Boden bauen

und weniger einfache Beuten

Boden bauen

Beitragvon Miguel » 15. Februar 2013, 10:22

Hallo,

zur Vorbereitung auf die kommende Völkervermehrung möchte ich noch einige Böden bauen.
Ich bin jetzt etwas unsicher wie groß ich den Abstand Rähmchenunterkante - Varroagitter machen soll.
Bei meinen ersten Selbstbaubeuten habe ich nur einen Freiraum von ca. 10mm gelassen. Ist das zuwenig?

Grüße
MIguel
Miguel
 
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Re: Boden bauen

Beitragvon indi » 15. Februar 2013, 11:07

hallo,

rechts unten findest du "download bauplan einfachbeute"
alle naße, die du brauchst.

https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann" weisheit der Indianer
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Re: Boden bauen

Beitragvon knackbock » 15. Februar 2013, 15:19

indi hat geschrieben:hallo,

rechts unten findest du "download bauplan einfachbeute"
alle naße, die du brauchst.

https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/


Ich finde diesen Boden verhältnismässig aufwendig. Gibt es irgendwelche Erkenntnisse oder Praxiserfahrungen, die das rechtfertigen?

Oder anders gefragt: Was spricht gegen zwei |_| - förmige Lattenkonstrukte; aufeinander mit gegenläufiger Öffnung und Varroagitter dazwischen?

Gruß
kb
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Re: Boden bauen

Beitragvon mahagugu » 15. Februar 2013, 15:36

knackbock hat geschrieben:....

Oder anders gefragt: Was spricht gegen zwei |_| - förmige Lattenkonstrukte; aufeinander mit gegenläufiger Öffnung und Varroagitter dazwischen?
...


kann man ruhig so machen .... die Latten sollten mindestens 23 mm stark sein , dass man bequem die Windel drunterschieben kann...
Windel vorzugsweise aus festen Material was sich nicht verzieht und vorzugsweise weiß ....

unbehandelter Karton eher nicht , damit hab ich schlechte Erfahrungen gemacht ...

Metallgitter sind gut, weil die können Mäuse nicht durchbeißen ... was aus Plastik beißen dir so gar die Bienen durch
wenn sie Lust dazu haben
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Re: Boden bauen

Beitragvon imker » 15. Februar 2013, 16:11

Hallo,

auch aus meiner Sicht sollte eine Konstruktion aus zwei gegeneinander versetzten U-förmigen Dachlatten-Konstrukten die Möglichkeit bieten, unter dem Gitter eine Varroa-Schublade einzuschieben.

Wenn das konstruktiv berücksichtigt werden kann, ist eine einfache Bauweise sicherlich sehr praktisch. Dass kann man ja vielleicht mit einer Nut oder einem Falz im unteren Dachlatten-U machen.
Im oberen Dachlatten-U ggf eine Aussparung für die Rutsch-Sicherung der Zarge ausnehmen.

Die Höhe von 10 mm wäre mir aus praktischen Gründen zu wenig :
-- es ist nicht mehr möglich einen stabilen Fluglochkeil aus Holz zu bauen und zu verwenden
-- außerdem wäre mir zuwenig Material im Boden vorhanden. Der muss ja das ganze Gewicht der Beute tragen und daher eine gewisse Stabilität mitbringen.

Ob 10 mm den Bienen zu wenig ist vermag ich nicht zu sagen, vermute aber, dass die Bienis sich daraus kein Problem machen würden
Bei uns im Verein haben die ganz flachen Böden von Gitter zu Rahmen-Unterkante einen Abstand von 18 - 25 mm.
mit Grüßen von Arnold
imkert so mit 50 bis 60 Völkern in Hohenheimer Beuten, 250 m ü.NN
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Re: Boden bauen

Beitragvon Plonsi » 15. Februar 2013, 18:00

Im Buch von Dr. Liebig "Eingach Imkern" ist auch ein ähnlicher Bauplan für die Beute bzw Boden. Jedoch eine etwas vereinfachte Form. Ohne die aufwändigen Nut und Feder Verbindungen. Ich habe nach diesem Bauplan meine und zargen gebaut (mit Baumarktholz 18mm stark) und fande es weder aufwändig noch schwer ;)
Kann ich nur empfehlen. Zum Gitter kann ich nur sagen, ich habe lange gesucht nach was "Billigem" jedoch zu dem Schluss gekommen, dass ich mir billiges zeug nicht leisten kann dafür ist mir meine Arbeit und mein Geld zu schade.
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Re: Boden bauen

Beitragvon Simon » 15. Februar 2013, 18:11

Miguel hat geschrieben:Bei meinen ersten Selbstbaubeuten habe ich nur einen Freiraum von ca. 10mm gelassen. Ist das zuwenig?

Hallo Miguel,
ein niedriger Boden kann vorteilhaft sein, wenn man mit Wildbau unten zu kämpfen hat, manche Imker legen eine Bausperre ein, einen Unterbau kann es trotzdem geben. Frühzeitiges Erweitern reduziert Unterbau, Erweiterung des Brutraumes nach unten (einzargig überwinterte Völker) unterbindet dies vollständig. Da die Völker im Sommer gerne unten "durchhängen" quillt ein Teil der Bienen aus dem Flugloch, bei niedrigem Boden lagern mehr Bienen vor dem Flugloch. Bei starkem Totenfall im Winter kann der aufgehäufte Totenfall die Durchgängigkeit behindern.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Boden bauen

Beitragvon Miguel » 16. Februar 2013, 14:55

Danke für Eure Beiträge.

Da ich sowieso die bisher verwendeten Kunststoffgitter durch Edelstahl ersetzen möchte werde ich meine Böden sukzessive umbauen und dabei gleich den Abstand etwas vergrößern.
Für weitere Böden sehe ich diese beiden Konstruktionsvorschläge als gut gelungen an und werde mich irgendwie daran orientieren:
http://redaktion.dlv.de/redaktion/grafiken/8300/9_09-Spuergin-Einfachboden.pdf
http://www.imkerei-jeschke.de/Bauanleitung%20Boden%20Dadant%20modifiziert.pdf

Grüße
Miguel
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