Bienenverluste

Imkerei in den Medien

Bienenverluste

Beitragvon kamikaze » 9. April 2017, 09:00

kamikaze
 
Beiträge: 67
Registriert: 30. Juli 2016, 17:24
Wohnort: Bienwald/Südliche Weinstraße

Re: Bienenverluste

Beitragvon Epoché » 9. April 2017, 10:57

Ich hab das Gefühl, dass es solche Meldungen jedes Jahr gab, seitdem ich imkere. Also seit 2015 gab es immer "unsagbar hohe Verluste".
Ich bin was die Überwinterung angeht bisher vermutlich vom Anfängerglück gesegnet.
Epoché
 
Beiträge: 319
Registriert: 13. März 2016, 23:03
Wohnort: Oberfranken

Re: Bienenverluste

Beitragvon Hamamelishonig » 9. April 2017, 14:45

SWR hat geschrieben: Für Imker jedoch kein Grund zur Besorgnis: "Die Verluste sind gemessen am langjährigen Mittel überdurchschnittlich, aber nicht im dramatischen Bereich", sagt Christoph Otten vom Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen (Rheinland-Pfalz).


Eine der üblichen Meldungen, der geistige Nährwert unter dem, was eine Biene von einem Trachtflug zurueckbringt, die Zielgruppe bestimmt nicht die Imkerschaft, Hauptsache Herr Otten verliert nicht den Kontakt zum Sender, das wäre dann wie Futterabriss
Wichtig: Dieses Forum wird demnächst abgeschaltet - komm mit rüber ins neue Forum "Einfaches Imkern" unter http://dreilichs.de/if
Mehr Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
Benutzeravatar
Hamamelishonig
 
Beiträge: 410
Registriert: 10. Juli 2010, 07:27
Wohnort: Hohenlohe/Westrand mit Weinbergen

Re: Bienenverluste

Beitragvon propolis » 9. April 2017, 21:10

Schlecht recherchierte Meldung, mehr nicht...

In unserem Verein gibt es auch hohe Verluste, teilweise bis zum Totalverlust. Einer, der nur noch 6 von 28 Völkern hat, glaubt, dass es am späten Flug auf Senf lag. Allerdings hat er sich beim gemeinsamen Honigschleudern noch über mein sorgfältiges Milbenzählen im Spätsommer lustig gemacht :black: ...

Unser Vorsitzender hält viel vom Einfachen Imkern und hatte wohl auch mehr Verluste - richtig wird man es wohl nie erfahren, woran es lag, das Thema wird bei Versammlungen immer nur sehr verschämt behandelt und auf keinen Fall vor allen anderen. Dabei wäre da der Austausch m.E. am wichtigsten...
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 495
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Bienenverluste

Beitragvon Epoché » 9. April 2017, 21:38

propolis hat geschrieben:richtig wird man es wohl nie erfahren, woran es lag, das Thema wird bei Versammlungen immer nur sehr verschämt behandelt und auf keinen Fall vor allen anderen. Dabei wäre da der Austausch m.E. am wichtigsten...

Denke ich auch. Hinzu kommt, dass man sich gerne hinter diesem "bei uns im Landkreis total hohe Verluste" oder eben sogar "deutschlandweit ein Desaster dieses Jahr" versteckt. Als wenn irgendetwas schlimm daran wäre, dass man Rückschläge erleidet. (natürlich wäre es schlimm, wenn man sich nicht auf Fehlersuche begibt und versucht sein Imkern zu optimieren) Mir klingt das alles zu oft nach höherer Macht und Abgabe von eigener Verantwortung.


propolis hat geschrieben: Allerdings hat er sich beim gemeinsamen Honigschleudern noch über mein sorgfältiges Milbenzählen im Spätsommer lustig gemacht :black: ...


Mich hat letztes Jahr eine Anfängerin um Rat gefragt und nur durch meine Neugier habe ich herausbekommen, dass sie im Sommer weder behandelt hat noch plant es zu tun. Habe ihr dann erklärt wie man AS machen kann und ihr im Spätsommer sogar extra noch mal gesagt, wann hier wohl das letzte mal geeignetes Wetter wäre und dran erinnert im Winter OS zu träufeln. Tja - ihr dürft raten wer mir dann erzählt hat, dass die Bienen vor dem Frühling gestorben sind, weil sie "ausgeräubert" worden sind. Und man darf auch raten, wer nicht behandelt hat.

Das betrifft glaube ich aber auch sehr viele andere Themen. Egal ist es bei den Albernheiten bezüglich der geernten Honigmassen, die alle immer haben oder die absolute Stechlosigkeit der eigenen Bienen. Nervig aber bei imkerlichen Themen, wo man gerne Rat von anderen hätte. Ich hatte in einem anderen Forum zum Beispiel als Anfänger auch mal etwas zu Schimmel in den Beuten und Umgang damit gefragt. Milliarden Klicks quasi aber kaum Antworten. Zu solchen Themen herrscht allgemein oft Schweigen. So als wenn 99% aller Imker noch nie eine verschimmelte Wabe oder Oberträger gesehen hätte. (alternativ: der ein oder andere interessiert sich gar nicht für Schimmelmassen, die da sind, gibt es aber nicht zu.) Bei einem selbst scheint immer alles schon immer völlig perfekt zu sein - zumindest soll der Schein erhalten werden. Das finde ich schade. Gemeinsam lernen und Vorankommen sieht anders aus :(
Epoché
 
Beiträge: 319
Registriert: 13. März 2016, 23:03
Wohnort: Oberfranken

Re: Bienenverluste

Beitragvon Karlheinz » 10. April 2017, 11:44

Hallo Epoche´
Meine Erfahrungen hierzu sind sehr ähnlich. Ich glaube, dass sich viele Imker in die eigene Tasche lügen. Tatsächlich sind die Verluste oft viel höher, als einige verschämt zugeben möchten. Ich kenne auch genügend Imker, die auf AS verzichten wollen, "den Bienen zuliebe, weil die ja so leiden müssen unter der agressiven Säure".
Andere prüfen und reinigen die Windel erst nach mehreren Tagen und freuen sich, wenn sie vor lauter Gemüll die Milben nicht mehr sehen.
Naja, ich darf nicht jammern, denn ich kann mit Ablegern inzwischen einfacher Geld machen, als mit Honig.
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
Karlheinz
 
Beiträge: 517
Registriert: 16. August 2014, 16:37
Wohnort: Nähe Chiemsee, Bayern

Re: Bienenverluste

Beitragvon Epoché » 10. April 2017, 12:31

Karlheinz hat geschrieben:Naja, ich darf nicht jammern, denn ich kann mit Ablegern inzwischen einfacher Geld machen, als mit Honig.


Da tu ich mich extrem schwer mit. Besagte Anfängerin wollte eigtl (vor dem Verlust) Völker bei mir im Frühjahr zukaufen. Ich würde keine Bienen abgeben an eine Stelle, wo ich WEIß oder die Wahrscheinlichkeit durch irgendwelche Infos sehr hoch ist, dass sie einfach aus imkerlicher Schuld (also wirklich Schuld, nicht Pech oder NOCH mangelndem Wissen) verrecken. Dafür steckt zu viel Liebe in Ihnen drin. Fiel mehr so schon schwer genug die überzähligen Völker abzugeben.

Die Argumentation mit "den Bienen zu Liebe", die Du nennst, kenne ich auch :(
Ansonsten auch gerne "ich war in Urlaub und bin vor Ende Oktober nicht zum Behandeln gekommen"
Oder "ich hab ein kleines Kind und deswegen nicht so viel Zeit für die Bienen" (für Honigernte ist natürlich Zeit)

Sehr schön auch im Imkerverein einmal jemand mit kleinem Sohn zu Besuch. Der Kleine hat jedem erzählt, dass der Papa auch mal Bienen hatte, aber "die sind alle weggeflogen" :D Ergo: Jeder Imker sollte stets den eigenen Nachwuchs als Sprecher mit dabei haben. :D
Epoché
 
Beiträge: 319
Registriert: 13. März 2016, 23:03
Wohnort: Oberfranken

Re: Bienenverluste

Beitragvon Hamamelishonig » 10. April 2017, 16:07

propolis hat geschrieben:Unser Vorsitzender hält viel vom Einfachen Imkern und hatte wohl auch mehr Verluste - richtig wird man es wohl nie erfahren, woran es lag, das Thema wird bei Versammlungen immer nur sehr verschämt behandelt und auf keinen Fall vor allen anderen. Dabei wäre da der Austausch m.E. am wichtigsten...

Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Beispiel letztes Jahr während der Apfelkampagne erzählte mir ein Imkerkollege, dass er Ausgelacht wurde, als er bei der Vereinsitzung erzaehlt hat, er habe weniger als 10 Kilo Honig pro Volk gehabt. Als ich ihm dann sagte, dass es bei mir noch weniger gab, war er plötzlich viel zugaenglicher.
Dass sich die Leute in die Tasche luegen und schlechte Ergebnisse nicht zugeben, ist menschlich. Aber dann kann man Fehler auch nicht diskutierten und fuers naechste mal abstellen. Fuer mich ist jedes Volk, das ich einwintere Kapital und hat bis dahin schon viel Arbeit gemacht, da kann ich nicht verstehen, dass die Pillepallearbeiten wie Oxalsauresublimation im Herbst und Träufelbehandlung im Winter ausgelassen wird, und man sich dann wundert, wenn Voelker den Winter nicht ueberstehen.

Gleiches gilt bei mangelnder Wabenhygiene, inkonsequenter Sommertracht- und Pollenbrettentnahme im Herbst, Mäusegitteranbringung und Varroaschieberkontolle- bzw. Einlage. All das sind Arbeiten, die neben her laufen und wirklich keine Arbeit im Vergleich zur Einfuetterung, Ablegerbildung oder Honiggewinnung sind. Dass es da echt Kollegen gibt, die das schleifen lassen, will mir nicht in den Kopf.
Wichtig: Dieses Forum wird demnächst abgeschaltet - komm mit rüber ins neue Forum "Einfaches Imkern" unter http://dreilichs.de/if
Mehr Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
Benutzeravatar
Hamamelishonig
 
Beiträge: 410
Registriert: 10. Juli 2010, 07:27
Wohnort: Hohenlohe/Westrand mit Weinbergen

Re: Bienenverluste

Beitragvon mmoe » 11. April 2017, 06:57

Guten Morgen!

Eure Beobachtungen passen ganz gut ins Bild der derzeitigen Lage. "Das Problem der Bienenhaltung steht vor den Beuten", meine ich irgendwo gelesen zu haben. Dazu kommt, dass viele Menschen die Bienenhaltung für "modern" erachten, sich für viel Geld teure Ausrüstung kaufen, ein Bienenvolk dazu und schon ist man "Imker". "Lesen" und "Austausch" bzw. Erfahrungen reflektieren und anders machen, gehört bei vielen aber nicht dazu.

Ich habe dieses Jahr bereits genug Geschichten gehört, dass Bienen "ausgeräubert", "vergiftet" oder "einfach eingegangen" sind. Meine erste Frage geht immer in Richtung der Milben-Behandlung. Da habe ich dann eigentlich die besten Sachen gehört: "Resistent", "so Plättchen aufgelegt" und und und - fehlten eigentlich nur noch Weihwasser und rituelle Tänze um die Beute herum.

Ich habe vom hiesigen Verein vier Paten aufs Auge gedrückt bekommen, und gebe gerne mein kleines Wissen weiter. Alle vier haben bereits Bienenvölker gehabt, diese aber kollektiv in den Tod gepflegt. Ich habe mir leeren Beuten natürlich angeguckt und mir die Geschichten dazu erzählen lassen. :lol:

Hamamelishonig hat geschrieben:Gleiches gilt bei mangelnder Wabenhygiene, inkonsequenter Sommertracht- und Pollenbrettentnahme im Herbst, Mäusegitteranbringung und Varroaschieberkontolle- bzw. Einlage. All das sind Arbeiten, die neben her laufen und wirklich keine Arbeit im Vergleich zur Einfuetterung, Ablegerbildung oder Honiggewinnung sind. Dass es da echt Kollegen gibt, die das schleifen lassen, will mir nicht in den Kopf.


Da waren schwarze Schinken dabei ... - so etwas habe ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Honigernte bis zum geht nicht mehr - im September geerntet! -, keine Wabenhygienie, mangelhafte Milbenbehandlung. Bzw. Völker schon zwei-, dreimal vorher abgeschwärmt. Keine Einfütterung - "Bienen haben genug zu Essen" - hat mich dabei dann auch nicht mehr gejuckt. Erst als die bei mir die großen leeren Kanister mit Sirup gesehen haben, kamen die Bedenken.
Viele Grüße
Marco
mmoe
 
Beiträge: 299
Registriert: 1. August 2014, 21:13

Re: Bienenverluste

Beitragvon waldimker » 11. April 2017, 07:31

Ich muss mich da auch jedes Mal aufregen. Erst gestern abend.
Als letzten Herbst in der IV-Versammlung ein "Jungimker" (aber Rentner) fragte, wie`s bei den andern "mit den Miilben" aussähe, hat der Vorsitzende gleich "alles suuuuuper" gejodelt und damit war die Sache erledigt. Wir selbst hatten an einem Stand massive Probleme. Da wir aber dahinter her waren, sind (erstaunlicherweise) alle durchgekommen, wenn auch schwächer als gewollt.
Nun haben wir eine Vereinswaage, die der Vorsitzende betreibt. Da die Zunahmen doch recht ordentlich sind (vorgestern z.B. 2,5 kg), habe ich ihn gefragt, "wie stark" dieses Waagvolk sei. "unteres Mittelfeld" war die Antwort. Ja, klar, dacht ich.
Bei der Waldhonigernte letztes Jahr wurde von besagtem Manne Rekordernten beschworen, während andere leer ausgingen (im Vertrauen berichtet), wir selbst zuwenig hatten.
Aber die Vereinsbienen, die er betreut, da waren letztes Frühjahr "ein paar eingegangen".... (ich glaub die Hälfte der Völker). Der Rest wäre aber "super"!
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Bienenverluste

Beitragvon Epoché » 11. April 2017, 12:01

mmoe hat geschrieben:"Das Problem der Bienenhaltung steht vor den Beuten", meine ich irgendwo gelesen zu haben. Dazu kommt, dass viele Menschen die Bienenhaltung für "modern" erachten, sich für viel Geld teure Ausrüstung kaufen, ein Bienenvolk dazu und schon ist man "Imker". "Lesen" und "Austausch" bzw. Erfahrungen reflektieren und anders machen, gehört bei vielen aber nicht dazu.


Ja. So viele Leute, die einfach mal "anfangen", die Bienen nicht durch den ersten Winter bringen und dann einfach aufhören. Vielleicht noch ein zweites Jahr versuchen und dann ist Schluss. Und ich frage mich jedes mal, was dieses verkrampfte Jungimkergesuche soll. "Wir brauchen DRINGENDST Jungimker". "Jedes Volk ist wichtig!" Teilweise werden Leute ja geradezu überredet. "Ihr habt doch sonen großen Garten. Da müssen Bienen für eure Obstbäume rein!" "Imkern ist sooooooo einfach. Fangt doch einfach mal an!" Geht mir nicht in den Kopf alles.
Epoché
 
Beiträge: 319
Registriert: 13. März 2016, 23:03
Wohnort: Oberfranken

Re: Bienenverluste

Beitragvon STC » 11. April 2017, 12:08

Erstaunlicherweise bekomme ich aber eher den Eindruck dass vermehrt Altimker ("haben wir immer schon so gemacht") mit verlusten zu kämpfen haben.

klar unverbesserlich dumme Anfänger gibt es auch. aber viele sind auch engagiert und vor allem lesen sie sich gründlichst ein. Im Verein (durchschnittsalter gefühlte 873!) wird dann anfang August das Varroakonzept durchgekaut (das sowieso jeder auswendig kennen sollte)...

hintennach war es der spätblühende Senf, die niedrigen Temperaturen oder der böse Bauer!
STC
 
Beiträge: 70
Registriert: 9. Oktober 2016, 19:17

Re: Bienenverluste

Beitragvon Epoché » 11. April 2017, 12:34

STC hat geschrieben:klar unverbesserlich dumme Anfänger gibt es auch. aber viele sind auch engagiert und vor allem lesen sie sich gründlichst ein.


Den Eindruck hätte ich auch gerne. :(
Epoché
 
Beiträge: 319
Registriert: 13. März 2016, 23:03
Wohnort: Oberfranken

Re: Bienenverluste

Beitragvon waldimker » 11. April 2017, 12:39

Neulich kam ein junger Mann an meinen Stand als ich gerade am Arbeiten war. Er würde "nächste Woche" Bienen kriegen. Habe schon einige Kurse besucht. Er kannte noch nicht mal Begriffe wie "Zarge" oder "Mittelwand". Nachdem ich ihm dringlichst ans Herz gelegt hatte, sich GRÜNDLICHST einzulesen, meinte er "wennse verrecken doch egal - ich krieg sie umsonst".
Und dann noch: "Machen Bienen eigentlich viel Arbeit?" Auf die Antwort, die ihr Euch denken könnt, verzog er etwas bestürzt, aber ziemlich ungläubig, das Gesicht.
Ich hoffe inständig - für die Bienen - dass er die Finger davon lässt.
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Bienenverluste

Beitragvon Mike54 » 11. April 2017, 17:08

waldimker hat geschrieben:Ich hoffe inständig - für die Bienen - dass er die Finger davon lässt.

Ich hoffe das solch ein "angehender Imker" die übelsten Stecher bekommt und dazu noch hochallergisch auf Stiche reagiert. So jemand darf doch keine Bienen halten.
volle Honigtöpfe wünscht
Mike54
Mike54
 
Beiträge: 29
Registriert: 28. Dezember 2014, 22:21
Wohnort: Reichshof, Oberbergischer Kreis, 360 ü.NN

Re: Bienenverluste

Beitragvon waldimker » 11. April 2017, 18:39

Der dürfte noch nicht mal Kinder zeugen, wenn Du mich fragst.... Ist aber schon passiert.
Aber hierzuland darf man fast alles.
Und fühlt sich doch in allem gegängelt und beschränkt (wenn ich nur ein Schild "HONIG" aufstellen möchte, muss ich dem verd.... Bauamt Bescheid geben, dann kommt so ein Vogel und macht Fotos davon usf. usf. usf.)
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
waldimker
 
Beiträge: 2512
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Bienenverluste

Beitragvon propolis » 11. April 2017, 20:45

Dass man als Anfänger viel Sch... baut, halte ich erstmal für normal - die üblichen Sachen halt, Königinnen quetschen, Umweiselungszellen für Schwarmzellen halten, was weiß ich. In den Kursen von Pia, die ich besucht habe waren aber viele wirklich mit Inbrunst bei der Sache und dann hoffentlich auch so bei der AS-Behandlung.

Vielen vergeht die Lust ja beim ersten richtig bösen Stich. Die Leute richten dann aber auch keine Schäden über Jahre an. Ich kenne das aus einem anderen Bereich, wir betreiben ein Treffen für Handspinnerinnen. Wenn dann welche total übermotiviert sind, alles nur toll finden und dann nach ein paar Mal nie wieder auftauchen, sagen wir immer "die macht jetzt Makramée oder spielt Posaune" :lol: ...

Ich finde, bei der Varroa ist es wie beim Schleudern - wie ein Schleuderraum auszusehen hat ist genauso in- und auswendig bekannt wie das A+-Konzept, das auch bei uns vom Vorsitzenden immer wieder vorgebetet wird. Trotzdem war ich schon im Keller-Schleuderraum zu Besuch, wo die ausrangierten Skier und Stuhlpolster in der Ecke liegen und der Teppich auf dem Boden :? . Vielleicht ist es so eine nachlässige "Passtscho"-Haltung... Ich neige ja eher zum Gegenteil...
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 495
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Bienenverluste

Beitragvon keinimker » 11. April 2017, 21:51

Jungimker machen "viel Sch...", "Altimker machen es schon immer so!" Und was machen die dazwischen? ALLES richtig, können vorausschauend sagen wie der Sommer, wie der Herbst, wie der Winter und wie das Frühjahr wird!
Leute! Das bringt doch nichts!
Bleibt sachlich, nutzt eure guten Erfahrungen und lasst interessierte Imker daran teilhaben. OO; Den Rest spart euch.
Soviel zu dem weiter oben gelesenen. [;o)
Gruß
Harald
keinimker
 
Beiträge: 94
Registriert: 27. Mai 2015, 22:39

Re: Bienenverluste

Beitragvon Epoché » 11. April 2017, 22:01

waldimker hat geschrieben:Der dürfte noch nicht mal Kinder zeugen, wenn Du mich fragst.... Ist aber schon passiert.


Wieso nicht? Kosten doch nichts in der Mache, also ists auch egal wenn sie verecken...

Leute gibts...
Epoché
 
Beiträge: 319
Registriert: 13. März 2016, 23:03
Wohnort: Oberfranken

Re: Bienenverluste

Beitragvon propolis » 12. April 2017, 05:27

@keinimker, Jungimker bin ich auch noch, von daher sprach ich aus Erfahrung :D. Alles schon selbst gemacht :auge: . Und es ging ja dezidiert um hohe Völkerverluste durch Falsch- oder Nichtbehandeln. Das darf man schon kritisch sehen finde ich...

Vielleicht trifft mich ja auch mal trotz guter Behandlung der späte Senf - aber siehe Post oben, fand ich die Kombination "Milbenzählen machen nur Anfänger" und "nur noch 6 von 28 Völkern da" sehr kritikwürdig.
LG, propolis
propolis
 
Beiträge: 495
Bilder: 4
Registriert: 21. März 2015, 07:54
Wohnort: Niederrhein

Re: Bienenverluste

Beitragvon YoYo » 12. April 2017, 08:29

Schon in der Zeit bevor die Varroa kam, waren 10% durchschnittliche Verlustrate normal und in manchen Jahren war es auch viel mehr. Einfach mal alte Imkerzeitschriften lesen. Nicht jeder Standort ist für die Bienenhaltung gleich geeignet. Jeder imkert im Grunde mit etwas anderen Voraussetzungen. So ist auch der Honigertrag von Jahr zu Jahr auch am gleichen Standort verschieden, und ein schlechter Spätsommer kann für die Völker auch schlechte Wintervorbereitung bedeuten. Mangels Regen kann alles vertrocknen, oder es regnet wochenlang. Man kann auch mit der 60 %igen AS Probleme mit der Wirksamkeit bekommen, wenn die Witterung nicht stimmt. Nicht jeder Imker widmet den Bienen die ganze Aufmerksamkeit. Es soll Leute geben die haben auch noch andere Interessen oder Verpflichtungen. Da kann es dann auch mal vorkommen, dass die Imkerei leidet, zumindest phasenweise. Sollen mal alle Anfänger die sich hier so echauffieren erst mal 30 Jahre imkern und dann berichten, ob sie nie Verluste hatten.

Viele Grüße
YoYo
YoYo
 
Beiträge: 456
Registriert: 30. November 2010, 08:58
Wohnort: Oberes Neckartal am Schönbuchrand, 300 m ü NN

Re: Bienenverluste

Beitragvon STC » 12. April 2017, 11:33

Es ist ganz einfach: Bienenvölker finden das Ganze Jahr über abnehmer. Wenn man keine Zeit findet sich darum zu kümmern (was in 90% der fälle nur fehlende Priorisierung also WOLLEN ist) kann (und SOLL!) man sie abgeben und sich ein hobby mit weniger Verantwortung zulegen.

Man stelle sich mal vor ein Agrarökonom liesse seine Tiere im Stall verhungern weil er halt mal eben "keine Zeit" hatte!

Zugegeben Notfälle/unfälle und unvorhergesehenes treten immer mal auf! auch dann finden sich Lösungen wenn man wirklich will!
STC
 
Beiträge: 70
Registriert: 9. Oktober 2016, 19:17

Re: Bienenverluste

Beitragvon Epoché » 12. April 2017, 15:03

Das sehe ich wie STC. Wenn man die Zeit nicht aufwenden kann oder will, sollte man die Völker reduzieren oder evtl auch in manchen Fällen ganz aufhören. Gibt ja keine Pflicht zur Bienenhaltung. Eine zur Sorgfalt meiner Meinung nach schon. Das sind schließlich Lebewesen.
Für mich wurde es letztes Jahr grenzwertig von der Zeit, obwohl ich eigtl erweitern wollte und auch gut vermehrt habe. Dieses Jahr habe ich weitere Verpflichtungen hinzubekommen und meine verfügbare Zeit ist geschrumpft - ergo habe ich meine Völkeranzahl reduziert. Auch wenn ich gerne mehr Völker beimkern würde. Das hat nichts damit zu tun, dass das eigene Leben nur aus Imkern besteht. Nur, dass man eben das, was man tut, so gut als möglich tun möchte.
Epoché
 
Beiträge: 319
Registriert: 13. März 2016, 23:03
Wohnort: Oberfranken

Re: Bienenverluste

Beitragvon BieneMoni » 12. April 2017, 19:45

Dieses Jahr hat jemand aus unserem Verein kein Volk über den Winter gebracht.
Auf Nachfrage hieß es: keine Zeit für die Varroabehandlungen und überhaupt wenig Zeit bla bla.
Ich war stinksauer. Mir taten die armen Viecherl leid, die auf uns angewiesen sind.

Ein Anruf bei einem Vereinskollegen hätte gereicht, daß man aushilft oder zeitweise mitbetreut....
Aber nein. Einfach schleifen lassen und den Tod der Bienen in Kauf nehmen. :no:
Ätzend.
Dieses Forum wird demnächst geschlossen!
Hier gehts im Nachfolge-Forum weiter: dreilichs.de/if/index.php


Langstroth-Imkerei in der südpfälzischen Rheinebene
Benutzeravatar
BieneMoni
 
Beiträge: 216
Registriert: 27. April 2016, 14:08

Re: Bienenverluste

Beitragvon Waldi » 13. April 2017, 07:53

Hallo,
wer zu wenig zeit hat für die Bienen, muss die völkerzahl reduzieren.
Habe dieses Jahr auch auf 15 Völker Reduziert.
Und Jeder Imker muss begreifen das Varroabehandlung wichtig ist um die Völker zu erhalten.

Es Grüßt

Waldi
Waldi
 
Beiträge: 294
Bilder: 6
Registriert: 31. Mai 2012, 08:27
Wohnort: Raum Bielefeld

Re: Bienenverluste

Beitragvon keinimker » 13. April 2017, 21:32

kann man Bienen nicht auch im Tierheim abgeben?
Fragt sich
Harald
keinimker
 
Beiträge: 94
Registriert: 27. Mai 2015, 22:39

Re: Bienenverluste

Beitragvon YoYo » 14. April 2017, 10:15

keinimker hat geschrieben:kann man Bienen nicht auch im Tierheim abgeben?
Fragt sich
Harald


Sehr gute Idee!
Dann gehe ich geh mal mit meinen Bienen zum Tierarzt. :lol:
YoYo
 
Beiträge: 456
Registriert: 30. November 2010, 08:58
Wohnort: Oberes Neckartal am Schönbuchrand, 300 m ü NN

Re: Bienenverluste

Beitragvon Epoché » 14. April 2017, 13:43

Ich hoffe ihr habt alle an die Ohrmarken gedacht, die seit 01.01.2017 für jede Biene Pflicht sind!?
Epoché
 
Beiträge: 319
Registriert: 13. März 2016, 23:03
Wohnort: Oberfranken

Re: Bienenverluste

Beitragvon bob » 14. April 2017, 14:46

Epoché hat geschrieben:Ich hoffe ihr habt alle an die Ohrmarken gedacht, die seit 01.01.2017 für jede Biene Pflicht sind!?


Das hast du falsch verstanden. :no:
In Franken dürfen die Imker Ohrmarken tragen. 8))
Gruß bob
bob
 
Beiträge: 217
Bilder: 5
Registriert: 18. Dezember 2014, 21:28
Wohnort: Baden Württemberg

Re: Bienenverluste

Beitragvon keinimker » 15. April 2017, 20:49

sind auch Nasenringe zugelassen? Zweckmäßig könnten sie schon hie und da schon sein(?). [;o)
keinimker
 
Beiträge: 94
Registriert: 27. Mai 2015, 22:39


Zurück zu Veranstaltungen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast