Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Actionmichel » 24. August 2017, 05:53

Avignon hat geschrieben:
keinimker hat geschrieben:Hallo,
mir würden einpaar Angaben zu den Milbenzahlen mehr weiterhelfen. Wachsam sein! Ja, gerne. Doch wird oft behauptet, dass das Milbenzählen sehr wenig aussagekräftig wäre.
10 bis 14 Tage nach der ersten AS-Gabe fallen 0 bis 1 Milbe. Was wird von den erfahrenen Imkern geraten? Eine zweite Behandlung oder abwarten? Wann wäre dann der Zeitpunkt für eine weitere Maßnahme?
In 2016 habe ich zwei Behandlungen mit AS60% im Abstand von 10 Tagen gemacht und im Winter 1x OX. Gut überwinterte Völker, die im Spätwinter gut in Brut waren.
Ehrlich: Ich bin vom vielen Lesen schon völlig "meschugge".
Harald


Ich muss wirklich immer staunen, was Ihr Euren Bienen so alles an Säuren zumutet!

Klar ist Milben-Zählen ein totaler Quatsch und vielleicht amüsant für Hobby-Imker, die mit ihren paar Völkern somit ihre Zeit totschlagen. Ab einer gewissen Völkerzahl ist das doch gar nicht mehr möglich. Hier hielft nur ein ganz strikter Behandlungsplan für alle Völker, egal wie viele Milben sie haben.


ich denke mal, dass die meisten hier Hobby- Imker mit max. 30 Völker sind!!!
ich finde das Milbenzählen überhaut keinen Quatsch!!!
Natürlich stelle ich mich nicht hin und zähle eine Windel aus, diese direkt nach der Behandlung komplett mit Milben übersät ist.
Bei meinen wöchentlichen Standbesuchen entnehme ich die Windeln und schaue, ob viele (über 50 Milben) oder wenige (unter 10 Milben) gefallen sind.
Nach diesem natürlichen Abfall richte ich mich mit meinen Behandlungen.
Hätte ich dies letztes Jahr nicht gemacht, währe mit Sicherheit ein Großteil meiner Völker nicht so stark, bzw. gar nicht mehr aus dem Winter gekommen.
Im September lag der natürlicher Milbenfall unter 10 Milben (in einer Woche). Ende Oktober hatte ich auf einigen Völkern mehr als 50 Milben in einer Woche drauf. Wenn ich da nicht sofort reagiert hätte, währe es mir sicherlich so ergangen, wie vielen meiner Imkerkollegen, diese Totalausfall an den Bienenständen hatten, weil sie sich auf ihre Sommerbehandlung verlassen hatten.
Im Dezember dagegen machte sich die Behandlung vom Oktober so gut bemerkbar, dass ich mir bei vielen meiner Völker die Winterbehandlung sparen konnte.
Den Völkern und der Beute schadet es übrigens auch nicht, wenn ab und zu mal der schimmlige Pflaum auf den Windeln entfernt wird.
Von meinen Völkern sind von 29 Völkern, alle lebend aus dem Winter gekommen. Winterverluste kenne ich nicht!!!

Gruß Michael
Actionmichel
 
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 24. August 2017, 06:58

@Michael:
Ich geb Dir recht, so ohne Windel ist auch nicht das Wahre. Und im Oktober gings uns ähnlich letztjahr - wenn auch nur an einem bzw. "anderthalb" Ständen. Ohne Windelkontrolle wären die dahin gewesen. Mit oder ohne Amitraz oder wie die Wundermittelchen heißen mögen.
Alternativ könnte man natürlich:
Die Völker inspizieren - natürlich nur Stichproben. Das erfordert mehr Erfahrung. Und Arbeit.
Eine einigermaßen repräsentative Auswahl der Völker an einem STand mit Windel kontrollieren. Bei größeren Völkerzahlen wird es darauf hinauslaufen. Größere Imker, die aus Sparsamkeitsgründen keine Windel drin haben, haben dann z.B. von 20 Paletten am Stand vllt.bei einer oder zweien Windeln drin.
Wir haben derzeit gut 70 Volkseinheiten (von denen ich nicht annehme, dass ALLE in den Winter gehen), da merk ich schon: Über einen Kamm scheren beim Behandeln liegt hier näher als bei 20. UNd "Zählen" tu ich natürlich auch nicht mehr. Es hatten jetzt aus kastentechnischen Gründen auch nicht alle Windeln drin.
Wenns sehr wenige V sind und die Völker seh ich nur alle 3 Wochen, dann such ich schon, ob ich überhaupt Varroen finde. Sonst reicht mir ein Eindruck der Windel durchaus.
Und die Schadschwellen setz ich wesentlich niedriger an als in der einschlägigen Literatur empfohlen. Zahlen kann ich hier allerdings keine nennen. Da ich nicht "zähle".
Dennoch: Ich hab nach dem Abernten ALLE behandelt, egal wieviel Varroen. Bei manchen hab ich erst gar nicht geguckt. Und im September werd ich nun auch alle Ableger aus dem Mai miteinbeziehen. Auch wenn dort derzeit so gut wie 0 Milben auf den Windeln zu finden sind.
Warum? Eben wegen letztem Jahr. Und: Die Völker hab ich großteils Mitte/Ende Oktober mit 85%iger AS traktiert. Und die haben mir trotzdem gut Honig und Ableger gemacht. Scheint sie also nicht soweit zu schädigen, dass nix mehr geht....

Ich weiß nur noch nicht genau, wann ich die Septemberbehandlung machen soll. Ich bin mit der ersten grad erst durch... L)
Da wir Anfang Oktober letztjahr das Malheur hatten, werd ich wohl spät behandeln und im Bedarfsfalle auch 85%ige einsetzen. Also wenn das Wetter am Tag der Behandlung nun nicht so optimal ist. Für meine Schwammtuchbehandlungen mit 60%iger und meinen Kästen find ich "sommerliches" Wetter günstig. D.h. für mich: Ich lauf im T-Shirt rum, auch im Schatten ohne zu Frieren; und Wäsche trocknet einigermaßen. Das sind nun schwarzwälder und subjektive Angaben, ob da jmd. was mit anfangen kann? Bei uns ists feucht und es gibt viel Schatten. Und mir ist schnell kalt. Wenn Bienen nicht fliegen, frier ich schon. Wir sind wohl beide für wärmeres Klima gemacht...
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon mmoe » 24. August 2017, 13:30

Ahoi!

Avignon hat geschrieben:Ich muss wirklich immer staunen, was Ihr Euren Bienen so alles an Säuren zumutet!


Das Ding mit dem Tellerand: Mich füllt ja immer mit Erstaunen, dass vermeintlich gebildete Menschen mit ausgeprägten Hang zur Teilnahme an der öffentlichen Meinungsbildung der Meinung sind, dass Akarizide (hier: Nervengift Amitraz) und deren Metaboliten (hier Abauprodukt des Akarizids: Dimethylanilin; wird durch die Haut aufgenommen, krebserregend) das Nonplusultra wären. Schade, dass Lesen und Verstehen nicht mehr vor Dummheit schützen.

Tipp: Lehrbuch der Lebensmittelchemie, Belitz. Schon mehrfach hier genannt.

Avignon hat geschrieben:Klar ist Milben-Zählen ein totaler Quatsch ...


Ja, ab der numerischen Zahl 60 werden die Franzosen ja auch sehr kompliziert. Abhilfe schaffen z.B. Apps, die ein Foto auswerten können. Braucht man nicht bis 60 zählen und dann mehrfach addieren. :bll:

waldimker hat geschrieben:Ich weiß nur noch nicht genau, wann ich die Septemberbehandlung machen soll ...


Mensch Waldimker, du machst jedes Mal ein Fass auf. ;)

Du imkerst doch auch nicht erst seit einem Jahr. Und mittlerweile ist dir doch auch aufgefallen, dass ein Leitfaden mehr LEITrichtung als LEIDrichtung ist oder nicht? Vergiss nicht deine Erfahrungen aus den letzten Jahren und setze diese entsprechend um. So schwer ist das doch gar nicht. AS ist sicherlich nicht das nonplusultra - aber zumindest eine erprobte Komponente. Andere Varianten kennst du doch auch schon lang genug. Dass jedes Jahr anders ist, dürfte dir auch bekannt sein.
Nun .. und wo du wohnst und das entsprechende Mikroklima ehm'pfalz! Setze das ein und reite nicht den toten Gaul, den andere immer wieder neu erfinden wollen. Egal, wie das Kind heißt ... Amitraz, Bayvarol, Perizin.

Ob 4,20 oder 5 Millionen Völker. Ohne Arbeit geht es nicht. Es sei denn, man trumpt ganz gewaltig.
Viele Grüße
Marco
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 24. August 2017, 18:11

Hi mmoe,
ja, klar. Eigentlich hab ich die Säuren so einigermaßen "im Griff". Es ist mehr eine Frage der Witterung im Jahresverlauf, nie so genau vorhersagbar. Dauer des Brütens usf. Ich mach auch Fässer auf, jaja. Sind tatsächlich keine ganz trivialen Fragen. Etwas dumm formuliert mit der "September"-Behandlung. In meinem Falle der Schwammtücher mein ich die zweite Blockbehandlung, klar.

Diesjahr experimentier ich erstmals mit ApiLifeVar. Allerdings nicht sonderlich systematisch. Ich leg die auf, wenn eine AS-Behandlung zu viel wär oder zu aufwändig wegen Entfernung.

Die Versuchung mit den tollen Mittelchen der Pharma- und Giftindustrie hat sich mir freiwillig genommen. Wir sind zertifizierter Bio-Betrieb...
Andererseits: Ich hab noch nicht mal eine Verpackung gesehen von so Zeug, insofern bin ich da recht unbeleckt.

Zum Einsatz und den Folgen von derlei Zeugs - nicht nur bei Bienen, man übertrage bitte auch auf andere "Mittelchen" usf. - man lese mein vllt. schwerverständliches Sprüchlein unten.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Immenfreund » 25. August 2017, 06:44

jemand (wars Joachim?) schrieb weiter oben, dass OS Sprühen seit diesem Jahr in D zugelassen. Finde unter "Anleitung Bienenvölker mit Oxalsäure besprühen" bei googeln nur Anleitungen von 1995.
Wie ist die Lösung herzustellen?
Es wird eine Oxalsäurelösung aus 30 g Oxalsäuredihydrat
pro 1 Liter Wasser verwendet. Dies
entspricht einer Lösung von 2.1%. Die Bienen auf
den Waben und den Kastenwänden werden mit
einem Handzerstäuber besprüht. Die Dosierung
liegt bei 3 - 4 ml pro besetzte Wabenseite. Um
eine Überdosierung zu vermeiden sollte zu
Beginn der Behandlung die ausgestossene
Menge pro Pumphub mit einem Messzilinder
erfasst werden. Ein Liter der Oxalsäurelösung
reicht für ca. 15 Völker.

passt das (Schweizerisches Zentrum für Bienenforschung (2001))?
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Tobi » 25. August 2017, 07:22

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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon STC » 25. August 2017, 07:52

google mal oxuvar 5,7%

natürlich ist das sprühen von selbst angemischter oxalsäure nicht zugelassen! da würde ja keiner was drsn verdienen können!
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 25. August 2017, 08:18

dann wären das 57,4 g Oxalsäuredihydrat und das dann zu 1 Liter mit Wasser auffüllen.
Und dann so verdünnen wie in der anleitung für die 5,7%ige angegeben?
Klingt logisch...
Warum ist das dann weiter oben eine 2,1%ige Lösung? Müsste dann ja auch als 3,0%ige durchgehen???
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Tobi » 25. August 2017, 10:15

STC hat geschrieben:google mal oxuvar 5,7%

natürlich ist das sprühen von selbst angemischter oxalsäure nicht zugelassen! da würde ja keiner was drsn verdienen können!


...und somit würde auch keiner teuer forschen/entwickeln/zulassen!

Aber "technische" Säuren verwenden und dann jammern dass niemand die teuren Zulassungsverfahren für neue Wirkstoffe oder Anwendungen auf sich nimmt ist halt "typisch Schmarotzer-Imker"...
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon STC » 25. August 2017, 18:09

nicht ganz falsch...

wenn die Anwendung der Oxalsäure zum Thema Varroa nicht schon hinreichend erforscht wäre seit Jahren!

Dass die Zulassungsverfahren so sinnlos teuer sind hängt nur mit unnötig komplizierten formalitäten zusammen. Und natürlich muss alles für jeden eu staat neu zugelassen werden! logisch!

aber die Diskussion führt zu nix. die deutschen brauchen nun mal ihre regeln!
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Tobi » 25. August 2017, 18:19

STC hat geschrieben:Dass die Zulassungsverfahren so sinnlos teuer sind hängt nur mit unnötig komplizierten formalitäten zusammen. Und natürlich muss alles für jeden eu staat neu zugelassen werden!


Das liegt letztenendes allein an der Mehrheit der Wähler...
...aber würden das hier viele z.B. in Bezug auf PSM auch so sehen...?

BTW. die EU ist mittlerweile zumindest in Regionen unterteilt, wo die Zulassung in größerem Rahmen machbar ist...
Würde aber auch nix bringen, wenn die zugelassenen Produkte nicht gekauft würden.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon STC » 25. August 2017, 18:48

oh he wähler...

ich fürchte das gros der wähler interessiert sich weder für oxalsäure noch für irgendwelche psm...

übrigens ist der vergleich bescheuert... egal wie viele as oder andere behandlungen mit technischen Säuren durchgeführt werden, der Acker nebenan wird nicht dadurch verpestet... auch sonst sind die verursachten Schäden wenn dann nur lokal...
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 25. August 2017, 18:55

naja: Das Gras vor den Beuten leidet doch sichtbar!
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Tobi » 25. August 2017, 19:41

STC hat geschrieben:oh he wähler...

ich fürchte das gros der wähler interessiert sich weder für oxalsäure noch für irgendwelche psm


Geben aber eine grundsätzliche Richtung vor. Um das schlechte Ökogewissen, verursacht durch das von den Medien verbreitete Zerrbild, zu beruhigen werden entsprechende Ökopopulisten gewählt. Die verursachten Kollateralschäden sind dann halt der Preis für den modernen Ablassbriefhandel.

Aber dass die Diskusion da zu nix führt; da geb ich Dir nun wieder recht...

Fakt ist doch, dass keiner was teuer auf den Markt bringt wenn das dann doch nicht (ausreichend) gekauft wird. Egal wer "schuld" daran ist.

Und da läßt endlich wer OX zum sprühen in D zu, und die häufig erste Reaktion darauf ist "wie misch ich das selber?"! :pillepalle:
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Avignon » 27. August 2017, 20:55

mmoe hat geschrieben:Ahoi!

Avignon hat geschrieben:Klar ist Milben-Zählen ein totaler Quatsch ...


Ja, ab der numerischen Zahl 60 werden die Franzosen ja auch sehr kompliziert. Abhilfe schaffen z.B. Apps, die ein Foto auswerten können. Braucht man nicht bis 60 zählen und dann mehrfach addieren. :bll:



Für mich bist Du eine gewisse Lachnummer mir Deiner Besserwisserei! Was ist denn beim Zählen ab 60 anders als bis 70 in French?? Bis 70 zählen die Frenchis auch nicht anders als die Germans und English. Ab 71 heisst es dann "Soixante Onze" = Sechzig + Elf bedeutet, was bei gewisse Leute anscheinend ans geistige Limit stösst.

Auf Deine Panikmache, was Amitraz betrifft, so kann ich nur schmunzeln. Du hast nicht den geringsten Schimmer, wie viele Imker (und immer mehr) inzwischen wirkungsvoll mit Amitraz (TakTic) behandeln. Werde ständig gebeten, doch die Bezugsquellen zu nennen.Damit kann man sich auch das blöde Milbenzählen sparen, denn die Behandlung eines Volkes mit Amitraz kostet nicht einmal 0,50 €.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon FranzBurnens » 28. August 2017, 17:32

Avignon hat geschrieben:Du hast nicht den geringsten Schimmer, wie viele Imker (und immer mehr) inzwischen wirkungsvoll mit Amitraz (TakTic) behandeln.

Dann nenn doch endlich mal die Zahlen, falls es welche gibt. Ansonsten ist das von dir der reine Werbeblock.

Statistiken über Rückstandsuntersuchungen oder Jahresberichte, wie sie hier von Bieneninstituten herausgegeben werden, sind wohl nicht greifbar.

Mir scheint, die Behandlung ist für dich so billig zu haben, weil du über alibaba "Tactic" flüssig aus China kommen läßt und damit selbst Streifen präparierst, bei der Hitze dort unten können einem schon alle möglichen Gedanken einfallen ...
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Avignon » 29. August 2017, 08:23

FranzBurnens hat geschrieben:

Mir scheint, die Behandlung ist für dich so billig zu haben, weil du über alibaba "Tactic" flüssig aus China kommen läßt und damit selbst Streifen präparierst, ...


Wieso denn aus China?? Kann man hier ohne Probleme über einen verständnisvollen Tierarzt beziehen.

Und welche Zahlen soll ich denn nennen? All die deutschen Imker von denen ich weiss, dass sie auch mit Amitraz behandeln? Werde sicherlich keine Namen nennen! Und da ich nichts zu verkaufen habe, kann dies auch kein Werbeblock sein.

Was die Rückstandsanalysen betrifft, so lasse doch mal die in DE im Handel vertriebenen MW untersuchen. Da sind noch ganz andere Substanzen drinnen als ein par Amitraz-Spuren. Hier in FR behandeln weit mehr als 50% der Imker mit Apivar. Kostet je nach Bezugsquelle zwischen 3 - 5 €/Volk. Wer Mitglied einer GSA oder GDSA ist, kann es subventioniert für ca. 1 €/Volk beziehen. Jedoch sind die selbst erstellten Streifen wirkungsvoller (Behandlungsdauer ca. 20 Tage) als Apivar (Behandlungsdauer min. 6 Wochen).
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Tobi » 29. August 2017, 09:10

20 Tage wäre mir zu kurz...?
Bei meinen (ordentlich behandelten) Völkern habe ich anfang Dezember nach 6 Tagen Windel lange suchen müssen um überhaupt mal eines mit gefallener Milbe zu finden. Ich denke dann spielt auch eine geringe "Reinvasion" eine Rolle, bzw. ist im Gegensatz zu einem Volk mit recht hohem Restbesatz doch messbar...

Legst Du einfach in ein Tactic-Öl-Gemisch ein? Stelle mir die Dosierung, bzw. Freigabe des Wirkstoffes je nach verwendetem Material des Streifens (verschiedene Papp- Papiersorten, Rolloband, Kordel, ...) doch "sehr abenteuerlich" vor...?
Erscheint mit auch, als wüsstest Du nicht wirklich zu schätzen, dass es bei Euch (schon länger) eine Zulassung für Amitraz gibt. Wenn das bei Euch dann noch gefördert gibt, sollte man die Zulassungsinhaber imho schon durch die Nutzung des Originals unterstützen...
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Avignon » 30. August 2017, 08:23

Tobi hat geschrieben:20 Tage wäre mir zu kurz...?
Bei meinen (ordentlich behandelten) Völkern habe ich anfang Dezember nach 6 Tagen Windel lange suchen müssen um überhaupt mal eines mit gefallener Milbe zu finden. Ich denke dann spielt auch eine geringe "Reinvasion" eine Rolle, bzw. ist im Gegensatz zu einem Volk mit recht hohem Restbesatz doch messbar...

Legst Du einfach in ein Tactic-Öl-Gemisch ein? Stelle mir die Dosierung, bzw. Freigabe des Wirkstoffes je nach verwendetem Material des Streifens (verschiedene Papp- Papiersorten, Rolloband, Kordel, ...) doch "sehr abenteuerlich" vor...?
Erscheint mit auch, als wüsstest Du nicht wirklich zu schätzen, dass es bei Euch (schon länger) eine Zulassung für Amitraz gibt. Wenn das bei Euch dann noch gefördert gibt, sollte man die Zulassungsinhaber imho schon durch die Nutzung des Originals unterstützen...


Klar, Tobi, weiss ich, dass Amitraz hier in FR seit langen Jahren zugelassen ist. Geht doch aus meinem Post klar hervor. Der Witz ist nur, dass die Apivar-Streifen nicht so effektiv sind. Und 20 Tage intensive Behandlung sind völlig ausreichend, um ein Volk von der Milbe zu befreien. Man muss einfach darauf achten, die Streifen regelmässig zu erneuern und sie vor allem ins Brutnest hängen. Denn nur dort stören diese Streifen die Bienen und werden von ihnen in kleinste Fasern zerlegt und aus der Beute getragen = maximaler Kontakt, denn der Kontakt mit den Bienen ist wichtig.

Als Streifen benutze ich einen 400g/m2-Karton im Format 32 cm x 3 cm. Und was ist denn bei der Dosierung so abenteuerlich? 1 Part (20 ml) TakTic gut vermischt mit 9 Part (180 ml) billiges Raps- oder Sonnenblumen-Öl. In nicht einmal 30 Min. haben sich die eingelegten Streifen voll gesogen. Lasse sie dann 1 Std. abtropfen, umwickele den ganzen Stapel mit einem Küchentuch und stecke sie in einen verschliessbaren Plastikbeutel. Sie werden direkt danach in die Beuten gehängt. Natürlich muss man alle 4 Tage die Streifen neu herstellen. Ich tausche sie alle 4 Tage aus und dies 5 Mal. Somit dauert die Behandlung länger als 20 Tage, denn der 5. Streifen wird erst am 20. Tag eingehangen.

Da wir mit dieser Behandlungsmethode bessere Ergebnisse erzielen als z.B. die Apivar-Anwender, so werde ich wohl sicherlich die NICHT Lobby für irgendwelche Zulassungsinhaber spielen. Ausserdem bekommt man auch nur für die Anzahl an Völkern eine Subvention, die man auch offiziell gemeldet hat. Und glaubst Du denn wirklich, dass es hier bei uns Berufsimker gibt, die ihre tatsächliche Völkerzahl angeben?

Was jedoch die Milbenbehandlung betrifft, so warte ich zusätzlich auf die kurze Brutpause, die hier irgendwann zwischen Mitte Dezember bis Mitte Januar stattfindet, aber nie länger als 2 Wochen dauert. In der Phase behandele ich noch einmal per Fogger (Sublimation) jedoch auch mit Amitraz.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Tobi » 30. August 2017, 08:54

Uiii!
Das ist aber schon recht aufwendig... :shock:
Wie lange lassen denn die Apivaranwender die Streifen drin? Da haben sich ja durchaus eine andere Behandlungsdauer als die in der Anleitung bewährt...

In D ist scheinbar auch noch ein (Übersetzungs?)fehler in der Anleitung zum Apitraz? Da soll man zwischen die Futterwaben hängen...! Aus Hohenheim kommt dann noch die Aussage, dass das Zeug nicht so wirklich zuverlässig wirken würde... Ja nee, is klar...! Wobei sich darin dann ja doch wieder der Therapienotstand begründen lassen würde, so dass der TA auch weiter Taktic verschreiben dürfte. Da haben die AS 85%-Verfechter hier in D ja gute Vorarbeit geleistet... :mrgreen:
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon ulf » 30. August 2017, 13:12

keinimker hat geschrieben:Hallo,
mir würden einpaar Angaben zu den Milbenzahlen mehr weiterhelfen. Wachsam sein! Ja, gerne. Doch wird oft behauptet, dass das Milbenzählen sehr wenig aussagekräftig wäre.
10 bis 14 Tage nach der ersten AS-Gabe fallen 0 bis 1 Milbe. Was wird von den erfahrenen Imkern geraten? Eine zweite Behandlung oder abwarten? Wann wäre dann der Zeitpunkt für eine weitere Maßnahme?

Harald


Was willst du denn beim Fall von 0 Milben noch behandeln ????
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Avignon » 30. August 2017, 22:05

Tobi hat geschrieben:Uiii!
Das ist aber schon recht aufwendig... :shock:
Wie lange lassen denn die Apivaranwender die Streifen drin? Da haben sich ja durchaus eine andere Behandlungsdauer als die in der Anleitung bewährt...

In D ist scheinbar auch noch ein (Übersetzungs?)fehler in der Anleitung zum Apitraz? Da soll man zwischen die Futterwaben hängen...! Aus Hohenheim kommt dann noch die Aussage, dass das Zeug nicht so wirklich zuverlässig wirken würde... Ja nee, is klar...! Wobei sich darin dann ja doch wieder der Therapienotstand begründen lassen würde, so dass der TA auch weiter Taktic verschreiben dürfte. Da haben die AS 85%-Verfechter hier in D ja gute Vorarbeit geleistet... :mrgreen:


Was ist denn wieder APITRAZ???? Und was ist da denn so aufwendig?? Was die TA betrifft, so haben doch die Aktionen absolut nichts mit irgendwelchen Notständen zu tun, sondern einfach eine Frage der persönlichen Beziehung zum TA. Ich habe heute Nachmittag ca 70 Völker (Dadant Blatt) neuen Streifen gegeben. Sämtliche Völker sitzen gerade auf 4-6 BW, wir haben gerade den Beginn der Eufeu-Tracht. Von diesen 70 Völkern werde ich in ca. 10-15 Tagen noch um die 30-40 Ableger (3 BW + begattete Kö) erstellen. Bei einer AS-Behandlung und unseren momentan immer noch um die 35°C doch nichts anderes als eine Utopie.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 31. August 2017, 07:13

Welcher Trottel würde denn auf die Idee kommen, die Zeitpunkte für eine AS-Behandlung bei so unterschiedlichen Klimata gleich anzusetzen?!

In unseren Breiten (D) ist der letzte Zeitpunkt für Brutwabenablegererstellung schon durch, zumindest wirtschaftlich.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Tobi » 31. August 2017, 07:27

Avignon hat geschrieben:
Tobi hat geschrieben:Uiii!
Das ist aber schon recht aufwendig... :shock:
Wie lange lassen denn die Apivaranwender die Streifen drin? Da haben sich ja durchaus eine andere Behandlungsdauer als die in der Anleitung bewährt...

In D ist scheinbar auch noch ein (Übersetzungs?)fehler in der Anleitung zum Apitraz? Da soll man zwischen die Futterwaben hängen...! Aus Hohenheim kommt dann noch die Aussage, dass das Zeug nicht so wirklich zuverlässig wirken würde... Ja nee, is klar...! Wobei sich darin dann ja doch wieder der Therapienotstand begründen lassen würde, so dass der TA auch weiter Taktic verschreiben dürfte. Da haben die AS 85%-Verfechter hier in D ja gute Vorarbeit geleistet... :mrgreen:


Was ist denn wieder APITRAZ???? Und was ist da denn so aufwendig?? Was die TA betrifft, so haben doch die Aktionen absolut nichts mit irgendwelchen Notständen zu tun, sondern einfach eine Frage der persönlichen Beziehung zum TA. Ich habe heute Nachmittag ca 70 Völker (Dadant Blatt) neuen Streifen gegeben. Sämtliche Völker sitzen gerade auf 4-6 BW, wir haben gerade den Beginn der Eufeu-Tracht. Von diesen 70 Völkern werde ich in ca. 10-15 Tagen noch um die 30-40 Ableger (3 BW + begattete Kö) erstellen. Bei einer AS-Behandlung und unseren momentan immer noch um die 35°C doch nichts anderes als eine Utopie.


Apitraz sind die in D zugelassenen Amitrazstreifen.

Der Behandlungsnotstand muß festgestellt werden dass der TA in D Medikamente verschreiben darf, die nicht für Bienen zugelassen sind. Weiterhin darf die Behandlung dann von der Anleitung im Beipackzettel abweichen.

Aufwendig finde ich die vier Behandlungen plus die Winterbehandlung. Da könnte ich ja gleich mit AS+OS behandeln...
Das ganze wird bei mir im Aug. bei der Wabenhygiene und Fütterung miterledigt. Wenige Handgriffe wenn die Kiste eh gerade offen ist. Dann bleibt die zu bis September/Oktober. --> Ankippen, wenige Sekunden später wieder zu. Und zu bleibt die dann normal auch bis Frühjahr.
Füttern von oben in Leerzarge. Kontrolle mit Kofferwaage.
Im Dezember paar Tage Windel rein ob Behandlung noch ordentlich wirkt. (letzten Dezember nach sechs Tagen kaum ein Volk mit Milbe auf Windel gefunden)
Außer Varroa Betriebsweise und Beute angelehnt an Liebig; sehr extensiv, bzw. laß die Bienen lieber für mich arbeiten, statt umgedreht. Da sind vier zusätziche Eingriffe schon relativ viel. Zumal das dann alle vier Tage ein "Fixtermin" ist, den ich im Nebenerwerb entsprechend aufwendig - teils an Werktagen - planen müßte da ich viel Unterwegs bin.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Avignon » 31. August 2017, 21:04

Ach guck, dann ist also Amitraz doch durch Apitraz in DE zugelassen! :hmm:

Tobi, ich brauche nicht einmal 1 Min., um neue Streifen einzuhängen. Also ein lächerlicher Aufwand, wenn man sowieso jeden Tag bei seinen Bienen ist. Bei mir ist die Kö-Zucht auch noch voll im Gange, es wird noch bis Ende September umgelarvt und die letzte Kö-Serie bis Mitte Oktober begattet. Alles ist doch im Grunde eine Frage der Organisation.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Tobi » 1. September 2017, 10:13

Avignon hat geschrieben:Ach guck, dann ist also Amitraz doch durch Apitraz in DE zugelassen! :hmm:


Ja, seit dieser Saison. Es sind wohl auch noch weitere Präparate in der Pipeline. Nochmal was mit Amitraz und was mit Coumaphos. (Perizin wird nicht mehr hergestellt.)


Avignon hat geschrieben:Tobi, ich brauche nicht einmal 1 Min., um neue Streifen einzuhängen. Also ein lächerlicher Aufwand, wenn man sowieso jeden Tag bei seinen Bienen ist. Bei mir ist die Kö-Zucht auch noch voll im Gange, es wird noch bis Ende September umgelarvt und die letzte Kö-Serie bis Mitte Oktober begattet. Alles ist doch im Grunde eine Frage der Organisation.


Gut, das sind halt ganz andere Voraussetzungen...
Aber sicher auch Eurem Klima, bzw. der langen Brutphase geschuldet...?

Wirkstoffwechsel fand bei Euch über die Jahre nicht statt?
Die Aussagen über Resistenzen sind ja nie sehr konkret; scheinbar wissen die so wehement vor Resistenzen warnenden Säureverfechter da auch gar nicht wirklich wovon Sie reden...
Wenn es "nur" um metabolische Resistenzen geht, würde das die hohe Dosis, bzw. lange Behandlungsdauer ja erklären...?
In D hört man zwar immer wieder von "bereits aufgetretenen oder bekannten Resistenzen" aber was genaueres wird da nicht öffentlich. Noch nicht mal um was für Resistenzen es sich überhaupt handeln soll, so dass man entsprechend agieren könnte...
Sieht das in Fr besser aus?
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Actionmichel » 14. September 2017, 05:36

Hallo zusammen,
habe die letzten Tage mal wieder meine Windeln in den Völkern kontrolliert und musste feststellen,
dass es die Varroamilbe doch noch gibt! :o
Bei manchen meiner Völker steigt der Varroa- Druck gerade rapide an! :cry:
Bei anderen Völkern an den gleichen Ständen fällt weiterhin so gut wie nix. :thumbsup:
Es ist erstaunlich, dass die Milbenbelastung bei den einzelnen Völkern so extrem unterschiedlich ist. :hmm:
Für manche Völker wird es höchste Zeit, diese nach zu behandeln!!! :/

LG Michael
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 14. September 2017, 06:49

Hab gestern auch mal gezählt.
Einzelne Völker extreme Milbenlast. Überwiegend aber eine geringe. Viele Völker könnte man ohne Behandlung weiterführen.
Nun stellt sich doch die Frage: Was tun bei diesen Witterungsbedingungen? AS geht nicht. Ich erwäge eine Blockbehandlung mit OS Träufeln bei den "schwer befallenen" Völkern.
Und dann den Rest mit AS behandeln, sollte es nochmal besser werden mit dem Wetter.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Joachim » 14. September 2017, 09:05

waldimker hat geschrieben:Hab gestern auch mal gezählt.
Einzelne Völker extreme Milbenlast. Überwiegend aber eine geringe. Viele Völker könnte man ohne Behandlung weiterführen.
Nun stellt sich doch die Frage: Was tun bei diesen Witterungsbedingungen? AS geht nicht. Ich erwäge eine Blockbehandlung mit OS Träufeln bei den "schwer befallenen" Völkern.
Und dann den Rest mit AS behandeln, sollte es nochmal besser werden mit dem Wetter.


hallo waldimker,
nach den BIOland-Richtlinien sind zur Varroabehandlung folgende Varianten möglich:

4.10.2.6 Bienengesundheit
Der Einsatz von chemotherapeutischen Medikamenten ist verboten. Lediglich zur Bekämpfung der Varroa-Milbe ist neben biotechnischen und biophysikalischen Methoden der Einsatz von

• Milchsäure • Ameisensäure • Oxalsäure • Thymol (gegebenenfalls in Verbindung mit Eukalyptol, Kampfer und Menthol)

zugelassen.

Für diejenigen Bienenvölker, die mit ihrem Wabenbau zur Honiggewinnung verwendet werden sollen, ist der Einsatz dieser Mittel nur in dem Zeitraum zwischen deren letzter Honigernte des Jahres und dem 15. Januar des folgenden Jahres zulässig. Eine Oxidation an rückstandsbedenklichen Metallen ist zu vermeiden. Sämtliche Behandlungsmaßnahmen sind in einem Behandlungsbuch aufzuzeichnen.


In welcher Behadlungsform die OS z.B. angewendet wird (träufeln, sprühen, sublimieren) ist zumindest in diesen Regelungen nicht festgelegt. Ebenso bleibt offen, welche Konzentration AS eingesetzt werden kann (60% ad. us. vet, 85% ad. us. vet. oder gar 99% ad. us. vet.) Somit hast Du doch einiges an Spielraum.

Eine Träufelung würde ich, wie in einem anderen Therad hier von mir bereits erwähnt wegen der nicht so zuverlässigen Wirkungsweise im direkten Vergleich zu einer Sprühbehandlung OS so nicht setzen.
Viele Grüße
Joachim
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 14. September 2017, 09:32

Hallo Joachim,
die "Regeln" sind mir wohl bekannt. Allerdings muss ich mich an die zulässigen Anwendungsmittel halten. D.h. 85%ig AS, da bräucte ich den Tierarzt. Sollte uach kein Problem sein.
Ich hatte zwei Brutnester mit OS 5 x beträufelt im Abstand von 3 Tagen. Die Milbenlast ist ähnlich wie in den mit AS 3 x mit Schammtuch im Abstand von 6 Tagen behandelten (Behandlungen Ende Juli bis in den August rein). Bienen sahen gestern ok aus: Menge mein ich. Da das Wetter lausig ist, ist mit Sprühen auch nix. Quälerei für alle Beteiligten. Insofern... Probieren geht über studieren! Auch für 85%ige AS ist grad nix. Träufeln ist das Einzige. Thymolstreifen sind bei hartem Befall nicht ausreichend, würd ich meinen.
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