

Beitragvon HaroldBerlin » 9. September 2014, 08:17

Aus einem anderen Thread, passt aber hier besser!

Immenfreund hat geschrieben:Spaß beiseite, das ist bestimmt nicht angenehm für dich (für die Nachbarn natürlich auch nicht)
bei mir wäre so was bestimmt das Aus für meinen Standort (s.viewtopic.php?f=16&t=1347&p=11659&hilit=bienen+st%C3%B6ren#p11659)


Hallo Immenfreund,
was ist denn bei Dir aus der Sache eigentlich geworden?!?
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Re: Bienen stören!

Beitragvon smurfy » 9. September 2014, 09:39

Bevor wir umgezogen sind hatten wir ähnliche Nachbarn.. Ableger am Balkon - über Wochen ist niemandem aufgefallen... kurz vor unserem Umzug haben wir den Nachbarn gesagt dass dann leider auch die Bienen weg kommen. AHH um Gottes Willen, ich bin doch allergisch, wie kannst du nur.
Naja.

Ganz anders nach dem Umzug:
Seit 20 Jahren ist unsere Apfelernte bescheiden, kaum bist du da sind die Bäume knüppeldicke voll (2 Wirtschaftsvölker und inzwischen 18 Ableger im Garten). Die Leute freuen und bedanken sich!
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Immenfreund » 9. September 2014, 10:49

HaroldBerlin hat geschrieben:Aus einem anderen Thread, passt aber hier besser!

Immenfreund hat geschrieben:Spaß beiseite, das ist bestimmt nicht angenehm für dich (für die Nachbarn natürlich auch nicht)
bei mir wäre so was bestimmt das Aus für meinen Standort (s.viewtopic.php?f=16&t=1347&p=11659&hilit=bienen+st%C3%B6ren#p11659)


Hallo Immenfreund,
was ist denn bei Dir aus der Sache eigentlich geworden?!?

wir (mein Imkerpate und ich) trafen uns mit 15 Anwohnern im Sitzungssaal des Rathauses; die Ortsvorsteherin hatte das angeleiert.
Jeder der 15 brachte einen Punkt der letzen 5 Jahre vor, der ihn störte wie Feldweg staubt, wenn ich vorbeifahre...
Einer rastete regelrecht aus, so dass die Ortsvorsteherin ihn hinweisen musste, dass es in ihrem Sitzungssaal sachlich und ruhig zuzugehen habe.
Bei dem Gespräch kam dann zwischen den Zeilen rüber, dass die schon wissen, dass rechtlich keine Handhabe gegen mich (respektive die Bienenhaltung) besteht. Sie versuchen es dann halt mit Peitsche (Mobbing) und Zuckerbrot (eine Frau bot an beim Abriss der Geschirrhütte zu helfen)
Habe dann folgendes Schreiben an den Wortführer geschickt:
...
...
71336 Waiblingen

Betr.: Bienenvölker reduzieren

2.9.2014
Sehr geehrter Herr ...,

anknüpfend auf unseren Austausch bei Frau ... teile ich ihnen mit, dass ich bedaure, dass Sie sich durch Bienenkot beeinträchtigt fühlen. Wie ich Ihren Meldungen entnehme, ist die Beeinträchtigung in den letzten 2 Jahren während des Ausbaues meiner Imkerei auf dem Löhlesbiegel für Sie unerträglich geworden und Sie wären auch bereit da zu investieren, wenn ich das zurückfahren würde.
Obwohl es schwierig werden wird einen ebenso guten Standort in 3 km Entfernung zu finden, erwäge ich mit Ihrer Unterstützung 6-8 Völker und 4-6 Ableger auf einem 2. Standort zu führen. Da Sie Möglichkeiten andeuteten als Immobilienmakler da etwas Passendes zu finden anbei einmal 2 mögliche Gebiete, in denen ein passender Standort sein könnte. Evtl. haben Sie auch Beziehungen ins Grundbuchamt um mögliche Verpächter ausfindig zu machen.

Hier wäre ein passender Standort; Frau ... konnte da leider kein Gemeindegrundstück anbieten.

[hier 2 Bilder aus google maps mit möglichem Standort]

Folgende Anforderungen bestehen an einen Bienenstandort:
• Entfernung 3 km zum Hauptstand
• Wasserquelle, nicht weiter entfernt als 400 m
• Südöstlich orientierte windgeschützte Hanglage
• Nähe zu Frühblüher (Weiden, Hasel, Erle, Krokus ......), Obstblüte, Raps, Löwenzahn
• Befestigte Zufahrt

Auf dem 2. Standort benötige ich dann eine Geschirrhütte, Unterbauten für die Beuten und etwas Reservematerial, da ich dies nicht jeweils vom anderen Stand holen kann und aus gleichem Grund einen 2. Satz Imkerausrüstung. Die Kosten dafür habe ich in einer Anlage aufgeführt.
Die Kosten könnten wir äquivalent einer Bienenpatenschaft (ich habe 6 Bienenpatenschaften, bei denen die „Stillen Teilhaber“ 200 € pro Bienenvolk investierten um 12 Jahre lang Honig als Dividende zu erhalten) als „Keine-Bienen-Patenschaft“ (Honig gibt es da aber keinen :-) zu je 233€ (im ersten Jahr und je 23€ in den Folgejahren) auf die 8 Unterzeichner aufteilen.
Ferner bräuchte ich Unterstützung beim Aufstellen der Geschirrhütte (3-4 Samstage à 4-6 Stunden) und beim Umzug der Beuten (4 x 1,5 Std.) Bitte diskutieren Sie das einmal, ob es Ihnen das wert ist.
Des Weiteren kann ich anbieten Sie bei entsprechender Wetterprognose und einem zu erwartenden Reinigungsflug auf das Einfahren der Markisen und das Verschieben des Waschtages per Handzettel hinzuweisen.
Den weiteren Vorwurf des Staubaufwirbelns bei der Fahrt auf dem staubigen Schotterweg habe ich zur Kenntnis genommen und werde bei trockener Straße langsamer fahren.

Mit freundlichem Gruß


Helmut Haßfurther

Kosten durch Reduzierung der Völker auf dem Löhlesbiegel und Teilung des Standortes:
Geschirrhütte 1100,00
Unterbauten 176,00
Imkerausrüstung 115,00
Reservematerial 370,00
Mehraufwand Rüstzeiten 40 Aktionen/Jahr 100,00
Fahrtkosten 40 Fahrten/Jahr 84,00
Gesammt 1861,00

denke mal, dass denen nun die Dimension ihrer Forderung klar wird.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Bienen stören!

Beitragvon waldimker » 9. September 2014, 13:13

haste schön gemacht!
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Karlheinz » 9. September 2014, 17:44

Ich bin fassungslos. Da regen sich die Leute doch tatsächlich auf, weil Bienen in der Nähe sind und ihre dämlichen Markisen verschmutzt werden und die Bienen in den Kaffee kacken könnten. :?
Die haben doch nicht alle Latten am Zaun...
Gruß
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Alfred » 11. September 2014, 01:46

Gesammt 1861,00


Hallo,

das ist zu billig !!!

Deine Gegner interessieren sich nicht für D e i n e Kosten.
Sie interessieren sich nur für den Schaden den sie durch deine Bienen zu erleiden glauben. Eine Suggestion.

15 Immobilien mal circa 400.000 Euro ergibt 6 Millionen,
Sie glauben, dass deine Bienen diesen Wert mindern. Oke - sagen wir mal um 5 % - also 300.000.

Beginnst Du zu verstehen ? Ich glaube schon.

Servus, Alfred
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Immenfreund » 11. September 2014, 06:27

Hallo Alfred,

interessanter Ansatz; einer sagte tatsächlich, dass er erst renoviert habe und jetzt nicht schon wieder umziehen könne.

Allerdings wäre diese Rechnung für den Fall richtig, falls die auf Schadensersatz klagen wollten. Mein Ansatz sieht die Mehrkosten für den Betrieb eines (aus meiner Sicht unnötigen) 2. Standortes.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Bienen stören!

Beitragvon noahnesha » 11. September 2014, 12:31

lächerlich ..... meine nachbarn wissen auch nicht das ich bienen habe ..... bin gespannt wies jetzt im herbst aussieht wenn sie den stand sehen hinter den sträuchern ........... aber ich glaub nicht so wie deine .....
sollten sich mal den stock aus dem A**** ziehn und anfangen zu denken ..... könnten auch andere bienen sein ... von einem anderen imker ....
wer will das nachvollziehen können .... und hallo ... man lebt ja am waldrand oder eben in der natur!!!!
dort fliegen insekten,blätter, ............ die ganze zeit runter ....nur das können sie nicht klagen !!

Wie gesagt ich find es lächerlich .... auch wenn streit unangenehm ist und oft mehr als anstrengend..........
würd ich dennoch auf deine rechte genauso pochen
kommt eher vor deine nachbarn sind i tuppferl reiter ..... wärens ned die bienen dann die schotterstrasse
und wär die nicht da wärs die musik oder das grillen in deinem garten

LÄCHERLICH .... drück dir mehr als ...die daumen auf das sie irgendwann - NACHDENKEN was sie da von sich geben

:pillepalle: :pillepalle: :pillepalle: :pillepalle: :pillepalle: :pillepalle: :pillepalle:
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Re: Bienen stören!

Beitragvon torbig » 11. September 2014, 13:20

Verrückt! Bei mir ist genau umgekehrt. Mich haben schon Nachbarn gefragt, ob ich nicht ein Volk in deren Gärten stellen könne. Sie würden gerne im eigenen Garten den Bienen beim Fliegen zusehen wollen.
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Immenfreund » 11. September 2014, 16:51

torbig hat geschrieben:Verrückt! Bei mir ist genau umgekehrt. Mich haben schon Nachbarn gefragt, ob ich nicht ein Volk in deren Gärten stellen könne. Sie würden gerne im eigenen Garten den Bienen beim Fliegen zusehen wollen.


solche Nachbarn habe ich auch am Wohnsitz, die haben sich, nachdem ich meine 2 Bienenstöcke wegen Klage einer anderen Nachbarin weggestellt habe, ein Wildbienenhotel auf die Terrasse gehängt. es gibt halt sodde ond sodde.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Bienen stören!

Beitragvon Immenfreund » 26. Oktober 2015, 18:09

leider muss ich das nochmals aktualisieren, da einer der "Gestörten" wohl einen Rechtsschutz oder zu viel Geld hat und nun vors Amtgericht ging auf "Beseitigung und Unterlassung hilfsweise Schadensersatz"

gemeint ist Unterlassung der Bienenhaltung in einem landwirtschaftlichen Gebiet zwischen 2 Ortschaften.
Schadensersatz meint: Hobbyimker zahlt 650 € jährlich an einen Reichen für Reinigung von Attika, Edelstahlgeländer, Fenster, Fenstersimsen und Lichtkuppel durch eine Fachfirma.

der Kläger ist ein "verständiger Durchschnittsmensch"; das schließe ich einzig aus diesem Passus:
verständiger Durchschnittsmensch.jpg


Wer hat tröstende Worte?
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Bienen stören!

Beitragvon Simon » 26. Oktober 2015, 18:39

Nach dem Verursacherprinzip findet der Spezialist von der Spezialfirma den Unterschied zwischen Vogelmist und Bienekot raus und beseitigt den Kot der Honigbiene und der andere Mist bleibt wo er ist?
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Hochleistungsbiene » 26. Oktober 2015, 19:23

Ohne dass das jetzt in unerlaubte Rechtsberatung ausartet...
...aber die Argumentation klingt für mich hart nach "habkeinerechtsgrundlageundversuchhaltmaldeneinzuschüchtern"...

Würde mir auch einen Anwalt gönnen!
Gibt das die Versicherung über den Verein oder die eigene Rechtsschutz nicht her?
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Immenfreund » 26. Oktober 2015, 19:30

Hochleistungsbiene hat geschrieben:Würde mir auch einen Anwalt gönnen!
Gibt das die Versicherung über den Verein oder die eigene Rechtsschutz nicht her?
´
Klar, habe einen Anwalt vom LVWI empfohlen bekommen, der hat auch schon 2 von 2 Fällen für seine Mandanten gewonnen.

Auf Simons Beitrag ein Nachtrag: die haben einen Sachverständigengutachten, das ...
Bienen des Beklagten.jpg
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Bienen stören!

Beitragvon beeo » 26. Oktober 2015, 19:45

Na das Gutachten macht sich ja lächerlich :-) Wie bitte soll denn der Nachweis erbracht werden welche Biene da hingeschissen hat??
Falls es tatsächlich zu einer öffentlichen Verhandlung kommt sagst bitte bescheid, dann können wir alle kommen und die Gegenseite auslachen.

Dein Anwalt kann ja das Gutachten mal einsehen...
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
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Re: Bienen stören!

Beitragvon Cabovelas » 26. Oktober 2015, 20:32

Vollkommen richtig. Mal abgesehen davon dass es unmöglich ist zu beweisen dass der Kot von GENAU DEINEN Bienen stammt, kann nicht einfach einer daherlaufen und sich kacke angucken und sagen JA DAS IS BIENENKACKE! Da müsste eine Laboruntersuchung vorliegen!!!
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