Erste Honigernte, Anwendung der Bienenflucht

Honig, Bienenwachs, Propolis, Pollen

Erste Honigernte, Anwendung der Bienenflucht

Beitragvon Manuel79 » 14. Juni 2013, 10:24

Hallo zusammen,
bei mir steht die erste Honigernte meines Lebens an. Dazu habe ich einige Fragen:
1. Wann sollte ich die Bienenflucht einlegen. Reicht das am Abend vorher, so dass ich am nächsten morgen die Waben entnehmen kann? Oder wäre eine andere Tageszeit besser?
2. Wie hänge ich die ausgeschleuderten Waben wieder zurück? Möglichst schnell, oder hat das auch einen Tag Zeit?
3. Dann ist mir noch nicht ganz klar, wie ich den Honig am besten siebe. Ich habe ein Edelstahl Doppelsieb u. so ein Nylonspitztuch auf einem kleinen Holzgestell. Ich wollte den Honig aus der Schleuder über das Doppelsieb in einen Hobbock laufen lassen und dann erstmal stehen lassen, abschäumen und rühren u. danach in einen Abfüllkübel umfüllen, über dem ich dann das Nylonsieb aufbaue. Ist das so korrekt?
4. Wie gehe ich mit dem Entdeckelungswachs um, einfach über einem Sieb abtropfen lassen?
Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen, bin halt noch recht unsicher bei dieser Prozedur.
Gruß Manuel
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Re: Erste Honigernte, Anwendung der Bienenflucht

Beitragvon Magnia » 14. Juni 2013, 12:12

Zu 3: Ich würde den Honig nach dem Doppelsieb direkt im Anschluss durch das Nylonsieb schütten. Grund : Da ist der Honig noch am flüssigsten. Das Sieben gelingt einfacher.
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Re: Erste Honigernte, Anwendung der Bienenflucht

Beitragvon Immenfreund » 14. Juni 2013, 15:13

Manuel79 hat geschrieben:4. Wie gehe ich mit dem Entdeckelungswachs um, einfach über einem Sieb abtropfen lassen?


ich tue das E-Wachs in den Grobsieb (Rückseite mit passenden Tupperdeckel zudeckeln) vom Doppelsieb, dann in die Schleuder und da geht fast alles raus.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Erste Honigernte, Anwendung der Bienenflucht

Beitragvon Simon » 14. Juni 2013, 21:21

Manuel79 hat geschrieben: 1. Wann sollte ich die Bienenflucht einlegen. Reicht das am Abend vorher, so dass ich am nächsten morgen die Waben entnehmen kann? Oder wäre eine andere Tageszeit besser?
Am Morgen einlegen, damit über Nacht eingetragener Nektar getrocknet wird, 24 Stunden warten.

Manuel79 hat geschrieben: 2. Wie hänge ich die ausgeschleuderten Waben wieder zurück? Möglichst schnell, oder hat das auch einen Tag Zeit?
Bei Massentracht sollte der Honigraum am Folgetag wieder zurück, aber zu dieser Zeit wird eh kein Honig geerntet.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Erste Honigernte, Anwendung der Bienenflucht

Beitragvon Manuel79 » 15. Juni 2013, 07:23

Vielen Dank für eure Antworten :) !
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Re: Erste Honigernte, Anwendung der Bienenflucht

Beitragvon mahagugu » 15. Juni 2013, 10:03

Simon hat geschrieben: Am Morgen einlegen, damit über Nacht eingetragener Nektar getrocknet wird, 24 Stunden warten.



Hab mal wo gelesen , man soll eine Bienenflucht nie länger als 24 Stunden drinnen haben.
Na ja zur Not halt öfters hineinschauen ob sie schon weg sind.
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Re: Erste Honigernte, Anwendung der Bienenflucht

Beitragvon Simon » 15. Juni 2013, 10:20

mahagugu hat geschrieben: Hab mal wo gelesen , man soll eine Bienenflucht nie länger als 24 Stunden drinnen haben.

Länger warten macht wenig Sinn, es werden dadurch nicht weniger im Honigraum. Möglicherweise hat die Bienenflucht einen positiven Effekt auf den Wassergehalt, wenn der Honig einen warmen Tag über der Flucht sitzt. Unbedingt aufpassen, dass man keine Königin oder Brut über Absperrgitter übersehen hat, diese Völker neigen zum Verbrausen wenn es sehr warm wird.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Erste Honigernte, Anwendung der Bienenflucht

Beitragvon Manuel79 » 15. Juni 2013, 21:29

So, das mit der Bienenflucht hat gut geklappt. Ich hatte heute vormittag nur noch ganz wenige Bienen drin. Sehr empfehlenswert. :thumbsup:
Beim entdeckeln hatte ich noch ein Problem. Mit der Entdeckelungsgabel ging eigentlich alles wunderbar, aber dann fiel mir durch Zufall ein Heissluftfön in die Hände. Ich war ganz begeistert, aber beim schleudern stellte sich heraus, dass einige Zellen wieder durch erkaltetes Wachs verschlossen waren, sich nicht leerschleudern ließen u. ich nochmal nacharbeiten musste. So hatte ich im Endeffekt den doppelten Arbeitsaufwand. Was könnte ich falsch gemacht haben? Vielleicht zu wenig erhitzt? Ich hab den Fön nur kurz drübergehalten. :hmm:
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