Bienenwachsverfälschung

Honig, Bienenwachs, Propolis, Pollen

Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Joachim » 28. September 2016, 12:05

Markus75 hat geschrieben:
Die Institute und Verbände bringen uns keinerlei Unterstützung entgegen. Die haben da 0 Interesse daran und stören eher noch mit Falschmeldungen und durch Herabspielen der ganzen Situation. Angeschrieben hab ich alle, da wird sich keiner heraus reden können von nichts gewusst zu haben!

Eine sehr schöne Geste mit deinem Wachs, künftig dann bitte nur noch das ausgesteuerte Brutraumwachs spenden ;)


Markus, sie werden dann "aufwachen" wenn die Zahl der gehaltenen Völker in 2017 signifikant gesunken ist, und dann mit erheblichen Einbußen aus dem Mitgliedsbeiträgen zu rechnen ist. Da wird der DIB bzw. die Verbände schon wieder auf die Tränendrüse drücken und wimmern - aber dann ist es zu spät ....
Viele Grüße
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Markus75 » 28. September 2016, 12:38

Joachim hat geschrieben:
Markus75 hat geschrieben:
Die Institute und Verbände bringen uns keinerlei Unterstützung entgegen. Die haben da 0 Interesse daran und stören eher noch mit Falschmeldungen und durch Herabspielen der ganzen Situation. Angeschrieben hab ich alle, da wird sich keiner heraus reden können von nichts gewusst zu haben!

Eine sehr schöne Geste mit deinem Wachs, künftig dann bitte nur noch das ausgesteuerte Brutraumwachs spenden ;)


Markus, sie werden dann "aufwachen" wenn die Zahl der gehaltenen Völker in 2017 signifikant gesunken ist, und dann mit erheblichen Einbußen aus dem Mitgliedsbeiträgen zu rechnen ist. Da wird der DIB bzw. die Verbände schon wieder auf die Tränendrüse drücken und wimmern - aber dann ist es zu spät ....


Meinst du die Zahlen spiegeln die Wahrheit wieder? Mindestens jeder 2. hat doch weniger angegeben wie er wirklich hat, selbst wenn dann die Hälfte den Winter nicht überlebt gibt es kaum einer zu. Ich glaub den Druck müssen wir anderweitig aufbauen, intern in der Imkerschaft seh ich da zu wenig Zusammenhalt und Bereitschaft.
Auch wenn ich mich in die Nesseln setze und dafür dann von vermutlich 80% der Imker als Nestbeschmutzer betrachtet werde, mein Gewissen im Umgang mit Bienen, Nahrungsmitteln und Kunden lässt ein abwarten nicht zu.
Die aktuelle Aufgabe der Institute und Verbände sollte sein, eine Verordnung/Gesetz auf den Weg zu bringen damit auch Bienenwachs explizit geregelt ist und mit zur Honigverordnung Anwendung findet.
Unser Ministerium in Baden Württemberg ist der Meinung, Bienenwachs hat keine Regelung. Dann will ich sehen wie die Wabenhonig bewerten... Für mich gilt E901, zumal in jedem Glas Honig minimalste Wachsspuren sein dürften.
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Simon » 28. September 2016, 13:10

waldimker hat geschrieben:Einfach so reinhängen in die gewohnten 2 Bruträume - is nich. Gibt zwar auch Naturbau, aber... nicht so schön und nicht so... verlässlich.

Ein Update der Naturbauvariante, einfach leere Rähmchen rein- und zwischengehängt im Brutraum ab Juni. Überwintert als Zweizarger, erweitert mit ca. 4-5 hellen Waben aus dem Brutraum.

https://www.youtube.com/watch?v=FLBOfAPCeQ8&
Der Drohnenbauanteil liegt bei 25-30%, kann man mit leben, wenn man im Frühjahr das Nest zusammenlässt und nicht wild rumbastelt kann man Drohnenbau ernten.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon waldimker » 28. September 2016, 19:13

würdest du das als standardbetriebsweise so treiben mit sagen wir 50 völkern, die was verdienen sollen?
Dieses Forum wird bald abgeschaltet. Wir starten ein neues, wo wir User uns neu sammeln können. URL: http://dreilichs.de/if/
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon andreasE » 28. September 2016, 19:34

Joachim hat geschrieben:
Markus75 hat geschrieben:
Die Institute und Verbände bringen uns keinerlei Unterstützung entgegen. Die haben da 0 Interesse daran und stören eher noch mit Falschmeldungen und durch Herabspielen der ganzen Situation. Angeschrieben hab ich alle, da wird sich keiner heraus reden können von nichts gewusst zu haben!

Eine sehr schöne Geste mit deinem Wachs, künftig dann bitte nur noch das ausgesteuerte Brutraumwachs spenden ;)


Markus, sie werden dann "aufwachen" ...

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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Simon » 28. September 2016, 19:39

waldimker hat geschrieben:würdest du das als standardbetriebsweise so treiben mit sagen wir 50 völkern, die was verdienen sollen?
Bezüglich des Honigertrages sehe ich keine wesentliche Einschränkung.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Sanny » 28. September 2016, 22:12

Joachim hat geschrieben:Zur Erklärung am Schluss warum ich kein eigenes Wachs habe: mein Wachs geht 100% an die Einrichtung wo meine Völker stehen, die damit Kerzen herstellt bzw. zum Basteln oder anderweitig verwendet. Bis dato war dies für mich OK, immer Wachs direkt zuzukaufen.

Hallo Joachim, ich habe 2 oder 3 Wachsblöcke, die ich gerne deiner Einrichtung zur Verfügung stellen könnte!

Erklärung dazu:
leider bin ich auch von der Wachsverfälschung betroffen. Ich habe allerdings bei 4 verschiedenen Händlern gekauft und weiß nicht in welchen Volk welches ist und welche Händler betroffen sind!
Aufgefallen ist mir das falsche Wachs dieses Jahr im Sonnenwachsschmelzer bei 4 Waben aus dem untersten Brutraum eines Volkes, also Mittelwände von 2015 oder früher!
Beim Dampfwachsschmelzer mit 10 Rähmchen vermischt und verdünnt sich das ganze dann allerdings schon wieder! Auch hatte ich letztes und dieses Jahr teilweise diese löchrigen Brutwaben und habe unwissend die Königinnen ausgetauscht, wie so viele andere wahrscheinlich auch.

Ich denke mal, dass das meiste Wachs ok. ist, aber ich kann es nicht garantieren und hoffe, dass es für Kerzen noch zu gebrauchen ist!

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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon waldimker » 29. September 2016, 10:00

@Simon:
ich meinte nicht den Honigertrag. Ich meinte die Tauglichkeit des Wabenbaus (für den Imker).
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Simon » 29. September 2016, 15:13

Das Zeitfenster für tauglichen Naturwabenbau (in Wirtschaftsvölkern) ist knapp, im April und Mai muss man mit massig Drohnenbau im Brutraum rechnen, ab Juni geht es mit gezeigter Technik über Leerrähmchen zwischenhängen und Leitwaben zufriedenstellend bis ausreichend, sofern es Tracht gibt.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon BieneMoni » 3. Juni 2017, 11:26

Hallo,

gibt es etwas aktuelles zum Thema Wachsverfälschung?
Ich habe schon länger nichts mehr darüber gelesen.

Grüße, Moni
Dieses Forum wird demnächst geschlossen!
Hier gehts im Nachfolge-Forum weiter: dreilichs.de/if/index.php


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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon Joachim » 5. Juni 2017, 07:26

BieneMoni hat geschrieben:Hallo,

gibt es etwas aktuelles zum Thema Wachsverfälschung?
Ich habe schon länger nichts mehr darüber gelesen.

Grüße, Moni


Hallo Moni,

Die Sache ist leider noch immer nicht ausgestanden, und das ganze Ausmaß noch immer nicht Absehbar. Erst vor ein paar Tagen gab es dazu wieder ein Pressebericht in der Schwäbischen Zeitung online vom 28. Mai 2017

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Ermittlungen-um-Bienenwachs-gehen-weiter-_arid,10675116_toid,535.html

Evtl. kann Markus Gann, der ja auch hier bei uns im Forum schreibt wenn er bissl Zeit hat mehr darüber berichten.
Viele Grüße
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Re: Bienenwachsverfälschung

Beitragvon STC » 5. Juni 2017, 09:03

ein Grossteil des Wachses das 2014 nach deutschland gebracht wurde dürfte mittlerweile eingeschmolzen und bei den Umarbeitern liegen.

vor ein paar tagen war ich bei einem lokalen händler/umarbeiter. Sicher einer der ehrlichen der nix hinzufügt. braucht er aber auch nix.

dort gibts jetzt in Hohenheim Rückstandskontrollierte Mittelwände zu kaufen - zur Erklärung: die Analyse kontrolliert nicht auf Stearin und Paraffin... Aber hauptsache die Kunden fühlen sich sicher...

und wenn das Ganze nicht mehr in den Medien aufscheint ist ja eh alles gut oder? ;-)

man sieht klar: es hat sich nix geändert, im Gegenteil! eigener Wachskreislauf ist Pflicht. Der Grossteil der Imkerschaft schläft immernoch und wird dann durch leere Kisten geweckt
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