Riesenqueen? :D

Verhalten, Anatomie und Krankheiten der Bienen

Riesenqueen? :D

Beitragvon AngoraAngy » 1. September 2016, 08:01

Ich habe es endlich geschafft, die Grande Dame des Volkes auf Mutters Terrasse zu Gesicht zu bekommen. Das ist das Volk, das nach der Ablegerbildung geschwärmt war und somit ist das eine selbstnachgezogene Königin. Die Dame hat sich bisher konsequent vor mir versteckt. Natürlich kommt sie genau dann zum Vorschein, wenn ich das Zeichnungsset nicht dabei habe...
Aber irre ich mich oder ist das ein Riesenvieh? Sie kommt mir wirklich viel größer vor als die anderen Königinnen.
Bild
Normal sollte es ja nicht von Nachteil sein wenn die Dame eine gewisse Körperfülle vorzuweisen hat, oder?
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
Benutzeravatar
AngoraAngy
 
Beiträge: 233
Registriert: 8. April 2016, 20:11

Re: Riesenqueen? :D

Beitragvon Tobi » 1. September 2016, 08:13

Wohl der Grund, warum Schwarmkös für von manchen für die besseren gehalten werden...
...ob tatsächlich so ist...??? :hmm:
"Zu viele Arschlöcher, zu wenig Kugeln." Clint Eastwood
Tobi
 
Beiträge: 173
Bilder: 4
Registriert: 21. April 2016, 14:27

Re: Riesenqueen? :D

Beitragvon Finvara » 1. September 2016, 14:38

Hallo,
das sieht doch mal verdammt gut aus.
zeichnen kanst du bei der Größe sparen :bigrin: .
Gruß Finvara
... man kann ohne Bienen leben , ... aber es lohnt sich nicht.
Finvara
 
Beiträge: 42
Bilder: 2
Registriert: 14. Mai 2012, 17:02
Wohnort: Meck-Pom

Re: Riesenqueen? :D

Beitragvon ulf » 1. September 2016, 15:20

Wirklich schöne Carnica Königin :thumbsup:
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
ulf
 
Beiträge: 223
Registriert: 4. März 2015, 21:07

Re: Riesenqueen? :D

Beitragvon Lukas » 2. September 2016, 08:54

AngoraAngy hat geschrieben:Normal sollte es ja nicht von Nachteil sein wenn die Dame eine gewisse Körperfülle vorzuweisen hat, oder?


Die Körpergröße ist das am einfachsten zu erkennende Qualitätsmerkmal einer Königin. Der große Hinterleib ist mit voll entwickelten Eischläuchen gefüllt und biete das Potential für maximale Legeleistung, auch wenn es kein Garant für gute Leistung ist. Man erkennt aber sofort, dass die Aufzuchtbedingungen optimal waren. Ein 2m-Basketballspieler hat nunmal auch unabhängig vom Talent und anderen Faktoren das höhere Potential als jemand mit 1,70m. Freu dich darüber, solche Exemplare gibts in der Regel nicht zu kaufen - die behält man selbst ;)
Benutzeravatar
Lukas
 
Beiträge: 601
Bilder: 1
Registriert: 16. Mai 2013, 19:10
Wohnort: Vinschgau, Südtirol

Re: Riesenqueen? :D

Beitragvon Tobi » 2. September 2016, 09:05

Dachte eher die Größe wäre nur eine Begleiterscheinung; ein Symptom...?
Welchen direkten Vorteil soll die bringen?
Spielt ja kein Basketball....?!? ;)
"Zu viele Arschlöcher, zu wenig Kugeln." Clint Eastwood
Tobi
 
Beiträge: 173
Bilder: 4
Registriert: 21. April 2016, 14:27

Re: Riesenqueen? :D

Beitragvon Lukas » 2. September 2016, 09:15

Tobi hat geschrieben:Welchen direkten Vorteil soll die bringen?
Voll entwickelte Eierstöcke. Und da ihre Hauptbeschäftigung nunmal die Eierproduktion ist, kann das kein Nachteil sein ;-) Extremes Gegenbeispiel sind spät entwickelte Nachschaffungen: teilweise kleiner als eine normale Biene, gehen sie trotzdem in Eilage und bauen mit 100%iger Garantie kein starkes Volk auf bzw. werden so schnell wie möglich umgeweiselt.
Benutzeravatar
Lukas
 
Beiträge: 601
Bilder: 1
Registriert: 16. Mai 2013, 19:10
Wohnort: Vinschgau, Südtirol

Re: Riesenqueen? :D

Beitragvon Tobi » 2. September 2016, 09:21

Lukas hat geschrieben:
Tobi hat geschrieben:Welchen direkten Vorteil soll die bringen?
Voll entwickelte Eierstöcke. Und da ihre Hauptbeschäftigung nunmal die Eierproduktion ist, kann das kein Nachteil sein ;-) Extremes Gegenbeispiel sind spät entwickelte Nachschaffungen: teilweise kleiner als eine normale Biene, gehen sie trotzdem in Eilage und bauen mit 100%iger Garantie kein starkes Volk auf bzw. werden so schnell wie möglich umgeweiselt.


Das meinte ich mit nur ein Symptom...

Finde das aber schon ein interessantes Thema.
Bei Nachschaffung vs. Schwarmkö/Umweiselungskö gehen die Meinungen ja doch recht weit auseinander.
Kennt dazu jemand transparente Vergleichsergebnisse?
"Zu viele Arschlöcher, zu wenig Kugeln." Clint Eastwood
Tobi
 
Beiträge: 173
Bilder: 4
Registriert: 21. April 2016, 14:27

Re: Riesenqueen? :D

Beitragvon summserum » 2. September 2016, 10:01

Lukas hat geschrieben:
Tobi hat geschrieben:Welchen direkten Vorteil soll die bringen?
Voll entwickelte Eierstöcke. Und da ihre Hauptbeschäftigung nunmal die Eierproduktion ist, kann das kein Nachteil sein ;-) Extremes Gegenbeispiel sind spät entwickelte Nachschaffungen: teilweise kleiner als eine normale Biene, gehen sie trotzdem in Eilage und bauen mit 100%iger Garantie kein starkes Volk auf bzw. werden so schnell wie möglich umgeweiselt.


Hallo

- bezüglich spät entwickelter Nachschaffungen.

Wie geht ihr bei Nachschaffungen vor, nach welchen Kriterien wählt ihr die Weiselzellen
aus, die nicht ausgebrochen werden, weil aus diesen die neue Königin schlüpfen soll.

Um die Nachschaffungen mit zu alten Maden zu verhindern könnte man ja alle Weiselzellen
brechen und die Bienen zwingen eine neue Nachschaffung zu einem definierten Tag zu starten.
(Wenn keine jüngste Brut mehr da ist, Brutwabe mit jüngster Brut zuhängen)
Dann könnte man nach 5 Tagen alle verdeckelten Weiselzellen brechen. Wenn dann noch eine
unverdeckelte Weiselzelle da ist, kann man sicher sein, dass diese mit einer sehr jungen Made gebildet wurde.
Damit wäre das Problem mit zu spät entwickelten Nachschaffungen umgangen.

Praktiziert das jemand so, wie sind die Erfahrungen.
Vielen Dank im Voraus für eure Antworten

Viele Grüße
summserum
Irrlehren bekämpfen bringt keinen Gewinn - es schadet nur (Konfuzius 551 - 479 v. Chr.)
Halte dich an die, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben (Dalai Lama)
summserum
 
Beiträge: 62
Bilder: 1
Registriert: 7. Dezember 2014, 21:32
Wohnort: Großraum Stuttgart 500m über n.N

Re: Riesenqueen? :D

Beitragvon Simon » 2. September 2016, 10:25

Drall wie ein Zeppelin. Das sichtbarste Kastenmerkmal ist die Größe, diese ist aber leider kein Zeichen für die Leistungsfähigkeit, die Anzahl der Eischläuche wäre ein Maßstab für eine lange Einsatzfähigkeit, für die Leistung steht die Größe nicht in einem direkten Verhältnis. Aber haben große Königinnen mehr Eischläuche oder ist die Größe (des Hinterleibs) bedingt durch den aktuellen Stoffwechsel? Ich habe viele leistungsfähige Nachschaffungsköniginnen erlebt, mindestens genau so viele untaugliche Schwarmköniginnen. Bei so ganz kleinen Königinnen kommen allerdings Zweifel vor allem wenn der Brustschild und das Köpflein winzig erscheinen, teils kleiner als eine Biene, ich habe 2-3 extra aufgehoben um zu sehen wie sie sich machen. Das alte schlaue Buch "Königinnenzucht" Ruttner, gibt dazu nur allgemeine Beurteilung und Bevorzugung der größeren Königinnen, aber leistungsmäßig werden keine direkten Unterschiede aufgeführt, nicht nur die Aufzuchtbedingungen, die Veranlagung scheint die Größe der Königin zu beeinflussen.
Die Aufzuchtbedingungen müssen demnach gut genug sein, vermeintlich bessere Bedingungen geben keine besseren Königinnen, das "Minimum" erkennt man recht schnell wenn aus einer Serie weniger und zudem kleine Königinnen schlüpfen, aber ob diese schlechter sind?
Klaus Hampel verglich unterschiedliche Königinnenaufzuchtverfahren, die Auswirkung auf den Körperbau (und Leistung) sind nicht deutlich zu erkennen. Leider fehlt der Vergleich zu Nachschaffungen aus dem Volk und Schwarmköniginnen.
http://www.landwirtschaft-bw.info/pb/si ... Hampel.pdf
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 522
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278


Zurück zu Bienenbiologie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste