Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

und weniger einfache Beuten

Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon Karlheinz » 20. November 2015, 17:46

Hallo Waldimker,
ich gebe beim ersten Anstrich ca. 10% Terpentinöl dazu. (Bei den Booten, nicht Beuten) Dies ist ein Kompromiss, denn ich verwende verschiedene Hölzer:
Esche (für die gebogenen Spanten) nimmt sehr wenig Öl auf, Fichte viel mehr und Zeder noch mehr.
Terpentin verdünnt das Leinöl etwas, deshalb dringt es tiefer (oder schneller?) ein. Ich habe aber keine Sägeprüfung bzgl. der Eindringtiefe gemacht, es ist eher ein subjektiver Eindruck.
Wenn der 2. Anstrich kurz nach dem ersten Anstrich erfolgt (bei mir nach etwa 1 Stunde), wird das Öl noch aufgenommen. Am Folgetag wird es dagegen kaum noch aufgenommen, aber das ist je nach Gehölz auch unterschiedlich. Esche nimmt bereits nach dem ersten Anstrich nichts mehr auf.
Wasser wird vom Holz grundsätzlich schneller als Öl aufgenommen. Wasser wird also noch eindringen, wenn Öl schon nicht mehr aufgenommen wird.
Ich werde, sobald das Wetter besser ist, mal eine meiner Reservebeuten mit reinem Leinöl behandeln, denn bisher hab ich ja nur Bootsgerüste geölt, mit Leinölfirnis.
Gruß
Karlheinz
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon waldimker » 20. Dezember 2015, 19:13

So....
Einige der mit Pferdefutterleinöl gestrichenen Beutenteile haben ein wenig Schimmel angesetzt... an besonders "exponierten" Stellen sagen wir mal. Also keine Luft, kein Licht, dafür viel Feuchte.
Schwarze Stockflecken gibt es grad so gut auf rohem Holz oder unter Pigrol Lasur. Muss nur feucht genug sein :bigrin:

Das mit Terpentin angelöste Leinöl trocknet viel schöner auf den Beuten. Davon hab ich heut das allererste Teil in Einsatz gebracht: einen Boden. Da ist das Öl allerdings mit Sicherheit nicht ausgehärtet. Der Boden musste aber in den Einsatz.

Bis die Außenversuche ausgewertet sind, werd ich den Pinsel mal beiseite legen.
Ich hab zwei Hoffnungen:
1. die mit Terpentin angelöste Variante verhält sich besser
2. der Schimmel frisst sich die "Natürtrübheiten" aus dem ungeklärten billigen Leinöl und lässt dann ab. Schließlich müssen diese Stoffe an der Oberfläche des Holzes bleiben während die reineren Öle ins Innere ziehen (Filtereffekt) und dort den Holzschutz ergeben. Bin gespannt!
(3. dass geklärtes, gereinigtes Leinöl genauso billig wird wie Pferdefutteröl)
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon jean » 20. Dezember 2015, 19:53

Meine Erfahrung dazu:

Reines Leinöl (Lebensmittel) unverdünnt dringt kaum ein und bildet eine klebrige Oberfläche. Daher muß man Überschüsse möglichst bald abwischen. Es trocknet auch länger. Da solches Leinöl noch Schleimstoffe enthält verschimmelt das Holz noch stärker.
Leinölfirnis unverdünnt ist ähnlich trocknet allerdings besser und enthält weniger was dem Schimmel schmeckt. Enthält allerdings sogenannte Sikkative (Trockenhilfsstoffe) z.B. Kobaltverbindungen.

Wenn streichen dann mein Tipp: Leinölfirnis mit Terpentin(ersatz) 1:1 verdünnen und damit streichen, trocknen lassen und dann noch einmal streichen. Dann zieht das Öl tiefer ins Holz ein.

Grundsätzlich sollten Hölzer allerdings von allen Seiten gleich behandelt werden, um unterschiedliche Feuchtigkeitsaufnahme/abgabe und damit verbundenes "arbeiten" des Holzes zu vermeiden. Daher müssten dann die Zargen auch innen damit gestrichen werden.
Ich finde allerdings, dass solche Anstriche mit Chemie (Trockenstoffe und Terpentinersatz (Mineralölprodukt) in den Beuten nichts zu suchen haben.

Mein Tipp: Wer mit Leinöl(firnis) streichen will, der streiche außen 2 mal wie oben beschrieben (1:1 Leinöl(firnis) Terpentin(ersstz) und behandelt innen die Beuten mit reinem Bienenwachs (heiß z.B. mit Heißluftföhn) oder er verwendet (meine) Mischung aus z.B. Sonnenblumenöl mit etwas darin aufgelöstem Bienenwachs. Die Paste läßt sich hervorragend z.B. mit einer Spülbürste auftragen.
Oder man läßt die Beuten zunächst unbehandelt (ca. 2 Jahre). Dann haben die Bienen von innen selbst gestrichen und man kann bedenkenlos nur von außen streichen.

Grundsätzlich allerdings ist Öl ein Substanz, die bei ständiger Feuchtigkeit Schimmel bzw. Pilzen hervorragend mundet. Also dort wo es regelmäßig naß wird (z.B.) Böden und Schlagwetterseite muß man mit scharzen Flecken rechnen. Soweit ich beobachetn konnte, greift dieser Pilz/Schimmel (?) allerdings das Holz nicht an. Wenn das Öl aufgezehrt ist vergraut das Holz in etwa genau so als wäre es nie behandelt gewesen.
Dort wo die Beuten relativ trocken bleiben hält sich der Leinölanstrich auch recht lange (bei mir jetzt 2 Jahre) und Regenwasser perlt schön ab. Das gibt mir den Eindruck, dass so behandelte Zargen eventuell eine längere Haltberkeit haben könnten.
Ein Wermutströpfen ist allerdings, dass der Kontrast der behandelten Zargen zu den verwitterten bzw. schwarzfleckigen (meist) Böden extremer ist und so das ganze eigenlich schlechter aussieht als wenn man gar nicht gestrichen hätte.

Die Haltbarkeit des Anstrichs läßt sich wohl durch die Hinzufügung von Farbpigmenten verbessern, weil dadurch der UV-Schutz verbessert wird.

Was die Kosten angeht so habe zumindest ich mir ausgerechnet, das Leinölfirnis letztendlich nicht viel günstiger ist als z.B. Farben von Auro. Wollte ich auch nicht glauben aber die Farben von z.B. Auro sind wirklich super ergiebig, man braucht nur einen Anstrich und die Haltbarkeit ist sehr viel besser als bei Leinölfirnis.

Alles nur meine Meinung bzw. meine Erfahrungen.
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon waldimker » 20. Dezember 2015, 20:39

Dass der Schimmel das Holz nicht angreift nach Deiner Beobachtung, tröstet mich ein wenig. Wie gesagt, ich werd`s auch mal ein zwei Jahre beobachten.
Ich hab 25% Balsamerpentin genommen. Nach ca. 1 Woche in Ofennähe konnte ich mit einem weißen Lappen von der pigmenthaltigen Oberfläche fast nix mehr abrubbeln, schon gar nicht nennenswerte Ölmengen (also nicht detektierbar auf dem Lappen nach 10 Zargen abrubbeln)

Auch den Innenanstrich find ich nicht ungünstig. Eine sinnige Idee. Vielleicht mach ich das noch (uff - ca. 90 Zargen bis jetzt) Allerdings würde ich dann eher Bienenwachs in Orangenöl oder Balsamterpentin lösen (1:1 ließ sich noch pinseln) statt Sonnenblumenöl, welches ich im Zusammenhang mit Holzbehandlung noch nie angetroffen habe.

Wäre dieser äußere und innere Schutz ausreichend um das Reißen zu verhindern? Das wäre gut und es klingt auch logisch. Es müsste theoretisch besser funktionieren, als die Beuten zwei Jahre roh zu lassen. Denn das Öl/Wachs bremst den Feuchtigkeitsaustausch und somit die Spannungsspitzen, welche wiederum das Reißen bedingen. Und Wachs im Innern ist ebenso unbedenklich wie reines Leinöl außen.

nix für ungut, immer für Erfahrungsaustausch zu haben!
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon jean » 20. Dezember 2015, 20:52

Ich empfehle dringend und unbedingt den Innenanstrich, wenn du außen streichst ist das ein absolutes MUSS. Du kennst ja meine Schlechtholzzargen und selbst die sind danach relativ ruhig geblieben. Und deine Supergutholzzargen dürfte das dann in einen Tiefschlaf versetzten.
Balsamterpentinöl geht natürlich hervorragend. Ist mir nur zu teuer und daher nehme ich Sonnenblumenöl, weil es ohnehin nicht für die Ewigkeit ist. Spätestens nach 2 Jahren haben die Bienen innen alles nach eigenem Gusto tapeziert. Wobei ich den Eindruck habe, dass ihnen das Bienenwachs auf den Innenwänden bereits sehr gut zusagt.

Noch was, wenn man mit verdünntem Leinöl streicht, streicht man eigentlich 2 mal. Beim 2. Mal wischt man dann überschüssiges Öl, welches auf dem Holz stehen bleibt ab. So ist gewährleistet, dass sich die Holzpooren schön bis oben hin voll Ölgesaugt haben.

Übrigens dass mit den Lappen dem Leinöl und der Selbstentzündung weisst du ja hoffentlich.

mfg
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon waldimker » 20. Dezember 2015, 22:17

Danke, jean. Ja, so einiges weiß ich. Ich hab vor über 10 Jahren schon in ständiger Selbstigkeit (Fast)massivholzmöbel gebaut, geölt und verkauft. Nicht ganz massiv, nicht ganz öko, das Öl, aber immerhin. Und seither so einiges an Erfahrung hinzugesammelt. Schränke, Türen, Böden, ...
Sogar die Nasszelle im Bad ist nicht geplättelt, sondern mit Leinöl bepinselter Lehm.... (übrigens auch dort an den ganz permanentfeuchten Stellen: etwas schwarz geworden. Die Schicht wurde sicherlich durch herabdrielen zu dicht dort. Ich habs noch nicht saniert und weiß nicht wie "tief" der Schaden ist. Das Schlimmste könnte ein Riss in der "wasserdichten" Schicht sein. Könnte aber auch einfach nur eine Verfärbung sein. Der Lehm selbst ist nicht-essbar für Bakterien und Co.)

ABER EBEN NICHT IM AUSSENBEREICH!
Dort setzte ich bislang auf Lärche, Eiche und co. Und zwar unbehandelt. Das ist aber bei Bienenkästen - ich habs probiert - nicht trag-bar. Außer bei den Böden, da mach ich das immer noch. Fußleisten (auswechselbar) aus Eiche, Rest aus Lärche.
Und da ich gern "recht" bau und dauerhaft, mein Streben und Fragen und Probieren...

Das Einfachste wäre (aber das ist nicht "bio" - und das soll es sein):
ich frag meinen Nachbar. Der ist Maler von Beruf. Der hat so 1990 auf Magazin umgestellt und hat noch alle Beutenteile. Er streicht sie regelmäßig mit was weiß ich. Zumindest zu Anfang auch von Innen. Die Dinger sind absolut dicht und haben natürlich mit Holz nur noch die technischsten aller technischen Eigenschaften gemein. Es könnt grad so gut Plastik sein.
Aber es hält!

Also: Irgendwo dazwischen... siedel ich mich an.
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon waldimker » 20. Dezember 2015, 23:05

noch ne Anmerkung zum zweimal ölen:
ich mach das auch so. Allerdings nehm ich schon beim ersten mal akribisch alles überständige Öl ab. und warte lieber zwei Wochen Zuviel als Zuwenig vor dem zweiten mal ölen.
Ein Schreiner hier meinte hinsichtlich meines Hartholzfußbodens: 1x ölen langt, mehr kann das Holz eh nicht aufnehmen. Ich denke aber: Es geht dann mehr um die Glattheit der Obefläche, nicht mehr um Tiefenwirkung. Ich öle immer zweimal. Wobei ich bei den Zargen erwäge, entweder erst nach einem Jahr Einsatz das zweite mal zu ölen oder kurz vor dem Einsatz im Frühjahr, damit das Leinöl durch und durch härten konnte.

WANN reißt eine Zarge, wirft sie?
Ich meine mich wage zu erinnern, dass ich mich gefreut hatte, dass meine (vor)letzten Zargen nichts davon gemacht hatten. Und dann im Frühjahr/Frühsommer doch ein paar Risse gefunden. Waren aus astigem Fichten(leim)holz (selbstverleimt) zumeist, aber 25 mm stark. Um die Äste rum gabs Risse. Geworfen hat da nix. Weymouthkiefer, Lärche und Douglasie (ebenfalls flächig verleimt) blieben ganz grad und glatt und o.k. Teils Fertig-Lasur, teils Öl, danach Bienenwachs, teils roh.

Die paar (ganz neue!) Beuten mit 22 mm Wandstärke aus einem Brett (z.T. auch zweien flächig verleimt) aus massiver Weymouthkiefer, die ich im Einsatz habe sind z.T. mit Pigrol lasiert, mit Leinöl 2x bepinselt (im Juli) oder roh. Bei keiner dieser Beuten konnte ich irgendeine Verformung feststellen, wenn man mal von den fast unvermeidbaren Rissen in Herznähe absieht, welche aber belanglos sind. Da die Zargen aber frühestens seit dem Frühjahr im Einsatz sind: Nicht zu früh freuen, waldimker!

grüße!

PS: nicht alle Zargen sind aus supergutholz. ich leim und schraub eigentlich alles zu kästen, was durch meine finger geht. nur die wüstesten Äste wandern in den Ofen. es ist - bei Leimholz ganz besonders wichtig - eine Frage der Anordung. Der Lauf der Jahresringe, das wohin mit den Herzstücken u.dgl. mehr. Holz ist nicht so homogen wie Metall und verlangt bei jedem Stück ein Drehen und Wenden.
Genau das möchte man ja mit Leimholz ausschalten. Es ist ja deswegen so bequem. Gerade dieses muss aber fachmännisch zusammengestellt sein, sonst machts am End doch was es will! Dann am Besten gleich Dreischichtplatten oder Multiplex.
Die vorangegangenen Schreiner hatten kein größeres Wehe als die Eigenwilligkeiten des (massiven) Holzes in den Zaum zu nehmen. Durch abgesperrte Platten und sogar Kunstplatten ist dieses Handwerk nur noch was für Liebhaber oder eben Spezialisten. Ich hatte leider keinen guten "Lehrer" in unserer Schreinerei. Er konnte nur mit Platten und ich musste einiges schmerzlich selbst erfahren. Und wünscht, ich könnt schon mehr.
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon waldimker » 23. Dezember 2015, 07:59

kleines update:
mein Briefkasten aus rohem Lärchenholz (überdacht) ist nach 3 Jahren fast durchweg so schwarz wie die beklagten Beuten Flecken haben.
ungeschütztes rohes Holz an Beutenteilen zeigt genauso die schwarzen Flecken wie die geölten oder bewachsten Flächen.
gut mit Luft umspülte leinölbehandelte Ablegerkästen sehen z.T. prima aus.
nur manche, sehr ungünstig gelegene Beutenteile schimmeln regelrecht. Wenn sich das wieder legt, wenn das oberflächliche Leinöl weggevespert ist und der Holzschutz im Innern des Holzes noch da ist, will ich`s zufrieden sein.
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon Rubberschwillrer » 3. Januar 2016, 19:15

Hallo, alle zusammen.
Wenn ich alles richtig verstanden habe, ist Leinöl ein Holzschutz, der aber dennoch das Holz optisch altern lässt.
Meine beiden Beuten ( Sorry, Anfänger ) habe ich 3x mit gewärmten Leinöl gestrichen und abgerieben. Dennoch ist das Holz immer noch etwas klebrig. Die "Schimmelflecken" konnte ich mit warmen Seifenwasser und harter Bürste an der noch leeren Beute entfernen. Für die bewohnte Beute muss ich wohl die Damen zum Frühjahrsputz auf Betriebsausflug schicken :rofl:

Was meint ihr dazu?
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon mmoe » 3. Januar 2016, 22:34

Rubberschwillrer hat geschrieben:Was meint ihr dazu?


Sieht gut aus. Bin Imker, kein Pinselartist.

Wenn die Dinger 18 Jahre halten, geht das in Ordnung. Danach bin ich
in Pension und habe für den Kram keine Zeit mehr. Wie die dann aussehen, ist mir eigentlich egal.
Viele Grüße
Marco
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon waldimker » 4. Januar 2016, 21:10

@rubberschwiller:
Meine sehen ähnlich aus. Ich muss allerdings dazu sagen:
Unbehandeltes Holz sieht bei mir dann grad so aus: Beutenteile, Zargen, Briefkasten, Kellertür. Egal ob Fichte, Weymouthkiefer oder Lärche.
Die Frage, die sich stellt ist eher:
Hält das Holz länger mit dem Leinöl?!?

Alles andere ist in der Tat Optik und müsste anders gelöst werden.

Ich hab einen Ablegerkasten, zweimal im Juli mit Leinöl gestrichen (sehr dünn und das überschüssige Öl regelrecht abgeschrubbt): Der sieht fabelhaft aus. Richtig feuchte Schattenlöcher generieren dagegen diese schwarzen Flecken und schlimmstenfalls Schimmel, der dann plötzlcih wieder verschwindet.

Wenn das Öl klebrig ist, hast Du
a) entweder Zuviel Öl draufgelassen
b) nicht aushärten lassen bevor Du erneut aufgetragen hast.

Das Aushärten kann je nach Witterung Wochen bis Monate gehen.
Lieber lässt Du die nächsten Kisten ein Jahr lang stehen vor dem zweiten Ölen.
Die untersten Schichten werden kaum je noch hart werden, aber über die Jahre wird das Kleben nachlassen. :bigrin:
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon Rubberschwillrer » 16. Januar 2016, 17:38

Mein Fehler war vermutlich der, dass ich die Leinölfirnis (habe extra noch mal die Rechnung rausgesucht ) einfach wie normale Farbe verwendet habe.
Auftragen und trocknen lassen.

Naja. Beim nächsten Mal klappt es hoffentlich besser.

Vielen Dank
Rubberschwillrer
 
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon kamikaze » 19. August 2016, 11:41

mit was nun streichen, oder doch lieber unbehandelt lassen?

LG
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon waldimker » 19. August 2016, 12:26

fazit bisher:
bruträume werden mit leinöl (und zwar nur noch geklärtes, gereinigtes, Firma per PN) einmal gestrichen. und zwar satt. (ein zweites mal wär sicher sinnvoll,mach ich aber erst in ein paar jahren)
honigräume nicht. das liegt aber am zeitaufwand und der benötigten menge honigräume.
böden sind aus lärche und werden nicht gestrichen.
fütterer dreimal dünn mit langen trocknungsphasen.
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon kamikaze » 12. Januar 2017, 20:21

Schon mal jemand mit rapsöl probiert?
gibt es günstig bei ALDI
oder geht das gar nicht?
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon Simon » 12. Januar 2017, 20:39

Im Vergleich zu Leinöl(firnis) härtet Rapsöl nicht aus. Das Öl wird ins Holz eindringen, der Oberflächenschutz wird gering sein.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon beeatwork » 15. Januar 2017, 15:30

Die gleiche Erfahrung habe ich auch gemacht. Alle meine Beuten sind mit Leinöl mehrmals gestrichen, die Böten mit Lasur. Am Wanderstandort im Wald ist's passiert. Unter meinen Aussen angepinnten Wanderzeugniss ist das Holz kpl. schwarz geworden (Wanderzeugniss in Kunststoffhülle auf die seitliche Zarge gepinnt). Im Winter habe ich dann die betroffene Zarge geschliffen und wieder 3x mit Leinöl gestrichen, doch ist einmal der Bläuepilz im Holz, bleibt die Stelle immer erkennbar. Holz alter und verfaulet nun mal.

Besser ist auf eine Hinterlüftung zu achten. Evtl. durch Beilagscheiben zwischen der Kunststoffhülle und der Holzzarge - ca. 1mm Abstand für den Luftaustausch. Grüße
beeatwork
 
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Re: Leinöl-gestrichene Beuten werden schwarz

Beitragvon waldimker » 5. April 2017, 15:46

Hab jetzt gut 20 besiedelte Beuten über Winter draußen gehabt. Verschiedene Leinöle und verschiedene Pigmente mit reingemischt. Die Sache ist prima gelaufen. Die Beuten sehen aus wie neu, es gibt keine Risse (na, mal den Hochsommer abwarten) o.ä.
Die Beuten, die keine Pigmentbeimischungen hatten, sind farblich etwas unheitlich geworden. Stört mich aber auch nicht. Werde künftig aber Pigmente beimischen, weil nicht teuer. Ein Teil der Ablegerkästen hat schon mehrere Winter hinter sich. Auch ganz gut.
Ich vermute, bei mir im SChwarzwald würde das ein bisserl anders aussehen, aber in normalem bienentauglichem Klima ist das gut so.

Ich hab das zum Anlass genommen, nun alle neuen Kisten, die draußen überwintern (also alles außer HRe), einmal dick, satt, einzupinseln. Beim nächsten Kauf kauf ich auch wieder das billige "Pferdefutter"-Leinöl im großen Kanister. Das teure, spezielle, ist genauso gut oder schlecht. (Es hat bei Fensterrahmne o.dgl. sicher seine Berechtigung!) Zudem hab ich einige Ablegerkästen, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, neu angeschmiert (nur noch satt und dick mach cih das). Wenn man das immer so macht, dürfte sich ein prima Schutz bilden. Ob da Dreck oder Grasschnitt oder Bienenkaka drauf ist, ist eigentlich grad egal. Das Leinöl geht überall hin.

a so - ich pinsel wohl ab jetzt nur noch in der warmen Jahreszeit, damit das Leinöl rasch aushärten kann.

beutenfreundliche Grüße,

der waldimker
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