500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Honig, Bienenwachs, Propolis, Pollen

500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Rudi » 28. August 2012, 19:03

Heute bei der letzten Ernte Festgestellt.
1 Wabe (die obere) hat 2 kg
die untere hat 2,5kg.
Habt ihr auch schon einmal solche Unterschiede festgestellt ?
Auf den Bildern ist jeweils vorne und hinten zu sehen.

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gruss
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Immenfreund » 29. August 2012, 06:56

Die untere ist dicker, das macht den Unterschied.
Schleuderst du schon bebrütete Waben? Ist bei mir nicht drin; merkt man im Geschmack.
Mit freundlichen Grüssen

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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Rudi » 29. August 2012, 21:12

dies sind die ersten Reservefutterwaben !
die werden jetzt stehend eingefroren.
brauch ich sie nicht für die Völker, dann im kommenden Mai für die Ableger ;)
gruss
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Nils » 29. August 2012, 21:16

Du frierst die ein? Ist das notwendig?
Ich dachte, die könnte man bei Raumtemperatur im Wabenschrank lagern? (Bienen- und Mottendicht)
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon honigmaul » 30. August 2012, 07:09

Immenfreund hat geschrieben:Die untere ist dicker, das macht den Unterschied.
Schleuderst du schon bebrütete Waben? Ist bei mir nicht drin; merkt man im Geschmack.


Meinst du damit, dass der Geschmack vollmundiger und ausgereifter wird?

Spaß bei Seite:
Ich habe es selbst getestet (und nur das kann mich restlos überzeugen) und es gibt auch Untersuchungen, dass es keinen Geschmacksunterschied gibt. Das Einzige was sein kann ist, dass der Honig etwas trockener ausfällt.

MfG
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Immenfreund » 30. August 2012, 09:05

honigmaul hat geschrieben:Ich habe es selbst getestet


würde mich ernsthaft interessieren, wie deine Testbedingungen waren.
Akzeptieren würde ich Honig geschleudert aus einer/mehreren Wabe(n) aus neuem Wachs und Honig aus einer/mehreren Wabe(n) aus bereits bebrütenen Waben; beides aus zwei unterschiedlichen, aber gleich starken Völkern und Sammelzeitraum + Tracht. Wenn es dann keinen Unterschied gibt, wäre ich überzeugt.

Vielleicht auch mal hier nachlesen:
Honig aus bebrüteten Waben
Wabenhygiene - Honig und Wachs aus alten Waben und neuen Waben
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon honigmaul » 31. August 2012, 09:54

Immenfreund hat geschrieben:
würde mich ernsthaft interessieren, wie deine Testbedingungen waren.
Akzeptieren würde ich Honig geschleudert aus einer/mehreren Wabe(n) aus neuem Wachs und Honig aus einer/mehreren Wabe(n) aus bereits bebrütenen Waben; beides aus zwei unterschiedlichen, aber gleich starken Völkern und Sammelzeitraum + Tracht. Wenn es dann keinen Unterschied gibt, wäre ich überzeugt.


Hallo Immenfreund!
Genau so habe ich es gemacht. Voraussetzen möchte ich, dass die bebrüteten Waben zwar bebrütet aber nicht alt und schwarz waren. In der österreichischen Bienenzeitung "Bienen aktuell" war vor einiger Zeit eine derartige Untersuchung abgedruckt, die ist zum gleichen Ergebnis kam. Mit meinen Bekannten habe ich auch den Geschackstest gemacht, die konnten auch keinen Unterschied feststellen. Bezüglich Honigtracht, bei mir handelte es sich um eine Mischung aus Blüten- und Waldtracht.

Als Gegenargument wird immer wieder angeführt, dass beim Einweichen von bebrüteten Waben in Wasser, sich das Wasser dunkel färbt. Dies ist unbestritten. Da wird der Schmutz sichtbar ausgeschwemmt. Bei der Lagerung von Honig in bebrüteten Waben dürfte es aber eher umgekehrt sein, das Wasser wird vom Nektar in die Wabe gesaugt und nicht umgekehrt. Das angesaugte Wasser verdunstet an den überstehenden Rändern. Dies würde auch erklären, warum Hinterbehandlungsimker gelegentlich trockeneren Honig ernten.

Vom Einweichen von bebrüteten Waben für die Met-Gewinnung muss ich abraten. Weiters muss ich von der Verwendung eines Deckelwachsschmelzers bei Deckelwachs von bebrüteten Waben abraten. In diesen Fällen wird tatsächlich der Honig verändert, sowohl geschmacklich als auch farblich.

Bei der ganzen Argumentation sollte man sich auch überlegen, wie die Bienen den Nektar eintragen. Die Flugbienen kommen nach Hause, übergeben im Brutraum den Nektar an die Stockbienen, welche ihn dann im Brutnestbereich tröpfchenweise einlagern und großflächig ausbreiten. Danach wird der Nektar allmählich vom Brutraum, also von den bebrüteten Waben in den Honigraum transportiert. Dies ist sehr gut bei Massentrachten zu beobachten. Am Abend ist der Brutraum voll Nektar. Am nächsten Tag ist der Brutraum wieder weitestgehend geleert. Also Honig aus unbebrüteten Waben ist von Haus aus ein Märchen, bzw. ein Verkaufsgag.

Oder ist wirklich jemand der Meinung, dass die Flugbienen beim Tor hinein stürmen, beim Brutnest vorbei rasen, sich durch das Absperrgitter durchzwängen, dann den Nektar im Honigraum ablagern und auf dem selben Weg wieder zurückeilen.

MfG
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Ralf » 31. August 2012, 13:32

Hi,
honigmaul hat geschrieben: Am Abend ist der Brutraum voll Nektar. Am nächsten Tag ist der Brutraum wieder weitestgehend geleert. Also Honig aus unbebrüteten Waben ist von Haus aus ein Märchen, bzw. ein Verkaufsgag.

Das heißt, der Honig ist eine Nacht in bebrüteten Waben und anschließend 2-6 Wochen im Honigraum (in unbebrüteten). Wenn nu die Waben im HR bvebrütet sind, dann ist der Honig 6 Wochen in bebrüteten, vollgekackten Waben, die ausgeschleudert werden.
Daß in einer Nacht deutlich weniger Dreck aufgenommen wird als in 2-6 Wochen denke ich schon. Ich sehe da schon einen Unterschied. Und vor allem das Schleudern holt den Mist mit dem Honig aus den Waben.

Warum soll ich mir das antun, wenn auch nur das geringste Risiko besteht? Aus Faulheit, Geiz oder warum?

Gruß Ralf
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Rudi » 31. August 2012, 14:16

Ralf, ich nimm zwar im Honigraum auch nur 6 frische MW und 4 ausgeschleuderte HW aus der Vorsaison,
aber allen Ernstes glaubst du das wirklich:

Ralf hat geschrieben: dann ist der Honig 6 Wochen in bebrüteten, vollgekackten Waben, die ausgeschleudert werden.


glaubst du nicht auch das die Weiber die einzelnen Löcher vor Gebrauch reinigen ??? Und das gründlich ?

gruss
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon TraugottStreicher » 31. August 2012, 18:19

Rudi, hast Du jemals Altwachs ausgekocht?
Da kommt eimerweise Dreck raus.


(nebenbei bemerkt und kleingedruckt: Vorteil der Schichtenunbeweglichkeit rockt ;) )
Mit freundlichen Grüßen - Traugott Streicher
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Bienefix » 31. August 2012, 22:27

Als ich letzte Woche meine Altwaben in den Sonnenwachsschmelzer einräumte beobachtete das mein Nachbar.
Etwas sorgenvoll fragte er mich, warum diese Waben so schwarz sind.
Ich habe es ihm dann erklärt und er war dann doch sehr erleichtert, als er vom ASG erfuhr und ich ihm die sauberen Waben aus dem Honigraum zeigte.
So schmeckt ihm wohl auch in Zukunft der Honig meiner Bienen :bigrin:

Also egal, ob der Honig aus bebrüteten Waben gleich schmeckt.
Ich selbst bilde mir eben auch ein, dass Honig aus unbebrüteten Waben sauberer ist und besser schmeckt.

Grüße
Dietmar
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Rudi » 31. August 2012, 23:06

Was sagt uns das ?
Das Auge ist doch mit !

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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon edlBeeFit » 1. September 2012, 07:12

Bienefix hat geschrieben:Also egal, ob der Honig aus bebrüteten Waben gleich schmeckt.
Ich selbst bilde mir eben auch ein, dass Honig aus unbebrüteten Waben sauberer ist und besser schmeckt.

Da bin ich auch Deiner Meinung
Gruss Kurt Edlinger
Imkere mit Langstroth angepasst, edlwolf 15cm und genau das doppelte 30 cm h, auch meine edlMini (4W) haben diese Masse
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Immenfreund » 1. September 2012, 07:24

Rudi hat geschrieben:glaubst du nicht auch das die Weiber die einzelnen Löcher vor Gebrauch reinigen ??? Und das gründlich ?


Honig einlagern ist einer der Hauptjobs der Honigbienen und ich denke, dass sie das optimal erledigen. Die Zellen werden vorher gesäubert und ggf. mit einem hauchdünnen Film von Propolis überzogen. Doch besteht dies nach meiner Information zu ca. 15% aus Wachs, was wiederum Wasser aufnehmen und abgeben kann, was ja auch Sinn macht. Geschmachsdicht ist das zu dem Kot und den Häutungsresten vermutlich nicht, aber wenn honigmaul den Test so gemacht hat wie beschrieben, würde ich mich damit zufriedengeben, auch wenn ein sensorischer Unterschied zu "billig" hergestellten Honig * von mir immer wieder festgestellt wird.

*) hatte mal von einem polnischen Honig, der beigegrau aussah, gekostet - nein Danke!
Mit freundlichen Grüssen

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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Nils » 1. September 2012, 11:00

Wie ist denn das mit Honig aus bebrüteten Waben und den Viren?
Ist in so einem Honig der Deformed Wings Virus oder der Paralyse-Virus etc. enthalten? Dann sollte man den ja nicht mal an andere Völker verfüttern....
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon TraugottStreicher » 1. September 2012, 18:42

Nils, ich weiss garnicht, ob die Viren auch im Honig zu finden sind (bezweifle es aber).
Die Viren (DWV etc.) sind normalerweise in jedem Bienenvolk vorhanden und die Bienen kommen damit klar. Problematisch wird es erst, wenn sie über Bisswunden der Varroa direkt in die Hämolymphe gelangen.
Mit freundlichen Grüßen - Traugott Streicher
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon sam » 3. September 2012, 19:10

Ich zweifle die besagte Untersuchung an!
Ich habs selbst schon probiert, Honig aus bebrüteten Waben schmeckt definitiv anders als aus unbebrüteten!

Und selbst wenns keinen geschmacklichen Unterschied gäbe, wäre es ein unmöglich Verhalten des Imkers solchen Honig in Verkehr zu bringen.
Wie schnell macht sowas die Runde und dann heißt es: Imker verkaufen Honig aus verdreckten Waben.
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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Immenfreund » 4. September 2012, 12:49

sam hat geschrieben:...
Wie schnell macht sowas die Runde und dann heißt es: Imker verkaufen Honig aus verdreckten Waben.


Habe das leider auch bei Kollegen schon gesehen, dass da bei der Honigernte Waben die zumindest innen schon ein großes Brutnest hatten mit in die Schleuder wandern. In einem Fall auch schon ganz dunkelbraune Waben über dem Abspergitter gesehen, kann in dem Fall allerdings nicht sagen, ob die anschliessend nicht nur als Futterwabe eingesetzt wurden.
Mit freundlichen Grüssen

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Re: 500 Gramm Unterschied in einer Wabe

Beitragvon Ralf » 6. September 2012, 10:45

Hi Rudi,
Rudi hat geschrieben:glaubst du nicht auch das die Weiber die einzelnen Löcher vor Gebrauch reinigen ??? Und das gründlich ?

machen die das Larvenhäutchen raus und holen den Kot dahinter vor? Und das aus alten bebrüteten Waben mit 10 Häutchen? Ist das Häutchen wasser-/dampfdicht? Löst Wasser Kot nicht an?

Larven- und Milbenkot.
Für mich ist das einfach unhygienisch, egal ob man es schmeckt oder nicht!

Gruß Ralf
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