Honigernte 2014

Re: Honigernte 2014

Beitragvon Simon » 16. Mai 2014, 21:04

Da habt ihr den richtigen Erntezeitpunkt erwischt, ein großes Problem in der Imkerei ist der Wassergehalt, wenn die Frühtracht nicht durchs Sieb will, sollte man sich freuen! Die Viskosität des Honigs ist von der Temperatur abhängig aber nicht dauerhaft veränderbar, dh. es bringt nichts den Honig warm zu lagern, außer man will ihn fließfähig umleeren. Eine kühlere Lagerung (10-15°C) fördert die Kandierung des Honigs sehr stark, bei Zimmertemperatur kann er über Wochen flüssig bleiben wenn kein Raps dabei ist. Wie solls also weitergehen?
Mit vielen freundlichen Grüßen
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon mdatab » 19. Mai 2014, 09:04

Ich habe auch am Samstag Honig geerntet. Von der Menge her war das Ergebnis relativ bescheiden, allerdings gefällt mir die Qualität, sprich Wassergehalt, sehr gut. :thumbsup:
Mal gucken, was dieses Jahr vielleicht die Linde noch bringt...
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Immenfreund » 19. Mai 2014, 12:02

habe heute von 6 Völkern, bei denen ich gestern Mittag zwischen H.-Räumen die Bienenflucht eingelegt hatte, nur 4 Waben mit 15,5% entnommen, beim Rest teilweise unter total gedeckelten Waben in der Mitte 17,5% gemessen (wo es noch ungedeckelte Bereiche gab sogar weit über 20%) und die Bienenflucht wieder entfernt und die Waben auf den Völkern belassen. Hätte mich geärgert, wenn ich alles nach hause gefahren und dort festgestellt hätte, dass Wassergehalt zu hoch.

Nachtrag: Heute Abend nochmals geerntet und zwar von Völkern mit nur einem HR. Keine Bienenflucht. Selbst völlig ungedeckelte Waben mit 17,5% Wassergehalt!
Zuletzt geändert von Immenfreund am 19. Mai 2014, 21:58, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Honigernte 2014

Beitragvon indi » 19. Mai 2014, 12:40

überprüft euere Honigwaben.
nehmt eine entdeckelungsgabel mit und entdeckelt ein bischen links und recht oben am Rähmchen.
es könnte Überraschungen geben.
verdeckelt war nichts sichbar.
hab 4 mittelwaben entnommen, weil der rest zu feucht war.
stadthonig ist mit 16% durchs sieb durchgeflutscht.
dieser hier hat das sieb zugesetzt.
werde an diesem Standort die waben nonstop konrollieren


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Re: Honigernte 2014

Beitragvon indi » 19. Mai 2014, 14:48

das bischen hat meine schleuder total versaut.
den honig hab ich durchs honigtuch durchgepresst.
oben zu heben und den balon drehen, damit kein honig nach oben gedrückt wird.
ging sehr schnell.
hab die schleuder jetzt gesäubert und bin auf den nächsten Standort gespannt.
die waben sind da, die schleuder muss aber trocknen.
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Silversurfer » 19. Mai 2014, 21:32

Schöne Bilder. Mein Honig ist wieder mal deutlich dunkler als Deiner.
Auch ich habe einige Zellen, bei denen der Honig schon in der Waabe kristallisiert ist. Aber das war weniger als 1%. Deswegen mache ich mir keine Sorgen.

CU
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon indi » 19. Mai 2014, 21:43

Silversurfer hat geschrieben:Schöne Bilder. Mein Honig ist wieder mal deutlich dunkler als Deiner.
Auch ich habe einige Zellen, bei denen der Honig schon in der Waabe kristallisiert ist. Aber das war weniger als 1%. Deswegen mache ich mir keine Sorgen.

CU
Thomas


in meinem ersten jahr hatte ich einen Bilderbuch honigraum.
in hohenheim zum schleudern angekommen, waren drei waben kristallisiert.
zu lang gewartet.
6 kg verluste, mein eizigster damals.
will ich vermeiden.
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Daytona1200 » 20. Mai 2014, 07:18

Hallo indi,
auch ich habe bei der Wassergehalt Kontrolle am WE einige Waben so vorgefunden, das dies Probleme beim Schleudern geben könnte habe ich mir schon gedacht, aber ist es wirklich so ein großes Problem?
OK, die Filter werden schneller zugesetzt, was nicht aus den Waben raus kommt bleibt eben drin. Oder übersehe ich hier was?

Ich werde voraussichtlich am WE schleudern, wäre für Tipps dankbar.
Grüße Tobias
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon indi » 20. Mai 2014, 19:51

Daytona1200 hat geschrieben:Hallo indi,
auch ich habe bei der Wassergehalt Kontrolle am WE einige Waben so vorgefunden, das dies Probleme beim Schleudern geben könnte habe ich mir schon gedacht, aber ist es wirklich so ein großes Problem?
OK, die Filter werden schneller zugesetzt, was nicht aus den Waben raus kommt bleibt eben drin. Oder übersehe ich hier was?

Ich werde voraussichtlich am WE schleudern, wäre für Tipps dankbar.


hi daytona,
Vorsicht beim messen.
an diesen stellen hatte ich 14% gemessen.
ich wollte schon Simon anrufen, um ihn zu fragen, wieviel wasser ich zusetzen muss, damit es nicht staubt U)

Probleme beim schleudern?
ja
das sieb setzt sich zu und man kann nicht weiter machen.
es ist mühsam das ganze durch zu kriegen und kostet wahnsinnig viel zeit.

so etwas passiert indi nur einmal, dann muss eine lösung her.
die hab ich für mich gefunden.

unter die siebe kommt zusätzlich ein honigtuch.
setzt sich das sieb zu, wird es ins tuch geleert.

dann wird das tuch gedreht, damit honig durchgepresst wird.
volles tuch dauert ca 3 min., dann ist es durch.

jetzt klebt das ganze in der schleuder, wie Apfelmus.
der nächste Schleudergang geht wieder nicht durch, obwohl der honig besser wäre.
da mach ich mir die mühe und säubere die schleuder.

übrigens, wärme ich sowohl schleuder. als auch metallabfüll behelter vorher auf.
nein, nicht mittels grabkerzen :mrgreen:
sondern mit der heissluftpistole.
ein fön würde auch gehen.
warum das ganze?
warmer honig und kaltes Metall = kondenswasser. (siehe melitherm nebst distanzring)



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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Daytona1200 » 21. Mai 2014, 09:22

Hallo indi,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Na dann bin ich mal auf meine Schleuderung gespannt und hoffe, dass nicht allzu viele Zellen kristallisiert sind :|
Aus Mangel an Seihtuch werde ich mal nach zusätzlichen Grobsieben Ausschau halten.
Grüße Tobias
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon bienenfiebel » 21. Mai 2014, 16:57

Hallo Zusammen,

nachdem ich schon längere Zeit mitlese, hier mein erster Beitrag - und direkt mal zur Honigernte. Ich lese hier größtenteils von Honigen mit sehr wenig Wassergehalt. Nachdem ich seit mittlerweile 3 Wochen meine HR kontrolliere, kann ich kaum einen Unterschied im Wassergehalt feststellen. Die Spritzproben fallen mittlerweile negativ aus, aber Refraktometer gibt immer auf den meisten Waben Wassergehalte von über 20% an. Honig aus dem Vorjahr zur Gegenkontrolle des Refraktormeters liegt bei 17,3
Da ich auch schon festgestellt habe, dass in manchen Waben der Honig anfängt zu kristallisieren stelle ich mir so langsam die Frage, wie ich weiter vorgehen soll. Warten und Pech mit der Kristallisation haben oder "unreifen" Honig ernten?! :/ Ich würde schon gerne unter die 18% Marke kommen.
LG
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon indi » 21. Mai 2014, 21:38

Daytona1200 hat geschrieben:Hallo indi,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Na dann bin ich mal auf meine Schleuderung gespannt und hoffe, dass nicht allzu viele Zellen kristallisiert sind :|
Aus Mangel an Seihtuch werde ich mal nach zusätzlichen Grobsieben Ausschau halten.


durchs grobsieb ist alles durch.
aber feinsieb hat heute wieder versagt.
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Jusibiene » 22. Mai 2014, 08:21

Als Anfänger kann ich nur neidvoll eure Beiträge lesen...bei mir ist im Honigraum bei meinen beiden Völkern noch nicht eine verdeckelte Honigwabe...dafür jede Menge Honig im Brutraum. Und die heftige Schwarmstimmung in einem Volk trägt auch nicht gerade dazu bei, dass sich die Vorräte vermehren.
War das bei euch im ersten Jahr auch so trist? So richtig zügig werden die Mittelwände im Honigraum auch nicht ausgebaut, nur das nötigest eben.
Habt ihr mir irgendwelche Tipps?
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Immenfreund » 22. Mai 2014, 08:25

Jusibiene hat geschrieben:Habt ihr mir irgendwelche Tipps?

nimm eine oder mehrere Waben mit viel Honig aus den Bruträumen und hänge sie in den HR hoch, sollte aber keine Drohnenbrut drauf sein.
Mit freundlichen Grüssen

Helmut

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Re: Honigernte 2014

Beitragvon HaroldBerlin » 22. Mai 2014, 09:25

Jusibiene hat geschrieben:War das bei euch im ersten Jahr auch so trist?


Hallo Jusibeine,

ein paar mehr Infos wären hilfreich. Ich habe zum Beispiel im ersten Jahr (2013) ein Volk gekauft und davon dann noch zwei Ableger erstellt. Da war nicht viel mit Honig, weil es ja alles spät startet, die Obstblüte gleich durch war und die Entnahme das Volk auch klein hielt. Doch in der Lindentracht (Juni bsi Anfgang Juli) habe sie dann doch eingetragen, 14 Kilo in die HR und vermutlich nochmal 10 Kilo in den ehemaligen Brutraum. Und dieses Jahr gibt es nichts zu klagen!

Wenn ein Volk nicht so stak und in Brut ist, dann verhonigt gerne das Brutnest. Dazu gibt es hier schon lange Threads....

http://www.einfachimkern.de/viewtopic.php?f=12&t=1356&p=11565&hilit=brutnest+verhonigt#p11565
http://www.einfachimkern.de/viewtopic.php?f=12&t=767&p=5722&hilit=brutnest+verhonigt#p5722

Es hilft, wenn das Brutnest wirklich oben an das Absperrgitter stößt. Wenn die Waben voller Honig/Nektar unbebrütet sind, kannst Du sie vom Rand auch nach oben über das Absperrgitter hängen. Sind denn auch Bienen im HR unterwegs? Sind die Völker dies Jahr erstellt worden? Auf wie vielen Wabengassen bei welchem Maß/Beute sitzen sie?
Wieviele Schwarmzellen hast Du gefunden?
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Jusibiene » 22. Mai 2014, 11:47

Also, wie gewünscht noch ein paar Infos:
habe 2 Völker (letztes Jahr aus Sammelbrutableger erstellt) in Hohenheimer Einfachbeuten. Eines ist recht schwach gestartet, hat auch keine Schwarmlust, das andere war von vornherein stärker und ich breche jede Woche 15 Schwarmzellen an den unmöglichsten Orten..ein Wunder, dass sie noch nicht weg sind. Königin tütet jedesmal wie verrückt.
Hab jetzt zuerst 2 Brutwaben in den unteren BR umgehängt, weil da vor 2 Wo wenig los war, letzte Woche nochmal eine, jetzt ist unten gut Betrieb. Mit dem Ableger sollte ich noch warten, erst mal umhängen, meinte mein Kursleiter aus dem Jungimkerkurs.
Die obere Zarge ist jetzt also voll besetzt und die untere ungefähr zu 3/4. Im HR sind schon Bienen aber die Honigmenge stagniert seit Wochen.

Im schwachen Volk ist unten noch nahezu leer. Im HR tummeln sich einige Bienen.

Standort ist mitten in Streuobstwiesen, Gärten, am Rande eines Wohngebietes, also müsste es genügend zu sammeln geben.

Der HR wurde zuerst gar nicht angenommen nach dem Erweitern, hab dann beim schwachen Volk das ASG entfernt, dann gingen sie zögerlich hoch, beim starken Volk habe ich Brutwaben hochgehängt, hat soweit auch funktioniert. Aber seither stagniert eben der Ausbau des HR. Hab natürlich nur Mittelwände überall, außer in der mittleren Zarge. Die Drohnenrahmen wurden hingegen -bis vor kurzem jedenfalls- :( zügig ausgebaut.
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Martin » 22. Mai 2014, 16:14

So, die Frühlingsernte ist im Glas. Auch bei uns waren einige Wabenbereiche schon kristallisiert und nicht schleuderbar. Auch die gleichen Probleme mit verstopftem Sieb. Nach dem Impfen wird der Honig inerhalb von drei Tagen fest. Übergang von trübe aber noch gut flüssig bis fest in 20 Std.! Ergebnis. Menge überdurchschnittlich, Feuchte knapp unter 17% und nach dem Festwerden von selten cremiger Konsistenz. Guter Honig.

Tschüß
Martin
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon HaroldBerlin » 22. Mai 2014, 20:39

Martin hat geschrieben:Nach dem Impfen wird der Honig inerhalb von drei Tagen fest. Übergang von trübe aber noch gut flüssig bis fest in 20 Std.! Ergebnis. [...]und nach dem Festwerden von selten cremiger Konsistenz.


Hallo Martin, das war gemischte Frühjahrstracht, oder?
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon HaroldBerlin » 22. Mai 2014, 21:04

Jusibiene hat geschrieben:habe 2 Völker (letztes Jahr aus Sammelbrutableger erstellt) in Hohenheimer Einfachbeuten. Eines ist recht schwach gestartet, hat auch keine Schwarmlust, das andere war von vornherein stärker und ich breche jede Woche 15 Schwarmzellen an den unmöglichsten Orten..


Also 15 Schwarmzellen pro Woche ist heftig, die Bienen scheinen das Gefühl zu haben, das genug Honig da ist, wenn sie so schwarmverrückt sind. Da ich dieses Jahr gesehen habe, wie ein starkes Volk auch ohne Schwarmlust wachsen kann und was es dann einträgt, werde ich mein schwarmlustiges Volk wohl noch dieses Jahr trotz einjähriger Königin umweiseln, wenn mir nach der Robinie die Königinnenzucht in ausreichendem Maße gelingt.
Aber da hast Du ja auch schon einen ersten Hinwies: Ein Volk schwach - so scheint es, wenn es bei gleichen Genen überhaupt nicht in Schwarmstimmug kommt - und eins quasi ständig auf dem Absprung.... Mein Schwarmteufel hat auch eine ganz fühlbar schwächere Leistung im Raps gebracht

Jusibiene hat geschrieben:Hab jetzt zuerst 2 Brutwaben in den unteren BR umgehängt, weil da vor 2 Wo wenig los war, letzte Woche nochmal eine, jetzt ist unten gut Betrieb.


Da würde ich mal sagen, die Bienen wissen was sie tun, wenn denen eine Zarge noch reicht, dann ist das so, nach unten umhängen schafft ja nur mehr Platz im oder wohl eher AM Brutnest für Honig und Pollen. Mein kleines Volk war auch nur einzargig im Raps, dafür haben sie gar nicht schlecht eingetragen und sich so gemausert, dass sie nun den zweiten Brutraum bekommen haben.
Brut nach unten umhängen leuchtet mir nicht ein, verdeckelte Brut in den HR umhängen machen einige Imker und das wohl auch mit sehr gutem Erfolg, da habe ich gerade neulich Tipps zu bekommen. Ich glaube, von Indi...
Was sagt denn der Kursleiter zum fehlenden Honigeintrag?!?! Und was sollte das Umhängen der Brutwaben nach unten erreichen? Mehr Bienen oder eine "bessere Verteilung" der Bienen in der Beute?

Jusibiene hat geschrieben:Die obere Zarge ist jetzt also voll besetzt und die untere ungefähr zu 3/4.


Das ist doch eine ordentliche Masse....

Jusibiene hat geschrieben:Im HR sind schon Bienen aber die Honigmenge stagniert seit Wochen.
[...] Standort ist mitten in Streuobstwiesen, Gärten, am Rande eines Wohngebietes, also müsste es genügend zu sammeln geben.


Dachte ich auch, aber dennoch war der Ertrag reichlich mager, während Imker in weniger als einem KM Luftlinie reiche Ernte eingefahren haben...

Jusibiene hat geschrieben:Der HR wurde zuerst gar nicht angenommen nach dem Erweitern, hab dann beim schwachen Volk das ASG entfernt, dann gingen sie zögerlich hoch, beim starken Volk habe ich Brutwaben hochgehängt, hat soweit auch funktioniert. Aber seither stagniert eben der Ausbau des HR. Hab natürlich nur Mittelwände überall, außer in der mittleren Zarge.


Ja, der Ausbau ging bei mir letztes Jahr auch zögerlich, wenn es keine Tracht gibt, schenken die sich die Arbeit. Erst mit der Auffütterung im September ging es dann etwas los, und so richtig ging es erst mitten im Raps los mit dem Ausbau. Ist also nicht ungewöhnlich und aus meiner Sicht auch noch ein Zeichen, dass nicht so gute Tracht herrscht oder sie von Deinen Damen nicht gut genutzt wird.

Jusibiene hat geschrieben:Die Drohnenrahmen wurden hingegen -bis vor kurzem jedenfalls- :( zügig ausgebaut.


Genau, da war ja auch Not am Mann, Drohne sollten her. Und nun in Schwarmstimmung reicht das dann...

Schwer zu raten, das Volk in voller Schwarmstimmung kannst Du natülich so bearbeiten, dass Du möglichst keinen Schwarm verlierst, aber das geht dann nicht mit einem sofortigen Honigeintrag her. Der Zwischenbodenableger wäre eine Variante, den Schwarmtrieb zu dämpfen und wenn Du nicht rückvereinigst, hast Du schon einen weiteren Ableger. Wenn DU Linde hast wie wir hier, kann der sogar noch etwas Honig bringen, immerhin für Dich.

Was für Tracht wird es denn in Deiner Gegend noch geben?
Zuletzt geändert von HaroldBerlin am 23. Mai 2014, 22:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon indi » 23. Mai 2014, 08:58

Vorgehensweise von indi
andere können es nach belieben anders machen.
von bisher 4 Standorten war an 3 standorten raps in der nähe.
hier wollte ich nicht warten bis aussenwaben trocken und mittelwaben kandiert sind.
ich möchte jeglichen honig schleudern.
indi hat bei den rapsvölkern die trockenen mittelwaben geschleudert ( bevor sie mir kandieren)
die restlichen aussenwaben auf andere völker verteilt, so daß gleicher feuchte grad in der Zarge sich befindet.
somit wurden 4 völker von honig waben geleert.
d.h am rand links und rechts hab ich eine, unverdeckelte, jeweils belassen.
diese völker wurden heute morgen in die linde versetzt.
das wetter war heute dafür genial.
jetzt kann sich indi gelassen zurück lehnen.
da wo ich waldhonig erwarte werden die waben auch entnommen und auf völker verteilt, bei denen ich kein waldhonig erwarte.
die dürfen sich nützlich machen und den honig trocknen.
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Immenfreund » 23. Mai 2014, 18:29

indi hat geschrieben:diese völker wurden heute morgen in die linde versetzt.


Linde blüht schon bei dir?
Mit freundlichen Grüssen

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Re: Honigernte 2014

Beitragvon indi » 23. Mai 2014, 20:46

Immenfreund hat geschrieben:
indi hat geschrieben:diese völker wurden heute morgen in die linde versetzt.


Linde blüht schon bei dir?


nein, aber ganz viele akazienbäume in der unmittelbaren nähe.
genial wäre das dach vom daimler.
drum herum jede meine davon.
vielleicht schaffen es meine ladies den einen km
U)
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Martin » 24. Mai 2014, 08:09

HaroldBerlin hat geschrieben:Hallo Martin, das war gemischte Frühjahrstracht, oder?


Ja. Obst von Streuostwiesen und anscheinend viel Raps. Auffallend ist, dass er von Volk zu Volk recht unterschiedlich ist. In einigen wenigen Gläsern haben wir folgendes Phänomen: Der Honig ist schon gut kristallisiert, allerdings ist unten im Glas etwa 1 cm flüssiger, viel dunkler Honig. Haben wir bisher noch nicht gehabt. Mal sehen wie er sich weiter verhält. Ich vermute Rapazienhönig (Raps und Akazie).

Tschüß
Martin
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon indi » 25. Mai 2014, 06:55

wie ich jetzt höre und lese, ist vielen der honig in den waben kandiert.
werde ich nie verstehen.
was ich in meinem ersten bienenjahr gelernt hatte, daß ich den raps honig, so schnell wie möglich aus den honigräumen abziehe.
und zwar, wenn die mittleren 4 waben es zulassen.
1. ist der honig in den Behältern.
2. platz geschaffen für herlichen blüten und vor allem sind erste waben mit dunklem honig eingetragen.
der wurde bei vielen eingetragen, allerdings meistens in die bruträume.( da honigraum noch vollstens besetzt)
im ersten augenblick, erscheint es blödsinnig zu sein, pro Volk 4 waben zu schleudern.
aber im nachhinein hat man sehr viel zeit gespart.
die kandierten waben müssen jetzt versorgt werden und honig hat man aus diesenwaben, erst recht keinen.
natürlich kann man das ganze jetzt umtragen lassen.
aber man behindert und verhindert dadurch den neueintrag.
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon jogl » 26. Mai 2014, 07:07

Indi. stimmt hab dieses Jahr bereits 2 x geerntet, aber ohne Bienenflucht, es lohnt zu schauen was drinn ist.
Und der Gestank der letzten 1-2 Wochen um die Völker hat den Sahne Bonbon Honig vermuten lassen,
die Geschmacksprobe gestern hat`s bestätigt.

Weiß jemand ob der tatsächlich vom Hartriegel kommt?

Gruß Jogl
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Nils » 27. Mai 2014, 11:36

Hallo,
mich würde da interessieren, wieviel ihr den Bienen jeweils drinnen läßt.
Ich habe 4-5 Waben aus dem Honigraum entnommen, die vollsten und verdeckelsten. 5-6 ließ ich, auch wenn sie teilweise halb verdeckelt waren.

Da es nun schon wieder kalt wird frage ich mich, ob ihnen das reicht oder ob ich zu gierig war?
Im 2 Brutraum war kaum noch offenes Futter, und nur dünne verdeckelte Futterkränze.

Brut gibts im Moment noch nicht, die junge Dame muß erst anfangen zu legen...

Was meint ihr?

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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Sauzahn » 27. Mai 2014, 11:43

Frühtracht schleudere ich dieses Jahr keine... bei nur wenigen Waben in zwei Völkern lohnt es schlicht den Aufwand nicht. Die Völker haben während der letzten Schlechtwetterperiode Anfang Mai auch recht stark von ihren Vorräten gezehrt und werden es aktuell wohl wieder tun.

Bleibt nur die Hoffnung auf einen guten Ertrag aus der Sommertracht. Dieses Jahr ist irgendwie verrückt: das meiste ist schon abgeblüht, auch Robinie, Eberesche und Rosskastanie sind durch, Himbeeren und Brombeeren werden schon seit über einer Woche beflogen. Bleibt hier im Stadtgebiet nur noch die Linde und vielleicht die Esskastanie.

Gruß
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon HaroldBerlin » 28. Mai 2014, 11:42

Nils hat geschrieben:Hallo,mich würde da interessieren, wieviel ihr den Bienen jeweils drinnen läßt.
Was meint ihr? Nils


Hallo Nils,

ich habe den Völkern zwischen Raps und Robinie - da war es warm und die nächste Tracht stand vor der Tür - nur dem Honig im Brutraum belassen und das, was in den Waben nach dem Ausschleudern noch blieb. Meine Völker belegen aber auch außen im BR dicke Futterbretter an, die sie gerne zu echten Dickwaben ausziehen. Die sind mir da eh (BR und am Rand)lieber, weil nicht hygienisch zu schleudern, brutraumnah und bei mir durch helle Waben ersetzt im Frühjahr. Das sind locker 3-6 Kilo (da mindestens 2- 3 solche Teile pro Volk) und daher wird auch nach der Robinie der gesamte HR geleert. Kommt ja noch die Linde und dann füttere ich sofort wieder auf, daher belasse ich denen nichts extra.

Gruß Frank
Zuletzt geändert von HaroldBerlin am 1. Juni 2014, 00:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon Haffmücke » 29. Mai 2014, 07:34

Hallo Leute,
Ich habe meine frühtracht letzte Woche geschleudert. Der durchschnittliche Ertrag lag bei 30kg Raps pro Volk. Ich bin super zufrieden. Und da war immer noch genug offenes im brutraum.
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Re: Honigernte 2014

Beitragvon indi » 31. Mai 2014, 20:06

liebe imkers,
indi hat wieder mal experementiert.
es geht um trockene honigernte.
die völker sind wahnsinnig in brut und wie ich vermutet hatte, gab es heute nacht viel kondenswasser.
innen sehr warm, aussen sehr kühl = kondenswasser in mengen.
ich hatte bei fast allen Völkern die gelochte Folie vom bienen dehner genommen, half aber nicht.
jetzt hatte ich vorgestern alle honigzargen zur hälfte mit 2 lagen zewa auf der Folie ausgelegt.
siehe da:
die eine hälfte unter dem zewa war trocken und die andere hälfte voll mit kondenswasser.
jetzt wird ich komplett mit zewa auslegen.
und ab sofort kommen die holzdeckel weg und bienenfluchten, stattdessen drauf.
und ihr könnt machen, wie ihr wollt.
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