Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Actionmichel » 24. Juli 2017, 06:18

Habe letzte Woche mal bei zehn meiner Völker den Varroabefall kontrolliert. (8;)
Ich konnte auf keiner Windel überhaupt nur eine Varroa finden. :no:
Selbst bei Völkern, wo zu dieser Zeit eine AS- Behandlung bereits 4 Tage lief, waren keine Milben auf den Brettern. :o
Sind die Ameisen dieses Jahr fleißiger als sonst, oder hat den Milben das warme Wetter zu schaffen gemacht??? :hmm:

LG Michael
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Sanny » 24. Juli 2017, 06:53

Bei mir sieht das ganz ähnlich aus.
Der nat. Milbenfall liegt unter eins!

Ich bin am überlegen, ob ich die 1. Varroabehandlung ausfallen lasse!?
Oder mache ich die 1. und lasse die 2. ausfallen!?

So eine Situation hatte ich auch noch nie. Vereinzelt gab es in den letzten Jahren mal Völker, die kaum Milben hatten, aber nicht bei allen!
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 24. Juli 2017, 07:38

Ein Kollege mit 200 Völkern berichtete mir vor einigen Wochen: "soviele Varroen hatte er noch nie!"

Wie sah denn die Frühjahrsentwicklung bei Euch aus? Früh, spät, rasant, schwächelnd?

Ich hab alles dabei an Varroaabfall, alle erdenklichen "Zahlen".
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Joachim » 24. Juli 2017, 07:59

Man darf sich nicht täuschen lassen. Der größte Teil an Milben sitzt jetzt (noch) in der Brut. Eine Diagnose von lediglich 24h ist nicht ausreichend um ein entsprechend aussagekräftiges Ergebnis zu bringen. Man sollte die Windeln mindestens 7 Tage eingelegt haben um zu sehen was wirklich los ist.

Ob man eine Behandlung ausfallen lassen oder drauf verzichten kann kann man nur sagen, wenn man regelmäßig mit offenen Augen seine Völker kontrolliert (Diagnosen). Blauäugig darauf zu verzichten und zu denken dass keine Milben im Volk sind, und man zur Restentmilbung dann die Völker clean bekommt stufe ich als sehr riskant ein.

Ich bekomme derzeit viele Infos zum Milbenstatus. Dieser geht, wie waldimker auch berichtet von nix bis 45 Stk/Tag ...
Viele Grüße
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon smurfy » 24. Juli 2017, 11:01

Ich wäre, bzw. bin vorsichtig.

Ich habe z.B. zwei Völker an einem Stand von denen ich weiß dass sie viele Varroen haben. Viele im Herbst, durchgebrütet, Milbenfall bereits im März festgestellt...
Bei einem davon fallen 5 pro Tag. Beim anderen keine einzige. Das Brutnest ist lückenhaft, Bienenschäden sind zu sehen.
Die letzten Jahre habe ich immer auf die Zählung vertraut und bin spätestens im September eines besseren belehrt worden. Ich habe alle Wirtschaftsvölker an diesem Stand geteilt (TuB).
Oxalsäure Sprühbehandlung lief gestern. Ich bin gespannt.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Joachim » 24. Juli 2017, 11:48

Es wird ja immer berichtet, dass eine einmalige Sprühbehandlung mit OS ausreichend sei. Das sehe ich anders. Auch eine Sprühbehandlung mit OS wirkt gleich wie beim Einsatz von MS nicht in die Brut. Folglich muss (logisch gesehen) eine solche Behandlung ebenfalls innerhalb eines Brutzyklus (21 Tg) 3x im Abstand von 7 Tagen wiederholt werden, um einen guten Wirkeffekt zu erzielen.

Der Wirkeffekt bei vorhandener Burt i.v.m. Oxalsäure liegt m.E. bei maximal 45% bei einer einmaligen Behandlung .. wurde soweit ich das noch weiß vom Institut Liebenfeld (CH) wissenschaftlich getestet und nachgewiesen.

AMS wirkt, wenn diese richtig wirkt, teilweise in die Brut. Folglich wäre es sinnvoller AMS einzusetzen, da diese einen höheren Wirkeffekt aufweisen kann.

Was man auf jeden Fall beachten sollte, und nicht vergessen darf:
egal mit welcher Säure (AMS, OS, MS) man die Völker behandelt - es gibt immer (Brut)Schäden an/in den Völkern. Je nach dem wie extrem die Ausprägung der Schädigung durch den Einsatz ist erkennt der Imker dies oder aber wenn nur leicht latent wird dies "übersehen". (wurde ebenfalls durch mehrere Institute belegt).

Das Zählen der Milben bietet zwar einen Anhaltspunkt wie die Völker im Beprobungszeitraum belastet sind - allerdings - darauf zu spekulieren, dass man Behandlungen ausfallen lassen sollte oder kann muss man dann doch sehr genau abwägen. Es gibt keine Völker die frei von Milben sind. Es gibt nur welche die besser mit oder besser gesagt gegen die Milben umgehen können. Dies ist aber ein anderes Thema - was unter den im Freizeitlook - imkernden Kolleginnen und Kollegen nicht gerne gehört werden will....
Viele Grüße
Joachim
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon FranzBurnens » 24. Juli 2017, 12:16

Hab jetzt auch mal paar Völker mittels Gemüllschublade durchgecheckt:

Varroa-Totenfall z.Zt. minimal bis nix.

Dafür überraschend deutliche Spuren von Wachsmotten-Aktivität.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon mmoe » 24. Juli 2017, 12:42

Moin!


Die Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle (Melifera) hat zur Oxalsäurebehandlung ein schönes
Dokument zur Einsicht:http://www.imkerei-fischermuehle.de/fix/doc/OS0110.pdf

Allerdings ist das Dokument bereits 16 Jahre alt. Die Ergebnisse dürften sich aber nicht
wesentlich geändert haben.
Viele Grüße
Marco
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Actionmichel » 24. Juli 2017, 19:02

Ich hab bei mir keine 24h Diagnose erstellt, sondern ich beobachte der Milbenfall bereits über mehrere Tage bzw. Wochen sehr genau.
Ich habe bereits auch schon bei mehreren Völkern eine AS- Behandlung laufen. Selbst bei diesen Völkern ist kein
Milbenfall sichtbar. Das war die letzten Jahre immer anders!!!
Auch ich war und bin skeptisch und verlasse mich nicht nur auf den natürlichen Milbenabfall. Daher auch die AS- Behandlung.
Die Behandlungen fanden bei optimalen Wetterbedingungen statt!!
Daher wundert es mich ja, dass teilweise nicht mal eine Milbe auf der Windel zu sehen ist.
Auf unserem Imkerfest am Sonntag, wurde mir von mehreren Imkern aus unserer Region rund um Aschaffenburg bestätigt, dass fast keine bzw. auffällig wenige Milben in den Völkern zu sehen sind. :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

Gruß Michael
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon AngoraAngy » 24. Juli 2017, 19:58

Wie würde es sich denn verhalten, wenn die Völker sehr spät und schlecht ins Jahr gestartet sind? Eins war bei mir weisellos, das hat erst Ende April überhaupt Brut gehabt, die anderen beiden haben trotz vorhandener letztjähriger (und guter) Königin von sich aus erst Ende März Brut gepflegt, sind dann aber ordentlich durchgestartet. Keins hatte Schwarmlust. Die diesjährigen Ableger hatten logischerweise eine Brutpause dazwischen.
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch keine Windel eingelegt habe, irgendwie bin ich nie dazu gekommen...
Beste Grüße von Angela und der Bauernhofmeute
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Hansbauer » 24. Juli 2017, 21:53

Melde bei mir in Oberösterreich ähnliches..

30 Völker ausgezählt. Max. 3 Varroa pro Volk und Tag.. Was sagt man dazu... Ich zweifle ernsthaft an meiner Diagnosemethode...

Lg
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon summserum » 24. Juli 2017, 22:24

Die Frau Dr. Eva Frey aus der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim hat die gängigen Diagnosemethoden verglichen (kam in irgendeiner Bienenzeitung) und festgestellt, dass die Windeldiagnose für die praktische Anwendung hinreichend genau ist.
Man muss halt im Winter aufpassen. Wenns kalt ist sitzt die Wintertraube eng und ruhig, da fällt kaum etwas. Wenns dann wärmer wird, wird aufgeräumt, dann fallen die Milben. Im Sommer solls gut passen.
Irrlehren bekämpfen bringt keinen Gewinn - es schadet nur (Konfuzius 551 - 479 v. Chr.)
Halte dich an die, die die Wahrheit suchen, hüte dich vor denen, die sie gefunden haben (Dalai Lama)
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Nils » 25. Juli 2017, 08:40

Freut Euch nicht zu früh...

Ich glaube es war 2015, da fing es genau so an. Im Juli große Freude und Siegessicherheit da kaum Milben fielen.
Dann ging die große Schlacht aber erst so richtig los und zwar im September und nochmal im Oktober.

Keine "Angst" - es sind genug Milben da.....


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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Ludwig » 25. Juli 2017, 11:16

Ich habe am Sonntag abend die Windeln eingeschoben (zwecks Ameisen und anderem Freß-Getier vorher mit einer Öl-Wassermischung eingesprüht) und wie immer vorher kontrolliert, dass unten am Gitterboden keine Bienen sind. Da erblickte mein Auge Spinnweben, das hätte die Diagnose arg verfälscht, weil die meisten Milben nicht auf der Windel gelandet wären :shock:
Dass das Abkehren unten am Gitterboden und der dadurch entstandene Radau den Bienen nicht sehr gefallen hat, ist eine andere (schmerzhafte) Geschichte :auge:
→ Bevor du den Pfeil der Wahrheit abschießt, tauche die Spitze in Honig.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Eifelimker » 25. Juli 2017, 12:23

AngoraAngy hat geschrieben:Wie würde es sich denn verhalten, wenn die Völker sehr spät und schlecht ins Jahr gestartet sind? ...


Je weniger Brutzyklen, desto weniger Varroen!

Übrigens bei mir auch nur minimaler bis gar kein Varroafall.

Ich habe die Hälfte meiner Völker geteilt und am Sonntag mit OS behandelt. Morgen werde ich auf die Windel schauen und hoffentlich schlauer sein.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Actionmichel » 25. Juli 2017, 14:57

Eifelimker hat geschrieben:
AngoraAngy hat geschrieben:Wie würde es sich denn verhalten, wenn die Völker sehr spät und schlecht ins Jahr gestartet sind? ...


Je weniger Brutzyklen, desto weniger Varroen!

Übrigens bei mir auch nur minimaler bis gar kein Varroafall.

Ich habe die Hälfte meiner Völker geteilt und am Sonntag mit OS behandelt. Morgen werde ich auf die Windel schauen und hoffentlich schlauer sein.


@Eifelimker
schreib uns mal, was nach der Behandlung gefallen ist!

LG Michael
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon bienenbodo » 26. Juli 2017, 08:37

Wenn Sonntag mit OS behandelt wurde, wird der aktuelle Milbenfalls noch auf die Behandlung zurück gehen, ergo man wird keine Aussagen über den Behandlungserfolg treffen können. Die gefallenen Milben sagen also nichts aus (auch nichts über die "Varroalage" insgesamt, da die Unterschiede von Volk zu Volk, von Stand zu Stand, von Region zu Region doch sehr unterschiedlich sind). Man muss also den Eintritt des natürlichen Milbenfalls abwarten, bis man Aussagen über den Behandlungserfolg tätigen kann. Bei Ameisensäure liegt der durch die Behandlung ausgelöste Milbenfall bei knapp zwei Wochen, bei der OS-Behandlung im Winter bei bis zu vier Wochen. Wie es bei der OS-Sprühbehandlung im Sommer aussieht, weiß ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass man auch hier vier Wochen abwarten muss. Oder weiß jemand was dazu?
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Eifelimker » 26. Juli 2017, 15:35

bienenbodo hat geschrieben:Wenn Sonntag mit OS behandelt wurde, wird der aktuelle Milbenfalls noch auf die Behandlung zurück gehen

genau, darum geht es mir, ich möchte die mit der Windel aufgestellte Prognose verifizieren. Bei einem Milbenfall Ende Juli von 1 Milbe/Tag, kann man von einer Milbenbelastung im Volk von 150-250 lebenden Milben im Volk ausgehen (siehe hier: https://www.dropbox.com/sh/9qrxnnfa5i1flgb/AABOxqUNYKocpCYMGstE3l47a/Praxis%201%20-%20Fr%C3%BChjahrsnachschau/B23%20-%20Zusatzmaterial%20Bienendaten.pdf?dl=0)
Gehe ich weiterhin davon aus, daß sich nur ca. 15 % der Milben auf den Bienen befinden und grob geschätzt 60 % der Bienen des Gesamtvolkes im Flugling, bleiben von 150-250 Milben nur 13-23 Milben übrig von denen ich bei einem angenommenen Behandlungserfolg von 80% also maximal 18 Milben auf der Windel finden dürfte.
Sollte ich heute abend also 5000 Milben auf der Windel sehen, war meine Windelprognose Cheyse :bigrin:, oder eine meiner oben gemachten Annahmen nicht korrekt.

bienenbodo hat geschrieben:...ergo man wird keine Aussagen über den Behandlungserfolg treffen können. Die gefallenen Milben sagen also nichts aus ...

Sollten meine oben gemachten Annahmen korrekt sein, kann ich durchaus den Behandlungserfolg beurteilen.

Die restlichen >85% der Milben, erwische ich dann hoffentlich bei der Behandlung des Brutlings Mitte August. Ich lasse Euch dann teilhaben.

Beste Grüße

Dirk
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Eifelimker » 26. Juli 2017, 21:45

Zwischen 4 und 18 Milben sind seit der sonntäglichen Behandlung in den vier Völkern gefallen.
Natürlicher Fall vorher war zwischen 0 und 1 Milbe/Tag
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Actionmichel » 27. Juli 2017, 05:36

Genau dass wollte ich wissen!!!
Es ging mir nur um einen Vergleich, in dem ermittelt wird,
wie viele Milben während und nach einer Behandlung fallen, wenn der natürliche Milbenfall bei nahe zu Null lag!

Gruß Michael
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Eifelimker » 27. Juli 2017, 11:15

Gerade erreicht mich die Nachricht eines Imkerkollegen, der schon jetzt(??) mit AS behandelt.

Ohne es genauer zu quantifizieren, sprach er von so wenig Milben wie noch nie und er imkert seit gefühlt 50 Jahren.

Grüße Dirk
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon mmoe » 27. Juli 2017, 20:42

Moin!

Eifelimker hat geschrieben:Gerade erreicht mich die Nachricht eines Imkerkollegen, der schon jetzt(??) mit AS behandelt


Ja, ich habe auch schon die Dispenser drin. Bei den derzeitigen Wetterkapriolen möchte ich da früh raus sein.
Aber ich kann noch gar nichts sagen, weil ich die Windeln nicht ausgezählt habe. Und die Behandlung noch ein
paar Tage läuft.

Übrigens: Letztes oder vorletztes Jahr verhielt es sich genau so. Kaum Milbenfall und im September kam bei
vielen dann doch noch der Gong. Da gab es einen lesenswerten Thread dazu hier im Forum. Ich hatte zu dem auch
nur einen leichten Milbenbefall festgestellt. Im September ging es dann nur noch mit Grabkerze weiter. Und das
Jahr/ Winter war ohne Brutpause, weil am 24.12 eine Temperatur von 17° C. herrschten.

Die Ableger in der Schweiz habe ich ich jetzt zweimal bedampft. Dort fällt logischerweise sehr wenig. Aber
es fallen Milben. Meine geschnittene Drohnenbrut war voller Milben. Und bei einem Königinnenableger
nur mit gedeckelter Brut hatte ich nach einer OS-Behandlung (3,5%) 60 Milben. Sind meines Erachtens also
reichlich vorhanden.
Viele Grüße
Marco
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon keinimker » 27. Juli 2017, 21:06

Hallo,
heute habe ich die zwei Nassenheider prof. mit 150ml gefüllt und in zwei Völker gestellt. Auf der Windel hatte ich 0 und 1 Milbe / Tag. Hier rechne ich mit steigenden temperaturen in den nächsten 5 bis 6 Tagen. dann kommen die nächsten zwei Völker dran. Ich rechne damit, dass die 6 Völker bis etwa Mitte August durch sind. Je nach Milbenfall wiederhole ich die Behandlung.
Gruß
Harald
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Lukas » 29. Juli 2017, 11:49

Auch ich wundere mich - bei 20 Völkern nach 3 Tagen zwischen 0 und 2 Milben auf der Windel. Selbst in der Drohnenbrut nichts zu finden. Nach dem heftigen Befall im letzten Jahr mit verlustreichem Spätherbst heuer vielleicht etwas Entspannung? Auf jeden Fall wachsam bleiben, irgendwo verstecken sich die Biester! :vr:
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon ulf » 29. Juli 2017, 19:49

Eifelimker hat geschrieben:Gerade erreicht mich die Nachricht eines Imkerkollegen, der schon jetzt(??) mit AS behandelt.


warum nicht
wenn du abschleudert hast, werden die Miben bekämpft
je früher die Milben reduziert werden, umso besser ist es für die Winterbienen, die im August und September heranwachsen :thumbsup:
angefangen hab ich am Fuß der dt. Mittelgebirge auf Freudensteinmaß, heute Carnica erfolgreich in Segeberger Beuten auf Deutschnormalmaß (DNM) :bigrin:
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon waldimker » 30. Juli 2017, 06:59

das seh ich genauso wie ulf.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Epoché » 31. Juli 2017, 01:45

Zum Thema "schon jetzt" behandeln: Hab heute das erste mal mit Schwammtuch ameisiniert. Hätte das Wetter eine wirksame Behandlung zugelassen, hätte ich das übrigens schon vor gut einer Woche getan. Finde es für die hiesigen Verhältnisse bei uns damit sogar spät. Denke auch, man sollte den frühest möglichen Termin nutzen. Sprich wenn abgeschleudert, Futter sichergestellt und dann das Wetter erstmals passt.
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon FranzBurnens » 31. Juli 2017, 10:35

Das wäre ja alles schön und gut, wenn die AS-Behandlung völlig unschädlich für die Bienenvölker ausgehen würde. Dem ist aber bekanntlich nicht so. Es wird Brut geschädigt, und den ausgewachsenen Bienen macht die atmosphärische Belastung auch ganz ordentlich zu schaffen. Behandlungsbedingter Königinverlust nicht ausgeschlossen.

Bekannt sein sollte das sog. "Schadschwellenprinzip" - Bekämpfungsmaßnahme durchführen, wenn vermuteter Nutzen den Schaden deutlich überwiegt.

Also traut man jetzt seiner vorhergehenden Windeldiagnose oder nicht?

Was hab ich davon, wenn ich mit der AS-Verdunstung 30/50 Milben auskämme? Ist dann wirklich was gewonnen?

Oder bedeutet das einfach nur eine zusätzliche Begiftung, die man sich eigentlich auch hätte sparen können?
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon Epoché » 31. Juli 2017, 12:35

Ich traue der (meiner) Windeldiagnosefähigkeit tatsächlich nicht. Und da ich mich auch noch als Anfänger sehe, behandle ich lieber "auf Nr. sicher" statt verschätzt und zu wenig und dann vor dem Tode geweihten Völkern zu stehen. (und mit "verschätzt" meine ich nicht nur, dass ich mich verrechne, sondern auch, dass ich keine Ahnung habe, wie viel Milben eigtl von den unzähligen Ameisen, Ohrenkneifern und anderem Gekreuch weggeschnappt werden. Ich möchte kein Imker sein, der "überhaupt keine Milben hat - gar keine gefallen" und dann im Frühjahr zu mir Anfänger kommt, um Völker zu kaufen.)

Und ich wollte auch gar nicht die "AS-Säure" als das schönste der Welt darstellen. Hätte vielleicht besser allgemein "Varroabehandlung" geschrieben. TBE habe ich zum Beispiel bei meinen Wirtschaftsvölkern auch gemacht und zähle ich als Varroabehandlung. Die Brutscheunen werden dann bei mir behandelt, sobald die Königinnen darin fertig sind...
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Re: Was ist dieses Jahr mit der Varroa los?

Beitragvon VoBee » 8. August 2017, 12:07

Hallo,

ich hab es leider verpasst, vor meiner Varroa-Behandlung mit AS 60% per Schwammtuch, eine Kontrolle des natürlichen Milbenfalls durchzuführen.
Einen Tag nach der Behandlung sind aber 70 bzw. 160 Milben bei den starken beiden behandelten Völkern und 35 bei einem schwächeren auf der Windel gewesen.
Die tatsächliche Zahl könnte noch etwas größer gewesen sein, da die Windel nicht ganz dicht für Ameisen und Co abschließt.

Heute steht die 2. Behandlung an. Mal schauen, wie viele Milben bis morgen Abend gefallen sind.
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