Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Joachim » 17. August 2017, 19:51

Viele hier verharmlosen immer den Einsatz von Säuren. Es ist aber wissenschaftlich nachgewiesen, dass jeglicher Einsatz von Säuren in den Völkern zu Schäden (Brut, Bienen etc.) führt, und nicht nur die Milben ausdünnt. Der Imker bekommt dies nur mit, wenn eine Überdosierung vorliegt. Wird (zugegeben) stur nach Vorgabe der Institute z.B. AS eingesetzt sieht der Imker nur die Milben auf seine geölten Windeln rieseln.

Den Knick in der Population X+21 Tage fällt keinem großartig auf - auch nicht dass Brutflächen löchrig sind oder verdeckelte Brut überhaupt nicht mehr schlüpft etc. usw. Aber das ist ja egal Hauptsache man kann sagen "ich habe natürlich behandelt" ... Die Frage ist was besser kommt - schonende Behandlung mit Apiraz oder der Einsatz von Säuren unter Berücksichtigung der weitreichenden Schäden die dadurch angerichtet werden.....

Ich weiß das liest man hier nicht gerne - aber das ist Fakt ....
Viele Grüße
Joachim
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Avignon » 17. August 2017, 22:57

Tja, Joachim, die deutsche Imkerwelt ist eine Säure-Lobby. Momentan werden alle meine Völker mit Amitraz behandelt und 3/4 meiner Völker noch bis Anfang September geteilt. Das wäre absolut unmöglich, wenn ich diesen Völkern heute für eine gewisse Zeit ihren Lebensbereich mit irgendwelchen Säuren verätzen würde.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Avignon » 17. August 2017, 23:03

HaroldBerlin hat geschrieben:
Waldi hat geschrieben:Aber es gibt doch ein mittel das auf Hopfen basiert, hab leider den Namen nicht im Kopf, aber seit 2014 bekommt das Mittel keine Zulassung.


Hopguard.. https://www.youtube.com/watch?v=T2y4rndPhlo



Sorry, aber da lache ich mich einfach wen! Das Video ist von 2011!!! Gkaubt Ihr denn wirklich, dass wir Imker eine Zulassung erwarten eines Produktes, dass wirkungsvoll ist? Was interessieren uns Gesetze und Verordnungen, wenn es darum geht, die Varroa effizient zu bekämpfen!
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Waldi » 18. August 2017, 07:51

Hallo Avignon,
ich gebe dir recht, unsere vereine in die Gegend sprechen inoffiziell, mach was du willst Hauptsache deine Völker kommen gut über den Winter.
Es wird erfolgreich mit Fumisan oder andere Mittel behandelt die für die Bienen nicht Schädlich ist.
Es sind erfahrene Imker die letzten Winter alle ihre Völker verloren haben, da die fest an die AS Behandlung gehalten haben und daraus haben die gelernt.. :hmm:
Meine Völker haben den Winter gut überstanden, nur ein Volk verloren durch Futterabris ( verhungert)
Es ist schon tragisch das Hopguard keine Zulassung findet.... :hail:
Es Grüßt

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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon FranzBurnens » 18. August 2017, 09:13

Waldi hat geschrieben:Es wird erfolgreich mit Fumisan oder andere Mittel behandelt die für die Bienen nicht Schädlich ist.

Das enthält wahrscheinlich ein hier nicht zugelassenes Fluvalinat, Resistenzbildungen und Wachsrückstände inklusiv.
Siehe dazu einen Post von Simon, vor 5 Jahren:
viewtopic.php?f=11&t=790

Waldi bekommt wohl ne Menge dubioses Zeugs angeboten (solche Angebote erhalten eher Leut, die sowas auch wahrnehmen ... :mrgreen: )
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Waldi » 18. August 2017, 09:57

FranzBurnens hat geschrieben:
Waldi hat geschrieben:Es wird erfolgreich mit Fumisan oder andere Mittel behandelt die für die Bienen nicht Schädlich ist.

Das enthält wahrscheinlich ein hier nicht zugelassenes Fluvalinat, Resistenzbildungen und Wachsrückstände inklusiv.
Siehe dazu einen Post von Simon, vor 5 Jahren:
viewtopic.php?f=11&t=790

Waldi bekommt wohl ne Menge dubioses Zeugs angeboten (solche Angebote erhalten eher Leut, die sowas auch wahrnehmen ... :mrgreen: )



Nein stimmt nicht, ich behandle normal mit AS und im Winter mit Oxalsäure und Zwischen durch mit Farachet Forte um sicher zugehen das die meisten :vr: weg sind.
aber ich weis was andere Imker hier im Verein behandeln, und da sind mehrere Mittel erfolgreich im Einsatz.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Tobi » 18. August 2017, 10:12

Waldi hat geschrieben:
FranzBurnens hat geschrieben:
Waldi hat geschrieben:Es wird erfolgreich mit Fumisan oder andere Mittel behandelt die für die Bienen nicht Schädlich ist.

Das enthält wahrscheinlich ein hier nicht zugelassenes Fluvalinat, Resistenzbildungen und Wachsrückstände inklusiv.
Siehe dazu einen Post von Simon, vor 5 Jahren:
viewtopic.php?f=11&t=790

Waldi bekommt wohl ne Menge dubioses Zeugs angeboten (solche Angebote erhalten eher Leut, die sowas auch wahrnehmen ... :mrgreen: )



Nein stimmt nicht, ich behandle normal mit AS und im Winter mit Oxalsäure und Zwischen durch mit Farachet Forte um sicher zugehen das die meisten :vr: weg sind.
aber ich weis was andere Imker hier im Verein behandeln, und da sind mehrere Mittel erfolgreich im Einsatz.


:roll:
Öööhhhhhmmmm...., nunja...., wenn Du das Farachet Forte durch Bayvarol oder Apitraz ersetzen würdest, könntest Du Dir und den Bienen AS und OX ersparen und dann wär das sogar legal...
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Epoché » 18. August 2017, 12:50

Waldi hat geschrieben:Es sind erfahrene Imker die letzten Winter alle ihre Völker verloren haben, da die fest an die AS Behandlung gehalten haben und daraus haben die gelernt.. :hmm:

Auch wenn Ameisensäure nicht das bienenverträglichste Mittel der Wahl ist, ist diese Verallgemeinerung doch nun auch wieder Quatsch...
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Tobi » 18. August 2017, 13:05

Epoché hat geschrieben:
Waldi hat geschrieben:Es sind erfahrene Imker die letzten Winter alle ihre Völker verloren haben, da die fest an die AS Behandlung gehalten haben und daraus haben die gelernt.. :hmm:

Auch wenn Ameisensäure nicht das bienenverträglichste Mittel der Wahl ist, ist diese Verallgemeinerung doch nun auch wieder Quatsch...

Verallgemeinerung sehe ich da jetzt keine...
Er bezieht sich ja nur auf einige "erfahrene Imker".
Und genau da sehe ich den Haken. Kann es denen evtl. zu langweilig sein einfach (wie ein dummer Anfänger) nach (bewährtem) Schema F (egal ob z.B. nach "A+O" oder Beipackzettel Bayer) zu behandeln...? Ist das fürs Ego zu schnöde...? Darf es denn sooo einfach sein die Welt zu retten...? Wird da dann evtl. zu viel experimentiert...?
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Epoché » 18. August 2017, 15:03

Es klang für mich halt so, wie das es "die AS-ler" waren, die "alle ihre Völker" verloren haben. (und die anderen eben nicht) Kann ja auch auch sein, dass es in seinem Umfeld so war. Da sie aber "daraus gelernt haben", also irgendeine Kausalität hergestellt wird, kam mir das merkwürdig vor. Kann ja tausend Gründe haben, warum das nicht klappt. In meinem Verein ist zum Beispiel jemand, der legt jedes Jahr genau einmal ein Schwammtuch auf mit AS und das wars bis zum Winter mit Oxalsäure. Sonderliche Verluste hat er trotzdem nicht. Andererseits jemand, der NUR Thymolstreifen benutzt und sonst nichts. Da ist mal ein Volk nicht durch den Winter gekommen, seitdem ich die Person kenne. Und dann gibts etliche, den stirbt ständig viel weg. Ich will damit nur sagen, dass ich es sehr sehr schwer finde, als Anwender den Überwinterungserfolg auf die Wahl und Anwendung der Varroamittel zurückzuführen jenseits von "bei mir überwinterts gut - ergo mache ich weiter wie bisher".
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon keinimker » 18. August 2017, 20:38

Hallo,
und die Unsicherheit ist nicht kleiner geworden!
Was machen? Mir hat jemand geraten bei so wenig Milbenfall (nach 3 Verdunstungstagen = 100 Milben :vr: ) und nach 10 Tagen wieder bei 0 bis 1 Milbe / Tag keine AS-Behandlung mehr zu machen. (8;)
Erstmal lassen und dann, (bei ständiger Beobachtung ) die OX-Behandlung machen!?
Gruß
Harald
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Avignon » 19. August 2017, 00:26

FranzBurnens hat geschrieben:Das enthält wahrscheinlich ein hier nicht zugelassenes Fluvalinat, Resistenzbildungen und Wachsrückstände inklusiv.



Was interessieren denn hier die Wachsrückstände??? Brutwaben bzw. dessen Wachs wird och wohl jeder seriöse Imker aus dem Kreislauf nehmen!

Dann die ständige Erwägung der Restistez. Einfach lächerlich. Bei Amitraz gibt es die absolut nicht. Ich habe Freunde = Berufsimker, die seit 20 Jahren NUR mit Amitraz absolut erfolgreich behandeln.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 19. August 2017, 07:14

ich hab da eine Laboranalyse von meinem Wachs. Da steht überall "nicht nachweisbar" bei den Mittelchen & Co. Meinst Du, das kriegst Du auch hin?
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Karlheinz » 19. August 2017, 09:43

Avignon hat geschrieben:
FranzBurnens hat geschrieben:Das enthält wahrscheinlich ein hier nicht zugelassenes Fluvalinat, Resistenzbildungen und Wachsrückstände inklusiv.



Was interessieren denn hier die Wachsrückstände??? Brutwaben bzw. dessen Wachs wird och wohl jeder seriöse Imker aus dem Kreislauf nehmen!

Dann die ständige Erwägung der Restistez. Einfach lächerlich. Bei Amitraz gibt es die absolut nicht. Ich habe Freunde = Berufsimker, die seit 20 Jahren NUR mit Amitraz absolut erfolgreich behandeln.

Ein Grund mehr, auf Honig aus Frankreich zu verzichten ;)
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon FranzBurnens » 19. August 2017, 18:06

Avignon hat geschrieben:Was interessieren denn hier die Wachsrückstände??? Brutwaben bzw. dessen Wachs wird och wohl jeder seriöse Imker aus dem Kreislauf nehmen!

Wahrscheinlich gibt es zwei Arten von "seriösen" Imkern. Die einen verarbeiten ihr Amitrazwachs zu Kerzen, die anderen scheiden es aus dem eigenen Kreislauf und verkaufen an Mittelwandproduzenten - mit freundlichen Grüßen an die Kollegenschaft. Außerdem wird es noch einige weniger seriöse geben, denen egal ist, ob das Rückstandswachs etliche Jahre in den Völkern bleibt.

Was denkst du, Profi aus Avignon, wie die prozentuale Verteilung der Bienenhalter auf diese Kategorien aussieht ...?

Und Rückstände im Wachs lassen den Honig nicht unbeeinträchtigt.

Avignon hat geschrieben:Dann die ständige Erwägung der Restistez. Einfach lächerlich. Bei Amitraz gibt es die absolut nicht. Ich habe Freunde = Berufsimker, die seit 20 Jahren NUR mit Amitraz absolut erfolgreich behandeln.

Wenn man jetzt mit den 80jährigen Kettenrauchern kommt, die keinen Lungenkrebs kennen, dann kapiert das auch wieder kaum wer?
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 19. August 2017, 18:18

Ich bin überzeugt, wäre ein Wille da (!), würde sich ein Behandlungskonzept mit organischen Säuren/Thymol/Brutentnahme etc. finden, dass auch in Südfrankreich seinen Dienst tut. Ein guter Imker hätte das nach drei Jahren raus, wie er`s machen muss. Und ob man dabei wirklich weniger Honig und Ableger erntet, erscheint mir doch noch recht fraglich. Ordentliche Völker können in dem KLima wahrscheinlich locker zwei komplette Brutentnahmen (statt wabenweise) ertragen.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon andreasE » 19. August 2017, 19:49

Ja, Waldimker,
mit ordentlichen Königinnen kannst du hier auch zwei komplette Brutentnahmen machen!
Gruß
Andreas
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 20. August 2017, 07:02

Einen so Kandidaten hab ich. Ich wollte die Königin - eine gute Zuchtkönigin, weißt Du, AndreasE - vor AS schonen und hab dann noch ein zweites Mal die Brut entnommen (MIT Bienen) nach dem Abernten Ende Juli. Trotz herbem Waldklima. Das Brutnest ist schon wieder sehr ordentlich, fast extrem. Die erste Brutentnahme hab ich im Mai gemacht (natürlich auch mit Bienen), da das Volk Schwarmtendenzen zeigte und ich die Dame auf jeden Fall behalten wollte.

Das Volk kam als schwächstes aus dem Winter. Aufgrund eines eine zeitlang unbemerkten Varroabefalls.

Ahso: Ca. 35 kg Honig hab ich davon auch noch geerntet. Sonst hätte obige Darstellung keinen Sinn.

Die Brutwaben haben sie in erstklassigem Naturwabenbau gezogen, keine MWe.

Geht schon alles, geht, aber das ist schon eine ziemlich gute Königin.
Dennoch werd ich nächstes Jahr sicher bei vielen Völkern die beschriebenen zwei Brutentnahmen machen.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Avignon » 20. August 2017, 09:50

Karlheinz hat geschrieben:
Avignon hat geschrieben:
FranzBurnens hat geschrieben:Das enthält wahrscheinlich ein hier nicht zugelassenes Fluvalinat, Resistenzbildungen und Wachsrückstände inklusiv.



Was interessieren denn hier die Wachsrückstände??? Brutwaben bzw. dessen Wachs wird noch wohl jeder seriöse Imker aus dem Kreislauf nehmen!

Dann die ständige Erwägung der Restistez. Einfach lächerlich. Bei Amitraz gibt es die absolut nicht. Ich habe Freunde = Berufsimker, die seit 20 Jahren NUR mit Amitraz absolut erfolgreich behandeln.

Ein Grund mehr, auf Honig aus Frankreich zu verzichten ;)



Ihr könnt doch gar keinen Honig aus FR kaufen, da Ihr in DE doch gar nicht bereit seid, unsere Preise zu zahlen. Dazu brauchen wir auch gar keine Käufer aus dem Ausland, denn wir decken doch nicht einmal 1/3 des franz. Eigenbedarfs.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Avignon » 20. August 2017, 09:57

waldimker hat geschrieben:Ich bin überzeugt, wäre ein Wille da (!), würde sich ein Behandlungskonzept mit organischen Säuren/Thymol/Brutentnahme etc. finden, dass auch in Südfrankreich seinen Dienst tut. Ein guter Imker hätte das nach drei Jahren raus, wie er`s machen muss. Und ob man dabei wirklich weniger Honig und Ableger erntet, erscheint mir doch noch recht fraglich. Ordentliche Völker können in dem KLima wahrscheinlich locker zwei komplette Brutentnahmen (statt wabenweise) ertragen.


Mit Deiner Aussage beweisst Du, waldimker, dass Du keinen blassen Schimmer unserer klimatischen Bedingungen hier in der Provence hast. Hitzewellen noch vor 2 Wochen mit täglich 38-42°C, nachts nie unter 20°C. Bei unserer Sommer-Trachtlücke von Mitte Juli bis knapp Mitte August fahren hier unsere Bienen ihre ganzen Aktivitäten runter. Da wird kaum noch gebrütet und nichts gebaut.

Bei diesen Temperaturen kannst Du ja mal Deine AS oder Thymol einsetzen! Absolut lächerlich. Hier in Südfrankreich sind die Berufsimker auch nicht dümmer als in DE. Wenn hier niemand mit Säuren (OS in einer Winterbehandlung ausgenommen) arbeitet, so das schon seine handfesten Gründe.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Actionmichel » 20. August 2017, 10:39

Hi ihr Profi- Imker,

:no: die Frage war nicht wie behandelt wird, sondern was mit eurer Varroa los ist!!!???
Also bei mir sieht es immer noch sehr gut aus!!! :thumbsup:
(8;) Bei meinen 15 Ablegern fällt max. 1 Varroa in der Woche.
:o Kann es gar nicht richtig glauben, da letztes Jahr bereits Ende Juli bei einigen
Ablegern bis zu 10 Milben am Tag gefallen sind!
:hmm: Auch bei den Wirtschaftsvölkern sind bis auf 3 Ausnahmen selbst während der AS- Behandlung
weniger als 30 Milben gefallen. Und das bei optimalen Behandlungs- Bedingungen!!!

LG Michael
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 20. August 2017, 10:58

ich würd auch nie auf die Idee kommen, zu dieser Zeit mit AS zu kommen.
Diese Phase bietet sich doch gerade zu an, kurz zuvor eine komplette Brutentnahme, evtl. mit Fangwabe, zu machen. Eine OS-Träufelung wäre ebenfalls denkbar.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon ulf » 20. August 2017, 12:55

Actionmichel hat geschrieben:Hi ihr Profi- Imker,

:no: die Frage war nicht wie behandelt wird, sondern was mit eurer Varroa los ist!!!???
Also bei mir sieht es immer noch sehr gut aus!!! :thumbsup:
(8;) Bei meinen 15 Ablegern fällt max. 1 Varroa in der Woche.
:o Kann es gar nicht richtig glauben, da letztes Jahr bereits Ende Juli bei einigen
Ablegern bis zu 10 Milben am Tag gefallen sind!
:hmm: Auch bei den Wirtschaftsvölkern sind bis auf 3 Ausnahmen selbst während der AS- Behandlung
weniger als 30 Milben gefallen. Und das bei optimalen Behandlungs- Bedingungen!!!

LG Michael



Finde die Lage zur Zeit auch höchst erstaunlich und positiv :thumbsup:
Sind fast keine Milben da in diesem Jahr
Und keiner weiß, woran es liegt
Sollten die Milbenpopulationen in D langsam schlapp machen, sich die Völker besser wehren können ???
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Karlheinz » 20. August 2017, 18:46

Braucht jemand noch ein paar Milben?
Hätte einige abzugeben, bevor ich sie in den Varroahimmel schicke. ;)
Unwissenheit erzeugt viel mehr Sicherheit, als es das Wissen tut. (Charles Darwin)
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Joachim » 21. August 2017, 16:49

ulf hat geschrieben:Finde die Lage zur Zeit auch höchst erstaunlich und positiv :thumbsup:
Sind fast keine Milben da in diesem Jahr
Und keiner weiß, woran es liegt
Sollten die Milbenpopulationen in D langsam schlapp machen, sich die Völker besser wehren können ???


Möglich wäre das "schwankende" Wetter - und - die dadurch resultierende Reduzierung der Brut in vielen Völkern. Brutunterbrechungen, das wissen wir alle, führt in der Regel zu einer Reduktion von Milben.

Trotzdem darf man nicht nachlässig sein uns sich in Sicherheit wiegen - das dicke Ende könnte noch gewaltig aufschlagen - wie jedes Jahr halt
Viele Grüße
Joachim
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon keinimker » 22. August 2017, 19:42

Hallo,
mir würden einpaar Angaben zu den Milbenzahlen mehr weiterhelfen. Wachsam sein! Ja, gerne. Doch wird oft behauptet, dass das Milbenzählen sehr wenig aussagekräftig wäre.
10 bis 14 Tage nach der ersten AS-Gabe fallen 0 bis 1 Milbe. Was wird von den erfahrenen Imkern geraten? Eine zweite Behandlung oder abwarten? Wann wäre dann der Zeitpunkt für eine weitere Maßnahme?
In 2016 habe ich zwei Behandlungen mit AS60% im Abstand von 10 Tagen gemacht und im Winter 1x OX. Gut überwinterte Völker, die im Spätwinter gut in Brut waren.
Ehrlich: Ich bin vom vielen Lesen schon völlig "meschugge".
Harald
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Avignon » 22. August 2017, 20:25

keinimker hat geschrieben:Hallo,
mir würden einpaar Angaben zu den Milbenzahlen mehr weiterhelfen. Wachsam sein! Ja, gerne. Doch wird oft behauptet, dass das Milbenzählen sehr wenig aussagekräftig wäre.
10 bis 14 Tage nach der ersten AS-Gabe fallen 0 bis 1 Milbe. Was wird von den erfahrenen Imkern geraten? Eine zweite Behandlung oder abwarten? Wann wäre dann der Zeitpunkt für eine weitere Maßnahme?
In 2016 habe ich zwei Behandlungen mit AS60% im Abstand von 10 Tagen gemacht und im Winter 1x OX. Gut überwinterte Völker, die im Spätwinter gut in Brut waren.
Ehrlich: Ich bin vom vielen Lesen schon völlig "meschugge".
Harald


Ich muss wirklich immer staunen, was Ihr Euren Bienen so alles an Säuren zumutet!

Klar ist Milben-Zählen ein totaler Quatsch und vielleicht amüsant für Hobby-Imker, die mit ihren paar Völkern somit ihre Zeit totschlagen. Ab einer gewissen Völkerzahl ist das doch gar nicht mehr möglich. Hier hielft nur ein ganz strikter Behandlungsplan für alle Völker, egal wie viele Milben sie haben.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon FranzBurnens » 23. August 2017, 08:46

Nun sind hier aber vorwiegend Klein- u. +/- Neuimker unterwegs - die mehrheitlich jeglichen Einsatz von Pestiziden an ihren Völkern ablehnen. Wie ich meine: aus gutem Grund, wie Rückstandsanalysen zeigen.

(Dass sie sich die auf anderem Wege u.U. doch in den Honig reinholen, z.B. durch Anwandern von Raps u.a. konventionell bewirtschafteten Äckern, steht auf einem anderen Blatt).

Und wenn man eben nicht einfach ohne Anlass - d.h. nur nach Zeitplan - AS anwendet, sondern nach Notwendigkeit, dann stehen Nutzen und Schadensrisko in eindeutig positivem Verhältnis.

Die Schwellenwerte, ab welchem natürlichen V-Totenfall man zur Tat schreiten sollte, sind für jeden im Web auffindbar, nach Monaten unterschiedlich. Daran kann man sich doch erstmal halten; sollte es dann schief gehen, gälte es nach dem Fehler zu suchen. Ich lese das aber hier und anderswo von niemandem.

Selbstverständlich fallen auch viele Milben, wenn man bei 1-2 tote V/Tag zur Säure greift. Nehm ich denn Antibiotika, wenn der Hals anfängt zu kratzen und die Nase juckt?

Aber es gibt ja auch Brutentnahme-Verfahren, die liessen sich bekanntlich sehr wohl in größeren - auch südwärts gelegenen - Imkereien praktizieren.

Nochwas:
"Es ist aber wissenschaftlich nachgewiesen, dass jeglicher Einsatz von Säuren in den Völkern zu Schäden (Brut, Bienen etc.) führt"
Danke für solche perfiden Behauptungen. Sog. "Moderatoren" sollten schon etwas differenzieren können. Statt unnötige Verwirrung zu stiften.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 23. August 2017, 09:01

differenziere nun Du doch, bitte, Franz. Was weißt Du über das Schädigen oder Nichtschädigen von Säuren?
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Epoché » 23. August 2017, 12:15

Avignon hat geschrieben:Ich muss wirklich immer staunen, was Ihr Euren Bienen so alles an Säuren zumutet!

Klar ist Milben-Zählen ein totaler Quatsch und vielleicht amüsant für Hobby-Imker, die mit ihren paar Völkern somit ihre Zeit totschlagen. Ab einer gewissen Völkerzahl ist das doch gar nicht mehr möglich. Hier hielft nur ein ganz strikter Behandlungsplan für alle Völker, egal wie viele Milben sie haben.


Wie erträgst Du es eigtl. von soviel Unfähigkeit und Dummheit und Lachhaftigkeit (siehe auch andere Threads) anderer "Imker" umgeben zu sein?
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