Einsatz der Bienenflucht

Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon waldimker » 9. Februar 2017, 14:27

Hallo Imkers,

da wir 2017 mit etwas mehr Bienen in die Honigsaison gehen werden als die Jahre zuvor, werd ich mit dem Besen wohl nicht mehr klarkommen.
Insofern erwäge ich, mit Bienenfluchten zu arbeiten. Vor einigen Jahren hatte ich das schonmal gemacht, aber nur mit 6 an der Zahl. Mit den neuen Beuten konnt ich die dann aber nicht mehr einsetzen.
Nun also erneut...
Frage an die erfahrenen Bienenfluchtbenutzer:
wann legt ihr die Fluchten ein und wann holt ihr die Honigzargen?

Meine liebste Variante wäre eine der folgenden:
"vormittags" bis "mittags" Fluchten einlegen und "spät abends" (nach Bienenflugende) Honigzargen abnehmen. (Also am gleichen Tag!)
oder
"nachmittags"/"abends" einlegen und andern morgens die Honigzargen abnehmen.

Das Ganze geht so natürlich nur mit ASG.

Danke.
waldimker
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon Bienefix » 9. Februar 2017, 18:02

Hi Waldimker,
ich lege die Bienenfluchten früh morgens rein, weil dann die Bienen die Nacht davor nochmal den Honig trocknen konnten und dann tagsüber keinen neuen feuchten Honig eintragen können.
Ob die Zeitdauer lang genug wäre sie bereits Abends wieder abzunehmen weiß ich nicht.
Ich nehme den HR dann am nächsten Morgen ab und schleudere gleich.
Also sind bei mir die Bienenfluchten ca. 24 Stunden drin.
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon Angie » 9. Februar 2017, 20:16

So mache ich es auch, wenn der Honig schleuderreif ist morgens Bienenflucht einlegen.
Je nach Wetter gehen die Bienen aber unterschiedlich schnell runter.

Bei Kälte schneller, bei Wärme sind manchmal nach 48 Stunden noch einige, dann aber viel weniger Bienen, im Honigraum.
Es gibt auch schlaue Bienen, die den Weg durch die Bienenflucht nach oben auch wieder zurückfinden.

Man muss also immer auch noch mit Restbienen im Honigraum rechnen.
Um solche restlichen Bienen dann abfegen zu können, sollte man den Besen also immer noch dabei haben.
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon waldimker » 9. Februar 2017, 20:26

freilich, wenns zuviel bienen sind.
wenns aber nur so eine handvoll ist (sagen wir mal: "20"), dann würd ich mir den Stress nicht machen. Immerhin haben die Bienen die Honigrähmchen schön verbaut, so dass nix wackelt. das find ich ganz praktisch.
alternativ kann man dann hundert meter weiterfahren und dann nochmal die deckel von den honigzargen nehmen. der rest an bienen wird daheim am fenster gesammelt und.... große imker machen daraus nen kunstschwarm.... L)
wird bei mir wohl nicht ganz reichen, aber ich find sicher ne kiste wo ich die davorkippen kann.

meine brennendste frage bleibt nach wie vor: langt ein (guter) halber tag?!
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon bob » 9. Februar 2017, 20:46

waldimker hat geschrieben:
meine brennendste frage bleibt nach wie vor: langt ein (guter) halber tag?!


auch ich habe die Fluchten immer von Vormittag bis Vormittag drin, weil ich immer früh morgens mit dem Schleudern beginne.
Die Fluchten nur einen halben Tag von morgens bis abends einzusetzen, hätte den Charme, dass der Honig weniger abkühlt. Wie viele Bienen dann noch auf den Waben sitzen?
Ich weiß es nicht. Es kommt auf einen Versuch an. (8;)
Gruß bob
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon Thomas1950 » 9. Februar 2017, 21:03

Hallo ,
ich denke ein halber Tag ist zu wenig, die grosse Masse der Honigraumbienen wird erst über Nacht nach unten gehen um dort die Brut zu wärmen. Deshalb mindestens 24 h warten.
Ein paar Bienen werden immer drin bleiben.
Ich möchte es dieses Jahr mal probieren wie in Simons Video mit untergesetztem leerem Honigraum und Laubbläser.


Gruß
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon mmoe » 9. Februar 2017, 21:07

Moin!

waldimker hat geschrieben:meine brennendste frage bleibt nach wie vor: langt ein (guter) halber tag?!


Ausprobieren und berichten. Keiner kennt deinen Standort, Bienenstärke, Mikroklima etc ...

-> Ich lege die die Bienenfluchten dann ein, wenn der Tag "fortgeschritten" ist. Sprich: Vormittags. Wenn ich den HR in den
"Morgenstunden" abhebe, um dann die Bienenflucht einzulegen, reagierten meine Damen das letzte Mal sehr gereizt und haben die Jeans durchlöchert. Das habe ich mir dann auch mal gemerkt. Ich nehme sie dann am frühen Abend wieder ab - die restlichen Bienen fege ich dann vor die Beute. Bislang hat es eigentlich immer gereicht. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Viele Grüße
Marco
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon Angie » 9. Februar 2017, 21:09

waldimker hat geschrieben:meine brennendste frage bleibt nach wie vor: langt ein (guter) halber tag?!


Bei kaltem Wetter ja, mit Restbienen entfernen,
bei warmen Wetter eher nicht, da sind 24 Stunden sinnvoller, da sonst noch zuviele Bienen im Honigraum sind.

Auspobieren ist immer gut.
Simon fehlt. RIP
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon waldimker » 9. Februar 2017, 22:11

ja, ausprobieren werd ichs...

apropos: kennt jmd. die "triangular bee-escape"? In dem Buch "The Comb Honey Book" von Richard Taylor hab ich davon gelesen.
Da tackert er drei dünne Leistchen in Dreieckform um das Loch in der Platte herum. Die Ecken des Dreiecks sind freilich ein bisserl offen, damit da die Bienen "flüchten" können. Die drei Leistchen werden von unten mit Varroa-Gitter oder sowas betackert. Klingt mir sinnig und grad so gut wie was aus Plaste.

z.B. mit doppeltem Dreieck:
http://www.beeculture.com/make-a-triang ... very-hive/
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon keinimker » 9. Februar 2017, 22:47

und die "Eingänge" für die Bienen so wie bei den Plastausführungen? (Ich kann solche Texte nur nach bestimmten Fakten absuchen, da ich kein englisch kann) Die Flucht wird so eingesetzt, dass das Gitter nach unten zeigt. Oder irre ich? Sicher sind die Eingänge quatratisch? (8;)
Meine Überlegung: Die Dreiecke um 90° verdrehen. Dazu deren Größe anpassen. :oops:
Gruß
Harald
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon waldimker » 10. Februar 2017, 08:16

eine kurze recherche im internet hat mich davon überzeugt, dass die dinger in den USA recht gängig sind und ich daher keine Not habe, das Design zu ändern. Scheint nämlich zu funktionieren.
Alldieweil kost so ein Gitter auch was. Ich hab noch einen Restposten Kunststoff-Gitter im Keller. Vllt. muss der herhalten.
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon mmoe » 11. Februar 2017, 15:45

was mir noch eingefallen ist .... Aus Mange an Bienenfluchten habe ich im letzten Jahr auch einfach einen Zwischenboden genommen. Einen kleinen Trichter halbert und mit dem "kleinen" Ausgang aus der Beute raus - Trichteröffnung zurecht geschnibbelt und innerhalb der Beute eingesteckt. Ging auch wunderbar.
Viele Grüße
Marco
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon Werdener » 11. Februar 2017, 16:22

Normalerweise lege ich spät abends die Fluchten ein Schleudere frühmorgens ab.
In der Frühtracht habe ich dieses Jahr aber früh Morgens 5-6Uhr die Fluchten eingelegt und 6 Stunden später die Honigräume abgeholt - ohne Bienen. Klappt wunderbar, aber man muss eine Leerzarge oder ähnliches untersetzen.
Länger als 24h würde ich die Fluchten nicht drin lassen. Der Honig kühlt aus und vor allem durchschauen die Immen das System und sind wieder oben.
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon Apiculteur » 11. Februar 2017, 17:45

Moin
Sechs bis acht Stunden Bienenflucht, das genügt.
Meist lege ich die Abends ein und hole Morgens die Honigräume.
Bei Volltracht lasse ich immer einen leeren Honigraum drauf, damit die Bienen immer Platz haben zum Eintragen.
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Re: Einsatz der Bienenflucht

Beitragvon waldimker » 12. Februar 2017, 09:10

"leerer" Honigraum?
ich dächte daran, z.B. bei der Frühtracht, wieder zwei "leere" (also Waben und MWe) HRe zu geben. (Flachzargen) Dies auch wegen dem Wandern. Letztes Jahr ist mir ein Volk verbraust, weil ich nur eine Flachzarge drauf hatte und dann kamen noch ein zwei Sachen dazu...
also: "leer" = ohne Rähmchen oder ohne Honig?

6-8 Stunden gefallen mir schon viel besser. Danke schonmal für die antworten.
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