Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Beitragvon waldimker » 22. Juni 2017, 06:29

Hallo Kollegen,
wie klärt/siebt ihr Euren zähen HOnig, wie z.b. Waldhonig (insb. Tanne)?
Ich möchte keine Wärme verwenden. Also keine Heizspiralen, kein Melitherm.
Ich bin gestern schier verrückt geworden beim Schleudern, das Zeug bewegte sich im Schneckentempo...
Die Pausen, in denen ich gewartet hab, bis die Schleuder wieder mal leer wurde, waren ja nett, aber sie ziehen den Tag in die Länge.
Merci.
der waldimker
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Re: Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Beitragvon Joachim » 22. Juni 2017, 07:23

hallo waldimker,

was auf jeden Fall geht ist die Temperatur im Schleuderraum zu erhöhen, so dass der Honig besser fließt. Allerdings sollte es sich um "trockene" Wärme handeln, da der geschleuderte Honig seinen Wassergehalt sofort ändert und dies evtl dann zum Kippen des Honigs führt. Ich habe es mehrfach schon mitgemacht bei "tropischen" Außentemperaturen im geheizten Schleuderraum dann bei +27°C zu schleudern ....

Oder aber Natürlich den Honig ungefiltert bzw. ungesiebt abfüllen dann im einer Zilofanfolie abdecken und den Deckel drauf. Wegen der "Schwerkraft" steigen die Wachsteilchen und die Luft nach oben. Man kann das "Beiwerk" dann einfach abziehen. Muss diese Maßnahme aber "öfters" wiederholen.
Viele Grüße
Joachim
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Re: Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Beitragvon FranzBurnens » 22. Juni 2017, 07:46

Hatte erst ein Erlebnis mit so einem überzähen Kleister. Da hat Wärmezufuhr mit Heizpüster nichts gebracht. Ewiges Abwarten auch nicht die Bohne.

Musste mit einer Schöpfkelle ständig am Sieb entlangstreichen und damit den Sickervorgang beschleunigen. Hält auch ziemlich auf, aber ging.

Danach, wie Joachim, einfach so durchlaufen gelassen und später die aufschwimmende Schicht im Eimer oben abgelöffelt.
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Re: Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Beitragvon Tobi » 22. Juni 2017, 07:51

"Ohne Wärme"...? :hmm:

Da geht doch eigentlich nur größerer Klärtank...?

Wenn Du nur Angst vor nem Hotspot bei Spirale/Melitherm hast, schau Dir mal die beheizten Sümpofe an, die über die Außenwände und den Boden heizen.
Hab sowas in 1,5 m Länge mit drei Senkrecht einschiebbaren Siebblechen. Danach in einen Puffer pumpen, wo er nochmal (stockwarm) klären kann, was auch recht fix geht, und dann in Hobbocks. Da muß dann nur der letzte Rest durch ein Sieb. Also wenn die Oberfläche kommt. (Brauch dringend noch Tanks mit konischem Boden... :roll: )
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Re: Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Beitragvon ulf » 22. Juni 2017, 09:22

Joachim hat geschrieben:hallo waldimker,

da der geschleuderte Honig seinen Wassergehalt sofort ändert und dies evtl dann zum Kippen des Honigs führt.


"sofort" ist ja ziemlicher Unsinn :cry:

besonders, wenn der Honig fast schon fest geworden ist :)
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Re: Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Beitragvon ulf » 22. Juni 2017, 09:26

Joachim hat geschrieben:hallo waldimker,

Oder aber Natürlich den Honig ungefiltert bzw. ungesiebt abfüllen dann im einer Zilofanfolie abdecken und den Deckel drauf. Wegen der "Schwerkraft" steigen die Wachsteilchen und die Luft nach oben. Man kann das "Beiwerk" dann einfach abziehen. Muss diese Maßnahme aber "öfters" wiederholen.


ungefiltert geht m.E gar nicht
bei zählüssigem Honig dauert das Sieben halt etwas länger

das Abschäumen sollte jeder Imker sowieso beherrschen
davor sollte ein zähflüssiger Honig dann auch schon mal 2 Wochen bei Zimmertemperatur ruhen
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Re: Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Beitragvon waldimker » 22. Juni 2017, 10:03

Joachim hat geschrieben:hallo waldimker,

was auf jeden Fall geht ist die Temperatur im Schleuderraum zu erhöhen, so dass der Honig besser fließt. Allerdings sollte es sich um "trockene" Wärme handeln, da der geschleuderte Honig seinen Wassergehalt sofort ändert und dies evtl dann zum Kippen des Honigs führt. Ich habe es mehrfach schon mitgemacht bei "tropischen" Außentemperaturen im geheizten Schleuderraum dann bei +27°C zu schleudern ....

Oder aber Natürlich den Honig ungefiltert bzw. ungesiebt abfüllen dann im einer Zilofanfolie abdecken und den Deckel drauf. Wegen der "Schwerkraft" steigen die Wachsteilchen und die Luft nach oben. Man kann das "Beiwerk" dann einfach abziehen. Muss diese Maßnahme aber "öfters" wiederholen.


genauso wars in meinem Schleuderraum! Geheizt und getrocknet, draußen tropische Luft. Ich hab den Heizlüfter sogar gegen die Schleuder gerichtet... gereicht hat das nicht.

Das mit dem Klären lassen hat mir ein Kollege abgeraten. Er meinte, wenns so zäh ist, bleiben die Wachsteilchen oft, wo sie sind...
Demzufolge stehen meine Eimer und Abfüllkannen gefüllt nun grade im geheizten Raum zu Klären...
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Re: Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Beitragvon waldimker » 22. Juni 2017, 10:06

@Tobi:
Das hört sich gut an mit geheiztem Boden und so. Kannst du da die Temperatur einstellen?! Fabrikat, Modell?
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Re: Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Beitragvon Tobi » 22. Juni 2017, 13:10

waldimker hat geschrieben:@Tobi:
Das hört sich gut an mit geheiztem Boden und so. Kannst du da die Temperatur einstellen?! Fabrikat, Modell?


Ja.
https://imkershop24.de/shop/product/hon ... izt-1500mm
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Re: Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Beitragvon mmoe » 22. Juni 2017, 16:47

waldimker hat geschrieben:Also keine Heizspiralen, kein Melitherm.


Hard Way. Den, den du da gerade einschlägst. Ansonsten kann man als Kleinimker
sein Produkt nur wegschmeißen. Die Alternativen kennst du ja - und wirst daran
auch nicht vorbeikommen.
Viele Grüße
Marco
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Re: Klären/Sieben von Waldhonig/zähem Honig

Beitragvon honigmaul » 23. Juni 2017, 12:11

Hallo Waldimker und die anderen Imkerfreunde!

Ich habe auch die letzten Tage Waldhonig geschleudert. Und genau wie schon beschrieben wurde, geht er nicht durch das Sieb. Lustig sind so manche Hinweise zu lesen, da weiß ich schon beim Lesen, dass dieser Imker entweder noch nie in seinem Leben zähen Waldhonig geschleudert hat oder zumindest von nicht von mehr als 5 Völkern.

Das Sieben ist eines der ungelösten Probleme in meiner Imkerei. Heuer ist zwar nur sehr wenig Melezitose dabei, aber zum Verstopfen des Siebes genügt es. Es kommt natürlich auch auf die Durchsatzmenge an. Bei Verwendung einer Selbstwendeschleuder und bei zügiger Entdeckelung wird das Sieben schnell zum Problem. Ich habe auch schon einen Honigsumpf ausprobiert. Das hat auch seine Nachteile, es werden nicht alle Wachsteilchen zurück gehalten. Das Sieben ist eines der ungelösten Probleme in meiner Imkerei. Ich wollte mir für die heurige Saison ein "Endlossieb" bauen, also ein Sieb, das im Bedarfsfalle weiter gedreht werden kann und dadurch ein neuer Siebabschnitt zum Einsatz kommt. Leider bin ich nicht mehr dazu gekommen.

Zurzeit siebe ich gar nicht und schöpfe nach ein paar Tagen die Wachsschicht ab. Das eigentliche Sieben erfolgt dann unmittelbar vor dem Verkauf mit einem Melitherm.

MfG
Honigmaul
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