Ackerbohne als Trachtpflanze?

Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon Thomas1950 » 25. Mai 2015, 18:13

Hat jemand Erfahrung mit Ackerbohnen als Trachtpflanze?
Wieviel Honig kann man da ernten?
Wie siehts da mit Pflanzenschutzmitteln aus? Werden die in der Blühte gespritzt?
Hab mal gelesen dass eine gute Bestäubung wichtig für den Bohnenertrag ist.
Gruss Thomas
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon bivypirat » 25. Mai 2015, 18:55

Bei uns wird die Ackerbohne von einigen Bauern als Futterpflanze angebaut. Die Blüten scheinen nicht viel zu bringen, da sie aber gerne von Läusen befallen werden gibt es von denen bei der richtigen Witterung Honigtau (richtig hierbei?). Letztes Jahr gab es an meinem Heimstand eine ordentliche Portion schönen dunklen Honig :bigrin:

Hier sind es meist Biobauern die Ackerbohnen anbauen, die halten sich mit der Spritzerei etwas zurück.

Wünsche dir viel Glück!

Gruß
Stephan
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon YellowSnapper » 25. Mai 2015, 19:15

Die grüne Pfirsichblattlaus mach mir auf meiner Pfirsichanlage im Moment sorgen. Anfang bis mitte Juni wandert die auf die Bohnen ab. Wenn ich die jetztige Population an meinen Jungbäumen sehe. Auwei. Blattlausjahr.
Bienenstand N.1 auf Streuobstwiese 420m ü.n.N.
Bienenstand N.2 im Gewerbegebiet 432m ü.n.N.
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon waldimker » 25. Mai 2015, 19:40

Hab auch schon sehr viele auf Ahorn gesehen. Auch diverse Obstbäume. Buchen tropfen derzeit. Hab ich aber ncoh nicht untersucht warum. Im Garten und Gewächshaus bisher keine Probleme. Keine Ahnung wohin meine Bienen fliegen. Auf die Wiesen jedenfalls nicht. Der Eintrag ist aber um +/- 0. Es ist aber auch meist zu kühl.
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon YoYo » 25. Mai 2015, 19:43

Die Ackerbohne hat in den Blattachseln extraflorale Nektarien. Da habe ich schon regen Bienenflug beobachtet.

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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon waldimker » 29. Januar 2017, 16:32

wieviele Völker/ha wärn denn da sinnvoll für
Bestäubung und Honigertrag?
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon keinimker » 30. Januar 2017, 23:10

Hallo Stephan,
bivypirat hat geschrieben:Hier sind es meist Biobauern die Ackerbohnen anbauen, die halten sich mit der Spritzerei etwas zurück.

na da bist Du aber großzügig. Ob die BIO-Verbände das auch sind? Allein Zurückhaltung reicht wohl in der ökologischen Landwirtschft nicht.
Dort geht garnichts!!!!
Gruß
Harald
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon waldimker » 30. Januar 2017, 23:12

ja, wie is das nu: honigen diese pflanzen oder nicht?
Der Irrtum - insbesondere der gewohnheitsmäßige - ist wohl der größte Verursacher von Elend.
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon Thomas1950 » 30. Januar 2017, 23:46

viewtopic.php?f=27&t=2332
Hallo Waldimker schau mal da ganz unten.
Sonst einfach ausprobieren wenn du die Möglichkeit hast und bitte berichten.
Gruß
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon mmoe » 2. Februar 2017, 09:09

Moin!

Ich habe im letzten Jahr vier Völker nahe eines Ackerbohnen- und auch Buschbohnenfeldes stehen gehabt.
Nennenswerte Erträge sind da nicht messbar gewesen.Waren aber auch nur Ableger bzw. Jungvölker, da schon spät
im Bienenjahr. Die Blüten sind unscheinbar und wurden eher von Hummeln angeflogen. Bienen habe ich da nicht gesehen.

In einer anderen Region, mit einem anderen Boden und Mikroklima mag das aber auch anders aussehen.

Auch diese Felder - Bio-Anbau! - wurden gegen Schädlinge und Fäule gespritzt: Micula und Naturen, ein drittes Mittel ist mir entfallen. Das hatte mir der Landwirt vorher auch gesagt. Damit war auch nicht damit zu rechnen, dass Honigtau durch Blattläuse eingetragen wird.

Vielleicht hilft dir das weiter, Waldimker?!
Viele Grüße
Marco
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon waldimker » 2. Februar 2017, 09:57

Danke, Marco. Ja, auf jeden Fall.
Insgesamt sind all die Pflanzen, die dieser bio-landwirt anbaut, uninteressant. Allenfalls Bestäubungsprämie für den Rotklee wär noch was. Aber da spekulier ich lieber aufne Tracht woanders (Fichte, Tanne, Linde), statt die Völker dort zu binden und dann noch hinfahren zu müssen zum Füttern. Allenfalls als Jungvolkplatz wärs was. Aber wenn ich dann nicht beruhigt weg kann und trotzdem evtl. füttern muss - kann ich sie auch woanders parken.
Zudem: Im Schwarzwald (also nicht für Jungvölker!) blühts eigentlich im Spätsommer erst so richtig. Pollen und auch der tägliche Nektarbedarf sind in der Regel gesichert, besonders bei heißem Spätsommer. Brutumfang wird etwas geringer sein als in milderen Klimata.
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon mmoe » 2. Februar 2017, 17:12

Moin!

Prima.

waldimker hat geschrieben:Zudem: Im Schwarzwald (also nicht für Jungvölker!) blühts eigentlich im Spätsommer erst so richtig. Pollen und auch der tägliche Nektarbedarf sind in der Regel gesichert, besonders bei heißem Spätsommer. Brutumfang wird etwas geringer sein als in milderen Klimata.


Das war/ ist ja auch immer dein Thema. Aber mir scheint, als hättest du und deine Bienen da einen gangbaren
Weg gefunden?!
Viele Grüße
Marco
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon waldimker » 2. Februar 2017, 17:59

naja, wenns heiß ist im Juli und August (aber kein Waldhonig mehr reinkommt), bleiben die Völker bei mir in der Nähe im Schwarzwald. Springkraut und später jap. Knöterich bieten Beschäftigung (in der Regel bis etwa Mitte September). Hab den Eindruck, den Bienen gehts dann gut. Da kann ich in Ruhe füttern und behandeln und muss nicht so weit fahren. Sobalds kühl wird oder die Blüten-Trachtquellen versiegen, ab ins Weinbauklima.
Wenn aber der Sommer kühl ist (und kein Waldhonig reinkommt), würde ich die Völker gleich ins Weinbauklima stellen. Wenn möglich dann irgendeinen Blühacker suchn. Aber so ganz so einfach ist das leider nitt.
Interessanterweise möchte ich 2017 einige Überwinterungsplätze nciiht nur auf die Frühjahrsentwicklungstracht und die Frühtracht hin aussuchen, sondern auch die Varroaentwicklung im Auge behalten. Da gibts nämlich Unterschiede.

edit: eine (zu) späte Waldtracht oder ein zu hoher Varroabefall zu einer zeitgemäßen Waldtracht wäre freilich auch ein Grund, "abzuhauen". Ein zu spätes Einwintern nach der Waldtracht birgt immer risiken und "verluste".
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon dadantus » 3. Februar 2017, 09:18

Moin moin,

ich denke da die Blütezeit mit Mai-Juni angegeben ist und ich die Pflanze nicht im Trachtkalender gefunden habe, die Biene Sie sicherlich anfliegen wird aber etwas Bienentypischeres anfliegt, wenn ein alternativ Trachtangebot im Flugradius ist.

Gruß
Manuel
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Re: Ackerbohne als Trachtpflanze?

Beitragvon ErEn » 16. Juni 2017, 09:55

Ich habe (nur) einen starken Ableger am Waldrand 100m von einem Ackerbohnenfeld entfernt stehen. Die Bienen befliegen dieses Feld derzeit sehr stark, man könnte meinen es wäre ein Rapsfeld. Sie tragen jede Menge des dunkelbraunen, fast anthrazitfarbenen Pollen der Ackerbohne ein. Auch Nektar kommt reichlich, wenn ich auch nicht sicher sagen kann, dass dieser von der Ackerbohne kommt.
Zumindest bei passenden Bedingungen ist die Ackerbohne also durchaus eine gute bis sehr gute Trachtpflanze.
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