Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Imkerei in den Medien

Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon FranzBurnens » 24. Oktober 2016, 15:25

Markus75 hat geschrieben:
FranzBurnens hat geschrieben:- ein industrieller Herstellungsprozess prägt gewaffelte Wachsblätter und füllt diese mit Honig. Da "Bienenwachs" nirgendwo klar definiert ist, kann dies aus E 901 gemacht werden, also gestrecktem Material.


E901 ist einee Lebensmittelzusatzverordnung. Dem Honig wir aber kein Bienenwachs zugesetzt. Faktisch scheidet die E901 also für uns auch aus, auch wenn sie auf jedenfall naheliegender erscheint wie die Kerzenverordnung!

Wer kommentiert, sollte erstmal versuchen zu verstehen, was gemeint war ...
Also: in dem Zitat aus der HonigVO ist ersichtlich, dass Wabenhonig artifiziell zubereitet werden kann unter Verwendung von künstlich hergestellten Wachswaben und deren Füllung mit (Schleuder-)Honig.

Nur als Interpretation geltenden Rechts gemeint, kein Plädoyer für Änderung der "LebensmittelzusatzVO"
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon waldimker » 24. Oktober 2016, 15:48

Franz: Ist das so oder reimst Du Dir die Möglichkeiten zusammen? Kennst Du "artifiziell" hergestellten Wabenhonig?
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Markus75 » 25. Oktober 2016, 07:04

FranzBurnens hat geschrieben:
Markus75 hat geschrieben:
FranzBurnens hat geschrieben:- ein industrieller Herstellungsprozess prägt gewaffelte Wachsblätter und füllt diese mit Honig. Da "Bienenwachs" nirgendwo klar definiert ist, kann dies aus E 901 gemacht werden, also gestrecktem Material.


E901 ist einee Lebensmittelzusatzverordnung. Dem Honig wir aber kein Bienenwachs zugesetzt. Faktisch scheidet die E901 also für uns auch aus, auch wenn sie auf jedenfall naheliegender erscheint wie die Kerzenverordnung!

Wer kommentiert, sollte erstmal versuchen zu verstehen, was gemeint war ...
Also: in dem Zitat aus der HonigVO ist ersichtlich, dass Wabenhonig artifiziell zubereitet werden kann unter Verwendung von künstlich hergestellten Wachswaben und deren Füllung mit (Schleuder-)Honig.

Nur als Interpretation geltenden Rechts gemeint, kein Plädoyer für Änderung der "LebensmittelzusatzVO"


Leider bin ich ja gerade der Meinung es richtig verstanden zu haben. Aber auch genau dann greift sicher nicht E901.
Wenn wir uns den kompletten Absatz zum Wabenhonig ansehen sollte es auch klarer werden ob damit die künstliche Waben gemeint sind oder ob es sich um Naturbau und/oder um Ausgebaute Mittelwände handelt.

3. Wabenhonig oder Scheibenhonig von Bienen in den gedeckelten, brutfreien Zellen der von ihnen frisch gebauten Honigwaben oder in Honigwaben aus feinen, ausschließlich aus Bienenwachs hergestellten gewaffelten Wachsblättern gespeicherter Honig, der in ganzen oder geteilten Waben gehandelt wird

Hier ist nur die Rede von frisch gebauten Honigwaben und von ausschließlich aus Bienenwachs hergestellten gewaffelten Wachsblättern. Gewaffelte Wachsblätter sind in diesem Fall Mittelwände deren Zellstruktur als gewaffelt bezeichnet wird.

Leider ist und bleibt Binenwachs immer noch kein E901. Es wird dem Lebensmittel ja nicht nachträglich/extra zugesetzt. Logisch ist und bleibt es natürlich -mangels sonstiger Definition- dass Bienenwachs in Verbindung mit Honig und Bienen auch als mindestens E901 zu betrachten ist.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon waldimker » 25. Oktober 2016, 08:54

na, dann hatt ich das noch richtig in Erinnerung, dass das mehr als schwammig war. die ahnung, hierzulande dürften keine MW in Einsatz kommen dabei, ist also irrig. immerhin haben wir diesjahr mehrere waben wabenhonig selbst verschlungen, die ganz normal aus Bio-MW entstanden waren. wirklich störend fanden wir das nicht. die MW isst man halt nicht mit. besser aber ist in jedem falle die naturbauwabe. (imker mit verträumtem blick mit hängendem stockmeißel auf der wiese stehend, kauend....)
ganz von der hand zu weisen wäre auch nicht, dass wabenhonig künstlich hergestellt werden könnte. vllt. wurde hier absichtlich ein schlupfloch gelassen. hierzulande wäre der aufwand allerdings mit dem absatz nicht vereinbar.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon attila » 6. November 2016, 21:23

Ist unser Thema nicht mehr aktuell?
Was tut sich beim Wachsskandal?
Scheinbar gab es im Ministerium eine "Expertenrunde".
Ist etwas dabei heraus gekommen, außer dass man nicht zertifizieren könne?
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Markus75 » 7. November 2016, 08:44

attila hat geschrieben:Ist unser Thema nicht mehr aktuell?
Was tut sich beim Wachsskandal?
Scheinbar gab es im Ministerium eine "Expertenrunde".
Ist etwas dabei heraus gekommen, außer dass man nicht zertifizieren könne?


Alles noch aktuell, nur müssen nun erstmal die Behörden in die Gänge kommen.
Allein der Fall Aulendorf hat nachweislich um die 1.000 Völker gekostet, Dunkelziffer ist sicherlich ein vielfaches höher.

Die Paraffingeschichte geht auch un den Bereich von mehreren hundert Völkern, jedoch warte ich hier noch auf weitere Ermittlungen. Zudem hält man sich dazu auch sehr bedeckt.

Die Expertenrunde hat sich auf eine, vor ca. 30 Jahren schon mal ins Auge gefasste, Arbeit geeinigt. Diese soll aufgegriffen und geprüft werden.
Nur sehe ich hier nicht die wirkliche Lösung. Soll wohl ein Zertifikat in Verbindung mit dem bereits bestehenden Gütesiegel geprüfter Imkereizubehöhr Hersteller (oder wie sich das nennt) werden.

Nach meiner Auffassung führt kein Weg an einer gesetzlichen Regelung vorbei. Dann unterliegt die Kontrolle der Lebensmittelüberwachung! Dadurch wird vielleicht auch der ein oder andere seine Wabenhygiene besser betreiben und statt einem Wachskreislauf auf eine Wachsstrecke setzen. Dies sind wir auch unseren Bienen und Kunden schuldig!
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Karlheinz » 7. November 2016, 13:05

Ich habe heute das Ergebnis der Untersuchung auf Paraffinwachs erhalten. Der Paraffingehalt liegt bei ca. 1-1,5%. Das begründet erstmal nicht ein zusammensacken der Waben. Mein Wachs wird aber weiter untersucht (Schmelzpunkt, andere Fette...)
Ich melde mich, sobald die Ergebnisse vorliegen.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon fleißig » 11. November 2016, 20:46

Markus75 hat geschrieben:Allein der Fall Aulendorf hat nachweislich um die 1.000 Völker gekostet, Dunkelziffer ist sicherlich ein vielfaches höher.



Woher stammen deine Informationen? Wurden diese veröffentlicht?
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Markus75 » 12. November 2016, 08:56

fleißig hat geschrieben:
Markus75 hat geschrieben:Allein der Fall Aulendorf hat nachweislich um die 1.000 Völker gekostet, Dunkelziffer ist sicherlich ein vielfaches höher.



Woher stammen deine Informationen? Wurden diese veröffentlicht?


Woher sie stammen? Garantiert nicht vom DIB oder sonstigen Ämtern.
Einfach unter http://bee-gann.de/ schauen. Wir haben nun auch eine Karte mit einigen Betroffenen eingefügt, komm aber nicht dazu die mit allen Fällen zu füllen, da viel zu viele Emails vorliegen.
Dabei sind unter den gezeigten Fällen schon über 480 Völker von 5 Imkern, dann kannst du dir ja ausmalen was bei den über 20 weiteren aufgelisteten Fällen dazu kommt.
Bin noch in Klärung ob die Betroffenen damit einverstanden sind, dass die Anzahl mit aufgeführt wird.

Das Problem ist, viele Betroffene sind entweder in keinem Verein oder scheuen sich wegen den 10-20 Völkern etwas zu unternehmen. Mir sind Fälle bekannt, bei denen es um z.B. 40 Ableger geht und derjenige sagt sich, hat mich schon genug gekostet, ich verschwende keine zeit mehr damit.
Nur ist dies genau der falsche Weg.

Unabhängig davon, dürfen sich alle Betroffenen oder vermutlich Betroffenen bei mir melden. Wir haben eine Facebookgruppe in der sich derzeit die meisten schon zusammen getan haben. Dort gibt es Infos und Tipps was zu tun ist und wo man was wie analysiert bekommt. So haben wir aktuell eine "kostenlose" Analyse für alle Betroffenen auf die Giftstoffe in dem Wachs.

Mit jeder neuen Veröffentlichung in einer der Bienenzeitschriften, kommen neue Betroffene dazu. Nur wie erreichen wir all diejenigen die ohne Internet dastehen? Genau hier sollte jeder von uns mithelfen und Aufklärungsarbeit leisten. Präsentationsmaterial gibt es ebenfalls unter der Petitionsseite und ist aktuell in den Vereinen hoch begehrt.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Karlheinz » 12. November 2016, 10:38

Ich habe genau die gleichen Schadbilder, wie sie in Deinem Link gezeigt sind. Das Wachs wird derzeit weiter untersucht, Paraffin oder Stearin wurde jedenfalls nicht in auffälligem Mass gefunden (max. 1,5%). Derzeit laufen weitere Analysen um der Ursache auf die Spur zu kommen.
Ich bin schon gespannt.....
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon YoYo » 12. November 2016, 11:15

Es gibt inzwischen auch ein Dossier in der SZ:

http://www.schwaebische.de/thema_doid,2959_typ,produkt.html
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Marcus » 28. November 2016, 12:06

Ich habe mein Wachs in den letzten Jahren immer bei Hardy Gerster umarbeiten lassen. In der abgelaufenen Saison habe ich noch Mittelwände verwendet, die im Jahr 2014 verarbeitet wurden. Ich habe bisher keine der beschriebenen Schadbilder gehabt. Dieses Jahr im Herbst habe ich wieder bei Hardy Gerster umarbeiten lassen und eine Wachsprobe von den erhaltenen Mittelwänden nach Hohenheim geschickt. Am Telefon wurde mir gerade vorab mitgeteilt, dass keine Varroazide/ Pestizide gefunden wurden. Ist es sinnvoll die Zusammensetzung des Wachses untersuchen zu lassen ? Hohenheim schickt dazu die Wachsprobe an ein anderes Labor. Das kostet 190,00 €. Was meint Ihr ?
Gruß Marcus
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Tobi » 28. November 2016, 12:55

Da wird Dir so wirklich keiner weiterhelfen können...

Ich persönlich packe ohne eigene Analyse kein fremdes Wachs mehr ins Volk.
Bei entsprechender Menge pro Einkauf/Analyse sind das ja auch nur noch Cents pro Kilo.
Hat man die Menge nicht, würde ich mich mit anderen zusammen tun. Da würde sich die Analyse bei den meißten Anbietern auch mehrfach aus dem Mengenrabatt finanzieren.

Es gibt aber auch Anbieter, da würde ich auch mit Analyse nichts mehr kaufen...
...muß aber auch jeder selber wissen.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Markus75 » 28. November 2016, 19:22

Alle nachweislich betroffenen des besagten Umarbeiters sollten mich bitte kontaktieren. Dann kann ich weitere Infos herausgeben was wo zu tun ist. Wir haben da starke Unterstützung die evtl. weitere Analysekosten erstmal vermeiden können.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon FranzBurnens » 28. November 2016, 22:17

Marcus hat geschrieben: Dieses Jahr im Herbst habe ich wieder bei Hardy Gerster umarbeiten lassen ...
Ist es sinnvoll die Zusammensetzung des Wachses untersuchen zu lassen ?

Wie wahrscheinlich ist es wohl, dass ein bei Unregelmäßigkeiten ertappter Geschäftsmann sein schändliches Gebaren weiter führt.
Also wird aus Analysen von frischem Material kaum Justiziables heraus kommen.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Markus75 » 6. Dezember 2016, 01:02

Nach langer Vorbereitungszeit hat unser Mitstreiter Simon Weber mit einem Labor eine Möglichkeit der Analyse für 70 Euro geschaffen.
Wir haben finanziell nichts damit zu tun und es wurde nur durch Simon Weber ermöglicht, dass wir hier nun günstige Analysen bekommen können.
Weitere Infos finden sich unter http://bee-gann.de/Wachs/analyse.html

Simon, ich hoffe diese kleine Schleichwerbung geht in Ordnung ß)
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon summserum » 6. Dezember 2016, 09:46

Schwäbische Zeitung zum Thema Wachsverfälschung

er wars nicht, sagt er!

http://www.schwaebische.de/region_artik ... d,535.html

Viele Grüße
summserum
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Tom » 6. Dezember 2016, 10:38

Zitat:
"Der erhöhte Stearin-Gehalt liege darin begründet, dass er in der Tat Wachs aus China verwende, beschreibt der Aulendorfer Händler. „Es gibt einfach regionale Unterschiede in dem Wachs von chinesischen und deutschen Bienen“, so Gerster."

Asiatische Stearinbienen – ernsthaft?

Zitat:
"„Die Spritzmittel sind das Problem und die daraus folgende Orientierungslosigkeit der Bienen“, ist sich der Wachsverarbeiter sicher. Nach seiner Theorie würden Pestizide, wie zum Beispiel Spritzmittel gegen die Kirschessigfliege, negative Auswirkungen auf die Bienen haben. „Das macht die Biene ballaballa und sie verhält sich ähnlich wie ein Maurer, dem man am Montag eine Flasche Schnaps in die Hand drückt und dessen Mauer am Freitag zusammenfällt. Ihre Waben baut die Biene dann nämlich nicht mehr ordentlich sechseckig“, erläutert der Aulendorfer seine Beobachtungen, „die Waben brechen zusammen und das nicht wegen der Mittelwände.“ In Folge sterben die Larven und die Völker verkümmern."

Angesichts nicht zusammengefallener "Schrotschusswaben" ein Hohn.
Tom
 
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Karlheinz » 6. Dezember 2016, 10:46

Tom hat geschrieben:Zitat:
"Der erhöhte Stearin-Gehalt liege darin begründet, dass er in der Tat Wachs aus China verwende, beschreibt der Aulendorfer Händler. „Es gibt einfach regionale Unterschiede in dem Wachs von chinesischen und deutschen Bienen“, so Gerster."

Asiatische Stearinbienen – ernsthaft?

Zitat:
"„Die Spritzmittel sind das Problem und die daraus folgende Orientierungslosigkeit der Bienen“, ist sich der Wachsverarbeiter sicher. Nach seiner Theorie würden Pestizide, wie zum Beispiel Spritzmittel gegen die Kirschessigfliege, negative Auswirkungen auf die Bienen haben. „Das macht die Biene ballaballa und sie verhält sich ähnlich wie ein Maurer, dem man am Montag eine Flasche Schnaps in die Hand drückt und dessen Mauer am Freitag zusammenfällt. Ihre Waben baut die Biene dann nämlich nicht mehr ordentlich sechseckig“, erläutert der Aulendorfer seine Beobachtungen, „die Waben brechen zusammen und das nicht wegen der Mittelwände.“ In Folge sterben die Larven und die Völker verkümmern."

Angesichts nicht zusammengefallener "Schrotschusswaben" ein Hohn.


Fr. Dr. Verena Schneider beschreibt in Ihrer Dissertation das Phänomen "Schrotschußwaben" und "Orientierungslosigkeit" auch als Folge der Varroose.
https://edoc.ub.uni-muenchen.de/12025/1 ... Verena.pdf
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Markus75 » 6. Dezember 2016, 16:28

Karlheinz hat geschrieben:Fr. Dr. Verena Schneider beschreibt in Ihrer Dissertation das Phänomen "Schrotschußwaben" und "Orientierungslosigkeit" auch als Folge der Varroose.
https://edoc.ub.uni-muenchen.de/12025/1 ... Verena.pdf


Genau hier liegt ja das Problem des Erkennens begraben. 99% der Imker dürften solche Brutbilde im Herbst als Varrose ansehen und im Frühjahr wenn die Kisten leer sind sowiso.
Nur hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. Schau dir mal unter "Bilder" die Brutwaben an, dann siehst du die nie bebrüteten helleren Bereiche zwischen den dunklen bebrüteten. Die hellen Zellen wurden immer und immer wieder ausgeräumt. Das Ist sozusagen das beste Erkennungszeichen, wenn man die Wabe gegen das Licht hält und man dann ein "wolkiges" Muster erkennt.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Markus75 » 6. Dezember 2016, 16:32

Tom hat geschrieben:Zitat:
"Der erhöhte Stearin-Gehalt liege darin begründet, dass er in der Tat Wachs aus China verwende, beschreibt der Aulendorfer Händler. „Es gibt einfach regionale Unterschiede in dem Wachs von chinesischen und deutschen Bienen“, so Gerster."

Asiatische Stearinbienen – ernsthaft?

Zitat:
"„Die Spritzmittel sind das Problem und die daraus folgende Orientierungslosigkeit der Bienen“, ist sich der Wachsverarbeiter sicher. Nach seiner Theorie würden Pestizide, wie zum Beispiel Spritzmittel gegen die Kirschessigfliege, negative Auswirkungen auf die Bienen haben. „Das macht die Biene ballaballa und sie verhält sich ähnlich wie ein Maurer, dem man am Montag eine Flasche Schnaps in die Hand drückt und dessen Mauer am Freitag zusammenfällt. Ihre Waben baut die Biene dann nämlich nicht mehr ordentlich sechseckig“, erläutert der Aulendorfer seine Beobachtungen, „die Waben brechen zusammen und das nicht wegen der Mittelwände.“ In Folge sterben die Larven und die Völker verkümmern."

Angesichts nicht zusammengefallener "Schrotschusswaben" ein Hohn.



Na klar, zumindest in Aulendorf gibt es Stearinbienen. Die werkeln in ihrem Metallhallenstock und schwitzen das Wachs durch die Walzen ^^ ;)-

Vor 30 Minuten kam zudem mein Gegenbeweis. Die Behauptung, dass Gift wird von aussen eingetragen kann ich nun klar widerlegen. Denn auf meiner Untersuchten Brutwabe ist nur noch ein Bruchteil des Giftcocktails von den original verpackten Mittelwänden.
Mal schauen was er als nächstes für eine Ausrede bringt.
Den Befund werde ich die nächsten 1-2 Tage noch online stellen, leider wird auch hier noch keine Aussage getroffen womit das Larvensterben wirklich zu begründen ist. Müssen wir hier doch das Lösmittel (Gasturbinenreinigungsmittel) nochmals genauer unter die Lupe nehmen?
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon FranzBurnens » 7. Dezember 2016, 13:37

Markus75 hat geschrieben: auf meiner Untersuchten Brutwabe ist nur noch ein Bruchteil des Giftcocktails von den original verpackten Mittelwänden.

Läßt sich das als "Verdünnung" der Schadstoffe im MW mit realem Bienenwachs durch den Wabenausbau erklären?
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Markus75 » 8. Dezember 2016, 17:14

FranzBurnens hat geschrieben:
Markus75 hat geschrieben: auf meiner Untersuchten Brutwabe ist nur noch ein Bruchteil des Giftcocktails von den original verpackten Mittelwänden.

Läßt sich das als "Verdünnung" der Schadstoffe im MW mit realem Bienenwachs durch den Wabenausbau erklären?


Dafür ist es m.E. zu sehr verdünnt. Ich denke hier sollte man noch einige weitere Untersuchungen machen. Ausgebaute aber unbebrütete Waben im Vergleich zu bebrüteten Waben etc.
Nur wer zahlt es... Wäre jedoch der einzige logische Weg um heraus zu finden was die Larven tötet und die Lebenserwartung der Bienen so drastisch reduziert.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon FranzBurnens » 9. Dezember 2016, 14:45

Markus75 hat geschrieben: sollte man noch einige weitere Untersuchungen machen. Ausgebaute aber unbebrütete Waben im Vergleich zu bebrüteten Waben etc.

Also klare Ergebnisse sehen anders aus. Ich denke es geht um stichhaltige Nachweise für eine Verursacher-Haftung. Die erhält man so wohl kaum.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Markus75 » 10. Dezember 2016, 20:00

FranzBurnens hat geschrieben:
Markus75 hat geschrieben: sollte man noch einige weitere Untersuchungen machen. Ausgebaute aber unbebrütete Waben im Vergleich zu bebrüteten Waben etc.

Also klare Ergebnisse sehen anders aus. Ich denke es geht um stichhaltige Nachweise für eine Verursacher-Haftung. Die erhält man so wohl kaum.


Das darfst mir nun aber gerne mal genauer erklären. Wenn ich 1kg Mittelwände kaufe und dort hat es verschiedene Giftstoffe in einer Konzentration X und auf der über Monate bebrüteten Wabe aus solch einer ausgebauten Mittelwand findet sich dann im Vergleich nichts neues und von der ursprünglichen gefundenen Stoffen nur noch etwa die Hälfte und dazu noch stark reduziert... Das spricht doch eine klare Sprache.
Ursächlich war/ist der mit gekaufte Giftcocktail und nicht ein nachträglich dazu gekommener neuer Giftstoff -weil der wurde ja nicht gefunden -wird aber so vom Verursacher behauptet.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Markus75 » 12. Dezember 2016, 00:15

Neuer TV Beitrag am 12.12.2016 im bayrischen Fernsehen um 18 Uhr in der Abendschau oder 18:30 in der Rundschau. Danach in der Mediathek anzusehen.
Die bayrische und fränkische Imker berichten zum Thema Wachsverfälschung.
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Joachim » 7. März 2017, 17:22

und es geht weiter:

Bericht im SWR - Rheinland - Pfalz am / vom 03. März 2017

http://www.swr.de/landesschau-rp/gepanschtes-bienenwachs-neue-bedrohung-fuer-bienenvoelker/-/id=122144/did=18861238/nid=122144/t14yvz/index.html

Markus Bärmann, Imkermeister und Bienensachverständiger aus Zweibrücken, hat 65 Bienenvölker im Wert von 80.000 Euro verloren. Schuld ist wohl zugekauftes Bienenwachs, das die Bienen nicht vertragen.
Viele Grüße
Joachim
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon cooper » 7. März 2017, 18:05

Joachim hat geschrieben:und es geht weiter


Das war abzusehen.Das ganze Ausmass des Skandals kommt wohl erst jetzt heraus.
Da viele Imker die Wabenhygiene zargenweise betreiben steckt das gepanschte Wachs noch in den letztjährigen Honigräumen/jetzigen Futterwaben.
Auch mir sind einige dieser Waben zusammen gebrochen und ich bemühe mich jetzt im Frühjahr den großteil dieses wachses aus den Völkern zu bekommen.
Einfach wird es sicher nicht werden aber ich will versuchen durch zuhängen von neuen Rähmchen mit zertifiziertem Wachs in die Brutnester den Schaden
Halbwegs zu begrenzen.Die neuen Rähmchen sind durchgehend markiert sodas ich nach und nach alle austauschen kann.
Hoffe mal das klappt.

Gruß Dieter
in memoriam Simon
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Joachim » 7. März 2017, 20:47

naja es hilft nur eins - stringente Vernichtung des Wachses.

Was mich an dem Bericht bissl wundert ist der Hohe Schaden den Imkermeister Markus Bärmann in den Medien angibt. Der gezeigte Standort ist ausschließlich mit Mini-Plus - Systemen bestückt. Eine Umlegung der bezifferten Schadenssumme auf die Völker macht pro Mini - Plus System einen Schaden von 1.230€ ... pro Stück! (8;) ... enorm enorm ...
Viele Grüße
Joachim
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Re: Beitrag zur Wachsverfälschung 04.10. 18:15 SWR

Beitragvon Markus75 » 8. März 2017, 08:55

Joachim hat geschrieben:naja es hilft nur eins - stringente Vernichtung des Wachses.

Was mich an dem Bericht bissl wundert ist der Hohe Schaden den Imkermeister Markus Bärmann in den Medien angibt. Der gezeigte Standort ist ausschließlich mit Mini-Plus - Systemen bestückt. Eine Umlegung der bezifferten Schadenssumme auf die Völker macht pro Mini - Plus System einen Schaden von 1.230€ ... pro Stück! (8;) ... enorm enorm ...


Bei voll besetzten Minis mit Zuchtköniginnen kann man da noch höher gehen. Man muss immer an die Folgeschäden denken!

Wer es noch nicht mitbekommen hat, Stearinsäureverfälschung kann man schnell daheim prüfen. Ein Stück Wachs oder Mittelwand für 1-9h in Leitungswasser oder Mineralwasser (calciumhaltig) einlegen, dann leicht trockentupfen und 60 Minuten liegen lassen. Sobald nur minimal beigemischt wurde zeigt sich dies an einer hellen Ausblühung wie man es ähnlich von Bienenwachs kennt, nur eben innerhalb 60 Minuten und viel stärker. Normal laufen solche Mittelwände nicht an und bleiben immer wie neu. Bienenwachs macht das nicht! Je länger man es in Wasser einlegt umso stärker die Reaktion. Eingeschmolzenes Wachs reagiert nach der Entnahme innerhalb von Sekunden, Mittelwände fangen bei ca. 40 Minuten an zu reagieren und nach 60 Minuten hat man die maximale Reaktion

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Markus75
 
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