Beuten frittieren

und weniger einfache Beuten

Beuten frittieren

Beitragvon Simon » 24. März 2016, 23:13


https://www.youtube.com/watch?v=vmAvzup ... e=youtu.be
Nach 16 Jahren Außendienst der erste Service, sie machen einen guten Eindruck die Zargen. Die empfindlichsten Stellen sind die unteren Ecken und Kanten der Zarge, hier hilft keine Farbe um morsche Stellen zu verhindern, ich hatte noch keine Zarge die Zerfall an den Seitenflächen hatte. Bienenwachs kann mit einem vorherigen Leinölanstrich kombiniert werden, die Oberfläche wird dadurch noch widerstandsfähiger ohne die Atmungsaktivität zu verlieren. Bei sommerlichen Temperaturen wird das Wachs an der Oberfläche mobil und schließt Lücken und Spalten. Die gewachste Oberfläche ist für Wespen unattraktiv, sie hobeln sich nichts für ihre Hütten ab. ;)
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon beeo » 25. März 2016, 08:38

Interessante Technik! Wieviel MW verbrauchst da pro Zarge?
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon bob » 25. März 2016, 08:42

Wie hattest du die Zargen vor 16 Jahren geschützt? Ebenfalls mit Wachs?

Meine Zargen sind erst 8 Jahre alt, sind aus Weymouthskiefer vom Dehner und wurden teils mit Leinölfirnis behandelt,
einige wurden naturbelassen eingesetzt. Bisher sehe ich noch keinen Handlungsbedarf für eine Nachbehandlung.

Die von dir vorgestellte Methode erscheint mir interessant, weil das Wachs durch das Erhitzen wohl tief eindringt und einen guten Imprägnierschutz ergibt. Zudem ist das Verfahren wenig arbeitsintensiv und die Zargen sind sofort wieder einsatzbereit. :P

Das werde ich auch mal ausprobieren.
Gruß bob
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon Simon » 25. März 2016, 09:15

beeo hat geschrieben:Wieviel MW verbrauchst da pro Zarge?
Etwa eine MW, Zarge.

bob hat geschrieben:Wie hattest du die Zargen vor 16 Jahren geschützt? Ebenfalls mit Wachs?
Manche zuerst mit Leinöl, später dann Wachs dazu, manche nur mit Wachs, ich meine in Kombination werden die Zargenkanten deutlich härter und widerstandsfähiger, bei den Flächen könnte man sparsamer Schutz auftragen. Wie nach dieser Standzeit das Wachs noch verfügbar ist sieht man bei min. 2:00. Im Vergleich zu den Lasuren entfällt abtragen und erneuern, unter der Lasur ist das Holz in dieser Zeit angegraut, man hätte früher nachpinseln müssen.
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon waldimker » 25. März 2016, 09:31

@bob: siehste einen Unterschied ob Leinölfirnis oder unbehandelt?

@simon: zufällig fallen bei mir grad auch einige MW ins Loch... und im kommenden Herbst fällt noch mehr Altlastwachs an. Das wär dann doch ne Idee, statt schlechte Preise dafür zu bekommen und teuren "Holzschutz" anzuschaffen oder auf die Durchhärtung von Leinöl monatelang zu warten. Ich werd allerdings mal probieren, den Heißluftfön zu bemühen.
Hast die Zargen VOR dem ersten Einsatz geölt/gewachst?
Wie vergleichen sich diese Zargen mit unbehandelt gebliebenen?
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon Hössi » 25. März 2016, 09:55

Seit wann arbeitest du mit Flachzargen?
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon Simon » 25. März 2016, 10:02

Seit zwei Monaten. Meine Versuchsimkerei kümmert sich um das Schicksal geschrumpfter Zargen.
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon Simon » 25. März 2016, 10:07

waldimker hat geschrieben:Hast die Zargen VOR dem ersten Einsatz geölt/gewachst?
Wie vergleichen sich diese Zargen mit unbehandelt gebliebenen?
Ich glaube die wurden vor dem Einsatz imprägniert, spielt aber keine Rolle, eine frisch gehobelte Oberfläche nimmt das Wachs etwas weniger gut auf. Die Unterschiede zeigen sich an der Oberfläche, bei nichtbehandelten stellen sich mehr Holzfasern auf, Wachs oder mehrfach Öl gibt glattere Oberfläche.
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon Nils » 25. März 2016, 11:33

Letztes Jahr habe ich einen Wachsbrocken aus dem Dampfwachsschmelzer genommen und diesen kalt am Holz verrieben. Danach mit dem Heißluftföhn eingeschmolzen. Der Wachsverbrauch war gering, über das Ergebnis kann ich nach einem Winter noch nichts sagen (vor allem weil ich nicht mehr weiß bei welchen Böden ich das gemacht habe ;)

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Re: Beuten frittieren

Beitragvon bob » 25. März 2016, 14:02

Ach ja, Simon,

in dem Film hatte ich immer wieder das Gefühl, das du sehr viel Wärme einbringst und somit das Wachs verbrennen könnte. :auge:
Gruß bob
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon Simon » 25. März 2016, 14:20

Sicherlich wird etwas Wachs verdampfen und verbrennen, von der Beobachtung der eingesetzten Menge und der zurückbleibenden Schicht auf der Oberfläche muss die Menge des Schwundes gering sein. Die eingewachste Oberfläche wird "trocken" wenn das Holz gekohlt wird, dann muss man nochmals drüberbohnern und passt. Mit dem Heißluftföhn gehts evtl. schonender, aber nicht so flott, noch flotter ginge es in einer großen Fritteuse oder Pfanne.
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon George1George2 » 25. März 2016, 16:11

Hallo Simon,
weitere Infos gibt es bei Raymond Zimmer in seinem Buch "Die Buckfast-Biene. Fragen und Antworten", C.Koch-Verlag in Oppenau. Er beschreibt da auf Seite 56+57 das Imprägnieren von Beuten, damals noch mit Paraffin, müßte aber auch mit Wachs funktionieren.
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon barney2011 » 25. März 2016, 16:34

Hallo Simon,
wie heißen die Schrauben/ Nägel die du als Rutschleisten montiert hast?

Gruß
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon Simon » 25. März 2016, 17:11

Das sind zweckentfremdete Abstandshalter der Fa. Wagner. Das erinnert mich an blockierte Zargen, wer will gerade Zander mit Abstandshalter bevor sie ins Feuer wandern?
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Beuten frittieren

Beitragvon Hochleistungsbiene » 25. März 2016, 21:12

Simon hat geschrieben:...noch flotter ginge es in einer großen Fritteuse oder Pfanne.


In den USA nicht unüblich.
Zarge in heißem Wachsbad frittieren. Ne weile drin lassen. Raus und abkühlen. Farbe drüber.
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