Vom Baum zur Beute

und weniger einfache Beuten

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 12. September 2014, 19:29

Hab aus Esche (teilweise eigene Bäume) unseren Fußboden gemacht. 25 mm Dielen. Müsste ein paar Generationen halten.
Hab noch einiges an Brettern am Trocknen...
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon beeo » 12. September 2014, 20:15

Und deshalb ist Esche auch einer der gefürchtetsten Bäume für Holzfäller... Der schnalzt gern mal unten los. Der Kollege eines Bekannten ist mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus gekommen weil ihn die Esche einfach ein paar Meter weggedroschen hat...
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 12. September 2014, 21:05

Andererseits ist Esche hervorragend geeignet, um Holzspalten mit dem Spalthammer zu lernen.
Auch bei der Verarbeitung zu Rähmchen klappt bis jetzt alles sehr gut. Selbst die dicken Nägel gehen leicht ins Holz, zumindest solange es noch nicht allzu trocken ist, ohne Risse zu bilden.
Die Esche ist zur Zeit das Sorgenkind in der Forstwirtschaft, weil eine Pilzerkrankung ("Eschentriebsterben") nahezu alle Bäume befallen hat, ohne Gewissheit, ob sie das überleben.
Das gleiche Schicksal hatte übrigens die Weymouthkiefer in der Vergangenheit mit dem Weymouthkiefernblasenrost, der durch die (wilde) Johannisbeere übertragen wurde. Viele Bäume sind in den 80er Jahren dabei eingegangen.
Bei der Esche sterben weit verbreitet die Gipfeltrieb Jahr für Jahr ab und die Bäume verkümmern, insbesondere die jungen. Zudem bilden sich Stammnekrosen bei älteren Bäumen--das erste Anzeichen für den Exitus.
Rüster (Ulmen) starben aus ähnlichen Gründen beinahe aus.
Bleibt zu hoffen, dass sich irgendwo resistente Individuen bilden.
Diese Hoffnung habe ich allerdings nicht bei der Kirschessigfliege---diese werden ja mit SpinTor bekämpft, das ja bekanntlich B1 ist. Wohl dem, der nicht in der Nähe eines Weinbergs seine Bienenvölker stehen hat.
Alles ein wenig Off-Topic, aber interessant hoffentlich......
Grüße aus dem Enzkreis.
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon ImkerHönig » 12. September 2014, 21:51

tolle Arbeit, meinen größten Respekt ;)
Grüße vom freundlichen Imker aus der Nachbarschaft.

"Jeder Imker ist Bienenhalter , aber nicht jeder Bienenhalter ist Imker!"
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 13. September 2014, 07:51

Die Eschen hat mir mein Nachbar gefällt - Profi: "Die paar Bengel hau ich Dir gschwind ab!". Die hätten mich vermutlich auch erschlagen... War Knowhow erforderlich.
Beim Schleppern wurde einer der Bäume um andere herumgebogen, ein Halbmond. Die Esche hats nicht gestört - zähes Zeugs! Und hart. Schöner Werkstoff.

ja, off topic. Aber wir zeigen ja auf, aus welch tollem Stoff man Rähmchen bauen kann!
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 29. September 2014, 13:24

@beernd:

Sag bitte, verwendest Du das Herz der Weymouthskiefer mit?
Du verwendest ganze Bretter, kein Leimholz? Würdest Du das auch mit 300 mm breiten Brettern tun?
Beschichtest Du Deine Beuten?

vlg

waldimker
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 29. September 2014, 16:59

Völker im Schwarzwald 2014.JPG
Völker im Schwarzwald
Hi waldimker,
ich habe schon viele Herzbretter verwendet, bisher ohne Probleme. Manchmal löst sich die Markröhre heraus, die kann man aber wieder anleimen. Ansonsten verzieht sich trockenes Wey-Holz kaum, auch nicht bei Herzbrettern. Wers nicht glaubt, kann ja am Herz nochmal durchsägen und wieder zusammenleimen, ich finde das aber unnötig. 300mm Bretter würde ich vielleicht auf 26 oder 28mm sägen lassen, meine Bretter haben 24mm. Wichtig ist das korrekte Ablagern der Bretter mittels Hölzchen wie auf einem Bild zu sehen. Je höher der Holzstapel, desto größer der Druck. Die gestapelten Bretter "schüsseln" deshalb nicht und bleiben formstabil nach der Trocknung. Ich beschichte keine Beuten, manche werden gestrichen mit Holzlasur, die meisten bleiben "natur" und vergrauen mit der Zeit. Wenn mir das grau zu einfarbig ist, schleife ich die älteren vielleicht kurz ab und pinsle etwas Leinöl drüber---mal sehen.
Grüße aus dem Enzkreis.
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Karlheinz » 29. September 2014, 18:23

Hemlock Holz (eine Kiefernart) lässt sich ebenfalls hervorragend als Beute verwenden. Natürlich ist es schwerer als Weymouth, aber völlig unempfindlich gegen Feuchtigkeit, verzieht sich nicht und ist sehr wenig astig.
Wird auch als Sauna Holz verwendet und dürfte im Beutenbau fast ein Imkerlebenlang halten.
Gruß
Karlheinz
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 29. September 2014, 19:04

Hallo beernd,

Danke für die Infos.

Das mit dem Bretter trocknen kenne ich. Habe gestern und heute einen ganzen Haufen Kirsche und Esche vom "Lagerplatz" in die Scheune geräumt. Die sind schön stehen geblieben. Die dicken Dielen bleiben gewendet nochmal ein Jahr liegen.
Leider haben wir hier keine Weymouth-K.,zumindest kein WAldbauer, den ich kenne. Das Sägewerk hat aber 27 mm, 32 mm und 37 mm - unbesäumt - vorrätig. Da werd ich mir ein bisschen holen.
Ich brauche für meine Beuten 25 mm Wandstärke, kann aber bis 22 herunter, sehe da kein Problem. Ich glaub, da bin ich geizig und nehme die 27 mm. Außen lass ich sägerauh - manche sagen, Feuchte dringt dann nicht so leicht ein.
Und wenns sein muss - eine Leimpresse steht im Keller.
... da fällt mir ein ... mein Hobel kann nur bis 250 mm Breite ... also doch mind. einmal leimen ...

nochmal vielen Dank!

waldimker
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 6. Oktober 2014, 19:30

@beernd

nochne Frage:
Verwendest Du das Splintholz auch?
Flügeläste?

Hab heut meine Bretter bekommen. herrliche Ware. So schönes Holz hatte ich ja noch nie - mal wenigstens kein Nadelholz.

viele Grüße

vom waldimker
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 7. Oktober 2014, 10:33

Hallo waldimker,

das ist ja das vorteilhafte an Weymouthskiefer, dass man fast alles verwenden kann.
Äste stellen meist kein großes konstrukives Problem dar, solange sie gesund verwachsen und nicht zu groß sind (und das ist die Regel!!!).
Splintholz geht ebenfalls in die Produktion, wobei ich drauf achte, dass die Löcher der Bockkäferlarven herausgeschnitten werden.
Splintholz färbt sich oft blau, ansonsten passiert nicht viel, dies ist nur ein Farbfehler.
Um Bockkäferbefall zu vermeiden, wäre eine Entrindung vor dem Einschnitt der Bretter im Sägewerk angebracht.
Frische Weymouthkiefer in starker Dimension mit Hand zu entrinden ist allerdings eine sehr sportliche Angelegenheit, besonders wenn die Aststummel nicht stammeben abgesägt wurden.
Grüße aus dem Enzkreis.
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 7. Oktober 2014, 18:39

Danke, Beernd,

alles fix und fertig. Holzfeuchte 11-12%. Nur noch besäumen und los. Wird in meinem Lager nur noch feuchter...

vlg

waldimker
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 24. September 2015, 18:59

Zadant 1.JPG
Aufsatz passend zur Einfachbeute
Zadant 2.JPG
direkter Größenvergleich Zander---Zadant
Erste Zadant-Versuche!
Um mitreden zu können, sollte man wenigstens mal praktische Erfahrungen sammeln.
Ohne großen Aufwand in 2 Stunden hergestellt und ausreichend für 2 Völker incl. Rähmchen.
Geplant ist, im zeitigen Frühjahr 2 Kunstschwärme auf Mittelwände zu setzen und kräftig zu füttern.
Der Draht ist so gespannt und aufgeteilt, dass eine ganze Zandermittelwand und das fehlende Reststück passend aufliegen und auf einmal eingelötet werden können.
Bei Nichtgefallen ist zumindest nicht viel Holz verschwendet worden.
Alles kompatibel, nur wenig Platz für den Schied.
Da aber Dadant-Imker sowieso geizig sind mit der Anzahl der verwendeten Rähmchen ist das hoffentlich zu verkraften.
Die langen Ohren bleiben erhalten und sichern den besseren Halt in der Hand mit diesen fetten Dingern.
Bin mal gepannt, wie schnell die Schwarmkontrolle im direkten Vergleich geht.
Mir graut es allerdings vor der Wabenhygiene---steht aber frühestens in 2 Jahren an.....

Gruß an alle experimentierfreudigen Honigbrummler!

Beernd
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Goran » 24. September 2015, 19:35

Hallo

Mach Einfach unten Zadant oben Zander aufsetzen stat Halb Zargen und die Waben Hygiene hat sich erledigt .
In Spätsommer Königin rauf auf Zander Waben Abspergitter unten und wenn das Brut geschlüpft ist nimmst du die Zadant Waben raus und setzt den Volk nach unten nexte Jahr Frühling Königin mit eine Waben unten lassen dazu Zadant Rämchen geben mit Mittelwänden ,danach die Zanderwaben nach frütracht ausschleudern und Neue Zander Waben mit Mittelwänden aufsetzen auf den Waldtarcht werden die ganz ausgebaut ,später abschleudern ,hast du Neue Honigwaben für nexte Jahr ,gleichzeitig hast du das Schwärmen verhindert und dann in Jahr danach wieder von vorne Anfangen .

ich habe 9 Völker auf Zander die Beuten sind Zadant und nexte Jahr wird diese Methode verwendet ist einfacher wenig Arbeit dazu muss du die Völker jd.Zweite Jahr schrumpfen statt jd,Jahr


Mfg

Goran
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 24. September 2015, 20:01

Hi Goran,

das klingt praktikabel!!!

Gruß

Beernd
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 24. September 2015, 20:06

Hi Beernd,

auf jeden Fall ausprobierenswert!
Ich für meinen Teil finde die großen Waben zu unhandlich - wenn futtergefüllt. Und da es sich bei mir nicht vermeiden lässt, voll aufgefüttert zu wandern, sind mir kleinere Waben lieber. Das spricht nicht gegen Schied und einräumig! Kann man auch mit kleineren Waben.

Tipp: Verschraub die beiden Teile. Irgendwann langst du an den falschen Griff und das macht Aua. (Ich hab z.T. bei Ablegerkästen Langstrothmaß und einen Untersetzring (der grad so gut oben drauf könnte wie bei Dir) auf Dadant. Da muss ich manchmal schon gut aufpassen beim Ankippen...

Wie hoch ist ein Zadant-Rähmchen?
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 24. September 2015, 21:21

waldimker hat geschrieben:
Wie hoch ist ein Zadant-Rähmchen?

Das hab ich mich auch gefragt und einfach die Maße vom Dadant Blatt in der Höhe genommen---30 cm Außenmaß.
Ansonsten--danke für den Tipp--- das Verschrauben ist bestimmt sinnvoll!

Gruß

Beernd
Zuletzt geändert von Beernd am 3. Oktober 2015, 09:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon HaroldBerlin » 25. September 2015, 08:59

Beernd hat geschrieben:Bei Nichtgefallen ist zumindest nicht viel Holz verschwendet worden.
Gruß an alle experimentierfreudigen Honigbrummler!
Beernd


Hallo Beernd,
verschwendet ist das Holz sicher nicht.. Ich imkere in der Einfachbeute und daher auf Zander. Ich habe mir diese Jahr für sechs Völker und acht Ableger einfachste "Ringe" (Außenmaß 520 x 420mm) oder Rahmen gebaut. Nicht so schön wie Du mit Griffleiste und seitlichem Überstand, einfach vier Bretter. Die nutze ich zur AS-Behandlung und zum Auffüttern mit flachen Schalen.
Nehmen wenig Platz weg, sind schnell und billig gefertigt und erhöhen bei der AS-Behandlung das Volumen nur um ein Drittel einer ganzen Zarge, an der ich außerdem viel länger schraube und mehr Verschnitt habe. Ich denke, die kann man sehr vielsoietig nutzen, könnte man auch einfach zu einer Futterzarge umbauen.

Im kommenden Jahr muss ich dann hoffentlich nur noch in den Schuppen gehen und der ewige Materialzuwachs hört dann auf - oder der Junior fängt dann doch Feuer und Flamme und will dann selbst loslegen :bigrin:
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 28. September 2015, 06:35

Wollt noch was nachreichen weil ich geschrieben habe, die großen Dadantwaben seien mir zu groß...

Nicht dass einer denkt, ich meinte, die wären zu groß.
Sie sind mir nur voller Futter und unbebrütet zu empfindlich für den Transport (obwohl das geht wenn man etwas vorsichtig ist). Müsste ich nicht mit dem Karren über holpriges Gelände, ginge das vermutlich ganz gut.
Weiters ist bei mir ein entscheidender Grund meine Hobelmaschinenarbeitsbreite, die bei 250 mm liegt. Eine Dadantseite hat die Breite von 297 mm bei mir. Ich muss also Leimholz herstellen und das ist mühsam. Ein Langstrohtseitenbrett hat bei mir 244 mm und passt ganz prima auf meine Maschine.
Wären diese beiden Sachverhalte anders, würde ich zweifelsfrei mit Dadantwaben imkern!

Und nichts davon sprach gegen Zander! Es kommt auf die eigene Imkerei an und mit was man am Besten klar kommt.
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 17. August 2016, 10:42

Zadant im Einsatz

Ein Schwarm ca 3 Wochen nach dem Einschlagen auf selbstgebaute Zadant-Rähmchen.
Der Rähmchendraht wurde so konzipiert, dass eine Zander Mittelwand und ca eine halbe passend eingelötet werden können.
Die großen Brutflächen auf der Zadantwabe sind beeindruckend!
https://youtu.be/ZCG5il6mokw
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 25. August 2016, 21:49

Zadant-Volk im August
So sieht das Volk mittlerweile aus.
Der eingetragene Honig verbleibt als Vorrat, viel muss dann gar nicht mehr gefüttert werden.
Der natürliche Milbenabfall ist gering, weil ich den Schwarm rechtzeitig mit Milchsäure eingesprüht habe.
Spannend und für mich neu wird das Einengen im Frühjahr.
Wabenhygiene erfolgt wahrscheinlich durch Entnahme aller gedeckelten Brutwaben nächstes Jahr Ende Juli.

https://youtu.be/RpK-ngstHFI
Bild
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 26. August 2016, 11:42

Selbstgebaute Varroa-Schublade (Windel) für unter 50 Cent/Stück.
Dateianhänge
Varroa Schublade aus Laminat.JPG
guter Kontrast und hoffentlich lange haltbar
Varroa Schublade aus Laminat.JPG (70.77 KiB) 6406-mal betrachtet
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 7. Mai 2017, 21:50

Weymouthskiefernstamm wird mit dem Mobilsägewerk zu Brettern verarbeitet:

https://youtu.be/qWNI09Ix2IM
Dateianhänge
Mobilsägewerk 4.JPG
Mobilsägewerk 3.JPG
Mobilsägewerk 1.JPG
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 8. Mai 2017, 06:41

Sehr schön Qualität. Das Holz mein ich.
Verkaufst Du auch Bretter oder Stämme?
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 8. Mai 2017, 07:15

Alles Eigenbedarf.
Den Stamm hat mir ein bekannter Förster aus dem Schwarzwald angeboten, der wusste, dass ich Imker bin und schon mal Strobe gesägt habe.
Es war ein einzel stehender dürr gewordener Baum, der ansonsten schwierig zu vermarkten war.
Sehr sehr astig auf über der Hälfte der Stammlänge.
Außerdem lag er schon über ein Jahr lang im Wald und war voller Bockkäfer, die zum Teil schon im Kernholz unterwegs waren.
Trotzdem ist die Ausbeute akzeptabel, was natürlich vom Geschick des Sägers abhängt und vom relativ großen Durchmesser (62 cm in der Mitte bei 20m Länge).
Habe 60.-€/fm gezahlt für den Stamm.
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 8. Mai 2017, 07:53

Ist gut. Dachte nur: Enzkreis, da fahr ich öfters durch - zu den Bienen.

Ich kaufe im Sägewerk und lasse dort auch sägen. Zwar krieg ich immer eine Qualität schlechter als ich bestellt hatte (garantiert kommt irgendein Holzhändler vorbei und kassiert die besseren Stämme), aber bislang war das letztlich alles super. Ich verarbeite mittlerweile alles sägerauh und in Brettbreiten bis 324 mm. Alles grad geblieben.
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon bob » 8. Mai 2017, 11:37

Beernd hat geschrieben:
Zadant 1.JPG
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Hast du einen Grund, warum du den Adapter oben aufsetzt?
Ich frage deshalb, weil ich ebenfalls versuchsweise Adapter für 2 Beuten im Einsatz habe,
diese jedoch unten angesetzt habe, weil ich denke, dass die unteren Übergänge weniger verbaut werden. :hmm:
Gruß bob
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 8. Mai 2017, 12:14

Hallo Bob,


bis jetzt ist mir noch kein Verbau aufgefallen in der Lücke, die durch den Adapter zwangsläufig entsteht.
Aber ausgeschlossen ist es natürlich nicht. Sollte es sich als störend herausstellen, werde ich die Lücke einfach duch ein eingepasstes und angeschraubtes Hölzchen schließen.
Danke aber für den Hinweis, es ist immer hilfreich, wenn Erfahrungen ausgetauscht werden.
Wenn mal länger Tracht herrscht und der Bautrieb wieder im Normalbetrieb ist, schaue ich mal genauer hin.
Ich versuche in diesem Jahr die Anzahl der Zadantjungvölker zu erhöhen bis auf ca 10, um überhaupt aussagekräftige Vergleichsmöglichkeiten zu haben.
Grüße

Bernd
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