Kompressor+Nagler/Tacker z. Zargenbau? Ja+welcher oder Nein?

Kompressor+Nagler/Tacker z. Zargenbau? Ja+welcher oder Nein?

Beitragvon kurt » 7. Januar 2017, 14:24

Ich habe vor, mir in nächster Zeit bzw. im Laufe des Jahres einige dutzend Zander/Einfachbeuten-Zargen sowie ein paar hundert Rähmchen selbst zusammenzubauen. Vermutlich werde ich hierfür zunächst auf vorgefertigte Bausätze zurückgreifen.

Zu diesem Zweck möchte ich mir einen Kompressor samt zugehörigem pressluftbetriebenen Nagler und Tacker zulegen. (Akku-Schrauber und -Bohrer sind bereits vorhanden -- sonst allerdings noch sehr wenig Werkzeug.) Allerdings bin ich bisher ziemlich unerfahren, was handwerkliche Fertigkeiten betrifft.

Ich gehe davon aus, dass für meine Zwecke ein Etat von unter 250.- EUR für Kompressor plus Nagler ausreichen müsste. Es ist mir klar, dass damit keine "Profi"-Geräte zu kriegen sind. Aber für gelegentliche Einsätze (höchstens 4-5 Samstage mit je 6-7 Stunden im Jahr, plus ein paar gelegentliche "Reparaturen") für Weichholz-Montagen sollte das doch robust genug sein?

Daher meine Frage(n):

  • Würde mir jemand grundsätzlich von diesem Pfad abraten?
  • Würde mir jemand aufgrund eigener Erfahrungen von bestimmten Billig-Baumarkt-Marken abraten?
  • Kann mir jemand aufgrund eigener Erfahrung Positives zu bestimmten preisgünstigen Marken berichten?
  • Was habt Ihr mir sonst für Tipps, Tricks und Kniffe zum Thema anzubieten?
Danke im voraus für alle Rückmeldungen.

Ciao, Kurt (Neuimker-Greenhorn)
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Re: Kompressor+Nagler/Tacker z. Zargenbau? Ja+welcher oder N

Beitragvon STC » 7. Januar 2017, 14:49

aus meiner eigenen (teils schmerzlichen, teils teurer "erkauften" ) Erfahrung bezüglich Heimwerken usw kann ich nur von Billig-Zeug abraten!

Bei werkzeug ist es wirklich so dass man für den Namen nichts drauf zahlt sondern die Teureren Geräte meistens (auch nicht immer!!!) gut sind.

Das heist das Billigzeugs ist wenn du glück hast gerade so ausreichend. man merkt die niedrige Qualität aber... wenn man dann mit gutem markenwerkzeug arbeitet (gerade beim Akkuschrauber zb) merkt man auf einmal den Unterschied und fragt sich wie man früher mit dem Gelump klar gekommen ist!!

Um Baumärkte mache ich wo es geht einen grossen Bogen. im wesentlichen sind da alle gleich: schlechte Qualität oder hoher Preis. nicht selten beides vereint! gutes Werkzeug kaufe ich bei diversen online-Händlern. Manches bei besseren Fachmärkten die spezieller auf Gewerbetreibende oder Industrie spezialisiert sind... dort ist es meistens etwas teurer. aber die Qualität stimmt!!


allgemein muss ich dir finanziell ins Gewissen sprechen - auch aus meiner Erfahrung:

wenn du meinst du sparst dir mit selbstbau (abgesehen vom Bausatz kaufen und selber zusammenschrauben) auch nur einen Cent- vergiss es!!! die Werkstattausstattung wird dich so viel kosten wie die fertigen Bausätze - aber darum geht es hier ohnehin nicht ;-) Spass darf nun mal geld kosten!

mit dem Thema Nagler habe ich mich noch nie so stark auseinandergesetzt: aber warum ein Druckluftbetriebener samt Kompressor? Meines wissens müsste es für den Einsatzzweck auch voll-elektrische geben! evtl eine alternative?

jedenfalls sind Baumarktkompressoren extrem laut! da bleibst du nicht gerne in der Werkstatt wenn die laufen!
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Re: Kompressor+Nagler/Tacker z. Zargenbau? Ja+welcher oder N

Beitragvon Simon » 7. Januar 2017, 15:29

Für die Zargenmontage wird der Tacker nur für die Verrutschsicherung gebraucht, erst so ab 100 Zargen Bausätze würde ich da vom Hammer umsteigen wollen. Für die Rähmchenfertigung siehts schon mal anders aus, ich montiere keine Rähmchen mehr. Die großen Baumarktkompressoren haben so manche Detailmängel, Anlaufkondensatoren gehen gerne mal durch oder die Absicherung bringt Fehler. Hat man keinen weiteren Einsatz für die Geräte würde ich mir die Anschaffung ganz genau überlegen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Kompressor+Nagler/Tacker z. Zargenbau? Ja+welcher oder N

Beitragvon waldimker » 7. Januar 2017, 15:58

Ich hab bereits so an die 2000 Rähmchen selbst gebaut (keine Bausätze, ich mache die Holzteile selber, allein dort ist Geld gespart. Bausätze lohnen den Aufwand nicht). Bisher hab ich mir den Tacker NICHT zugelegt. Das Hämmern geht ganz gut. Ich verwende 30er oder 35er Nägel. Gerade wenn Du noch wenig Heimwerkererfahrung hast, rate ich Dir, lass es mit dem Tacker und Hämmer lieber. Das lohnt nicht.
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Kompressor+Nagler/Tacker z. Zargenbau? Ja+welcher oder N

Beitragvon Finvara » 7. Januar 2017, 17:57

Hallo Kurt
aus eigener Erfahrung : Lass das Tackern. Geht zwar schnell, aber die Teile sind auch genauso schnell wieder kaputt.
Zargen sollten grundsätzlich verschraubt werden.
Und was die Rähmchen betrifft : Seit Jahren schrauben wir da auch. ( Oberträger werden mit 40ger Schrauben befestigt , Unterträger nagle ich, da hängt ja keine Last dran ).
Tackerklammern ( auch die gewellten) , haben sich nach meiner Erfahrung, und diese Erfahrung haben wir in der Firma, und auch privat, immer wieder gemacht, nach kurzer Zeit gelockert.
Und es macht immer besondere Freude dann bei der ersten Frühjahrsdurchsicht, od. bei der Honigernte, statt der Wabe nur den Oberträger in der Hand zu halten. ;)

Gruß Finvara

Ps.: Kauf für das Tackergeld lieber gutes Holz und gute Edelstahlschrauben. Da hast du am Ende mehr Freude dran.
Schon Bruder Adam bemerkte : "... es giebt nichts ärgerlicheres als Beutenteile die ihre Form nicht behalten ! "
... man kann ohne Bienen leben , ... aber es lohnt sich nicht.
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Re: Kompressor+Nagler/Tacker z. Zargenbau? Ja+welcher oder N

Beitragvon kurt » 7. Januar 2017, 18:32

Finvara hat geschrieben:aus eigener Erfahrung : Lass das Tackern. Geht zwar schnell, aber die Teile sind auch genauso schnell wieder kaputt.
Zargen sollten grundsätzlich verschraubt werden.

Finales Verschrauben hab' ich eh vor (hatte ja erwähnt, dass Akku-Bohrer/-Schrauber vorhanden sind).

Tackern wollt' ich nur zum ersten Fixieren, damit ich im Anschluß daran Bohren+Schrauben kann. Insbesondere deshalb, da ich keine weitere vollausgerüstete Werkstatt mit Werkbank/Schraubzwingen etc. habe.
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Re: Kompressor+Nagler/Tacker z. Zargenbau? Ja+welcher oder N

Beitragvon Imka » 7. Januar 2017, 19:14

kurt hat geschrieben:
.

Tackern wollt' ich nur zum ersten Fixieren, damit ich im Anschluß daran Bohren+Schrauben kann. Insbesondere deshalb, da ich keine weitere vollausgerüstete Werkstatt mit Werkbank/Schraubzwingen etc. habe.


Besorge Dir lieber ein paar Leim- oder Schraubzwingen. Die kosten kein Vermögen. Damit kannst fixieren und auch für andere Zwecke verwenden.

LG
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Re: Kompressor+Nagler/Tacker z. Zargenbau? Ja+welcher oder N

Beitragvon keinimker » 7. Januar 2017, 20:36

Hallo Kurt,
seit gut 2 Jahren baue ich selbst. Natürlich nicht in Größenodnungen wie Du es vor hast.
Zargen immer Leimen und Schrauben, bei 22 cm Höhe sollten es 3 sein. Ich habe mir einen drehbaren rechten Winkel auf ein Stück Küchenarbeitsplatte gesetzt. Dort werden mit Schnellspannern oder einfachen Zwingen zwei vorgebohrte, eingeleimte Zargenseiten außen exakt fixiert und verschraubt. Danach folgt die 3. Seite und letztlich die 4. Fertig! Dauert bei zugeschnittenenem und vorgebohrtem Holz etwa 10 Minuten.
Bei Rähmchen habe ich erst wenig gemacht. Nur 4 HR a`9 Rähmchen. Sonst säge ich nur Wabenträger für die BR, an die 25 cm Schenkel angeschraubt / angenagelt und geleimt werden. Hat bisher gut gehalten.
Ausrüstung: Akkuschrauber, div. Bohrer, 6 unterschiedliche Schraubzwingen, Handkreissäge, kleine Tischkreissäge, Stichsäge und div. Handwerkszeug. Und der Zuschnittservice vom Baumarkt hilft sehr!!!
Gruß
Harald
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