Vom Baum zur Beute

und weniger einfache Beuten

Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon Beernd » 17. März 2013, 10:15

Weymouthskiefern.JPG



Beuten selber bauen frei Waldweg---bald kommt das Sägewerk!

....wird fortgesetzt
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon Simon » 17. März 2013, 10:33

Hallo Bernd,
willst du alles zu Beutenmaterial verarbeiten oder ist noch ein Gartenhäuschen in Planung?
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon Beernd » 17. März 2013, 10:41

Weymouthkiefer-Stammholz.JPG


2 starke Stämme (zusammen ca. 10 Festmeter) sollen zu besäumten Brettern gesägt werden.
Bin mal gespannt, wie die stark astigen Stammteile rauskommen....
Geschätzte Kosten (Holz, Transport, Sägen) ca 140.-€ pro Festmeter.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Beuten selbst bauen

Beitragvon Beernd » 17. März 2013, 10:43

Genug Arbeit für lange Winterabende---wenn schon Hobby, dann richtig!!!!
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. März 2013, 19:05

Aus aktuellem Anlass und weil Simon die Idee hatte, hier die Story über die Entstehung einer (oder mehreren ) Einfachbeuten von Anfang an.
Leider fehlen Bilder vom stehenden Stamm und vom Fällvorgang.......
Weiter gehts mit dem Mobilsägewerk:
Praktischerweise direkt vor der Haustüre werden die Stämme gesägt und so der Holztransport einfach.
Dateianhänge
Weymouthkiefer auf der Mobilsäge.JPG
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. März 2013, 19:07

Aus dem Stamm wird zuerst ein "Model" gesägt, später dann die Bretter.
Dateianhänge
Model.JPG
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. März 2013, 19:15

Fertige Bretter bereit zum Abtransport.
Bleiben sie im Wald liegen ,"bekommen sie Füße".........
Gesägt auf 24 mal 240 mm ist noch Toleranz zum Trocknen, hobeln, beisägen.
Als nächstes muss alles sauber "aufgehölzelt" werden, damit die Bretter schneller trocknen und sich nicht so verziehen.
Die Esche ist auf 4 cm gesägt und ergibt später Hoffmann Seitenteile für die Rähmchen.
Dateianhänge
Bretter sind fertig.JPG
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon hubi » 18. März 2013, 21:22

Mobilsägewerk....wie geil ist das denn :-)
Zuletzt geändert von hubi am 18. März 2013, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Hubi
Benutzeravatar
hubi
 
Beiträge: 51
Bilder: 5
Registriert: 12. Juli 2012, 22:42
Wohnort: Dinotown

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. März 2013, 21:41

Als Holz für die Einfachbeuten verwende ich ausschließlich Weymouthkiefern.
Hier ein paar Gründe dazu:
---Das Holz der Weymouthkiefer ist leicht!
---Es lässt sich sehr gut verarbeiten (hobeln, leimen, verschrauben)!
---Trockene Bretter "arbeiten" kaum, bleiben formtreu und verziehen sich wenig
---Äste verwachsen in der Regel gesund mit dem Holz und fallen nicht raus wie z.B. bei der Fichte
---Weymouthkiefern haben groß Abstände zwischen den Astquirlen, so dass man viele astfreie Bretter bekommt
---Holz ist relativ preiswert, weil es nicht so stark nachgefragt wird und eher ein Nischenprodukt ist
--- harzt nicht so stark wie Lärche oder Kiefer
---es riiiiecht gut!
---selbst das Splintholz kann verwendet werden (dies ist leichter als das Kernholz, wird aber schnell blau)
---blaues Splintholz hat nichts mit Holzfäule zu tun (ist nur eine Oxidationsform durch eingeschlossenes Wasser)
---Weymouthkiefer ist selbst unbehandelt im Freien lange haltbar (Versuche laufen noch..._)
---30 Jahre alte Beuten funktionieren immer noch
---Holz ist relativ druckunempfindlich, reisst nicht stark
---wenn man keine Lust mehr hat zu imkern, kann man sie immer noch verbrennen!
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon ralfschuster » 19. März 2013, 07:36

Hallo Beernd,
Was hast Du denn pro Fm gezahlt????
Ich hab meins im Sägwerk sägen lassen , ohne Transport 150,-€/Fm

Gruß Ralf
ralfschuster
 
Beiträge: 22
Registriert: 20. Mai 2011, 06:29
Wohnort: Neuffen

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon GeeBee » 19. März 2013, 11:40

Hallo Beernd,

der Bericht ist sehr interessant. Ich freue mich schon auf die weiteren Verarbeitungsschritte!
Finde ich echt spannend. Weiter so!
Gruß,

GeeBee
Benutzeravatar
GeeBee
 
Beiträge: 208
Registriert: 27. November 2011, 14:55
Wohnort: Bergisches Land

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 19. März 2013, 19:21

Tagesausbeute 120 Bretter a 4,5m alle besäumt.
Holz hat 62.-€/fm gekostet, ist aber extrem astig im oberen Stammbereich.
Dafür aber dick!!!!
Dateianhänge
Tagesausbeute.JPG
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 19. März 2013, 19:25

Bald kommen Bilder vom Verarbeiten--jetzt aber erst mal alles heim tranportieren.
3 Fahrten mit dem Hänger und die Sache ist erledigt.
Dateianhänge
Bretter.JPG
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 19. März 2013, 20:35

Beim Aufstapeln gilt:je luftiger, desto besser und schneller trocknen die Bretter.Abgedeckt wird mit Schwartenbrettern.
Dateianhänge
aufstapeln.JPG
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 20. März 2013, 17:49

Spannende Sache: Bretter einteilen!
Nach dem Trochnen (mindestens halbes Jahr, besser länger) sind die Bretter bereit zum Verbauen.
Beim Einteilen markiere ich die Sägestellen vor und schneide Seitenteile und Stirnteile der Kästen ein.
In einem zweiten Durchgang dann mit Schreinerkreissäge exakt auf 38 bzw 52 cm ablängen.
Im Moment vernute ich die Seitenteile noch nicht, da ich keine Tischfräse habe.
Dateianhänge
K800_Kästen bauen 005.JPG
Zuletzt geändert von Beernd am 20. März 2013, 19:22, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 20. März 2013, 17:57

Äste halte ich für ein nicht allzu großes Problem.
Sie geben die Kästen irgenwie einen individuellen Touch.
Außerdem braucht der Baum ja Äste zum Wachsen.
Solange sie nicht zu groß und noch gesund sind, werden sie verbaut.
Ich hatte noch nie das Problem, dass ein Kasten dadurch "leidet".
Die ausgefrästen und wieder verleimten Teile vieler Herstellen finde ich furchtbar---ist aber Geschmacksache.....
Dateianhänge
K800_Kästen bauen 006.JPG
Zuletzt geändert von Beernd am 20. März 2013, 18:43, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 20. März 2013, 18:01

Fertige Beuten bereit für den "Finish".
Leimreste und Stirnflächen müssen noch fein abgeschliffen werden.
Keine Kiste sieht aus wie die andere.
Die Bienen mögens ja auch nicht langweilig.
Dateianhänge
K800_Kästen bauen 007.JPG
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 20. März 2013, 18:08

Im Vordergrund ein "blaues" Brettchen aus Splintholz.
Ergiebt einen tollen Kontrast, wenn man es ölt.
Technisch gesehen genauso stabil wie "normales" Holz.
Der Deckel (noch nicht fertig)aus 16mm DWD Platten aus dem Baumarkt zugesägt.
Wasserdicht und plan auch wenns mal draufregnet.
Der Boden mit dem blauen Varroagitter ist ein Versuch, sonst nehm ich immer Edelstahl.
Kleinteile sägen und den Kasten zusammen bauen---kommt bald in Bildern!!!!
Dateianhänge
K800_Kästen bauen 012.JPG
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 26. März 2013, 20:27

Nach dem Einteilen der Bretter geht's weiter im Konzept.
Zuerst die beiden Kanten beisägen und auf Maß bringen (22,7cm Seitenteile und 21cm Stirnteile).
(Der Schutz an der Säge ist normalerweise immer dran!)
Danach gehts zum Hobeln.
Dateianhänge
Einfachbeute bauen I 004.JPG
exakte Maße
Einfachbeute bauen I 003.JPG
besäumen
Einfachbeute bauen I 002.JPG
abgelängte Seitenteile
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 26. März 2013, 20:33

Nach dem Hobeln die 2 Stirnteile leimen.
Am besten gehts mit einem dünnen Holz.
Dateianhänge
Einfachbeute bauen I 007.JPG
Einfachbeute bauen I 006.JPG
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 26. März 2013, 20:40

Die Stirnhölzer werden mit feuerverzinkten Nägeln von innen angeheftet.
Wer will kann die Nagelköpfe mit einem Tröpfchen Bienenwachs versiegeln.
Das Oberteil so anbringen, dass es bei 22,7 cm leicht übersteht (evtl markieren,ich machs mit Augenmaß!.
Im nächsten Arbeitsgang wird das komplette Teil auf die selbe Breite wie die Seitenteile gebracht.
Dateianhänge
Einfachbeute bauen I 009.JPG
Einfachbeute bauen I 010.JPG
Zuletzt geändert von Beernd am 26. März 2013, 20:58, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 26. März 2013, 20:42

Fertiges Stirnflächenteil exakt auf Breite sägen---jetzt passen alle Teile haargenau!
Dateianhänge
Einfachbeute bauen I 011.JPG
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 26. März 2013, 20:46

Leimen ist wichtig, wenn die Teile nicht mit Nut und Feder verbunden sind.
Die Schraubzwinge hilft beim Schrauben.
Vorher aber noch Vorbohren.
Als Schablone dient ein einfaches Holzstück mit drei Strichen. Ein Bleistiftpunkt markiert das Bohrloch exakt.
Dateianhänge
Einfachbeute bauen I 013.JPG
Einfachbeute bauen I 014.JPG
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 26. März 2013, 20:54

Torxschrauben sind genial.
Bei 20 Schrauben pro Kasten die richtige Wahl.
Wenns gut läuft ist eine Kiste in einer halben Stunde fertig incl. Hobeln.
Bei größeren Mengen kann man z.B. die Bretter beim Schreiner hobeln und ablängen lassen.
Manche Schreiner bieten sogar Maschinensätze für die Benutzung der Hobelmaschine an und man kann alles selbst erledigen.
Einfach mal nachfragen......
Dateianhänge
Einfachbeute bauen I 015.JPG
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon mahagugu » 4. April 2013, 08:55

Danke , für den schönen Beitrag ...

Damits aber nicht so ist , noch ein paar Anmerkungen wie ich das mache ...

Schneide die Bretter erst mal auf ca. 50 cm Länge (später wird noch korrigiert),
dann mit der Kreissäge auf 15 cm Breite und dann messe ich dann markiere
ich das gewünschte Innenmaß - bei mir meistens 43,5 cm.

Dann wird ohne Zwingen auf einer Platte die Zarge zusammengenagelt oder
zusammengeschraubt. Was drüber steht wird mit der Stichsäge weggeschnitten.
Mit 1 cm Leisten und Resten wird dann noch das Obere gemacht.

Mache das so , weil ich draufgekommen bin, dass ich viel zu ungenau die Länge
schneide.

Geht sich das mit 15 cm Breite nicht aus wird halt geleimt, aber erst nachdem
das Viereck fertig is.
mahagugu
 
Beiträge: 83
Registriert: 6. Dezember 2011, 13:03

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 4. April 2013, 12:29

Hallo Mahagugu,
Der Sinn beim Einteilen der Bretter ist ja, möglichst wenig Verschnitt bei einem Brett zu haben.
Die Kombination von den 2 Längen (bei mir 38 bzw. 52 cm) erlaubt eine nahezu verlustfreie Nutzung der unterschiedlichen Brettlängen.
Manchmal teile ich ganze Bretter nur in 38er Längen, wiederum andere nur in 52er Längen, bei manchen ist die Kombination die beste Wahl, je nachdem wie's ausgeht.
Außerdem kann man so grobe Äste herausmessen.
Das genaue Ablängen mache ich mit einer alten Schreinerkreissäge (orangene Farbe), die sehr zuverlässig arbeitet. (siehe Bild)
Meistens teile ich dann 10-20 Bretter ein und habe hinterher hoffentlich gleiche Mengen für Stirn- und Seitenteile.
Sind aber 38er Bretter zu viel, schneide ich die Griffleisten und Hölzchen der Stirnseite daraus wie ebenfalls auf einem Bild zu sehen.
Der schräge Anschnitt für die Griffmulden geht ganz einfach, indem man die Säge anwinkelt mit 30 bzw. 35 Grad(das geht allerdings nicht bei jeder Kreissäge).
Klingt alles ein wenig umständlich, aber der Hauptsinn der ganzen Aktion ist doch, dass es großen Spaß macht zu basteln.
Einen Königsweg gibt es nicht und jeder hat seine eigene beste Methode.
Bei der Vielzahl an Kisten, die ich so schon gebaut habe und die alle passen, denke ich, so verkehrt kanns gar net sein.
Wenn man's allerdings unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sieht, gibts bestimmt vieles zu verbessern.
Mir reicht es aber, abends eine (manchmal zwei) Kisten fertig zu bekommen, solange es wie gesagt Spaß macht.
Im Lauf der vielen Winterwochen kommt so trotzdem einiges zusammen.......
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 4. April 2013, 19:31

Besäumen

90% der Bretter kommen fertig besäumt aus dem Wald.
Die restlichen 10% machen zwar mehr Arbeit, aber es lohnt sich.
Zuerst Einteilen und Kurzlängen schneiden, indem man mittels eines Keilholzes das Brett exakt waagrecht am Gehrungsanschlag festklemmt, damit der Sägeschnitt nicht verläuft.
Danach das abgelängte Teil um 90 Grad drehen und den Längsschnitt führen.
Zur Sicherheit noch schnell über den Abrichthobel ziehen und danach fertig ablängen und hobeln.
Mit etwas Übung geht dies recht schnell und man spart sich den Besäumschlitten, der doch riesigen Platzbedarf in der Werkstatt hat.
Dateianhänge
Kästen bauen-besäumen 1.JPG
Kästen bauen-besäumen 2.JPG
Kästen bauen-besäumen 3.JPG
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 4. April 2013, 19:53

Das Ergebnis sieht man im Bild oben:

Sehr interessantes Bauteil mit vielen "Holzfehlern".
Im oberen Bereich Splintholz, teilweise Bläue.
Das untere Stirnbrett zeigt, was bei der Weymouthkiefer möglich ist:
Ein über 5 cm breiter (gesunder) Ast wird gnadenlos verbaut.
Solange alles "nagelfest" ist, halten auch diese Beuten viele Jahre.
Wers lieber mag, kauft natürlich 1a Ware ohne jeglichen "Ballast".
Alternativ wäre auch die Nutzung als Anfeuerholz für den Kaminofen zu überlegen.
Dateianhänge
Kästen bauen-Holzfehler 015.JPG
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Beernd » 18. November 2013, 17:47

Von der Esche zum Rähmchen......
Im folgenden aus aktuellem Anlass die Geschichte von der Herstellung von Rähmchen mit Hoffmann Seitenteilen.
Leider bastle ich keine modifizierten, weil sie mir einfach zu kompliziert in der Herstellung sind.
Man bräuchte dringend eine Tischfräse, die ich allerdings nicht habe.
Diese Dinger waren mir schon immer suspekt!
Also behelfe ich mir mit einfachen Mitteln, nämlich Tischkreissäge und Stichsäge---fertig!
Bei einem Bedarf von mehreren hundet neuen Rähmchen jährlich sogar eine echte Ersparnis, allerdings auch sehr sehr zeitintensiv.
Weils mir sehr viel Spaß macht, hier der Werdegang:................
Dateianhänge
Esche im Mobilsägewerk.JPG
Grüße aus dem Enzkreis.
Benutzeravatar
Beernd
 
Beiträge: 159
Bilder: 2
Registriert: 10. Mai 2012, 19:28
Wohnort: Mühlacker/Enzkreis

Re: Vom Baum zur Beute

Beitragvon Simon » 18. November 2013, 18:28

Ich bin schon mal ziemlich auf die Fertigung der Seitenteile gespannt.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Nächste

Zurück zu Die Einfachbeute

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast