Futterkontrolle

Futterkontrolle

Beitragvon Bernhard » 7. Oktober 2014, 21:27

Heute habe ich die Beuten gewogen mit der Kofferwaage.

Die Bienen waren alle bis Mitte September mit der richtigen Menge an Futter versorgt.

Achtung:

Es fehlt mittlerweile zwischen 3-6 kg Futter durch das schöne Wetter.

Letztes Jahr war es daselbe und führte zu Futtermangel im Februar und März,
siehe einschlägige Foren.

Also prüfen!
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon noahnesha » 8. Oktober 2014, 07:38

Auch ich hab gestern gewogen .... hab 15KG eingefüttert gehabt .... war schockiert beim 1 Zarger Zander .... 26KG gesammt .... werd sofort heute damit beginnen nachzufüttern denn die beute mit boden usw. wiegt ca ..... 14KG .... also sind 12 KG drin ...... sollten aber ca 15Kg Futter sein .... also werd ich heute gleich zufüttern ....die nächsten 10 Tage wird das wetter immer zwischen 17-20° also sollt das hinhauen ....
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Immenfreund » 8. Oktober 2014, 15:02

Bernhard hat geschrieben:Es fehlt mittlerweile zwischen 3-6 kg Futter

Habe die Hälfte der Völker gewogen; auch bei mir fehlen (Ausreißer 1,4 kg) 3,0 - 4,8 kg (Ausreißer 5,6 kg) Futter seit letzter Messung vor knapp 5 Wochen. Im Schnitt 3,6 kg, macht ca. 100 g / Tag.
In der Wintertraube brauchen sie etwa 50 g / Tag, im Februar ca. 100 g / Tag und bei wachsender Brutleistung im Frühjahr bis zu 500 g pro Tag.
@Bernhard: hältst du die Futterabnahme für ungewöhnlich hoch?
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Futterkontrolle

Beitragvon HaroldBerlin » 8. Oktober 2014, 16:29

Da ich noch in der laufenden Auffütterung bin, "fehlen" bei mir noch keine Futter-Kilos.
Aber es gibt auch Beuten in den ist deutlich weniger drin, als ich ihnen bisher eingefüllt habe. Dafür noch einige Milben...
Noch hier? Wir sind doch alle da: http://dreilichs.de/if/
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Nils » 8. Oktober 2014, 19:43

Ich wiege alle Völker ungefähr wöchentlich und fütter nebenher ein. Leider habe ich mir nicht aufgeschrieben, welches Volk wieviel bekommen hat. Aber ich wundere mich schon länger, wohin all der Sirup bzw. Zuckerwasser verschwindet. Von 1 Liter bleiben nach1 Woche ungefähr 0,1 kg im Volk! 800 Euro für sirup ist schon in den Völkern gelandet - und immer noch fehlen ettliche kg.

Trotz schönem Wetter finden sie weniger als sie verbrauchen. War denn das letztes Jahr auch so? Ich denke nicht.
Jeder hier jammert, daß ihm das Futter schon lange ausgegangen ist...

Mit der Menge bin ich mir auch noch unsicher. Eigentlich dachte ich 1 Zarger = 15 kg Futter. Ein Freund füttert jedoch nur 12 kg ein....

Servus,

Nils
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Bernhard » 8. Oktober 2014, 20:42

Immenfreund hat geschrieben:
Bernhard hat geschrieben:@Bernhard: hältst du die Futterabnahme für ungewöhnlich hoch?


Nein passt doch alles, kein Eintrag, schönes Wetter, viel Brut, viel Futterverbrauch,
Milben vermehren sich auch noch.

Ende nächster Woche nehm ich die Windel raus und setz die Bienen der kalten Luft aus,
dann gehen sie aus der Brut. Die Temperaturen werden sinken.
http://www.meteoblue.com/de_DE/wetter/c ... ref=topten

Habe heute nachgefüttert .

Sehr, sehr wichtig dieses Jahr: In der brutfreien Zeit gegen Milben behandeln.
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Sauzahn » 8. Oktober 2014, 21:33

Bei mir sind trotz des schönen Wetters die Brutnester klein, die Winterfütterung habe ich im September durchgeführt, da ist alles dort gelandet wo es hin sollte. Einzig im kalten und verregneten August habe ich zugefüttert, damit die TuB-Völker und die Ableger über die Runden kamen. Die in dieser Zeit verbrauchten Zuckermengen gehen aber extra und werden nicht dem Winterfutter zugerechnet.

DIe Windel ist immer draußen bis auf die wenigen Tage, an denen ich eine Befallsdiagnose mache. Schon lustig, dass manche Imker noch glauben, das dürre Stück Plaste würde eine isolierende Wirkung besitzen... :rofl:

Gruß
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Cabovelas » 8. Oktober 2014, 23:07

Eine isolierende Wirkung hat es allein schon weil es Durchzug verhindert.
Ob eine isolierende Wirkung gebraucht wird oder erwünscht ist, ist eine andere Sache...
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Immenfreund » 9. Oktober 2014, 04:29

Cabovelas hat geschrieben:Eine isolierende Wirkung hat es allein schon weil es Durchzug verhindert.

Durchzug kann es doch nur geben, wenn der Imker den Deckel abhebt und die Folie abzieht, also eher überschaubare Zeitspannen.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Futterkontrolle

Beitragvon noahnesha » 9. Oktober 2014, 06:41

hatte schon eingefüttert gestern nochmal nachgewogen .... 26kg für einen Zander Einzarger .... **uffffffffffffff**

Somit hatte ich schon die 30kg aber durch schlechtwetter usw. haben sie wohl schon bissl was verbraucht ....
gestern wieder 4 liter zugefüttert hoff die damen können es noch umsetzen und nehmen das futter an !!!!

Habe mit 15KG Futter gerechnet .... das sie so schnell das ideal gewicht wegputzen hät ich mir nicht dacht
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Sauzahn » 9. Oktober 2014, 18:33

Immenfreund hat geschrieben:
Cabovelas hat geschrieben:Eine isolierende Wirkung hat es allein schon weil es Durchzug verhindert.

Durchzug kann es doch nur geben, wenn der Imker den Deckel abhebt und die Folie abzieht, also eher überschaubare Zeitspannen.

Vielleicht meint Cabovelas, dass mit eingelegter Windel der Wind nicht mehr ungehindert von unten in das Volk fahren kann, falls denn mal eine Windböe so unglücklich bläst, dass den Mädels die Röcke gelupft werden. Ist vom Gedankenansatz her nachvollziehbar, dient aber erwiesenermaßen nur der Beruhigung des Imkers.
Zum Einen kriegen die Immen ihren Stock auch über offenem Gitterboden ganz gut selbst klimatisiert und zum Anderen ist eine wochenlang eingeschobene Windel gern mal voll Schimmel.

Gruß
Sauzahn
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Immenfreund » 9. Oktober 2014, 18:52

Sauzahn hat geschrieben:Zum Einen kriegen die Immen ihren Stock auch über offenem Gitterboden ganz gut selbst klimatisiert und zum Anderen ist eine wochenlang eingeschobene Windel gern mal voll Schimmel.

Genau! Zudem (so auch Dr. Liebig) bekommen die Bienen das Klima besser mit bei offenem Boden, was Vorteile hat: z.B. aus der Brut gehen bei Frosteinsatz...
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Futterkontrolle

Beitragvon waldimker » 9. Oktober 2014, 20:13

Also... ich hab alle meine Völker über offenem Gitterboden.

Aber... man sollte trotzdem mal nachdenken, dass "früher" - also so vor 30 Jahren noch (ich weiß es ja nicht genau) - alle Beuten unten zu waren, meistens noch isoliert oder mit Lehm ausgekleidet/umkleidet usf. Und die Imker haben trotzdem erfolgreich geimkert!

Sind die Bedingungen heute anders - evtl. durch die Varroa?

Ich habs nicht geglaubt und vor zwei Wintern oder so die Hälfte der Völker mit eingeschobener Windel überwintert und die andere über offenem Gitterboden. ...seither hab ich im Winter alle über offendem Gitterboden...

Beer, Gerdes u.a. legen AUF den Gitterboden ab zeitigem Frühjahr bis nach Einfütterung ein Brettchen, das zu 75 bis 90% den Gitterboden bedeckt. Werd ich nächstes Jahr auf alle Fälle probieren.

Die Imker in meiem Flugkreis schieben im zeitigen Frühjahr alle die Windeln rein. Mein Nachbar hat sie den ganzen Winter drin. Aber auch praktisch den gnazen Sommer.

Jetzt was tun, sprach Zeus?

vlg

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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Immenfreund » 9. Oktober 2014, 20:25

waldimker hat geschrieben:Mein Nachbar hat sie den ganzen Winter drin. Aber auch praktisch den ganzen Sommer.

Ups :puke: , bei mir sind die Windeln nach mehreren Tagen - anlässlich der Kontrolle des Varroabehandlungserfolges - unansehnlich mit grauem Schimmel besetzt.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Futterkontrolle

Beitragvon waldimker » 10. Oktober 2014, 07:55

Ja, wie der das macht...

ich glaub, der hat mich auch schon oft angeschwindelt, weil ich ihm "Konkurrenz" mache. Also eben in seiner Nachbarschaft angefangen habe Bienen zu halten. So hat er mir einen Stand für meine Bienen empfohlen - weil ich erweitern will - und hab dort drei Jungvölker zu einem zusammenschmeißen müssen, so schlecht haben die sich entwickelt. Und dieser Dreiling ist dazu noch schwach... nur so als Beispiel.

vlg

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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Sauzahn » 10. Oktober 2014, 08:10

Immenfreund hat geschrieben:
waldimker hat geschrieben:Mein Nachbar hat sie den ganzen Winter drin. Aber auch praktisch den ganzen Sommer.

Ups :puke: , bei mir sind die Windeln nach mehreren Tagen - anlässlich der Kontrolle des Varroabehandlungserfolges - unansehnlich mit grauem Schimmel besetzt.

Das ist exakt auch meine Beobachtung. Und damit einhergehend auch schimmelnde Rähmchen, besonders in den Randbereichen. Schimmelsporen im Honig sind zwar gottlob selten, aber ich sollte als Imker alles tun, um es gar nicht erst zu einer Kontamination kommen zu lassen.

Gruß
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Sauzahn » 10. Oktober 2014, 08:52

waldimker hat geschrieben:Also... ich hab alle meine Völker über offenem Gitterboden.
[...]
Ich habs nicht geglaubt und vor zwei Wintern oder so die Hälfte der Völker mit eingeschobener Windel überwintert und die andere über offenem Gitterboden. ...seither hab ich im Winter alle über offendem Gitterboden...

Wenn Du doch gute Erfahrungen hiermit gemacht hast, belasse es dabei. Ich wüsste keine fachlich fundierte Imkerliteratur, noch ein Institut, das etwas anders empfiehlt als den ganzjährig offenen Boden.

waldimker hat geschrieben:Aber... man sollte trotzdem mal nachdenken, dass "früher" - also so vor 30 Jahren noch (ich weiß es ja nicht genau) - alle Beuten unten zu waren, meistens noch isoliert oder mit Lehm ausgekleidet/umkleidet usf. Und die Imker haben trotzdem erfolgreich geimkert!

Und nochmal zum "Früher": da haben Imker ihre Beuten des Winters auch in dicke Decken verpackt, damit es die Völker muckelig haben. Ganz, ganz früher wurden Bienenvölker sogar eingegraben oder in Keller gestellt. Wer das heute noch macht, wird von der Mehrheit belächelt, aber bezüglich die Frage ob der Boden offen oder geschlossen bleiben sollte, halten sich noch die Mythen.

waldimker hat geschrieben:Beer, Gerdes u.a. legen AUF den Gitterboden ab zeitigem Frühjahr bis nach Einfütterung ein Brettchen, das zu 75 bis 90% den Gitterboden bedeckt. Werd ich nächstes Jahr auf alle Fälle probieren.

Gerdes schreibt in seiner Monatsbetrachtung März, diese Platte diene der "optimalen Klimatisierung des Brutraums". Ein Argument, das fachlich falsch ist. Die Bienen (oder "der Bien" ) heizen die Traube, nicht den Raum. Außerdem glaubt er ja noch an die Reizwikung aufgerissenen Futters. Was soll man da sagen...

Und wenn ich bei Beer (imkerei-beer.de) unter dem Menüpunkt "Wissen" lese, "Ein Bienenschwarm besteht aus 60000-90000 Bienen", dann weiß ich schon ab diesem Punkt, dass mal ein Update des Fachwissens angezeigt ist.

Nicht, dass ich das jetzt alles verteufeln möchte. Soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden und wie Du schon richtig anmerktest, hat man früher auch schon erfolgreich geimkert. Aber dieses Forum heißt nun einmal nicht "Kompliziert Imkern" und die Methoden der beiden oben genannten Herren beinhalten viele überflüssige Handgriffe, die man sich getrost sparen kann.

Gruß vom faulen Imker
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Nils » 10. Oktober 2014, 09:08

Sauzahn hat geschrieben:Die Bienen (oder "der Bien" ) heizen die Traube, nicht den Raum.


Wenn ich ins Bett gehe, dann heize ich auch "nur" mein Bett.
Trotzdem friert mich, wenn das Fenster im Winter sperrangelweit offen steht....
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Immenfreund » 10. Oktober 2014, 09:31

Nils hat geschrieben:
Sauzahn hat geschrieben:Die Bienen (oder "der Bien" ) heizen die Traube, nicht den Raum.


Wenn ich ins Bett gehe, dann heize ich auch "nur" mein Bett.
Trotzdem friert mich, wenn das Fenster im Winter sperrangelweit offen steht....


Ich habe ein Wasserbett, das meine direkte Umgebung auf 27°C aufheizt. Bei offenem Fenster habe ich Zimmertemperaturen von 9-16°C und trotzdem bin ich noch nicht verklammt. Das entspricht etwa der Situation im Bien. Die Wintertraube hat außen 15°C und im Innern sogar mehr. In der Beute kann es dagegen durchaus frostig sein.
Mit freundlichen Grüssen

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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Sauzahn » 10. Oktober 2014, 13:16

Nils hat geschrieben:
Sauzahn hat geschrieben:Die Bienen (oder "der Bien" ) heizen die Traube, nicht den Raum.


Wenn ich ins Bett gehe, dann heize ich auch "nur" mein Bett.
Trotzdem friert mich, wenn das Fenster im Winter sperrangelweit offen steht....

NIcht alles, was hinkt, ist ein Vergleich... ein normales Bett ich nicht für Raumtemperaturen um die Null Grad konzipiert. Du sollst ja bei 15 Grad auch nicht gleich schwitzen.

Aber es gibt Schlafsäcke, die Dich problemlos warm halten. Und das auch, wenn direkt um Dich herum Minustemperaturen herrschen. Also wenn man schon die Schlaf-Metapher bemüht, dann ist das Volk in seiner Beute eher mit Reinhold Messner vergleichbar, der in seinem Schlafsack in einem kleinen Zelt hockt.

Gut, die Einen warten auf den Frühling, der Andere auf den Yeti, aber viele Haare haben beide ;-)

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Re: Futterkontrolle

Beitragvon waldimker » 10. Oktober 2014, 16:54

um einiges richtig zu stellen, was wohl "verlesen" wurde.

Ich halte meine Bienen im WINTER über offenem Boden. Das tun Gerdes und Beer auch! Wie fast alle, die das hier lesen, gell? Und bislang hab ich das das ganze Jahr über getan. Außer in dem einen Winter - ich bin eben auch "forscherlich" veranlagt.

Im SOMMER decken Gerdes und Beer den Gitterboden zu 75 bis 90% ab. D.h. ab erster Durchsicht im Frühjahr bis zur Beendigung der Einfütterung.
Da die beiden flache Böden haben, sind unter den Waben nur knappe 3 cm Luft bis zu dieser Platte. Rechts oder links die Beutenwand, rechts oder links dann der Schied. Dazwischen einige Waben, die KOMPLETT bebrütet werden. Und KOMPLETT von Bienen besetzt sind und das Brettchen ist auch komplett unter diesen Waben. Der Leerraum hinter dem Schied ist über offenem Gitterboden. Insofern leuchtet mir - in der Brutphase, insbesondere im Aufschwung des Frühjahrs, schon ein, dass das untere Brettchen ein Vorteil sein kann für den Bien.
Im "SOMMER", nicht im WINTER.
Da die Bienen die TRAUBE heizen, jawoll Sauzahn, nicht den RAUM, heizen sie in diesem Fall auch die TRAUBE, nicht den RAUM. denn der ganze Raum IST Traube, weil es sich um einen ANGEPASSTEN BRUTRAUM handelt - an die TRAUBE ANGEPASST. Wenn von unten kein kühler Wind pfeifen kann -oder überhaupt Wind (jeder der schon mal im Sommer aus dem Meer gestiegen ist, weiß, dass Wind kühlt, auch wenn`s warm ist) - dann heizen die Bienen den Raum resp. die Traube eben LEICHTER.

Ausprobieren.

Man stelle sich im Gegensatz die Liebig-Beute mit zwei Zargen im zeitigen Frühjahr vor: 6 cm hoher Boden, dann eine Rähmchenhöhe gähnende Leere (ok-Leerwaben) und dann auf den innersten obersten drei oder fünf Waben das Brutnest. Dass da das Einschieben eines Brettels wenig Wirkung zeigen wird ist wohl einleuchtend.

D.h. die Vergleiche mit Wasserbett, offenem Fenster und Schlafsack oder Bett bei Wintertemperaturen sind völlig für umsonst. Es handelt sich bei obigen Ausführungen um die wärmere Zeit des Jahres.
Dann: Bei Dir z.B. Helmut, würd ich im Winter bei offenem Fenster uach nicht gleich frieren, bei uns schon eher. Aber meine Bittenfelder Bäumchen vertragen das Klima hier offensichtlich.

Und wenn dann im Frühjahr die Völker in Brut gehen sollen, weil der Raps wartet und bei uns liegt stellenweise noch Schnee...lege ich lieber ein Brettchen ein oder schiebe die Windel rein, wie das im Umkreis hier ALLE Imker tun. Ist wohl eher eine Standortfrage - im zeitigen Frühjahr.

viele grüße

vom waldimker

ps: man muss nicht alle Handgriffe tun, die ein Imker-"Meister" tut. Dass die Methode von Gerdes z.B. komplizierter sein soll als die von Liebig scheint mir dahergelesen.
pss: Das Futteraufritzen dient dem Umtragen von Futter ins Brutnest, da einige Leerwaben entnommen werden. Gerdes sagt dazu ziemlich wörtlich: "dies simuliert den Bienen eine frühe Tracht"
was in gewisser Weise logisch ist, oder?
Er macht das nicht aus dem Grunde des Reizens - sondern um das futter umtragen zu lassen. Man muss die Gründe kennen, um zu schelten.
Eine Reizfütterung per se macht er nciht. Und wenn die entnommenen Leerwaben ... leer ... sind - entfällt das Aufritzen und Umtragen ebenfalls.
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Bernhard » 10. Oktober 2014, 17:43

Also eigentlich gings ja ums nachfüttern, jetzt haben wir ein anderes Thema :thumbsup:
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon waldimker » 10. Oktober 2014, 18:01

Aber interessant!

Um zum Thema zurückzukommen:
fast die Hälfte meiner Völker haben nochmal Futter bekommen. Gestern abend. Bei allen diesen Völkern gerade das selbe Bild: viele Bienen vor dem Flugloch und einige verteilt auf der Beute. Sieht nach Abwehrberreitschaft aus, suche nach Futter. Aber keine Räuberei. War schon fast dunkel.

Liebigs neue Zahlen hab ich (fauler Imker) übernommen und füttere also nur auf 12 resp. 16 kg auf.

viel grüße

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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Goran » 10. Oktober 2014, 19:25

Hallo

Jep die Mädchen verbrauchen eindeutig mehr Futter sehr viel Brut noch .
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Re: Futterkontrolle

Beitragvon Karlheinz » 11. Oktober 2014, 18:16

Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
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