Honigverkauf/Honigprüfung/Honigprämierung 2017

Honig, Bienenwachs, Propolis, Pollen

Honigverkauf/Honigprüfung/Honigprämierung 2017

Beitragvon Angie » 8. April 2017, 11:38

Aus dem Thema Völkerverkauf 2017 zitert, damit wir dort nicht zu sehr vom Thema abweichen.

waldimker hat geschrieben:Das seh ich auch so.
Kenne einen BSV, der seine Bienen eben als Hobby hält. Und Honig noch von 2011 und vllt. früher im Keller stehen hat. Der verkauft für 3,50 und so...
... damit er den Keller leer kriegt?
Solche Imker sollten
a) weniger Bienen halten
b) mal eimerweise in den Großmarkt oder an andere Imker verkaufen, d.h. sich mal um den VERTRIEB kümmern
c) statt andern die Preise zu versauen

Ich bin mittlerweile nicht mal mehr der teuerste im Tal. Der Waldhonig wird vom Vereinsvorsitzenden mittlerweile für 8 Euro das Glas verkauft. Da wir praktisch ausverkauft sind, ziehen wir nicht nach. Die neue Ernte kriegt aber einen neuen Preis.

Die Einheimischen holen sich das Glas für 5 Euro vom Nachbar. Ist allerdings ne Plörre, die ich nicht essen möchte. Mal über Wabenhygiene nachdenken?

Bei uns halten die Touristen oder die Tages-Ausflügler und nehmen - als Wiederholungstäter - dann oft mehrere Gläser aufs Mal mit. Und strahlen beim Zahlen.
Bis jetzt hatten wir 7,50 für Waldhonig, 6,50 für Frühtracht und 5,50 für reinen Rapshonig (der sich schlecht verkauft bei uns aber mittlerweile auch fast weg ist). In dem einen Laden (ein Bioladen) wo wir auch verkaufen, kostet das dann 7,95 und 6,95. War weg wie nix. Aber da verkaufen wir erst wieder die neue, dann "bio"-zertifizierte Ware.
Muss demnächst mal gucken, was meinen Immen in die Honigräume gebracht haben bis dato.... Im Süden scheint ja das einzig bienenverträgliche wetter zu sein dies Frühjahr.
Zuletzt geändert von Angie am 8. April 2017, 11:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Honigverkauf/Honigprüfung/Honigprämierung 2017

Beitragvon Angie » 8. April 2017, 11:39

Ebenfalls übernommen:

FranzBurnens hat geschrieben:
propolis hat geschrieben: zahlt gerne 6-7 Euro für ein Glas Blütenhonig, von dem sie wissen, dass er regional und sorgfältig erzeugt wurde.

Wo wir schon mal beim Honigverkauf sind:

Mehrere angesprochene "Fein"-Kostläden hier im Umfeld zeigen null Interesse am Honig aus der Nähe. Verkaufen lieber Spezialitäten von weit-weit weg ("Berliner", Provence etc.), wenn es nur entsprechend hochwertig anmutend und -preisig aufgemacht ist. Die Chichi-Kunden greifen da bedenkenlos zu.

Und von wegen "sorgfältig" erzeucht: Vertrauen ehrt die Kleinimker - aber ist es auch berechtigt?
Es geht die Kunde, dass bei den bundesweiten Marktkontrollen des DIB ein gutes Drittel der Proben zu Beanstandungen geführt hat. Die Gründe waren natürlich vielfältig. - Und das sind die mit dem herausragenden Qualitätsversprechen.

Über das Angebot in Neutralgläsern kann man da nur spekulieren.
Als Kunde werde ich wohl kaum erfahren, ob ich mit meinem Frühstücksbrötchenbelag eine Qualität erwischt habe, die keine Mängel aufweist.

Eine Empfehlung wäre vielleicht, dass man bei Produzenten kauft, die sich - erfolgreich - an den Prämierungen beteiligen. Solche Imker zeigen damit zumindest, dass sie sich um Sorgfalt bemühen.
Auch da gibt es genug Ausschlüsse wegen nicht erfüllter Anforderungen.
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Re: Honigverkauf/Honigprüfung/Honigprämierung 2017

Beitragvon Angie » 8. April 2017, 11:40

Die Honigprüfung würde schon reichen, da muss man zunächst gar nicht an einer Prämierung teilnehmen, die zudem auch teurer kommt.
Die Analyse der Prüfung könnte man den Kunden auf Anfrage zeigen.

Übrigens:
Sowohl beim VBB wie auch beim DIB gibt es eine gewisse Menge geförderte Honiggutscheine, mit denen die Imker ihre Honigprüfung etwa zu 75% bezuschusst bekommen. Beim VBB sind es z.B. 75 Gutscheine für etwa 4000 Mitglieder. Beim DIB sind die Verhältnisse ähnlich.
Von den Honiggutscheinen wird aber nur eine gewisse Menge abgerufen.
Das heißt, dass viele Imker ihren Honig gar nicht prüfen lassen sondern nur "glauben", dass er super ist.

Natürlich ziehen die Verbände auch Blindproben ein, die begutachtet werden. Das ist aber auch wiederum nur ein Bruchtel des in den Markt gelangenen Honigs.
Also ich will damit sagen, abgesehen von Betriebsprüfungen, die ja auch nur stichprobenhaft durchgeführt werden können, wird viel Honig von Hobbyimkern verkauft, wo der Imker gar keine Analyse hat machen lassen, aber trotzdem selbstbewusst € 6,95 oder mehr verlangt.

Damit meine ich nicht Imker, die regelmäßig auf dem Markt stehen oder ihren Honig über Läden verkaufen. Die sollten natürlich sowieso eine Analyse gemacht haben, da sie ja auch größere Mengen in den Markt geben.
Da sind die vielen kleinen Imker in der Pflicht, die eine gewisse Menge an Honig an der Haustür verkaufen und noch nie eine Analyse haben machen lassen, oder meinen alle 5 Jahre muss auch reichen.

Außerdem neigen ja auch viele dazu im Freundes- , Bekannten- und Familienkreis, die erwartenden Sonderpreise zu gewähren.....
das kenne ich z.B. auch, dass fremde Käufer eher bereit sind, die entsprechenden Preise zu bezahlen.

Ich habe übrigens auch schon als Tourist teure schlechte Qualität eines Imkers in der Nähe vom Chiemsee gekauft.
Da waren, als ich das Glas zu Hause aufgemacht habe, Blätter in der obersten Schicht des Honigs drin.

P.S. Schlagt mich jetzt nicht gleich alle, ich meine hier natürlich keinen persönlich, aber das mit der Honiganalyse ist auch so ein Tabuthema unter Imkern, die mal zur Sprache kommen muss, wenn es um die Preise geht.
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