Späte Trachtpflanzen

Späte Trachtpflanzen

Beitragvon rita » 20. September 2016, 20:40

Nachdem ich mal nachgeforscht habe, wohin die Mädchen bis zum Einbruch der Dunkelheit unterwegs sind:

Efeu;
(dort tummeln sich auch diverse Schmetterlinge (Pfauenauge, Admiral) sowie Schwebfliegen und Hummeln.
Ganze Hauswände und überwucherte Bäume "summen" von Sonneauf- bis Sonnenuntergang)

Japanischer Staudenknöterich;
(ist mir in der Ausdehnung der Flächen und Reichhaltigkeit der Blüte noch nie aufgefallen)

...schön, Frühherbst in der Stadt!

Beste Grüße
Astrid
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Re: Späte Trachtpflanzen

Beitragvon ulf » 21. September 2016, 00:13

Japanischer Staudenknöterich ist ziemlich nutzlos und bringt nicht viel
Der JS gehört für mich zu den Neophyten, die besonders kritisch zu sehen sind
wo der mal ist, kriegt man ihn nicht mehr weg


eine ganz wichtige zugewanderte späte Trachtpflanze ist mittlerweile vielerorts das Indische Springkraut.
Dort finden die Bienen reichlich Nektar (!) und Pollen
mit etwas Glück füttern sich die Völker damit zum Teil selbst auf

meine Bienen sind auch bei niedrigen Morgentemperaturen und sogar bei Regen im indischen Springkraut
schön zu erkennen am grau bepuderten Rücken der Rückkehrerinnen :thumbsup: :thumbsup:
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
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Re: Späte Trachtpflanzen

Beitragvon AngoraAngy » 21. September 2016, 07:06

Bei uns warten sie schon gierig auf das Aufgehen der Nachtkerzenblüten. Das passiert explosionsartig mit der Dämmerung und da stehen die Damen schon Schlange. Die sind dann so pollenbeladen, dass sie kaum noch fliegen können. Wirken teils schon wie besoffen :bigrin: Wie der Nektarwert der Nachtkerze ist, weiß ich allerdings nicht.
Ich warte jetzt jeden Tag darauf, dass mein Topinambur"feld" aufblüht. Weiß jemand den Trachtwert von Topi?
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
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Re: Späte Trachtpflanzen

Beitragvon Sanny » 21. September 2016, 07:31

Auch bei mir in der Stadt blüht der Efeu an vielen Bäumen und Hauswänden!

Allerdings wird bei uns vor zu großen Efeu-Eintrag in den Völkern gewarnt. Das wäre für das überwintern schlecht und die Vökler könnten daran sterben, so ähnlich wie auf Waldhonig überwinterten Völkern!
Warum weiß ich aber nicht.
Liegt es am Efeu selber, da er auch Giftstoffe hat oder am gesammelten Honig, der recht dunkel ist?

Bei den "Honigmachern" habe ich darüber nichts gefunden.

Oder gehört das zum Thema "Imkermärchen"?

Fakt ist, zur Zeit kommt einiges an Tracht in die Völker!

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Re: Späte Trachtpflanzen

Beitragvon Tobi » 21. September 2016, 09:32

Kumpel fährt eine sehr enge Maisfruchtfolge, so dass Zwischenfrüchte angesagt sind um den Boden fit zu halten.
Daher blüht bei mir jetzt überall Phacelia. U) :thumbsup:
Muß dem bei Gelegenheit mal nen Karton Honig vorbeibringen...
"Zu viele Arschlöcher, zu wenig Kugeln." Clint Eastwood
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Re: Späte Trachtpflanzen

Beitragvon BeeChris » 21. September 2016, 15:19

Seit dem 15.08. blüht hier das japanische Springkraut ... Es kommencimmer noch zuhauf weiße Bienen zurück ...
Dadant 12er - 2 Stände - 1 x Carnica - 1 x Buckfast
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Re: Späte Trachtpflanzen

Beitragvon keinimker » 30. September 2016, 17:09

Hallo zusammen,
nach einer längeren Pause :D bin ich mal wieder da.
Das Trachtthema interessiert mich ständig.
Mein Nachbar hat hier zig Hektar BIO- Fläche. U.a. hat er in diesem Jahr neben Weißklee auch Perserklee unter Roggen gesät. Jetzt steht er in voller Blüte. Auch dieser soll gut Nektar bringen.
Oder ist das anders?
Wir (BIO-Bauer und ich) haben im Frühjahr mit einer Feldhecke angefangen. Neben Weiden, Hasel, Ahorn und Robinie stehen dort auch Rosen und in dem Grasstreifen jede Menge Stauden, die im nächsten oder übernächsten Jahr blühen werden. Wir denken, dass die Hecke eine gute Ergänzung zu den Blühpflanzen auf den Äckern sind. Diese "unnützen" Blühstreifen brauchen wir (6 Imker im Ort) hier nicht!
Gruß
Harald
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Re: Späte Trachtpflanzen

Beitragvon Sanny » 6. Oktober 2016, 18:21

Sanny hat geschrieben:
Allerdings wird bei uns vor zu großen Efeu-Eintrag in den Völkern gewarnt. Das wäre für das überwintern schlecht und die Vökler könnten daran sterben, so ähnlich wie auf Waldhonig überwinterten Völkern!
Warum weiß ich aber nicht.


So jetzt weiß ich, warum zuviel Efeuhonig schlecht für die Überwinterung sein kann.

Arim Spürgin schreibt in der aktuellen ADIZ,dass der Honig vom Efeu sehr schnell in den Zellen kristallisiert und somit schlecht für die Überwinterung ist. Deshalb soll man, wenn die Bienen zu viel dieser Tracht eintragen, vor Eintritt des Winters die Waben mit Efeu-Honig an den Rand hängen, damit die Bienen erst im Frühjahr auf diese Waben stoßen.

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Re: Späte Trachtpflanzen

Beitragvon BieneMoni » 24. September 2017, 21:10

Hallo,
meine Bienen fliegen zur Zeit wie verrückt von früh morgens bis spät abends. Die Sonne scheint, und die niedrigen Temperaturen scheinen sie wenig zu interessieren. Also lohnt es sich wohl.

Einige Felder hier sind mit Gründüngung eingesät:
Phacelia, Gelbsenf, Olrettich, Leinsamen...
Ungewohnt bunte Äcker für diese Jahreszeit! :thumbsup:

Außerdem blühen Efeu, Schlingknöterich, Sonnenblumen, Malven, Buchweizen, Topinambur...
Möge es noch eine Weile schönes Wetter bleiben!
LG; Moni
Langstroth-Imkerei in der südpfälzischen Rheinebene
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Re: Späte Trachtpflanzen

Beitragvon keinimker » 29. September 2017, 20:11

Hallo,
das ist richtig wohltuend! Imker freuen sich über späte Tracht! Warum nicht? Es ist, wenn es so vielseitig ist, ein gutes Winterfutter.
Hier gibt es zwei "Flugrichtungen" - in die Sieddlungen und Dörfer und in den Weißklee. Es sind viele Hektar als Untersaat unter Dinkel. Jetzt beginnt er zu blühen.Zumindest zwei Völker habenda noch Nachholebedarf. Im Frühjahr gibt es da volle Honigräume und starke Ableger. Die Blüte geht bis in den Oktober!
Hoffen wir auf eine erfolgreiche Überwinterung.
Gruß
Harald
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