Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon ako » 29. November 2016, 20:18

Hallo,

Ich bin mal wieder auf der Suche nach dem optimalen Entdecklungswerkzeug.
Letztes Jahr erst den Elektro Entdeckler probiert, war leider total der Reinfall.
Davor das Jahr mal mit dem Heißluftföhn probiert, auch hier kein zufriedenstellendes Ergebnis.
Also wieder alles per Entdecklungsgabel gemacht.
Dauert ewig und wird lässig nach ein paar Zarge nicht..... :pillepalle:

Was gibt es sonst noch für Methoden zu entdeckeln ohne gleich eine Entdecklungsmaschine für teures Geld anzuschaffen.

Ich dachte an ein beheiztes Entdecklungsmesser wie den Speedking.

Problem: ich habe Zanderrähmchen mit Hoffmannseiten. Habe gelesen da funktioniert das Messer nicht. Oder irre ich Mich? (8;)

Bin über jede Idee bzw Tipp dankbar, jetzt ist die Zeit um sich um solche Dinge Gedanken zu machen :D
Liebe Grüße
Ako
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Bernhard » 29. November 2016, 20:47

Bienen verkaufen.
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Simon » 29. November 2016, 20:53

Bienen verkaufen?
Ableger verkaufen bringt mehr, um den Honig kommt man aber nicht ganz rum. ;)
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon cooper » 29. November 2016, 21:23

Wabenhonig verkaufen ?

Im Ernst,ich wüßte nicht was es noch an Möglichkeiten gibt.
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon ako » 29. November 2016, 21:27

Also Bienen verkaufen wäre ja zu einfach.
Würdest du das machen? ;) Zumal ich mit meinen 21 Jahren ja erst seit 4 Jahren dabei bin... Hmmm ... (8;)

Frage ist ja ob ein Entdecklungsmesser geht? Macht das wer und hat Hoffmannseiten?
Liebe Grüße
Ako
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Finvara » 29. November 2016, 21:42

Hallo,
... naja, ich nehm ein sogenanntes Dämmstoffmesser aus Edelstahl. Bekommt man in jedem Baumarkt. Die Dinger haben Wellenschliff und sind sauscharf. Einmal die Wabe mit etwas Gefühl runtergesäbelt und das wars. ( Ich hab allerdings Dadantwaben.) Bei Hoffmannrähmchen muß man halt zwei mal ansetzen.

gruß Finvara
... man kann ohne Bienen leben , ... aber es lohnt sich nicht.
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon imkeralex124 » 29. November 2016, 22:49

Der speedking geht auch bei Hoffmännern - ganzwaben . Jedenfalls bei meinen Waben.
Und der Fön, ein Wellenschliffmesser für 40 € neben der Gabel auch. lg
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Bernhard » 29. November 2016, 23:16

hallo Ako, war nur Spass,

ich hab alles durch (über 20 Jahre Bienen), bin wieder bei der Entdecklungsgabel gelandet aus folgendem wichtigem Grund:

mit dem Entdecklungswachs hab ich allerreinstes Wachs für Mittelwände, denn das ist jetzt (siehe Wachsverfälschung) sehr sehr wertvoll.

Mit Heissluft gibts kaum Wachs, auch muss mit der Gabel nachgearbeitet werden und die Deckel fliegen in der Gegend rum um müssen mühsam entfernt werden. Heissluft hab ich die letzten Jahre benützt, bin wie geschrieben auf das Wachs aus

Der Entdecklungshobel geht zu langsam, die Hitze reicht nicht für eine Wabe, du brauchst 2 Hobel.

Beim Hobel und mit dem Messer geht zuviel Honig mit, der dann extra getrennt werden muss.

Wenn Messer, dann elektrisch beheizt, keine Hoffmannswaben, evtl. 1 Wabe weniger und die anderen auseinanderrücken dann wird höher verdeckelt (gesehen in Australien).

Kommt natürlich auf die Völkerzahl an, ich habe immer so um die 24 Wirtschaftsvölker.

Am Tag vorher, morgens kommt bei 6 Völkern die Bienenflucht rein, die Honigräume von 6 Völkern passen in mein Auto, die Zargen lass ich im Auto,
da bleiben die Waben schön warm, die hol ich eine nach der anderen in den Schleuderraum.
Das Entdecklungsgeschirr steht auf 2 Leerzargen, davor ist ein Stuhl, rechts ist ein Tisch auf dem ich die Waben abstelle.
Ich entdeckle 12 Waben, die passen in das Gestell der Entdecklungwanne und schleudere jeweils 4 aus.
Das macht meistens meine Frau und mit 6-9 Zargen sind wir abends fertig usw.

Ich entdeckle so schnell, dass meine Frau mit dem Schleudern nicht hinterher kommt.
Sonst muss ich warten und da das Mostfässle nicht weit wegsteht :no: ß)
Kommt auch auf die Entdecklungsgabel an, manche liegen einfach nicht gut in der Hand.
Wir geniesen das, den Geruch, das Entdecklungswachs auskauen, die Nachbarin bringt Kaffee und Kuchen (und ein leeres Glas)

Kannst gerne vorbeikommen wie ich das mache, könnte ja sein, dass dir das nie jemand richtig gezeigt hat.

LG Bernhard
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Laserbeak » 30. November 2016, 07:56

Jetzt möchte ich mich doch auch einmal zu Wort melden. Ich bin zwar nicht betroffen, weil ich gerne entdeckele und diese Arbeit mit der Gabel geniesse, aber.... Sehr selten liest man in einem Forum eine Antwort wie die von Bernhard. Nett, umfassend, freundlich und offen. Dafür an dieser Stelle ein großes Lob. OT ich weiss, aber das war mir jetzt wichtig, weil ich meistens nur still mitlese. Bitte weiter so !!
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon waldimker » 30. November 2016, 09:29

ist jetzt kein Witz, ako: Steig um auf Dickwaben. Am besten so "halbhohe" bzw. 2/3-hohe mit geraden Seiten im Rechen. Das mit dem Auseinanderrücken der Waben ist zwar schon ein guter Tip, aber für`s Wandern nicht gut und schon beim Abheben ungünstig. Und dann geht tatsächlich ein ungeheiztes Entdeckelungsmesser. Ein beheiztes ginge sicher besser, aber mir gefällt die Idee nicht mit der Wärme. Nicht jede Wabe wird davon ganz entdeckelt sein, die Entdeckelungsgabel sollte in Griffweite liegen.
Den Umgang mit dem honigschweren Entdeckelungswachs muss man üben und wenn man dafür eingerichtet ist, sollte es keine Probleme geben.
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon ako » 30. November 2016, 10:06

Hallo zusammen.
Ich habe hauptsächlich 2/3 Zander Rähmchen die alle samt vom 2015 sind. Also erst eine Saison im Einsatz...
Wie kann man dort einen Rechen einsetzen? :hmm:
Liebe Grüße
Ako
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon ako » 30. November 2016, 10:18

Bernhard hat geschrieben:hallo Ako, war nur Spass


Hallo Bernhard, kein Problem habe es auch nicht als so ernst aufgefasst.
Aber man weiß ja nie wie es gemeint ist. In anderen Foren sind solche Äußerungen ja an der Tagesordnung.

Zum Thema entdeckeln.
Dass ich mit der Gabel entdeckeln kann glaube ich schon denn es geht auch relativ zügig und schnell.
Jedoch entdeckele ich, wenn alles passt 15-20 Zargen am Tag, alleine. Und das dann ca. 4 mal im Jahr.

Ich bin daher auf der Suche nach einer Optimierung, um den Prozess des entdeckelns schneller zu machen.
Daher dieser Thread.

Falls es nicht gibts, was hilft das entdeckeln schneller zu machen, dann muss ich wohl bei der Gabel bleiben, denn ich möchte mir keine Entdecklungsmaschine zulegen -> denn zu teuer....
Liebe Grüße
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon waldimker » 30. November 2016, 10:46

naja, der REchen besteht ja aus Abständen sozusagen. Könnte man nachtraäglich in die Kästen reinpfriemlen, ist aber mühsam. Die Rähmchen haben Hoffmannseiten? Das ist nat. nicht ganz so günstig.
Ich fertige meine Rechen i.d.R. aus Hartholz. Die werden dann in einer entsprechend großen Aussparung eingebaute. Aber nachträglich?... das ist gepfriemel.
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon ako » 30. November 2016, 15:25

waldimker hat geschrieben:naja, der REchen besteht ja aus Abständen sozusagen. Könnte man nachtraäglich in die Kästen reinpfriemlen, ist aber mühsam. Die Rähmchen haben Hoffmannseiten? Das ist nat. nicht ganz so günstig.
Ich fertige meine Rechen i.d.R. aus Hartholz. Die werden dann in einer entsprechend großen Aussparung eingebaute. Aber nachträglich?... das ist gepfriemel.


Hallo waldimker,

Ja alle sind mit Hoffmannseiten versehen daher ist es schwer da nachträglich etwas zu machen. Zudem finde ich diese Abstände auch sehr sympathisch.

Und an die Hoffmannseiten nochmals einen Abstand dran zu basteln ist auch nicht so das Wahre.
Liebe Grüße
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon waldimker » 30. November 2016, 16:53

du findest die dinger praktisch? dann is gut...
vllt. so röllchen, wie sie in den hinterbeahndlungsbeuten benutzt werden. aber es ist wirklich gewurschtel. vllt. doch mit der gabel entdeckeln.
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Silversurfer » 30. November 2016, 18:12

Also ich bin ja bekennender Heißentdeckler.
Ich habe 7 Wirtschaftsvölker die ich 2 mal im Jahr abernte.
Das mit dem fehlenden Deckelwachs nehme ich hin, da ich die Aufarbeitung dessen nicht machen möchte.
Mein Pate entdeckelt mit dem Heißluftföhn. Das ist mir aber zuviel Sauerei. Das Wachs wird durch den Luftstrom ganz schön verteilt.
Vielleicht kannst du nochmal genau beschrieben, was du am Entdeckeln mit der Heißluft nicht zufriedenstellend fandest.
Simon hatte mal ein schönes Video mit der Lötlampe.
https://www.youtube.com/watch?v=nHPVNhsggSc
Daran halte ich mich. Und die paar Zellen die übrig bleiben entdeckel ich mit der Gabel.
Pro Waabenseite komme ich auf 10-15 Sekunden.

Mit der Gabel. https://www.youtube.com/watch?v=e3i3vfpjALs
Die Gabeln mit den gekröpften Spitzen gehen deutlich schneller.

Was mich in meinem Arbeitsfluß bremst ist eine Schleuder ohne Motor. Naja das ist eine andere Geschichte.

Soweit Thomas
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon ako » 30. November 2016, 19:17

Silversurfer hat geschrieben:
Mit der Gabel. https://www.youtube.com/watch?v=e3i3vfpjALs
Die Gabeln mit den gekröpften Spitzen gehen deutlich schneller.

Was mich in meinem Arbeitsfluß bremst ist eine Schleuder ohne Motor. Naja das ist eine andere Geschichte.

Soweit Thomas


Hallo Thomas,

Jetzt habe ich zu dem Video wirklich mal eine ernste Frage.
Bevor der heißluftföhn genutzt wird hat er einmal kurz die Entdecklungsgabel benutzt.
Diese drückt er einfach einmal nach oben und das wars.
Ich habe irgendwie gelernt dass man das immer mit Hebeln macht. Sprich etwas drunter und dann die Deckel abhebeln..

Aber so scheint es auch zu gehen.
Ich bin veriwrrtm... :pillepalle:
Liebe Grüße
Ako
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon ako » 30. November 2016, 19:32

Zu der anderen Frage.

Ich habe die Erfahrung damit gemacht dass zum einen die Waben nicht ganz leer werden und zum anderen nicht alle aufgehen.
Vor allem wenn man die Waben zuvor berührt, sprich es am wabenwerk Druckstellen gibt, dort springt der Deckel nicht ab.

Das mit dem Bunsenbrenner habe ich noch nicht versucht.
Bekommst du so alle Zellen auf?
Liebe Grüße
Ako
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon BieneMoni » 30. November 2016, 19:55

Hier wird eine Nagelentdeckelungsplatte vorgeführt.

https://www.youtube.com/watch?v=nY6CjxeAJQ0

Das Ergebnis sieht recht gut aus, finde ich.
Am Ende des Videos steht: Nachbau erlaubt.
LG, Moni
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Bernhard » 30. November 2016, 21:45

Nadelentdecklungsplatte:

Die Löcher sind einfach zu klein, das heisst ich muss beim Ausschleudern die Geschwindigkeit erhöhen,
was, wie auf dem Video zu sehen ist, zu Wabenbruch führt. Zeitlich kaum Vorteile da nachgearbeitet werden muss. Nette Idee.

Noch eine Imkerbastelarbeit:

https://www.youtube.com/watch?v=U6F_jAm1Y4Q

Nettes Video überhaupt der Kleine.

Das funktioniert hier nur ohne Hoffmannsseitenteile.

https://www.youtube.com/watch?v=ijKM3XypU9g

Hier mit Hoffmannsseitenteil.

Auch hier muss nachgearbeitet werden.

http://www.brushymountainbeefarm.com/Th ... tinfo/795/

Generell wird bei dieser Art zu Entdeckeln mit hoher Temperatur gearbeitet im 2. Video mit Heissdampf, jeweils beidseitig.

Die Krönung

https://www.youtube.com/watch?v=wpUAAPaFIy8

Die hatte die Imkerei die ich in Australien besucht habe, sogar in einem LKW als mobile Schleuderstraße.

Hier findet man alles was es so gibt.
http://www.carl-fritz.de/entdeckelung/

Wers größer will

http://images.google.de/imgres?imgurl=h ... 5&biw=1261

Dies sind nur Beispiele von Händlern die ich spontan ergoogelt habe.

und und und.... googel, Youtube

Koscht halt älles Geld.

Ich bleib bei der Gabel und gönn mir ab und zu ein Gläschen Most, meine Frau fährt dann heim. OO;

Überlege zur Zeit ob ich mein Wachs weiterhin umarbeiten lasse, oder mir die Graze Giessform Doppelzander zuzulege.

Suche nach einem Hobbymetallhandwerker, der mir hilft, eine selber zu bauen.

Aber das wäre ein neues Thema.

Ende
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Silversurfer » 1. Dezember 2016, 11:00

ako hat geschrieben:Jetzt habe ich zu dem Video wirklich mal eine ernste Frage.
Bevor der heißluftföhn genutzt wird hat er einmal kurz die Entdecklungsgabel benutzt.
Diese drückt er einfach einmal nach oben und das wars.
Ich habe irgendwie gelernt dass man das immer mit Hebeln macht. Sprich etwas drunter und dann die Deckel abhebeln..
Aber so scheint es auch zu gehen.

Meiner Erfahrung nach hängt das stark von der Waabe ab, ob man die Gabel in einem Rutsch nach oben schieben kann oder nicht.
Voraussetzung: Sie müssen unbebrütet sein.
Zuletzt geändert von Silversurfer am 1. Dezember 2016, 12:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Silversurfer » 1. Dezember 2016, 12:04

ako hat geschrieben:Zu der anderen Frage.

Ich habe die Erfahrung damit gemacht dass zum einen die Waben nicht ganz leer werden und zum anderen nicht alle aufgehen.
Vor allem wenn man die Waben zuvor berührt, sprich es am wabenwerk Druckstellen gibt, dort springt der Deckel nicht ab.

Bekommst du so alle Zellen auf?


1. Meine Zellen werden genauso leer, als wenn ich mit der Gabel entdeckel.
2. Druckstellen und Honig über den Deckeln sind unbedingt zu vermeiden sonst schmilzt der Deckel nicht -> Manuelle Nacharbeit
Ich transportiere meine Honigwaaben bis zum Entdeckeln in einer Zarge. Die Abstandshalter sorgen dafür das sich die Waaben nicht berühren.
Auch sollten die Zargen immer voll mit Rähmchen sein. Einmal hat sich durch den Transport alles verschoben, da konnte ich nur mit der Gabel entdeckeln.
3. Deckel schmelzen nur 50% und die Zelle ist nicht komplett offen.
Ja das habe ich auch ab und zu. Meine Lösung 1min länger nicht zu schnell schleudern, dann ist auch alles draussen.
4. Geduld haben. Es dauert 2-3 Waaben, bis man das richtige Handling mit dem Föhn, Bunsenbrenner raus hat.
5. Mein Mega Vorteil beim Heißendeckeln. Fast keine Wachspartikel im Sieb. Ein Sieb reicht für 50 kg.

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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon kamikaze » 1. Dezember 2016, 16:00

Hallo,

hat jemand Erfahrung mit diesem Teil

http://biorat.de/heissluftentdeckeln.html

und kann berichten?
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon waldimker » 1. Dezember 2016, 16:50

und die heißen abgase knallen auf die honigoberfläche?
gut, dass ich selber honig ernte, nachdem ich weiß, was alles passiert in imkereien.
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Karlheinz » 1. Dezember 2016, 17:35

waldimker hat geschrieben:und die heißen abgase knallen auf die honigoberfläche?
gut, dass ich selber honig ernte, nachdem ich weiß, was alles passiert in imkereien.


ich mags auch lieber konventionell ;)
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Silversurfer » 1. Dezember 2016, 18:12

waldimker hat geschrieben:und die heißen abgase knallen auf die honigoberfläche?
gut, dass ich selber honig ernte, nachdem ich weiß, was alles passiert in imkereien.

Leute, Leute man hat mehrfach Untersuchungen in Hohenheim genau zu diesem Thema gemacht und konnte keine Rückstände im Honig finden.
Was wollt ihr denn noch ?

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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Karlheinz » 1. Dezember 2016, 18:31

Silversurfer hat geschrieben:
waldimker hat geschrieben:und die heißen abgase knallen auf die honigoberfläche?
gut, dass ich selber honig ernte, nachdem ich weiß, was alles passiert in imkereien.

Leute, Leute man hat mehrfach Untersuchungen in Hohenheim genau zu diesem Thema gemacht und konnte keine Rückstände im Honig finden.
Was wollt ihr denn noch ?

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...das Recht auf eine eigene Meinung? :bigrin:
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Simon » 1. Dezember 2016, 18:39

Die Heißluftentdeckelung mit Butanflamme ist kaum zu übertreffen, vorausgesetzt die Deckelung passt. Frühjahrshonige, Eintrag bei starkem Bautrieb oder nach starker Massentracht ergibt helle Deckelung aus frischem Wachs, dieses platzt bis zum Zellenrand ab. Bei aufliegender Deckelung und Zelldeckel aus umgetragenem weichen Wachs schmelzen die Deckel eher an den Rand und decken die Zelle durch eine dünne Schicht, es bleibt einiges an Honig in der Wabe. Je nach Deckelungszustand müsste man flexibel reagieren, eine Entdeckelungsgabel wird man weiter brauchen. Ein Entdeckelungsmesser hätte seinen Reiz, die Entdeckelungsmasse erfordert aber extra Zuwendung. Entdeckelter Honig trocknet in Waben besser, dies geht nur mit einer tropffreien Heißluftentdeckelung.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon ako » 1. Dezember 2016, 18:53

So wie ich es jetzt gesehen habe können manche waben mit Hoffmannseiten per Messer entdeckeln werden. Bei denen wo die Zellen nicht so weit ausgezogen sind müsste man dann eben per Hand weiter machen...

Demzufolge werde ich mir für die kommende Saison mal ein Dämmstoffmesser zulegen, welches ja auch nicht die Welt kostet.
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Re: Entdecklungsgerät - was bringts wirklich?

Beitragvon Janos » 2. Dezember 2016, 14:26

Moin,

ich hab mir das Wellenschliffmesser von Wagner gegönnt, bei diesem ist die Sägefläche leicht gekannten, somit bleibt man nicht so schnell im Holz hängen -- es ist Rattenschaft, sehr leicht und entdeckeln macht damit echt Spaß. Arbeite allerdings ohne Abstandshalter ohne Hoffmänner und mit Dickwaben
http://dadant-imkern.blogspot.de/
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