Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Honig, Bienenwachs, Propolis, Pollen

Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon halloersmal » 4. Oktober 2017, 14:13

Hallo, wie kann ich flüssigen Blütenhonig schnell kristallisieren lassen? Ich rühre den erst cremig nachdem er kristallisiert ist. Wird der im Kühlschrank oder Gefrierschrank schneller kristallin? Oder impfen? Das dauert im Normalfall einige Monate.
Mein Sommerhonig ist noch flüssig und ich möchte den cremig rühren.
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon Angie » 4. Oktober 2017, 18:21

Der Kühlschrank und die Gefriertruhe helfen Dir bei dem Kristallisationsprozess nicht.
Ob der Honig schneller oder langsamer kristallisiert liegt an seinem Zuckerspektrum.

Da Sommerhonige in der Regel mehr Fruchtzucker als Traubenzucker haben, kristallisieren sie langsamer als Frühjahrshonige, die, wie der Rapshonig, mehr Traubenzucker haben.
Das heißt, dass das Impfen des Sommerhonigs mit einem Frühjahrshonig die Kristallisation anschieben kann.
Je mehr Honig man impft, desto schneller geht es auch. Aber der Geschmack wird dabei auch verfälscht.

Mit Impfen kristallisiert der Honig in jedem Falle schneller.
Die Lagerung im Keller bei etwa plus minus 12°C hilft bei der Kristallisation auch, im Kühlschrank dürfte es zu kalt sein und der Gefrierschrank konserviert den Honig sowieso in seinem aktuellen Zustand.
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon Hamamelishonig » 4. Oktober 2017, 18:34

Das ist so nicht richtig. Nachdem Simon die Methode der Gefrierkristallisation publiziert hat, wende ich diese konsequent aus purer Faulheit sowohl bei Blüten- oder Sommerhonigen an. Diese funktioniert perfekt. Der Honig wird abgefüllt, zwei Tage im Warmen stehen gelassen, dass er komplett entschäumt, dann ca. zwei Wochen eingefroren (dabei bilden sich die Microkristallisationskeime) und dann in den Kühlschrank umgesetzt. Was dann im Kühlschrank beim Auftauen auf 8 Grad passiert ist umwerfend.
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon andreasE » 4. Oktober 2017, 20:04

Halloersmal,

ganz grundsätzlich kristallisiert Honig am schnellsten bei 14 Grad... egal um welchen Honig es sich handelt.
Honige mit einem hohen Fruchtzuckeranteil im Verhältnis zum Traubenzucker brauchen, wie Angie schon ganz richtig sagte, natürlich länger, als Honige, welche einen relativ geringen Fruchtzuckeranteil haben.
Ein runtergekühlter und geimpfter Rapshonig kann nach einem Tag abgefüllt werden. Dagegen braucht z. B. ein Linden- oder auch Kornblumenhonig schon drei Tage... also solange wie alle anderen Sommerhonige auch.
Zum Impfen: Ungefähr zehn Prozent des zu rührenden Honigs impfe ich mit einem Frühjahrshonig. Am nächsten Tag wird dieser in die 90 Prozent des verbliebenen Honigs eingerührt. Somit braucht man einen Tag Vorlauf zu den oben genannten Zeitangaben, bis der Honig abgefüllt werden kann, ohne dass der Geschmack durch den Impfhonig beeinflusst wird.

Gruß
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon halloersmal » 4. Oktober 2017, 20:07

Wo finde ich denn die Publikation von Simon?
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon Angie » 4. Oktober 2017, 20:13

Hamamelishonig hat geschrieben:Das ist so nicht richtig. Nachdem Simon die Methode der Gefrierkristallisation publiziert hat, wende ich diese konsequent aus purer Faulheit sowohl bei Blüten- oder Sommerhonigen an. Diese funktioniert perfekt. Der Honig wird abgefüllt, zwei Tage im Warmen stehen gelassen, dass er komplett entschäumt, dann ca. zwei Wochen eingefroren (dabei bilden sich die Microkristallisationskeime) und dann in den Kühlschrank umgesetzt. Was dann im Kühlschrank beim Auftauen auf 8 Grad passiert ist umwerfend.


O.k, habe ich noch nicht gewusst, ich hatte meine Info aus der Bienenzeitschrift "Imkerfreund " als das Thema Bienenhonig einfrieren dort mal thematisiert wurde.
Honig, der eingefroren wurde, müsste übrigens auch als solcher gekennzeichnet werden, hatten die Experten in der Zeitung erklärt......
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon Angie » 4. Oktober 2017, 20:27

halloersmal hat geschrieben:Wo finde ich denn die Publikation von Simon?


Hier:

http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f=26&t=989
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon halloersmal » 4. Oktober 2017, 21:25

Hamamelishonig hat geschrieben:Das ist so nicht richtig. Nachdem Simon die Methode der Gefrierkristallisation publiziert hat, wende ich diese konsequent aus purer Faulheit sowohl bei Blüten- oder Sommerhonigen an. Diese funktioniert perfekt. Der Honig wird abgefüllt, zwei Tage im Warmen stehen gelassen, dass er komplett entschäumt, dann ca. zwei Wochen eingefroren (dabei bilden sich die Microkristallisationskeime) und dann in den Kühlschrank umgesetzt. Was dann im Kühlschrank beim Auftauen auf 8 Grad passiert ist umwerfend.

Ok, das hört sich gut an. Mich nervt das ewige warten bis der Honig gerührt werden kann. Meine Kunden fragen mir Löcher in den Bauch und ich schau dem Honig beim kristallisieren zu...
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon HaroldBerlin » 5. Oktober 2017, 11:36

halloersmal hat geschrieben:Hallo, wie kann ich flüssigen Blütenhonig schnell kristallisieren lassen? Wird der im Kühlschrank oder Gefrierschrank schneller kristallin?


Bitte beachten: Honig - wie auch alle anderen Lebensmittel, die eingefroren wurden - MUSS nach dem Lebensmittelrecht entsprechend deklariert werden!

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjSlpOco9nWAhVBM5oKHSyRD-QQFgg2MAI&url=https%3A%2F%2Fwww.gesetze-im-internet.de%2Ftlmv%2FTLMV.pdf&usg=AOvVaw1DnYCcJoHb8AkihVJVL3s0
Nichts schmeckt so gut wie der eigene Honig!
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon Epoché » 5. Oktober 2017, 13:00

@HaroldBerlin:
Ich bin jetzt kein Jurist und habe von dieses Gesetz auch zum ersten Mal gelesen.
Aber gilt das nicht nur für Lebensmittel die tiefgekühlt in den Verkehr gebracht werden!? Der Honig wird ja nicht tiefgekühlt verkauft sondern stand zwischenzeitlich halt einfach nur sehr kalt / war mal tiefgekühlt, aber ist kein tiefgekühltes Lebensmittel. Für mich liest sich das so, dass tiefgekühlt nur das genannt werden DARF, was die dort beschriebenen Bedingungen erfüllt und nicht, dass alles tiefgekühlt genannt werden muss, was mal einzelne Bedingungen davon erfüllt hat.
Aber vielleicht gibt es dazu schon wieder eine andere Verordnung? Man weiß ja nie, in unserem Verordnungsdschungel. Oder ich lese falsch, was ja auch sehr gut möglich ist.
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon Angie » 5. Oktober 2017, 13:36

Wer meinen link, weiter oben mit dem Hinweis aufs Simon´s Erläuterungen ankliclt, findet dort auch die Verlinkung zu den gesetzlichen Bestimmungen, die bei (ehemals) tiefgekühlten lebensmitteln, also auch bei Honig greifen.

Dies gilt für alle Lebensmittel, die mal tiefgekühlt waren, auch wenn sie jetzt wieder aufgetaut wurden.
Für Honig wird dort auch keine Ausnahme gemacht, ob man diese einführen sollte, ist ein anderes Thema.
Es geht dabei auch nicht darum ob es schädlich wäre, sondern nur um das Recht des Kunden dies zu erfahren.

Bei Fleisch weiß man ja schon, dass es nicht mehr als einmal eingefroren sein sollte und auch Fleisch muss gekennzeichnet sein, wenn es einmal eingefroren und nun wieder zum Verkauf aufgetaut wurde.

Bei Honig ist es, so glaube ich, noch nicht ausführlich untersucht worden, was das Einfrieren mit ihm genau anstellt.
Das Einfrieren an sich verdirbt den Honig sicher nicht, das ist klar, könnte ihn aber gemäß dem Einfrieren anderer Lebensmittel auch verändern und daher muss es für den Verbraucher gekennzeichnet sein.

Auch ein ehemals eingefrorener Brocolli ist und schmeckt anders als ein frischer.

Soweit die Lebensmittelregel. Ist halt so. Genauer nachzulesen und zu finden im oben genannten link von Simon.
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon Angie » 5. Oktober 2017, 13:41

Soweit die Lebensmittelregel. Ist halt so. Genauer nachzulesen und zu finden im oben genannten link von Simon oder jetzt auch hier:
"Beitragvon FranzBurnens » 22. März 2016, 10:00
=> Lebensmittel-InformationsVO (LMIV) - Art. 9

"Bei einem besonderen physikalischen Zustand oder im Falle einer besonderen Behandlung eines Lebensmittels muss beispielsweise grundsätzlich angegeben werden, wenn das Lebensmittel pulverisiert, wieder eingefroren, gefriertrocknet, tiefgefroren, konzentriert, geräuchert, usw. ist (eine Auflistung befindet sich im Anhang VI Teil A LMIV). Ferner muss bei tiefgefrorenen Lebensmitteln, die aufgetaut an den Verbraucher abgegeben werden, grundsätzlich der Hinweis „aufgetaut“ hinzugefügt werden."
https://www.stuttgart.ihk24.de/Fuer-Unt ... ung/684928

Honig = Lebensmittel"

In der Verlinkung aufgeführt unter: 2.1 Die Bezeichnung des Lebensmittels (früher „Verkehrsbezeichnung“)
Zuletzt geändert von Angie am 5. Oktober 2017, 13:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon Epoché » 5. Oktober 2017, 13:46

Ah, danke noch mal für den Hinweis! Den Link oben habe ich übersehen.
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon Hamamelishonig » 5. Oktober 2017, 15:49

HaroldBerlin hat geschrieben:
Bitte beachten: Honig - wie auch alle anderen Lebensmittel, die eingefroren wurden - MUSS nach dem Lebensmittelrecht entsprechend deklariert werden!.... von 1991, gabs da schon Honig aus Gefrierschraenken ?

[]


Cooler Link ß) Ich halte dagegen mit einem aktuelleren Link von 2014

https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/Kennz ... cId=431912

Wie heisst es da....Auftauhinweis

Im Falle von Lebensmitteln, die vor dem Verkauf tiefgefroren wurden und aufgetaut verkauft werden, wird der Bezeichnung des Lebensmittels der Hinweis "aufgetaut" hinzugefügt. Diese Anforderung gilt nicht für:


Lebensmittel, bei denen das Einfrieren ein technologisch notwendiger Schritt im Herstellungsprozess ist, oder .... da steht was zur Qualität... wenn sie keine negativen Auswirkungen auf Qualität hat....

Und das ist es j)) Da hab ich mal wieder Glück gehabt...
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon waldimker » 5. Oktober 2017, 17:08

In den USA, wo Wabenhonig durchaus vermarktbar ist, wird dieser in der Regel zuvor eine Weile eingefroren, um evtl. Eier der Wachsmotten (kleine) abzutöten.

In den USA gbt es wohl KEIN MHD für Honig...
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon Epoché » 5. Oktober 2017, 17:36

Hamamelishonig hat geschrieben:
HaroldBerlin hat geschrieben:
Bitte beachten: Honig - wie auch alle anderen Lebensmittel, die eingefroren wurden - MUSS nach dem Lebensmittelrecht entsprechend deklariert werden!.... von 1991, gabs da schon Honig aus Gefrierschraenken ?

[]


Cooler Link ß) Ich halte dagegen mit einem aktuelleren Link von 2014

https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/Kennz ... cId=431912

Wie heisst es da....Auftauhinweis

Im Falle von Lebensmitteln, die vor dem Verkauf tiefgefroren wurden und aufgetaut verkauft werden, wird der Bezeichnung des Lebensmittels der Hinweis "aufgetaut" hinzugefügt. Diese Anforderung gilt nicht für:


Lebensmittel, bei denen das Einfrieren ein technologisch notwendiger Schritt im Herstellungsprozess ist, oder .... da steht was zur Qualität... wenn sie keine negativen Auswirkungen auf Qualität hat....

Und das ist es j)) Da hab ich mal wieder Glück gehabt...


Haha, sag ich doch - Dschungel (8;) :bigrin:
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon Angie » 5. Oktober 2017, 21:10

Man kann noch weitergraben, auf dieser Seite
https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Down ... _2015.html
findet man auf der Seite 20 der ALS Stellungnahme der 105 Sitzung in 2015
noch Folgendes:

Stellungnahme des Arbeitskreises Lebensmittelchemischer Sachverständiger
der Länder und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit (ALS)

Auf der Grundlage von § 8 Nr. 6 der Geschäftsordnung veröffentlicht der Arbeitskreis Lebensmittelchemischer
Sachverständiger der Länder und des Bundesamtes für Verbraucherschutz
und Lebensmittelsicherheit (ALS) die auf der 105. Sitzung am 14. und 15. April 2015
in Dresden beschlossene fachliche Stellungnahme:

Stellungnahme Nr. 2015/20:
Auftauhinweise bei Lebensmitteln

Sachverhalt/Frage:
Gemäß Anhang VI Teil A Nr. 2 der VO (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV) muss im Falle von Lebensmitteln,
die vor dem Verkauf tiefgefroren wurden und aufgetaut verkauft werden, der
Bezeichnung des Lebensmittels der Hinweis „aufgetaut“ hinzugefügt werden. Diese Anforderung
gilt allerdings nicht für Lebensmittel, bei denen das Auftauen keine negativen Auswirkungen
auf die Sicherheit oder Qualität des Lebensmittels hat (s. Nr. 2 Buchst. c)).
Wann hat das Auftauen eines Lebensmittels keine negativen Auswirkungen auf seine Sicherheit
oder Qualität, so dass ein Auftauhinweis in diesem Fall entfallen kann?

Beschluss:
Die unvermeidlichen stofflichen und strukturellen Veränderungsprozesse durch Einfrieren
und Wiederauftauen von Lebensmitteln bringen praktisch immer einen Qualitätsverlust hinsichtlich
der Sensorik und der weiteren Lagerfähigkeit für die Erzeugnisse mit sich. Das
Ausmaß kann nur im jeweiligen Einzelfall festgestellt werden, allerdings ist davon auszugehen,
dass es in der Regel nicht unerheblich ist.
Die in Erwägungsgrund 28 zitierte Butter sowie vergleichbare Fetterzeugnisse sind als quasi
legal definierte Ausnahmen von der Verpflichtung zu einem Auftauhinweis zu betrachten.
Ebenso sind die in Anhang VI Teil A Nr. 2 b) der LMIV genannten Lebensmittel, bei denen
das Einfrieren ein technologisch notwendiger Schritt im Herstellungsprozess ist, von dem
Auftauhinweis ausgenommen.
Darüber hinaus wird bei Fehlen eines Auftauhinweises kritisch zu hinterfragen und ggf.
durch den Produktverantwortlichen zu belegen sein, ob durch Einfrieren und Wiederauftauen
des Produktes tatsächlich kein nennenswerter Verlust an seiner Sicherheit oder Qualität
eingetreten ist.
Unabhängig davon sind anderslautende spezialrechtliche Regelungen, wie z. B. VO (EU) Nr.
1379/2013, zu beachten.


Tja, alles nicht so einfach---was?
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Re: Wie Honig schnell kristallisieren lassen?

Beitragvon halloersmal » 24. Oktober 2017, 14:19

Hamamelishonig hat geschrieben:Simon die Methode der Gefrierkristallisation publiziert hat, wende ich diese konsequent aus purer Faulheit sowohl bei Blüten- oder Sommerhonigen an. Diese funktioniert perfekt. Der Honig wird abgefüllt, zwei Tage im Warmen stehen gelassen, dass er komplett entschäumt, dann ca. zwei Wochen eingefroren (dabei bilden sich die Microkristallisationskeime) und dann in den Kühlschrank umgesetzt. Was dann im Kühlschrank beim Auftauen auf 8 Grad passiert ist umwerfend.

das habe ich ausprobiert: Sommerhonig 2 Wochen ins Gefrierfach und dann bei 8 Grad im Kühlschrank 3 Tage auftauen lassen. Bei mir tut sich nix, gaaar nix. Immer noch die gleiche Konsistenz wie zuvor. Was habe ich falsch gemacht?
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