Jungvölker sind hungrig

Jungvölker sind hungrig

Beitragvon Simon » 20. Juni 2015, 21:35

Jungvölker sind in Sachen Futter fast durchweg ein Zuschussgeschäft, beim letzten Trachtschub konnten selbst die Ableger eine Wabe füllen, das gibt es nicht oft. Die Erstausstattung an Futter zur Bildung der Jungvölker erreicht bei dem aktuellen kühlen Wetter schnell die Grenze der Reserve. Momentan schlüpft die erste Generation Jungbienen und das Brutgeschehen wird weiter hochgefahren. Aktuell ist Kuschelmodus angesagt, halb ausgebaute Mittelwände werden verlassen, die Pollenkränzchen verschwinden, kaum Bienenflug. Nicht vergessen, Jungvölker sind hungrig und dürfen nie an Hunger leiden, dh. es muss immer Vorrat zum verfeuern da sein. Heute sind die Reste des entnommenen Winterfutters in die kleinen Einheiten gewandert.
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon Sauzahn » 21. Juni 2015, 16:00

Mein (in diesem Jahr) einziger Ableger hat seit Mittwoch einen Tetra-Pak mit Zuckerwasser drin, welches sie aber noch nicht angerührt haben. Dies könnte durchaus an dem von Dir beschriebenen "Kuschelmodus" liegen, denn auf der Außenseite des letzten Rähmchens saß lediglich ein gutes Dutzend und war damit beschäftigt, das noch vorhandene Futter umzutragen. Der Naturbau im leeren Rähmchen wurde ebenfalls eingestellt.

Gruß
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon propolis » 21. Juni 2015, 16:44

Hallo,

meine inzwischen 6 Ablger nehmen gut Futter ab - Pia Aumeier hatte uns beim Seminar gesagt, dass immer etwa 1 1/2 kg Futter für zwei Wochen vorrätig sein müssen (nach der Schätzmethode ermittelt), das kommt ziemlich an Verbrauch hin.
LG, propolis
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon FranzBurnens » 21. Juni 2015, 19:58

propolis hat geschrieben: immer etwa 1 1/2 kg Futter für zwei Wochen vorrätig sein müssen (nach der Schätzmethode ermittelt), das kommt ziemlich an Verbrauch hin.

Der Vorrat wird aber nicht überall und jederzeit angegriffen. Bei günstigen Trachbedingungen sammeln die Bienen so viel, dass man mit Füttern bloß den Platz zum Stiften ins Minimum bringt. Da muss man erst den Zeitpunkt abpassen, ab dem nichts mehr reinkommt.
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon propolis » 21. Juni 2015, 21:13

Hallo,

ja, mit den 1 1/2 kg ist auch nicht gemeint, dass sie die als Flüssigfutter permanent zur Verfügung haben müssen, sondern dass sie immer für die nächsten zwei Wochen 1 1/2 kg gesamt, also einschließlcih der Futterwaben/-kränze haben sollten - selbstgesammeltes wird also mitberechnet.
LG, propolis
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon mmoe » 21. Juni 2015, 21:53

Hallo!

Ich kann nicht klagen über meine Ablegerbildung. Sechs habe ich gemacht, drei habe ich behalten. Sie wurden mit einer 1Wabe gebildet und haben
den Rest Winterfutter bekommen. Die Frühtracht war üppig und hat der guten Entwicklung REchnung getragen: Alle Völker haben ordentlich gesammelt
und haben sich bärenstark entwickelt. :thumbsup:

Ich habe Futterwaben entnommen, weil die Damen sonst keinen Platz mehr zum Brüten hatten. Obwohl viel Brut= viel Hunger. Aber das scheint
alles noch sehr ordentlich zu sein.

Grüße
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon Goran » 22. Juni 2015, 17:24

Hallo

Also meine 16 Ableger so weit so gut ,Ich habe jd. 1 Liter 3:2 Sirup gegeben die haben noch ne schöne Dicke Kranz über den Brut und eine Wabe eingetragene Nektar sollte Reichen
Die Mädels welche auf Zander sind haben 2 Neue Waben gebaut und haben auch viel Brut andere Ableger welche am DNM gebildet worden sind mit 2 Waben am 11 Mai sind auch gut dabei und sitzen aktuell auf 3 Waben die Erste Brut schlüpft ,die haben dazu gebaute Waben erhalten ´bzw. 2 Waben und halbe Liter Sirup ,nun wurde Gestern eingetragen ,nur bei einen der trägt Ihm halt langsamer ein .

Es schient alles gut zu laufen Ich habe noch 3 Königinnen welche Begattet werden sollen ,mal sehen wie es Wetter wird .

Viel Spaß Weiter hin mit Bienen

:thumbsup:

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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon Karlheinz » 23. Juni 2015, 10:55

Ich habe einen meiner starken Ableger auf einer Waage stehen. Der Futterverbrauch ist derzeit 200g / Tag.
Anfangs habe ich immer mit Zuckerwasser 3:1 gefüttert, welches sie in kürzester Zeit eingetragen haben (1kg in 2 Tagen). Derzeit füttere ich mit Futterteig, welcher etwas zäh angenommen wird, aber dafür keine Räuberei auslöst. bei der Fütterung mit Zuckerwasser habe ich durch Räuberei einen Ableger verloren. Dabei war das Flugloch nur eine Bienenbreite groß, gefüttert wurde bei Regenwetter und garantiert nicht ein Tropfen verschüttet.
LG
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon FranzBurnens » 23. Juni 2015, 12:41

Karlheinz hat geschrieben:bei der Fütterung mit Zuckerwasser habe ich durch Räuberei einen Ableger verloren. Dabei war das Flugloch nur eine Bienenbreite groß

Kaum zu glauben, und das im Juni!

Fertiger Sirup soll als Futter geeigneter sein als Zucker, da angeblich für die Bienen ziemlich Geruchs-neutral.
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon bob » 23. Juni 2015, 20:02

Karlheinz hat geschrieben: Derzeit füttere ich mit Futterteig, welcher etwas zäh angenommen wird, aber dafür keine Räuberei auslöst. bei der Fütterung mit Zuckerwasser habe ich durch Räuberei einen Ableger verloren.
LG
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Ich habe dieses Jahr auch Ableger durch Räuberei verloren. :(
Im kommenden Jahr werde ich ebenfalls von Zuckerwasser auf Futterteig für die Ablegerfütterung umstellen.
Hierfür möchte ich mir noch schmale Futtertaschen bauen, die nur 1 Wabenbreite einnehmen, so dass meinen Ablegern in den 5- und 6-Wabenablegerkästen noch Platz bleibt.
Gruß bob
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon Karlheinz » 23. Juni 2015, 21:09

Also ich bin vom Futterteig überhaupt nicht begeistert. Das Zeug kristallisiert schnell und die Mädels haben Mühe, es aufzunehmen. Ich werde, (sobald mein Imkerladen endlich liefern kann...) für die Ableger mal Sirup probieren.
Momentan gibt es hier kaum Tracht, da sind die Damen echt räuberisch, sobald sie den Zucker riechen. Und ich hab wirklich kein Tröpfchen verschüttet.
Für die Wintereinfütterung nehme ich dann aber Zucker.
LG
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon mmoe » 23. Juni 2015, 21:42

Moin!

Wie schaffst du das? Also, dass der Zuckerteig aushärtet?
Viele Grüße
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon propolis » 24. Juni 2015, 08:21

Hallo,

also wir fahren sehr gut mit Weizenstärkesirup, bis jetzt keine Räuberei, obwohl mein Mann letztens übel gekleckert hat.
LG, propolis
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon FranzBurnens » 24. Juni 2015, 08:38

propolis hat geschrieben: mein Mann letztens übel gekleckert

Petze...(Nebenwirkung von zuviel Fr.Dr.Auermüller) L)

mmoe hat geschrieben: dass der Zuckerteig aushärtet?


Bei selbst gezimmertem tritt nach kurzem der Marzipankartoffel-Effekt ein. Hart wie Kieselstein.
Wenn man Invertin zugibt, hält das den Teig viel länger geschmeidig. Benutzen Konditoreien.
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon Karlheinz » 24. Juni 2015, 09:18

mmoe hat geschrieben:Moin!

Wie schaffst du das? Also, dass der Zuckerteig aushärtet?


Keine Ahnung, viel kann man ja da nicht falsch machen. Der Zuckerteig ist fertig (Api Invert). Ich mache einen Schnitt mit dem Tapetenmesser in die Folie und ziehe sie etwas zur Seite, damit die Damen rein und raus können. Wenn ich 2 Tage später mal reingreife, ist das Zeug oberflächlich hart wie Rollsplit. Wasser holen die Ladies direkt vor dem Bienenhaus in einer Tränke mit viel Moos.
Vielleicht liegts ja auch daran, dass die Ladies wetterbedingt kaum ausfliegen konnten zum Wasser einholen.
LG
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon Eifelimker » 24. Juni 2015, 10:54

Ableger füttere ich wegen des besseren Bauverhaltens grundsätzlich nur flüssig entweder mit Stärkesirup oder Zuckerwasser 1:1
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon Simon » 25. Juni 2015, 05:57

680 Es sind Vorräte im Volk, für flächigeren Wabenbau ist Futter nötig.
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon propolis » 25. Juni 2015, 12:47

@ franz: Männersolidarität - das ich das noch erleben darf :thumbsup:

@ simon: danke für das Bild, der Zusammenhang war mir auch noch nicht klar.
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon Simon » 26. Juni 2015, 06:06


https://www.youtube.com/watch?v=2C0nVNSmhlo
Erster Eingriff nach der Erstellung über den Sammelbrutableger. Der Ableger wurde vermutlich mit etwas mehr als 1000 Bienen gestartet.
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon waldimker » 26. Juni 2015, 06:21

Wann wurde der SBA dazu erstellt?
Seit wann etwa ist die Kö in Eiablage?
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon Simon » 26. Juni 2015, 06:52

Schröpfdatum müsste der 3. Mai gewesen sein, am 24. wurden Begattungseinheiten gebildet, Begattung eine Woche später Anfang Juni, 21 Tage später schlüpfende Brut, das passt fahrplanmäßig mit dem Eindruck (25.6.) zusammen dass seit knapp einer Woche Brut schlüpft.
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon Simon » 13. Juli 2015, 05:31


https://www.youtube.com/watch?v=zRjkqrUvTc0
Das Jungvolk macht sich ganz gut, die Vorräte sind zu knapp kalkuliert für die letzten beiden Wochen, etwas mehr wäre sicherer. Der Futterverbrauch in den Jungvölkern war bis jetzt eher geringer, das kann sich schnell ändern.
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Re: Jungvölker sind hungrig

Beitragvon waldimker » 13. Juli 2015, 09:12

Nachdem nun hier im Wald die Brombeere durch ist und die Fichte sowieso, die Tanne kaum anfangen wird, habe ich mit dem Füttern der Jungvölker begonnen. Die Futterabnahme ist gut.
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