Honigbezeichnung

Honig, Bienenwachs, Propolis, Pollen

Honigbezeichnung

Beitragvon AngoraAngy » 31. Januar 2017, 23:31

Hallöchen
Gibt es eigentlich Vorschriften zur Bezeichnung der Konsistenz von Honig? Flüssig und cremig, klar. Aber darf ich meinen Honig z.B. "feinkörnig" nennen? Ich hab nämlich probiert cremigen Honig zu erzeugen, aber aus Zeitmangel zu wenig gerührt. Das Ergebnis ist das, was meine Mutter begeistert, die mag eher kristalligen Honig, den man auf der Zunge fühlt, minimal sandig, zergeht aber sehr schnell und ist trotzdem cremig. Halt nicht "feincremig" oder "feinsteif". Wurde mir übrigens auch von anderen Leuten so erzählt, man kennt den Honig so aus der Kindheit. Ich mag es auch sehr gern so.
Hab mir mal ein Etikett gebastelt, ist nur Schwarzweiß weil mein Etikettendrucker mit Thermotransfer arbeitet.
Bild
Ich hoffe ich habe alle Bestimmungen eingehalten. Herkunftsland, Sortenbezeichnung, Adresse des Imkers, Füllmenge, MHD. Fehlt noch was?
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
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Re: Honigbezeichnung

Beitragvon Epoché » 1. Februar 2017, 05:13

He,

da fehlt noch der Lagerhinweis. Formulierung z.B.: "Trocken, dunkel und vor Wärme geschützt lagern"
Füllmenge ist vermutlich zu klein gedruckt.

Ob du mit dem FlowHive werben darfst, weiß ich nicht. Ich würde es unbezahlt jedoch nicht machen ^^

Viele Grüße,
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Re: Honigbezeichnung

Beitragvon Sauzahn » 1. Februar 2017, 07:13

Hallo,

Wenn du in mehreren Chargen abfüllst, solltest du über eine Losnummer nachdenken. Persönlich unterscheide ich auf meinem Etikett noch zwischen Frühtracht und Sommertracht.

Ganz wichtig aber ist der Hinweis darüber, was mit dem leeren Glas geschehen soll.

Ich finde die gewählte Schrift für Überschriften gut, für die kleingedruckten Stellen ist sie aber schwer lesbar.

Gruß
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Re: Honigbezeichnung

Beitragvon dadantus » 1. Februar 2017, 09:08

Hallo,
einige Unstimmigkeiten gibt es noch auf deinem Etikett. Siehe hierzu bitt auch folgenden http://www.etikettenwissen.de/wiki/Honigetiketten in dem nach meinem wissen alles beschrieben ist.
Zur Bezeichnung und Art von Honig sollte die Honigverordnung und/oder Lebensmittelkennzeichnungsverordnung Aufschluss geben.

Gruß
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Re: Honigbezeichnung

Beitragvon Angie » 1. Februar 2017, 09:54

Soweit ich weiß gibt es zur Konsistenz des Honigs keine Angabenpflicht.

Der Honig verändert sich ja auch und wird von flüssig zu fest, oder von feinkörnig zu steinhart, wenn Du Pech hast.
Ich meine damit, dass Du dem Kunden nicht versprechen kannst, dass der Honig auch bei richtiger Lagerung dauerhaft feinkörnig bleibt.
Und das wird er sicher nicht. Es werden auch nicht alle Deine Kunden Deinen Honig innerhalb kürzester Zeit verbrauchen.

Schau mal hier in die Honigbroschüre der LWG.

Auch hier findest Du außer anderen Infos ab Seite 30 Hinweise zu gesetzlichen Bestimmungen für das Etikett.

https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bie ... igkurs.pdf

Besonders aufpassen muss man auch immer bei der Sortenbezeichnung.
Wenn Du nicht wirklich weißt, dass es ein Blütenhonig ist, solltest Du einfach nur Frühjahrs- oder Sommerhonig schreiben.

Es sind schon öfters Honige beanstandet worden, die völlig in Ordnung waren, aber soviel Blatthonigtracht enthielten, dass Blütenhonig nicht mehr stimmte.
Ab und zu liest man in den Bienenzeitschriften davon.
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Re: Honigbezeichnung

Beitragvon FranzBurnens » 1. Februar 2017, 10:15

Mit "feinkörnig" etc. sollte man insofern vorsichtig sein, als man sich damit bis zum MHD-Ablauf festlegt. Sollte der Honig bis dahin z.B. ordentlich fest werden, wäre damit eine falsche Bezeichnung gegeben. Es gilt ja nicht nur der Zustand zum Zeitpunkt des Verkaufs.
Deshalb sind solche Mitteilungen besser auf einem Zusatzetikett/-Zettelchen angebracht, worauf dann auch einiges über die sonstigen Aspekte der Honigeigenschaften, Entstehung etc gesagt werden könnte.

Ähnliches gilt für die Sache mit dem Flowhive:
könnte man streng genommen als Verwirrung der Verbraucher sehen. Normalen Käufern wird das nichts sagen, höchsten: liegt das irgendwo in Deutschland?
Zugelassen sind also regionale Herkunftsbezeichnungen. Oder etwaige sonstige Zutaten.

Mglw. hat noch niemand versucht, auf seinen Gläsern damit zu werben, dass der Inhalt aus Plastikwaben, Styroporbeuten oder verrosteten Schleudern stammt. Weil keine Faktoren, die die Qualität positiv beeinflussen (hoffentlich auch nicht beeinträchtigen).
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Re: Honigbezeichnung

Beitragvon Angie » 1. Februar 2017, 11:58

Kleine Ergänzung : Für Honiggläser gilt auch die siebte Novelle der Verpackungsverordnung
Durch das Befüllen der Gläser wird dieses zur Verpackung.

Man muss daher als Imker auch deutlich dokumentieren, dass man die Gläser zurücknimmt.

Imker, die Neutralgläser verwenden, müssen, da sie die Erstinverkehrbringer sind, sich einer Firma des dualen Systems anschließen und die Lizensen dafür entrichten, dass ihre Kunden die Gläser auch in den Glaskontainer werfen können. Es sei denn, sie können es ermöglichen, dass alle ihre Kunden die Gläser auch zurückbringen.

Siehe auch hier besonders Seite/Folie 20

https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bie ... _honig.pdf

Schon gewusst?
Zuletzt geändert von Angie am 1. Februar 2017, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Honigbezeichnung

Beitragvon jakobleipzig » 1. Februar 2017, 14:00

Und auf dieser Seite steht:
"Die Rückgabe der Mehrwegverpackung muss regelmäßig angeboten werden!"

Woraus schlussfolgerst Du, dass ich garantieren muss, dass die Kunden die Gläser zurückbringen?
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Re: Honigbezeichnung

Beitragvon Angie » 1. Februar 2017, 14:39

Sorry, gut, dass Du fragst, da steht nicht garantieren sondern gewähren! Mein Fehler!!!
Das heißt also "ermöglichen kann"!! Ich ändere es oben direkt nach.

Das habe ich übrigens auf Seite 36/37 des neuen Sonderheftes " Honig Spezial" des Deutschen Bienenjournals gelesen.
Dort wird es genau erklärt. Leider kann ich den Artikel des neuen Heftes nicht einscannen, aber es kann hier bestellt werden:

https://shop.bauernverlag.de/Sonderheft ... n-Journal/

Hier habe ich noch etwas vom DIB gefunden, nicht ganz aktuell aber ich denke das Wichtgste gilt da noch.

http://deutscherimkerbund.de/userfiles/ ... rdnung.pdf

Zitat:

"Durch das Befüllen des Imker-Honigglases mit Echtem Deutschen Honig wird dieses Glas zur Verpackung. Wenn der Imker am Ort des Verkaufs nun deutlich dokumen-
tiert, dass er die Gläser zurücknimmt, muss er sich nicht zwingend an einem Dualen System beteiligen.
Dies kann er dadurch, dass er
- Pfand erhebt,
- einen entsprechenden Aufkleber auf dem Glas verwendet,
- in der Verkaufsstelle mit einem Plakat
deutlich auf die Rücknahme hinweist oder
- im eigenen Laden oder im Einzelhandel
einen Korb für die gebrauchten
Imker-Honiggläser aufstellt und um Rückgabe der Gläser bittet. "

Zitat Ende
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