Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

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Beitragvon BieneMoni » 8. Mai 2016, 11:27

Hallo,

ich habe mir vor 4 Jahren einen sog. Bee Tree schicken lassen. Damals war er ca. 40 cm hoch. Jetzt ist er über 2 m und sieht prima aus! Mal schauen, ob er dieses Jahr zum erstenmal blüht. Blütezeit ist von Juni bis Oktober.

Ich hatte ihn von einer Gärtnerei und Baumschule, die sich auf insektenfreundliche Pflanzen spezialisiert hat. Leider weiß ich den Namen nicht mehr. Es könnte die in diesem Bericht hier genannte sein: http://www.krautundrueben.de/der-bienenbaum

Kennt jemand diesen Baum? Ich finde ihn sehr attraktiv als Solitär. Er spendet reichlich Nahrung, zuerst für Bienen, später dann für die Vögel.

Viele Grüße, Moni
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon beeo » 8. Mai 2016, 13:31

Ja, hat einen recht guten Trachtwert, aufgrund der Blütezeit vor allem auch für die natürliche Winterauffütterung. Allerdings wundetr mich dass deiner noch nicht blüht. Platz zu schattig?
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon mdatab » 1. August 2016, 09:31

Es kann schon gut sein, dass er > 4 Jahre braucht bis er zum ersten Mal blüht. Ich habe übrigens auch einen, und der blüht gerade prächtig. Moni, wie schauts bei deinem aus?
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon Tobi » 1. August 2016, 12:05

Hat solche Bienenbäume schon jemand ein paar Jahre länger?
Evtl. auch in etwas rauherem Kontinentalklima?

Die letzten Winter waren ja nicht wirklich kalt...

Mir geht es um die Winterfestigkeit...?
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon BieneMoni » 1. August 2016, 12:21

Hallo,
mein 4-5jähriger Baum blüht dieses Jahr zum erstenmal!!
Und die Blüten sind gut besetzt mit Bienen, aber vor allem mit Hummeln verschiedenster Arten.
Die Blüten duften richtig gut.

Ich bin hier in der Rheinebene und hatte bislang keine Probleme mit der Winterfestigkeit.

Ein Imkerkollege von mir aus demselben Ort hat einen ca. 10-12 jährigen Beetree. Der ist ca. 3 m hoch und schön dicht gewachsen. Auch dieser Baum hatte noch nie Kälteprobleme.

Mir gefällt, daß nicht alle Blütchen auf einmal aufgehen.
So haben die Bienen und Hummeln länger davon.

Grüße, Moni :)
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon Tobi » 1. August 2016, 12:29

BieneMoni hat geschrieben:...Ich bin hier in der Rheinebene...


Fürchte das ist schon mit meinem Klima nicht vergleichbar.
Von richtig rauhen Lagen garnicht zu reden.

Wäre halt doof, wenn man sich die Arbeit macht und damit eine Fläche aufforstet, dass die dann nach den ersten Jahren viel Arbeit im ersten richtigen Winter abfriert... :(

Habe gerade 0,4 ha wo ich eine entsprechende Lösung suche. :hmm:

EDIT: Friert der Bienenbaum (wenn er die ersten Jahre überstanden hat) im Fall der Fälle ganz ab, oder nur die "jüngeren Triebe" und treibt wieder aus?
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon BieneMoni » 1. August 2016, 12:41

http://www.eggert-baumschulen.de/produc ... ensis.html

Wenn ich mich recht entsinne, habe ich meinen Mini-Baum hier bestellt.
Der kostete 12 Euro und war im Topf.

Am besten, du fragst mal in der Baumschule direkt nach, wie deren Erfahrungswerte sind.
Die bekommen ja sicherlich Rückmeldungen, ob ihr Gewächs nix geworden ist...

Viele Grüße, Moni
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon Tobi » 1. August 2016, 12:47

Wird mir leider nicht viel bringen, da die ja auch im maritimen Klima wirtschaften...
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon cooper » 1. August 2016, 18:05

Ich hatte auch einen der Bienenbäume,ca 3 oder auch 4 Jahre lang ist er vor sich hin gekümmert bis er diesen Sommer gänzlich eingegangen ist.Als Verdächtige habe ich Wühlmäuse ausgemacht.Da das Bäumchen um die 40€ gekostet hatte ist das mehr als ärgerlich.Werde im Herbst einen neuen pflanzen diesmal aber mit Hasendraht im Pflanzloch damit die Mäuse nicht rankommen.
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon Simon » 1. August 2016, 21:13

2010 gab es hier im Forum eine Sammelbestellung Bienenbäume (20 Euro/Stück), von drei sind bei mir zwei gediehen, einer ganz besonders.
In einer eher feuchten Ecke eines warmen Südhanges wuchert er und macht den Bäumen ringsum Konkurrenz.
bienenbaum.JPG

DSC03630.jpg
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon BieneMoni » 16. September 2016, 15:48

Hallo Simon,
der ist echt schön gewachsen!
Kommt wahrscheinlich stark auf den Standort an, daß aus manchen Bee-Trees nichts wird.

Ich will mich dieses Jahr mit der Vermehrung mittels Steckhölzern befassen! Die soll wohl nicht so gut funktionieren wie die Vermehrung über Samen. Samen hat mein Baum leider nicht ausgebildet.

Aber einen ungünstig gewachsenen Ast will ich entfernen und den nehme ich für Steckhölzer. Die kommen aber in Töpfe und nicht ins Freie, weil Bienenbäume die ersten Jahre frostempfindlich sind.

Viele Grüße, Moni
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon George1George2 » 16. September 2016, 20:19

Die Euodia hupehensis kommt aus einen klimatisch sehr rauhen Herkunftsgebiet im Norden Chinas und wird deshalb bei uns bis auf Hochgebirgslagen überall wachsen. Das die Pflanze einen hohen Trachtwert hat ist allgemein bekannt, aber sie gehört auch in die Gruppe von nicht einheimischen Pflanzen, die aus Naturschutzgründen so betrachtet werden muss wie Riesenbärenklau, kanadische Goldrute, Jakobskreuzkraut, Indisches Springkraut.
All diese Pflanzen sind auch von Imkern hier ausgebracht worden und verursachen enorme Probleme in unserer Flora durch Verdrängung endemischer Arten. Ich glaube nur wenige sind sich darüber klar, dass das Ausbringen solcher Arten in höchstem Maße unverantwortlich ist. Imker haben in der Regel nicht die nötigen Kenntnisse um dies verantwortlich managen zu können. Also lasst bitte solche Pflanzungen in freien Gelände, es ist unverantwortlich (außerdem kann es Probleme mit dem Naturschutz und dem Landeswaldgesetz geben, wenn nicht nur Einzelbäume gepflanzt werden sondern ganze Flächen).
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon BieneMoni » 16. September 2016, 21:31

Bei mir steht der Baum im Vorgarten.
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon Plonsi » 17. September 2016, 11:02

George1George2 hat geschrieben:Die Euodia hupehensis kommt aus einen klimatisch sehr rauhen Herkunftsgebiet im Norden Chinas und wird deshalb bei uns bis auf Hochgebirgslagen überall wachsen. Das die Pflanze einen hohen Trachtwert hat ist allgemein bekannt, aber sie gehört auch in die Gruppe von nicht einheimischen Pflanzen, die aus Naturschutzgründen so betrachtet werden muss wie Riesenbärenklau, kanadische Goldrute, Jakobskreuzkraut, Indisches Springkraut.
All diese Pflanzen sind auch von Imkern hier ausgebracht worden und verursachen enorme Probleme in unserer Flora durch Verdrängung endemischer Arten. Ich glaube nur wenige sind sich darüber klar, dass das Ausbringen solcher Arten in höchstem Maße unverantwortlich ist. Imker haben in der Regel nicht die nötigen Kenntnisse um dies verantwortlich managen zu können. Also lasst bitte solche Pflanzungen in freien Gelände, es ist unverantwortlich (außerdem kann es Probleme mit dem Naturschutz und dem Landeswaldgesetz geben, wenn nicht nur Einzelbäume gepflanzt werden sondern ganze Flächen).
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Also das ist jetzt ein bisschen drastisch dargestellt von dir. Fast alle hier landwirtschaftlich angebauten Kulturen (u.a. Getreide, Mais, Luzerne, Raps, die Tomate, Kürbis etc.) sind nicht Heimisch in Deutschland. Die Wälder werden mit nicht heimischen gehölzarten aufgeforstet.
Man sieht ein Großteil der in Deutschland genutzten Flächen sind gezielt mit nicht heimischen Pflanzen bebaut.
Nur mal so um eine Möglichkeit zu bekommen dies in einen realistischen Kontext einzuordnen!
Dazu sollte man nochmal den Begriff neophyten dazunehmen. (Darauf habe ich jetzt aber keine Lust mehr).
Gruß,
Stefan
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Re: Euodia hupehensis - Tausendblütenbaum, Bienenbaum

Beitragvon BieneMoni » 17. September 2016, 12:19

Ich glaube, solche Prozesse sind eh nicht aufzuhalten. Klimaerwärmung, Globalisierung... Neulich war z. B. hier im Supermarkt die Andentanne im Angebot für paar Euro. Die waren in null Komma nix ausverkauft. Nur als Beispiel. Jederzeit gibt es überall alles zu kaufen. Und viele Pflanzen nutzen die Chance, übern Gartenzaun zu kommen... z. B. der Kirschlorbeer. Den sehe ich im Wald inzwischen häufiger, als die extrem selten gewordene einheimische Eibe.

Ich finde es gut, daß man auf Neozooen und Neophyten aufmerksam macht, damit es ins Bewußtsein rückt. Ich finde auch, daß jeder Imker das JKK erkennen können sollte. Meines Wissens kam das aber nicht über die Imker auf die Flächen, sondern über die Straßenmeistereien im Saatgut der Randstreifenbegrünungen für Autobahnen. Von dort aus hat es sich mit seinen zahllosen flugfähigen Samen immer mehr breit gemacht.
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