Bienenwachsverfälschung

Honig, Bienenwachs, Propolis, Pollen

Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Simon » 2. September 2016, 11:27

Eine aktuelle Warnung über ein altes leidiges Thema, die Streckung des einzigartigen cera alba mit diversen petrochemischen und pflanzlichen Ölen/Fetten.
http://imkerverbandrheinland.de/cms/wp- ... Handel.pdf
858
Schon im April gab es erste Meldungen über gemiedene Mittelwände und verdächtige Analysen mit hohem Kohlenwasserstoffanteil. Da es ganz unterschiedliche Schadmeldungen gibt, ist mit einer Streckung in unterschiedlicher Konzentration zu rechnen, es gibt Berichte über den Vertreib von vollständig synthetischem Wachs, die "Chinaplatte" wird ganz ungeniert auf den dortigen Handelsplattformen angeboten. Es bleibt zu hoffen dass die aktuellen Anstrengungen zur Rückverfolgung der Vertriebswege Aufklärung bringen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon bob » 2. September 2016, 18:27

in diesem Zusammenhang mache ich mir meine Gedanken,
ob der Wachsumarbeiter, bei dem ich meine Wachsblöcke zu Mittelwänden umarbeiten lasse,
das eingesandte Wachs "streckt". :o :no: :popo:
Gruß bob
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Simon » 2. September 2016, 20:37

Da ist mehr als Vertrauensvorschuss nötig um die Seriösität einer Wachsumarbeitung zu unterstreichen. Denkbar wären gemeinsam gezogene und verschlossene Proben um im Zweifel für eine Analyse 20g Probenmaterial vorzuhalten, das macht Aufwand und Kosten, vielleicht muss der Preis für die Umarbeitung nochmals überdacht werden? Der Aufwand der Umarbeitung mit der Klärung und Vorbereitung ist erheblich, mit schrumpfender Chargengröße steigt der Aufwand zusätzlich. Steht man selbst an einer Gußform ist das ein gutes Gefühl das echte Wachs zu riechen, ab einer bestimmten Wachsmenge schrumpft das gute Gefühl, durch Zwang verdrängt. Ich schwanke momentan ob das Wachs das Haus nochmals zur Umarbeitung verlässt, her mit den Lösungen!
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon AngoraAngy » 2. September 2016, 21:09

Umstellung auf Naturbau. Da gibts keine Pfuscher dazwischen.
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Simon » 2. September 2016, 21:20

Ich habe einige Völker auf Naturbau, aber der "Umstieg" ist nach meiner Ansicht nicht gleichwertig und in mancher Hinsicht ein Abstieg.
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon AngoraAngy » 3. September 2016, 06:01

Inwiefern? (Fragte der lernwillige Einsteiger) ich lese sehr gern die Seite von Michael Bush (http://bushfarms.com/beesfoundationless.htm) und die Argumente, die er für das imkern ohne Mittelwände vorbringt, klingen mir sehr logisch...
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Simon » 3. September 2016, 06:50

Es liest sich alles schön aber rauskommen tun dann Drohnen, Drohnen dort wo man keine will und das Volk nächstes Jahr auch keine machen würde, drohnenreiche Willkür, das gibt im Mai mal kurzerhand 5-6 Drohnenwaben im Brutraum, im Honigraum überwiegend Drohnen. Bei manchen Völkern steht man dann ohne sinnvollen frischen Wabenbau da, außer eben Drohnenwaben, hunderte die im Herbst frisches Wachs bringen, ausgeschmolzen. Sinnvoll mit weniger Drohnen gehts erst ab Juni, aber dieses Zeitfenster auszunutzen um Rähmchen zwischenzufummeln oder umzuhängen muss man erst mal haben, wenn der Schwarmteufel zuschlägt und keine Tracht herrscht gehts doppelt schief. Im ganzen Artikel von M. Bush steht kein Wort über Drohnen, da steht auch nichts darüber was Drohnenzellen auf Waben mit 32mm Abstand anrichten und was da sonst noch mit der Brut passiert, das sieht dann auch aus wie gepanschtes Wachs. Naturbau spart Mittelwände ein, aber nicht zu jeder Zeit.
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon bob » 3. September 2016, 07:27

meine Erfahrung mit Naturbau beschränkt sich auf Naturbau in Ablegern. Da funktioniert er recht gut.
Die Wirtschaftsvölker bestücke ich mit ausgeschleuderten Honigwaben soweit vorhanden und mit Mittelwänden, die ich aus eigenen Wachsblöcken umarbeiten lasse.

Bislang war ich der Meinung, dass diese Betriebsweise einen geschlossenen Wachskreislauf darstellt.

Mittelwände selbst zu gießen erschien mir seither zu aufwändig und dazu kommt, dass ich mit meinen bisherigen Mitteln nicht in der Lage bin, die hohen Temperaturen zu fahren, um das Wachs zu entseuchen (AFB...).

Also, was tun?
Kann ich meinem bisherigen Umarbeiter vertrauen?
Muss ich einen neuen suchen?
Oder gieße ich doch selbst?

Diese Fragen sind im Laufe des Winters zu klären, denn mein Vorrat an Mittelwänden geht gegen "0"
Gruß bob
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon AngoraAngy » 3. September 2016, 08:27

Mir ist natürlich klar dass ich als Anfänger mit eurer Erfahrung nicht mithalten kann. Und dass ich vielleicht an ein paar Dinge zu idealistisch rangehe. Aber ich habe meine Völker mit Leerrahmen, teils mit Anfangsstreifen, versorgt, die ich zwischen die ausgebauten Waben gehängt habe. Ich habe keinesfalls nur Dronenbau erhalten, die Bienen machen nur so viele Drohnen, wie sie brauchen. Es gibt freilich gemischte Waben, eine Hälfte Drohnenbau, die andere Hälfte Arbeiterzellen. Die Drohnenwaben werden jetzt mit Honig gefüllt, während die Arbeiterzellen weiterhin bebrütet werden. Ich habe Michael gebeten, da ein Statement drüber zu verfassen, bin gespannt auf seine Antwort ^^
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Sanny » 3. September 2016, 08:32

Für mich ist überhaupt fraglich, wie sauber ist mein Wachs, wenn ich vorher die Mittelwände irgendwo gekauft habe. :hmm:

Mir viel dieses Jahr beim Wabenschmelzen im Sonnenwachsschmelzer bei einen Volk die Farbe des Wachses aus.
Es war hellgelbblass durchscheinend, roch kaum nach Wachs(stinkt eher aber nicht nach Rauch eher wie Öl)) und ist zäh wie Gummi, d.h die 1cm dicke Platte brach nicht durch sondern verbog sich!!!!
Ich breche meine Wachsplatten aus dem Schmelzer immer durch, sonst passen sie nicht in den Eimer, deshalb habe ich den Vergleich.

Alle 8 Waben aus diesem Volk waren gleich. Interessant bei der Sache ist, dass ich das Volk letztes Jahr umgeweiselt habe, weil es sich überhaupt nicht entwickelte!
2014 kamen diese Waben als HR drauf, 2015 waren sie im oberen Brutraum. Das Volk entwickelte sich sehr schlecht und bekam eine neue F1-Königin. 2016 allerdings war es mein bestes Volk und das Wachs war im unteren BR! Ich erkläre mir das durch die mehrfach bebrüteten Waben, dass es dann für das Volk nicht mehr soviel ausmachte, wenn es schlechtes Wachs hat.

Für mich heißt das jetzt:
Ich habe irgendwo irgendwann schlechtes Wachs gekauft, dass jetzt irgendwo in meinen Völkern ist! :twisted:
Jedesmal, wenn ich jetzt mein Wachs schmelze verteile und verdünne ich das!
Umarbeiten lassen kommt für mich deshalb nicht in Frage! Überhaupt, warum soll ich mir die Mühe machen und es ausschmelzen, denn außer zum Kerzen machen kann ich es nicht verwenden!
Ich werde es auch im Interesse aller anderen Imker nicht an Händler weitergeben! :no:

Meine Aussicht auf nächstes Jahr sind eher trübe, denn ich dachte, endlich muss ich kein Wachs mehr zukaufen und habe mein eigenes! Pustekuchen! Nun habe ich kein reines Wachs! Was bleibt mir anderes übrig, als Biowachs zu kaufen, falls es noch was gibt und auch nicht verfälscht ist und mit Anfangsstreifen im HR zu arbeiten.

Oder sehe ich das Ganze zu schwarz und es ist alles halb so schlimm???

Grübelnde Grüße

Sanny
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Sauzahn » 3. September 2016, 09:01

Hi Simon,

ist das Bild eher symbolisch, oder lässt sich darauf etwas erkennen? Wenn ja, was?

Ich habe mein Wachs bisher immer über (soweit ich das beurteilen kann) seriöse Händler bezogen: Geller, Wagner, Dehner.
Von irgendwelchen Schnäppchen in der Internet-Trödelecke habe ich bislang Abstand genommen.

Sollte nicht jeder in der Lage sein, MW aus 100 % Paraffin haptisch und sensorisch zu erkennen, bevor man sie in die Völker hängt? Und wie wirkt sich ein möglicher Paraffinanteil auf die Honigqualität aus? Leider schweigt sich der Artikel hierzu aus.

Viele Grüße
Sauzahn
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon cooper » 3. September 2016, 11:16

bob hat geschrieben:
Also, was tun?
Kann ich meinem bisherigen Umarbeiter vertrauen?
Muss ich einen neuen suchen?
Oder gieße ich doch selbst?

Diese Fragen sind im Laufe des Winters zu klären, denn mein Vorrat an Mittelwänden geht gegen "0"


Diese Fragen werden wir uns fast alle stellen müssen.
Das ändert aber nichts daran das dss Übel an der Wurzel bekämpft werden muß.
Was wenn die ersten Honiganalysen kommen in denen Parafine nachgewiesen werden ?
Das ganze kann ungeahnte Folgen für alle Imker nach sich ziehen was die Qualität das Honigs angeht.
Bleibt wohl nur die Verwendung von Eigenwachs und das selber gießen der MW übrig oder die Nordwaben aus Plastik.

Gruß
in memoriam Simon
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon mmoe » 3. September 2016, 12:12

Moin!

Entschuldigung, aber das ist Unsinn.

cooper hat geschrieben:Was wenn die ersten Honiganalysen kommen in denen Parafine nachgewiesen werden ?


Nichts.

Zum Ärgern: Dann greifst du zur Schokolade oder Gummibärchen als erste Beruhigung, nimmst ein Stück Käse aus dem Kühlschrank - fragst dich wieder: Rinde mitessen? -, cremst dir das Gesicht wegen der Zornesröte ein, gehst dann zum Bienenstand zum abreagieren, ärgerst dich über die Ameisen und schmierst mit ordentlich Vaseline die Beutenpfosten ein. Fertig. Zufrieden lehnst du dich zurück und isst den glänzenden Apfel aus dem Supermarkt. :thumbsup:

Oh ... alles Emulgatoren (bei Lebensmittel: Konservierung E905), gereinigtes Paraffin oder Paraffin liquid. Mag jeder, isst jeder, benutzt jeder. Ob er will oder nicht. Die Flüsse und Meere sind voll davon - ausgeschieden von uns. Im Honig wird man das schon länger finden, wenn man es darauf anlegt und messen möchte. Das Problem liegt woanders. Nicht an dem verfälschten Wachs. Nicht daran, ob eine Wachsplatte aus 80%,60%,50% oder 2% Paraffin enthält. Das wird seit Jahren der Fall sein. Nicht erst in diesem Jahr. Nicht nur in China.

cooper hat geschrieben:Das ändert aber nichts daran das dss Übel an der Wurzel bekämpft werden muß.


Richtig. Denke ich beim Lesen von Gen3 1-13ff auch immer: Irgendwas war mit dem Apfel los!
Viele Grüße
Marco
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Bandwurm » 3. September 2016, 12:47

Nicht beide Varianten in einen Topf werfen:

Bienenwachs mit Parafin gestreckt gab es ja schon länger.

Aber die Warnung gilt für voll synthetisches Wachs aus China, da ist alles drin, nur kein Bienenwachs, aber auch nicht nur Parafin.
So soll allein dieses Jahr 2 x 16 Tonnen davon importiert worden sein.
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Simon » 3. September 2016, 12:57

Sauzahn hat geschrieben:ist das Bild eher symbolisch, oder lässt sich darauf etwas erkennen? Wenn ja, was?
Das Bild zeigt eine gemiedene Mittelwand aus einer markierten Charge.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon propolis » 3. September 2016, 20:08

Mit meinen paar Völkern - im Moment 7 - fahre ich mit Selbstgießen gut, an zwei Vormittagen hatte ich für mich ausreichend MW zusammen. Lösungsidee: Gemeinschaftlich gute Presse anschaffen und einem oder mehreren interessierten Teenies das MW-Pressen als Schülerjob anbieten.

Oder die Ledder-Werkstätten als Umarbeiter nehmen? Da die sich primär nicht aus den erzielten Gewinnen finanzieren, sondern aus der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen, kann ich mir vorstellen, dass rein konzeptionell das saubere Trennen der Wachschargen ernster genommen wird als beim 1.-Arbeitsmarkt-Umarbeiter.

Naturbau in Ablegern finde ich prima, wenn das Gros der MW sauber ausgebaut wurde, schiebe ich auch gerne mal ein Leerrähmchen ins WV. Sauberst ausgebaute Mittelwände aus dem eigenen Wachs machen mir aber viel mehr Spaß.
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon propolis » 3. September 2016, 20:13

EDITH: Unter Beachtung des Jugendschutzgesetzes, könnte sein, dass heißes Wachs als gefährlich gilt - oder halt Erwachsene mit Nebenjobbedarf.
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon AngoraAngy » 3. September 2016, 21:02

Mr. Bush hat geantwortet:
Of course they won't only build drone. If this was true then bees would be extinct. They build the number that the species requires and no more. Here are some articles on the positive effect of drones:

This study says they also help heat brood: http://link.springer.com/article/10.100 ... 379#page-1
This one says the colony is more productive with adequate drones and drone comb: http://aesa.oxfordjournals.org/content/64/4/954
This one says that there was no significant loss of production in colonies with more drones and drone comb: http://aesa.oxfordjournals.org/content/64/4/954

“...in the presence of male bees, the organism of workers works more effectively, i.e. it utilizes in a better way the components contained in food. It must be stressed that next to the high survival rate in the worker bees consuming carbohydrate food, there occurred also a better development of the pharyngeal glands where protein is particularly necessary. The presence of drones had also a positive effect on the content of total protein and crude
fat in the bodies of worker bees consuming sugar candy.”* This study may change the minds of some beekeepers concerning the value of drones in a colony; their removal may not be as benign as once thought. “
Sanford, M.T. 2002, "Apimondia in South Africa," Bee Culture, Vol. 130 (seven installments: January, February, March, May, July, August, September).

Ich halte den Mann für einen sehr versierten Imker, der über die Jahrzehnte viel ausprobiert und festgestellt hat, daher neige ich dazu, ihm zu glauben was er da schreibt.
Hab das selbst noch nicht alles in Ruhe gelesen. Ich werde bei Gelegenheit und Bedarf eine Übersetzung anfertigen, jetzt ist für mich Schlafenszeit, weil morgen früh 8:00 Dienstberatung ist und anschließend geschätzt so 10h Arbeit auf mich warten...
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Simon » 3. September 2016, 21:52

Zum Thema "mittelwandfreies Imkern" gibts schon einiges: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f ... 463#p20097
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Mike54 » 3. September 2016, 23:02

propolis hat geschrieben:Oder die Ledder-Werkstätten als Umarbeiter nehmen?

Die Ledder-Werkstätten liefern beste Mittelwände aus dem eingesendeten Wachs zurück, sogar die restliche Wachsmenge die nicht ausreichend ist um eine weitere Mittelwände herzustellen wird mit den Mittelwänden zurück geschickt.
Dieser Betrieb stellt Arbeitsplätze für behinderte Menschen zur Verfügung und ist nicht auf Gewinnerzielung aus.
Meine bisherigen Erfahrungen mit den Ledder-Werkstätten sind 100 % zufrieden.
volle Honigtöpfe wünscht
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon bob » 4. September 2016, 10:30

Simon hat geschrieben:Zum Thema "mittelwandfreies Imkern" gibts schon einiges: http://einfachimkern.de/viewtopic.php?f ... 463#p20097




Hallo Simon,

da hast du ja wirklich gute Erfahrungen gemacht, was das Bauverhalten der Bienen im Naturbau betrifft. :)

Kannst du auch eine Aussage hinsichtlich des Honigertrags verglichen mit konventionell geführten Völkern machen? (8;)
Gruß bob
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Simon » 4. September 2016, 11:08

Die Einbusen beim Honigertrag schätze ich minimal, die Auswirkung der Drohnen ist unterschiedlich, ich meine manche Völker gehen durch eine massive Drohnenschwemme ordentlich in die "Knie", sie wirken wie besoffen wenn drei volle Drohnenrahmen auf einmal schlüpfen, möglicherweise wirkt sich das auf die Arbeiterinnenbrutleistung und auch auf die Flugaktivität aus und zwar nicht positiv, die Milben die einem aus dem geköpften Baurahmen entgegenkommen kann zusätzlich ein Folgeproblem geben. Wäre es so einfach wie bei diesem Volk im Video beschrieben und die Ergebnisse in dieser Qualität reproduzierbar, wäre ich schon längst "umgestiegen", diese Variante der Völkerführung bleibt im "Beta-Stadium", es reicht mir ein paar Völker mit größerem Aufwand für weitere Erkenntnis so zu führen.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Marcusgoe » 4. September 2016, 12:21

Sauzahn hat geschrieben:) seriöse Händler bezogen.......

Hallo, leider wollten auch seriöse Händler etwas vom grossen Chinawachsverdienstkuchen ab bekommen.
Einziger Ausweg, einen Wachsumarbeiten, dem man vertrauen kann........
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon bob » 4. September 2016, 17:00

Marcusgoe hat geschrieben:
Sauzahn hat geschrieben:) seriöse Händler bezogen.......


...... Einziger Ausweg, einen Wachsumarbeiten, dem man vertrauen kann........



das ist das große Geheimnis. Wem kann man vertrauen? :shock:
Gruß bob
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Eifelimker » 6. September 2016, 14:01

Hallo zusammen,

also ich habe die Idee nächstes Jahr mit Anfangsstreifen im Honigraum zu arbeiten und so langfristig über die Wabenhygiene das alte möglicherweise verfälschte Wachs aus meinem Wachskreislauf auszuscheiden.

Was haltet Ihr davon?

Beste Grüße

Dirk
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon smurfy » 6. September 2016, 14:10

Servus,

ich habe im Honigraum bisher immer 1-2 Waben Naturbau bauen lassen. Das klappt auch ganz gut. Es werden meistens Drohnenzellen daraus.
Prinzipiell nicht schlimm. Heuer war es kühl während der Rapsblüte. Das hat dazu geführt dass unter verdeckelten Zellen Honig mit > 20% Wasser war.
Bei benachbarten Waben mit Arbeiterinnenzellen war das nicht der Fall.

Möglich dass es anders läuft wenn der überwiegende Teil des Honigraums aus Anfangsstreifen besteht.
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Simon » 6. September 2016, 14:55

Eifelimker hat geschrieben:mit Anfangsstreifen im Honigraum
Nur mit Streifchen ist zu wenig, da gibts Völker die den Honigraum durchweg ignorieren, 3-4 Führungswaben sind sehr praktisch, man muss dann alternierend leere Rähmchen zwischenhängen und regelmäßig kontrollieren, zurechtbiegen und tauschen, geht auch ohne Streifen, die Streifen reinzubasteln ist so aufwändig wie eine Mittelwand einlöten.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon waldimker » 6. September 2016, 15:20

im frühjahr kann eine aufstiegswabe gegeben werden, der rest mit anfangsstreifen. meist häng ich links und rechts je eine MW neben die wabe. halbhohe waben hab ich.
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Joachim » 11. September 2016, 10:21

Die Medien haben nun auch "Wind" von der Angelegenheit bekommen.... Der Pressebericht der Schwäbischen Zeitung Leutkirch vom 09.09.2016 ist alles andere als prickelnd uns Imkern gegenüber:

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Angst-vor-Bienensterben-Wachs-verunreinigt-_arid,10523798_toid,535.html

Das schmutizge Geschäft beginnt also. Man darf gespannt sein, ob es bald mal ein offizielles Outing gibt, wo Roß und Reiter genannt werden und vor allem deren Tragweite dann. :popo:
Viele Grüße
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon cooper » 11. September 2016, 10:26

mmoe hat geschrieben:
Richtig. Denke ich beim Lesen von Gen3 1-13ff auch immer: Irgendwas war mit dem Apfel los!


Bibelfest ?

Nichts desto Trotz bin ich im Auftrag des Vereins auf der Suche nach einem Umarbeiter der eine Garantie darauf gibt nur das eingesandte Eigenwachs Sortenrein umzuarbeiten. Bis jetzt hab ich nur die Ledder Werkstätten gefunden die das glaubwürdig anbieten.
Hat hier jemand Erfahrungen mit den Ledder Werkstätten gemacht und wenn ja welche ?

Gruß Dieter
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