Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon propolis » 1. August 2016, 06:06

Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Ernte :thumbsup: . Das ganz links schlägt aber ordentlich aus der Art - vielleicht Akazie?
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon AngoraAngy » 1. August 2016, 08:35

Dankeschön ^^
Nein, das im ganz linken Glas ist genau das gleiche wie der Rest. Ist nur ein sehr schmales Glas und das Licht vom Fenster fällt direkt drauf, während die anderen keine direkte Beleuchtung haben. Ich glaube Akazien/Robinien gibts hier gar nicht...
Ich werde gleich ans Volk 1 gehen, bin soooo gespannt was da rauskommt! Ein Frame dürfte nahezu voll sein, man sieht Honig durchs Guckfenster, was bei Volk 2 nicht der Fall war.
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon BieneMoni » 1. August 2016, 12:25

Schöne Bilderserie!
Sieht richtig heimelig aus bei dir.
Vor allem auf dem Bild, wo du so schwer schuften mußt... :bigrin:

Liebe Grüße und gute Appetit.
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon AngoraAngy » 1. August 2016, 15:10

So, Bienenjahr ist auch fürs Volk 1 beendet. Hier lief es nicht ganz so heimelig-harmonisch ab, vor allem wahrscheinlich weil bei mir (im Gegensatz zum Standort bei meiner Mutter) noch zwei weitere Völker stehen, die natürlich spitz gekriegt haben, dass es da Honig gratis gibt...
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Trotz angestrengter Verhüllungstaktiken war die Geschichte mit der KLarsichtfolie nicht ganz dicht zu kriegen und ich musste am laufenden Band Bienen aus dem Behälter fischen. Einmal waren es ganze Mannschaften, die ich letztlich mit der Schaumkelle rausgesiebt habe. Hier besteht noch Bastel- und Erfindungsbedarf, um eine bienendichte Erntevorrichtung zu ertüfteln. Entweder legen die Australier da noch nach oder ich muss selbst ran. Je mehr Bienen man rausfischt, desto mehr Schweinerei entsteht natürlich und desto mehr Bienen werden angelockt. Letztlich dann auch Wespen und Hummeln, die sich das auch nicht zweimal sagen lassen. Mag ein Pfund Honig gewesen sein, das da verschweinst wurde, inkl. dessen, was doch nach unten rauslief. Ich werde die Frames später einer genauen Prüfung unterziehen und nachspannen, wo sie zu lose sind und Honig raustropfen kann.
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Das komplette Öffnen über die gesamte Länge des Frames ist nicht ratsam. Darüber wurde im Flow Forum auch schon ausgiebig diskutiert. Es fließt dann zu viel Honig auf einmal, der durch den Röhrchendurchmesser nicht passt, es staut sich und dann läuft Honig aus den Wabenseiten heraus und in den Stock. Es gab Mitglieder, die berichteten, dass nahezu das gesamte Volk nach der Ernte des kompletten Flow Super auf einen Schlag plötzlich den Stock verlassen und sich draußen gesammelt hat. Man führte das auf überlaufenden Honig zurück, der die Bruträume flutete. Folglich die Empfehlung, langsam und stückchenweise zu öffnen, so dass der Honig etappenweise ablaufen kann. Ich habe das so gemacht, am Ende tropfte dann aber doch ein bisschen was unten raus. Was sicherlich auch daran liegt, dass meine Frames nicht vollständig gefüllt und verdeckelt waren. Beim anderen Volk hatte ich die Windel eingeschoben, um die Sauerei unter dem Stock einzudämmen. Diesmal hab ich es vergessen...
Eigentlich wollte ich an die Ernte gleich eine Inspektion anschließen, aber nun lasse ich die Ladies erstmal alles aufputzen und zur Ruhe kommen.
Noch ein paar hübsche Schnappschüsse:
Wenn man direkt nach dem Aufbrechen von vorn ins Röhrchen guckt, kann man den Honig aus den Waben in die Sammelrinne tropfen sehen.
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Mein Nachbar, der mich seit meinem Zuzug ins Dörfchen sehr viel unterstützt und auch gleich Interesse und Gefallen an meinem Imkereiprojekt bekundet hat, gesellte sich bei der Ernte hinzu und durfte direkt ein frisch unmittelbar aus dem Bienenstock abgefülltes Glas Honig mitnehmen, das entsprechend nun bei der Verwiegung des Ertrags fehlt. Der Rest beläuft sich auf rund 12,5kg :thumbsup: Somit hat dieses Volk insgesamt 18,3kg Honig geliefert. Auch dieses Volk habe ich - man möge sich erinnern - als letztjährigen Ableger auf 10 Waben Zander Anfang April erhalten, sie haben den 2. BR ausgebaut (Naturbau), ein paar Waben zum Zwecke der Weiselprobe gespendet und wurden zur Bildung zweier 4-Waben-Ableger herangezogen. Ich entnehme keine Honigwaben aus den BR, alles was da unten drin ist, dürfen sie behalten. Ich spare mir damit nicht nur die Arbeit des Schleuderns, sondern auch das Einfüttern. Ich glaube es blüht noch genug, um sie ausreichend zu versorgen. Ein Gründüngungsstreifen in der Nähe steht in voller Blüte (Sonnenblumen, Malven, Kamille, Ölrettich etc.), bei mir und in den Nachbargärten ebenso wie auf Nachbars Schafweide blüht es reichlich und meine beiden Topinambur"felder" (gesamt ca. 6qm) stehen in den Startlöchern. Sollte sich herausstellen, dass sie am Ende nicht genug Futter haben, um über den Winter zu kommen, bekommen sie ihren eigenen Honig zurück. Keines meiner Tiere bekommt künstliches Futter (vom nur teilgebarften Mäkelkater abgesehen), also kriegen auch die Biens das Futter, das Mutter Natur für sie vorgesehen hat ;) Ich denke im Nachhinein, dass es ein Fehler war, das starke Volk bei meiner Mutter im Frühjahr, als es so lange kalt blieb, mit Zuckerwasser zu füttern. Es hat sich dadurch zu früh und zu schnell entwickelt und dadurch bekam ich dann diese Huddeleien mit dem Schwärmen etc. Das Volk bei mir habe ich nicht gefüttert, weil es genug Reserven hatte und nicht so stark wirkte. Es nahm eine gleichmäßige Entwicklung, machte keinen Ärger in Sachen Schwärmen und wie man sieht, hat es mehr Honig geliefert als das gefütterte Volk.
Fürs kommende Jahr werde ich nicht mehr auf gesammelte Gläser zurückgreifen können, die werden bei dann 4 Ertragsvölkern (soweit der Plan, man wird sehen wie meine zwei Ableger und die beiden WIrtschaftsvölker über den Winter kommen) nicht mehr reichen. Wer eine günstige Quelle für Gläser (neutral) kennt, immer her damit!
Bisher habe ich allen Honig so gelassen wie er aus dem Stock gelaufen kam. Bei den älteren Gläsern fängt es nun ganz allmäglich an mit den ersten Kristallisationserscheinungen. Darum werde ich den heute geernteten Eimer unter Zugabe eines solchen älteren Glases versuchen feincremig zu rühren. Man darf gespannt sein... Vor allem da mir das passende Profiwerkzeug fehlt und ich einfach mal probiere, ob irgendwas Haushaltsübliches dazu taugt.
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon BieneMoni » 1. August 2016, 15:26

Hallo Angela,
könntest du die Räuberei verhindern, wenn du einfach spät abends den Honig abläßt?
Dann fliegt nix mehr.
Viele Grüße, Moni
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon AngoraAngy » 1. August 2016, 15:38

Das wäre definitiv einen Versuch wert. Nächstes Jahr probiere ich das.

Hier noch ein kleines Video, nichts Aufregendes, aber vielleicht ganz niedlich.
https://www.youtube.com/watch?v=-dGzaVW ... e=youtu.be

Übrigens konnte ich mich davon überzeugen, dass Bienen, die beim Öffnen noch in einer Zelle stecken, nicht zu Schaden kommen. Sie können sogar reinkriechen wenn die Zellen auf Offen stehen.
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon propolis » 1. August 2016, 17:55

Hallo Angela,

man rechnet bei einem durchschnittlichen WV mit 18 Kilo Winterfutter an warmen Standorten. Dein geerneteter Honig wird nicht reichen, um über den Winter zu kommen, ein Blühstreifen ist ja keine Massentracht mehr. Ich hatte meine Völker dieses Jahr reichlich eingefüttert und trotzdem wurde es durch den langen kalten Frühling knapp.
LG, propolis
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon AngoraAngy » 1. August 2016, 18:04

Abgefüllt - in alles was ich an Gläsern halt so rumstehen hatte.
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Der Eimer rechts enthält etwa 6kg Honig, den rühren möchte.
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon AngoraAngy » 1. August 2016, 18:08

propolis hat geschrieben:Hallo Angela,

man rechnet bei einem durchschnittlichen WV mit 18 Kilo Winterfutter an warmen Standorten. Dein geerneteter Honig wird nicht reichen, um über den Winter zu kommen, ein Blühstreifen ist ja keine Massentracht mehr. Ich hatte meine Völker dieses Jahr reichlich eingefüttert und trotzdem wurde es durch den langen kalten Frühling knapp.

Wie gesagt, in den BR ist ja noch reichlich Honig vorhanden, den ich nicht entnommen habe. Ich mache dann morgen eine ausführliche Inspektion und gucke wieviel Futter sie haben.
Wie war das, wieviel wiegt eine volle Futterwabe (Langstroth)?
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon propolis » 1. August 2016, 20:15

Langstroth ist etwas größer als Zander, oder? Eine Zander komplett voll sind zwei Kilo, du müsstest also etwa 7 bis 8 komplette Futterwaben im Brutraum haben, dann ist es aber kein Brutraum mehr ;) Genau schätzen kannst du mit der Liebefelder Schätzmethode, ein Achtel Langstroth sind 140 g Futter: http://www.bienenjournal.de/fachbericht ... -erfassen/ , der Link ganz unten beinhaltet eine ganz gute Übersicht.
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon Hamamelishonig » 4. August 2016, 13:46

Also erst mal ein grosses Lob, Angela, wie detailliert du hier den Flow dokumentierst. Ich hab bisher noch nichts positives zum Beitrag geleistet und negatives wird in anderen Foren schon genug geschrieben!
Da ich gerade wieder viel Zeit fürs Internet habe, habe ich mich mal paar Tage mit dem Flow auseinander gesetzt. Wenn die Reinigung ansteht, und die wird betimmt spannend... sind die Flows zerlegbar oder ist die Kunststoffhuelle verklebt? Unter http://ecobeebox.blogspot.de/2015/08/ec ... -hive.html zeigt jemand wie dieser zerlegt aussieht, ob das so wie dort gezeigt auseinander geht bezweifle ich nicht, doch bekommt man den Flow auch wieder zusammen? Wie verhält sich die Mechanik, wenn im oberen oder unteren Teil Wachsstücke hängen bleiben? Bild
Hast du hier schon Erfahrungswerte?

Die Ernte wird uebrigends viel einfacher, wenn man einen Tag eine bienenflucht unterstellt und dann die entleerung am Küchentisch vornimmt
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon AngoraAngy » 5. August 2016, 07:24

Hamamelishonig hat geschrieben:Also erst mal ein grosses Lob, Angela, wie detailliert du hier den Flow dokumentierst.

Dankeschön! :)
Ich hab bisher noch nichts positives zum Beitrag geleistet und negatives wird in anderen Foren schon genug geschrieben!

Ich verstehe nicht warum manche Leute alles, was neu ist, präventiv in der Luft zerfetzen müssen, teils ohne es je selbst gesehen oder gar ausprobiert zu haben. Warum fühlen sich manche Menschen von Neuerungen bedroht? Ich wäre manchmal zu gern dabei gewesen, als die beweglichen Rähmchen oder die MIttelwände oder die Schleuder erfunden worden sind. Ob sich die Leute da auch so gegen gesträubt haben?
Wenn die Reinigung ansteht, und die wird betimmt spannend... sind die Flows zerlegbar oder ist die Kunststoffhuelle verklebt? Unter http://ecobeebox.blogspot.de/2015/08/ec ... -hive.html zeigt jemand wie dieser zerlegt aussieht, ob das so wie dort gezeigt auseinander geht bezweifle ich nicht, doch bekommt man den Flow auch wieder zusammen? Wie verhält sich die Mechanik, wenn im oberen oder unteren Teil Wachsstücke hängen bleiben?
Hast du hier schon Erfahrungswerte?

DIe Flow Frames sind definitiv zerlegbar. Da ist nichts versiegelt oder so. Man macht einfach den Draht ab und hat ein Sammelsurium von Einzelteilen. Könnte man übrigens nutzen um die Dinger auf andere Beutenmaße zu kürzen. Einfach ein paar Segmente rausnehmen. Es gibt auch Video von den Flow Hive Leuten, die zeigen wie das genau geht, weil manchmal in der Massenfertigung die Drähte zu wenig gespannt sind und man sie nachspannen muss. Zum Zusammensetzen muss man halt aufgepasst haben, wie sie vorher zusammen waren und sie in der richtigen Reihenfolge aufreihen. Es ist von Vorteil dabei zu zweit zu sein. Mir ist nämlich mal einer auseinander gefallen, bei dem der Draht zu lose war, daher konnte ich das schon ausprobieren.
Zur Lagerung muss man die Teile allerdings nicht extra reinigen. Ich hab sie zum Ausputzen auf die Völker gesetzt, da kommen sie heute runter und dann werden sie eingelagert bis zum nächsten Einsatz. Es ist von Vorteil, wenn noch Wachs dran ist, so nehmen die Bienen das im nächsten Jahr besser und schneller an bzw. haben nicht so viel Arbeit mit dem Auskleiden der unvollständigen Zellen. Es war schon ein dramatischer Unterschied festzustellen in der Geschwindigkeit der Befüllung vor und nach der ersten Ernte! Wachsstücke in der Mechanik werden einfach "zerrieben". Die sind nicht stärker als der Kunststoff.

Die Ernte wird uebrigends viel einfacher, wenn man einen Tag eine bienenflucht unterstellt und dann die entleerung am Küchentisch vornimmt

Kann man machen. Damit entfällt allerdings wieder der entscheidende Vorteil, der auch Hintergedanke der Erfindung war, nämlich dass man zur Ernte den Binenstock nicht aufmachen muss und keine Bienenbriefmarken produziert und keine schweren Honigwaben schleppen muss. Ich selbst besitze gar keine Bienenflucht. Ich hab mir jetzt lebensmittelechten Schlauch gekauft und werde bis zur nächsten Ernte damit ein bienendichtes System basteln, indem ich entsprechende Löcher in den Deckel eines Glases schneide (oder mehrere in den Deckel eines Eimers) und da den Schlauch durchführe, der am anderen Ende auf dem Entnahmeröhrchen steckt. Ein Kollege aus dem Flow Forum hat ein Video von der Herstellung und Verwendung solcher Schlauchadapter gepostet:
https://www.youtube.com/embed/RgJxvz09vgs
In anderen Ländern halten sie es offenbar nicht so streng wie hierzulande mit dem Ausputzenlassen im Freien. Da werden die honigfeuchten Sachen eben einfach vor dem Volk hingestellt.
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon Hamamelishonig » 5. August 2016, 09:31

Für imkerkollegen, die ihren Honig im eigenen Einzugsgebiet vermarkten wollen, ist natürlich jeder kleinhobbyimker erst mal einen bedrohung, da nehme ich mich nicht aus, wobei ich hier nicht die Konkurrenz der honigerzeugung als Problem sehe. Vor 7 jahren war die Bienenkiste ein Hype, die viele Anhänger gefunden hat, und somit viele kleinstimker dazukamen, die eben nicht den ausbildungsstand und die betriebsweisen der bisherigen imker akzeptierten und einhielten.

Der Flow ermöglicht es nun abermals imkern mit keinen Einheiten zu beginnen, da man zur Ernte auf keine teure schleuder angewiesen ist. Bei der bienenkiste oder auch bei warre wurde der honig aus den waben gepresst, jetzt fliesst er aus dem wiederverwendbaren Kunststoffrähmchen. Der Markt verändert sich, imkerlädenbieten bei uns inzwischen schon fertig Raehmchen mit Mittelwänden an, d.h. die kleinstimker können sich alles in kleinmengen fertig vorbereitet besorgen und können Bienen wie bisher Meerschweinchen halten. Alte Waben landen im Hausmüll.
Als Imker mit vielen Völkern hat man da natürlich Angst, dass die Kleinst-Neuimker ohne Ausbildung, die sich den alternativen Methoden bedienen nicht gerade zur Verbesserung der Bienengesundheit der eigene Völker beitragen.

Also man muss beide Seiten verstehen... und wenn dann noch Bioimker mit der wesensgemässen bienenhaltung (die ich selber auch weitgehend praktiziere, wo sie für mich Sinn macht ) mit extremargumenten dazwischen gehen, kommt es zu lustigen Diskussionen, lustig für xie aussenstehende, nicht unbedingt lustig für den, der die Diskussion angezettelt hat.
Gegen die Kunststoffrähmchen hab ich nicht, schliesslich züchten wir unsere Königinnen im Nicotzuchtbecher, also viele Königinnen beginnen bereits in der Plastikzelle ihre Karriere. Zahlreiche Imker verwenden Styroporbeuten, also leben Millionen Völker auch gut in Kunststoffkisten, wenn dann noch ein wenig Kuststoffwaben dazukommen, was solls, wenigstens sind die dann nicht mit parafin gepanscht
Also die berichte in anderen Netzwerken weiter beobachten und warten, bis die flowwabe für unter 20 Euro zu haben ist ß)

Was ich allerdings kritisch sehe ist z.b. die Begründung in deinem letzten Abschnitt. Nicht nur während der schwarmzeit kontrolliert dehr gewissenhafte Imker regelmaessig den Zustand des Volkes im Brutraum. Dazu muss der Honigraum herunter oder bei andern Beuten parallel durchgeschaut werden. Bienen machen Honig nicht wie die Joghurtkultur den Joghurt.
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon artos » 5. August 2016, 09:59

Liebe Imker, warum sagt hier keiner das die Sache quatsch ist?
Ein kleiner Spaß, sonst Nichts.

Gruß aus Berlin
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon Simon » 5. August 2016, 10:14

Ich halte von den Flow Frames nichts, für Versuche und Vergleiche sollte man aber für "Quatsch" offen sein, ich bin es (meist), nur so kann man sich eine Meinung bilden. Ich finde es gut dass es einen umfangreichen Erfahrungsbericht aus erster Hand dazu gibt, ist ja noch keine Heizdeckenveranstaltung wie bei der Bienensauna draus geworden. :bigrin:
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon Hamamelishonig » 5. August 2016, 10:59

artos hat geschrieben:Liebe Imker, warum sagt hier keiner das die Sache quatsch ist?
Ein kleiner Spaß, sonst Nichts.

Warum sollen wir das tun? Es wird laufen wie mit jeder Neuerung in jedem Bereich. Ist es Quatsch und wird es nicht zur Marktreife weiterentwickelt, dann verschwindet das teil in zwei Jahren vom Markt. Wird es verbessert, sinkt der Preis bei steigender Nachfrage, dann wäre ich doch blöd, etwas als Quatsch zu bezeichnen, was ich vielleicht in 5 Jahren in der Version 6.0 selber verwenden werde. Bleiben wir wie die Kinder neugierig und probieren neues aus. Wir brauchen mehr Angelas, die dazu auch den Mut haben und Kapital einsetzen um Neuerungen eine Chance zu geben.
Mir wären hier 500 Euro auch zu Schade, aber ein schönes Spielzeug ist es schon
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon imkeralex124 » 5. August 2016, 11:00

Was AngoraAngie über die Zeit schrieb und bildlich darstelle ist sehr informativ und angnehm durchzulesen. Ich bin auf weiteres gespannt und viel Erfolg damit.

Trotzdem, für mich ist es eine Spielerei.

Eventull könnte ich mir so was in ein paar Jahren als Gag zum Tag der offenen Tür vorstellen. lg Alexander
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon AngoraAngy » 5. August 2016, 12:16

Hamamelishonig hat geschrieben:Für imkerkollegen, die ihren Honig im eigenen Einzugsgebiet vermarkten wollen, ist natürlich jeder kleinhobbyimker erst mal einen bedrohung, da nehme ich mich nicht aus, wobei ich hier nicht die Konkurrenz der honigerzeugung als Problem sehe. ...
Der Flow ermöglicht es nun abermals imkern mit keinen Einheiten zu beginnen...
Als Imker mit vielen Völkern hat man da natürlich Angst, dass die Kleinst-Neuimker ohne Ausbildung, die sich den alternativen Methoden bedienen nicht gerade zur Verbesserung der Bienengesundheit der eigene Völker beitragen.

DAS ist natürlich ein nachvollziehbares Argument. Unbedarfte Leute die sich nicht informieren sind in jedem Bereich Mist. Da leiden auch ungezählte Meerschweinchen drunter... Was die Bienen angeht, so wird sich nach einiger Zeit die Spreu vom Weizen trennen, wenn sich nämlich herausstellt, dass es eben NICHT mit dem Abzapfen des Honigs getan ist. Mehr als darauf hinweisen kann niemand, es steht überdeutlich auf der honeyflow-Seite, dass der Besuch von Lehrgängen und der Kontakt zum örtlichen Imkerverein mehr als dringlich empfohlen wird. Ich wage mich zu denen zu zählen, die sich VOR der Anschaffung einer neuen Tierart über selbige informiert. Ich habe den Lehrgang des hiesigen Landesverbandes besucht und ich habe nach bestem Wissen und Gewissen meine Schwarmkontrollen durchgeführt. Ich muss mir noch was überlegen, womit es leichter wird, den sich füllenden HR runter zu heben... Ich hab nämlich Rücken und irgendwie werden mir die Lagerbeuten oder Kippbeuten, die man einfach aufklappen kann, immer sympatischer...
Bioimker mit der wesensgemässen bienenhaltung (die ich selber auch weitgehend praktiziere, wo sie für mich Sinn macht ) mit extremargumenten dazwischen gehen, kommt es zu lustigen Diskussionen, lustig für xie aussenstehende, nicht unbedingt lustig für den, der die Diskussion angezettelt hat.

Welche sind das? Wesensgemäß ist ein hochgegriffenes Wort für eine Tierart, die sich in jede noch so unmögliche Höhlung quetscht und deren Lebenszyklus nicht auf Langlebigkeit des einzelnen Tieres oder des einzelnen Volkes ausgerichtet ist.
Gegen die Kunststoffrähmchen hab ich nicht, schliesslich züchten wir unsere Königinnen im Nicotzuchtbecher, also viele Königinnen beginnen bereits in der Plastikzelle ihre Karriere. Zahlreiche Imker verwenden Styroporbeuten, also leben Millionen Völker auch gut in Kunststoffkisten, wenn dann noch ein wenig Kuststoffwaben dazukommen, was solls, wenigstens sind die dann nicht mit parafin gepanscht

Es muss halt nur der richtige Kunststoff sein. Die Chinaplagiate der Flow Frames (um beim Thema zu bleiben) würde ich nicht mit der Kneifzange anfassen.
Also die berichte in anderen Netzwerken weiter beobachten und warten, bis die flowwabe für unter 20 Euro zu haben ist ß)

Na, solche Preise werden wir wohl noch lange nicht sehen, es sei denn du greifst auf o.g. Plagiate zurück...
Was ich allerdings kritisch sehe ist z.b. die Begründung in deinem letzten Abschnitt. Nicht nur während der schwarmzeit kontrolliert dehr gewissenhafte Imker regelmaessig den Zustand des Volkes im Brutraum. Dazu muss der Honigraum herunter oder bei andern Beuten parallel durchgeschaut werden. Bienen machen Honig nicht wie die Joghurtkultur den Joghurt.

Meine Bemerkung bezog sich NUR UND AUSSCHLIESSLICH auf die Ernte an sich. Natürlich guckt man im Jahresverlauf mehr oder weniger oft in die Beuten rein, mit all den Risiken, die damit verbunden sind. Daran ändert der Flow Frame NICHTS.

artos hat geschrieben:Liebe Imker, warum sagt hier keiner das die Sache quatsch ist?
Ein kleiner Spaß, sonst Nichts.

Gruß aus Berlin

Lieber Alfred E. Neumann, solange da keine schlüssigen Argumente kommen, erlaube ich mir, solche Einwürfe als unqualifizierte Zwischenrufe aus den hinteren Reihen zu werten.
Ich habe mit diesen Dingern eine fürs erste Jahr vorzeigbare Menge Honig geerntet. Ich halte das nicht für Spielzeug und bin mir meiner Verantwortung für das Lebewesen, das ich mir da ins Haus bzw. den Garten geholt habe, durchaus bewusst. Es gibt immer sone und solche, in jedem Feld. Wieviele Meerschweinchen, Hamster und Kaninchen, die mal eben im Zooladen gekauft werden, leben ein schönes, artgerechtes Leben, ausreichend versorgt um ihr natürliches Lebensalter zu erreichen? Zooladenspontankäufe gefährden auch meinen Zuchtbestand an wertvollen Rassekaninchen, weil sie nicht tierärztlich versorgt werden und Seuchen (wie derzeit dei RHD) umso besser grassieren können. Dagegen kann niemand was tun, außer nicht müde zu werden die Leute aufzuklären und wenigstens hin und wieder den einen oder anderen zum Umdenken zu bringen. Erfindungen können immer nur einen Schritt gehen, niemals die ganze Strecke. Und jede Erfindung in der Geschichte der Menschheit ist irgendwann irgendwie missbraucht worden. Den Verstand muss jeder selber einschalten. Ich missioniere hier nicht für die Flow Frames, ich krieg ja keine Tantiemen ;) Ich bin in einem anderen Thread gebeten worden, darüber zu berichten und das tu ich gern, weil ich die Dinger genial finde. Die Schwachstellen sehe ich natürlich, insbesondere die fehlende Bienendichtigkeit im Werkzustand. Auch den Preis. Der wird fallen. Wann und wie weit wird sich zeigen.
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon Angie » 5. August 2016, 13:53

Liebe Angela,

auch ich möchte mich für den sachlichen Bericht und die schönen Bilder bis jetzt ebenfalls herzlich bedanken.
Auch, dass Du Dich nicht hast beirren lassen, finde ich gut. Ich erinnere mich an einen Post von Dir zu Anfang:

AngoraAngy hat geschrieben:Übrigens soll das hier lediglich ein Erfahrungsbericht werden. Ich diskutiere nicht darüber, ob ich das wirklich machen sollte. Ich MACHE es. Und dann werden wir sehen was passiert. Wenns funktioniert, toll. Wenn nicht, na und? (8;) ß)


Wir alle haben davon profitiert.
So wie hier viele andere, besonders Simon, :vr: davon berichten, was sie ausprobieren und was gut geht und was nicht klappt.
Das ist der Sinn eines guten Forums. So macht das Lesen Spaß. Weiter so!
Simon fehlt. RIP
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon HaroldBerlin » 5. August 2016, 15:04

AngoraAngy hat geschrieben:
Hamamelishonig hat geschrieben:Als Imker mit vielen Völkern hat man da natürlich Angst, dass die Kleinst-Neuimker ohne Ausbildung, die sich den alternativen Methoden bedienen nicht gerade zur Verbesserung der Bienengesundheit der eigene Völker beitragen.

DAS ist natürlich ein nachvollziehbares Argument. Unbedarfte Leute die sich nicht informieren sind in jedem Bereich Mist. Da leiden auch ungezählte Meerschweinchen drunter... Was die Bienen angeht, so wird sich nach einiger Zeit die Spreu vom Weizen trennen, wenn sich nämlich herausstellt, dass es eben NICHT mit dem Abzapfen des Honigs getan ist.


Hallo Angela,

ich finde es gut und interessant, wie Du Deine ganz persönlichen Erfahrungen offen und ohne Scheuklappen allen zur Verfügung stellst.
Und wenn jemand das persönlich für nicht sinnvoll hält, kann er das ja auch genauso offen, freundlich udn ohne persönlich zu werden auch schildern, lass Dich da nicht verdrießen! Das ist ja das Schöne beim Imkern, es führen viele Weg zum Ziel, wichtig ist aber ein Verantwortungsbewusstsein für die Tiere, die wir halten, die Natur und unsere Mitmenschen... Flowhive, Plastikbeuten und unterschiedliche organische Behandlungsmittel sind da für mich völlig ok, mangelnde Behandlung, Cumaphos und Co oder Behandlung während der Tracht dagegen nicht!

Danke, das Du uns so teilhaben lässt und es nicht verbissen nimmst!
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon Immenfreund » 5. August 2016, 20:43

artos hat geschrieben:Liebe Imker, warum sagt hier keiner das die Sache quatsch ist?
Ein kleiner Spaß, sonst Nichts.

Gruß aus Berlin


deswegen:
imkeralex124 hat geschrieben:Was AngoraAngie über die Zeit schrieb und bildlich darstelle ist sehr informativ und angenehm durchzulesen. Ich bin auf weiteres gespannt und viel Erfolg damit.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

Bienenstand auf 300 m.ü.d.M. Hanglage in Streuobstwiese am Waldrand

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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon propolis » 6. August 2016, 07:48

Bedenken wurden in einem anderen Thread schon reichlich geäußert, meine größte, dass Bienen gequetscht werden und das es zur nach- und fahrlässigen Bienenhaltung verführt, kann ich bei Angy nun wirklich nicht erkennen. Anschaffen würde ICH mir die Dinger trotzdem nie, aber ich besitze auch kein Iphone, keinen Activitytracker und kein Rasenmäherroboter. Aber wenn jemand anderes spielerischer veranlagt ist als ich, muss ich das nicht als Quatsch abtun, sondern kann das aushalten ;). Und da ich immer finde, dass wissen besser ist als glauben, finde ich den Erfahrungsbericht von Angy sehr bereichernd.
LG, propolis
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Re: Flow Frames - Honig "aus dem Hahn"

Beitragvon AngoraAngy » 5. Juli 2017, 14:00

Und auf ein Neues in der neuen Saison. Ja, ich benutze die Flow Frames weiter. Bis heute war ich davon ausgegangen, dass ich dieses Jahr nichts ernten werde, weil meine Völker sehr mickrig ins Jahr gestartet sind. Sie haben erst MItte-Ende März überhaupt angefangen zu brüten, ein Volk war gar weisellos und ich musste dem stärksten Volk eine seiner gerade mal zwei Brutwaben klauen, um das andere zu retten. Das hat aber gut geklappt. Die Völker haben sich dann alle gut entwickelt und ich konnte zwei Ableger ziehen, wovon sich leider nur einer gut gemacht hat. Nur der Blick ins Fenster der Flow Super, mit denen ich nur zwei von drei Völkern ausgestattet habe, weil das dritte zu schwach erschien, war und blieb ernüchternd. Da war nix. Bei der Durchsicht Anfang Juni war zwar zu sehen, dass einige Zellen nektarfeucht glänzten, aber ich war überzeugt, dass die Völker zu schwach seien, um wirklich Honig einzutragen. Heute bei der Durchsicht die freudige Überraschung:
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SAUschwer! :thumbsup: Leider so schwer, dass mir die Zarge beim Beiseitestellen aus der Hand gerutscht und auf der Seite gelandet ist... Ich hoffe der Schaden ist nicht allzu groß... Kam natürlich einiges an Honig raus, zum Glück hatte ich einen umgedrehten Deckel drunter, wo ich die Zarge drauf abstellen wollte. So ist keine Honigsauerei im Gras vor den Beuten.
Ich habe bei diesem Honigraum fabrikneue und im letzten Jahr schonmal benutzte Frames gemischt, um die Akzeptanz der neuen Frames zu fördern. Hat auch prima geklappt
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Das ist ein neuer Frame. Ich hab leider nicht sorgfältig genug drauf geachtet, dass alle Segmente auf geschlossen stehen, man sieht schön wo es offen war. Dort konnten die Bienen natürlich nichts reintun. Da noch genug Platz ist und sich die Saison dem Ende zuneigt, hab ich das so gelassen. Ich werde bis Ende Juli warten und dann ernten. Bis dahin muss ich noch das geschlossene Erntesystem basteln, um nicht wieder Bienenbrei im Honigeimer zu haben. Hab alles da, muss es halt noch tun. Und zwar werden Schläuche vom Flow Frame durch den Deckel in einen Abfülleimer führen, aus dem ich dann direkt den Honig abfüllen kann. Das sollte bienendicht sein und Umfüllverluste weitgehend minimieren.
Das Absperrgitter war ziemlich zugebaut.
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Ich hab ein neues genommen und dieses abgekratzt, der Honig tropft gerade durchs Sieb in eine Schüssel.
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Ein Brötchen kann ich mir auf jeden Fall damit schmieren :bigrin:

Bei dem anderen Volk mit Flow Frames, jenes das neu beweiselt werden musste, bin ich sehr gespannt ob da auch so viel drin ist.
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
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