Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon beeo » 5. April 2015, 14:44

Hallo Leute,

habe versucht ein paar Informationen zu diesem Thema zu finden, baue gerade eine neue.
Bislang nicht viel Gedanken darüber gemacht, aber es gibt ja einige Variablen zu bestücken...

Man sieht hier und da Latten mit recht weitem Abstand an Näpfchenhaltern, dann gibt es wieder welche mit maximaler Ausnutzung.
Desweiteren sieht man welche mit einer Ebene, derer zwei und auch drei. Drei scheiden bei mir wohl aus, wegen den Käfigen.

Was gibts in Sachen Verbauen etc. beispielweise zu berücksichtigen? Könnte mir vorstellen dass große Abstände ein "Einmauern" der Zellen begünstigt.
Mein Imkerpate hatte eine mit einem kleinen Futtertrögchen oben drin. Ist das vorteilhaft oder verdrängen dann die Sammlerinnen die Pflegebienen?

LG, beeo
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon bivypirat » 5. April 2015, 16:28

Zu große Abstände werden gerne zugebaut, spätestens wenn es honigt. Auch für den Wärmehaushalt sind geringe Abstände meiner Meinung nach besser.

Auf meine Zuchtrahmen mit Nicothaltern sind diese so eng wie möglich gesetzt. Die Käfige sollten allerdings noch passen ;)

Die Rähmchen mit 3 Leisten sind für Holzstopfen mit Wachsbechern gedacht, geht auch, Nicot ist aber komfortabler. Diese Art Stopfen werden nach dem Verdeckeln in hölzernen Schlupfkäfigen und Hürdenrahmen verschult, Brutschrank geht auch.

Gruß
Stephan
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon waldimker » 5. April 2015, 17:10

Auf Liebigs Buch sieht man 2x13 Weiselzellenhalter in einem Zanderrähmchen. An den Abstand hab ich mich gehalten, an das Rähmchen nicht...
Simon schrieb mal irgendwo, 30 Stk. gingen in ein Zanderrähmchen rein.
Und AndreasE schrob mal was wegen Beespace einhalten, aber ohne Details.

Ich hab mein Dadanträhmchen mit 2 x 14 bestückt. Beespace gar nicht dran gedacht. Halt geguckt, dass die Verschulkäfige noch bequem drauf passen...
Wenn`s nicht gut funzt, die Weiselzellenhalter sind ja nicht sooo teuer...

vlg

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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon andreasE » 5. April 2015, 18:28

waldimker hat geschrieben:Und AndreasE schrob mal was wegen Beespace einhalten, aber ohne Details.

..na, dann musse fragen! Ich kann doch icht immer bei Null anfangen, wenn ich hier mal irgendwo meinen Senf dazugebe... OO;

Also: Ganz egal wie Du die "Zuchtrahmen" aufbauen wirst, die Bienen verbauen die Zellen grundsätzlich, wenn die Tracht stark genug ist!

Es gibt aber Systeme die in dieser Hinsicht weniger anfällig sind, als andere.
Dazu gehört sicherlich das System von Jenter. Wie auf dem folgenden Bild zu sehen ist, werden die Weiselnäpfchen im Verbund angeordnet:
http://www.karl-jenter-shop.eu/index.php?a=22

Eine solche "Zuchtlatte" baut man sich aber besser selber. So hat man den Beespace zwischen den Zellen schon einigermaßen sichergestellt. Da bleibt nur noch der unterhalb der Zellen.
Die Möglichkeit einen Schutzkäfig auf die Zellen zu stecken besteht aber dabei nicht mehr. Das heißt: Ich muß die Zellen vor dem Schlupf verschulen!

Aus rein praktischen Gründen, leichtere Verfügbarkeit und die Möglichkeit einen Schutzkäfig zu nutzen, benutze ich das Nicot-System. Da paßt der Beespace nicht mehr so, aber das nehme ich in Kauf.

Gruß
Andreas
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon waldimker » 5. April 2015, 19:15

ha - wenn ich bei allem interessanten, was du so mal schrobst, frag, werden wir mit tippen nicht fertig!
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon honigmaul » 6. April 2015, 10:07

Hallo Beeo!

Den Bienen ist es egal welche Abstände du verwendest. Bei den natürlichen Schwarmzellen ist von total zusammen gebaut bis weit auseinander auch alles zu finden. Es sollte vor allem für den Imker praktisch schein.

Meine Zuchträhmchen haben 3 Zuchtleisten mit jeweils 13 Zellen. Die Leisten können einzeln entnommen werden und bei Bedarf in andere Zuchtrahmen eingeschoben werden, sodass auch die Schutzkäfige Platz haben.

Bezüglich dem Verbauen hat das alles keinen Einfluss. Sobald verstärkt Tracht vorhanden ist, besteht die Gefahr des Verbauens. Anders herum, ist keine Tracht vorhanden, so sollte mittels Fütterung die Zuchtstimmung erhalten werden.

Es gibt zwei Möglichkeiten das Verbauen zu verhindern:
1. Die Zellen ab dem 5. Tag (die Zellen sind verdeckelt) mittels Käfigen zu schützen.
2. Ab dem 5. Tag eine Zarge mit Leer- oder teilweise vollgetragenen Futterwaben aufzusetzen. Die Bienen haben dann genügend Platz den eingetragenen Nektar abzulagern.

MfG
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon beeo » 6. April 2015, 11:41

honigmaul hat geschrieben:Bezüglich dem Verbauen hat das alles keinen Einfluss. Sobald verstärkt Tracht vorhanden ist, besteht die Gefahr des Verbauens. Anders herum, ist keine Tracht vorhanden, so sollte mittels Fütterung die Zuchtstimmung erhalten werden.


d.h. du würdest diesen Zuchtrahmen mit oben eingebautem Futternapf durchaus empfehlen?
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon honigmaul » 8. April 2015, 12:47

Hallo Beeo!

"Zuchtrahmen mit eingebautem Futternapf" - Mir sagt diese Konstruktion nichts. Heißt das, dass oberhalb der Zuchtlatten eine Futtertasche eingebaut ist? Auch das würde nichts ausmachen. Es hat keinen Einfluss, woher das Futter kommt, ob aus der Futterlade unten/oben, aus einer Futtertasche oder durch die Tracht.
Das Verbauen hängt vor allem mit der Futter/Nektarmenge zusammen.

Die Bienen sind von Haus aus bestrebt das Futter floglochfern zu lagern. Daraus ergibt sich, dass eher die oberen Waben vollgetragen werden. Diese Feststellung ist allerdings etwas mit Vorsicht zu genießen, denn bei Verwendung eines Absperrgitters könnte es sein, dass auf einmal die Waben unter dem Absperrgitter als die "oberen Waben" angesehen werden.

MfG
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon beeo » 8. April 2015, 22:35

Ja, der obere Träger ist in dem Fall ein Näpfchen mit ca. 5cm Tiefe, darunter kommen dann erst die Weiselbecher.
Mein Gedankengang war, ob die Sammelbienen die ganzen Pflegerinnen evtl. in der Arbeit behindern, oder ob die reichhaltige "Tracht" sogar von den Weiselbechern ablenkt...
Allerdings wurden bei meinem Imkerpaten idR alle Zellen gepflegt, also schlecht kann ned wirklich sein...
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon beeo » 25. April 2015, 12:32

Das ist jetzt draus geworden...
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon beeo » 25. April 2015, 12:35

Nach Hinweis von Joachim hab ich oben zwei kleine Zugänge eingefügt, damit die Bienen auch dran können wenn die Folie oben stramm aufliegt.
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon beeo » 25. April 2015, 12:40

Und der Vereinsvorstand wollte dann auch noch eine.
Und wie das meistens ist, beim zweiten Anlauf wird es idR besser... ;-)
In diesem Fall hab ich keine Kieferfurnierplatte genommen sondern ne ordentliche Buchenleiste. Die Leiste auf die die Nicot-Sockel geschraubt wurden hab ich mit Streichmaß und Messschieber angezeichnet und vorgebohrt, bei meinem Zuchtrahmen hats beim Eindrehen der Schrauben doch immer wieder bissl geknackst...
Außerdem die Ohren lang genug gemacht, damit das Spiel nicht so groß ist.
Bild
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon beeo » 25. April 2015, 12:53

Die kurzen Seitenteile habe ich mit 4,5mm vorgebohrt und leicht geweitet. So hat eine Aderendhülse 10qmm reingepasst, in welcher die Befestigungsschraube der Sockelleiste geführt wird. Dadurch dreht sich diese Schraube nicht auf. Wer es übertreiben will schaubt eine Rampamuffe ein und benutzt Maschinengewindschrauben ;-)

Wenn man die Nicotsockel dicht an dicht setzt passen die Schutzkäfige grad noch drauf. Und sowas aber auch, es gehen auf die 40cm lichte Breite genau 15 Stück drauf :-) Wenn das mal nicht so geplant war ;-)
Mitte Loch der Achse der Sockelleiste misst von unten 83mm. Bei 11,5mm Stärke der Leiste ergibt sich dadurch dass die Käfige noch 2mm innerhalb der beiden Rahmenseitenteile stehen, man den Rahmen also auf diese beiden Enden stellen kann ohne dass die Käfige berührt am Boden anstoßen.

Bei der Ausführung für den Chef konnte ich auf die Einschnitte verzichten. Seine Folien haben eh ihmmer Öffnungen für das Futtergeschirr, da kommen die dran. Es ist ihm lieber den kandierten Honig glatt einstreichen zu können.
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon waldimker » 25. April 2015, 15:13

Sauber, sauber.
Aber, lieber beeo: Hab ich`s überlesen? Welchen Vorteil hat das gegenüber z.B. einem Futtergeschirrzarge oder einer Futtertasche? Ist ja doch recht aufwändig.
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon beeo » 25. April 2015, 16:04

Sie ersetzt diese nicht, mit diesem Minitrog kann man wohl einfach nen kleinen Reiz setzen.
Ich bin aber am Überlegen ob ich nicht versuche in einem 5WK zu vermehren, und dann diesen Minitrog tatsächlich als Futtergeschirr nutze. Ich brauche ja nicht unbedingt alle 15 Näpfchen, stelle nächstes Jahr einfach mal nen Versuch an was 4 Brutwaben plus zugefegte Jungbienen so ziehen können. 4-5 sollten drin sein.
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon waldimker » 25. April 2015, 16:48

So ungefähr hab ichs letzten Juli (Anfangs) gemacht. 3 Stück haben sie gezogen. Davon war eine brauchbar.
ich setz diesjahr auf massige SBAs. Aber wenn ich nur mehr wenig Bienen hab... probier ichs vielelicht noch mal so.
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon beeo » 25. April 2015, 18:46

Juli is halt auch schon n ticken spaet. Wobei, bei euch ja fruehlingsanfang, hihihi.
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon waldimker » 25. April 2015, 19:02

nein: es ging schon Richtung Winter...
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon Hochleistungsbiene » 25. April 2015, 20:04

Wozu die schwenkbare Zuchtlatte, wenn das Rähmchen nach unten offen ist...? :hmm:
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon Plonsi » 25. April 2015, 20:48

Hochleistungsbiene hat geschrieben:Wozu die schwenkbare Zuchtlatte, wenn das Rähmchen nach unten offen ist...? :hmm:

Es ist viel einfacher zum Umlarven, da das Rähmchen stabil aufliegt und man senkrecht in die Näpfen schauen kann...
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon beeo » 25. April 2015, 21:00

Ita est. Meistens hat man genug mit der brutwabe zu tun, da darf der zuchtrahmen nicht auch noch aufmerksamkeit kosten.
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Re: Zuchtrahmen/Zuchtlatte

Beitragvon Hochleistungsbiene » 25. April 2015, 21:12

Macht Sinn...
Danke!
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