Trachtsituationen

Trachtsituationen

Beitragvon waldimker » 7. Mai 2016, 07:45

Hallo!

Ein neues Thema. ich hätte es auch "Phänologie", "Standorteinfluß" o.ä. nennen können. Vllt. vergleichen wir mal...?
Dieses "alles über einen Kamm scheren" wie manche Bienenleute das tun, das ist so nicht machbar.

situation:
Unsere Ableger (vom letzten Jahr) entwickeln sich gut im Weinbauklima bei Raps- und Obst- und Wiesentracht. Obwohl schwach ein- und ausgewintert, sind die Honigräume trotz nur weniger Trachttage gut gefüllt. Würde es so weitergehen...
Leider sind bei dem Raps die letzten Knospen schon gelb und gehen die nächsten ein, zwei Tage auf... (weiß jmd., wie lang das dann noch geht mit der Tracht?)

Im Schwarzwald, auf 500 m Höhe, aber mittendrin im Schwarzwald, steht unser am stärksten eingewintertes Volk, das ebenso stark ausgewintert wurde (wie praktisch alle gut durch den Winter kamen).
Mittlerweile ist es unser schwächstes Volk. Die andern haben einen steilen Aufwärtstrend.
Am 5.5. war der erste Tag an dem die Bienen überhaupt etwas GEFUNDEN haben. Bei einer Kontrolle war fast Verhungern angesagt. Seit dem Auswintern habe ich diesem Volk noch ca. 15 kg Futterwaben reingepumpt (ca. 18 kg Winterfutter gegeben). Die andern waren (fast) Selbstversorger im Weinbauklima. Überwintert mit 10-12 kg Winterfutter und noch Futterwaben übrig... Die warmen Tage zuvor (also zumindest fliegen konnten sie im Schwarzwald) saßen ca. 10 Bienen auf jedem verlorenen Krümel Wachs. Selbst Mittelwände wurden massiv angeflogen. Räuberstimmung überall, nix zu holen. Honigraum schon gegeben? Sehr witzig. (Und trotzdem gebe ich denen heut mal einen, vllt. "honigts" ja endlich mal.
Im Weinbauklima zur gleichen Zeit: Wohin mit den ganzen Schröpfwaben? Schweres Heben bei den Honigräumen. Es trieft aus allen Waben.

diskussionsfreudige grüße!

der wald- (und weinbauklima-) imker
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon propolis » 7. Mai 2016, 07:59

Hallo,

hier tropft und trieft es inzwischen ordentlich, Futter wurde bis auf wenige Kilo verbraucht, trotz Schröpfens und zwei Mal Drohnenbrutschneiden muss ich bei zwei von sechs Völkern wöchentlich Schwarmzellen brechen. Drei Völker sehr stark m.E., eins stark, aber nimmt den Honigraum noch nicht richtig an (ausgerechnet von dem hab ich nachgezogen), eins kommt jetzt erst sehr langsam aus dem Huf. Der Sammelbrutableger trieft auch.

Die Süßkirschen sind hier quasi durch, ich meine aber, Sauerkirschen blühen, Weißdorn, Birnen und Ahorn sind durch, Apfel in Vollblüte und Quitten kommen jetzt. Raps gibt es hier weit und breit nicht. Der Löwenzahn blüht hier auch noch. Rosskastanien haben Dolden, die aber noch nicht blühen.
LG, propolis
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon waldimker » 7. Mai 2016, 08:07

aso, ja:
im kraichgau ähnlich wie du beschreibst. ahorn ist aber noch incht durch (verschiedene sorten?)
löwenzahn schon viel verblüht. äpfel gehen grad richtig auf. stellenweise würd ich sagen vollblüte, aber ich hab nicht so genau geschaut.
akazie/robinie: blätter treiben aus (wirken aber noch recht kahl an den meisten standorten), knospen bereits zu erkennen.

im schwarzwald:
letzte schlehen blühen noch. meine süßkirsche am haus beginnt seit gestern mit blühen. pflaume wollte schon vor dem wintereinbruch bestäubt werden.
die meisten äpfelbäume noch im winterkleid (kahl), nur sehr frühe sorten mit ersten werdenden blättern und schon zu erkennenden knospen.
an sonnigen standorten blüht die wildkirsche schon seit einigen tagen.
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Goran » 7. Mai 2016, 08:17

Hallo

Waldimker

Ich habe das gleiche zu beobachten einige Völker wurden sehr Strak aus den winter ausgewintert,jedoch sind die Schwäche als einige Völker welche in 4 WG gesessen haben nach den Auswinterung.
Aktuell blühen noch Die Kirschen vereinzelt sonst ist Löwenzahn ganz gut dabei ,was Raps betrift ganz gut aktuell ,es dauert noch 14 Tage bis sie durch ist.
Es liegt nach meine Meinung eher an den Mikroklima weil jd. Ecke in Bayern hat seine Macken .
Immer wieder hin wenn es so weiter bleibt wird es ne Gute Frühtracht .


Mfg

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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Mike54 » 7. Mai 2016, 08:51

Wildkirschen in voller Blüte.jpg
Foto aufgenommen am 06.05. 2016
Wildkirschen in voller Blüte.jpg (183.65 KiB) 7221-mal betrachtet

Bei uns ist aktuell kein Volk in Schwarmstimmung, die Honigräume sind dicht besetzt. Bei dem stärksten Volk ist der zweite Honigraum drauf, auch dieser ist dicht mit Bienen besetzt.
Die Süßkirsche ist fast durch, die Wildkirschen sind seit dem "Winterende" letzte Woche in Vollblüte. Der Löwenzahn und die Birnen sind seit 3 Tagen richtig in Blüte.
Ahorn und Apfel lassen noch keine Blüten sehen. Akazien gibt es hier nicht, Raps auch nicht.
volle Honigtöpfe wünscht
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon bob » 7. Mai 2016, 19:20

Bei uns, Ostalbkreis, 480 HM, ist die Löwenzahnblüte mittlerweise durch. Apfel und Birne sind in Vollblüte, ebenso der Raps, der in diesem Jahr etwa 200 m an unseren Heimatstand heranreicht.
Die Bienen tragen jetzt bei 25 Grad Celsius wunderbar ein. Gestern waren es auf der Vereinsstockwaage 2,7 kg. Heute vermutlich mehr. :/ ß)

Ich habe soeben den stärksten Völkern den 2. Honigraum gegeben, das ist sicherlich kein Fehler, denn ich gehöre zu den faulen Imkern, die nur ungern die Leiter benutzen. :no:
Gruß bob
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Goran » 7. Mai 2016, 19:40

Hallo

ich habe heute auch 2 HR gegeben alles ist in Erste HR schon voll .
hab 2 sehr starken Völker den dritten hab Ich zum Königin Zucht genommen wo bei Ihm auch die Erste Zarge voll ist.
ich glaube ist keine Fehler .


Mfg
Goran
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Thomas1950 » 8. Mai 2016, 09:10

Hallo
Ich habe ein paar Völker an ein Rapsfeld gestellt. Da ist der Eintrag ganz ordentlich. (520m)
An meinem Heimatstand (600m) ist der Löwenzahn durch, Kirsche zum Teil auch.
Apfel und Birne in Vollblüte. Bin allerdings etwas enttäuscht.
Gestern 500 Gramm Zunahme an den starken Völkern trotz super Wetter, (22°C).
Kann es sein das die Blüten nen Frostschaden bekommen haben?
Ende April hatten wir nachts mal minus 4°C, da waren die Birnenblüten schon geöffnet die Apfelblüten aber noch nicht.
Mal schauen was die nächsten Tage bringen.

Gruß Thomas
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon BieneMoni » 8. Mai 2016, 11:17

Hallo Thomas,

wenn ich von meiner Birne am Haus ausgehe..., die hat es voll erwischt. Ein Nachtfrost und alle Blüten waren kaputt. Sie sahen wie verwelkt aus und wurden dann rasch braun.
Es hat sogar die Blätterknospen erwischt. Bisher treibt sie dort auch nicht wieder aus.

Bei mir (Rheinebene) ist der Löwenzahn fertig. Der Raps ist in Vollblüte, die Kirschen je nach Sorte. Jetzt kommt Weißdorn, der wird gerne angeflogen.

Viele Grüße, BieneMoni
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Beernd » 8. Mai 2016, 20:16

Bei Tageszunahmen von 3 kg und mehr bauen die einzargig überwinterten Jungvölker zur Zeit sehr schön den untersetzten ersten BR aus, wo sie den eingetragenen Honig kurzzeitig zwischenlagern. Dort ist auch Brut meist auif 3-4 Waben vorhanden.
Der Honigraum füllt sich bei starken Völkern schnell und Erweiterung durch aufsetzen eines zweiten ist Pflicht. Die Kippkontrolle bei nicht schwarmtriebigen Völkern geht schnell und sehr zuverlässig. Bautrieb an allen Fronten ---unten, am Baurahmen und an den Mitterlwänden im HR beschäftigt die Bienen. Dort wo viel gebaut wird, ist die Schwarmtendenz hoffentlich noch fern. Bin mal gespannt, wie sich bei solchen Völkern die angekündigte Abkühlung und Trachtstop auswirkt. Vielleicht nutzen sie die Zeit sinnvoll, um den Honig zu bearbeiten.
Grüße aus dem Enzkreis.
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon waldimker » 9. Mai 2016, 12:41

in unserem Teil des Schwarzwaldes blühen nun die ersten Ahornbäume. Der am Samstag gegebene Honigraum ist leicht angetragen.
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon mmoe » 9. Mai 2016, 14:38

Moin!

Hier ist irgendwie dann doch alles auf - selbst der Hartriegel blüht komplett. Apfel dürfte noch zwei Tage blühen ... dann kommt nicht mehr viel. Wenn die HR schön gefüllt sind, bitte dann noch schnell die Sommertracht, Ende Juni einfüttern, AS - Bienenjahr fertig, Urlaub. :thumbsup:
Viele Grüße
Marco
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon waldimker » 9. Mai 2016, 14:41

aja: hier blüht auch der Wald...
L)
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Goran » 9. Mai 2016, 17:32

Hallo

so ne kleine Info heute Erste Lecanie gesehen und die hat Tau abgegeben,aber leider nur eine .
Auf den Hartriegel haben die Ameisen ca 10 Kolonien aufgebaut Schwarze Bohnen laus scheint zu sein.

Mfg

Goran
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon HaroldBerlin » 10. Mai 2016, 11:16

Waage-BLG.jpg


Gute Zuwächse auch hier, der "Einbruch" am 3.5. resultiert von einer Entnahme am Vortag...

Raps in Vollblüte, muss dort dringend auf Schwarmstimmung kontrollieren, liege aber mit Grippe zu hause! U)
Löwenzahn ebbt ab, Sauerkirsche und Birne sind durch - trotz kühler Witterung wohl Bestäubung, Apfel ebbt ab, Quitte bekommt dicke Knospen. Aronia seit gestern offen - ich hoffe, die Robinie lässt sich hier noch Zeit, nach der Frühjahrsblüte möchte ich nicht die zweite Tracht verlieren, was passiert, wenn sie zeitgleich mit dem Raps blühen sollte...
Noch hier? Wir sind doch alle da: http://dreilichs.de/if/
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Goran » 10. Mai 2016, 13:07

Hi

Die Ende hat noch keine Sicht Ich werde ab nexte Woche mindestens bei 8 Völkern 2 HR drauf tun müssen
Es werden die letzten Mittelwände ausgebaut,heute gibt es auch Eintrag:

das wird Lustig nexte Woche

Mfg

Goran :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Epoché » 10. Mai 2016, 20:12

Kirschen sind hier durch. Raps noch in Vollblüte, dürfte ab nächster Woche aber langsam aufhören. Habe allerdings in näherem Umkreis (500m) nicht einmal einen halben Hektar an meinem Stand. In 1,5km Entfernung gibt es auch etwas größere Flächen. Äpfel haben erstaunlich kurz geblüht und sind in meiner näheren Umgebung teilweise schon durch, der Rest dürfte nächste Woche vermutlich abblühen. Vielleicht hat da auch die kalte Woche Ende April ein bisschen was kaputt gemacht. Löwenzahn ist auch kaum noch welcher da.

Habe am Montag 2 Völkern noch einen 2. HR untergesetzt. Bin jetzt allerdings noch am Überlegen ob ich wegen Eisheiligen (ab Samstag kommt hier eine ziemlich kalte Woche) vielleicht die Woche noch umsortieren sollte, um nicht zu viel Leeraum in den HR am Stand zu haben. Teilweise wird ja auf Kristallisationsgefahr verwiesen bei brutnestfernem Raps, wenn es jetzt kalt wird. Weiß aber mangels Erfahrungswerten das nicht ganz einzuschätzen. Was meint Ihr?
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon waldimker » 10. Mai 2016, 20:16

eng halten, auch im HR. v.a. wegen Feuchte des Honigs. Zudem erleichtern volle Waben das Arbeiten im Schleuderraum.
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon ulf » 10. Mai 2016, 23:20

waldimker hat geschrieben:eng halten, auch im HR. v.a. wegen Feuchte des Honigs. Zudem erleichtern volle Waben das Arbeiten im Schleuderraum.


durch eng halten zwingst du sie zum Schwärmen, gerade jetzt
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon waldimker » 10. Mai 2016, 23:23

(nach)gschwätzt ischd glei viel.
probiers doch mal aus.
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Epoché » 10. Mai 2016, 23:44

Yeah, wie klassisch: zwei gute Gründe, die gegenteiliges Handeln erfordern und ich hab nun folglich keine Ahnung, was zu tun ist. :D Den zusätzlichen HR habe ich den beiden genau aus dem Platzmangelgrund gegeben und deswegen auch untergesetzt unter den bestehenden HR, um den Bienen Platz über dem Kopf zu schaffen. Insbesondere, da einige ja auch aus der kalten Woche Ende April mit starker Schwarmstimmung gekommen sind und ich dem vorbeugen will. Also in Richtung Ulfs Gedanke. Nun verunsichert mich aber wie gesagt auch die vielleicht drohende Kristallisation und die vom Waldimker angesprochenen etwaigen Feuchtigkeitsprobleme bei zu starkem Zusammenziehen der Bienen in den kalten Tagen, insbesondere, da ich den frischen HR unter- und nicht aufgesetzt habe.

Was haltet ihr von folgendem Kompromiss: Den vollausgebauten und mindestens halbvollen HR direkt auf Brutraum, Randwaben entnehmen und in die Mitte zwei MW oder leerere frisch ausgebaute Waben (weiß gerade ja gar nicht, wie viel sie im neuen HR schon gemacht haben) geben und den leereren HR mit vorwiegend MW oben aufsetzen. Die entnommenen Randwaben kann ich dann Völkern mit noch nicht so vollem HR geben. Dann haben alle zumindest etwas freien Platz direkt über dem BR zum Bauen, Hochtragen und Trocknen in den kommenden kalten Tagen und für die beiden ganz Dicken steht bei Bedarf eben noch der zweite HR ganz oben drauf. Bei erhöhter Feuchtigkeit auf Grund von weniger starkem Bienenbesatz im oberen HR trifft es dann wenigstens nicht die größte Masse an Honig. Achja, die betreffenden Völker mit den 2 Honigräumen sitzen auf einem knallvollen Brutraum mit 6 bzw 7 randvollen Brutwaben plus Drohnenwabe. Das heißt, mit 2 HR haben die insgesamt auch "nur" 3 Räume, anstatt einem 4-Raum-Wolkenkratzer.
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon waldimker » 11. Mai 2016, 06:26

ja, mit einem brutraum sieht das was anders aus. von der ferne oft schwer zu beurteilen.
ich glaub, ich würd aus verschiedenen gründen nie auf die idee kommen, einen HR unterzusetzen. alle gründe, die dafür sprechen haben meiner ansicht nach keinen boden unter den füßen. eine Ausnahme würde die Gewinnung von Wabenhonig machen, aber aus ganz ganz anderen Gründen und nur bei aussichtsreicher Tracht. und in seltenen fällen.
lass mal den honig bei den völkern, die ihn gesammelt haben und direkt überm brutnest. Da, wo sie ihn abgelagert haben dann können DIESE Bienen ihn auch besetzen wenns kühl wird und ihn pflegen. Fernab ein Stockwerk höher ist er sicher fehl am Platz. "freien Platz" - honigfreien - über dem Brutnest haben Bienen nciht so gern. Wenn sie bauen wollen, werden sie überall bauen. DAzu brauchts aber Tracht.
Zur Schwarmdämpfung Raum geben: da wäre sicher das Untersetzen eines Brutraumes sinniger, falls das überhaupt funktioniert. Allerdings würde ich das auch nicht machen.
wenn die bienen einen halben HR gefüllt haben, werden sie auch nicht viel mehr richtig dick besetzen....? Ich mein jetzt nicht ein paar umherlaufende Bienen.
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Epoché » 11. Mai 2016, 19:02

War vorhin am Stand und hab die HR getauscht. Hatte sie erst Montag gegeben, als ich zum Umlarven am Pflegevolk war. Gestaunt habe ich nicht schlecht: Eines hat 4, eines hat 6 Waben voll ausgezogen und dick besetzt. Erster Nektar schimmerte auch schon. Im alten HR haben sie oben angefangen breit zu verdeckeln. Der ist auch quasi voll jetzt. Wahnsinn die beiden. Manche anderen besetzen bei mir gerade mal 3 Waben im HR.

Allerdings habe ich mir vielleicht ein neues Problem eingebrockt: Ein Volk hat seine Randwaben im BR angefangen zu verdeckeln. Vielleicht lag das am fehlenden bereiten HR direkt über dem Brutnest. Da wird mein Fehler wohl aber weniger beim Untersetzen, als eher beim zu späten Erweitern um den weiteren HR gelegen haben. Aber wer weiß. Ganz schön schwer, dieses Imkern. :bigrin:

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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Boettger » 11. Mai 2016, 22:01

Zum ersten Mal seit ich imkere, kann ich aus der Obstblüte nennenswerten Honigeintrag verzeichnen.
Das war bei mir bisher immer reine Entwicklungstracht. Dafür konnte ich ohne Wandern relativ sortenreinen Rapshonig ernten.
Heute musste ich bereits einigen Völkern den 2. HR geben während der Apfel bei uns gerade in Vollblüte steht. Die Kirsche ist seit 2-3 Tagen durch, hat aber für viel Pollen und ich denke auch reichlich Honig im HR gesorgt. Selbst der Löwenzahn (lässt jetzt deutlich nach) wurde dieses Jahr wesentlich stärker beflogen als sonst.
Der Raps ist ebenfalls in Vollblüte und wird noch einige Zeit Nektar liefern.
Bin mal gespannt, wie sich der Honig dieses Jahr macht.
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Simon » 11. Mai 2016, 22:19

Standortweise honigt es erst seit einer Woche, seit dem Abblühen der Kirsche wird stark eingetragen, an Rapsstandorten um einiges intensiver.
trachtverlauf.jpg

Das Waagvolk gehört nicht zu den stärksten Völkern, eher unter dem Durchschnitt. Nun kommen die Eisheiligen, das gibt Zeit für Honigpflege und hochpumpen in den Honigraum, dann gehts weiter mit...?
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon otto1755 » 12. Mai 2016, 08:17

Simon hat geschrieben: Nun kommen die Eisheiligen, das gibt Zeit für Honigpflege und hochpumpen in den Honigraum, dann gehts weiter mit...?


Hallo Simon,

Nutzen deine Bienen eine Tauchpumpe? :D Spaß bei Seite. Nutzen die Bienen die Zeit um den Honig in den Honigraum zu lagern? Und bleiben die bei den kühleren Temperaturen (bei mir 11°C) überhaupt im Honigraum.

Viele Grüße
Julian
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon beeo » 12. Mai 2016, 17:24

Epoché hat geschrieben:Yeah, wie klassisch: zwei gute Gründe, die gegenteiliges Handeln erfordern und ich hab nun folglich keine Ahnung, was zu tun ist. :D Den zusätzlichen HR habe ich den beiden genau aus dem Platzmangelgrund gegeben und deswegen auch untergesetzt unter den bestehenden HR, um den Bienen Platz über dem Kopf zu schaffen. Insbesondere, da einige ja auch aus der kalten Woche Ende April mit starker Schwarmstimmung gekommen sind und ich dem vorbeugen will. Also in Richtung Ulfs Gedanke. Nun verunsichert mich aber wie gesagt auch die vielleicht drohende Kristallisation und die vom Waldimker angesprochenen etwaigen Feuchtigkeitsprobleme bei zu starkem Zusammenziehen der Bienen in den kalten Tagen, insbesondere, da ich den frischen HR unter- und nicht aufgesetzt habe.

Was haltet ihr von folgendem Kompromiss: Den vollausgebauten und mindestens halbvollen HR direkt auf Brutraum, Randwaben entnehmen und in die Mitte zwei MW oder leerere frisch ausgebaute Waben (weiß gerade ja gar nicht, wie viel sie im neuen HR schon gemacht haben) geben und den leereren HR mit vorwiegend MW oben aufsetzen. Die entnommenen Randwaben kann ich dann Völkern mit noch nicht so vollem HR geben. Dann haben alle zumindest etwas freien Platz direkt über dem BR zum Bauen, Hochtragen und Trocknen in den kommenden kalten Tagen und für die beiden ganz Dicken steht bei Bedarf eben noch der zweite HR ganz oben drauf. Bei erhöhter Feuchtigkeit auf Grund von weniger starkem Bienenbesatz im oberen HR trifft es dann wenigstens nicht die größte Masse an Honig. Achja, die betreffenden Völker mit den 2 Honigräumen sitzen auf einem knallvollen Brutraum mit 6 bzw 7 randvollen Brutwaben plus Drohnenwabe. Das heißt, mit 2 HR haben die insgesamt auch "nur" 3 Räume, anstatt einem 4-Raum-Wolkenkratzer.

Was hältst du von dem Kompromiss die Bienen einfach mal machen zu lassen? Wie man guten Honig macht wissen sie besser als alle Berufs- und Hobbyimker zusammen. Und wenn der Platz tatsächlich zur Neige geht, nächsten HR drauf.
Ergebnis: Bienen können in Ruhe arbeiten ohne dass jemand ins Handwerk pfuscht, vorhandene Flächen werden gut bepflegt, ausreichend Erweiterungsplatz ist vorhanden, du hast wenig Arbeit.

Beim Thema Verdeckelung der Randwaben musst du eine Grundsatzentscheidung treffen. Wenn du klassisch ein- bzw. zweizargiges Brutnest einsetzen willst, darf dich das nicht stören, dann gehört das so, ist schließlich die gewünschte Reserve, denn 10 oder gar 20 Waben Brut gibt es nicht (auf Zander). Oder dich stört dieser Honig dort weil du dich mit dem angepassten Brutraum anfreundest, dann musste von Anfang des Frühjahrs an diese Idee umsetzen und mit dem Schied arbeiten. Prinzipiell könntest du auch jetzt noch Honigwaben aus dem BR raufhängen, das ist natürlich besonders interessant wenn sie wirklich nur Honig beinhalten. Damit würdest du auch das Gefüge im Brutnest nicht übermäßig stören. Aber was dann? Entweder MW rein (mit vermutlich ähnlichem Ergebnis) oder ein Schied.
Einfach frei lassen hat bei einem meiner Völker zu 1,5 hübschen Drohnenwaben geführt, die am ASG heruntergebaut wurden, genau da wo zwei Waben gefehlt haben :-)

Bei den Völkern mit denen ich dieses Jahr ein bisschen wandere habe ich volle Ausstattung im BR. Diese Reserve ist mir dort sehr angenehm, weil ich die Völker nicht so oft sehe wie feststehenden.
Kuck mal, ein neues Forum :-) Infos: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=28&t=2729
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Wilson » 12. Mai 2016, 18:08

Und so sieht es oberhalb des hier schon etwas kälteren Teil des Remstals aus, 450 m ü NN... zwischen Obstwiesen und Wald.
Honigräume füllen sich langsam(st).
Dateianhänge
image.png
Lehrbienenstand
MfG
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon Epoché » 12. Mai 2016, 18:22

He beeo,
jep, machen lassen so weit möglich ist auch mein Plan. Aber da es bei zusätzlicher Raumgabe nun einmal Variablen gibt und ich noch spekulieren muss, welche den Bedürfnissen des Biens unter welchen Umständen am angemessensten ist, grübele ich eben noch hie und da und kann leider auch nicht die Bienen vorher fragen, da die mir erst hinterher zeigen, was sie davon halten ;). Einzige Brutnestmanipulation war bisher auch Wabenentnahme zur Bildung meines SBA und Drohnenschnitt und das hat sich bisher auch super gemacht. Bisher haben sie selbst, angepasst an ihren Bedarf an Brutfläche, im Brutraum vorhandene Nektarflächen in den Honigraum verlagert. Aber für so etwas haben sie natürlich mehr Spielraum, so lange keine Verdeckelung im BR stattgefunden hat. Die meisten haben jetzt 6 Brutwaben plus Baurahmen im BR. Bis auf die Seitenwabe fast von Holz zu Holz bebrütet. Da ist also nicht mehr arg viel Spielraum, wenn der Brutraum noch mehr Platz durch Verdeckelung verliert. Ich werde ja sehen, inwieweit diese "Einengung" sich in den kommenden Wochen bemerkbar machen wird. Wie gesagt, ich habe denke ich einfach zu spät zusätzlichen HR gegeben. Ist halt mein erster Durchgang mit nur einem Brutraum und daher bekomme ich diesmal auch alles zum ersten mal so intensiv mit. :)

Und On-Topic: Robine fängt in Bamberg gerade an auszutreiben.
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Re: Trachtsituationen

Beitragvon AngoraAngy » 12. Mai 2016, 20:37

Bei uns ist der Raps in voller Blüte, die Kirsche ist so langsam durch (wobei mein eigenes Kirschbäumchen wohl kein Maßstab ist, weil sich da die Wühlmaus an den Wurzeln zu schaffen gemacht hat und dadurch sicher die Blüte beeinträchtigt ist). Mein Apfelbaum hat die ersten Blüten auf, die Birne ist fertig, die Quitte lässt die ersten Knospen sehen. Volk 2 (heute durchgesehen) hat viele Honigwaben in den Bruträumen, eine kaum zur Hälfte ausgebaute MW ist bereits mit Honig gefüllt. Der HR mit den lustigen Plastewaben wird offenbar gut angenommen. Die Zellen werden gefüllt, sobald sie ausreichend ausgekleidet sind. Ich hoffe sie tragen dann noch einiges um, es sind ja kaum noch Brutzellen frei...
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
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