Vom Baum zur Beute

und weniger einfache Beuten

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon otto1755 » 18. November 2013, 20:19

Moin Beernd,

jetzt hab ich mal dein Beitrag "Vom Baum zur Beute" gesehen, sehr interessant.
Ich hätte eine Tischfräse, mir ist es aber zu viel aufwand. Aber wie schon gesagt,
wenn es Spaß macht ist eigentlich nichts zu Aufwändig. Find dein Beitrag super :thumbsup: .

Gruß
Otto1755
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. November 2013, 20:25

Zuerst beginnt alles wie beim Bau der Beuten auch: abgelagerte Bretter einteilen, besäumen und exakt auf 22cm ablängen.
Hartlaubholz (hier:Esche) hat Vorteile in der Stabilität, ist allerdings auch schwerer wie Nadelholz.
Beste Erfahrung habe ich mit Buche (Eiche, Esche oder Erle gehen auch!).
Buchen-Stammholz in Palettenqualität gibts relativ günstig zu kaufen, der Verschnitt (ca 40-50%) brennt sehr gut im Kaminofen.
Die daraus gebastelten Rähmchen sind erstaunlich langlebig, sehr bruchfest und halten selbst im total vekitteten Zustand ungeheure Hebelkräfte aus.
Wichtig ist allerdings die absolute Passgenauigkeit der einzelnen Komponenten.
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Brett einteilen.JPG
zunächst nur grob einteilen und parallel absägen, später mit Längsanschlag exakt ablängen
gehobelte und abgelängte Rohlinge.JPG
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. November 2013, 20:42

Nach dem Justieren der Säge geht alles recht einfach.
Links der fertige Rohling, der zum Einstellen der Sägetiefe und des Anschlags verwendet wird.
Es folgen mehrere Schritte......
Absolut unerlässlich ist der Schiebestock in beiden Händen.
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Hoffmann Seitenteile fertigen.JPG
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. November 2013, 20:55

Step by step
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Schritt 1 (unten).JPG
4 gleiche Schnitte, je 2 oben und unten
Schritt 2.JPG
fast fertig
Schritt 4  (9mm breite Seitenteile sägen).JPG
fertiger Rohling ---8 Seitenteile aus einem Block, ca 160 aus einem Brett, fertig in ca zwei Stunden
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. November 2013, 21:10

Weiter gehts-----das Seitenteil muss zum Hoffmann werden!
Mangels Fräse also mit der Tischkreissäge.
Mit etwas Übung klappt das Drehen der Teile erstaunlich schnell!
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Massenproduktion.JPG
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. November 2013, 21:26

Was für Dünnbrettbohrer:............
Immer 2 Teile passen drunter, der Hebel bedient die Bohrmaschine schnell: fast 100 komplette Rähmchen in einer halben Stunde!!!!
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bohren.JPG
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. November 2013, 21:36

Letzter Schritt vorm Zusammenbauen: Typische Hoffmann-Form mit Stichsäge aussägen.
2 Seitenteile müssen fest im Schraubstock fixiert sein.
Der vorhandene Sägeschnitt wird vom Stichsägenblatt seitlich rund abgetrennt.
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letzter Schritt.JPG
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. November 2013, 21:41

unbreakable!!!
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unbreakable.JPG
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Puschkin » 20. November 2013, 12:22

Vereinsbeuten ?
Welchen Preis hat so eine Beute wenn sie fertig ist? Lohnt sich das überhaupt?

Ansonsten tolle Bilder, gut beschrieben. Top
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Plonsi » 20. November 2013, 16:35

Tolles projekt!!!
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 20. November 2013, 19:42

Hallo Puschkin,
den genauen Preis habe ich noch nicht kalkuliert, ist mir auch nicht so wichtig.
Ich habe jetzt genug Holz für mehrere Winter Bastelei und genügend Potenzial zum Erweitern.
Bei genaurer Kalkulation dürfte ich aber die Arbeitszeit nicht mit einem Kostensatz belegen, sonst "lohnt" es bestimmt nicht.
Was sich aber 100% ig rechnet ist der bereits erwähnte Spaßfaktor, der bei so vielen Hobbies viel wichtiger ist, als rein monetäre Aspekte.
Weil ich tiefer in die Königinnenzucht einsteigen will, benötige ich einiges an Material, was ich mir so einfach selber herstelle--eins nach dem anderen.
Ich habe sogar, weil es Spaß macht, Ablegerkisten gebaut, obwohl viele sagen werden, dass es eigentlich unnötig ist (was wohl auch zutrifft).
Genauso wie die vielen Futtergeschirre (einfacher gehts mit Stapelboxen..).
ich bastle, solange ich Lust dazu habe und das Holz nicht ausgeht und wenn das der Fall ist, kommt einfach wieder das Mobilsägewerk!
Sonst hätte man ja imkertechnisch nicht viel zu tun im Winter......
Würde ich das Holz aus den 2 Weymouthkieferstämmen (ca 10 Kubikmeter) aber komplett verbauen, so reicht es für über 300-400 Magazine (recht grob ermittelt).
Kosten Holz/Transport/Sägen: ca 1400 €.
Dazu kommen noch die anteiligen Kosten für Maschinen, Strom, Werkstatt, Schrauben (20 pro Kiste), Nägel (20 pro Kiste), Leim etc.
Wollte ich für den Verkauf produzieren, bräuchte ich bessere Maschinen und die Kalkulation steht Kopf.
Zusammenfassend kann man sagen (und dieser Spruch stammt nicht von mir): Ein schönes Hobby darf auch was kosten!!!!!!!!!!!!!
Ehrlich gesagt kann ich mir zur Zeit kein schöneres vorstellen!!!!!!
Zuletzt geändert von Beernd am 1. Dezember 2013, 17:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Puschkin » 20. November 2013, 22:23

Es darf auch jeder so sein "Laster" haben. :)
Und wenn es einem Spaß macht, warum nicht?
Ausserdem sehen deine Beuten und Rämchen ziemlich fachmännisch aus. Klasse!
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Claus » 23. November 2013, 21:51

Hallo,
Ich finde Deinen Beitrag sehr gelungen.
Meine Beuten baue ich ebenfalls selbst.
Im wesentlichen so wie Du.
Allerdings habe ich mir für meine Kreissäge einen "Dado Blade" Satz gekauft. (€45.--)
Damit fräse ich die Nut und Feder in Stirn und Seitenbrett.
Auch die Auflage für die Rähmchen erstelle ich auf diese Weise.
Der Vorteil ist, dass das Ganze auf der Tischkreissäge ziemlich zügig zu erledigen ist.
Und man braucht keine Tischfräse.

Gruß
Aus Ostwestfalen

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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon mariamathilde » 24. November 2013, 12:51

Allerdings habe ich mir für meine Kreissäge einen "Dado Blade" Satz gekauft. (€45.--)
Damit fräse ich die Nut und Feder in Stirn und Seitenbrett.

Hallo
was ist ein "Dado Blade" Satz. Ein Bild mit Erläuterung oder ein Link für die Anschauung wäre sehr hilfreich.
Gruß
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Claus » 24. November 2013, 23:09

Hallo,
Dado blades sind im Prinzip mehrere parallel laufende Sägeblätter.
Ich versuch grad noch die Bilder hoch zu laden.
Wenns klappt reich ich diese nach.
Gruß
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon opa » 25. November 2013, 07:57

Moin
kann mir eine sagen wo bekomme ich so ein bauplan von beuten, wollte mal versuchen das selber zu bauen?.
Danke
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Plonsi » 25. November 2013, 11:31

Auf der Seite von : Uni Hohenheim und dann oben rechts.
Aber den Besseren Bauplan finde ich ist in dem Buch "Einfach Imkern" von Dr. Liebig. Der Plan im Buch ist noch etwas einfacher zu bauen da dort die Seiten der Zargen nicht mit Nut verbunden sind sondern stumpf aufeinander kommen was auch super funktioniert. Aber achtung wenn man 18mm Holz nimmt müssen die Maße natürlich leicht angepasst werden was aber kein Problem darstellt. Ich habe für meine Beuten Leimholz genommen, was D4 (das ist eine Din Norm=tropenfest verleimt) da D3 zwar für "Wasserfest" steht aber auf dauer nicht hält. Ich habe aber bisher nur ein Baumarkt gefunden der D4 verleimte Leimholzplatten anbietet und auch zuschneidet (Mäusel Bauzentrum heisst der).
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon opa » 25. November 2013, 15:38

Danke
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 9. Dezember 2013, 21:03

Rähmchen nageln!
Für diese Tätigkeit habe ich mir eine Nagelform gebaut--ganz einfach aufgebaut, aber sehr sehr effizient.
Sie besteht wie man sieht aus 4 simplen Brettchen, wovon 2 eine Aussparung haben und 2 dickeren Leisten, die in die Aussparung gesteckt werden.
Dazwischen passen nun genau die vorbereiteten Seitenteile der Rähmchen.
Wenn man genau Maß nimmt, stehen alle Teile senkrecht und halten sich gegenseitig.
Zunächst werden dann die Leisten der Rähmchenunterseite angenagelt.
Dazu benutze ich 1,8x35 feuerverzinkte Nägel.
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Rähmchen 005.JPG
Rähmchen 006.JPG
Rähmchen 007.JPG
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 9. Dezember 2013, 21:13

Anschließend ganze Konstruktion umdrehen und Rähmchenoberleisten einlegen und genau mittig ausrichten.
Die Nagelform hält das ganze beim Nageln stabil, so dass nichts verrutscht und das Rähmchen auch schön im Winkel ist.
Ausserdem gehts deutlich schneller so!
Für die Oberleisten besutze ich 2,0x40 er feuerverzinkte Nägel!
Die sind zwar unheimlich klobig, halten aber deutlich besser als die kleineren.
Einzigstes Problem bei Verwendung von zu trockenem Holz bei den Seitenteilen ist, dass manche reißen.
Abgelagertes Holz verursacht so um die 10% Verschnitt!
Die Esche ist noch relativ frisch und bestens geeignet, fast ohne Versluste!!!
Sind alle Nägel drinnen braucht man nur noch die fertigen Rähmchen aus der Form zu holen!
Voila!!!
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Rähmchen 008.JPG
Rähmchen 009.JPG
Rähmchen 010.JPG
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Simon » 10. Dezember 2013, 14:06

Hi Beernd,
wäre es von Vorteil die Rähmchen zu Schrauben?
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 10. Dezember 2013, 17:04

Schrauben??
Kann ich mir nicht vorstellen.
Soooo schnell wie die genagelt sind!
Beim Schrauben muss man zwangsläufig vorbohren und man muss dünne lange Schrauben nehmen, um nur annähernd die Stabilität zu bekommen wie mit 2,0x40 er Nägel.
Schrauben sind zudem teurer.
Aber probiert es doch einfach selbst!
Die Stabilität der Rähmchen ist, so wie auf den Bilder zu sehen sehr gut, auch ohne Leim.
Mit der Nagelform bekommt man auch sehr schnell ein Gefühl dafür, wies am besten geht, da man ja bei 10 Rähmchen innerhalb kürzester Zeit 60 Nägel ins Holz haut.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen mit Schrauben schneller oder stabiler zu arbeiten!
Aber ich kann mich auch irren......
Überlegt habe ich mir schon, mit Luftdruck zu arbeiten und Klammern ins Holz zu schießen, so wie die Massenware zum Teil hergestellt wird.
Dies spart zwar bestimmt Zeit, aber 100% auf Kosten der Stabilität.
Und das kennt jeder: Bei der ersten Frühjahrsdurchsicht, wenn die Waben noch kalt und das Propolis hart ist mit dem Stockmeißel hebeln und einen Rähmchenoberträger nach dem anderen ruinieren, weil der aus den Seitenteilen rausgeht.
Passiert mit den fetten Nägeln nicht!
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Plonsi » 11. Dezember 2013, 20:55

Kann ich mir nicht vorstellen, dass wenn ich gewissenhaft mit guten Klammern arbeite da die Stabilität darunter leidet. Ich muss halt die richtigen (vll geriffelt?) nehmen und die müssen lang genug sein dann sollte da doch kein Unterschied sein bezüglich Stabilität oder?!
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon oagi » 11. Dezember 2013, 21:30

Hallo Beernd,

eine genial einfache und praktische Konstruktion hast du dir da zurechtgebastelt. :thumbsup: Ich hab so etwas ähnliches nur für ein Rähmchen und nur für Flachzargen.
Für meine ersten Einfachbeuten hab ich 100 Rähmchen gekauft, nur leider gibt es bei und anscheinend keine so hochwertig gefertigten wie es deine sind. (aufwendige Eckverbindung)
Wenns die Zeit erlaubt würd ich die nächsten auch gerne selber machen und bin dir deshalb für deine Tricks und Anregungen sehr dankbar. :)

Kann ich mir nicht vorstellen, dass wenn ich gewissenhaft mit guten Klammern arbeite da die Stabilität darunter leidet. Ich muss halt die richtigen (vll geriffelt?) nehmen und die müssen lang genug sein dann sollte da doch kein Unterschied sein bezüglich Stabilität oder?!


Hab auch solche und solche im Einsatz und konnte nicht wirklich einen Unterschied feststellen. Klammern geht halt doch nochmal schneller.

mfg

Titus
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 11. Dezember 2013, 23:44

Ich muss gestehen, dass die Aussage bzgl. der geringeren Stabilität nicht representativ für alle gekauften oder selbst gebauten Rähmchentypen gleichermaßen gilt.
Mein (gekauftes) Musterrähmchen, von dem ich auch immer die Maße nehme beim Einteilen der Bretter ist geklammert und verschiebt sich schnell, wenn man die Seitenteile ein wenig verdreht.
Sicher gibts bessere Wege, wie man das selbst stabil bauen kann.Ich kann mir gut vorstellen, dass man ein wenig herumexperimentieren muss mit dem Luftdrucktacker (falls man einen hat) um gute Ergebnisse zu erzielen.
Den Schwerpunkt seiner Investitionen muss jeder selbst für sich festlegen, so eine Gerät extra wegen der Rähmchen zu beschaffen kommt bei mir nicht in Frage.
Bisher zeigen die Erfahrungen mit den 2,0x40 Nägeln, dass noch nie ein Nagel durch hebeln aus den Seitenteilen gegangen ist, eher brechen die Oberträger. Keine Ahnung, ob das gleiche auch für Klammern gilt!
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Immenfreund » 12. September 2014, 12:03

Beernd hat geschrieben:Die Stirnhölzer werden mit feuerverzinkten Nägeln von innen angeheftet.
Wer will kann die Nagelköpfe mit einem Tröpfchen Bienenwachs versiegeln.

verhindert das Anätzen durch AS?
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 12. September 2014, 12:21

@Beernd:

hab nun heuer Rähmchen aus Esche gebaut, weil ich Abschnitte hatte.
Ich hab mir gedacht: Wenn man aus Esche Axtstiele, Schaufelstiele, Hackenstiele usf. macht. - früher wurde es im Fahrzeug/Kutschenbau eingesetzt - sollte Esche dann nicht auch stabilere Rähmchen ergeben als z.b. Fichte? So dachte ichs mir zumindest. Hat jmd. Erfahrungen?
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Karlheinz » 12. September 2014, 16:04

ich verwende Esche im Kajakbau. Sie ist formbeständig, zähhart aber elastisch und sehr widerstandsfähig. Ich wette, die Rähmchen halten fast so lange, wie die Beute. Da können die Mädels kitten wie sie wollen, das Rähmchen wird nicht brechen.
Gruß
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon waldimker » 12. September 2014, 17:09

das hört sich gut an!
Kam auf die Idee weil ich Dadant-Brutraumrähmchen brauchte und möglichst wenig Holz, dafür viel Brutfläche, wollte. Hab daher rundum 10 mm Holzstärke verwendet und hab so ein paar Zellen dazugewonnen... :bigrin:
wirken kräftig genug, die Rähmchen.
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Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Karlheinz » 12. September 2014, 17:19

Esche wird auch zum Bau von Rennrodel verwendet. Ich arbeite viel damit. Echt haltbar...
Gruß
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