Einengen Sommer 2013

Einengen Sommer 2013

Beitragvon Nils » 7. August 2013, 13:44

Hallo,

eine Frage an alle, die ihre Völker auf 1 Zarge überwintern: wann werdet ihr in diesem Jahr auf 1 Zarge einengen? Durch die Melizitose ist ja alles anders.

Hier bei uns im Chiemgau haben viele noch ihre Honigräume drauf, es wird nach wie vor was eingetragen - keine Ahnung ob Melizitose dabei ist. Geraten wurde uns, möglichst spät einzufüttern (September), damit die Melizitose im Brutbereich bis dahin weitgehend verbraucht wurde.

Aber irgendwie stehe ich etwas ratlos vor meinen Völkern. Teilweise sind sie viel zu stark für 1 Zarge - und die Einengerei ist mir etwas suspekt. Die geplante Wabenhygiene funktioniert auch nicht so wie gedacht, da die Waben aus dem Honigraum zum Teil voll mit Melizitose sind. Also kaum geeignet für den künftigen 2ten Brutraum...

Etwas ratlos aus der Wäsche schauend,
:?
Nils
Benutzeravatar
Nils
 
Beiträge: 416
Registriert: 3. Juli 2012, 11:18
Wohnort: Bayern

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon beecool » 7. August 2013, 17:28

Hallo Nils,
diese Frage müssten sich eigentlich alle stellen, auch die, welche auf 2 Zargen überwintern werden. Ich habe mir überlegt und angefangen, die Königin in der untersten Zarge reinzusetzen und mit Absperrgitter nach oben einzugrenzen. Die oberen Zargen werde ich dann, wenn sie dann brutfrei sind, abnehmen und leerschleudern. Melititosewaben werde ich wahrscheinlich kühl (Tiefkühltruhe?) aufbewahren. Leere Waben, die es sicher auch gibt, werde ich ins Volk geben und dafür Zug um Zug alte Waben aussortieren. Bei mir gibt es allerdings wenige alte Waben. Auffüllen kann man bei 2 Zargen auch mit der einen oder anderen Mittelwand. Beim Auffüttern bin ich nicht sparsam! Ein Umlagern von unten nach oben des Melititosehonigs hat bei mir im Wesentlichen nicht funktioniert. Vielleicht gibt es noch den einen oder anderen guten Tip?? OO;
beecool
 
Beiträge: 29
Registriert: 7. März 2013, 12:37

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Simon » 11. August 2013, 21:07

Dieses Jahr ist es außergewöhnlich, die anhaltende Sommertracht hat das Brutnest nach unten gedrückt, dunkler Honig befindet sich im 2. Brutraum, selbst im 1. gibt es einiges an Honig. Manche Völker hielten das Brutnest erstaunlich gut im 2. Raum, 2-3 dicke Randwaben können entnommen werden, manche sind im 2. Raum brutfrei, da räume ich ganz ab. Die systematische etagenweise Wabenhygiene bleibt ein wenig auf der Strecke, mit etwas Mehraufwand kann man aber einen passablen Brutraum herrichten.
261
Mit vorgängiger systematischer Wabenhygiene kann aus wenig bebrüteten Waben Honig geerntet werden.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 520
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Nils » 12. August 2013, 09:01

Danke Simon,

und wann macht man das am besten? Vermutlich jetzt?
Ich habe zum Teil noch HR drauf (schon mal geschleuderte Meli-Waben). Beim abräumen gestern ging gleich ein wenig Räuberei los - Tracht ist wohl wirklich vorbei. Woher nehme ich nur die Zeit für die restlichen HR? Und dann noch einengen, auwei...
Die nächste große Frage: wann einfüttern?

Fragen über Fragen eines Anfängers in einem schwierigen Melizitose-Jahr...

Ciao,

Nils
Benutzeravatar
Nils
 
Beiträge: 416
Registriert: 3. Juli 2012, 11:18
Wohnort: Bayern

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Simon » 13. August 2013, 07:03



Da kommt nochmals ordentlich was zusammen, leider bringt die Schleuder nicht alles raus. Man darf bei den Eingriffen keine leergeschleuderten Waben direkt zurückgeben sonst ergibt sich die tollste Fliegerei, also erst ernten und nach den Eingriffen die Waben einhängen, besser man gibt die leergeschleuderten Waben 2-3 Tage vorher über den Honigraum. Aktuell erfolgt die AS Behandlung, Ende August werden die Völker eingefüttert.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 520
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Nils » 13. August 2013, 09:21

Danke für das Video!

Gleich zwei Fragen dazu:

Du willst die geschleuderten Waben wieder reingeben. Was, wenn da aber noch 50% Melizitose drinnen blieb?
Ich habe auch geschleuderte mit Melizitose wieder reingegeben und bin am überlegen ob ich sie nicht wieder rausnehme und durch MW ersetzte. Denn die Melizitose haben sie wieder verdeckelt - und die bliebe bis in den Winter drinn....

Wieso hast du den unteren Brutraum nicht gleichermassen bearbeitet?
Oder kommt bei dir das Einengen später noch dran?

Danke für den Hinweis auf die Bienenflucht - die vergesse ich immer wieder!
Auch dazu eine Frage:
Ein Volk auf einer Zander-Zarge mit 2 Halbzargen Honigraum, ohne ASG.
Was würde passieren wenn ich unter den Halbzargen eine Bienenflucht einlege und die Königin oben mit dabei wäre?
Gefährde ich damit die Königin - oder ist schlimmstenfall am nächsten Tag immer noch alles voller Bienen und sonst passiert nix schlimmes?

Danke!

Nils
Benutzeravatar
Nils
 
Beiträge: 416
Registriert: 3. Juli 2012, 11:18
Wohnort: Bayern

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Florian82 » 13. August 2013, 09:43

Nils hat geschrieben:Danke für das Video!

Gleich zwei Fragen dazu:

Du willst die geschleuderten Waben wieder reingeben. Was, wenn da aber noch 50% Melizitose drinnen blieb?
Ich habe auch geschleuderte mit Melizitose wieder reingegeben und bin am überlegen ob ich sie nicht wieder rausnehme und durch MW ersetzte. Denn die Melizitose haben sie wieder verdeckelt - und die bliebe bis in den Winter drinn....

Nils


Hy Nils,

Ich habe gestern geschleudert und hatte ca. 60-70% meli noch drin. Hab eine Wanne mit warmen Wasser hergerichtet und nach dem Schleudern die Waben ca. 30 Minuten eingeweicht und siehe da, die Waben waren fast komplett leer von dem melihonig.
Danach schauen das die Waben soweit wie möglich Wasserfrei sind. Eine Leerzarge über das ASG mit einer dunklen Folie ca. 90% abdecken und dann die Zarge mit den geschleuderten Waben drauf und 1-3 Tage sauber lecken lassen.

Bei Bedarf mein Vorgehen verbessern/korrigieren. :hail:
Zuletzt geändert von Florian82 am 13. August 2013, 17:22, insgesamt 1-mal geändert.
Florian82
 
Beiträge: 63
Bilder: 25
Registriert: 12. Mai 2013, 09:40
Wohnort: Bad Reichenhall / Berchtesgaden

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Simon » 13. August 2013, 09:43

Nils hat geschrieben:Du willst die geschleuderten Waben wieder reingeben. Was, wenn da aber noch 50% Melizitose drinnen blieb?
Das kann ein Problem geben, die Gewegplatten sortiere ich aus, die meisten Waben sehen recht gut aus.

Nils hat geschrieben: Wieso hast du den unteren Brutraum nicht gleichermassen bearbeitet?
Die vollen und hellen Waben stecken im 2. Brutraum, im 1. Raum ist noch recht viel Brut, die Wabenhygiene erfolgt dieses Jahr kurz vor der Auffütterung, nach der Behandlung.

Nils hat geschrieben:Was würde passieren wenn ich unter den Halbzargen eine Bienenflucht einlege und die Königin oben mit dabei wäre?
Gefährde ich damit die Königin - oder ist schlimmstenfall am nächsten Tag immer noch alles voller Bienen und sonst passiert nix schlimmes?
Macht die Königin nur einen Ausflug, wird sie mit größter Wahrscheinlichkeit zurück zur Brut gehen, befindet sich ein Brutnest über der Flucht bleiben die Bienen und die Königin oben. Bei höheren Temperaturen kann das zum Problem werden.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 520
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Nils » 16. August 2013, 20:43

Durch die Melizitose ist man derzeit gezwungen möglichst viele Waben raus zu nehmen. Im Prinzip fliegt alles raus was keine Brut drauf hat...

Bei 2 Völkern habe ich das nun so gemacht. Der Einzarger hat laut Zugwaage derzeit um die 8 kg Futter drinnen, der Zweizarger kaum wesentlich mehr: 9,5 kg.

Die Durchsicht bestätigt diese Messergebnisse im wesentlichen.

Ich frage mich nun wann man denn nun einfüttern darf/soll/muß? Es soll ja noch viel Melizitose verbraucht werden. Andererseits schränken die Bienen vermutlich das Brutgeschäft ein. Ich fand nur noch wenige Stifte und wenig offene Brut, viel verdeckelte.
Wie lange muß man die Armen noch darben lassen?

Danke,

Nils
Benutzeravatar
Nils
 
Beiträge: 416
Registriert: 3. Juli 2012, 11:18
Wohnort: Bayern

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Simon » 16. August 2013, 21:14

Nils hat geschrieben:Wie lange muß man die Armen noch darben lassen?

Hi Nils,
durch füttern wirst sie nicht zum Brüten bringen, das Brutnest schrumpft im Spätsommer kontinuierlich. Man kann die Melezitose nur durch einen Flugling loswerden, aber wer mag jetzt noch diesen Aufwand treiben? Wichtig ist die Verdünnung des Waldhonigs, durch Zuckerwasser wird sich die Situation deutlich bessern, wird gut gefüttert sitzt die Traube im Januar und Februar im Imker-Kunsthonig und freut sich.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 520
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Nils » 17. August 2013, 21:01

Hi Simon,

aber den verdeckelten Meli-Baz kann ich ja nicht mehr verdünnen? Der ist halt mal "drin". Und sie tragen heute wieder ein, es tropfte ordentlich. Wahrscheinlich schon wieder Meli... Hört das denn gar nicht mehr auf? Argh...

Jedenfalls habe ich bei den abgeschleuderten Völker heute angefangen zu füttern...
In kleinen Dosen, Literweise. Das ergibt hoffentlich den von dir beschriebenen Verdünnungseffekt...

Nils
Benutzeravatar
Nils
 
Beiträge: 416
Registriert: 3. Juli 2012, 11:18
Wohnort: Bayern

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Nils » 22. August 2013, 12:44

Ich muß nochmal nachfragen bzgl. einengen. Es ist das erstemal daß ich dies mache - und noch dazu in einem Melizitosejahr.
Mir erscheint der Eingriff sehr massiv zu sein, daher frage ich mich ständig ob ich's richtig mache.

Meine Völker sind derzeit zweizargig - die dritte haben sie nicht mehr geschafft.
Ich entnehme also nun alle verdeckelten Honigwaben der oberen Zarge zwecks Schleuderung.
Brutwaben hänge ich in die untere Zarge.

Soweit so gut - aber jetzt kommt der "brutale" Teil bei dem ich mir unsicher bin:

Auch aus dem unteren Brutraum entnehme ich auch alle Waben, die Futter aber keine Brut enthalten. Ersetzt werden sie entweder durch Leerwaben, Mittelwände oder halbwegs ausgeschleuderte Melizitose-Waben (in dieser Prioritäten-Reihenfolge).
Und ich entnehme AUCH DIE RANDWABEN, also jene Waben die mein Pate als "heilige Speisekammer der Bienen" bezeichnet, von denen der Imker im Normalfall die Finger lassen soll.
Pollenwaben kommen an Position 2.

Auf den Brutwaben ist ein Futterkranz, je nach Volk in unterschiedlicher Stärke. Eines hat 5 Finger breit auf 3 Seiten, ein anderes hat bis zum OT raufgebrütet.
Insgesamt haben die Völker nach der Aktion extrem wenig Futter. Daher gebe ich den eingeengten Völkern jetzt erst mal langsam 5 kg Zucker (3:2). (Täglich 1,x Liter, also ca. 1 kg Zucker)

Als Ergebnis überwintern sie nun einzargig. Von der Bienenmasse her reicht die eine Zarge derzeit auch locker aus. Erschreckend wie die einst so starken Völker mittlerweile abgebaut haben.

Ist das im wesentlichen richtig so?
Sollte ich ihnen die Randwaben evtl. doch belassen?
Schaffen es die wenigen Bienen es bis zum Herbst die 15 kg Futter einzulagern? Ich habe vor langsam zu füttern (täglich).

Ich komme mir vor wie ein Dieb wenn ich da so reinfuhrwerke...

Danke für Euren Rat,

Nils
Benutzeravatar
Nils
 
Beiträge: 416
Registriert: 3. Juli 2012, 11:18
Wohnort: Bayern

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Immenfreund » 22. August 2013, 15:58

Nils hat geschrieben:Ich komme mir vor wie ein Dieb wenn ich da so reinfuhrwerke...

ja, Nils, Imker sind "Diebe", aber wenn es dein Gewissen beruhigt, du rettest dem Bien auch das Leben, indem du es vor Varroose schürtzt
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

Bienenstand auf 300 m.ü.d.M. Hanglage in Streuobstwiese am Waldrand

http://immenfreund.wordpress.com

nur noch in http://dreilichs.de/if/ aktiv
Benutzeravatar
Immenfreund
 
Beiträge: 1117
Registriert: 1. Mai 2011, 15:45
Wohnort: Waiblingen-Bittenfeld

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon beecool » 22. August 2013, 17:50

Nils hat geschrieben:Als Ergebnis überwintern sie nun einzargig. Von der Bienenmasse her reicht die eine Zarge derzeit auch locker aus. Erschreckend wie die einst so starken Völker mittlerweile abgebaut haben.


Neben dem Problem, die Melititosewaben raus zu bekommen, scheinen einzelne Völker sich an diesem Sommerhonig abzuarbeiten. Ich meine, ich habe dies mal früher in der Litaratur ebenfalls so gelesen... weiß bloß nicht mehr wo! Beim Einengen stelle auch ich deshalb fest, "reicht die eine Zarge derzeit auch locker aus". (8;) Eigentlich wäre das dann ein Fall fürs Auflösen des Wirtschaftsvolkes! Zudem wird die angebotene Zuckerlösung (10 kg gelöst in 3:2) bei solchen Völkern schlecht abgenommen.

Wie ist dies bei den anderen KollegInnen???

Grüsse beecool
beecool
 
Beiträge: 29
Registriert: 7. März 2013, 12:37

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Simon » 23. August 2013, 07:39

Nils hat geschrieben:Auch aus dem unteren Brutraum entnehme ich auch alle Waben, die Futter aber keine Brut enthalten. Ersetzt werden sie entweder durch Leerwaben, Mittelwände oder halbwegs ausgeschleuderte Melizitose-Waben (in dieser Prioritäten-Reihenfolge).

So mache ich es gerade auch und der Brutraum sieht danach wieder frisch aus, ein Futtervorrat von ca. 3-5kg sollte immer im Volk sein, wo er sich jetzt befindet spielt keine Rolle, durch die Auffütterung wird das Winterfutter über oder seitlich der Brut gelagert.

Nils hat geschrieben: Als Ergebnis überwintern sie nun einzargig. Von der Bienenmasse her reicht die eine Zarge derzeit auch locker aus. Erschreckend wie die einst so starken Völker mittlerweile abgebaut haben.

Kann man machen, bei starken Völkern kann es zum Unterbau kommen, wenn die Völker auf eine Zarge gedrückt werden sollten sie unten schön durchhängen.

Nils hat geschrieben: Ist das im wesentlichen richtig so?
Sollte ich ihnen die Randwaben evtl. doch belassen?
Schaffen es die wenigen Bienen es bis zum Herbst die 15 kg Futter einzulagern? Ich habe vor langsam zu füttern (täglich).

Soweit ganz gut, wenn die Randwaben Melezitose haben fliegen sie raus, du wirst bei einem Einzarger zwischen 12 und 15kg Winterfutter einlagern können, wenn jetzt 5kg drinn sind kommen 10kg rein, das geht.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 520
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Nils » 23. August 2013, 08:04

Danke für die Antworten,

besonders an Simon für die Bestätigung daß mein Herumwerkeln wohl nicht gaaaanz falsch ist. Das Einengen ist so ein massiver Eingriff, ich hätte das nicht für möglich gehalten (ist ja mein erstesmal :)).

Simon, wie findest du heraus ob in den Randwaben Melizitose drin ist oder nicht? Selbst wenn ich einige Zellen aufmache und es darunter noch flüssig ist, könnte das ja auch Meli sein? Oder zumindest Waldhonig. Drum gehe ich lieber auf Nummer sicher - und übertreibe da vielleicht ein wenig?...

Gestern "engte" ich ein Volk ein - oder versuchte es: auf 13 Rähmchen Brut in allen Stadien, Bienen in Mengen und die obere Zarge mit gigantischen Futterkränzen. Ich entnahm 6 volle Futterwaben gegen Leerwaben/MW und werde nun 2räumig überwintern. Erstaunlich die Unterschiede.

Ein Volk engte ich auf 1 Zarge ein, aber es läuft jetzt vie Brut aus und sie bauen unter der Folie gewaltige Gebilde an Überbau. Beim Blick durch die Folie ist es fast schwarz von Bienen. Ich überlege hier noch eine Halbzarge aufzusetzen (oder unterzusetzen) und so zu überwintern. Was meint ihr?

@beecol
das vom "abarbeiten" habe ich auch gehört und liegt wohl an der lange anhaltenden Tracht. Das Volk auflösen fände ich nun etwas übertrieben, da die vorhandene verdeckelte Brut ja hoffen läßt, dass sich das Volk noch erholt. Und die Madam scheint wieder mehr anfangen zu stifteln - ich GLAUBE jetzt erst werden Winterbienen erzeugt??

Danke Euch,

Nils
Benutzeravatar
Nils
 
Beiträge: 416
Registriert: 3. Juli 2012, 11:18
Wohnort: Bayern

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Simon » 25. August 2013, 07:29

Mit der Wabenhygiene zu warten machte Sinn, viele Völker haben wie so üblich im Sommer das Brutnest nach oben verlagert, aber nicht alle. Bei der aktuell anstehenden Völkern habe ich konsequent den 1. Brutraum entnommen, die Waben altern recht schnell und der Eingriff beeinflusst jetzt am wenigsten die Völker.

Einige Völker wurden auf einen Brutraum eingeengt, dieser wiederum ist recht frisch durch die Erweiterung nach unten und den Brutraumtausch, dafür ist die andere Hälfte des Brutraumes sehr schnell gedunkelt.

Nils hat geschrieben: wie findest du heraus ob in den Randwaben Melizitose drin ist oder nicht? Selbst wenn ich einige Zellen aufmache und es darunter noch flüssig ist, könnte das ja auch Meli sein?
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, setzt die Völker auf frisches Wabenwerk! Ich nehme so weit wie möglich den Honig raus. Ich denke Melezitose ist durch seine schlecht verzehrbare Konsistenz eben noch ein wenig verschärfter als der Waldhonig, egal ob flüssig oder nicht die Mineralstoffe belasten die Verdauung.


Nils hat geschrieben: Ein Volk engte ich auf 1 Zarge ein, aber es läuft jetzt vie Brut aus und sie bauen unter der Folie gewaltige Gebilde an Überbau. Beim Blick durch die Folie ist es fast schwarz von Bienen. Ich überlege hier noch eine Halbzarge aufzusetzen (oder unterzusetzen) und so zu überwintern. Was meint ihr?
Raum geben in dem Fall verhindert möglicherweise Unterbau, allerdings kann man dann gleich oben eine volle Zarge aufsetzen. Halbzargen ist ne Bastelei für den Honigraum, sie im Brutraum einzubauen hat immer die Gefahr, dass sie da auch bleibt und nicht sinnvoll für eine systematische Betriebsweise mit einem Rähmchenmaß eingesetzt werden kann.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
Benutzeravatar
Simon
Admin
 
Beiträge: 5364
Bilder: 520
Registriert: 9. Februar 2008, 22:27
Wohnort: 73278

Re: Einengen Sommer 2013

Beitragvon Florian82 » 25. August 2013, 08:40

Wie sieht es mit den Futterkränzen aus? Hab bei Brutwaben teilweise große Futterkränze die was teils dunklen oder Melihonig haben. Werden die im Herbst noch aufgebraucht so das sie sowieso einen Reinigubgsflug machen können?
Hab ansonsten alles im neuen 1 Brutraum alles ausgetauscht wo keine Brut dabei war.

Bei mir sitzt die meiste Brut im neuen 1 Brutraum. Im 2 fast nur Futter.

Wie sieht das mit schlechtem Wetter aus? Es soll die ganze Woche regnen bei uns, nehmen die Bienen als erstes Futter von den Kränzen oder wo holen sie sich das Futter?

Schöne Grüße
Florian82
 
Beiträge: 63
Bilder: 25
Registriert: 12. Mai 2013, 09:40
Wohnort: Bad Reichenhall / Berchtesgaden


Zurück zu August

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste