Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

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Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon cooper » 24. März 2017, 08:19

Moin

Ich war gestern Nachmittag an einem meiner Bienenstände und hab mir gleich zu Anfang einen Stich in die Oberlippe abgeholt.
Erster Gedanke ,nicht weiter tragisch.Hab dann mein geplantes Soll durchgezogen und im Anschluß noch ein paar Minuten
zugeschaut wie die Damen fliegen.
Auf dem Rückweg merkte ich dann das etwas nicht stimmt,die Lippe schwoll an auf die Größe eines Schlauchbootes und die
Schwellung zog im anschluß ins ganze Gesicht.
Jetzt muß ich dazu sagen eigrndlich haben mir Stiche nie sonderlich viel aus gemacht aber das war/ist eine heftige Nummer.
Habe den ganzen Rest des Tages mit Kühlen zugebracht aber die Schwellung läst nur sehr langsam nach.
Frage an euch - wer kennt ein wirksames Hausmittel oder eine gute Salbe die so etwas in Zukunft vermeiden hilft ?

Geschwollene Grüße :auge:
Dieter
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon AngoraAngy » 24. März 2017, 08:39

http://www.fenistil.de/index.shtml/
Ich habs selber noch nicht gebraucht, aber das wurde mir von verschiedenen Leuten empfohlen.
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon Angie » 24. März 2017, 09:17

Wenn es Dein erster Stich ins Gesicht ist, ist dies eine normale, nicht untypische Reaktion, da die Haut im Gesicht anders reagiert als z.B. am Bein.
Da Du aber schon von mehreren Sticherfahrungen geschrieben hast...

Wieviele?
In welche Körperteile?
Wie lange imkerst Du?

...ist so eine Reaktion wiederum eher untypisch.
Ich habe zu Beginn meiner imkerlichen Tätigkeit auf Stiche schon mehrere Mittelchen aller Art ausprobiert, aber keines gefunden, welches wirklich hilft.
Jeder Mensch reagiert da auch sehr individuell.
Wenn man z.B. auf Grund eines Infektes angeschlagen ist, kann man auch heftiger reagieren als sonst.

Man kann daher vieles mal ausprobieren, aber was wirklich am besten hilft, ist der Tipp "häufig stechen lassen".
Dies ist aber auch nur bedingt zu empfehlen, da der Mensch unterschiedlich reagiert und manche auf häufigere Stiche erst recht eine Allergie entwickeln, während ihr Körper mit gelegentlichen Stichen, d.h. 3-5 pro Monat (das ist alles aber auch sehr individuell ) gut zurecht kommt.
Drei meiner Jungimker haben im Laufe von drei Jahren z.B. zunehmend immer heftiger auf Bienenstiche reagiert, dass sie die Imkerei wieder aufgeben mussten, obwohl sie zunächst als nicht bienengiftallergisch getestet wurden.
Also denen hat das Stechen lassen nicht geholfen.

An Deiner Stelle würde ich mir die gängigen Mittelchen mal besorgen und ausprobieren.
Spontan fällt mir noch außer dem genannten ein, eine angeschnittene Zwiebel drauf, mit Feuerzeug Löffel erhitzen und kurz auf die Stichstelle halten, Kieselgel dick draufschmieren, frische Blätter von Spitzwegerich zerreiben und drauf tun...
Vielleicht findest Du Dein Mittel, es gibt aber sicher noch mehr.
Simon fehlt. RIP
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon cooper » 24. März 2017, 10:14

Wie oft ich schon gestochen wurde - keine Ahnung.Denke mal so 10 - 15 Stiche pro Sasion werden es wohl sein.Ich imkere seit gut 4 Jahren.
Hände ,Arme ,Beine sind die bevorzugten Stellen.Ins Gesicht gestochen wurde ich höchstens 2 oder 3 mal.
Eine so starke Reaktion wie jetzt hatte ich allerdings noch nie,das ist ja auch das was mich etwas beunruhigt und mir Sorgen macht.
Kann sein das durch die doch recht empfindliche Stelle die Reaktion so heftig susfällt.
Werde mal die Cortisonsalbe versuchen,ansonsten hilft wohl nur aussitzen....

Gruß Dieter
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon bob » 24. März 2017, 12:11

cooper hat geschrieben:Werde mal die Cortisonsalbe versuchen,ansonsten hilft wohl nur aussitzen....
Gruß Dieter


.... und in Zukunft: Schleier aufsetzen.
Gruß bob
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon cooper » 24. März 2017, 13:20

bob hat geschrieben:
cooper hat geschrieben:Werde mal die Cortisonsalbe versuchen,ansonsten hilft wohl nur aussitzen....
Gruß Dieter


.... und in Zukunft: Schleier aufsetzen.


Ja, so wirds wohl kommen.Das brauch ich nicht nochmal.Seh immer noch aus wie Rocky Balboa in der 8.Runde...
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon Ludwig » 24. März 2017, 13:59

cooper hat geschrieben:Eine so starke Reaktion wie jetzt hatte ich allerdings noch nie,das ist ja auch das was mich etwas beunruhigt und mir Sorgen macht.
Kann sein das durch die doch recht empfindliche Stelle die Reaktion so heftig susfällt.

Ja kann durchaus sein. Mein Sohn wurde letztes Jahr auch in die Lippe gestochen (war aber eine Wespe), er ist freiwillig ins Krankenhaus gefahren, weil die Reaktion doch sehr stark war, wie von dir beschrieben. Ich glaube er bekam auch Infusionen mit Cortison und am nächsten Tag war eigentlich nur noch die Lippe dick. Die Ärzte haben ihm aber eine Allergie auf Wespen/Bienenstiche bescheinigt, seitdem sollte er immer ein Notfall-Set bei sich führen.
→ Bevor du den Pfeil der Wahrheit abschießt, tauche die Spitze in Honig.
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon mmoe » 24. März 2017, 15:23

Moin!

Eine Allergie entwickelt man ja auch. Und damit meine ich nicht die Schwellung und den Juckreiz. Der ist normal, weil mechanische Beschädigung eines Organs. Von null auf hundert ist das selten. Ausnahmsweise darf ich als Ehemann einer Ärztin sprechen ;-).

Bienengift ist wie das eingesammelte Wachs ein schöner Cocktail. Das Apitoxin besteht aus verschiedenen Sekreten (Amine/Histamine, Enzyme, Polypeptide) und ist tatsächlich von einem Volk/Biene zum/zur anderen unterschiedlich. Auch wenn der "Hauptstoff" Mellitin (Marker für Bienengift!) ist -> Google mal! Ist spannend, welche Eigenschaften das Peptid bei der Membranwanderung aufweist.

Faktoren sind Standort, Alter der Biene, Menge des Apitoxin beim Stich: je oller, desto doller. Gegen das Gift gibt es kein Hausmittel/Salbe. Man kann in schweren Fällen Rezeptoren blockieren, aber das wird im Krankenhaus unter Schock gemacht. Wandert aber trotzdem ungebremst durch die Zellmembranen durch. Fenistil, Hitze und pipapo helfen nicht. Gibt aber immer wieder Heiler, die Gegenteiliges berichten. Daher: Wer heilt hat Recht. ;-). Kühlung bringt aber Linderung weil abschwellend.

Ich würde mich an der Lippe erfreuen, Spaßbilder machen und über eine Koi-Zucht nachdenken. Mach ich auch immer, wenn es einen/mehrere Volltreffer gibt. :rofl:

Ludwig hat geschrieben:Mein Sohn wurde letztes Jahr auch in die Lippe gestochen (war aber eine Wespe)


Wespengift ist aber kein Bienengift!

Ludwig hat geschrieben:Die Ärzte haben ihm aber eine Allergie auf Wespen/Bienenstiche bescheinigt, seitdem sollte er immer ein Notfall-Set bei sich führen.


Dass man auf beide Gifte mit einer Allergie reagiert ist aber recht selten. Da würde ich aus eigenem Interesse genauer nachfragen. Dann gibt es nämlich definitiv noch andere Unverträglichkeiten bei dieser Kombination.
Viele Grüße
Marco
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon mmoe » 24. März 2017, 15:27

mmoe hat geschrieben:Moin!

Eine Allergie entwickelt man ja auch. Und damit meine ich nicht die Schwellung und den Juckreiz. Der ist normal, weil mechanische Beschädigung eines Organs. Von null auf hundert ist das selten. Ausnahmsweise darf ich als Ehemann einer Ärztin sprechen ;-).

Bienengift ist wie das eingesammelte Wachs ein schöner Cocktail. Das Apitoxin besteht aus verschiedenen Sekreten (Amine/Histamine, Enzyme, Polypeptide) und ist tatsächlich von einem Volk/Biene zum/zur anderen unterschiedlich. Auch wenn der "Hauptstoff" Mellitin (Marker für Bienengift!) ist -> Google mal! Ist spannend, welche Eigenschaften das Peptid bei der Membranwanderung aufweist.

Faktoren sind Standort, Alter der Biene, Menge des Apitoxin beim Stich: je oller, desto doller. Gegen das Gift gibt es kein Hausmittel/Salbe. Man kann in schweren Fällen Rezeptoren blockieren, aber das wird im Krankenhaus unter Schock gemacht. Wandert aber trotzdem ungebremst durch die Zellmembranen durch. Fenistil, Hitze und pipapo helfen nicht. Hitze klappt nicht, weil Eiweiße erst ab 41°C. irreversibel denaturieren. Und die Fläche beim Stich zu groß ist, um entsprechend Hitze als Mittel einsetzen zu können. Wenn man aber seinen Arm ins Feuer hält ... warum nicht.

Gibt aber immer wieder Heiler, die Gegenteiliges berichten. Daher: Wer heilt hat Recht. Kühlung bringt aber Linderung weil abschwellend.

Ich würde mich an der Lippe erfreuen, Spaßbilder machen und über eine Koi-Zucht nachdenken. Mach ich auch immer, wenn es einen/mehrere Volltreffer gibt. :rofl:

Ludwig hat geschrieben:Mein Sohn wurde letztes Jahr auch in die Lippe gestochen (war aber eine Wespe)


Wespengift ist aber kein Bienengift!

Ludwig hat geschrieben:Die Ärzte haben ihm aber eine Allergie auf Wespen/Bienenstiche bescheinigt, seitdem sollte er immer ein Notfall-Set bei sich führen.


Dass man auf beide Gifte mit einer Allergie reagiert ist aber recht selten. Da würde ich aus eigenem Interesse genauer nachfragen. Dann gibt es nämlich definitiv noch andere Unverträglichkeiten bei dieser Kombination.
Viele Grüße
Marco
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon BieneMoni » 24. März 2017, 16:40

Ich habe für frische Stiche immer Aloe Vera parat.
Man schneidet sich ein kleines Stück vom Blatt ab, halbiert es und verreibt es auf dem Stich.
Das kühlt und gibt so eine glitschige kühle Schicht auf dem Stich.
Mir hilfts.
Aloe Vera Pflanzen machen Dutzende von Ablegern im Topf.
Frag mal rum, wo du einen herbekommst. Die wachsen wie Unkraut.
LG, Moni
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon Actionmichel » 24. März 2017, 17:05

Versuche es mal mit Brennnesseltee. Das hat mir ein alter Imker empfohlen.
Der Tee soll dem Körper das Wasser entziehen und so die Schwellung mindern!

Gruß Michael
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon Angie » 24. März 2017, 17:43

Ludwig hat geschrieben:Ja kann durchaus sein. Mein Sohn wurde letztes Jahr auch in die Lippe gestochen (war aber eine Wespe), er ist freiwillig ins Krankenhaus gefahren, weil die Reaktion doch sehr stark war, wie von dir beschrieben. Ich glaube er bekam auch Infusionen mit Cortison und am nächsten Tag war eigentlich nur noch die Lippe dick. Die Ärzte haben ihm aber eine Allergie auf Wespen/Bienenstiche bescheinigt, seitdem sollte er immer ein Notfall-Set bei sich führen.



Da wundert mich die Reaktion der Ärzte auch sehr.
Das Anschwellen des Gewebes nach einem Stich ins Gesicht ist beim ersten Mal meistens sehr stark.
Bei Pia Aumeier gibt es dazu auf eine Lehr CD mit Power Point einige Beispielbilder dazu. Muss mal schaun ob ich die hochladen kann.

Auch mir selbst ist das passiert. Einer der ersten Stiche seitlich ans Auge, über Nacht dann die eine Gesichtshälfte angeschwollen auf doppelte Größe, habe ein Auge kaum mehr aufbekommen. Das eine Nasenloch ebenfalls quasi zugeschwollen. Alles andere aber normal, Kreislauf, Blutdruck, Puls, etc.
Nach zwei bis drei Tagen ging die Schwellung zurück, aber der Juckreiz war noch für etwa eine Woche eine richtige Herausforderung. Fenistil & Co hat nicht geholfen.

Das heißt nicht, dass man eine Allergie hat. Bei den meisten Menschen schwinden diese Symptome auch nach den ersten 20 Stichen etwa und zwar egal ob sie ins Gesicht oder ins Bein gehen. Das war auch bei mir so.

Bei Cooper ungewöhnlich ist, dass sein Körper schon Sticherfahrungen hat und dann noch so heftig im Gesicht reagiert.
Aber wie schon geschrieben können sich Allergien auch entwickeln.

Wenn man z.B. einen Stich ins Bein bekommt und dann aber der Hals anschwillt oder der ganze Körper irgendwie reagiert, Schweißausbruch, gesteigerter Puls und Blutdruck----dann sind das Zeichen einer Allergie, die man unbedingt abklären sollte.

@ Cooper, wie ging es Dir oder geht es Dir denn sonst außer der Schwellung also

Schweißausbrüche nach dem Stich?
Beklemmungsgefühle?
Gesteigertes Herzsklopfen (Puls) ?
also irgend etwas ungewöhnliches AUSSER der ärgerlichen Schwellung und ihrer eventuellen Wanderung durch das Gesicht (auch normal)

Würde mich jetzt in Deinem Falle mal interessieren.
( Bereite Dich auf noch folgenden nervigen Juckreiz vor, aber auch der geht vorbei)
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon cooper » 24. März 2017, 18:35

Hhm,ausser der Schwellung und der Rötung hatte\habe ich eigentlich keine Symptome.
Ich hab mir jetzt so einiges zusammen gereimt was die Sache erklären wurde.
1.war das der 1.Stich in diesem Jahr
2.Die doch recht empfindliche Stelle an der Oberlippe
3.Wahrscheinlich kam der Stich noch von einer der Winterbienen mit einem alten Giftcoktail wie von mmoe beschrieben.
4.Mein unnötiges Verweilen am Stand sodass sich das Gift gut verteilen konnte,wäre ich gleich zurück und hätte gekühlt hätte ich die Schwellung evt.eindämmen können.

Egal wie's ist - Hab mir eben einen Overall mit Haube bestellt damit so was nicht mehr vorkommt.

Gruß Dieter
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon Joachim » 1. April 2017, 06:01

cooper hat geschrieben:Moin
Frage an euch - wer kennt ein wirksames Hausmittel oder eine gute Salbe die so etwas in Zukunft vermeiden hilft ?

Geschwollene Grüße :auge:
Dieter


Calzium - Brausetabletten vom "Billig - Disconuter" (oder teuer von der Apotheke um das X-Fache des Preises mag dann von dort). Davon 2 bis 3 Stück in Wasser auflösen, trinken .... :auge:

Sollte aber relativ schnell nach dem Stich erfolgen - ergo: bei vielen Außenständen immer die notwendige Ausrüstung dabei haben bzw. integrieren....

Trotzdem solltest Du darauf achten, wenn Du auch "abgehärtet" bist also wenn auch sonst Bienenstiche z.B. an der Hand etc. bis dato nicht so arg angeschwollen sind bzw. "gut vertragen hast" ob Du nicht doch eine Allergie entwickelt hast. Ich kenne Imker die mehr als 20 Jahre lang keinerlei Probleme mit Stichen hatten (teilweise pro Kontrolle 10 Stiche abbekommen) und auf einmal dann nach einem Bienenstich auf der Intensivstation nach einem anaphylaktischen Schock wieder zu sich gekommen sind, weil ihr Körper auf Bienengift auf einmal eine Allergie entwickelt hatte.....

Es ist ein Irrglaube, dass man immun gegen Bienenstiche ist - und sich das nie ändern kann bzw. wird - auch wenn man nach 20 Stichen erst nach Meinung einiger als "abgehärtet" gilt.

Man darf nicht oder nie vergessen: Ein Bienenstich beinhaltet Gift - was den getroffenen Körper in Alarmzustand versetzt, und gegen das man nie Immun werden kann.

Das Gift im Körper löst eine heftige Kettenreaktion, auch wenn die X - Stiche davor ohne Probleme absorbiert werden konnten.

Ergo daraus: auch wenn züchterisch auf Sanftmut und Badehosenbienen gezüchtet wird sollte man trotzdem mit notwendigem Respekt an die Sache heran gehen. Bienen sind keine Streicheltiere auch wenn einem das immer und überall suggeriert wird. Mutig und Riskant handelt derjenige der ohne adäquate Schutzkleidung imkert ....
Viele Grüße
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon Hamamelishonig » 1. April 2017, 08:55

Nachdem wir letztes Jahr bei einem Neuimkerkurs den Fall hatten, dass eine Familienangehörige einer Neuimkerin gestochen wurde und einen Schock erlitt, worauf wir einen Notarzteinsatz am Stand hatten, habe ich ein Notfallset, bestehend aus einer Spritze und Tabletten mit 50mg http://www.netdoktor.de/medikamente/prednisolon/ dabei.
Wichtig: Dieses Forum wird demnächst abgeschaltet - komm mit rüber ins neue Forum "Einfaches Imkern" unter http://dreilichs.de/if
Mehr Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon sandler » 1. April 2017, 10:52

Achtung!

Medikamente dürfen nur von einem Arzt verabreicht werden.
Selbst ein geschulter Ersthelfer verabreicht keine Medikamente, nicht mal wenn die Person welche dabei hat.

Dies nur zur Warnung!

MfG

sandler
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon Maxim » 1. April 2017, 13:39

Ich würde ja gerne darauf verzichten, aber gerade deswegen ist es wichtig, immer ein Mobiltelefon mit bei den Bienen zu haben, um schnellstmöglich einen Notarzt rufen zu können oder jemanden zu erreichen.

Liebe Grüße
Maxim
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon summserum » 1. April 2017, 22:27

Hallo,

in meiner Familie gibt's schon immer Bienen und Stiche. Die Bienen in der Familie gab's schon bevor ich das Licht der Welt erblickt habe und das ist schon eine Weile her.

Kein großes Problem bis vor einigen Jahren.

Bisher immer nur mehr oder weniger große, eher kleine oder keine Reaktionen im direkten Bereich des Stiches. Sogenannte Lokalreaktionen. Können aber auch heftig sein und sind auch nach Gewöhnung nicht immer berechenbar. Normalerweise keine Schwellung und dann Stich ans Auge und man sieht aus wie nach einer Auseinandersetzung mit Herrn Klitschko. Das hat alles, wenn es sich auf das direkte Umfeld des Stiches bezieht, nichts mit einer Allergie zu tun.

Vor 3 Jahren dann plötzlich nach einem Stich Juckreiz in der Leistengegend, dann am Hals, dann heftige Husten und Niesanfälle und Schweißausbrüche. Dann verminderte Sehfähigkeit, wacklige Knie und ein absolut flaues Gefühl im Magen und in den Beinen, Nesselsucht am ganzen Oberkörper, mit Juckreiz und Rötung.. Etwa eine halbe Stunde lang, dann langsame Rückkehr zum Normalzustand. Kleidung total durchgeschwitzt, fix und fertig.

Inzwischen arbeite ich konsequent mit Schutzkleidung, das hilft aber nicht immer. Die Bienen finden manchmal die unmöglichsten Wege. Ich werde trotzdem noch ab und zu gestochen. Imkern ganz ohne Stiche geht praktisch kaum. Bei Stichen in die Finger oder Hände habe ich meistens keine Reaktionen, Manchmal habe ich aber auch die beschriebenen Symptome. Es hat noch nie in einen lebensbedrohlichen Zustand ausgeartet. Ist aber doch sehr lästig. Das Notfallset habe ich noch nie eingesetzt. Bisher ging's noch ohne. Die Körperreaktionen auf eine Adrenalinspritze sind, wie mir der Arzt sagte, auch nicht von Pappe.

Eine Blutuntersuchung hat eine Allergie gegen Bienen und Wespengift ergeben. Der Arzt meint, nachdem ich die Imkerei absolut nicht aufgeben will, ich soll im Rahmen der Möglichkeiten vorsichtig sein und mich schützen. Meine gelegentlichen Stiche wirken vermutlich wie eine Desensibilisierung. Ich bin froh, mit der Sache soweit Erfahrung zu haben, dass ich bisher immer selber in der Lage war die Situation zu handeln. Das beruhigt, obwohl es schon ein komisches Gefühl ist, wenn nach einem Stich der Juckreiz als erstes Symptom beginnt und ich dann damit rechnen muss, dass die Sache eskaliert.

Mit meiner Erfahrung in der Angelegenheit kann ich sagen, dass eine Reaktion auf einen Stich, auch wenn sie heftig ist, wenn sie auf das direkte Umfeld des Stiches bezogen ist und bleibt, keine allergische Reaktion ist. Eine allergische Reaktion tritt dann auf, wenn Reaktionen außerhalb des Stichbereiches stattfinden und wenn diese nicht nur Schmerz, Schwellung und Juckreiz betreffen. Zu nennen wäre hier Urtikaria (Nesselsucht) Husten, Niesen, Schweißausbrüche und verschiedene Körperreaktionen, die infolge eines Blutdruckabfalles auftreten. Im Extrembereich Atemnot und Schock.

Ich bin froh, dass ich die Sache soweit handeln kann, dass ich alleine damit klarkomme und eben mal eine halbe Stunde pausieren muss und dass bisher noch nie ein Extremfall aufgetreten ist. Ich meine, dass die Heftigkeit der Allergieanfälle im Laufe der Jahre eher nachgelassen hat. Allerdings ist das Notfallset und das Handy immer greifbar, wenn ich am Imkern bin.

Ich hoffe mit diesem Bericht zur Klärung der Frage Allergie oder nicht, beigetragen zu haben.

Viele Grüße
summserum
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon bob » 2. April 2017, 10:32

dem Bericht von summserum möchte ich voll und ganz zustimmen.
Ich war lange der Meinung, dass es möglich sein muss, eine Biene zu züchten / selektieren, die kaum sticht und habe keine Schutzkleidung getragen.

Ich habe diesen Glauben abgelegt, weil das nicht funktionieren wird, so lange die Biene einen Stachel hat.
Ich ziehe jetzt fast immer eine Imkerjacke mit Schleier an, verwende allerdings keine Handschuhe, um genügend Gefühl bei der Arbeit mit den Bienen zu haben. Damit komme ich sehr gut klar, weil ich ganz sicher vorsichtiger und damit auch langsamer arbeite als ein Erwerbsimker, der seine Völker in kurzer Zeit ganz konsequent bearbeitet und immer mit Vollschutz imkert.
Somit komme ich jährlich auf schätzungsweise 30 bis 50 Stiche in die Hände und hin und wieder in die Knöchel und Beine
und damit komme ich bislang gut klar. ß)
Gruß bob
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon Bernhard » 2. April 2017, 20:55

Warum ist es bloß sooo wichtig ohne Stichschutz zu imkern?

Ich schütze mich und habe meine Ruhe.

Zum Sehen hab ich mit eigens eine Brille machen lassen, ich habe eine Wabe mit zu Fielmann genommen,
Gestell zum Nulltarif und Gläser ohne Extras. Die Brille genau auf den Wabenabstand beim Stifte suchen
eingestellt. Endlich war was los bei Fielmann :D

Als Handschuhe hab ich Schnittschutzhandschuhe die gibts im Baumarkt, die hab ich anprobiert,
eine Nummer zu klein, das nächste Paar in der entsprechenden Größe ergoogelt.
Zum Reinigen in einen Eimer mit Waschpulver und heißes Wasser.

Suchbegriff: Schnittschuthandschuhe.

Allerdings ist die Oberfläche aus Stoff oder ähnliches, aber der Stich kommt nicht ganz durch.
Prima Sache.
Höhenlage meines Bienenstandes: 320 m über Normalnull
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon keinimker » 3. April 2017, 22:05

Hallo,
seit drei Jahren bin ich dabei und habe anfangs alles angezogen was geht! Trotzdem habe ich schon einige Stiche "gefangen". Auch in diesem schon zwei. Die Handschuhe habe ich weggelassen und seltsamerweise werde ich dort kaum gestochen! Sie finden andere, "schönere" Stellen! Demnächst bekomme ich eine Jacke aus Dreischicht-Gewebe und angesetzter Haube mit Reißverschluss. Dann sind wieder ein paar Wege zur Haut versperrt.
Gruß
Harald
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon Hamamelishonig » 4. April 2017, 13:20

Ich bin jetzt im siebten Jahr und habe im Februar meine 5. Schutzausrüstung gekauft, endlich eine Jacke in 5XL gefunden, die mir Honigbär trotz Bauch auch wirklich passt. Die unterschiedlichen Schleier hab ich jetzt auch alle durch, wenigstens hab ich jetzt genug Ausrüstungen um mit mehreren Besuchern gleichzeitig an den Stand zu gehen bzw. Vorführmodelle bei unseren Neuimkertechniktagen.

Ja, wer die für ihn wirklich passende Ausrüstung noch nicht hat, sucht über Schutzausreden nach Argumenten, die gegen den Vollschutz sprechen. Die Dreischichtjacken in der wirklich passenden Grösse sind klasse, wäre ich vor sieben Jahren an sowas ranngelaufen, dann hätte ich wohl nur eine im Kasten. Nicht am falschen Ende sparen, wer in der Gruppe imkert, findet bei guter Schutzkleidung schneller Neider als Kollegen, die es nicht verstehen können, warum man sich voll verhuellen will.

http://imker-weinsbergertal.de/imkern-s ... idung.html

Gruss
Stephan
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Re: Bienenstich - Hausmittel oder wirksame Salbe gesucht.

Beitragvon mmoe » 4. April 2017, 19:57

Hamamelishonig hat geschrieben: Die Dreischichtjacken in der wirklich passenden Grösse sind klasse, wäre ich vor sieben Jahren an sowas ranngelaufen, dann hätte ich wohl nur eine im Kasten.


Ich habe diesen ganzen Anzug mal geschenkt bekommen. Der Vorteil ist: darunter kann ich in Shorts und Shirt arbeiten. Angenehm im Sommer. Geht aber auch ohne Shorts :popo: . Ernsthaft - die Dinger sind klasse. Ansonsten trage ich aber auch nur Gesichtsschleier - es sei denn, ich muss ran und es wird rasant.
Viele Grüße
Marco
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