Flugloch bei Nassenheider Pro

Flugloch bei Nassenheider Pro

Beitragvon Werdener » 26. Juli 2015, 23:54

Hallo zusammen,

ich werde die Tage erstmalig mit dem Nassenheider Professional meine Völker behandeln.
Ich bin jedoch unschlüssig, was die Fluglochgröße betrifft. Meinen Wirtschftsvölkern legte ich zur ersten Fütterung sicherheitshalber einen Fluglochkeil (große Öffnung) ein und die Ableger/Jungvölker haben noch ein 1-2cm großes Flugloch.
Ich lese immer nur 'Fluglich bleibt geöffnet"...aber wie weit?
Können die Keile drin bleiben oder besser ganz öffnen?
Was mache ich bei der zweiten Behandlung mit den Jungvölkern? Jetzt werde ich die noch nicht behandeln, da sie alle mit MS behandekt wurden und praktisch keinen Milbenfall aufweisen. Sollten die Fluglöcher dann zur Behandlung ganz geöffnet werden?

Ratsuchende Grüße

Werdender
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Re: Flugloch bei Nassenheider Pro

Beitragvon Simon » 27. Juli 2015, 09:20

Das Flugloch kann so bleiben wie es ist, bei eingeengten Jungvölkern würde ich es nicht verändern, die Gefahr der Räuberei ist größer als eine mögliche Entlastung vor zu hoher AS Dosis.
Mit vielen freundlichen Grüßen
Simon
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Re: Flugloch bei Nassenheider Pro

Beitragvon sn4pi » 24. Juli 2016, 17:27

Kann bei einem Jungvolk eigentlich während der As Behandlung mit dem Nassenheider Pro über 10 Tage Futterteig, welcher noch nicht vollständig aufgenommen wurde, verbleiben ?
Oder versäuert dieser dann?
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Re: Flugloch bei Nassenheider Pro

Beitragvon FranzBurnens » 24. Juli 2016, 20:21

Wenn die Ableger korrrekt gebildet worden sind - nämlich bei Brutfreiheit (bzw. höchstens unverdeckelt) gegen Varroa besprüht - dann ist jetzt noch gar keine weitere Maßnahme bei den Jungvölkern erforderlich.
AS-Einsatz in diesem Stadium riskant, Brutschäden können die Entwicklung zurücksetzen.
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Re: Flugloch bei Nassenheider Pro

Beitragvon sn4pi » 24. Juli 2016, 21:13

Die Ableger sind gekauft und laut angaben des Verkäufers ordentlich gebildet.

Mit AS wollte ich in der ersten oder 2ten Augustwoche das erste mal behandeln mit dem Nassenheider, dabei bin ich mir noch unsicher? Ist das auch noch zufrüh ?
ich hatte angedacht noch ein 2tes mal Mitte September zu behandeln..wieder 10 Tage mit dem Nassenheider.. Muss ja dazwischen und danach ja noch einfüttern, dann flüssig. deswegen dachte ich wenn noch Futterteig vorhanden ist diesen bei der ersten AS Behandlung im August den Bienen zu lassen.

Der Milbenfall bei geölter windel liegt derzeit bei 1 und beim anderen Ableger bei 0,5 Milben pro Tag.

Mein Imkervater kann mir leider nicht weiterhelfen weil er selbst mit Schwammtuch behandelt und das auch die Ableger über den August... und sich mit der Langzeitbehandlung mit dem NAssenheider nicht auskennt.
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Re: Flugloch bei Nassenheider Pro

Beitragvon Immenfreund » 25. Juli 2016, 05:27

bei <1Milbe / Tag würde ich in drei Wochen nochmals kontrollieren und dann entscheiden.
Dein Imkervater hat eine gute Methode (außer Schwammtuch, das halte ich für nicht mehr "Stand der Technik"), wenn er alle Bienenvölker am selben Stand zeitgleich behandelt wegen Räuberei an wegen Varroalast zusammenbrechenden Völkern; das Risiko hat er dann noch noch durch später behandelnde Kollegen oder unorganisierte Hoppybienenhalter im Flugbereich.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Flugloch bei Nassenheider Pro

Beitragvon Simon » 25. Juli 2016, 05:47

An die massenhafte Verschleppung und Verteilung der Milben mag ich nicht so recht glauben, die Daten meiner Völker zeigen andere Ursachen.
Ableger sollten bei geringem Befall von unter einer Milbe/Tag erst im September behandelt werden, das kostet im August auf einer Zarge sehr viel Brut, auch bei Wirtschaftsvölkern empfiehlt es sich abzuwarten und nicht vorschnell behandeln.
Info zur Beurteilung der Varroasituation: http://www.immelieb.de/?p=1659
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Flugloch bei Nassenheider Pro

Beitragvon FranzBurnens » 25. Juli 2016, 07:38

Simon hat geschrieben:
Info zur Beurteilung der Varroasituation: http://www.immelieb.de/?p=1659

Liebig hat geschrieben: "Eine „ReInvasion“ von Nachbarständen oder „wilden Bienenvölkern“, die den Behandlungserfolg zunichte macht, gibt es nicht. An Varroose zusammenbrechende Völker werden häufig von Nachbarvölkern beräubert. Die Räuberbienen tragen dann auch Milben ein. Es ist mehrfach belegt, dass nur maximal 5% der Milben, die den Zusammenbruch eines Bienenvolkes ausgelöst haben, in den räubernden Völkern landen und sich dort vermehren."

So liest und hört man es immer wieder. - Doch wie sonst soll sich die Milbe nach ihrem Import von Oberursel so rapide flächendeckend über ganz Europa ausgebreitet haben. Auch auf der anderen Seite des "eisenen Vorhangs", wohin sicherlich kein allzu beträchtlicher Handelsaustausch an kompletten Völkern stattgefunden haben dürfte.
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Re: Flugloch bei Nassenheider Pro

Beitragvon UweGG75 » 25. Juli 2016, 11:01

Hej zusammen,

Fluglochkeil drin lassen ok - Windeln ebenfalls rein oder lieber draussen lassen?

Danke und viele Grüsse aus Südhessen
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Re: Flugloch bei Nassenheider Pro

Beitragvon Simon » 25. Juli 2016, 11:19

FranzBurnens hat geschrieben:Doch wie sonst soll sich die Milbe nach ihrem Import von Oberursel so rapide flächendeckend über ganz Europa ausgebreitet haben.
Unter Reinvasion wird gerne der plötzliche massenhafte Anstieg an Milben gesehen, tausende die pro Volk eingetragen werden. Ganz sicher gibt es Ausnahmen an Einzelvölkern wo massiv Milben eintragen/geholt werden, für die Etablierung benötigt es nur eine Milbe und die kann als Gastgeschenk eines hereingebetenen Herrenbesuches gekommen sein.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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