Einraum/Trogbeute

und weniger einfache Beuten

Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Benny » 5. Januar 2017, 13:21

waldimker hat geschrieben:Hier sind wohl Begriffsverwirrungen entstanden. So ganz klar ist mir das aber auch nicht.

Cabovelas: Du meinst sicher Beuten, die in der Länge als Fortsetzung den honigraum haben oder dieser - wie bei mellifera e.V. - gar nicht abgetrennt ist. Sind das vielleicht "Lagerbeuten"?
Wenn ich KHsens Beschreibung folge, ist eine 12er Dadant mit Sicherheit eine Trogbeute... und die DNMs von Goran auch? Bestimmt hier die Rähmchenzahl die Bezeichnung "Trog" oder "Zarge"?! ich bitte um Klarstellung von informierter Seite.


Ich imkere mit den sog. Einraumbeuten die mit Hochwaben im Dadantmaß bestückt sind. Platz ist für 22 Rähmchen, wovon zwischen 5-10 Rähmchen das Brutnest beherbergen, der Restplatz ist der Honigraum in horizontaler Richtung. Die Vüölkerführung geschied durch einen Trennschied, den Du einfach je nach Volksgröße verschiebst. Hier entfällt das stapeln und heben von Honigräumen.
Diese Art von Beuten wurde in der Fischermühle entwickelt und weiterentwickelt und funktionert gut. Nähere Infos und Videos zur Betriebsweise findte Ihr auf der Mellifera Seite (siehe link) : https://www.mellifera.de/angebote/einra ... ttung.html
Auf dieser Seite gibt es auch alternative Bezugsquellen und sogar ein Bauanleitung :
https://www.mellifera.de/angebote/einra ... ellen.html
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon waldimker » 5. Januar 2017, 13:28

Hallo Benny, ich kenn die Mellifera-Kiste - zumindest vom Prinzip her. Interessant, aber für`s Wandern eher ungeeignet. Hoch-Dadant - da gibt es für mich keine Frage - ist klasse.
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Manuel91 » 7. Januar 2017, 16:01

Hallo,

@Cabovelas:
In welchem Baumarkt hast du das Holz zuschneiden lassen? Das muss ja teilweise recht genau zugeschnitten werden. Und welches Holz hast du dafür gekauft? Auf dem Foto sieht es ein wenig nach Leimholzplatten aus. Sehe ich das richtig? Einen Plan habe ich mir schon angefertigt, aber beim Holz bin ich mir noch etwas unsicher :bigrin:

Viele Grüße
Manuel
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon keinimker » 7. Januar 2017, 22:24

Danke!
Das hin und her bringt doch nichts!
Machen, genau hinsehen, notieren und im nächsten Winter die wichtigsten Misserfolge hier darstellen. Fertig!
Gruß
Harald
PS: Warum versucht ihrs nicht einfach mal in der Senkrechten = Ein BR, 30 x 30cm bis 35 x 35cm, etwa 40 L Raum, ein oder zwei HR 1/2, Wabenabstand 38 bis 40mm?
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Distelbauer » 8. Januar 2017, 13:52

Ui, hab jetzt hier leider ne Weile nicht mehr mitgelesen. Ich stell jetzt hier einfach mal kurz und bündig meine ersten Erfahrungen mit meinen Zander einraumbeuten ein. Der Einfachheithalber sind meine Beuten 1m lang. Betreiben tu ich die Beuten nur mit Naturbau und ohne ASG. Die Entwicklung der Bienen in den Einraumbeuten ist im Vergleich zu den Magazinen (bei mir) etwas besser, schneller. Die Bienen fliegen bereits wenn die anderen noch "schlafen" und auch länger und öfter. Praktisch sind sicher die Kontrollen, die man auch mal schnell ohne ziehen von Rähmchen durchführen kann. Die Tracht in meiner Gegend war 2016 Spitze. Ich konnte in den Magazinen 2x schleudern und es war trotzdem noch genügend Honig für die Überwinterung vorhanden (böse. ich weiss.). Leider sah es dagegen in den Einraumbeuten ganz anders aus. Eigentlich trugen die Bienen hier auch schön ein, aber im Herbst war plötzlich alles weg und ich musste, da die Bienen ja kaum Honigkränze überm Brutnest haben sogar noch zufüttern für den Winter. Vielleicht war es ein Ausnahmejahr, aber mein erstes Fazit ist, die ERB kann funktionieren verlangt aber nach meiner Ansicht mehr als eine extensive Betriebsweise (bei Volltrachten öfter mal Honigwaben umhängen oder entnehmen..). Ich werde jetzt mal eine Einraumbeute umrüsten zu einer Art Bienenkiste, die man von oben bearbeiten kann mit Rähmchen, aber eben im Längsformat.

VG Georg
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Sanny » 26. Juli 2017, 16:46

Ich möchte euch an meiner Erfahrungen mit meiner Zandereinraumbeute teilhaben lassen!

Im Winter habe ich mir meine Beute gebaut. Sie hat max. Platz für 25 Rähmchen und ist ca. 110cm lang. Sie besitzt einen Gitterboden und Varroaschieber.
Geimkert habe ich mit insgesamt 10 Rähmchen für den Brutbereich und nach dem Schied kamen dann die Honigwaben.

Ich habe im Frühjahr ein 1-zargiges Volk umgesetzt. Es war allerdings nicht mein stärkstes Volk.
Es entwickelte sich recht gut und brachte mir 15kg Honig. Im Vergleich zu den anderen Völkern war das etwas weniger.
Für die Varroabehandlung habe ich mich für den Nassenheider Verdunster universal entschieden! Ich werde den Raum auf ca. 15 Rähmchen mit einem dichten Schied abgrenzen und den Verdunster in einem zusätzlichen Rähmchen einhängen.

Die Bearbeitung ohne schwere Zargen heben, fand ich Klasse! Das verschieben der Rähmchen war echt ein Vorteil!

Nachteilig war, dass die Bienen unter den Rähmchen quer gebaut haben. Ich habe wohl den Boben etwas zu hoch gemacht.
Außerdem ist das Dach doch sehr groß und sperrig!

Ansonsten hat es mir Spaß gemacht, damit zu imkern und bin auf die Überwinterung gespannt!
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Joachim » 29. Juli 2017, 06:21

Sanny hat geschrieben:Für die Varroabehandlung habe ich mich für den Nassenheider Verdunster universal entschieden! Ich werde den Raum auf ca. 15 Rähmchen mit einem dichten Schied abgrenzen und den Verdunster in einem zusätzlichen Rähmchen einhängen.


Hallo Sanny,

erst einmal - Deine ERB sieht prima aus, und 15kg Honig sind für Stuttgarter Verhältnisse nicht so schlecht (andere Imker haben nichts geschleudert dieses Jahr!)

Wegen der Behandlung: ich bin mir da nicht so ganz sicher ob ein Verdunster (egal ob NAS, NAS-PRO, LD) in der Beute seine richtige Wirkung entfalten kann. Die Säure fällt (bei allen Verdunster i.d.R. gleich) nach unten. Man möchte ja erreiche, dass innerhalb der Beute egal ob ERB, Magazin usw...... eine konstant hoher Säuregehalt vorhanden ist um die Milben zu Schädigen bzw. auch in die Brut wirken zu können.

Ob das so funktioniert musst unbedingt im Auge behalten. Ich erinnere mich an meine Trogbeuten - Zeit. Ich habe immer (auch wenn man das nicht gern liest) mit Schwammtuch (zu dem Zeitpunkt von Oben mit 60% von und gleichzeitig von unten über den Schieber mit 85%iger AMS, die damals noch "erlaubt" war) behandelt, da die angebotenen Verdunster so kaum Wirkung gezeigt hatten. Natürlich - auch dabei ist immer der Standort (also Umgebungsbedingungen) entscheidend.

weiterhin viel Erfolg!
Viele Grüße
Joachim
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon womo » 1. August 2017, 09:01

Hallo

Ich hab heuer auch so eine Zander Trogbeute ausprobiert. Meine ist auch ungefähr 110cm lang. Sie war für meine Verhältnisse viel zu groß. Ich hatte ein Problem mit dem senkrechten Absperrgitter. Das haben die Bienen einfach als Honiglager umfunktioniert und komplett zugemacht. Also hab ichs rausgegeben. Das Rähmchen ziehen war natürlich praktisch. Der Honig wurde hauptsächlich ums Brutnest gelagert richtig dick. Also war die Ausbeute nicht sehr spannend. Der Deckel über die ganze Beute ist sehr schwer. Und mehr Über- und Unterbau hats auch gegeben. Alles im Allen hats mich nicht wirklich überzeugt.

Ich habe ja heuer mein zweiräumiges (BR) Zandersystem ja auf Zadant bzw. Zander einräumig umgestellt. Da muss ich sagen das funktioniert beides super. Werd ich nur mehr so machen. Zander einräumig ist halt a bissi a Batzerei. Aber der Honig ist oben.
Zadant: Super für Schwarmkontrolle etc. tlw. nur 5-6 Brutwaben. das mit dem Schied muss ich halt noch üben. (Zadant deshalb weil ich mein Zandersystem weiter verwenden wollte)

Das war mein kleiner Erfahrungsbericht zur Einraumbeute.

lg Wolfgang
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