Gitterboden befestigen

und weniger einfache Beuten

Gitterboden befestigen

Beitragvon waldimker » 17. März 2017, 20:47

Hallo Imker-Gemeinde,

bislang hab ich entweder mit verzinkten Tackerklammern oder mit Edelstahl-Tackerklammern die Edelstahl-Gitter unter die Böden geklammert. Nun sind alle Klammern aus.
Leider hab ich nicht wirklich belastbare Langzeittests. 7 Jahre ist einfach zu kurz. Gibt es sehr triftige Gründe, dass man Edelstahlklammern verwenden muss? Der Preisfaktor liegt bei 4!

für belastbare Hinweise dankbar,

der waldimker
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon BieneMoni » 17. März 2017, 23:07

Hallo waldimker,
ich habe meine Gitter mit einfachen Reißzwecken befestigt, alle 5 cm eine Reißzwecke mit dem Hammer eingeschlagen, jetzt gehts ins zweite Jahr. Langzeiterfahrungen habe ich noch nicht, aber bis jetzt siehts gut aus.
Viele Grüße, Moni
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon Katano » 18. März 2017, 08:10

kannst normale Klammern verwenden, die werden auch einige Zeit halten.
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon waldimker » 18. März 2017, 08:38

Ich hatte die letzten Jahre "normale" Klammern (d.i. verzinkt) verwendet. Klar, die halten noch. Aber halten die dann so lang wie das Holz des bodens? Schrauben im Innern werden recht schnell rostig, wegen den Säurebehandlungen. Andererseits sind ja viele Rähmchen mit Klammern getackert, die werden zwar auch rostig, scheinen aber zu halten. Wenn noch jemand mehr weiß....?
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon Karlheinz » 18. März 2017, 12:40

Hallo Waldimker,
ich habe normalerweise immer Edelstahlklammern verwendet. Die Dinger halten seit Jahren ohne Rostansatz, trotz Ameisensäure.
Bei einem Boden hatte ich dann normale Klammern verwendet, (die Edelstahlvariante war alle und ich wollte einfach nur fertigmachen). Diese Tackerklammern sind 3 Jahre alt, sehen erbärmlich rostig aus, werden aber wohl nochmal 3-4 Jahre halten. Vermutlich ist es egal, was Du verwendest, denn mancher Boden hält je nach Standort und Pflege auch nicht länger als 10 Jahre.
Wenn Du ein paar hundert Beuten bauen und mit jedem Cent rechnen willst, würde ich zu den Standardklammern raten.
Wenn Du auf Deine Böden achtest, sie nicht im Dreck stehen, dann würde ich persönlich Edelstahl bevorzugen. Mich stört schon der Rost von den Nägeln für die gedrahteten Rähmchen sehr.
Gruß
Karlheinz
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon waldimker » 18. März 2017, 14:06

Hallo Karlheinz u.a.,
Danke für die Hinweise.
In der Tat stehen bei mir etwas über 100 Böden an. Die sind diesmal allerdings nicht für mich.
Meine Böden stehen i.d.R. auf Paletten. Insofern sind es mehr die AS-Dämpfe, die den Klammern zu schaffen machen werden. Wobei man sagen muss: Herbst und Winter werden die Böden von unten feucht sein, da kann man die aufstellen wie man will.
Rost stört mich nicht, solange das Zeug hält. Man kann halt schlecht reingucken in sone Klammer.
Mit etwas Ungeduld hab ich mir nun einen eigenen Tacker (der vorher war geliehen) sowie verzinkte Klammern bestellt. Ich muss noch ca. 50 Bienenfluchten machen - "triangular beeescape" mit Fliegengitter sowie einige Rähmchen. Ich hab mich ganz offensichtlich beim Planen verzählt...
Und DIESER Tacker nun verschiesst auch 40 mm Schmalrückenklammern. Für die Rähmchen.
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon Karlheinz » 18. März 2017, 14:46

waldimker hat geschrieben:Hallo Karlheinz u.a.,
Danke für die Hinweise.
In der Tat stehen bei mir etwas über 100 Böden an. Die sind diesmal allerdings nicht für mich.
Meine Böden stehen i.d.R. auf Paletten. Insofern sind es mehr die AS-Dämpfe, die den Klammern zu schaffen machen werden. Wobei man sagen muss: Herbst und Winter werden die Böden von unten feucht sein, da kann man die aufstellen wie man will.
Rost stört mich nicht, solange das Zeug hält. Man kann halt schlecht reingucken in sone Klammer.
Mit etwas Ungeduld hab ich mir nun einen eigenen Tacker (der vorher war geliehen) sowie verzinkte Klammern bestellt. Ich muss noch ca. 50 Bienenfluchten machen - "triangular beeescape" mit Fliegengitter sowie einige Rähmchen. Ich hab mich ganz offensichtlich beim Planen verzählt...
Und DIESER Tacker nun verschiesst auch 40 mm Schmalrückenklammern. Für die Rähmchen.


Hallo Waldimker,
ein kleiner Tipp noch: Ich stelle meine Beuten nicht einfach auf Paletten. Damit hast Du eine sehr große Standfläche (Auflagefläche), die nie abtrocknen kann. Ich lege zwischen die Böden und Paletten vorne und hinten jeweils eine Holzleiste (20x10mm). Damit sitzt der Boden nicht mit ganzer Fläche auf den ewig nassen Paletten, sondern kann bis auf die minimale Auflagefläche an den Leisten, gut abtrocknen und durchlüften. Meistens vermodern ja die Böden lange vor den Zargen, aber so halten sie genau so lange.
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon keinimker » 19. März 2017, 21:26

solche Leisten haben unsere Urgroßväter schon verwendet! :o
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon waldimker » 20. März 2017, 07:49

Na, auf die Idee kommt man bald. ;)
Ich mache das bei meinen standortfesten Beuten so. Die andern - das wär mir zuviel Geschäfft. Zudem sind dort die ganzen Paletten von einer großen Blechplatte abgedeckt. Leider regnets halt trotzdem dran, aber im großen und ganzen muss ich sagen: es geht.
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon joagoe » 20. März 2017, 08:42

Hallo,

ich fertige aus Holz immer einen Rahmen an, der insgesamt 8mm kleiner ausfällt, als das Innenmaß des Bodens. Dann schneide ich das Edelstahlgewebe auf allen vier Seiten mit einem Übermaß von jeweils 10mm zu, lege es auf den Rahmen, biege es über die Kanten und tacker es mit ganz normalen Tackernadeln seitlich fest. Dann schiebe ich den fertigen Rahmen in den Boden und befestige diesen mit vier Edelstahlschrauben von außen. Fazit: Zwar etwas mehr Aufwand, dafür 100% dicht und hält ewig. Und sollte von unten mal etwas dagegen stoßen, gibt es nicht nach...

Grüße
Joachim
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon Hamamelishonig » 26. März 2017, 15:44

Also... Wer Thermodynamik studiert hat, hat eigentlich im Grundstudium mal was von Elektrochemie und Korression gelernt.
Was passiert, wenn man unterschiedliche Metalle zusammenbringt.... ? http://www.chempage.de/theorie/korrvmet.htm (8;)
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon waldimker » 26. März 2017, 20:17

Das stimmt. Aber so aus dem EffEff hab ich das nimmer drauf. Edelstahl und verzinktes Material beißen sich?
Nun, dass das bei einem eingepressten Lager eine Rolle spielen kann, versteh ich. V.a. wenn da 1500 PS drüberrollen bei 20000 U/min. Aber Klammern am Bienenkasten?!
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon Hamamelishonig » 26. März 2017, 22:05

Also wenn ich meine verzinkten Mäusegitter mit Edelstahl oder sonstigen Posternaegel oder Kammern fest mache, dann ist mir das sowas von egal, Hauptsache hebt und überlebt mich :rofl:

Bei sowas wuerde ich garnicht auf die Idee kommen, sowas in einem Bienenforum zur Diskussion zu stellen, stattdessen wahrscheinlich mal googlen, ob ich die passenden Klammern in V2A nicht zum halben Preis wie die verzinkten bekommen kann...

Klammern am Bienenkasten ein Thema für Bienenforum? Haben wir denn schon das Sommerloch?

Und meine schrauben von Berner in meinen Kästen rosten nicht :-) gscheite Qualitaet eben... Wenn Berner zu teuer ist, nimmt Würth, geht auch ...

Von wem kommt denn dieser Beitrag,.... oh sorry....
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon waldimker » 27. März 2017, 08:24

wie war das mit dem Karma?
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon Hamamelishonig » 27. März 2017, 19:19

Mir 3 Punkte abziehen, hast Recht!

Ich denk nur, wenn Du schreibst, dass die Böden nicht für Dich sind, dann ist das eine unpassende Einsparungsdiskussion für eine anschliessende Gewinnmaximierung. Und wie gesagt, Anbieter hochwertiger Beuten verwenden Schrauben, die eben nicht rosten. Wir hatten die Diskussion letztes Jahr, ob wir für einen Anfängerkurs Beuten eines Anbieters vom zweiten Arbeitsmarkt oder Qualitätsbeuten nehmen.... wie ist es ausgegangen.... klar, die Qualitätsbeuten wurden genommen. Gutes Holz, gute Schauben, saubere Profiverarbeitung, sauber Passform, zufriedene Kunden... die wiederkommen....

So, jetzt hab ich hoffentlich meine 3 Karmapunkte wieder....
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon waldimker » 27. März 2017, 20:25

ich hab noch keine käufliche beute gesehen, die es mit meinen (neuen) aufgenommen hätten. sowohl was robustheit als auch einfache bauweise angeht. OPTISCH mag es da mittlerweile Unterschiede geben, denn ich hoble nicht mehr. das ist mir aber sowas von schnuppe. zugegenermaßen gibt es da aber solche punkte wie rostende schrauben inwendig. das will ich vermeiden zukünftig. vermutlich spar ich die rähmchenauflageschiene ein.
und leider sind auch nicht alle meine beuten so. aber die neuesten chargen schon. es war halt ein prozess.
naja. bin jedenfalls froh, dass ich keine kaufen muss. ich würd mich scheußlich ärgern allenthalben.

wenn es um die frage von materiealien geht, geht es auch nicht in erster linie um gewinnoptimierung. der kunde zahlt, was verbaut wird, es handelt sich hier um absolut maßgeschneidertes Kastenmaterial. sondern es geht um die frage: was ist GUT GENUG? Würden sich diese Frage Ingenieure nicht stellen, würde kein Flugzeug abheben (wenigstens nicht mit Nutzlast...), kein Auto (in jetzigem Sinne) bezahlbar sein und und und...

wobei ich zugeben muss: ich hab noch nicht alle arten von kommerziellen beuten gesehen.
Zuletzt geändert von waldimker am 28. März 2017, 07:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon Tobi » 27. März 2017, 21:43

Eben!
So gut wie nötig; so günstig wie möglich!
Ob das bei Deinen Beuten in Wohnzimmermöbelqualität so passt...? ;)
"Zu viele Arschlöcher, zu wenig Kugeln." Clint Eastwood
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon andreasE » 27. März 2017, 23:01

Hallo Waldimker,

für den Gitterboden würde ich Edelstahlklammern tackern, da gibt es keine chemischen Reaktionen, da das Gitter entweder aus Kunststoff oder ebenfalls aus Edelstahl ist... das wird dir der 1.4301, 1.4571 oder wie der heißt bestätigen können...

Gruß
Andreas
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon waldimker » 28. März 2017, 07:52

@Tobi: meinste mich? So hab ich nur gebaut, weil ich noch keine besseren Ideen hatte. Ich verarbeite mittlerweile ungehobelte Ware. Brettbreiten bis ca. 350 mm am Stück bislang. Das spart Arbeit und ... mir gefällts.
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon waldimker » 28. März 2017, 08:09

Hab mal ein bisserl gegoogelt wg. der Kontakttkorrosion. Tatsächlich gibt es eine Reaktion zw. verzinktem STahl und Edelstahl. In aller Regel scheint man das konstruktiv im Griff zu haben. Leider ist es wohl besser, das kleinflächige Verbindungselement (Klammer) wäre Edelstahl, das Gitter verzinkt... D.h. sogar direkt bei Meerwasserkontakt werden Edelstahlschrauben zur Befestigung von verzinkten Metallträgern verwendet.
Nur andersrum wär`s ein Problem.

Dennoch hätte ich da wenig Bauchweh, gäbe es da nicht diese Ameisensäurebehandlungen...
Mal weiter gucken.

Ich hätte gedacht, Edelstahl wäre recht "neutral". Hab mich wohl getäuscht. Mir waren in Erinnerung, dass v.a. Kombinationen wie Alu/Stähle oder so Zeug wie Titan/Stähle sehr kritisch sind.

Vor Kurzem einen Edelstahllöffel gefunden. Im 3-jährigen MIst-Kompost. Tadelloser Zustand.
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon 14301 » 28. März 2017, 08:53

waldimker hat geschrieben:Hab mal ein bisserl gegoogelt wg. der Kontakttkorrosion. Tatsächlich gibt es eine Reaktion zw. verzinktem STahl und Edelstahl. In aller Regel scheint man das konstruktiv im Griff zu haben. Leider ist es wohl besser, das kleinflächige Verbindungselement (Klammer) wäre Edelstahl, das Gitter verzinkt... D.h. sogar direkt bei Meerwasserkontakt werden Edelstahlschrauben zur Befestigung von verzinkten Metallträgern verwendet.
Nur andersrum wär`s ein Problem.

Dennoch hätte ich da wenig Bauchweh, gäbe es da nicht diese Ameisensäurebehandlungen...
Mal weiter gucken.

Ich hätte gedacht, Edelstahl wäre recht "neutral". Hab mich wohl getäuscht. Mir waren in Erinnerung, dass v.a. Kombinationen wie Alu/Stähle oder so Zeug wie Titan/Stähle sehr kritisch sind.

Vor Kurzem einen Edelstahllöffel gefunden. Im 3-jährigen MIst-Kompost. Tadelloser Zustand.


Hallo Waldimker,

bei verzinkten Klammern und Edelstahl-Gitter musst du vor allem wenn Elektrolyt und Feuchtigkeit vorhanden ist, mit erheblicher Kontaktkorrosion rechnen. Durch die Stockfeuchtigkeit und die Säuren, die zur Varroabehandlung eingesetzt werden, ergibt sich ein optimales Klima für die Korrosion.

Ich hatte bei meinen Böden verschiedene Windelvarianten. Flache Platten zum Einschieben in eine Nut, in verschiedener Dicke usw. Ich musste immer probieren und habe, weil mir die Sache auf die Nerven gegangen ist, an alle Böden unten zwei Edelstahl-Blechstreifen angeschraubt. (Man arbeitet mit dem was leicht verfügbar ist). So kann ich nun einheitlich die Kunststoff-Schieber mit dem erhabenen Rand einschieben. Die Edelstahl-Blechstreifen habe ich mit verzinkten Spax-Schrauben angeschraubt, weil ich geraden keine Edelstahl-Spax verfügbar hatte. Nach einem Jahr sind die Schrauben total rostig. Ich werde Edelstahlschrauben beschaffen und die rostigen austauschen, solange sie noch austauschbar sind. Die Torx-Köpfe sind nämlich auch erheblich verrostet.

Was ist denn das Problem bei den Edelstahl-Klammern. Ist es der Preis oder sind die nicht oder nur schwer zu beschaffen.

Viele Grüße
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon waldimker » 28. März 2017, 09:03

Hallo 14301,

Danke für Deine schnelle Antwort.

Ich hab mir einen neuen Tacker besorgt. Die Edelstahlklammern sind pro Stück 4x so teuer (Prebena). Daher die Überlegung.

Ich frage mich eben auch: Ist rostig immer gleich "ab"? (Klar - die Schrauben sind dann letztlich nicht mehr schraubbar)
Wenn ich mir so manche Stahlbauteile anschaue: z.B. Rohre, die als Geländer draußen rumstanden, oder T-Träger, die jahrzehntelang völlig ungeschützt im Dreck und Wetter liegen. Und man die dann noch ohne Probleme weiter verwenden kann....! Ob dann so ein rostiger Schrauben- oder Tackerkopf tatsächlich gleich "ab" geht, bloss weil er rostig ist? Schützt der Rost nicht auch?

Das mit den Blechstreifen und den verzinkten Schrauben ist übrigens der klassische Kontaktfall mit Korrosion: große Fläche edles metall, kleine Fläche unedles.

Naja, letztlich werdens dann wohl Edelstahlklammern werden (knirsch). Und sei es nur um auf Nummer sicher zu gehen. Leider waren nicht alle meine Böden immer draußen, sonst könnt ich nach doch etlichen Jahren einiges zu verzinkten Klammern sagen. Aufgegangen ist in 7 Jahren mal wenigstens noch keiner! Aber ich werd jeden "alten" Boden mal umdrehen und inspizieren!
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon 14301 » 28. März 2017, 09:45

Hallo Waldimker,

Die Korrosion funktioniert so, dass sich bei Materialien die in der elektrochemischen Spannungsreihe auseinander liegen, wenn ein Elektrolyt vorhanden ist, das Unedelste auflöst und sich auf dem Edelsten niederschlägt. Im Falle verzinkter Stahlteile und Edelstahl löst sich zuerst der Zink auf und schlägt sich auf dem Edelstahl nieder. Dann löst sich der Stahl auf und schlägt sich ebenfalls auf dem Edelstahl nieder. Oxydation und Korrosion ist zweierlei. Korrosion kann bei für die Korrosion günstigen Verhältnissen sehr schnell gehen. Da fließen Ströme. Eine Batterie funktioniert im Prinzip durch die Korrosion. Andersherum betrachtet kann durch das Anlegen einer äußeren Spannung ein Strom zum Fließen gebracht werden, der der Korrosion entgegenwirkt und diese ganz wesentlich reduziert. Das wird praktisch angewandt, zum Beispiel zum Schutz von Stahlteilen in Hafenanlagen. Dort ist das Meerwasser ein guter Elektrolyt. Dieses Verfahren ist allerdings für Beutenböden eher weniger relevant. Oxidation ist die Reaktion des Materials mit Sauerstoff. Das geht normalerweise viel langsamer als Korrosion.

Beim verzinkten Stahlblech, z. B. bei Dachrinnen oder bei verzinkten Stahlschrauben, wenn nichts Edleres in der Nähe ist, ist die Korrosion willkommen. Dort löst sich z. B. an einer Schnittkante oder Oberflächenbeschädigung der Zink auf, weil er unedler ist als der Stahl und schlägt sich auf der edleren Stahloberfläche nieder. Ein verzinktes Stahlblech mit einer Oberflächenbeschädigung ist also selbstheilend. Das geht allerdings auch nur solange genügend Zink vorhanden ist. Deshalb sind z. B. feuerverzinkte Stahlteile sehr lange resistent gegen Rost. Erst nach langer Zeit, wenn der Zink abgebaut ist, rosten auch diese.

Bei vernickelten Stahlteilen z. B. (ich kann mich noch an den Lenker meines Kinderfahrrades erinnern) oder bei verzinnten Teilen (früher gab's verzinnte Konservendosen) löst sich der Stahl, als das unedlere Material auf. Dann wird die Beschichtung unterwandert und platzt oft flächig ab.

Viele Grüße
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Re: Gitterboden befestigen

Beitragvon VoBee » 29. März 2017, 16:26

Ich hab diesen Winter auch festgestellt, dass teils die Tackerklammern aus Zink schon nach 4 jährigem Einsatz eine Rostschicht haben. Keine Ahnung wie viel Rost das ist bzw. wie viel Zink noch da ist, aber das Edelstahlgitter (nichts anderes kommt bei mir zum Einsatz) hält richtig fest.

Und sollte eine Klammer mal komplett abrosten, dann ist schnell eine Zange und der Tacker zur Hand und die Schwachstelle wird regariert. Das ist nichtmal ein Aufwand von 3 min. bei meiner Bodenbauweise.
Somit würde ich mir die Edelstahlklammern auch sparen und dafür (v.a. bei größerer Bodenanzahl) das Geld in gutes Edelstahlgitter und Edelstahl-Spax investieren.
Da hat man finde ich mehr davon
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