Wer sind die faulsten Imker?

Imkerei in den Medien

Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon STC » 13. Juni 2017, 09:40

Definitiv nicht die Zeit in der man in diversen Foren die unfundierten, unbestätigen und unreflektierten Angebereien diverser Bienenhalter zu lesen bekommt.
STC
 
Beiträge: 63
Registriert: 9. Oktober 2016, 19:17

Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon FranzBurnens » 13. Juni 2017, 09:50

andreasE hat geschrieben: habe ich diese Art von Regionen hier bereits berschrieben. Des Weiteren hat Ulf ja bereits in seinem Beitrag einen Hinweis gegeben. Würde er hier bei uns imkern, so wie er es bei sich tut, könnte er sich auch nicht mehr an seine Schwärme erinnern, weil nämlich jedes Volk in irgendeinem Baum hängen würde. Ob ein Volk schwärmt oder nicht, hängt nur zu einem sehr geringen Teil von der Biene und Beute ab

Danke für den Hinweis, Andreas. Soweit ich erinnere ging es dir darum, dass Honigbienen von selbst bestimmte Regionen gar nicht erst besiedeln würden, aufgrund tendenziell unzureichender Existenzbedingungen. Weiter gedacht hieße das, Völker stellen das Schwärmen ein, wenn sie in solche Randbereiche oder darüber hinaus von Imkern gehalten werden, ja? Denn irgendein Instinkt sagt ihnen dort: Vermehrung über Teilen zwecklos ...

Nach meinem Verständnis beträfe das aber im Wesentlichen wenige extreme Landschaften, vielleicht ausgedehnte Waldgebiete, große Höhen oder wasweisichnoch.

Aber was hindert Bienen zwischen Ebergötzen, Krebeck u. Holzerode (wo "ulf" nach eigener Angabe seine Stände hat) an freier Entfaltung? Und was unterscheidet sie von den Deinigen?

Könnte man solche Kriterien definieren, wäre es sicher auch möglich, eine Karte anzulegen, auf der - ähnlich einer solchen der Geologie oder Flächennutzung - schwarmträchtige von -faulen Standorten darzustellen wären. Dass niemand bisher so etwas versucht hat, sondern alle möglichen Aspekte der Betriebsweise rauf und runter diskutiert werden, verwundert dann schon.
FranzBurnens
 
Beiträge: 570
Bilder: 3
Registriert: 20. November 2014, 14:35
Wohnort: K - Der angegebene Wohnort ist zu kurz.

Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon waldimker » 13. Juni 2017, 19:25

nun, diese Ortschaften mit den lustigen Namen sind mir nicht bekannt. Wo auf der Landkarte findet man die?

Ich erlebe diese Örtlichkeiten live, denn ich habe genau solche Standorte: Einer mit extremem und extrem frühem Schwarmtrieb. Das ist super, weil die Völker abgehen "wie ein rotes Moped". Und den andern, wo Schwärme eher selten sind. Dafür die Völker oft schier nicht in die Schuhe kommen, Königinnenzuchten meist liderig werden undundund... "Frühtracht" ist hier ein Fremdwort.
Ein Kollege von mir treibt das noch extremer auf 900 m Höhe...
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
waldimker
 
Beiträge: 2379
Bilder: 55
Registriert: 3. Juni 2014, 20:46
Wohnort: mitten im Schwarzwald / Kraichgau (beides Ba-Wü)

Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon andreasE » 14. Juni 2017, 09:25

FranzBurnens hat geschrieben:Danke für den Hinweis, Andreas. Soweit ich erinnere ging es dir darum, dass Honigbienen von selbst bestimmte Regionen gar nicht erst besiedeln würden, aufgrund tendenziell unzureichender Existenzbedingungen. Weiter gedacht hieße das, Völker stellen das Schwärmen ein, wenn sie in solche Randbereiche oder darüber hinaus von Imkern gehalten werden, ja? Denn irgendein Instinkt sagt ihnen dort: Vermehrung über Teilen zwecklos ...

Soweit denke ich dies.
(Schön jemanden zu treffen der lesen kann!)

FranzBurnens hat geschrieben:Nach meinem Verständnis beträfe das aber im Wesentlichen wenige extreme Landschaften, vielleicht ausgedehnte Waldgebiete, große Höhen oder wasweisichnoch.

Nach meinem Verständnis betrifft es eben genau diese Lagen. Wobei diese Lagen ja gar nicht so selten sind, was uns ja die Bienen zeigen.
Im Wesentlichen scheinen die waldreichen Gegenden ohne eine allzu starke Frühjahrs- bzw. ohne Rapstracht in den höheren Lagen solche Orte zu sein. Zudem sollten Tau- und keine Blütentrachten im Vordergrund stehen.

FranzBurnens hat geschrieben:Aber was hindert Bienen zwischen Ebergötzen, Krebeck u. Holzerode (wo "ulf" nach eigener Angabe seine Stände hat) an freier Entfaltung? Und was unterscheidet sie von den Deinigen?

Wo diese Orte liegen und wie es dort die Landschaft gestaltet ist, ist mir unbekannt. Vielleicht können uns die Imker vor Ort da aber weiterhelfen.

FranzBurnens hat geschrieben:Könnte man solche Kriterien definieren, wäre es sicher auch möglich, eine Karte anzulegen, auf der - ähnlich einer solchen der Geologie oder Flächennutzung - schwarmträchtige von -faulen Standorten darzustellen wären. Dass niemand bisher so etwas versucht hat, sondern alle möglichen Aspekte der Betriebsweise rauf und runter diskutiert werden, verwundert dann schon.

Eine solche Karte wäre sicherlich mal etwas Innovatives in der Imkerei, auch wenn diese Karte aus den verschiedensten Gründen nur sehr schwer realisierbar wäre. Es wäre sicherlich notwendig eine sehr große Imkerei, welche zunächst mehr oder weniger flächendeckend feste Bienenstände, mit annähernd gleichen Königinnen, verteilt hätte. Zudem müßte ein solches Vorhaben über einen relativ großen Zeitraum durchgeführt werden, weil der Schwarmtrieb, wie gesagt, zwar nur sehr wenig mit der Beute und Biene in Zusammenhang steht, aber darüber hinaus auch noch zu einem gewissen Teil mit der Betriebsweise und dem Wetter in den verschiedenen Jahren.
Es gibt eben, zu den grad genannten "Parametern" (... unabhängig von sicherlich noch vorhandenen unbekannten Größen!) das Problem, wie dies alles herausgefiltert werden könnte, um entsprechende Karten zu erstellen.
Nach dem Gesagten verwundert es mich grad nicht, daß soviele Dinge rauf und runter diskutiert werden und angebliche Superzuchten - und Betriebsweisen, Spezialbeuten und- imker sich da hervortun und auf die naheliegensten Dinge nicht kommen oder kommen können.

Gruß
Andreas
andreasE
 
Beiträge: 592
Bilder: 7
Registriert: 30. September 2014, 17:01

Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Mel » 14. Juni 2017, 11:33

Also meine Bienen stehen in einem extrem waldreichen Gebiet auf 900 bis 1000 Höhenmetern ohne jegliche Rapstracht und mit einem Trachtbeginn ca. 4 Wochen später als im Tal unten. Aber wenn man nicht sehr gut aufpasst, schwärmen manche Völker trotzdem.
Ich glaube eher, solche schwarmlosen Orte in Deutschland gehören in den Bereich der Mythologie.
Und Imker, die behaupten, ihre Bienen schwärmten ohne jegliche Schwarmkontrolle nie, sind mit dem Baron von Münchhausen verwandt.
Mel
 
Beiträge: 179
Registriert: 7. September 2013, 20:10
Wohnort: Hochschwarzwald, 900 - 1000 m ü. NHN

Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon Tobi » 14. Juni 2017, 11:47

...oder bemerkens nur nicht...? :stick:
Tobi
 
Beiträge: 128
Bilder: 4
Registriert: 21. April 2016, 14:27

Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon mmoe » 14. Juni 2017, 13:10

Mel hat geschrieben:Ich glaube eher, solche schwarmlosen Orte in Deutschland gehören in den Bereich der Mythologie.


Mythologie - dafür gibt es einen Ort: Internet. Alternative Fakten, scham- und schwarmlose Völker, Tonnen von Krokustracht. Im Internet imkert es sich am Besten! Hier ist mir noch nie ein Volk abgeschwärmt!

Aber es geht doch eigentlich um Tipps für faul(ende) Imker und das Fehlen jeglicher Ironie. Oder macht ihr hier noch einen anderen Thread auf?
Viele Grüße
Marco
mmoe
 
Beiträge: 275
Registriert: 1. August 2014, 21:13

Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon keinimker » 17. Juni 2017, 19:32

Hallo,
im letzten Teil geht es nur ums Schwärmrn der Völker, oder eben ums Nichtschwärmen.
Seit 2015 habe ich Bienen. Aller Anfang war schwer. Nun habe ich von 2016 zu 2017 zwei (von zwei) Völker ausgewintert. Probleme mit dem Frühjahr hatten die Völker nicht, eigenes Futter hatten sie trotz Massen an Brut bis in den Mai hinein. Tracht (mangel) ist an meinem Standort auch kein Thema. Bisher habe ich keine Schwarmzelle gesehen.
Ein Volk hat sehr früh im März einen HR bekommen und hat 35L Brutraum. Am 10. April gab es den 2.HR. Einmal beerntet. Also IMMER genug Arbeit für das Volk.
Das zweite Volk kam mit 7 Brutwaben beidseitig aus dem Winter. Am 9.April habe ich mit einer von 3 Zargen einen Ableger gemacht. Einen 2. habe ich dann 4 Wochen später in gleicher Weise gemacht. Dieser hatte auf 4 Waben Nachschaffungszellen. Diesen Ableger habe ich nach dem Verdeckeln der Weiselzellen auf zwei Zargen verteilt und mit Anfangstreifen aufgefüllt.
Die weggenommenen Zargen wurden sofort ersetzt. Zur Zeit hat das "Muttervolk" zwei Brutzargen und seit einer Woche den zweiten Honigraum. Nie eine Schwarmzelle gesehen.
Mitte kommender Woche wird sicher je ein HR erntereif sein.
Ich kann feststellen, dass ich faul sein darf. Kein einfüttern, Zarge weg - Zarge drunter, HR drauf - 2.HR drauf, HR weg (abernten) -HR drauf. Ab und an eine Sicherheitsdurchsicht. Mehr war bisher nicht. Ich habe die Vermutung, dass das mein System werden könnte. :thumbsup:
Gruß
Harald
keinimker
 
Beiträge: 82
Registriert: 27. Mai 2015, 22:39

Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon BieneMoni » 17. Juni 2017, 20:28

Also IMMER genug Arbeit für das Volk.

Meiner Erfahrung nach ist das der entscheidende Punkt. Je mehr die Völker zu arbeiten haben, desto weniger Arbeit habe ich. :thumbsup:
Langstroth-Imkerei in der südpfälzischen Rheinebene
Benutzeravatar
BieneMoni
 
Beiträge: 184
Registriert: 27. April 2016, 14:08

Re: Wer sind die faulsten Imker?

Beitragvon keinimker » 18. Juni 2017, 15:09

Hallo Moni,
es ist schön zu wissen, dass man (mit seinen Ansichten und Erfahrungen) nicht allein ist. Und, dass es auch andere gibt, die diese Erfahrungen unabhängig voneinander gemacht haben. Es kann also nicht alles falsch sein oder nur Einbildung.
Und noch einen schönen Sonntagnachmittag wünscht dir und allen
Harald
keinimker
 
Beiträge: 82
Registriert: 27. Mai 2015, 22:39

Vorherige

Zurück zu Veranstaltungen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast