Einraum/Trogbeute

und weniger einfache Beuten

Einraum/Trogbeute

Beitragvon Cabovelas » 8. November 2015, 11:04

Moin zusammen,

ich überlege mal Spasseshalber eine Trogbeute zu bauen um es einfach mal getestet zu haben. Dass es nur einen Raum und keine Zargen gibt finde ich reizvoll.
Ich bin jetzt zu der Überlegung gekommen eine Trogbeute zu bauen die Zanderrähmchen fasst. Somit gäbe es kein hin und her mit unterschiedlichen Rähmchenmassen. Was meint ihr wie viele Rähmchen die Beute fassen sollte um ausreichend Platz zu haben? Eigentlich müssten es ja mindestens 30 sein (2BRs plus 1 HR). Wobei ich eher Richtung 25-26 tendieren würde.
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon YoYo » 8. November 2015, 11:50

Selbst 20 Waben müsste gut gehen, 24 sind auf jeden Fall genug.
In Berlin gibt es ein kleines Startup, das Trogbeuten unter dem Namen BienenBox vermarktet, Wabenmaß Kuntzsch-hoch, für maximal 24 Waben. Die Trogbeute mit beweglichem Wabenbau ist also noch lange nicht tot. Diese Trogbeute kann sich der urban beekeeper an das Balkongeländer hängen. :thumbsup:

Viele Grüße
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Goran » 8. November 2015, 12:03

Hi

Ich habe Troge Beuten 14 DNM Brutraum
Honig Raum 11 DNM

Das soll reichen

Mfg

Goran
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Goran » 8. November 2015, 12:03

Hi

Ich habe Troge Beuten 14 DNM Brutraum
Honig Raum 11 DNM

Das soll reichen

Mfg

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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Karlheinz » 8. November 2015, 19:22

Hallo Cabovelas,
30 Rähmchen sind viel zu viel. Da ziehst Du den BR ja immens in die Länge. Ich habe (neben 10 Zandermagazinen) auch Trogbeuten, allerdings in BH. Die sind etwas größer als DNM und Zander. Eine Honigraumzarge brauchst Du ja trotzdem. Ich würde die Trogbeute auf 16 bis maximal 18 Rähmchen in Zandergröße auslegen. Und selbst diesen Platz wirst Du kaum voll machen, denn vorher gibst Du sicher die HR Zarge drauf. Macht ja keinen Sinn, den BR voll Honig zu klatschen, und 16 Brutwaben Zander sind imho genug. Bei den BH (Bayerisch Hofmann) Trogbeuten gebe ich ab 10 Rahmen die Honigraumzarge oben drauf.
Gruß
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon waldimker » 8. November 2015, 19:56

Hier sind wohl Begriffsverwirrungen entstanden. So ganz klar ist mir das aber auch nicht.

Cabovelas: Du meinst sicher Beuten, die in der Länge als Fortsetzung den honigraum haben oder dieser - wie bei mellifera e.V. - gar nicht abgetrennt ist. Sind das vielleicht "Lagerbeuten"?
Wenn ich KHsens Beschreibung folge, ist eine 12er Dadant mit Sicherheit eine Trogbeute... und die DNMs von Goran auch? Bestimmt hier die Rähmchenzahl die Bezeichnung "Trog" oder "Zarge"?! ich bitte um Klarstellung von informierter Seite.
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Distelbauer » 8. November 2015, 21:32

Zuletzt geändert von Distelbauer am 10. November 2015, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Karlheinz » 8. November 2015, 21:35

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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Cabovelas » 8. November 2015, 23:37

Der Waldimker vermutet schon das Richtige!
Wie ich schon geschrieben habe geht es um den Reiz nur EINEN Raum zu haben. Ich kenne dazu nur den Begriff Trogbeute.
Aber ganz richtig, es geht mir um eine Beute die so aufgebaut ist wie die Einraumbeute des mellifera e.V. Das Flugloch befindet sich also im Warmbau an einer Seite und so läuft das Ganze dann ca 25 Rähmchen lang in die Tiefe.
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon waldimker » 9. November 2015, 00:33

dann kommt`s eigentnlich nur drauf an, wie eng Du die Bienen brüten lässt und wie oft Du ernten müssen willst.
Hierzulande kenn ich einne, der führt den Brutraum auf 9 Waben und hat nie mehr als 18 im HR (9-rahmige Zanderzargen). Allerdings hängt der immer mal wieder verdeckelte Brut in den HR (was ich für unnötig halte). Wären 27. Er wandert so auch.
Da Du die Kästen kaum wandern wollen wirst, darf`s ja auch Bienenbärte geben, oder?

Ich find die Dinger auch gut. Vermutlich das Beste, wenn man Platz und Standorttreue hat. Interessant wäre da auch ein Kasten mit zwei Königinnen.... aber ich schweife ab.

Haben diese Lagerbeuten ein vertikales ASG oder ist da einfach ein Schied eingehängt?
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Cabovelas » 9. November 2015, 09:48

Ein ASG gibts soweit ich weiss nicht. Wenns gut läuft gibts am Ende der Brut ein Mischrähmchen Brut/Honig und dann irgendwann kommen reine HWs. Auch ein Schied sollte nicht nötig sein. Das würde ich nur für die Überwinterung sowie für die Behandlung einsetzen. Dafür hab ich mir auch schon eine gute Methode überlegt. Bei Behandlung wird das Volk auf 10 Zanderrähmchen eingeengt, dann schliesst der Schied ab und JETZT setzt man einfach eine Zanderzarge oben drauf (die passt ja genau drauf aufgrund der Masse und kann diese als Verdunsterraum für den LD nutzen. Selbstverständlich kann man auch eine Zarge mit LWs aufsetzen und dann noch eine als Verdunsterzarge so hätte man dann die normale Behandlung eines 2 Zargers nachgeahmt.
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Hochleistungsbiene » 9. November 2015, 10:13

Hab mir auch schon überlegt so eine art Trogbeute im Zandermaß (da ich das bereits verwende) für die Kinder in den Garten zu stellen.
Die bekommen die Zargen (egal ob zweiter BR oder HR) noch nicht gewuchtet.
Sollten imho aber schon alle Arbeiten selbst erledigen können/dürfen.
Verdunstungsraum für AS bräuchte ich nicht. AS halte ich auch nicht unbedingt für das richtige "Kinderspielzeug"...
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Cabovelas » 14. November 2015, 20:55

Darf ich vorstellen: Die Melifera Einraumbeute Liebig Art Cabovelas mod!
Aka-> Monsterzarge!

Hab nicht lang gefackelt, Holz is ausm Baumarkt.
Das schöne is das der Bau ratzfatz geht. Hat mich 52 Öcken gekostet. Besser als bei melifera 309 auzugeben :shock:

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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Simon » 14. November 2015, 21:00

So und wo ist der Honigraum über Absperrgitter? :bigrin:
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Cabovelas » 14. November 2015, 21:04

Wer möchte kann ein ASG einhängen. Theoretisch kein Problem.
Natürlich auch möglich, DA ALLES IM LIEBIGMASS, ist das Aufsetzen von Zargen. So werde ich dann auch Behandeln.
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon no21 » 22. März 2016, 16:48

Huhu Cabovelas,

schöne Idee. Wie hat es sich entwickelt?

Gruß Lukas ß)
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Cabovelas » 23. März 2016, 08:15

Da ich das ganze ja erst im November gebaut habe und jetzt März ist, kann ich dir dazu noch nicht viel sagen. Werde einen Sammelbrutableger reinsetzen und diesen dann aber nicht mehr auflösen. Dann sehe ich noch zur Sommertracht was geht und was nicht.
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon no21 » 23. März 2016, 08:54

Hallo Cabovelas,
danke für deine Antwort. In Zukunft werde ich zuerst aufs Datum schauen. :lol: War halt nur von der Idee so angetan.

Gruß Lukas
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Daytona1200 » 23. März 2016, 15:36

Hi Cabovelas,
ist wirklich eine schöne Beute geworden.
Wenn du sagst Abmessungen Liebigmass verstehe ich das schon, wüsste nur gerne ob es in der Länge dann 2 normale Zargen nebeneinander geworden sind, also 20 Zander-Rähmchen oder doch länger.?
Mit dem Lineal auf dem Bildschirm abgegriffen komm ich auf 25 :?:

Danke dir
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Bernd66 » 23. März 2016, 16:16

Hallo Daytona1200,

Die gemessene Breite liegt bei mir am Bildschirm bei 5,6 cm(entspricht den 52cm Orginal.
Die Länge bei mir bei 8,9cm. einfacher Dreisatz = 90cm länge

Sollte auch mit den 30cm Fliesen im Hintergrund passen

Gruß Bernd
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Cabovelas » 23. März 2016, 22:31

Hallo Daytona,
vollkommen richtig gemessen! 20 Rähmchen waren mir zu wenig für ein Volk. Die Beute fasst 25 Rähmchen. Trotzdem könnte man im hinteren Drittel mehrere HRs im Liebig Zandermass übereinander aufsetzen und den Rest der Beute für diese Zeit mit einem verkürzten Deckel abdecken.
Da gibt es sicher Verbesserungsmöglichkeiten aber ich wollte einfach mal probieren. Evt braucht man auch gar keinen HR. Wenn die vorderen 10-15 Rähmchen Brut haben bleiben noch 10-15 für Honig.
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon waldimker » 24. März 2016, 09:24

Hi Cabovelas,

du hast dich sicherlich mit der betriebsweise beschäftigt....
ich hab mal gehört, bienen gehen nicht über den honig. d.h. man müsste wohl im frühjahr manuell platz schaffen für das wachsende brutnest.
ich persönlich würde vermutlich ein schied einsetzen um honig und brut sauber zu trennen.

für`s "schöne imkern" sicherlich die beste Variante, so horizontal.
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Cabovelas » 24. März 2016, 10:16

Moin Waldi,

das kann gut sein. Ich werd mir erst mal anschauen wie sich das Volk so verhält und dann sehen welche Eingriffe wann nötig sind um gut imkern zu können.
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Waldi » 29. Mai 2016, 02:44

Hallo Cabovelas,
würde mich interessieren was aus deine Einraum Beute geworden ist.
Macht die Beute einen Sinn?
Es Grüßt
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Daytona1200 » 1. Juni 2016, 06:06

Moin moin,
würde mich auch interessieren, finde das Projekt sehr interessant. ;)-
Grüße Tobias
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Honigbart » 28. Juli 2016, 03:30

Grüß' Euch,
bisher habe ich hier nur gelesen und Vieles gelernt. Ein sehr gutes, aktuelles, lebendiges, professionelles Forum.
Zum Thema Einraumbeute (ERB) kann ich auch mal von meinen Erfahrungen berichten.
Kurz zum Background für leichtere Einordnung: Wir imkern ertragsorientiert mit ggw. etwas über 40 CarnicaVölkern auf LA, DD, DN, KU hoch in Ostbrandenburg (Barnim), einem recht guten Trachtgebiet (viel Obst, Raps, Robinie, Linde, Wildwiesen, großen Gartensiedlungen, leider waldarm). 6-Waben SW-Schleuder, Sortenhonige, Imkerei im Aufbau, es gibt viel zu lernen!
In den letzten 2 Jahren habe ich 8 ERB (querbau) aus Leimholzplatten gebaut (D3 Leim und Schrauben, Kosten 30-40€):

Bild
Bild
2x 22er LA (~80cm) = schön handlich, aber leider zu klein...



Bild
1x 30er KUhoch (1,20m) = sicher nicht zu klein, noch kein ErnteErgebnis



Bild
1x Doppel DN (~56 Waben) (2,00m) = noch kein Ergebnis (Ableger)



Bild
1x 26 LA (1,05m) = herrliches Arbeiten, jedoch zu unhandlich (Flugling? Wandern?)
daneben/dahinter:
1 x 26er DD = habe das stärkste JungVolk darin einlogiert mit LA 1.0 hinterm ASG. Trotz Totalausfall der Linde gibts da schon was zu ernten. Die Beute ist sicherlich unnötig groß.



Bild
1 x 20er DD (80cm) = vermutlich optimale Größe, jedoch ist das DD-BrRähmchen jenseits von Massentracht tendentiell zu hoch für Honig. Optional kann man im HR natürlich auch LA 1.0 oder auch 2/3 einhängen. Die werden nicht unterbaut, weil der BR nicht darunter ist.
Habe ein starkes Volk aus einem 12 LA-Magazin (eigentl. eine TRB) eingehängt. Sie entwickeln sich prima. Mehr kann ich aber noch nicht sagen.



Bild.
Bild
1x 20er DD etwas höher, für optionalen Einsatz von 159er Rähmchen in zwei Ebenen übereinander. Habe sie gerade erst aufgestellt ...


Ich hatte angefangen, die erste ERB zu bauen, weil mir die Arbeit mit den Magazinen zu aufwendig und zu belastend für die Bienen erschien. Ich suchte nach einer echten Alternative, ohne Bienenquetschen. Auch nimmt die Schwerkraft mit 50 merklich zu. Eine Alternative zum Magazin macht aber nur dann SINN, wenn ich weniger Arbeit damit habe, die Bienen zufriedener und mithin produktiver sind, die Vielfalt imkerlicher Arbeit nicht durch Speziallösungen engeschränkt wird und: sowohl der Honigertrag, wie auch Trachtsortierung "stimmen".
Ich hatte vorher lange überlegt. Die Vorteile, zargenweise zu arbeiten, bietet die ERB nicht. Die Vorstellung, mit einzelnen Waben zu hantieren, machte mir die ERB unatraktiv. Die Praxis zeigt jedoch: man hantiert kaum noch. Man verschiebt größtenteils nur - und das gleich blockweise. Eine ERB muß (wie Dadant) etwas größer als nötig sein, damit man keinen Wabenknecht (Wabehalter/Hilfszarge) braucht, um die Hände frei zu haben. Dann geht alles 3x schneller, als mit Magazinen, Rauch ist vollkommen überflüssig. Keine oder nur sehr wenige "Verkehrstote".
Nicht ohne Grund ist es nicht bei einer ERB geblieben. Ich weis nicht, wie ich es beschreiben soll: die gesamte imkerliche Arbeit macht mehr Spaß, geht besser, leichter! und schneller von der Hand. Die Bienen sind happy! Und der Ertrag ist definitiv der gleiche - bei ganz wesentlich weniger Arbeit! Möglicherweise ist die horizontale BrDistazierung (der verd. Brut) neben der Schwarmtrieblenkung zudem auch antivarrös Wirksam (erste Eindrücke). Die Varroa schlüpft wohl weit genug von der offenen Brut entfernt, was deren Parasitierung mindert oder wenigstens verzögert. Das muß noch genauer Untersucht werden.
Mittels Schied und ASG kann ich sehr genau (halt wabengenau) sowohl BR als aúch HR (eigentl. sind es ja eher Brut- bzw. HonigBereiche, aber ich bleibe bei den Begriffen BR und HR) an die Situation anpassen. Z.Bsp. hat ein Unwetter heuer die Robinentracht verkürzt. Die Ernte in den Magazinen war suboptimal, 10er Zargen waren einfach zu groß . Bei den ERB hatte ich den HR durch einfaches Schied vorsetzen entsprechend verkleinert. Das dauert 1 Minute!
Auch das Einsetzten einer (vertikalen) Bienenflucht ist unvergleichlich einfacher, schneller und leichter zu bewerkstelligen, als im Magazin.
Wenn man mal eben kurz nur ans BrNest will, muß man zwar in der ERB keine Zargen abheben, aber dennoch die HoWaben nach hinzen ziehen. Waschechte ERB-Imker haben dafür ein Dummyboard: eine Blindwabe (halbe Stärke genügt) ganz vorne. Die zieht man zuerst. Die erste echte Wabe dahinter (Pollenbrett) kann dann einfach temprär oder ggf. bleibend nach hinten in den Freiraum hinterm Schied gehängt werden. Dann hat man genug Platz, um auch vorn komfortabel zu arbeiten. Aufgrund der großen Waben ist die Kiste nur 80cm kurz, man kann sie also durchaus übergreifen - zum Bearbeiten längs oder quer zum Umstellen der Beute.
Ein vertikales ASG und ein Schied sind unabdingbar für die ertragsorientierte Arbeit mit ERB. Wie Hund und Stab des Schäfers.
ERB bieten eigentlich nur Vorteile ggü. den Magazinen oder Trogbeuten.
Besonders 4 Punkte sind mir als vorteilhaft aufgefallen:
1. signifikante Zeitersparnis
2. keine Knochenarbeit
3. deutlich geringere Bienenstörung
4. keine Ertragsminderung

Fazit: ja, ERB machen m. E. auch und gerade für die ertragsorientierte Imkerei Sinn.
Wer selbst bauen kann, sollte unbedingt eine ERB bauen und mal damit Imkern. .

Fragen, Ideen, Kritik, Eigenerfahrungen sind sehr willkommen ...

Grüße vom Honigbart
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon Immenfreund » 28. Juli 2016, 05:35

Danke für den Beitrag, ich lese normalerweise nicht gerne viel und daher keine langen Posts, aber das habe ich doch mal gelesen.

Rähmchenformate: grob gezählt sind es mindestens 4 -> ein größeres Lager gehört wohl zu deiner Imkerei?

1. signifikante Zeitersparnis

kann ich so nicht nachvollziehen

40 Völker bei dieser starken Diversifikation ist wohl ein Fulltimejob, es sei denn deine "signifikante Zeitersparnis" ist tatsächlich existent.
LA, DD, DN, KU; ERB, TRB... ASG und Schied (ohne Abkürzung) in verschiedenen Größen; bei "1x 20er DD etwas höher" hattest du kein passendes fürs Foto?

Sind dies nun nur Experimente zur Erprobung der für dich optimalen Betriebsweise, oder bleibt da so vielfältig?
2. keine Knochenarbeit

bestimmt zutreffend
3. deutlich geringere Bienenstörung

ja, kann ich mir vorstellen
Bienen quetschen: Beim Verschieben der Waben gehen die Bienen doch sofort auf das Propolis zwischen den Schenkeln um es zu recyceln. Wie verhinderst du da das Quetschen?
4. keine Ertragsminderung

lass ich mal gelten, aber wie willst du das feststellen? Vergleichsvölker in der Anzahl, dass statistische Ausrutscher erkennbar sind, gibt es bei selbst 40 Völkern nicht.

also insgesamt eher ein großes Fragezeichen von mir
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon BieneMoni » 28. Juli 2016, 07:47

Danke für deinen Beitrag und die Photos.
Du bist ganz schön handwerklich begabt, daß du sowas selber machen kannst!
Respekt.
Grüße, BieneMoni
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon FranzBurnens » 28. Juli 2016, 09:54

Wäre es nicht Platz sparender, wenn das Honig-Abteil des Trogs so wenig Rähmchen beinhaltet, wie eine normale Magazinzarge und ein HR darüber aufgesetzt werden könnte? - Der Hauptvorteil bliebe erhalten, dass man nämlich ohne Zargenabstapeln die wöchentliche Schwarmkontrolle durchführen kann.

Noch ne Frage:
" 2x 22er LA (~80cm) = schön handlich, aber leider zu klein..."
zu klein für was genau?
FranzBurnens
 
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Re: Einraum/Trogbeute

Beitragvon womo » 28. Juli 2016, 13:33

Hallo Miteinander,
Ich glaube so eine ERB baue ich mir heuer auch zum ausprobieren. Ich möchte aber auch im Zandermaß bleiben. Haben sich nunmehr die 25 Rähmchen bewährt? Hat wer einen Bauplan. Ansonsten muss sich wohl selber basteln :D

Sollte der Gitterboden über die ganze Länge gehen-Wärmemanagement im HR?? Oder ist das Wurscht. Danke für Eure Ideen
womo
 
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