Wachsmotten und Mittelwände

Honig, Bienenwachs, Propolis, Pollen

Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon kurt » 7. Dezember 2016, 13:14

Als Neuling ist mir bereits bekannt, dass Wachsmotten ausgebaute Waben gegenüber Mittelwänden bevorzugen...

Aber vermutlich ist es so, dass im Bedarfsfall (nix anderes da) auch Mittelwände befallen werden, oder?

Ich frage, weil ich gesehen habe, dass meine Imker-Partnerin (sie imkert jetzt im zweiten Winter) einige Dutzend eingelötete Mittelwände relativ offen im Haus überwintert (UG, teilweise beheizt, Raumtemperatur meist ca. 16 °C), eingehängt in Zargen.

Sollten wir das anders machen, oder ist das im Prinzip OK?
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Re: Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon FranzBurnens » 7. Dezember 2016, 13:32

kein Problem damit
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Re: Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon Simon » 7. Dezember 2016, 13:44

Getrennt gelagert ohne Kontakt zu bebrüteten Waben sind Wachsmotten keine Gefahr für saubere ausgebaute Waben und Mittelwände, einzelne Larven hinterlassen evtl. Gänge aber richten keinen Schaden an. Aber aufgepasst bei einer gemischten Lagerung von stark befallenen Wachsmottenwaben und Unbebrüteten, selbst Mittelwände werden dann perforiert.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon Simon » 7. Dezember 2016, 13:51


https://www.youtube.com/watch?v=15JlY1hcPjE&t=1s
Eine gewisse Ästhetik hat das, das ist echt biologisch, wie den Motten die Panschwaben schmecken?

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Unbebrütete Wabe neben stark befallenen gelagert.
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Re: Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon kurt » 7. Dezember 2016, 20:51

Simon hat geschrieben:Getrennt gelagert ohne Kontakt zu bebrüteten Waben sind Wachsmotten keine Gefahr für saubere ausgebaute Waben und Mittelwände, einzelne Larven hinterlassen evtl. Gänge aber richten keinen Schaden an. Aber aufgepasst bei einer gemischten Lagerung von stark befallenen Wachsmottenwaben und Unbebrüteten, selbst Mittelwände werden dann perforiert.

Danke, Simon. Sehr hilfreiche Auskunft :thumbsup:

Danke auch für Bilder und Video in Deinem anderen Beitrag.
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Re: Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon bob » 8. Dezember 2016, 08:10

kurt hat geschrieben:
Simon hat geschrieben:Getrennt gelagert ohne Kontakt zu bebrüteten Waben sind Wachsmotten keine Gefahr für saubere ausgebaute Waben und Mittelwände, einzelne Larven hinterlassen evtl. Gänge aber richten keinen Schaden an. Aber aufgepasst bei einer gemischten Lagerung von stark befallenen Wachsmottenwaben und Unbebrüteten, selbst Mittelwände werden dann perforiert.

Danke, Simon. Sehr hilfreiche Auskunft :thumbsup:

Danke auch für Bilder und Video in Deinem anderen Beitrag.


... und was lernen wir daraus? :pillepalle:
Bebrütete Waben nach der Entnahme zügig einschmelzen 8))
Gruß bob
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Re: Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon Immenfreund » 9. Dezember 2016, 12:16

Simon hat geschrieben:

Eine gewisse Ästhetik hat das, das ist echt biologisch, wie den Motten die Panschwaben schmecken?
...

da mein Neffe Mehlwürmer zum Essen für schlechtere Zeiten züchtet, ist bei mir da nicht viel Ästhetik auch nicht eine gewisse zu erkennen, mir schlägt sich das negativ auf den Magen.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon waldimker » 9. Dezember 2016, 12:42

ich denke, genug hunger und...
...möchte nicht wissen, was zu kriegszeiten alles gefuttert wurde.
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
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Re: Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon Karlheinz » 9. Dezember 2016, 12:58

waldimker hat geschrieben:ich denke, genug hunger und...
...möchte nicht wissen, was zu kriegszeiten alles gefuttert wurde.


dazu benötige ich nicht mal Hunger. Wachsmottenraupen habe ich zwar nocht nicht probiert, aber jede Menge anderer Maden. Sie schmecken nussig, haben frittiert die Konsistenz von Pommes, außen eher knusprig, innen weich-cremig und sie sind sehr nahrhaft.
In anderen Kulturen versteht man oft nicht, wie wir Käse lieben können. Ich mag beides.
Alles eine Frage der Konditionierung.
Gruß
Karlheinz
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
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Re: Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon bob » 9. Dezember 2016, 13:22

Karlheinz hat geschrieben:
waldimker hat geschrieben:ich denke, genug hunger und...
...möchte nicht wissen, was zu kriegszeiten alles gefuttert wurde.


dazu benötige ich nicht mal Hunger. Wachsmottenraupen habe ich zwar nocht nicht probiert, aber jede Menge anderer Maden. Sie schmecken nussig, haben frittiert die Konsistenz von Pommes, außen eher knusprig, innen weich-cremig und sie sind sehr nahrhaft.

Gruß
Karlheinz


.. da schüttelt es mich.
Da weißt ja: was der Teufel nicht kennt, ....
Gruß bob
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Re: Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon HaroldBerlin » 13. Dezember 2016, 13:59

Immenfreund hat geschrieben:da mein Neffe Mehlwürmer zum Essen für schlechtere Zeiten züchtet, ist bei mir da nicht viel Ästhetik auch nicht eine gewisse zu erkennen, mir schlägt sich das negativ auf den Magen.


Das musst Du auch gar nicht selbst essen, als Bienenmaden (was natürlich Unfug ist ), sind Wachsmottenlarven bei Anglern, Geflügel und Forellen beliebt.
Nichts schmeckt so gut wie der eigene Honig!
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Re: Wachsmotten und Mittelwände

Beitragvon Bernhard » 13. Dezember 2016, 22:23

Bei mir gibts keine bebrütete Waben oder sonstigen Abfall der Wachsmotten anlockt.

Das Wabenlager sollte kalt sein.

Keinerlei Problem damit.
Höhenlage meines Bienenstandes: 320 m über Normalnull
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