Melitherm oder Honytherm

Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon Epoché » 31. Mai 2016, 22:21

Ich siebe direkt beim Schleudern. Von daher ist das für mich nicht wichtig und ich habe auch keine Ahnung, ob das geht.
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon waldimker » 1. Juni 2016, 06:40

Du meinst, bei "Demeter"-Temperaturen? Ich glaub, 40 Grad sind erlaubt. Rohkost wäre die Grenze bei 42 Grad, manche sagen 45. Ich sage 40 Grad, um auf Nummer sicher zu gehen.
Ich würde sagen, nein, aber in den Rührbehälter wird man ihn wohl kriegen OHNE Seihsack. Denk ich mal...
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon waldimker » 1. Juni 2016, 06:40

Hat schon mal jmd. Melizitose-Waben im Melitherm nutzbar gemacht? Oder macht das jmd. auf andere Art und Weise?
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon andreasE » 1. Juni 2016, 21:02

Hallo,
zum Melitherm:
Es gibt Imker, die nach dem Schleudern und Sieben ihres Honig 's diesen im Eimer kristallisieren lassen, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt weiter zu verarbeiten.
Ist der Zeitpunkt gekommen, wird der Honig in einer Wärmekammer oder einem Wärmeschrank erwärmt, bis er fliessfähig ist, anschließend in ein Melitherm geschüttet, gerührt und abgefüllt.
Das Melitherm sorgt dafür, dass der mehr oder minder stark kristallisierte Honig vollständig klar und flüssig wird.
Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass die hier angesprochenen Temperaturen völlig illusorisch sind. Das Melitherm läuft zwischen 70 und 80 Grad.
Zum Sieben des Honig's ist ein Melitherm völlig ungeeignet, da das Wachs im nu das Tuch verstopfen würde.

@ Waldimker:
Melizitosewaben oder anderer kristalisierter Honig in Waben machen Dir das Tuch unbrauchbar. Für solche Fälle gibt es folgendes Gerät: http://www.technikimkerei.de/startseite ... strennung/
Die ausgeschnittenen Waben mit dem kristallisierten Honig werden auf das Rost des Schmelzer's gelegt und dann wird der Honig vom Wachs " getrennt ".

Gruß
Andreas
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon waldimker » 2. Juni 2016, 00:40

Danke für den Link.

Ich hatte nicht im Ernst dran gedacht, das Seihtuch bei so einer Aktion reinzutun... :D

Ansonsten:
Letztes Jahr hab ich cremig gerührten Honig eine zeitlang im Eimer gelagert. Etwas Aufwärmen (unter 40 Grad) und dann nochmal rühren, das ging. Es hat mir zwar schier den Eimer aus der Hand gerissen beim Anwerfen der Maschine, aber danach ging`s gut.
Abfüllen war allerdings Geduldarbeit...

Zur Gewinnung von Melizitosehonig aus ausgeschnittenen Waben: Wir haben das vor eni paar Jahren in kleinster Größenordnung im Topf im Wasserbad gemacht. Das hat prima funktioniert. Den Honig haben wir verbacken.
Mit unserer Ausrüstung an Töpfen könnte ich (in einem Topf) höchstens an die 60 bis Liter Wachs/Honigmenge auf einmal schmelzen. Allerdings könnte das zweimal nebeneinander laufen. Da wär in zwei Wochen auch ne Tonne durch. (Schwitz)
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon frisbee » 9. März 2017, 19:52

Hallo,

habe diesen Thread gefunden, da ich auch mit dem Honeytherm als Alternative zum Melitherm liebaeugel. Auch mich ueberzeugt der integrierte Lochring und der etwas niedrigere Preis. Ein Seihsack ist bereits im Lieferumfang enthalten.

Logar steht fuer solide Qualitaet zu einem fairen Preis. Der Emailkontakt erfolgt in einwandfreiem Deutsch.

Mich wundert, dass immer noch diese Geruechte herumgeistern, ein Melitherm/Honeytherm wuerde den Honig aufgrund der hohen Temperatur schaedigen. Das Geraet wurde wissenschaftlich getestet. Schaedigungen des Honigs waren nicht messbar.
Viele Gruesse,

frisbee
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon waldimker » 9. März 2017, 21:09

Es ist viel nicht messbar.

Ich würd den Honig nicht mehr wollen.
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon zenz » 10. März 2017, 12:29

Laut meinem Wissen ist das Auftauen im Melitherm-Honeytherm die schonendste Verflüssigungsform.
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon zenz » 10. März 2017, 12:30

waldimker hat geschrieben:Es ist viel nicht messbar.

Ich würd den Honig nicht mehr wollen.


Wie erwärmst du deinen festen Honig oder füllst du nach dem Schleudern gleich alles in Gläser?
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon bob » 10. März 2017, 12:54

zenz hat geschrieben:
waldimker hat geschrieben:Es ist viel nicht messbar.

Ich würd den Honig nicht mehr wollen.


Wie erwärmst du deinen festen Honig oder füllst du nach dem Schleudern gleich alles in Gläser?


Ich erwärme meinen festen Honig im Wasserbad bei 32 Grad in einem Einkochautomaten mit digitaler Steuereinheit. Digital deshalb, weil ich auch einen alten Einkochautomaten mit analoger Steuereinheit habe, der sich im Bereich von ca 30 Grad entweder ausschaltet oder dann schon so um die 45-50 Grad abgibt, was viel zu warm ist. Dieses alte Gerät benutze ich zum Klären von Wachs.
Auftauzeit ca. 20 - 24 Stunden. Danach wird nochmal mit dem Rapido gerührt und nach weiteren 2-4 Stunden wird dann abgefüllt.

Nur wenn der Honig sehr kristallin ist, geht er bei mir durch das Melitherm, zumal da der Einsatz des Melitherm einen hohen Reinigungsaufwand bedeutet (fauler Imker).
Gruß bob
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon waldimker » 10. März 2017, 13:44

Wie bob beschrieben hat, im Wasserbad. Bis er eine abfüllbare Konsistenz hat. Diesjahr hab ihc nicht nachgerührt und alles war gut.
Für größere Mengen würd ich mir aus einem alten Riesenkühlschrank einen Wärmeschrnak bauen und warme Luft drin umwälzen.
35 Grad sind mehr als genug. Zumindest für das, was ich bisher hatte.
Wenn ich eine größere Rührmaschine hätte würde ich auch mehr aufs Glas ziehen gleich zu Beginn.
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon mmoe » 10. März 2017, 17:59

Theoretisch müsste doch auch ein Kälbermilcherwärmer gut funktionieren oder?
Viele Grüße
Marco
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon Actionmichel » 11. März 2017, 07:36

Wer sich einmal einen Melitherm oder Honytherm angeschafft und mit ihm gearbeitet hat, will dieses Gerät nie mehr missen.
Ich glaube nicht, dass es viele Imker gibt, die sagen, dass sie zwar einen Melitherm besitzen, diesen jedoch so gut wie nie verwenden.
Die Honig- Konsistenz und damit auch die Qualitätsanforderung, diese der Kunde an den Honig stellt, kann einfach mittels anderer
Behandlungsmethoden nicht überboten werden. Durch das kurzfristige Aufheizen des Honig werden bei weitem weniger hohe HMF- Werte erzielt,
wie wenn man den Honig für drei Tage bei 40 Grad in einem Wärmeschrank schmoren lässt.
Je nach Honigsorte hat man selbst bei längerem Auftauen auf 40 Grad Kristalle mit im Honig, diese der Kunde nicht mag!
Dieser mit Kristallen versetzte Honig lässt sich nur über Sieben (z.B. mittels Melitherm) reinigen.

Gruß Michael
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon waldimker » 11. März 2017, 08:58

Wie wär`s denn, den Honig BEVOR er ins Lager kommt, zu rühren, damit die Kristalle weg sind?
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon Actionmichel » 11. März 2017, 19:40

Bei größeren Mengen zeitlich nur schwer möglich, den ganzen Honig zu Rühren. Zumindest bin ich letztes
Jahr aufgrund der extremen Schwarmstimmung nicht mehr nach gekommen.
Des weiteren ziehen die meisten meiner Kunden einen flüssigen Honig vor!

Gruß Michael
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon waldimker » 11. März 2017, 20:04

Ja, wie lang bleibt der denn flüssig im Glas?

Ist eine Frage der Größe des Rührgeräts.

Wem das mit der Erwärmung egal ist, darf gern ein Melitherm verwenden. Aber bitte: NIEMALS als Rohkost anpreisen.
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon Actionmichel » 11. März 2017, 20:09

Waldhonig und Sommertracht bleiben bei mir schon 8- 10 Wochen nach dem Auftauen flüssig.
Hab leider sehr viel Laufkundschaft, die einfach den flüssigen Honig vorziehen.
Ein weiterer Kunde ist ein Luxushotel. Wenn ich da keinen flüssigen Honig liefere, der einwandfrei und klar ist, kann ich einpacken.

Gruß Michael
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon Bienengeist » 8. Juni 2017, 14:50

Ich möchte dieses Thema noch mal aufgreifen, weil mir der Ablauf immer noch nicht ganz klar ist :oops:
Ich habe in erster Linie Frühtrachthonig und Raps, der ja bekanntlich schnell und stark kristallisiert. Bisher habe ich noch alles per Hand gerührt :pillepalle: Das wird mir aber inzwischen doch etwas zu viel. Deshalb geht meine Überlegung Richtung Melitherm bzw. Honeytherm von Logar. Wir haben mehrere Geräte von Logar und sind damit übrigens sehr zufrieden, da optimal verarbeitet. Also, bei Nutzung eines Honeytherms würde ich den geschleuderten Honig zunächst ohne Rühren im Eimer auskristallisieren lassen, später portionsweise nach Bedarf mit dem Honeytherm wieder verflüssigen. Aber dann müßte ich diesen verflüssigten Honig zunächst einmal wieder rühren, damit er seine Cremigkeit bekommt . Und dann? Erst wieder stehen lassen und später noch mal erwärmen und dann abfüllen? Ich steige da irgendwie nicht durch, habe scheinbar eine "Denkblockade" :oops:

"Actionmichel": Des weiteren ziehen die meisten meiner Kunden einen flüssigen Honig vor!
Dies beziehe ich mal nur auf Robinienhonig o.ä., oder ?

Waldimker: Du sagst, Du würdest Deinen Honig das nicht antun !! Ich imkere nach Bio-Kriterien, aber nicht zertifiziert. Ist ein Melitherm in der BioImkerei überhaupt erlaubt?
Viele Fragen, sorry. Könntet Ihr mich ein wenig "erleuchten".
LG Bienengeist
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon waldimker » 8. Juni 2017, 16:02

wg. "erlaubt": in der Bio-Imkerei ist ja fast alles erlaubt, außer Gift. Lediglich die Demeter-Richtlinien schreiben vor, dass der Honig nicht über 35 Grad erwärmt werden darf. Das schließt das Melitherm aus, würd ich sagen. Ich könnt nochmal nachfragen. Bei Bioland ist es ausdrücklich erlaubt.
Nachtrag: Bei Demeter nicht erlaubt, das Melitherm. Grad Antwort gekriegt.

Nachtrag: Ich rühre alle Eimer "fertig" oder "fast fertig". DAnn ab in Keller. Zum Abfüllen erwärme ich den Eimer auf 35 Grad max. Rühre nochmal kurz homogen und ab ins Glas. Hat bisher gut geklappt.
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon steffen » 8. Juni 2017, 18:04

Bienengeist hat geschrieben:Ich habe in erster Linie Frühtrachthonig und Raps, der ja bekanntlich schnell und stark kristallisiert.

Frühtracht u. Raps kristallisiert doch meist feinkristallin aus. Dafür ist der Rapido u. Nachbauten besser geeignet.
Hat bei mir bisher so funktioniert wie vom Hersteller beschrieben: Honig im Eimer fest werden lassen. Vor Abfüllen auf ~36 °C erwärmen und einmal mit dem Rapido rühren. Ruhen lassen, abschäumen, abfüllen.

Beim Melitherm wird der Honig ja komplett verflüssigt und die Kristallisation geht wieder von vorne los. Das macht bei Sommertracht/Waldhonig Sinn, weil der Honig dann wieder solange flüssig bleibt wie vor der Kristallisation.

In Liebefeld ergab ein Test mit dem Melitherm keine Änderung des HMF-Werts und "keine signifikante Erniedrigung der Invertase Aktivität". Der Prüfbericht aus Hohenheim kommt zum gleichen Ergebnis: Änderungen "innerhalb der Fehlergrenze des Messverfahrens".
Gruß
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon Marcusgoe » 9. Juni 2017, 15:30

Epoché hat geschrieben:Einkochautomat mit Wassertemperatur auf 38 Grad geregelt hat mir festen Frühlingsblütenhonig binnen 12 Stunden so aufgetaucht, dass vollkommen entspanntes Abfüllen möglich war. Mir ist unklar, warum man das heißer machen sollte. Vielleicht bin ich aber auch einfach naiv.

Hallo, was meinst du wohl was schlimmer für den Honig ist ? Zwei Minuten 50 Grad im Melitherm oder 12 Stunden bei 38 Grad im Einkocher ? Der Honig im Melitherm ist danach dünnflüssig und feinstgefiltert und es ist bei der HonigUntersuchung kein Wärmeschaden feststellbar. Es passiert noch etwas mit d3m Honig, aber das Problem haben ja nur Imker die sich nicht an die hier favorisierte Betriebsweise halten, also ist es unwichtig was der Melitherm noch kann. Um solche Ergebnisse mit dem Einkochen zu erzielen, dann musst du lange heizen.
Zum Abfüllen von Cremhonig haben sich bei mir 32 Grad im Wärmeschrank und dann der Rapido bewährt.
Ich habe keinen originalen Melitherm, sondern den Holtermann Nachbau.
Bis bald
Marcus
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon Epoché » 9. Juni 2017, 15:53

Wirst Du jetzt wirklich alle meine Posts im Forum suchen, um darauf zu antworten wie dumm ich bin? :bigrin:
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon Marcusgoe » 9. Juni 2017, 16:55

Epoché hat geschrieben:Wirst Du jetzt wirklich alle meine Posts im Forum suchen, um darauf zu antworten wie dumm ich bin? :bigrin:
Hallo, das werde ich bestimmt nicht. Obwohl du ja über mich nicht gut geschrieben hast. Zudem ist dies ein aktuelles Thema. Hier geht es um die Sache, wo ich als Melitherm Benutzer was beisteuern konnte. Du hast doch bedenken gegenüber dem Melitherm. Diese Bedenken sind schlichtweg falsch.
Das mit der Betriebsweise hat hier leider wieder gepasst. Der einfach imkern Imker hat ja nie Probleme mit zu hohen Wassergehalt, davon liest man nie was in den von mir manchmal nicht ganz optimal befunden Beiträgen die man so liest.
Und weil ich aufmüpfig war, hier das größte Geheimnis des Melitherm : Bei optimalen Raumklima sinkt der Wassergehalt, bei jedem Durchgang (fest zu flüssig) um 1%
Aber zu feuchten Honig haben ja nur dir Anderen.......
Bis bald Marcus
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon waldimker » 10. Juni 2017, 07:12

Wenn im Bienenstock 35 Grad herrschen, bald das ganze Jahr - dann soll das schädlicher sein für den Honig als eine kurzzeitige höhere Erhitzung?
:)
sehr witzig.

Der Wassergehalt geht um ein Prozent zurück? Da passiert mit dem Honig nichts großartig?
sehr witzig.

Wissenschaft hin oder her. Sie sieht und beschreibt halt nur, was sie auch anschaut.
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon Marcusgoe » 10. Juni 2017, 13:02

waldimker hat geschrieben:Wenn im Bienenstock 35 Grad herrschen, bald das ganze Jahr - dann soll das schädlicher sein für den Honig als eine kurzzeitige höhere Erhitzung?
:)
sehr witzig.

Der Wassergehalt geht um ein Prozent zurück? Da passiert mit dem Honig nichts großartig?
sehr witzig.


Hallo Waldimker
Beim Melitherm ist nichts feststellbar, das wurde mehrmals untersucht. Ist auch nachzulesen. Bei der Honig Prämierung taucht ab und an ein Hitzeschaden auf, wie wird der wohl entstanden sein ? Wir wollen uns doch nichts vormachen, um Honig flüssig und klar zu bekommen, braucht man eben auch Temperatur. Der Melitherm macht das wesentlich schneller und schonender als alle andere Verfahren.
Wenn man den Melitherm ohne Lochblechring auf den Kübel aufsetzt, dann bleibt das Wasser auch schön drin im Honig.
Hoffe es war wieder witzig genug geschrieben, ich bemühe mich
Bis bald
Marcus
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon kurt » 11. Juni 2017, 11:00

waldimker hat geschrieben:Wenn im Bienenstock 35 Grad herrschen, bald das ganze Jahr - dann soll das schädlicher sein für den Honig als eine kurzzeitige höhere Erhitzung?

Ich gebe Dir in dieser Frage ja weitgehend recht. Aber eher so gefühlsmäßig, nicht unbedingt aus eigener Erfahrung oder aus gesichertem Wissen sprechend.

Allerdings ist die obige Argumentation nicht so ganz stringend: denn die Honigwaben, die Du entnimmst, um sie zum Zweck des menschlichen Konsums zu schleudern, hängen nicht "bald das ganze Jahr" im Bienenstock, sondern nur wenige Wochen. Dabei im Durchschnitt wohl höchstens 2 Wochen mit "Honig" (d.h. unter 20% Wasser), und mehr Wochen mit "Nektar" befüllt.

Irgendwo habe ich mal was zu wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Versuchen gelesen, welche die Umwandlungsrate von Zuckern zu HMF in Abhängigkeit von der Temperatur gemessen haben. Ich meine im Kopf behalten zu haben, dass die Wandlung unter +10 °C gar nicht vorhanden ist, und ab 10 °C dann (sehr) langsam einsetzt, aber mit Temperaturen ab 40 °C dann schon so groß wird, dass sie tatsächlich relevant wird, wenn diese Temperaturen für längere Zeiträume (Stunden bis Tage) aufrecht erhalten bleiben.

Wenn ich den Link wieder finde, werde ich ihn nachliefern.
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon mmoe » 11. Juni 2017, 11:28

Lagerungstemperatur, Schädigung der Honigenzyme mit HMF-Bildung (Nach White und Mitarbeiter). Bogdanov, Bee Product Science, http://www.bee-hexagon.net

Lagerungstemperatur / Zeit für die Bildung von 40 mg HMF /kg
10°C 10-20 Jahre
20 °C 2-4 Jahre
30 °C 0,5 - 1 Jahr
40 °C 1 - 2 Monate
50 °C 5- 10 Tage
60 °C 1 - 2 Tage
70 °C 6 - 20 Stunden
Viele Grüße
Marco
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon waldimker » 12. Juni 2017, 07:08

@kurt:
wenn ich "das ganze Jahr" schreibe, denke ich natürlich nicht an ein Volk, das vom Imker betreut wird, sondern an ein natürlich lebendes. Dieses muss letztlich der Maßstab und das Modell sein, zu dem die Gedanken des Imkers immer wieder zurückkehren sollten.
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon Tobi » 12. Juni 2017, 09:09

waldimker hat geschrieben:@kurt:
wenn ich "das ganze Jahr" schreibe, denke ich natürlich nicht an ein Volk, das vom Imker betreut wird, sondern an ein natürlich lebendes. Dieses muss letztlich der Maßstab und das Modell sein, zu dem die Gedanken des Imkers immer wieder zurückkehren sollten.


Mit sowas haben unsere Völker wohl nicht mehr viel gemein; und ich finde das auch gut so.
Den Qualitätsmaßstab in Sachen Honig sollte man imho höher anlegen als die Bienen. Was die alles nehmen würde ich meinen Kunden so nicht verkaufen.
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Re: Melitherm oder Honytherm

Beitragvon andreasE » 12. Juni 2017, 23:01

Tobi hat geschrieben:Den Qualitätsmaßstab in Sachen Honig sollte man imho höher anlegen als die Bienen. Was die alles nehmen würde ich meinen Kunden so nicht verkaufen.

Das würde ich sofort unterschreiben, denn mein Honig ist auch besser, als der unserer Bienen.
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